EU-Sanktionen gegen Sri Lankas Fisch Export am Horizont

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 10. Mai 2013

Brüssel – Weitere Sanktionen gegen Sri Lanka drohen, das Land noch weiter in die Schulden drücken.
Das Europäische Parlament wird am 26. Juni darüber entscheiden, ob Sanktionen bei der Ausfuhr von Fisch aus Sri Lanka zu verhängen sind wegen des Vorwurfs der illegalen, nicht gemeldeten und unregulierten Fischerei (IUU) durch srilankische Fischer in internationalen Gewässern, sagten Beamte dort vergangene Woche.

Nachdem die EU bereits eine „Gelbe Karte“ als Verwarnung im vergangenen Jahr gegen Sri Lanka und sieben weitere Länder wegen IUU-Fischerei gezogen hatte, sagte Fischereiminister Rajitha Senaratne, dass man „mehrere Schritte“ unternommen habe, um solche Handlungen von srilankischen Fischern unter Kontrolle zu bringen.

Das Ministerium für Fischerei hofft darauf, dass die Entscheidung positiv für Sri Lanka ausfallen werde, da man diese besagten Schritte dagegen unternommen habe. Man habe hohe Geldstrafen eingeführt für Fischer, die in internationalen Gewässern fischten.

Allerdings gibt es das entsprechende Gesetzt bereits seit 1996. Bislang wurde kein Fall eines Fischers bekannt, der eine Strafe wegen Fischens in internationalen Gewässern bekam.

Die EU ist Sri Lankas dominanter Handelspartner für Exporte von Fisch und Fischereierzeugnissen, mit einer Höhe von Rs.22 Milliarden Euro jährlich. Eine weitere Sanktion der EU wäre für Sri Lankas ohnehin stark angeschlagene Wirtschaft mindestens ebenso verheerend, wie die Aussetzung der Steuerbefreiung für Textilexporte in die EU vor zwei Jahren. Die Steuerbefreiung für Sri Lanka wurde damals gestrichen, weil die Rajapaksa-Regierung sich geweigert hatte, bestimmte Mindestanforderungen an Menschenrechtsansprüchen von Arbeitern zu garantieren.

Die EU verfügt über diesen Mechanismus, weil die IUU-Fischerei die Fischbestände erschöpft, marinen Lebensräume zerstört, den Wettbewerb verzerrt und Küstenorten schwächt, insbesondere in den Entwicklungsländern. Die EU und andere Organisationen arbeitet hart daran, die Schlupflöcher zu enttarnen und zu schließen, die es illegale Betreibern erlaubt, mit ihrer illegalen Tätigkeit hohe Profite zu machen.

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