„Massive Demo“ vor UNHRC Sitz gegen Resolution

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 25. März 2014

GenfMit massiven Wahlkampf-Kampagnen versucht das Rajapaksa-Regime von seinem Versagen in wirtschaftlicher Hinsicht, aber auch was Friedensgewinnung und Versöhnung anbelangt, abzulenken. Rajapaksa weiß, dass es dieses mal enger wird und seiner kruden Logik zufolge kann nur ein großer Sieg davon zeugen, dass er mit seiner despotischen Politik Recht habe. Zentraler Punkt der Rajapaksa-Logik ist auch, die in dieser Woche zur Abstimmung kommende Resolution des UN-Menschenrechtsrates gegen sein Regime von den Wahlkämpfern der Regierunsgkoalition als damit „gegen das Land gerichtet“ darzustellen.

Politisch Schuldige dafür, dass die dritte Resolution gegen das Regime deutlich härter wird, als die beiden Entwürfe, aber auch die beiden resolution in den Jahren zuvor, sind auch schon gefunden. Vorsichtshalber knickt der Präsident aber schon mal wenig ein, und erklärte sich bereit, den gesamten Kriegszeitraum untersuchen zu lassen (wie in der neusten Fassung der Resolution ohnehin vorgeschlagen), denn er weiß, er kann sich nicht wirklich gegen die Resolution stellen – er muss nur möglichst lange vor seinen Anhängern so tun, als ob.

Vorgestern, am Sonntag nachmittags fand eine Demonstration vor dem Hauptsitz des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen (UNHCR) in Genf statt. Während die gleichgeschalteten srilankische Medien von der Teilnahme „von über 5.000“ Auswanderern aus Sri Lanka sprechen, die an der „massiven Demonstration“ gegen die Resolution teilnahmen, spricht die örtlich Polizei in Genf von „unter 500“. Bei den Teilnehmer der Demonstartion handelt es sich zumeist um Angestellte und Mitarbeiter der srilankischen Missionen in Europa, die zusammen mit ihren Angehörigen extra dafür seit Samstag angekarrt wurden.

Die Demonstration übergeben einen Brief an Michael Mǿller, dem stellvertretenden Generaldirektor der Vereinten Nationen in Genf und von Navanethem „Navi“ Pillay, der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, in dem sie darauf drängen, Sri Lanka ausreichend Zeit zu geben, um seine Probleme allein zu lösen, ohne „unzulässige Einmischung aus Ländern, die von der tamilischen Diaspora beeinflusst“ wären. Dann ging’s zurück zu ihren jeweiligen Standorten, in stundenlangen Busfahrten; Montag war ja wieder normaler Arbeitstag.

Zeit für Versöhnung und Frieden zu fordern, hört sich irgendwie anders an. Auch hätte Brief per Post deutlich günstiger befördert werden können, zumal er per bezahlten Boten etwa 4 Jahre zu spät angeliefert wurde…

 

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