Srilankische Offizielle in Menschenhandel verwickelt

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 20. Juni 2013

New York – Die Vereinigten Staaten haben die srilankische Regierung aufgefordert, Regierungsbeamte und Offizielle zu untersuchen und strafrechtlich zu verfolgen, die der Mittäterschaft an Menschenhandel verdächtigt sind.

Der sogenannte „Trafficking in Persons“-Bericht 2013, der von US-Staatssekretär John Kerry am Mittwoch veröffentlicht wurde, besagt, dass Sri Lanka seine Bemühungen zur Ermittlung und zur Verfolgung vermuteter Delikte deutlich verbessern muss. Die srilankische Regierung, so heißt es, habe nur begrenzte Fortschritte erzielt bei seinen Bemühungen zur Prävention von Menschenhandel im vergangenen Jahr.

Der Bericht forderte die Regierung auf, sicherzustellen, dass Opfer von Menschenhandel, die in Sri Lanka aufgefunden werden, weder  inhaftiert werden oder anderweitig benachteiligt oder bestraft werden, wegen rechtswidrigen Handlungen,  begangen in der direkte Folge des Menschenhandels, wie beispielweise Visa-Verstöße oder Prostitution.

Der Bericht stellt fest, dass Sri Lanka ist in erster Linie eine Quelle für Menschenhändler ist und in einem viel geringeren Ausmaß ein Zielland für Männer, Frauen und Kinder, die zu Zwangsarbeit durch Menschenhandel gezwungen werden.

Einige der sriankischen Männer, Frauen und Kinder (16 bis 17 Jahre alt), die eigentlich einvernehmlich nach Saudi-Arabien, Kuwait, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Jordanien, Bahrain, Libanon, Irak, Afghanistan, Malaysia, Singapur migrieren, um dort als Bauarbeiter, Hausangestellte oder Fabrikarbeiter zu arbeiten, stellen bald fest, dass die Bedingungen an Zwangsarbeit grenzen, einschließlich der Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, die Zurückhaltung von Pässen, Drohungen, physischem oder sexuellem Missbrauch und Drohungen der Abschiebehaft und Abschiebung für Einwanderungsbestimmungsverletzungen.

Vor ihrer Abreise, gehen viele dieser Wanderarbeiter hohe Verschuldung durch sogenannte Vermittlungsgebühren ein, erhoben von skrupellosen, staatlich lizenzierten Arbeitsvermittlern in Sri Lanka. Die meisten von ihnen sind Mitglieder der Sri Lanka Association of Licensed Foreign Employment Agencies (ALFEA) und deren meist unlizenzierten Sub-Agenten; Vermittlungsgebühren werden durch Lohnabzüge im Zielland abgegolten. Einige dieser staatlich geförderten Arbeitsvermittler und Agenten  begehen Betrug durch Eingriffe in den Auftrag; sie versprechen eine Art von Job und Bedingungen, ändern dann aber dann Job, Arbeitgeber, Bedingungen oder Gehalt nach der Ankunft des wanderarbeiters am Zielort.

In der Berichtsperiode haben, aufgrund der jüngsten Regierung Beschränkungen für die Auswanderung von Frauen aus Sri Lanka, betrügerische Vermittlungsagenturen ihre Rekrutierung auf Männern aus Sri Lanka konzentriert.

Im Jahr 2012 wurden in Israel srilankische Opfer von Zwangsarbeit identifiziert. Einige Frauen aus Sri Lanka sind Zwangsprostitutierte in Jordanien, Singapur, Malediven und andere Ländern.

Innerhalb Sri Lankas werden Frauen und Kinder zu Sexsklaverei in Bordelle gezwungen. Jungen werden häufiger als Mädchen zur Prostitution in Küstengebieten gezwungen – für inländische wie auch für ausländische Sextouristen.

Der Bericht besagt auch, dass Kinder sowie Personen mit körperlichen Missbildungen und solche, die aus sozial schwachen Gruppen kommen, gezwungen werden in Städten wie Colombo oder Kandy zu betteln oder sich in kriminellen Aktivitäten zu engagieren. Darüber hinaus gibt es Berichte von Kindern, die zu Zwangsarbeit in landwirtschaftlichen Gebieten und auf Plantagen, in der Fischerei-Branche sowie in der Feuerwerksherstellung gezwungen werden.

Intern Vertriebene, Kriegswitwen und unregistrierten Migrantinnen blieben in Sri Lanka besonders anfällig dafür, Opfer von Menschenhändlern zu werden. Eine Anzahl von Frauen aus Thailand, China und den Ländern Süd-Asiens, Europas und der ehemaligen Sowjetunion wurden in den letzten Jahren der Zwangsprostitution in Sri Lanka ausgesetzt.

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