Präsidentiale Patzer bei Berties Pramalas Beerdigung

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 2.  Oktober 2013

Colombo – Zumindest mit einer Kondolenzrede wollte Präsident Rajapaksa bei der Beerdigung des Parteifreundes Berty Premalal Dissanayake sein, der am 30. zu Grabe getragen wurde und mit dem Rajapaksa in letzter Zeit arg über Kreuz war. Freunde von Berty munkeln, dass dieser Zwist es auch war, der Bertie, einen illustren Politiker und Geschäftsmann so frühzeitig und überraschend ins Jenseits befördert hatte.

Doch sehr zum Ärger von Rajapaksa, der zum Zeitpunkt der Beerdigung in New York weilte, wurde seine Kondolenzrede nicht verlesen, sondern landete im Papierkorb. Geärgert hat sich Rajapaksa – so Insinder – auch darüber, dass der Sohn des verstorbenen, der stellvertretende Minister Duminda Dissanayake in seiner Kondolenzrede für den verstorbenen Vater ausgerechnet die ehemalige Präsidentin und Intimfeindin Rajapaksas, Chandrika Bandaranaike Kumaratunga, wegen ihrer langen Freundschaft zu Familie über den grünen Klee lobte.

Pflichtgetreu wurde die Kondolenzrede von einem der staatlichen Publikationen, „Dinamina“ am 1. Oktober veröffentlicht, deren Redakteure scheinabr alles für bare Müntze nehmen, was ihnen die staatlichen Propagandisten so zur Veröffentlichung vorsetzen. So wurde deutlich, dass die Kondolenzrede des Präsidenten möglicherweise deshalb nicht verlesen wurde, weil man ihm eine Balamage ersparen wollte. Denn der Text der Kondolenz, den die „Dinamina“ abdruckte, steckt voller peinlicher Fehler. Einmal mehr wird deutlich: Der Präsident und seine Redenschreiber haben’s nicht so, mit den Fakten.

So heißt es unter anderem in der Rede Rajapaksas: „… Herrn Berty Premalal wurde die Führung der Provinz übergeben, nachdem dem großen Wahlsieg der SLFP (Sri Lanka Freedom Party) 1995 in der Nördlichen Zentral Provinz..“

Chronisten merken an, dass dieser Sieg der SLFP, der Premalal an die Spitze der Provinzregierung bringen sollte, bereits 1993 erfolgte, nicht 1995.

In Rajapaksas Rede steht auch, dass Dissanayake viel zum Wohl der Gesellschaft beigetragen – gerade als Regierungsminister für Soziale Dienste während der Zeit des Tsunami 2004. Zu diesem Zeitpunkt jedoch hatte Dissanayake seinen Posten als Minister für Soziale Dienste bereits aufgegeben (1999) und war Ministerpräsident der Nördlichen Zentral Provinz geworden – eine Gegend, die nicht vom Tsunami 2004 betroffen war. Wie der Name schon andeutet, hat die zentral liegende Provinz keine Küstenabschnitte…

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