Über 1.000 Zivilisten entkommen aus den von den Rebellen gehaltenen Gebiet – Truppen nehmen Iranapalai-Kreuzung ein

Übersetzt aus der srilankischen Webzeitung „Lanka Page“ vom 22. März 2009

Colombo – Das srilankanische Militär sagte, dass heute über 1.000 Zivilisten bei den Armeesoldaten Schutz gesucht hatten und dass gestern eine weitere Gruppe von Zivilisten von der Marine gerettet worden war, während die Truppen die strategische Iranapalai Kreuzung erreichten und das Gebiet unter ihre Kontrolle brachten.

1.055 an Binnerenvertriebene Personen (IDPs), 308 Männer, 376 Frauen, 210 Jungen und 161 Mädchen umfassten, erreichten das von der Armee kontrollierte Gebiet in Puthukkudyiruppu am Samstag. Eine andere Gruppe von 108 Zivilisten flohen am Samstag den 21. März nachmittags in Booten über das Meer und erreichten die Marinetruppen am Point Pedro, Jaffna.

Allen Zivilisten wurde erste Hilfe, Nahrung und Erfrischungen gegeben und sie wurden in Wohlfahrtsdörfer geschickt.

Immer mehr Zivilisten gelingt die Flucht aus dem noch von der LTTE besetztem Gebiet

Immer mehr Zivilisten gelingt die Flucht aus dem noch von der LTTE besetztem Gebiet

In der Zwischenzeit nahmen Truppen der 58. Division die Iranapalai Kreuzung ein, welche Putumatalam und Puthukkudyiruppu verbindet. Dies geschah gestern Morgen nach einer heftigen Schlacht. Wenigstens sechs bis sieben LTTE Fahrzeuge – einschließlich eines Traktors, eines Lieferwagens und zweier Droschken – wurden während der Zusammenstöße zerstört. 

Verteidigungsoffiziere berichteten, dass die Tiger einen Erd-Damm gebaut hatten, um einerseits die Truppen daran zu hindern, hineinzukommen, und andererseits die Zivilisten daran zu hindern, das nicht gesäuberte Gebiet zu verlassen. Die Einnahme dieses strategisch wichtigen Ortes erlaubt es nun den Zivilisten, in die gesäuberten Gebiete zu entkommen.

Nach militärischen Quellen haben die Truppen eine Kirche, eine Schule und ein Krankenhaus in dem Gebiet eingenommen. Die Kirche war von der LTTE benutzt worden, um Waffen zu lagern, während die Schule und das Krankenhaus benutzt wurden, um verletzte LTTE-Soldaten zu behandeln.

Nun, da die Truppen das von den Rebellen gehaltene Gebiet in einer intensivierten Endschlacht umkreisen, haben mehr und mehr Zivilisten begonnen, sich den den strikten Anordnungen der LTTE zu widersetzen, welche Fluchtversuche verbietet.

Das Militär sagt, dass mehr als 47.000 Zivilisten die gesäuberten Gebiete über das Meer und Landrouten seit Januar erreicht haben. Allein in der vergangenen Woche suchten mehr als 5.000 Zivilisten Schutz bei Armee und Marinetruppen. Dies deutet auf ein plötzliches Ansteigen des zivilen Widerstandes gegen die Anordnungen der LTTE hin.

Die srilankanische Regierung und internationale Hilfsagenturen, welche in der Kriegszone operieren, haben die LTTE beschuldigt, Zivilisten als menschliche Schutzschilde festzuhalten, um die militärische Offensive gegen sie aufzuhalten.

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