SL: Rekordhaushalt – in die Taschen der Gebrüder Rajapaksa

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 10. Dezember 2013

ColomboWie schamlos das Rajapaksa-Regime, allen voran die „erste Familie“ (und deren weitverzweigte Verwandtschaft) den srilankischen Staat ausnimmt, wurde wieder einmal klar, als der Präsident, in Personal-Union u.a. auch Finanzminister, den Haushaltsplan vorlegte, der sich auf insgesamt Rs. 1.540.000.000.000 (8.534.660.000 €) beläuft.

724.000.000.000 (4.012.400.000 €) davon, also knapp 50% hat der kreative Finanzminister und Präsident an sich, seine Ministerien sowie den von seinen Brüder Gotabhaya und Basil vorgestandenen Ministerien zugeschanzt.

Auch die persönliche Apanage des Präsidenten wird kräftig erhöht, während im öffentlichen Bereich einschneidende Sparmassnahmen verordnet werden und die Lebenshaltungskosten explodieren und die staatliche Verschuldung ins Astronomische wächst. Sage und schreibe Rs. 8.560.000.000 also 47.439.400 € erhält Mahinda Rajapaksa für „persönliche Ausgaben“. Das ist mehr, als die Briten für ihr gesamtes Königshaus pro Jahr ausgeben. Insofern ist Mahinda Rajapaksa zumindest in dieser Hinsicht nun da angelangt, wo er seiner Meinung nach hingehört, selbst wenn er dabei mit Sri Lanka wirtschaftlich immer schneller bergab geht.

Der Sekretär der „United National Bhikkhu Front“, Thiniyawala Palitha Thero hat ausgerechnet, dass die Rajapaksa-Familie, seit Mahinda Präsident geworden ist, sich zu Billionären gemausert haben. Eine ungeheure Last, an der Sri Lanka noch lange zu zahlen haben wird, selbst wenn es gelingt, die macht- und geldgeile Familie zu vertreiben, bzw. vor ein Kriegsverbrecher-Tribunal zu bekommen. Zumindest auf kommunaler Ebene stößt Rajapaksa auf – unerwarteten – Widerstand; trotz der Dominanz der Regierungskoalition UPFA haben mittlerweile 10 Kommunen das Budget abgelehnt. Reaktion des Regimes: Nun sollen die Fahnenflüchtigen UPFA-Mitglieder besnbtraft werden…

Der Thera hat ausgerechnet, dass Mahinda Rajapaksa persönlich und täglich etwa Rs. 20 Millionen ausgibt. Darin enthalten sind keineswegs die Kosten für die „Nachrennen“ von Sohnemann Namal Rajapaksa, dem „ersten artifiziellen Anwalt“ der Insel und Sportsfreund. Dafür wurde spezielle Gesetz erlassen, die die Einfuhr der teueren Rennboliden kostenlos machen. SriLankaKleptokratie

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