Fall Eknaligoda: Fernando wegen seiner Behauptung vor Gericht

LTTEwatch-Redaktion vom 19. Juni 2013 17.25 Uhr

Colombo – Der UPFA-Abgeordnete des Puttalam Distrikts, Arundika Fernando wurde von einem Gericht zum 15. Juli vorgeladen, um ein Aussage bezüglich seiner Behauptung in der Öffentlichkeit gegenüber den Medien sowie vor dem srilankischen Parlament, dass der als vermisst geltende Journalist Pradeep Eknaligoda derzeit seinen Wohnsitz in Frankreich habe und nicht, wie von der Frau des Vermissten behauptet, entführt worden sei.

Die Homagama Magistrats-Richterin Frau Y.R.B. Nelumdeniya veröffentlicht die Vorladung heute, am 19.6. und folgte damit einem entsprechenden Antrag der Anwälte von Sandya Eknaligoda, Frau des verschwunden Journalisten Pradeep Eknaligoda. Frau Eknaligoda will den srilankischen Staat vor Gericht zwingen, ihr Auskunft über den Verbleib ihres Mannes zu geben.

Die nächste Anhörung wurde auf den 16. Juli festgesetzt.

Arundika Fernando hatte zunächst in einer Erklärung im Parlament behauptet, dass Prageeth Eknaligoda, der Journalist, der seit 24. Januar 2010 als „verschwunden“ gilt, heute in Frankreich leben wüde. Später, bei einer Pressekonferenz behauptete Fernando, der in Frankreich lebende, srilankische Journalist Manjula Wediwardena habe ihm Eknaligoda in Frankreich während eines Besuches gezeigt.

In einer öffentlichen Erklärung hat der Journalist Manjula Wediwardena inzwischen gesagt, dass er den Abgeordneten Arundika Fernando nie in Frankreich getroffen habe, noch ihm Eknaligoda gezeigt habe. Auch die französische Botschaft in Sri Lanka ließ inzwischen verlauten, dass Eknaligoda nicht in Frankreich lebe.

Schon einmal hatte ein hochrangiger Regierungsvertreter vor einem UN-Gremium behauptet, Eknaligoda gehe es gut und er lebe „in einem fremden Land“. Später musste der Beamte, der heute, nach der illegalen Absetzung seiner Vorgängerin Oberster Richter des Landes ist, seine Behauptung vor eben diesem Gericht komplett zurücknehmen, da er sich nicht mehr erinnere, woher er diese „Information“ bekommen habe.

Über Arundika Fernando war zu erfahren, dass er erst in der vergangenen Woche eine der begehrten staatlichen Lizenzen für den Ausschank und den Verkauf von Alkohol in seiner Heimatstadt bekommen hat.

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