55.000 Schulkinder aus 190 Schulen wurden im Wanni versetzt

Übersetzt aus dem Sri Lanka Guardian vom 29. Okt. 2008

Vavuniya – “Fast 55.000 Schulkinder von 190 Schulen wurden seit 2006 im Wanni versetzt. Die meisten versetzten Schulen wurden mit den nicht versetzten Schulen kombiniert und der Unterricht funktionieren,“ so berichtet es der politische Flügel der Befreiungstiger von Tamil Eelam in einer nun veröffentlichten Erklärung. „Einige haben versetzten Unterricht, wobei jede der zwei Blöcke reduzierte Stundenzahl hat. Einige Schulen funktionieren nach dem Versetzen größerer Mengen von Schülern nicht mehr. Die Kinder haben auch ihre Schulbücher, Übungsbücher, Schreibmaterialien und Schultaschen bei dem massiven Umverteilungen verloren. 3000.000 Übungsbücher und andere Schreibmaterialien müssen für diese Kinder besorgt werden, so dass es ihnen ermöglicht wird, mit ihrer Ausbildung weitermachen können. Ihre Eltern haben ihre Möglichkeit, sich den Lebensunterhalt zu verdienen, verloren und sind nicht in der Lage, ihren Kinder diese Sachen zu kaufen,“ wird in dem Bericht hinzugefügt. Bei einem in Vavuniya abgehaltenen Treffen haben die Schulrektoren von Wanni auch gebeten, ihnen überzählige Textbücher zu überlassen, die in Wanni irgendwo herumliegen, damit man diese zum Gebrauch für die IDP-Kinder ins Wanni transportieren kann.

Nach der Erklärung, welche der Sri Lanka Guardian per email erhalten hat, “Obwohl die versetzten Schulen

Schulkinder aus dem Wanni

Die wehrlosesten opfer eines immer sinnloser werdenden Krieges: Schulkinder aus dem Wanni

darin Erfolg hatten, dass sie das meiste bewegliche Eigentum mitnehmen konnten, gibt es einen extremen Mangel an Klassenräumen. Sogar Baracken konnten noch nicht für diese Schulen gebaut, um mit dem plötzlichen Zuwachs an Schülerzahlen fertig zu werden. Zusätzliche Toiletten werden auch verzweifelt gebraucht in diesen zusammengelegten Schulen, welche sich damit abfinden müssen, dass sich ihre Schülerzahlen mit einem Mal verdoppelt haben. Die Schulrektoren haben geschätzt, dass für diese Schulen zusätzliche 300 Toiletten gebraucht werden.“

“Eine Modelltoilette wurde mit Holzbretten gebaut. Leere Fässer wurden als Senkgrube in den Boden heruntergelassen. Das wurde von den lokalen Gesundheitsbehörden abgesegnet, da es keinen Zement gibt. Sri Lankas Regierung lässt Zement nicht in das Gebiet. Die Kilinochchi- sowie die Mullaithivu- Distriktssekretariate haben geschätzt, dass die IDP-Bevölkerung 5280 Toiletten von dieser Art brauche, um hygienisch unbedenklich zu bleiben. Ohne diese Maßnahme werden die IDP (=Inlands-Flüchtlinge, Anm. der LTTEwatch-Red.) vor dem Anfang der Regenzeit schwere gesundheitliche Risiken tragen müssen.

“Viele der IDP-Kinder leben noch unter Planen in sumpfigen Gebieten. Die Distriktssekretariate haben um 20.000 zeitweilige Unterkünfte gebeten, die aus Rohren gebaut werden und Strohdächer haben sollen. Jedes soll nur 40.000 LKR kosten. Sie warten noch auf deren Auslieferung, während die Kinder auf sumpfigem Grund leben und schlafen und keine angemessenen Toiletten haben.“

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