DIG geschasst – Familie verhindert Übergabe der Dienstmarke

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 20. Juni 2013
 
Colombo – Es wird berichtet, dass es der Polizei noch nicht gelungen ist, die Polizeiuniform und Insignien des ehemaligen DIG Vass Gunawardene zurück zu bekommen. Vass Gunawardene, der zweite Mann in Sri Lankas Polizeihierarchie ist unter mehrfachem Mordverdacht, dem Verdacht der fortgesetzten, gewerbsmässigen Erpressung und wegen Entführung mit Todesfolge in Untersuchungshaft und wurde vom Dienst suspendiert. Derzeit befindet er sich in einem Gefängniskrankenhaus, angeblich wegen seines angegriffenen Gesundheitszustandes, andere sagen, um ihn vor Mithäftlingen zu beschützen.

Quellen aus dem Polizeipräsidium in Colombo besagen, dass die Angehörigen der Gunawardhana Familie es versäumt hätten, dessen offizielle Besitzungen heute (19.6.), inklusive Uniformen, Dienstpistole und -marke zurückzugeben – wegen einer privaten Feierlichkeit, wie es heiß.

Die Polizei-Offiziere, die gekommen waren, um die Insignien des ehemaligen DIG einzusammeln, wurden mit dem Hinweis fortgeschickt, morgen wieder zu kommen.

Allerdings konnte Gunawardenes Dienst-Fahrzeug in die Obhut der Verkehrseinheit der Polizei gebracht werden.

Gunawardhana wurde mit sofortiger Wirkung vom Dienst suspendiert, nachdem klar wurde, dass die CID (Kripo) ihn in mindestens drei Punkten anklagen lassen wird.  Es geht dabei um den Vorwurf und seine Verwicklung in eine Verschwörung zum Mord an einem wohlhabenden Geschäftsmann aus Bambalapitiya.

Offenbar kamen aber bei den Verhören der Mitangeklagten noch weitere straffällige Taten und Verbrechen des Oberpolizisten zu Tage. Ob diese auch vor Gericht verhandelt werden, ist derzeit unklar. Unklar ist auch, warum Gunawardene, der offenbar jahrelang unbehelligt seinem kriminellen Nebenerwerb nachgehen konnte und so Millionen beiseite schaffte konnte – u.a. für mindestens drei herrschaftliche Anwesen in Australien – von seinen (Dienst-) Herren in der Rajapaksa-Regierung verstoßen wurde und in Ungnade fiel.

Gerüchten zufolge hatte Gunawardene einem Journalisten gesteckt, dass die Gattin des Präsidenten, Shiranthi Rajapaksa, an einem gewerbsmäßigen Schmuggel von Schmuck, Gold und anderen Wertsachen beteiligt ist, die in den Verstecken der LTTE gefunden und zunächst von der Armee konfisziert worden waren.

Dass Gunawardenes Frau und Sohn, Shyamalee und Ravindu Gunewardene (zwei weiter Söhne leben in Australien), die ebenfalls an seinen kriminellen Machenschaften beteiligt gewesen zu sein scheinen, noch nicht verhaftet wurden, liegt daran, so Insider, dass so verhindert werden soll, dass Gunawardene seine wahren Hintermänner namentlich nennt.

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