Nach 2. Selbstmordversuch: Hulugalle verschwunden

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 5. Februar 2014

Colombo – Wilde Gerüchte ranken sich um den ehemaligen Generaldirektor des Medienzentrums für Nationale Sicherheit (MCNS), Lakshman Hulugalle, der urplötzlich seines Postens bei der MCNS, sowie von anderen Positionen entlassen wurde. Es ging dabei um seine außereheliche Affäre mit einer Bordellbesitzerin und um eine Razzia in deren Etablisement; Hulugalle hatte nach der Razzia die (Straf-) Versetzung aller beteiligten Beamten bewirkt. Nach zwei angeblichen Selbstmordversuchen ist Hulugalle von einem Krankenhaus in Kandy zu einem Krankenhaus in Colombo verbracht worden, von wo aus er spurlos verschwand. Dies berichtete Lanka-E-News.

Auf der Website von Minister und Hardliner Wimal Weerawansa, einem der „Lautsprecher“ des Rajapaksa-Regimes soll Hulugalle versucht haben, außer Landes zu gelangen. Zunächst hatte er einen diplomatischen Posten gefordert. Dies jedoch wurde abgelehnt. Danach soll er versucht haben, über mehrere ausländische Botschaften Asyl zu bekommmen – dafür bot er an, so Weerawansas Website „Lankacnews“ – ausländischen Regierungen Details über die letzte Phase des blutigen Bürgerkrieges gegen die LTTE, in der laut UN-Berichten bis zu 100.000 Zivilisten den Tod fanden, zu liefern.

Hulugalle war ehemals ein enger Vertrauter des Sekretärs des Verteidigungsministeriums und Präsidentenbruders Gotabhaya Rajapaksa und in verschiedenen Sicherheitskapazitäten in den letzten Tagen des Krieges gegen die LTTE eingesetzt worden. Sein Stern began zu sinken, als die Website des MCSN gehackt und die Email-Adressen aller „informellen Mitarbeiter“ veröffentlicht wurden.

Präsident Rajapaksa hatte im Dezember 2013, rückwirkend zumNovember das MCNS aufgelöst und Hulugalle von seinem Posten mit sofortiger Wirkung entlasten. Nach und nach wurden Hulugalle auch alle anderen Posten und Positiönchen im staatlichen Selbstbedienungssystem der Rajapaksas aberkannt. Die Tatsache, dass Hulugalles Ansinnen, Staatsgeheimnisse gegen Asylgewährung zu verraten, auf der Website eines Regierunsgangehörigen veröffentlicht wird, darf, so Analysten, getrost als deutliche Warnung an alle anderen Geheimnisträger des Landes verstanden werden.

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s