UNHRC: BTF unzufrieden mit Resolutions-Entwurf

Übersetzt von der LTTEwatch-Redaktion aus Press Trust of India vom 4. März 2014

London – Eine nationalistische, pro-tamilische Diaspora-Gruppe hat am Dienstag den von den USA und Großbritannien beim UN-Menschenrechtsrat vorgelegten  Resolutionsentwurf, der eine internationale Untersuchung von Sri Lankas angeblichen Rechtsverletzungen während des Krieges mit tamilischen Rebellen fordert, als „nicht ausreichend“ abgelehnt. Das Britische Tamilen Forum (BTF) sagte, dass der Entwurf der Resolution „weit hinter den Erwartungen der Tamilen“ bleibe.

„Der Resolutions-Entwurf fordert ein weiteres Update durch die Menschenrechtskommissarin in einem Jahr und macht lediglich einen weiteren Anruf an Sri Lanka, eine glaubwürdige Untersuchung zu starten – dies, obwohl die Menschenrechtskommissarin selbst erklärt hatte, dass Sri Lanka keinerlei politischen Willen zeige, sich selbst glaubwürdig zu untersuchen“, heißt es vom BTF.

„Fünf Jahre nach den schrecklichen Massakern von 2009 sagt man nun dem tamilische Volk, man möge noch ein weiteres Jahr lang aushalten – mit dem verlorenen Land, den verlorenen Menschen, bei weiterer Beschneidung ihrer Rechte, bei fortgesetztem körperlichen und sexuellen Missbrauch“ heißt es von der Gruppe.

„Ein Staat, dem man attestiert, dass er sich in eine zunehmend autoritären Richtung bewegt, laut der Menschenrechts-Hochkommissarin Navi Pillay, hat aus unerklärlichen Gründen noch mehr Zeit und Raum bekommen, Missbrauch zu betreiben“, heißt es resignierend vom BTF.

Die srilankische Regierung sieht das BTF als pro-LTTE-Hardliner-Gruppe, die Einfluss auf das politische System Großbritanniens suche, um so gegen den Inselstaat vorzugehen, so die gängige, ständig vom Rajapaksa-Regime propagierte Theorie.

Das BTF behauptet, Sri Lanka habe nun noch mehr Zeit, ihr derzeitiges Programm der Vernichtung von Beweismaterial und der Beseitigung der Zeugen der Verbrechen fortzuführen, die während der letzten Monate des  Bürgerkriegs begangen wurden. Die Behauptung, srilankisches Militär vernichte intensiv Beweise für Kriegsverbrechen, stellte auch kürzlich der Bericht des australischen International Crimes Evidence Project sowie das Urteil des Permanent People’s Tribunal zu Sri Lanka.

Bis zu 40.000 tamilische Zivilisten wurden am Ende des separatistischen Krieges getötet, der im Mai 2009 endete, sagen Experten.

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