Shirantis Gold, der Fall Vaas und ein „kalter Krieg“ ganz oben

Übersetzt von der LTTEwatch-Redaktion aus Lanka-e-News vom 25. Juni 2013

Colombo – Es ist kein Geheimnis, dass enormer Druck auf die CID (Kripo) ausgeübt wird, die Untersuchung der vielfältigen und brutalen Morde, begangen vermutlich auf Veranlassung des ehemaligen zweiten Mannes bei der Polizei, Ex-DIG Vaas Gunawardena auf halbem Weg zu stoppen. Tatsächlich hat es kategorische Anweisungen von ganz oben an die CID gegeben, nur die Ermordung von Shyam zu ermittel und anzuklagen und nichts darüber Hinausgehendes zu untersuchen. Genau aus diesem Grund wurde Vaas‘ Sohn Ravindhu, der sich während der Mordzeit in einem verdächtigen Fahrzeugs zusammen mit einem bewaffneten Constable befunden hatte, bislang nicht in Gewahrsam genommen worden; das, obwohl die direkte Beteiligung von Ravindu bereits aktenkundig vor Gericht ist.

Mittlerweile ist auch kein Geheimnis mehr, dass Vaas durch seine Frau Drohungen gegen seine Auftraggeber gerichtet hat, ihre Komplizenschaft an den anderen Morden zur Sprache zu bringen, wenn sie zu hart mit ihm umgingen. Die „andere Morde“, das sind natürlich diejenigen, die auf Geheiß der Rajapaksas durch Vaas und seine Henker in Uniform begangen haben.

Ravindhu, der Sohn von Vaas ist also nur deshalb noch frei ist, sogar nachdem man ihm die aktive Beteiligung an den Verbrechen des Vaters Entführungen, Erpressungen und Morden für Blutgeld nachweisen kann. Es heißt, Ravindhu habe sich jetzt versteckt – bei Dhanuka Ramanayake, dem Sohn des Schnaps-Millionärs und Inhabers des  Max TV Kanals, Mahinda Ramanayake. Die illegalen Waffen und Munition, die von Vaas und seiner kriminelle Familie verwendet wurden, sollen in Haus und Büro von Dhanuka Ramanayake versteckt sein – so glaubt es das CID. Doch die CID ist nicht in der Lage, in der Sache weiter zu untersuchen, weil Druck gegen die CID aufgebaut wird durch Verteidigungsstaatssekretär Gotabhaya Rajapaksa.

Basierend auf Berichte, die LankaENews erreichen, sind die Morde es kriminellen Vaas, seine Verhaftung, sowie die  Bemühungen, ihn aus dem Strafverfahrens Szenario zu befreien und ihn wieder als Helden zu preisen nur eines der Dramen, die sich aus einem „Kalten Krieg“ ergeben, der tobt unter den Rajapaksas tobt.

Nach unseren Informationen verhält es sich wie folgt:

Gotabhaya Rajapaksa hat die meisten seiner Morde und Verbrechen von Vaas Gunawardena begehen lassen. Vaas hat dafür gesorgt, dass sein Chef die notwendigen polizeilichen Sicherheitskräfte zur Verfügung gestellt werden, Armee Intelligence Division Gruppen, die Gotabhaya für seine illegalen und kriminellen Handlungen, einschließlich Morden und Entführungen benutzte. Daher gab es eine enge Beziehung zwischen der Armee Intelligence Division, Gotabhaya Rajapaksa und Vaas.

Die Geheimdienst-Abteilung unter der DIG Peliyagoda hatte im April Informationen über eine illegale Gold-Transaktion erhalten. Nach Untersuchungen wurden drei Verdächtige in Gewahrsam genommen. Einer der Verdächtigen hatte beim Verhör angeben, dass er ASP im Ruhestand, R.S.B. Ranasinghe ist, langjähriges Mitglied der Sicherheitsleute von Präsident Rajapaksas Frau Shiranthi, und das konfiszierte Gold ihr, Shiranthi, gehöre. Der Geheimdienst, schockiert über die sensationelle Enthüllung war alarmiert – und entließ sofort in vorauseilendem Gehorsam alle Verdächtigen, ohne Aufzeichnung der Verhöre.

Einige Zeit später erfuhr Vaas von der Armee Intelligence Division, mit der er inzwischen eine enge Beziehung aufgebaut hatte, dass es eine Verschwörung gebe, massive Mengen Gold zu verhockern – und wenn man das eingefangen könnte, könne man eine kolossale Summe Geld auf die Schnell machen. Die Army Intelligence Division übergab Vaas alle ihr bekannten Details in diesem Zusammenhang.

Dementsprechend zog Vaas eine Razzia durch. Dabei wurden 100 Kilo Gold im Wert von Rs 500 Mio. sichergestellt, die auf dem Schwarzmarkt für Rs. 5 Millionen pro Kilo verscherbelt werden sollten. Außerdem wurde eine Gruppe von Verdächtigen in Gewahrsam genommen.

Was Vaas nicht wusste: Ein Mitarbeiter der Army Intelligence Division filmte die Razzia und Vaas‘ private Beschlagnahme des Goldes. Das Videomaterial wurde an die Medien weitergegeben. Doch diese Aufnahmen wurden nur auf der Website von Duminda Bruder, einem Busenfreund von Gotabhaya, veröffentlicht.

Eine der Verdächtigen, die bei der Razzia in Gewahrsam genommen wurden, war die Ehefrau des ehemaligen SL Test Cricket Captains Roy Dias, und auch auf dieses Gold erhebt Shiranthi Rajapaksa Besitzansprüche. Vaas erkannte erst nach dieser Verhaftung, wessen Gold er sich da unter den Nagel gerissen hatte.

Im Gegensatz zu früheren Gelegenheit in Zusammenhang mit Peliyagoda konnte die Tat nicht unterdrückt werden, weil das Beweis-Videoband sich bereits in den Händen der Duminda Bruder befand – auf Gotabhayas Anweisungen hin. Die peinliche Enthüllung war in der Öffentlichkeit. Die Regierung versucht bislang, den Vorfall so gut wie möglich zu unterdrücken.

Das Duo in Crime, Shiranthi und Mahinda Rajapaksa Duo toben über diesen Vorfall empört und hegen schweren Groll gegen Vaas. Es war Gotabhaya Rajapakse, der Vaas im Hintergrund diese Falle gestellt hat. In jedem Fallaber stellt sich die Frage, woher Shiranthi oder Mahinda Rajapaksa all‘ das Gold herhaben. Die goldene Äre, die Rajapaksa seit Jahren seinem Volk verspricht, gelten wohl in erster Linie der eigenen Versorgung.

Inzwischen wurde die Ermordung von Shyam durch Vaas ursprünglich von einem anderen DIG – wohl eher zufällig – aufgedeckt. Nachdem die Geschichte die Runde machte, dass einer der ranghöchsten Polizisten des Landes, DIG Vaas Gunawardena, in diesen abscheulichen Verbrechen verwickelt ist nach den Geständnisse von den Polizisten, die ebenfalls in Gewahrsam genommen wurden, lief eine Welle des Schocks durch die gesamte Polizei des Landes.

Trotz aller Schutzmassnahmen Gotabhayas zugunsten seines mörderischen Untergebenen, war es Präsident Rajapaksa höchstpersönlich, der Vaas‘ Festnahme befahl.

Geschäftsmann Shyam, das jüngste Erpressungs- und Mordopfer von Vaas ist ein Verwandter des Präsidenten-Freundes Mushtaq. Dies, zusammen mit dem Durst des Präsidenten nach Rache an Vaas für die öffentliche Entblößung  seiner Gattin Shiranthi Rajapaksa als gewerbsmässige Goldschmugglerin, und letztlich, um den immer mächtiger werdenden Gotabhaya eine Lektion zu erteilen, ergriff Mahinda das kriminelle Szenario um Vaas als ideale Gelegenheit.

Jetzt sind die Beweise im Zusammenhang mit den Morden von Gotabhaya via Vaas in der Obhut von Mahinda, der diese Informationen als Waffe einsetzt, um Gotabhaya besser steuern zu können.

In jedem Fall soll die Untersuchung in Vaas‘ Morde auf die Ermordung von Shyam beschränkt. Diejenigen, die Geständnisse gemacht haben, haben insgesamt 14 weitere Morde in diesem Zusammenhang enthüllt. Drei Polizisten und zwei Zivilisten, die in Haft sind, haben am 21.6. vor dem Magistrat Geständnisse abgegeben, was bedeutet, dass 5 Geständnisse in Bezug auf Morde und Verbrechen von Vaas gerichtsbekannt sind.

Trotz all dieser Erkenntnisse und Geständnisse, soll die seltsame Untersuchung nur auf den Shyam Mord beschränkt werden, und der Fall wird vom Staatsanwalt nur auf dieser Grundlage eingereicht. Offensichtlich wird durch diese Begrenzung auch die Verstrickungen von Gotabhaya, ja vielleicht sogar die von Mahinda. Vaas auf der anderen Seite ist wie ein hungriges Wildschwein sich darüber bewusst, dass, wenn er zu hart bestraft wird, er auch die Rajapaksas bedrohen wird, und diese Warnung hält er durch seine Frau aufrecht. Die wurde in der vergangenen Woche trotzdem vor Gericht zitiert – sie wurde verwarnt, weil sie potentielle Zeugen angerufen und diese bedroht hatte.

Diese Kriminal-Farce geht mit Sicherheit bald in die nächste – absurde – Runde.

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