„Killing Fields“ vor schockierten EU-Abgeordneten gezeigt

Übersetzt von der LTTEwatch-Redaktion aus The Sunday Leader vom 17. Oktober 2011

Von Jamila Najmuddin

Brüssel – Die Vertreter der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) zeigten sich schockiert durch den Inhalt des Videos „Sri Lanka’s Killing Fields„, das Ende vergangener Woche dem EU-Parlament gezeigt wurde.

Die srilankische Regierung hatte vergangene Woche starke Einwände erhoben gegen die Ausstrahlung des Videos in den Prämissen des EU-Parlament – die Inhalte seien falsch und irreführend, hieß es.

Doch die Südasien-Direktorin von Human Rights Watch, Meenakshi Ganguly, sagte The Sunday Leader gegenüber, dass die Aufführung wichtig sei, um sicherzustellen, dass Diplomaten über die Realität dessen, was während des Krieges passierte, informiert werden. Das Screening des Videos in den Räumlichkeiten des EU-Parlaments wurde von Human Rights Watch, Amnesty International und einigen Mitgliedern des EU-Parlaments organisiert.

„Wir, zusammen mit anderen Menschenrechtsgruppen, haben Vorführungen und Gespräche in einer Reihe von Städten organisiert. Das Publikum zeigte sich stets geschockt von der Brutalität, die darin dokumentiert wurde. Wir haben für lange Zeit auf Sri Lanka gearbeitet. Als wir damals Misshandlungen durch die LTTE dokumentiert, ob das erzwungene Rekrutierung und den Einsatz von Kindern im Kampf war, oder die Erpressung von der tamilischen Gemeinschaften in der Welt, stets räumte die Regierung Sri Lankas ein, dass unsere Ergebnisse fair seien. Unglücklicherweise hat sich dies während des letzten Feldzugs verändert, als wir Exzesse von Regierungstruppen beobachtet haben“, sagte Ganguly.

Ganguly sagte, dass der Dokumentarfilm, von Channel 4 TV in Großbritannien produziert, zusammen mit dem Bericht der Expertengruppe, die durch den UN-Generalsekretär ernannt worden war, starke und unbestreitbare Belege über Verletzungen des Menschenrechts sowie Kriegsverbrechen aufzeige.

„Im Gegensatz zu dem, was das Rajapaksa-Regime zu implizieren versucht, sind die Bemühungen, Menschenrechtsverletzungen zur Sprache zu bringen, keine Kritik, die sich an eine Nation richtet, sondern sie richtet sich vielmehr an die Regierung, die möglicherweise die Verantwortung für großes Unrecht trägt. Die schweren Vergehen, die während des Feldzugs aufgetreten sind, werden über die Zukunft der Bevölkerung von Sri Lanka entscheiden, die bereits so viele Jahre der Gewalt erlitten haben, und eine geteilte Gemeinschaft bewirken. Um eine effektive Versöhnung zu erreichen, ist es unbedingt nötig, Verantwortlichkeit zu zeigen“, sagte Ganguly.

Ein Gedanke zu “„Killing Fields“ vor schockierten EU-Abgeordneten gezeigt

  1. einzig und allein ist wichtig das dieser verdammte Krieg nach endlosen ca. 20Jahren
    ein Ende gefunden hat. Wer den ersten Stein geworfen hat wird die Zeit klàren, Das
    sinnlose Morden muss ein Ende haben. Unseliges Leid wurde in dieses Land gebracht,
    die Frage stellt sich doch, fuer was eigentlich?

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