CBK: Moderate haben Angst, ihre Gedanken zu äußern

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 28. Januar 2014

Colombo  – „Als einzige lebende ehemalige Präsidentin und Ministerpräsidentin Sri Lankas, fühlte ich mich in der Verantwortung, die vorherrschenden religiösen Spannungen im Land anzusprechen und zu lösen“, sagte heute die ehemalige Präsidentin Chandrika Kumaratunga Bandaranike (CBK), die derzeit als gemeinsame Kandidatin der Opposition bei den nächsten Präsidentschaftswahlen gilt, auch wenn sie ihrer Nominierung dazu zunächst eine Abfuhr erteilte.

Während einer Veranstaltung des Sri Lanka Foundation Institute, bei der Empfehlungen zur Förderung der Religions-Harmonie von dem „Forum für interreligiösen Dialog“ (FOIFD) erarbeitet und später präsentieren werden sollen, sagte Kumaratunga: „Ich habe lange Zeit geschwiegen, weil ich von den von der Regierung kontrollierten Medien niedergeschrieen werde, wann immer ich einen Kommentar zu einem aktuellen Thema im Land abgebe, indem behauptet wird, ich hätte kein Recht, dies zu tun. Aber ich glaube, ich habe allen Grund, meine Bedenken zu äußern, da ich einmal erste Bürgerin dieses Landes war. Also, als ich den Vorsitz dieser Initiative übernahm, merkte ich, dass die meisten moderate Buddhisten verängstigt sind, offen zu sprechen – aus Angst vor Einschüchterungen und Morden, die derzeit andauernd passieren. . . „

Kameratunga erklärte, daher erkannt zu haben, dass sie nicht mehr schweigen wolle, und in Zusammenarbeit mit dem Südasien Politik- und Forschungsinstitut (SAPRI) das „Forum für interreligiösen Dialog“ (FOIFD) in der Folge etablieren wolle.

„Die Gemäßigten waren zu Beginn sehr eingeschüchtert, ihre Gedanken zu äußern, aber jetzt beginnen sie sich von der Notwendigkeit überzeugen zu lassen, dass andere Stimmen notwendig sind, um die Menschen zu erreichen. Die Massen haben sind besorgt über die Gerüchte, wonach die Muslime in Sri Lanka die Oberhand übernähmen. Obwohl die meisten diese Gerüchte nicht glauben wollen, sind keine andere Ansichten im Umlauf gewesen“, fügte sie hinzu.

Die Nominierung zur gemeinsamen Kandidatin der Opposition zur Präsidentschaftswahl lehnt Kamaratunga – vorläufig – ab. Allerdings mit dem Hinweis, dass sie als Buddhistin wisse, dass man nie „nie“ sagen sollte. Erst kürzlich hatte Kamaratunga in vertraulichem Kreis verlauten lassen, dass sie erst dann ihre Kandidatur bekannt geben werden, wenn sich mindestens zehn amtierende Minister der von ihrem Vater gegründeten SLFP ihr anschließen würden. Kameratunga gilt als Gegnerin der Rajapaksas. Im scharfen Gegensatz zu den Rajapaksas, gilt Kameratunga weltweit als geachtete Politikerin und Staatsfrau.

In letzter Zeit kommt es mehr und mehr zum Bruch zwischen Rajapaksa und der sogenanten alten Garde der SLFP, der Angehörige sich vom Rajapaksa-Clan vernachlässigt und zurückgesetzt fühlen. Die SLFP ist die führende Partei der derzeitigen Regierungskoalition UPFA. Wann die nächsten Präsidentschaftswahlen sein wollen, ist bislang nicht bekannt.

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s