Eine unheilige Allianz der Terror Buddhisten

Übersetzt von der LTTEwatch-Redaktion aus Saudi Gazette vom 15. April 2014

Von Tariq A. Al-Maeena

Jeddah – Siddhartha Gautama, der allgemein als der gesalbte Buddha bekannt wurde, wurde vor etwa 2.500 Jahren im Nepal geboren. Er war ein Mensch, der Erleuchtung erlangte, weil er das Leben verstand und es in seiner Einfachheit zu erklären wusste. Es wird gesagt, dass er einmal für 40 Tage und Nächte unter einem Peepal-Baum saß, um Verständnis und Erleuchtung zu erlangen und sobald er diese Stufe erreichte, fühlte er sich frei von Gier, Hass und Unwissenheit, und gestärkt durch Weisheit, Mitgefühl, Toleranz und Freiheit. Dies war auch die Botschaft, die er versuchte, für die restlichen Jahre seines Lebens seinen Jüngern zu vermitteln.

Im Laufe der Jahrhunderte mutierten leider einige Buddha-Anhänger oder Buddhisten wie sie genannt werden in etwas, das weit entfernt ist, von der ursprünglichen Botschaft des Weisen. Die Berufung dieser Mutanten scheinen alle Dinge zu sein, die böse und gewalttätig sind. Derzeit gibt es zwei solcher Stämme von Buddhisten, die eine Kampagne gegen Andersdenkende anzetteln, die gänzlich frei ist von jener friedlichen Botschaft des Weisen.

Eine Gruppe, die Ahsin Wirathu Alliance aus Burma oder Myanmar, wird von blutrünstigen Buddhisten angeführt, die Tausende von Rohingya Muslime – eine religiöse Minderheit im Land – terrorisieren und Unzählige hingemetzelt haben. Selbst Aung San Suu Kyi, eine der Führerinnen der Opposition in Myanmar, die 1991 den Friedensnobelpreis bekam, wagt es aus politische Erwägungen heraus nicht, sich für die Sache der Vertriebenen Rohingyas einzusetzen. Bislang wurde sie von jeglicher Kritik geschützt für die Massaker, die in ihrem Land vorgehen, obwohl einige die Frage stellne, ob sie die Unterstützung der buddhistischen Terrorgruppe sucht, welche die muslimische Bevölkerung von Myanmar zu vernichten droht.

Eine mindestens ebenso teufelische buddhistische Gruppe gibt es in Sri Lanka; die Bodu Bala Sena (BBS) hat in letzter Zeit damit begonnen, eine heftige Kampagne gegen die Tamilen, aber auch gegen die muslimische und christliche Minderheiten auf der Insel zu agieren.

Im vergangenen Monat nahmen die Ereignisse in Sri Lanka eine noch beunruhigende Wendung. Ashin Wirathu Thera, der Führer der „969-Bewegung“ in Myanmar und berüchtigt für seine Anti-Islam-Tiraden, die zur regelrechten Hinrichtung von Tausenden von Rohingya-Flüchtlingen geführt haben, wurde von seinen Kollegen Galagodaatte Gnanasara Thera von der BBS in Sri Lanka aufgefordert, die Insel zu besuchen. Das renomierte Time-Magazin hat Ashin Wirathu Thera völlig richtig als „Gesicht des buddhistischen Terrors“ beschrieben.

Das Treffen der beiden Gruppenleiter des Terror -Buddhismus aus Myanmar und Sri Lanka verheißt nichts Gutes für die Minderheiten der Insel Sri Lanka. In Myanmar wurden die Minderheiten in einigen Bereichen schon völlig vertrieben durch Akte maximaler Brutalität. Solche Taten sind bisher in Sri Lanka noch nciht vorgekommen, aber eine solche unheilige Allianz könnte zur Katastrophe für ihre Gegner werden.

Als die wichtigste Menschenrechtsorganisation der Vereinten Nationen vor kurzem eine Untersuchung von Sri Lankas Bürgerkrieg und der möglichen Kriegsverbrechen gegen die tamilische Minderheit ankündigte auf der Grundlage der Empfehlung der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, schrie der Bodu Bala Sena-Generalsekretär bei einer Pressekonferenz: „Wir werden diese Hündin lebendig häuten!“

Es ist dies die gleiche Person, die nach Burma flog, um ein besonderes Geburtstagsgeschenk an Burmas radikale Mönch Wirathu im letzten Monat zu überreichen.

Die Denkweise dieser Terrorgruppe besorgt zunehmend viele Singhalesen, aus denen sich die Mehrheit der Bevölkerung in Sri Lanka zusammensetzt und es verstört die vielen Minderheiten, die in letzter Zeit eine zunehmende Zahl von unverfroren und gewalttätigen Aktionen gegen ihre Angehörigen, aber auch gegen Orte der Anbetung, aber auch gegen Unternehmen erleben mussten.

Das ist jedenfalls nicht die Botschaft des Buddhas.

Mit dieser unheiligen Allianz zwischen den beiden Terrorgruppen in Sicht, fragen sich die Minderheiten der Insel, ob es irgendwann zur gleiche Art von Angriffen und Tötung von Menschen führen wird, wie es die Rohingya in Myanmar erleben mussten. Dies würde Sri Lanka zweifellos in den Abgrund einer Katastrophe führen.

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Der Autor kann bei talmaeena@aol.com erreicht werden. Folgen Sie ihm auf Twitter @ talmaeena.

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