Ananthi prangert Willkür des Regimes im Norden an

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 15. März 2014

Genf – Die Abgeordnete der TNA und Ehefrau des seit Kriegsende vermissten ehemaligen politischen Kommissars der LTTE mit dem Nome-de-guerre „Elilan“, Ananthi Sasitharan sprach gestern vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf – und nahm auch gleich Bezug zu der aktuellen Festnahme einer verwitweten Aktivistin und deren 13-jähriger Tochter. Ananthi Sasitharan wird in ihrer unbeugsamen Art mehr und mehr zur Chefanklägerin gegen das Rajapaksa-Regime.

„Während ich hier und heute spreche hat die Armee Sri Lankas ein 13-jähriges Mädchen verhaftet, Vithushaini Balendran, die oft bei Demonstrationen dabei und dort  weinte und versuchte, ihren Bruder zu finden, der seit Kriegsende vermisst wird. Ihre Verhaftung ist eine Bedrohung für jedes Kind versuchen, das versucht, gegen Ungerechtigkeit zu protestieren“, sagte Sasitharan in ihrer ersten Rede vor dem Rat. Ihre Redezeit bekam sie von einer afrikanischen NGO, die sich um Frauen-Themen kümmert und die welche die Dringlichkeit von Ananthis Rede anerkannte.

Sasitharan, die sich in Genf zu Gespräch mit Länderdelegationen und Diplomaten aufhält, sagte, dass sie vor dem Menschenrechtsrate nicht nur als politischer Aktivistin spreche, sondern auch als betroffene Mutter von drei Töchtern, die noch immer auf der Suche nach ihrem Vater seien.

„Es gibt in Sri Lanka Tausende von Kindern wie die meinen, die auf der Suche nach ihren Angehörigen sind“, sagte sie.

„Die Besatzungsarmee, die Waffen trägt, kontrolliert jeden Aspekt unseres zivilen Lebens“, fügte sie hinzu. Sasitharan sagte, Angehörige des Militärs seien auch verantwortlich für die vielen Fälle sexueller Gewalt gegen Frauen und Kinder im Norden.

Sasitharan lobte in ihrer Rede die besondere Rolle, welche die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, in Hinblick auf Sri Lankas Tamilen spiele und begrüßte ausdrücklich deren Jahresbericht.

Die TNA-Abgeordnete sagte dem Rat, dass die tamilischen Menschen enttäuscht seien von dem Resolutionsentwurf gegen Sri Lanka, der es versäume, eine internationale Untersuchungskommission einzurichten, um Kriegsverbrechen zu untersuchen und den „Völkermord“ an den Tamilen.

„Dieser Entwurf versäumt es, unser hauptsächlichen Probleme endlich anzugehen. Als Opfer spüren wir einen deutlichen Mangel an politischem Willen“, sagte sie abschließend.

Das Video von Ananthi Sasitharans Rede findet sich hier – etwa bei Minute 11.20 (stream vom 14.3.2014).

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