Pillay-Besuch/CHOGM – Colombos Bettler massenhaft deportiert

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 24. August 2013  

ColomboDas wird die Hohe Kommissarin der UN für Menschenrechte, Navi Pillay, die derzeit zu ihrem Erkundingsbesuch in Sachen Menschenrechte für eine Woche auf Sri Lanka weilt, aber ganz doll freuen. Soweit das Auge blickt – kein Bettler mehr auf Colombos Straßen. Und das nicht etwa, weil die Lebenshaltungskosten NICHT explodierten (gerade wurde die Einfuhrsteuer auf Zwiebeln um 100% erhöht) oder weil es keine Arbeistlosigkeit gäbe, die vom Rajapaksa-Regime noch gefördert wird, weil es bei seinen absurden Bauprojekten nicht nur auf die überteuerten Kredite aus China angewiesen ist, sondern auch noch Anweisung aus China hat, ausschließlich chinesische Arbeiter einzusetzen.

Sicherheitskräfte des stets wachsamen Verteidigungsministeriums unter Präsidentenbruder und Reinheitsfanatiker Gotabhaya haben kurz vor Pillays Besuch die Straßen und Gassen der Hauptstadt gefilzt und etwa 100 Bettler aufgegriffen.

Zum Glück für die Ärmsten der (vielen) Armen nicht mit den sonst üblichen „White Vans“, mit denen Feinde des Rajapaksa-Systems abgeholt und auf Nimmerwiedersehen weggebracht werden, sondern in ganz normalen Armeefahrzeugen.

Pech hingegen hatten die Bettler, die in einer – natürlich ungeklärten Mordserie – in Colombo  bisher regelrecht abgeschlachtet wurden. Niemanden in Sri Lanka würde es wundern, wenn Gotabhaya nun behauptete, genau deshalb würden die armen Bettler entfernt, man wolle sie doch nur (vor den „Stadtreinigungskräften“? ) schützen…

Wie zu erfahren, werden die Bettler zur „Rehabilitation“ nach Weerawila gebracht, dorthin also, von wo schon so manches ehemalige, sich der Armee ergebene LTTE-Mitglied nicht mehr wieder zurückkehrte…

Die vielen ausländischen Staatsoberhäupter, die zum Treffen der Commonwealth-Länder (CHOGM) im kommenden November (!) anreisen werden, sollen keinen solch‘ armseeligen Anblick ertragen müssen, hieß es von offizieller Seite dazu.  Ob den Bettelmönchen der Stadt das gleiche Schicksal blüht, ist übrigens bislang nicht bekannt.

Sicherlich aber wird sich das eine oder andere CHOGM-Staatsoberhaupt (bzw. dessen Stellvertreter) die Frage stellen, was für ein armseelige Regimes das ist, das die eigenen Bürger zuerst in die Armut treibt, um sie dann, wenn sie zu Bettlern geworden sind, zu deportieren.

Vermutlich das selbe, das vor knapp vier Jahren auch Tausende tamilische Zivilisten abschlachten ließ, um sie aus den Fängen der LTTE-Terroristen zu befreien…

Sri Lanka, fürwahr das Neue Wunder Asiens (O-Ton Präsident Mahinda „Ich bin kein Diktator“ Rajapaksa).

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