Enthüllt : Lügen über Jaffna – Bericht über die wahre Situation vor Ort

Schon bald wird Jaffna wieder in alter Schönheit erstrahlen wie hier die berühmte Bibliothek

Übersetzt von der LTTEwatch-Redaktion aus Lakbima News vom 27. März 2011

Von Gayan Kumara Weerasingha

Colombo/Jaffna – Die Srilanker genießen seit zwei Jahren den Frieden im Land – nach fast drei Jahrzehnten Krieg. Die Teilung zwischen den Völkern des Nordens und des Südens im Land löst sich langsam aber sicher auf.

Während von Zeit zu Zeit Berichte in den Medien und auf Webseiten andeuten, dass es im Norden eine gewisse Spannungen gibt. Man zitieren Entführungen, verschwundene Menschen und sogar politische Morde und fügt hinzu, dass die Menschen von Jaffna in Angst und Schrecken leben. Es stellt sich jedoch die Frage, ob solche „Berichte“ von NGOs oder von anderen interessierten Seiten nicht lanciert wurden, und darauf abzielen, die ganze Welt des eigenen Gewinns wegen in die Irre zu führen.

Nach einer Reise durch den Norden, die am 11. März endete, wurde ein Bericht hinsichtlich einiger geheimnisvoller Tode auf der Jaffna Halbinsel in der letzten Vergangenheit verfertigt. Von herausragender Bedeutung war dabei die Tötung eines Priesters im Manipai Murugamurthi Kovil in Jaffna durch eine Gruppe Unbekannter am 11. Dezmeber 2010. Dieser besondere Zwischenfall wurde von einzelnen Medien derart berichtet, dass man den Eindruck gewinnen musste, dass dort Morde von gut organisierten, kriminellen Banden ausgeführt werden.

Der Tod des Priesters wurde auch im Parlament debattiert und alle des Mordes Verdächtigen sind mittlerweile in Haft. Nach der Polizei von Manipai wurde der Priester von einem rehabilitierten LTTE Funktionär umgebracht – mit Hilfe zweier Soldaten der Sri Lankischen Armee. Sie benutzen ein T-56 Gewehr, die gebräuchlichste Waffe der LTTE.

Die Jaffna-Reise ging weiter von Vavuniya aus, Dreh- und Angelpunkt der Nord- /Süd-Trennung während des Konfliktes. Gebiete nördlich von Vavuniya wurden von der LTTE beherrscht und die LTTE-Wachstationen lagen in Omanthai – Stationen, die bis heute deutlich wahrnehmbar sind. Während alle von Norden nach Süden fahrenden Fahrzeuge von den Sicherheitskräften einer meist ausführlichen Kontrolle unterworfen werden, werden die Fahrzeuge der Polizei und der Streitkräfte keinerlei Kontrolle unterworfen.

Die meisten IDPs, welche in Flüchtlingslagern in Vavuniya untergebracht worden waren, leben jetzt in ihren ursprünglichen Dörfern und in ihren alten Häusern. Verglichen mit den elenden Bedingungen, unter denen sie in der (LTTE-) Vergangenheit leben mussten, haben sie jetzt bessere Lebensbedingungen.

Doch die A 9 Hauptstraße muss noch entwickelt werden. Sie muss eiligst repariert werden, um so mehr, als man mit der Entwicklung, die nicht nur in einem Teil des Landes stattfindet, Schritt halten muss. Es sind nicht nur die Menschen dort, sondern auch die aus dem Süden, welche es wegen den schlechten Straßen sehr unbequem haben. T. Vijikaran, der einen Teeladen hat, sagte unsere Reisegesellschaft, dass er und andere wegen des schlechten Zustandes der A-9-Straße in elenden Bedingungen leben, da das Geschäft nicht wie erwartet gedeihen kann.

Er sieht den schlechten Straßenzustand auf der A9 als Hauptgrund des Problems, da viele sich weigern, die schlechte befahrbare Strasse zu nutzen.

Als die Reisegesellschaft weiterfuhr, konnten sie dieses Mal auf der A-9 Straße keine bewaffneten Soldaten mehr sehen wie in der Vergangenheit. Zu sahen waren ein paar Polizisten, die unbewaffnet waren. Wenn wir einen bewaffneten Soldaten sahen, dann war das in einem Armeelager.

Auffällig während der Reise war, dass ein Teil der A-9 an einem Punkt in der Nähe des Mankulam-Armeelagers geschlossen war.

Auffällig auch: Während wir über die A-9 von Omanthai nach Jaffna fuhren, konnte man die politischen Büros der JVP in Mankulam und Killinochchi sehen. Während die JVP mit Feststellungen auffällt, dass es angeblich schwierig sei, sich im Norden in politischen Aktivitäten zu engagieren, waren ihre Büros gut sichtbar, während die politischen Büros der UPFA, der UNP oder der TNA nirgendwo zu sehen waren.

Armee ermöglicht das Fernsehen

Als die Reisegesellschaft Kilinochchi erreichte, war es dunkel. Killinochchi hat ebenfalls eine erstaunlich schnelle Entwicklung seit dem Ende des Krieges gesehen. Gewisse Bankinstitute haben in und um die Stadt herum zwei oder sogar drei Filialen. Einige NGOs arbeiten dort, auch sind seit Beginn des Friedens einige Touristenhotels dort entstanden.

Das Armeelager liegt im Herzen des Stadtzentrums von Killinochchi, vor dem einige Kioske sind. Als wir uns dem Lager näherten, sahen wir, dass sich in der Nähe eine große Menge versammelt hatte und dass die Leute laut johlten, klatschten und pfiffen.

Als wir eine Person befragten, erzählte man uns, dass die Soldaten den Menschen von Killinochchi Satellitenfernsehen verschafft hätten, damit sie die Weltcup-Spiele Sri Lankas sehen konnten. Dies hatten sie getan, weil es für die Leute der Region noch kein Fernsehgeräte gab, aber Dank der von den Soldaten ergriffenen Initiative konnten die Menschen der Stadt die Spiele sehen – Unterhaltung für Menschen, die seit 30 Jahren wenig Spaß haben durften.

Die Reise von Killinochchi nach Jaffna begann ungefähr um 20.00 Uhr. Es gab auf der Straße keinerlei bewaffneten Soldaten zwischen Omanthai nach Killinochchi oder von Killinochchi nach Jaffna zu sehen. Aber es gab regelmäßig Kontrollen, die bei den Fahrzeugen ausgeführt wurden – ein Zeichen, dass die Sicherheitskräfte bereit sind, mit jeder Eventualität fertig zu werden.

Jaffna ist voller Menschen und die Stadt  sehr belebt. Die meisten Leute reisten, wie man sehen konte, frei in der Stadt umher und gingen ihren alltäglichen Aktivitäten nach.

Einige Luxusbusse pendelten, wie man erkennen konnte, zwischen Jaffna nach Colombo. Wenn man Jaffna erreicht, dann ist es schwierig, eine Unterkunft zu finden, wenn man nicht vorher reserviert hat. Die Hotels und Pensionen sind fast jeden Tag im Jahr ausgebucht. Jaffna ist jetzt so anders als das, was es gewesen war – man kann jetzt Leute sehen, wie sie sich frei bewegten, während Polizisten, die strategische Punkte bewachten, keine Waffen tragen. Besonders bemerkenswert ist, dass Polizistinnen den Verkehr lenkten. Das ist anders als in anderen Teilen des Landes, wo solche Aufgabe wie das Leiten des Verkehrs von männlichen Kollegen ausgeführt wird.

Die freundlichen Polizistinnen von Jaffna

Der Chefinspektor Saman Sigera erklärt, dass die Menschen Polizistinnen – die nicht nur den Verkehr lenken, sondern auch Leute über die Notwendigkeit, die Verkehrsregeln zu beachten, belehren – gegenüber empfänglicher wären. Die Art, mit der jene Polizistinnen auf das Publikum zugingen, habe positive Änderungen im Verhalten der Öffentlichkeit gegenüber der Polizei gebracht. Er fügte hinzu, dass Polizistinnen höflicher sind und im allgemeinen dem Volk scheinbar näher standen.

Der Senior der Nördlichen Provinz, DIG Gamini Silva erzählte unserer Reisegesellschaft, dass von den Problemen, mit denen sie in der Region fertig werden mussten, es besonders das illegale Abbauen von Sand, das illegale Fällen von Bäumen und das Problem des Drogenhandels von gewissen Gruppen von Leuten sind, mit denen sie sich beschäftigen müssten. Er sagte weiterhin, dass die Polizei andauernd die Situation kontrolliert und das es gegenwärtig eine leichte Steigerung solcher illegalen Aktivitäten in diesen Punkten gibt. Er fügte hinzu, dass von den Arten von Drogen, die im Umlauf sind, es Heroin ist, das in kleinen Mengen in Mannar gehandelt werde und dass diese Pest aus Jaffna ganz und gar eliminiert werden konnte.

DIG Gamini Silva bemerkte, dass einige Personen immer noch gerne Arrak und „Kassippu“ illegal herstellen, und dass auch die Zahl der Diebstähle zunehme. Aber er versicherte, dass die Polizei die Situation eng überwachen würde, und er bestand darauf, dass die illegalen Aktivitäten und Verbrechen, die in Jaffna stattfinden, im Vergleich zu anderen Distrikten des Landes minimal seien. Die Behauptungen, es gebe Massenmorde im Jaffna Distrikt, wies er rundweg ab; er klagte NGOs und „gewisse politische Gruppen“ an, in dieser Hinsicht wissentlich falsche Berichte zu verbreiten.

Ein Problem, das im Focus ist, ist das Eigentum von Land. Das Land, welches in der Vergangenheit gewissen Leuten gehörte und das sie während des Krieges verlassen mussten, wird jetzt oft von völligen Fremden besetzt. Chefinspektor Sigera sagte, dass man allein im Jahr 2010 insgesamt 476 entsprechende Klagen empfangen habe, in denen es um Probleme des Landbesitzes ging, und dass 2011 bis jetzt 57 solcher Klagen eingereicht worden wären. Er erklärte, dass diese Klagen an die Gerichte verwiesen werden, damit diese für jede Frage eine gerechte Lösung fänden.

Bei den Preisen für Nahrungsmittel scheint es einen gewissen Grad an Stabilität zu geben, besonders was das Gemüse betrifft, dass nicht so viel kostet wie im Süden oder speziell in Colombo. Die Reisegesellschaft hat Sicherheitskräfte, Polizisten und Zivilisten in Jaffna getroffen, um ein Gefühl für die vorherrschende Atmosphäre zu bekommen, und was am offensichtlichsten spürbar war, dass die Menschen von Jaffna ein friedliches Leben ohne irgendeine Einmischung von außerhalb leben wollen.

Aber die wichtigste Frage, die eine Antwort verlangt, ist, ob die Regierung fähig ist, die Herzen der Menschen von Jaffna zu gewinnen. Hier geht es um auch die Frage, warum die Entwicklung in den Bezirken, außerhalb der Städte, nur sehr langsam voran kommt. Dies führt zu dem Glauben, dass die alten Gespinste immer noch Leben und Denken der Menschen beherrschen.

Wenn die Regierung in dieser Hinsicht einen Wechsel zu Stande bringen will, dann müssen die Regierungskräfte schnell Entwicklungssprojekte im Norden beginnen, welche jenen ähneln, die im Süden in ländlichen Gegenden stattfinden.

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