Mutmassliche Kriegsverbrecher aus SL: keine Einreise!

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 27. Dezember 2013

New York – Wie ungemütlich und klein die Welt ist, wenn man eine potentielle Klage wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit am Halse hat, musste erst kürzlich Generalmajor und Ex-Botschafter (für Schweiz, Deutschland, Vatikan) Jagath Dias erfahren, dem die australischen Behörden das Einreisevisum verweigerten – ohne weitere Angaben von Gründen, aber es dürfte klar sein, warum ihn die Australier nicht im Lande haben wollten, wenn man das Dossier des European Center for Constitutional And Human Rights über ihn liest, was der Grund für seine plötzliche Flucht aus Europa war, denn in der Schweiz war die Anzeige (und die Fahnung) gegen Dias schon geschrieben

Ähnlich abrupte Reiseplan-Stopps erlebte kürzlich auch General-Major Shavendra Silva, Sri Lankas Stellvertertender ständiger Vertreter bei der UNO. Im Krieg diente Silva als Kommandeur der 58. Divivsion, die an vorderster Front gegen die LTTE kämpfte. Neben anderen hohen Offizieren wie Kollege Dias, der die 57. Division leitete, steht auch Silva im Verdacht, auf direkten Befehl von Präsidentenbruder und Verteidigungsstaatssekretär Gotabhaya Rajapaksa hin, Kriegsverbrechen begangen zu haben.

Ähnlich wie andere hohe Offiziere war Silva auf einen diplomatischen Posten versetzt worden, wohl auch da mit dem bauernschlauen Hintergedanken, ihn vor Ermittlungen und Strafverfolgung besser schützen zu können.

Dieses Spiel sah sich die internationalen gemeinschaft eine Weile an, nun aber werden die Grenzen enger gesetzt. Shavendras Wunsch, als Diplomat nach Südafrika zu gehen, wurde abgelehnt – von der südafrikanischen Regierung, die im Vorfeld durchblicken ließ, dass man eine solche Berufung nicht akzeptieren könne. Um diplomatischen Peinlichkeiten zu entgehen, wurde der Antrag zurückgezogen. Zuvor hatte schon das United States Army War College ihn als von seiner Regierung gesetzten Sprecher wieder ausgeladen, wegen „unbewiesener Kriegsverbrecher-Beschuldigungen“, wie ein srilankisches Regierungsblatt maulte.

Nun hat auch Kanada Silva einen Strich durch die Rechnung gemacht. Für eine „offizielle Funktion“ wollte Silva nach Kanada, doch ihm wurde kurzerhand, wie üblich, ohne Angabe von Gründen, das Visum verweigert.

Die Welt, so scheint’s wird deutlich kleiner für Rajapaksa & Co – zumindest solange, bis die Vorüwrfe geklärt sind…

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