Massengrab im ehemaligen Kriegsgebiet entdeckt

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 23. Dezember 2013

Colombo – Ein unmarkierten Massengrab wurde in Sri Lanka ehemaligen Kriegsgebiet gefunden, die erste Entdeckung eines solchen Massengrabs seit srilankische Truppen der LTTE die tamilischen Rebellen vor inzwischen mehr als vier Jahren besiegten, heißt es von der Polizei.

Bauarbeiter in der Küstenstadt von Mannar stießen auf bislang mindestens 10 Skelettreste an einer Stelle neben der Straße, wo eine neue Wasserleitung verlegt werden sollte, sagte Polizeisprecher Ajith Rohana.

„Eine Gerichts-Arzt ist auf dem Weg dahin. Weitere forensischen Untersuchungen sind im Gange, um das Alter der Toten in dem Massengrab zu bestimmen“, sagte Rohana gegenüber der Agentur AFP am Sonntag. „Zusätzliche Mitarbeiter werden für die Untersuchung hinzugezogen.“

Es gab keinen Hinweis darauf, wer die Opfer sind oder wie und wann sie starben.

Allerdings ist dies das erste Mal, dass ein Nachweis von ein Massengrab im ehemaligen Kriegsgebiet auftaucht, seit sie srilankischen Truppen ihren Sieg über die separatistischen Tamil Tigers Terroristen im Mai 2009 erklärten.

Beide, sowohl Regierungstruppen wie auch die Rebellen der Tamil Tigers werden beschuldigt,  während des 37-jährigen separatistischen Krieges Tötung von Zivilisten vorgenommen zu haben. Die UNO schätzt, dass mindestens 100.000 Menschen in Sri Lanka separatistischem Krieg gegen die LTTE getötet wurden.

Sri Lanka weist bislang alle Vorwürfe, dass seine Truppen in den letzten Monaten des Krieges bis zu 40.000 Zivilisten getötet haben, vehement zurück.

Anfang diesen Jahres stießen Bauarbeiter auf einem anderes Massengrab im Zentrum von Sri Lanka, Hunderte von Kilometern entfernt von der Konfliktzone, auf dem Grundstück eines Krankenhauses in Matale.

Mindestens 154 Menschen lagen in diesem Grab, in einer Gegend, die als Brutstätte eines Aufstandes gegen die Regierung zwischen 1987 und 1990 galt. Damals als junger Offizier für die Sicherheit der Gegend verantwortlich: Präsidentenbruder und Staatssekretär der Verteidigung Gotabhaya Rajapaksa.

Lokale forensischen Experten sagten, die in Matale gefundenen Knochen datiert zurück in eine Zeit, als die damalige Regierung sehr rabiat gegen linksgerichtete singhalesische Rebellen der JVP vorging.

Der Aufstand der singhalesischen JVP stand nicht im Zusammenhang mit der separatistischen Kampagne der LTTE im Norden und Ostender Insel.

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