FMM: Offener Appell an alle CHOGM-Teilnehmer

Übersetzt von der LTTEwatch-Redaktion aus einer Presseerklärung von FFM 1. November 2013
 
Colombo – Die Journalisten-Organisation „Free Media Movement“ hat in einem Offenen Brief an die Staats-Oberhäupter der Welt appelliert, dass das bevorstehende Treffen der Commonwealth-Staaten (CHOGM) in Colombo auch dafür verwendet werde, die Werte des Commonwealth – wie sie in der Charta von 2002 stehen – inbesondere die Meinungsfreiheit, bei Sri Lankas Regierung einzufordern.

FMM macht sich in dem die Appelle die Hoffnung, dass das Treffen die Gelegenheit biete, erneut zu betonen, wie wichtig die demokratische Regierungsführung sowie die Menschenrechte für ein Land wie Sri Lanka sind, einschließlich der Rechte auf freie Meinungsäußerung.

Feststellend, dass die Freiheit der Meinungsäußerung in Sri Lanka schon in der letzten Phase des Krieges immens gelitten habe, heißt es in dem Appell, dass „mindestens 34 Journalisten und Medienschaffende seither getötet wurden, Hunderte weitere entführt, misshandelt und eingeschüchtert; Medien-Einrichtungen wurden in Brand gesetzt und Redakteure geschlagen und bedroht. Fast 100 Journalisten mussten aus dem Land fliehen, aus Angst um ihre Sicherheit.“

FMM hat fast alle diese Fälle dokumentiert – auch die Organisation selbst ist seit Jahren unter Beschuss. Nicht ein einziger Fall von Mord, Entführung oder Angriff auf einen Medienschaffenden hat zu einem Abschluss vor Gericht geführt und auch nach 4 Jahren seit dem Ende des Krieges sind bekannte Täter auf freiem Fuß.

Straflosigkeit, so heißt es weiter, habe die Rechtsstaatlichkeit in Bezug auf die Angriffe von Journalisten, Medieneinrichtungen und Oppositionellen ersetzt. Obwohl vier Jahren seit dem Ende des Krieges im Mai 2019 vergangen sind, können die Menschen in Sri Lanka noch immer nicht ihr unveräußerliches Recht auf freie Meinungsäußerung genießen.

Die Erklärungen der UN-Hochkommissarin Navi Pillay nach ihrer Fact-Finding-Mission nach Sri Lanka zwischen 25. und 30. August 2013 beschreibt ausführlich die vorherrschende Intoleranz und die teils massive Einschüchterung von abweichenden Stimmen einschließlich der kritischen Medien und Journalisten durch den Vertreter des Regimes.

FMM ist der Meinung, dass die Staatsoberhäupter des Commonwealth die moralische Verantwortung haben, die Regierung von Sri Lanka und ihren Präsident, der selbst sogar Vorsitzender des Commonwealth für nächsten zwei Jahren sein soll,  dazu zu bringen, für die vollständige Umsetzung der Empfehlungen Commonwealth-Beobachter-Missionen, welche die Insel bislang besuchten, zu sorgen.

Zur gleichen Zeit fordert FMM die Regierung Sri Lankas auf, alle notwendigen Vorkehrungen für die Berichterstattung der Medien beim CHOGM zu treffen – und dafür zu sorgen, dass alle Medienvertreter ungehinderten Zugang bekommen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s