Der Uthayan Überfall und Sri Lankas Märchenonkels

Von der LTTEwatch-Redaktion vom 17. April 2013

Colombo – Man muss schon ein echter Haudegen sein, auch mit schmutzigsten Wasser gewaschen, frei von Gefühlen, einem Gewissen oder auch nur einem Quentchen Moral, um den Unsinn in pressetaugliche Botschaften zu verbreiten, den das wirtschaftlich wie politisch bedrängte Rajapaksa-Regime so von sich gibt.

Während die Regierung Rajapaksa der sich immer stärker zu Wort meldenden Opposition im Lande zu erwehren sucht, indem sie ihr möglichst brutal zu Leibe rückt, versucht sie gleichzeitig, über die hörigen Medien des Landes, ein komplett anderes Bild in der Welt zu verbreiten.

Diese bewußte Irreführung der Medien mag dem Rajapaksa-Regime während des Krieges noch gelungen sein. Mittlerweile aber ist das dünne Material der Pressemeldungen der Regierung, vorgetragen vom bärbeißigen Sprecher, Keheliya Rambukwella (li), so fadenscheinig wie vielfach genutzte Windeln. Sri Lankas Regierung und deren Vertreter wurde einmal zu oft mit herunter gelassenen Hosen ertappt und der Lüge überführt.

Rambukwella, der breiten srilankischen Öffentlichkeit bekannt geworden, als er vor zwei Jahren im Suff vom Balkon seines australischen Hotels fiel und dadurch für mehrere Monate ausfiel. Der Sprecher der „nationalen Sicherheit“, Lakshman Hulugalle ist sein Zwillingsbruder im Geiste und als ebenso eifriger Student eines gewissen Herrn Goebbels nicht minder geschickt, aus der ungeliebten Realität die Rajapaksa-Wahrheit zusammenzubiegen.

Jüngstes Beispiel für das Wirken der beiden Sprecher ist der erneute Überfall auf die Uthayan-Zeitung durch Bewaffnete, die die Druckpresse anzündeten und zerstörten.

Schneller als die Polizei wusste Sicherheits-Sprecher Hulugalle, wo der Hase angeblich im Pfeffer lag. Die Utahyan Leute selbst hätten sich überfallen, sagte er gegenüber Pressevertretern keine vier Stunden später, als die Polizei gerade mal eintraf am Tatort. Warum? Einfach: um die Regierung zu diskreditieren. Mit Hulugalle als Sprecher ist es offenbar kein Problem, auch zukünftig (Un-) mögliches heute schon als Fakt zu verkaufen. Eine Eigenschaft, die Hulugalle so wertvoll macht für die Rajapaksa-Brothers, die allesamt nicht so geschickt im freien Sprechen sind.

Keheliya Rambukwella setzte dem aber noch einen auf. Gegenüber den Medien behautete er heute, die Zeitung Uthayan drucke und liefere ohne Schwierigkeiten aus. Angesichts der schwelenden Druckmaschine und des versiegelten Tatorts (bis die Forensker aus Colombo eintreffen) eine glatte Lüge.

Ein Sprecher der Uthayan stellte denn auch klar, dass in der Tat eine Notausgabe erscheine, auf einem Großformat-Bürodrucker hergestellt.

Zumindest für Rambukwella macht sich der harten Lügenbaronjob bezahlt. Gerade wurde seine zweite Tochter, wie schon ihre ältere Schwester gänzlich unbeleckt von Ausbildung oder Studium, in die Hohe Diplomatie des Landes an die Botschaft in New York „berufen“.

Wenn das Rajapaksa-Regime dereinst stürzt, wird man nicht nur in Sri Lanka den Befreiungsschlag spüren. Nicht nur Apologeten wie Rambukwella und Hulugalle werden sich dann für ihre fortgesetzten Realitätsverdrehungen verantworten müssen.

Und sie werden dann wohl auch ihrern Töchtern das plötzlich Ende von deren Karrieren erklären müssen. jaffna_uthayan_attack_004jaffna_uthayan_002

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