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Übersetzt aus den LankaWebNews vom 6.12.2008

von Ben Silva

Als die Köpfe unschuldiger Babys von singhalesischen Bauernfamilien zertrümmert wurden und als Schwangere getötet wurden, indem man ihre Eingeweide herausriss, da schwiegen die Politiker in Tamil Nadu. Sie schwiegen auch, als demokratische tamilische Führer wie der Bürgermeister von Jaffna Alfred Duraiappah, oder der srilankische-tamilische Außenminister Lakshman Kadirgamar von der LTTE getötet wurden.

Die Politiker von Tamil Nadu wurden nicht aktiv, als der Haupteinpeitscher der srilankischen herrschenden Partei, ein Tamile, Minister Fernandopulle, von Mitgliedern der LTTE getötet wurde. Als die LTTE eine Tötungsorgie veranstaltete, bei der sie unschuldigen, gesetzestreue Bürger tötete, da waren die Politiker von Tamil Nadu mucksmäuschenstill und haben weiterhin den Terrorkrieg unterstützt. Die Politiker von Tamil Nadu schwiegen, als gesetzestreue, friedliebende Tamilen entweder erschossen oder an Laternenpfählen aufgehängt wurden.

Es gereicht Sri Lanka zur Ehre, dass nicht ein einziger tamilischer Politiker von den Sicherheitskräften getötet worden ist. Sogar lange bevor der Bürgermeister Alfred Duraiappah getötet wurde, hatte die LTTE systematisch Regierungsbeamte und Offiziere der Exekutive getötet. Die LTTE ist ein Vorreiter von Selbstmordattentaten. Sie hat ein erschreckendes Strafregister wegen Terrorismus, Ermordungen, Erpressung, Kidnapping und dem Rekrutieren von Kindersoldaten. Sie ist auch wohlbekannt wegen Irreführung, Bestechung und Betrug. Welche Wahl hat die Regierung von Sri Lanka, außer diese rassistische terroristische Gruppe, deren Geist dem von Hitler ähnelt,  zu besiegen? In der Tat könnte gesagt werden, dass Prabhakaran die tamilische Version von Hitler ist.

Es liegt in der Verantwortung der Regierung von Sri Lanka und unserer Missionen im Ausland, die ganze Welt davon zu informieren, dass Indien die LTTE Terroristen finanziell unterstützt, trainiert und auf andere Weise unterstützt hat und dass die LTTE Trainingslager in Tamil Nadu, Südindien, waren. Weiterhin muss die ganze Welt davon informiert werden, dass die Waffen der LTTE aus Tamil Nadu, Südindien, kamen. Sicher können wir keine doppelte Moral haben: Eine solche, die gilt, wenn die Inder von Terroristen, welche von ausländischen Mächten unterstützt werden, getötet werden, und eine solche, die gilt, wenn Srilankaner, unterstützt von ausländischen Mächten, getötet werden.

Unglücklicherweise weist die Tatsache, dass Politiker von Tamil Nadu schweigen, aber aktiv werden, wenn die Srilankaner versuchen, das einzige Land, das sie haben, zu schützen, darauf hin, dass das Reich der LTTE immer noch gut funktioniert. Was ist mit den Werten und der Ethik dieser Leute geschehen? Wer hat bessere ethische Maßstäbe: Leute, die sich prostituieren, oder LTTE Sympathisanten? Was ist genau die Logik, die hinter einer Bitte nach einem Waffenstillstand steht? Da die Tamilen in ganz Sri Lanka leben, ist es absoluter Wahnsinn, wenn man ihnen ein exklusives Gebiet geben wollte. Solch eine Handlungsweise würde nur den Rassismus ermutigen und der Beginn des Endes der Singhalesen in Sri Lanka sein. Es ist an der Zeit, dass einige rassistische tamilische Politiker in Tamil Nadu ihre rassistische Chola Mentalität fallen lassen und sich ihren singhalesischen Mitmenschen gegenüber anständig benehmen.

In der Tat ist es wohlbekannt, dass Tamil Nadu die Quelle von Spenden, Ausbildung und Waffen für die LTTE Terroristen war. Es scheint, dass genau die Gruppe, welche die Terroristen finanziell ausstattete, trainierte und unterstützte, jetzt die Haut der Terroristen retten möchte. Sicherlich muss die Welt die Wahrheit erfahren. Die einzige Gruppe, welche von einem Waffenstillstand Nutzen hätte, wären die LTTE Terroristen, da ein Waffenstillstand der LTTE eine weitere Gelegenheit geben würde, sich wiederzubewaffnen, sich neu zu gruppieren und noch einen Krieg in Sri Lanka zu kämpfen – und dabei Tod und Zerstörung zu bringen. Jetzt scheint es, dass sogar Prabhakaran mit der von der Regierung gelieferten Nahrung am Leben erhalten wird.

Muss ich die Welt an die Dollar und Kent Farm Massaker erinnern, an das Massaker von über 200 buddhistischen Pilgern in Anuradhapura und an das Massaker von über 100 Moslems in einer Moschee in Kathankundy? Die Politiker von Tamil Nadu sollten sich schämen, dass sie solch eine bösartige, wahnsinnige, rassistische Terrorgruppe, welche den Premierminister von Indien getötet hat, unterstützen.

Genug ist genug und diese Gruppe von wahnsinnigen Killern muss gestoppt werden.

Es ist wirklich falsch, irgendeinen Menschen zu töten, egal von welcher Rasse. Eine ganze Generation von Srilankanern hat wegen eines Terrorismus, welcher über 30 Jahre andauerte und beendet werden sollte, ein vernünftiges Leben verloren. Es ist wirklich sehr tapfer von unseren srilankischen tamilischen Brüdern und Schwestern, gegen die LTTE und zugunsten eines Vereinten Sri Lankas zu demonstrieren. Ich spreche meine Wertschätzung den tapferen srilankischen tamilischen Führern wie Hr. Anandasagaree aus, welcher mutig genug war, um die Wahrheit zu sagen. Wir Srilankaner können in Frieden leben, wenn niemand, der von außen kommt, den Rassismus schürt. Ich kennen Tamilen, respektiere sie und habe Zuneigung zu ihnen.

Der Schutz der srilankischen Tamilen liegt in der Verantwortung der srilankischen Regierung und ihres Volkes. Nach meiner Meinung sollten alle Srilankaner eine Haltung des Sich-Kümmerns und Teilens mit allen Bürgern entwickeln, und es sind jämmerliche ausländische Rassisten und Erbauer eines terroristischen Imperiums, welche die Stabilität von Sri Lanka bedrohen. Es ist auch möglich, dass einige der Politiker von Tamil Nadu, welche die LTTE unterstützen, von ihr bezahlt werden.

Wie es die Zeichen zeigen, könnten Rassisten und Leute mit einer Chola Mentalität für Sri Lanka eine ernste Bedrohung darstellen, und es ist Zeit für die Weltgemeinschaft und die Singhalesen, um aufzuwachen.

Was so beunruhigt, ist die Unterstützung von Prabhakaran durch die Rassisten und die Leute mit einer Chola Mentalität in Tamil Nadu. Dies sollte die Srilankaner aufmerksam machen. Sie sollten die ernsthafte Bedrohung von den Rassisten in Tamil Nadu erkennen.

Ich wiederhole, der Krieg geht gegen den Terrorismus und nicht gegen die Tamilen, welche unsere Brüder und Schwester sind. Die Regierung von Sri Lanka muss der LTTE die gleiche Behandlung zukommen lassen, wie sie sie den singhalesischen Terroristen zukommen ließ.

Der einzige Weg, der Sri Lanka vorwärts führt, ist, eine alle einschließende Gesellschaft zu haben, in der alle Gruppen in Frieden und Harmonie leben. Die LTTE hat eine ethnische Säuberung der Gebiete, welche sie kontrolliert, durchgeführt und dabei die Singhalesen und Moslems verjagt. Das ist sicherlich ein Hinweis auf die Zukunft, wenn der LTTE irgendein Ort in Sri Lanka zur Verfügung gestellt werden würde. In der Tat, wenn die Singhalesen weiter schlafen, werden sie ganz Sri Lanka verlieren, und sie würden in der gleichen Weise verschwinden, in der die Azteken aus Südamerika verschwanden.

Die LTTE hat mit den Gewalttätigkeiten begonnen. Wenn sie die legitime Antwort der Regierung von Sri Lanka nicht mag, dann sollte sie sich den Behörden stellen, so dass ein richtiger legaler Prozess wegen der von den LTTE Führern begangenen Verbrechen stattfinden kann.

Es ist traurig, dass einige Politiker von Tamil Nadu das gleiche Spiel spielen, welches Hitler spielte, damit sie Stimmen bekommen. Einige Politiker von Tamil Nadu haben ihr Gespür für Ethik, für Gerechtigkeit und Ehrlichkeit verloren und schüren nur den Rassismus, um einen Teil des singhalesischen Heimatlandes in ihre Gewalt zu bekommen.

Die Regierung von Sri Lanka unternimmt entschiedene Schritte, um eine wahnsinnige Terroristengruppe, die alles einsetzt, um ein rassistisches Reich zu schaffen – ähnlich dem von Hitler gemachten Versuch -, zu neutralisieren.

Die srilankanische Gesellschaft ist jetzt integriert und es gibt Heiraten zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen. Die Probleme, denen sich die Srilankaner gegenübersehen, werden von den außerhalb von Sri Lanka lebenden Tamilen verursacht. Diese statten finanziell einen Terrorkrieg aus, schaffen eine rassistische Enklave, die sie von dem einzigen Heimatland der Singhalesen abzweigen wollen.

Der Krieg in Sri Lanka wird nicht gegen die Tamilen geführt, sondern gegen eine wahnsinnige Terrorgruppe, welche den ganzen indischen Subkontinent in Brand stecken wird.

Die Wahrheit erweist sich:

Als die LTTE auf der Mission war, ein tamilisches Reich zu errichten, indem sie extreme Gewalt gegen die Singhalesen einsetzte, waren die Politiker von Tamil Nadu still. Jetzt, da die Regierung ihren legitimen Pflichten nachkommt, macht sie Lobbyarbeit zugunsten der ein rassistisches Reich aufbauenden Terrororganisation. Es ist Zeit für die internationale Gemeinschaft, die Wahrheit der Versuche der LTTE, ein rassistisches Reich aufzubauen, zu erkennen.

Ich spreche mich sehr für den Einschluss aller Gemeinschaften und die Integration aller Gemeinschaften aus.

Es gibt Armut bei allen ethnischen Gruppen in Sri Lanka. Einige Tamilen könnten denken, dass das Gras auf der Seite der Singhalesen grüner ist. Dies ist nicht der Fall. Zum Beispiel sterben Tausende in der Nord-Zentralen Provinz in Sri Lanka wegen dem Mangel an sauberem Trinkwasser. Offenbar gibt es in dieser Provinz so viel Armut und diese Gruppe wird von dem normalen Leben in Sri Lanka ausgeschlossen, dass sie noch nicht einmal sauberes Trinkwasser haben. Es gibt also viele Singhalesen, welche die grundlegenden Menschenrechte nicht haben. Nach meiner Ansicht sollten Schritte unternommen werden, damit man sich der Not aller singhalesischen Bürgerinnen und Bürger zuwenden kann.

Die Abtretung von Rechten aus ethnischen Gründen ist ein gefährlicher Weg vorwärts. Wie es die Ereignisse in Tamil Nadu gezeigt haben, würde dies rassistische Politiker hervorbringen und schließlich den Verlust des einzigen Heimatlandes der Singhalesen. Die Ereignisse in Tamil Nadu haben gezeigt, dass Politiker mit einer Chola Mentalität für Sri Lanka eine sehr ernste Bedrohung darstellen könnten. Vergessen Sie nicht, dass es die Chola Invasoren waren, welche Zerstörung in die singhalesische Zivilisation gebracht haben.

Es ist viel besser, alle Gemeinschaften einzuschließen, als aus ethnischen Gründen Rechte abzutreten. Letzteres würde bedeuten, dem Rassismus nachzugeben und schließlich Eelam zu bilden. Es müssen Schritte unternommen werden, dass es keine einseitigen ethnischen Enklaven gibt, welche in Sri Lanka Instabilität verursachen könnten. Nach meiner Meinung bedeutet die Abgabe von Rechten auf rassistischer Basis, den Rassismus legitim zu machen. Das würde den Geist der Leute korrumpieren.

Wenn ein Waffenstillstand gebraucht wird, dann sollte die LTTE die Waffen niederlegen, sich den Behörden ergeben, so dass die notwendigen legalen Prozesse wegen des Terrorismus gegen den srilankanischen Staat und dessen Volk stattfinden können.

Übersetzt aus dem Webmagazin der SL-Armee,www.defence.lk vom 4.12.2008

Paul Harris, ehemaliger Korrespondent der Jane’s Nachrichten-Review in Colombo, Sri Lanka, welcher von der Insel durch die Regierung des Premierministers Ranil Wickremesinghe verbannt worden war, da er dessen Verbindungen zu den Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) bloßgestellt hatte, meint, dass es jetzt eine Chance gibt, Velupillai Prabhakaran vor den Internationalen Gerichtshof gebracht werden kann, weil er selbst –  neben vielen anderen Verbrechen – 14- bis 16-jährige Jungen und Mädchen als Selbstmordattentäter ausgewählt hat.

Der vollstandige Artikel:

Es ist ermutigend zu lesen, dass die srilankanische Armee eine Menge von dem Territorium im nördlichen Sri Lanka wieder eingenommen hat, welches viele Jahre lang von Velupillai Prabhakarans Tamil Tigern gehalten worden war.

Ein entscheidender Sieg der srilankanischen Regierungskräfte würde endlich den Frieden und eine Rückkehr des Aufschwungs für das vom Krieg zerrissene Land bringen. Dieser Sieg könnte auch eine Aussicht auf Gerechtigkeit in Hinblick auf einen der erbarmungslosesten terroristischen Persönlichkeiten bieten.

Nicht wenige erinnern sich, dass Sri Lanka von 1930 bis in den 80er Jahre des 20. Jahrhunderts als eine führende asiatische Nation galt, sowohl in Hinblick auf wirtschaftliches Wachstum als auch auf den Bildungsstand. Sri Lanka wurde  als ein „asiatischer Tiger“ bezeichnet, welcher das Potential für die gleiche Art von Wachstum zu haben schien, welche Taiwan, Südkorea und Hongkong umgewandelt haben.

Es wird viel darüber diskutiert, was schief ging, aber es gibt wenig Zweifel, dass die Regierung von Präsident Junius Jayawardene in den 80er Jahren sehr dafür verantwortlich ist, dass mit Bedacht die Diskriminierung der Tamilen als eine politische Waffe von der singhalesischen Mehrheit gesteigert wurde. Gleichfalls führten die verantwortungslosen sozialen Haltungen der srilankanischen herrschenden Klasse nachfolgende Regierungen dazu, die Notlage der Ärmsten außer acht zu lassen. Das führte wiederum zu wachsender Verzweiflung und dies wiederum zum Entstehen von Extremismus.

Ich habe die srilankanische Politik als internationaler Beobachter für die allgemeine Wahl von 1994 beobachtet. Ein paar politische Fakten, die in dem propagandistischen Kreuzfeuer übersehen wurden, verdienen erwähnt zu werden. Als erstes ist Sri Lanka trotz vieler Mängel eine starke Demokratie. Dort sind die Wahlen besser organisiert und werden genauer beobachtet als beispioelsweise in Hongkong. Als zweites hat eine Mehrheit der srilankanischen Tamilen immer die Parteien unterstützt, welche für das Weiterbestehen eines vereinigten Sri Lanka sind.

Trotz der massiven Einschüchterung und des Terrorismus durch die Tiger hatte die Parteien, welche für die Teilung des Landes waren, niemals mehr als die Unterstützung einer Minderheit unter den Tamilen. Die Forderung der Tiger nach einem separaten nordöstlichen Heimatland „Eelam“ ist ein undemokratischer Versuch durch eine Minderheit, ihren Willen einer Mehrheit aufzuzwingen.

Was für eine Rechtfertigung es auch für die Forderung nach “Eelam” gegeben hatte, sie wurde vollständig durch das verkommene Verhalten der Führerschaft der Tiger zunichte gemacht. Die Tiger unterhalten ein rigides totalitäres System, auf welches Stalin stolz wäre. Sie haben systematisch prominente Tamilen, welche ein vereintes, multiethnisches Sri Lanka unterstützten, verfolgt und ermordet. Lange bevor Al-Qaeda die Selbstmordattentate populär machte, wurde diese Form des Terrorismus von den Tigern eingeführt. Diese gebrauchten auch in großem Umfang von Kindersoldaten und von Kinder-Selbstmordattentäter. Man sagt, dass Prabhakaran persönlich 14- bis 16-jährige Jungen für die „Black Tiger Selbstmordattentats-Schwadronen“ ausgesucht hat.

Früher in diesem Jahr habe ich geschrieben, dass es der große Traum des internationalen Gerichtshofs war, die seit Jahrhunderten bestehende Situation zu beenden, nach der das Gesetz in den Worten von Jonathan Swift “ein Spinnennetz ist, welches die kleinen Fliegen fängt, aber welchem die Wespen und Hornissen entkommen”. Jetzt, da es endlich Bewegung im nördlichen Sri Lanka gibt, gibt es auch endlich eine Chance, dass eine große und bösartige Hornisse vor Gericht gestellt wird.

Übersetzt aus dem Sri Lanka Guardian vom 17. Nov. 2008

Von N. Sathyamoorthy

“Die TNA und die größere tamilische Gemeinschaft müssen die Unmöglichkeit der Situation, welche aus einer militärischen Situation entsteht, zugeben. Sie beschuldigen den srilankischen Staat, nur eine ‘militärische Lösung’ für die ethnische Streitfrage zu finden.”

Unabhängig von der einstimmigen Resolution der Tamil Nadu Staatsversammlung gibt es wenig Chancen für die Regierung von Indien, an dem “Verlangen eines Waffenstillstands” in Sri Lanka teilzunehmen. Der Premierminister Manmohan Singh machte dies bei seinem Treffen mit dem srilankanischen Präsidenten Mahinda Rajapaksa in Neu Delhi um so klarer. Singh wiederholte die indischen Sorgen wegen der humanitären Front und er wiederholte auch Neu Delhis Position hinsichtlich einer nicht-militaristischen, politischen Lösung über die Abgabe von macht.

Auf alle Fälle soll sich die Tamil Nadu Versammlung für die jährliche Wintersaison in der Woche treffen. Die Resolution ist mit dem geplanten Besuch von Präsident Rajapaksa in Indien zusammengefallen. Dort hat er an dem BIMSTEC Gipfel der Bucht von Bengalen Nationen teilgenommen. Es war jedoch kürzlich das erste Mal, dass die zwei Hauptlinien der drawidischen Parteien, nämlich die herrschende DMK und die Opposition AIADMK ähnliche Ansichten über ein Thema hegten, einschließlich der „srilankisch-tamilischen Streitfrage“.

Aber es ist auch wahr, dass die DMK die Ansichten der AIADMK und seines eigenen Kongressverbündeten hinsichtlich der LTTE teilt. Der Achtzigjährige Oberminister M. Karunanidhi erinnerte sich an zwei Phasen der Annäherung der DMK an die tamilische Streitfrage – vor und nach der Ermordung von Rajiv Gandhi. Was das betrifft, haben alle hauptsächlichen Parteien auf nationaler Ebene ähnliche Ansichten. Das gesetzlich vorgeschriebene Revisionskomittee hat auch dem Zentrum zugestimmt, dass es das nach der Ermordung erfolgende Verbot der LTTE auf weitere zwei Jahre ausdehnte.

So müssen die Freunde der srilankischen Tamilien – ob in Indien oder anderswo – sich ihre echten Forderungen genau anschauen, damit Indien sich wieder hinsichtlich der “ethnischen Streitfrage” engagiert. Indien hat sich nie ganz von dieser Streitfrage abgewendet. Das Weggehen des norwegischen Förderers bedeutete, dass Indien seine Anstrengungen verdoppelt hat.

Neu Delhi hat dauernd Colombo hinsichtlich dieser Streitfrage verpflichtet, sogar nach der Ermordung. Wenn man das Verbot der LTTE in Ruhe lässt, dann ist es auch der `Mangel an Vertrauen`, der die Organisation begleitet und der die internationalen Spieler veranlasst hat, sich für einen bedeutsamen Dialog um einer politischen Einigung willen zu engagieren. Darin ist Indien nicht allein.

Dies ist auch die Position von Präsident Rajapaksa gewesen. Der UNP Führer der Opposition, Ranil Wickremesinghe, hat das gleiche bei der stattfindenden Etat-Sitzung des srilankischen Parlaments bekräftigt. Übersetzt bedeutet dies einen hauptsächlichen „südsinghalesischen Konsens“ das Thema betreffend.

Auch über die Abgabe von Macht gibt es einen wesentlichen Konsens der Art in der singhalesischen Politik. Präsident Rajapaksa hat der UNP Position nachgegeben, indem er den 13. Zusatzartikel billigte, gegen den seine Partei angetreten war, als er 1987 verordnet worden war. Schon immer hat auch die UNP dem Präsidenten irgendwie freie Hand gegeben, damit er weitermachen kann an der Front der Abgabe der Macht.

Kritiker der gegenwärtigen indischen Position müssen zugeben, dass es Premierminister Singh war, welcher vor zwei Jahren den kritischen Schritt unternahm, die Tamilische Nationalistische Allianz (TNA) mit ins Boot zu holen. So wurde er der erste indische Premierminister von sechs, der in den 15 Jahren nach der Ermordung von Rajiv Gandhi mit irgendeiner srilankischen politischen Organisation gesprochen hatte, welche mit der LTTE in Zusammenhang stand. Die Tatsache, dass Rajiv Gandhis Witwe Sonja das Oberhaupt der herrschenden UPA Koalition im Zentrum und auch die Kongress-Anführerin der Vereinigung ist, sollte die Heftigkeit und Ernsthaftigkeit steigern, mit der Neu Delhi das Thema anging.

Die indische Initiative kam trotz der Entscheidung der srilankischen Regierung, die TNA aus dem APRC Prozess, der darauf abzielt, zu einer übereinstimmenden Herangehensweise für die Abgabe von Macht zu kommen, herauszuhalten. Während seines Besuches in Colombo für den SAARC Gipfel früher in diesem Jahr sprach Premierminister Singh mit den TNA Führern. Es bleibt der TNA, seine offene Einladung an sie, nach Delhi für weitere Gespräche zu kommen, zu folgen.

Die srilankische Regierung hat ihrerseits versprochen, die TNA einzubinden, wenn der APRC Prozess zu Verhandlungen mit der tamilischen Gemeinschaft für eine endgültige politische Schlichtung führt. So ist es Zeit für Präsident Rajapaksa, den APRC Prozess schnell zu verfolgen. Man erinnert sich vielleicht an den Mehrheitsbericht und die Tissa Vitharana Empfehlungen. Letztere stehen in Verbindung mit dem Namen des APRC Vorsitzenden und enthalten Anzeigen für ein bedeutsames Paket der Abgabe von Macht.

Die TNA und die größere tamilische Gemeinschaft müssen die Unmöglichkeit der Situation, die aus einer militärischen Situation entsteht, zugeben. Sie beschuldigen den srilankischen Staat, dass er nur eine „militärische Lösung“ für eine ethnische Streitfrage finden möchte. Die Einstellung der LTTE ist nicht anders gewesen. Beide haben ihre eigenen Gründe und nicht alle von ihnen sind ungerechtfertigt.

Die TNA hat indirekt den Anspruch der LTTE, dass diese der „einzige Repräsentant“ der tamilischen Gemeinschaft für die Aushandlung einer politischen Abmachung wäre, anerkannt. Wenigstens hat sie bis jetzt nicht darauf verzichtet, den ehrlichen Unterhändler für und zugunsten der größeren tamilischen Gemeinschaft zu spielen. Alles in allem hat die TNA 22 Mitglieder in dem Parlament, das aus 225 Sitzen besteht, und sie hat das, was ihr Sorgen macht, sowohl innerhalb des Hauses als auch außerhalb öffentlich gemacht.

Die LTTE hat jetzt einen zweiten Waffenstillstand angeboten, nach demjenigen, den man während des SAARC Gipfels erklärt hat. Die Regierung besteht noch darauf, dass die LTTE die Waffen niederlegt, bevor sie mit Gesprächen beginnt. Wenn die Angebote real sind, dann ist der tote Punkt auch real.

Die Situation verlangt jetzt einen ehrlichen Garanten für das gute Benehmen der LTTE. Die internationale Gemeinschaft ist nicht willens, der LTTE zu vertrauen. Indien kann es auch nicht tun. Die TNA könnte die Punkte, die Sorgen bereiten, intern besprechen und mit Vorschlägen an die Öffentlichkeit treten, welche die srilankische Regierung von der Echtheit des Waffenstillstandangebots der LTTE überzeugen könnte. Wenn sie dies macht, dann müsste sie sich auch den Punkten, die die LTTE betreffen, zuwenden.

Die Alternative könnte für die LTTE sein, die TNA mit der Regierung über die Abgabe von Macht Verteilung verhandlen zu lassen. Die LTTE könnte wie jetzt mit militärische Aktionen weitermachen.

***

Anmerkung der LTTEwatch Redaktion:

Der Autor ist Direktor der Chennai Untergruppe Observer Research Foundation (ORF), dem Zentrum für Gedankenaustausch über politische Fragen, welches seinen Hauptsitz in Neu Delhi hat. Der Artikel wurde ursprünglich durch den Daily Mirror veröffentlicht, einer Tageszeitung aus Colombo.

Übersetzt aus dem indischen Tageszeitung „The Hindu“  vom 23. November 2008

LTTE-Freund Vaiko

In London nicht erwünscht: LTTE-Freund Vaiko

Chennai - MDMK Parteichef Vaiko wurde am Sonntag das Visum für eine Reise nach London verweigert. Dies geschah offenbar wegen seiner offen und oft geäußerten pro-LTTE-Haltung und zwang ihn, seinen geplanten Flug für Montag zu annullieren.

Während die Beamten der britischen Konsulats in Chennai sich nicht dazu äußerten, sagten Polizeiquellen, dass Vaiko sein Ticket annulliert habe, nachdem ihm das Visum verweigert wurde.

Zur Begründung führten man an, dass dem MDMK Führer das Visum wegen seiner pro-LTTE Haltung verweigert wurde, denn die LTTE ist als militante Terror-Organisation auch in Großbritannien verboten. Der stets viel politischen Lärm erzeugende Vaiko, ein bekennender Unterstützer der LTTE-Terroristen, wollte am 24. November nach London fliegen, um an einem Treffen von Tamilen teilzunehmen.

Vaiko wurde zusammen mit dem Vorsitzenden des Partei-Präsidiums M. Kannappan kürzlich in Chennai verhaftet, da er während eines Treffens Reden für die LTTE hielt. Er wurde auf Kaution freigelassen, nachdem die Regierung nicht auf eine weitere Andauer seiner Untersuchungshaft bestanden hatte.

Übersetzt aus der Webzeitung “South Asian Media Network” vom 23. November 2008

G. Rajapaksa will wissen, was habt ihr mit den Spenden gemacht?

Sauer auf iNGOs: Verteidigungssekretär G. Rajapaksa will wissen, was Hilfsorganisationen mit all den Spenden gemacht haben

Colombo – Verteidigungssekretär (… und Präsidentenbruder, Anm. der Red.) Gotabhaya Rajapaksa hat am Samstag eine amtliche Prüfung der von den internationalen und örtlichen nicht zur Regierung gehörenden Organisationen (INGOs und NGOs) empfangenen Spenden verlangt. Diese Spenden sollten für Entwicklungsarbeit in Gebieten, welche unter der LTTE Kontrolle sind, sein und gehen auf eine Zeit zurück, da der von Norwegen vermittelte Waffenstillstand im Februar 2002 in Kraft getreten war.

Gotabhaya Rajapaksa sagte, dass sowohl die srilankanische Regierung als auch jene, welche für die INGOs und NGOs Millionen Dollar gespendet hatten, die Empfänger untersuchen sollten, denn eine umfassende Untersuchung würde das wahre Ausmaß des begangenen Betruges enthüllen.

Rajapaksa betonte, dass alle INGOs, einschließlich der UN-Agenturen in Hinblick auf Spenden und andere Konten, einschließlich der ins Land gebrachten Fahrzeuge, sondiert werden sollten.

Der Verteidigungssekretär sagte auch, dass die Armee noch nicht einmal auf ein kleineres Entwicklungsprogramm gestoßen ist, welches die INGOs und NGOs in dem befreiten Gebiet westlich der A9-Straße in Gang gesetzt hätten. „Es gibt absolut nichts,“ sagte er und fügte hinzu, dass die Armee abgesehen von einem relativ kleinen Gebiet westlich des Killinochchi-Elefantenpass-Teils der Straße das Gebiet wiedergewonnen hätte. Er sagte, dass es keine bedeutsame zivile Entwicklung in dem noch zu befreienden Gebiet geben könnte.

Soweit es Bauten betraf, habe die Armee nur die aus Gräben und Erde bestehenden Uferstraßen gesehen, welche die LTTE gebaut habe, um ihre hauptsächlichen Stützpunkte im Wanni zu beschützen. Es habe nur Untergrundbunker und zwei Rollbahnen gegeben.

Gotabhaya Rajapaksa sagte weiter, dass es keinen Zweifel gäbe, dass die von den INGOs – besonders der Norwegischen Volkshilfe (NPA) – in das von der LTTE gehaltene Territorium mitgenommene Ausrüstung, um schwere Erde zu bewegen, von der LTTE zur ihren sehr eigenen – militärischen Zwecke – gebraucht worden sei.

An einem Ort war die Armee auf ein Namensschild gestoßen, welches eine zerstörte Cadjan-Hütte als ein UNDP-Entwicklungsbüro auswies. Der pensionierte Gajaba-Regimentsoffizier sagte als Antwort auf Anfragen, dass es in den Gebieten östlich der A-9 und nördlich der Mankuman-Oddusudan-Mulliyawalai-Mullaitivu-Straße keine größere Entwicklungsarbeit gegeben habe, da die LTTE das ganze Gebiet als Hochsicherheitszone betrachtete. Was immer dort erbaut worden war, das sei, wie er versicherte, zugunsten der LTTE gewesen.

Gotabhaya Rajapaksa sagte weiter, dass die INGOs und NGOs Millionen Dollar seit Februar 2002 von der internationalen Gemeinschaft erhalten hätten, um Entwicklungsarbeit auszuführen, vom Tsunami betroffenen Gemeinschaften Erleichterung zu verschaffen und die Lebensbedingungen der hauptsächlich tamilischen Bevölkerung zu verbessern.

“Was haben sie mit den Spenden gemacht, wenn das Geld wirklich für die Leute ausgegeben wäre? Es gibt absolut nichts auf dem Grund und Boden (im Wanni), welches ihre Anwesenheit dort rechtfertigen würde. Als man die INGOs bat, das Gebiet zu verlassen, veranstalteten einige einen größeren Krawall. Sie taten, als würde die Bevölkerung im Wanni den Hungertod sterben, da die Verteilung der lebensnotwendigen Dinge auf Grund der Handlung der Regierung zusammenbrechen würde. Aber heute sind diese Organisationen bloßgestellt.“

Nichts könne so schamlos sein, wie das Unglück der Menschen auszunutzen, um im Ausland Spenden einzutreiben. Millionen von Dollar seien gespendet worden und es habe Beispiele gegeben, wo eine vorgeschobene LTTE-Organisation Spenden bekam, um Minensäuberungsaktionen durchzuführen.  Gotabhaya Rajapaksa beschuldigte die INGOs und NGOs auch, Spenden unterschlagen zu haben.

Gotabhaya Rajapaksa sagte: “Ausgebürgerte und ihre örtlichen Anhänger ließen sich es auf Kosten der Kriegsopfer gut gehen. Jene, die für verschiedene Projekte – einschließlich Friedensaufbauprogramme – ausländische Spenden erhalten hatten, führten ein luxuriöses Leben. Für sie waren der Tsunami und der Krieg eine wachsende Industrie, welche ihnen die Gelegenheit gab, bequem zu leben.“

Gotabhaya Rajapaksa sagte, dass sogar eine Million Seminare, Workshops, Auslandsreisen und Friedenspreise die LTTE nicht an den Verhandlungstisch gebracht hätten.

Rajapaksa sagte, man solle die Mannar-Pooneryn A 32 Straße nehmen, welche seit Jahren vernachlässigt worden sei. Wenn jene Gutmenschen wirklich den Leuten helfen wollten, dann hätten sie eine Menge zu tun gehabt. Wenigstens hätten sie die A 32 reparieren können. Aber offenbar seien sie mehr damit beschäftigt gewesen, die Regierung zu bedrängen und an den Pranger zu stellen, während sie selbst Geld für ihre persönliche Bequemlichkeit ausgegeben hätten.

Übersetzt aus dem indischen Tageszeitung „The Hindu“  vom 22. November 2008

Keine Krise im Norden

Kohona: Keine Krise im Norden

Colombo - Die srilankanische Regierung hat am Samstag Einwendungen gegen die Behauptungen gemacht, dass es im nördlichen Teil des Landes wegen der Vertreibung der tamilischen Zivilisten eine katastrophenähnliche Situation gäbe. Sie hat versichert, dass die Situation zufriedenstellend gemanagt werde.

Der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes von Sri Lanka Dr. Palitha Kohona sagte: “Es gibt (im nördlichen Sri Lanka) keine humanitäre Krise. Einige Berichte sagen, dass es im Norden 200.000 oder 300.000 Binnenvertriebene geben würde, aber das stimmt nicht.“

Er sagte, dass die srilankanische Regierung andauernd für Hilfe und Rehabilitierung für die durch die Militäroffensive gegen die LTTE vertriebenen tamilischen Zivilisten sorgt.

Die Regierung der Insel hat auch die Behauptung von Amnesty International zurückgewiesen, dass das Land humanitäre Hilfe für die Binnenvertriebenen im Norden blockieren würde.

Ein Sprecher für das Präsidentensekretariats sagte dazu: “Dahinter steht eine Absicht, ein schiefes Bild, das für eine gesetzlich korrekt gewählte Regierung ungünstig ist, zu präsentieren.“

Amnesty International hatte behauptet, dass sich „die Sicherheitssituation für Zivilisten, einschließlich der vertriebenen Menschen seit Mai, als sich der Konflikt in Wanni (Mullaitivu und Kilinochchi) verstärkte, verschlimmert hat.“ Nachzulesen in einer offiziellen AI-Pressemeldung.

Ein Sprecher des Präsidentensekretariats sagte dazu: “Die srilankanische Regierung weist die Behauptung, die Amnesty International (AI) in ihrem letzten Bericht aufgestellt hat, kategorisch zurück.“

Der Beamte sagte, dass korrekt sei, dass ein großer Teil der zivilen Bevölkerung in der Wanni Region, die an von der LTTE kontrollierten Orten leben, beträchtliche Not leide.

Er sagte aber auch, dass diese Leute wegen der rigiden Politik der LTTE zu leiden hätten. Die LTTE verhindere das freie Bewegung der Zivilisten und gebraucht sie als menschliche Schutzschilde gegen die anrückenden Armee.

“Die Regierung ist sich der Anzahl der Personen sehr bewusst, welche Hilfe brauchen, aber sie ist auch zufrieden damit, dass ein Maximum an Hilfe unter den vorherrschenden Bedingungen – besonders den Schwierigkeiten, die von der Kompromisslosigkeit und Brutalität der LTTE verursacht werden – diesen Menschen zugute kommt.“

Die Regierung sieht keine Notwendigkeit für internationalen Beobachter, welche die Bedürfnisse der in Mitleidenschaft gezogenen srilankanischen Bürger einschätzen oder eine effektivere Verteilung von Hilfsgütern ausführen könnten. Diese Verteilung werde bereits durch das Internationale Komitee des Roten Kreuzes sowie anderer bekannter Wohlfahrtseinrichtungen, in Zusammenarbeit mit der Regierung durchgeführt.

Die Erklärung durch das Pressebüro des Präsidenten stellt weiter fest: “Es gibt beträchtliche glaubwürdige Beweise, dass manche, nicht zur Regierung gehörenden Agenturen, welche in der Vergangenheit Bedürftigen in der Wanni Region angeblich halfen, stattdessen sowohl finanzielle als auch materielle Hilfe der LTTE zukommen ließen, damit diese durch den Terrorismus ihre separatistischen Ziele gegen den souveränen Staat von Sri Lanka weiter verfolgen konnte.”

Amnesty International (AI) hatte auch tiefe Sorge wegen der Lebensumstände der Binnenflüchtlinge ausgedrückt.

Die Erklärung zitierte AI mit folgenden Worten: “Die LTTE hat die Bewegungsfreiheit der Vertriebenen im Wanni blockiert und scheint nicht fähig zu sein, weder Sicherheit noch Nahrung oder Unterkunft zu bieten. Trotzdem hindern sie Familien mit Waffengewalt daran, in sichere Gebiete in Richtung Süden umzuziehen.“

Weiter wird AI zitiert: “Die jüngsten Berichte werfen ein Schlaglicht auf die Verhältnisse in einem großen Lager in Moonru-Murippu, in dem nach seiner Übernahme durch die Regierungskräfte enthüllt wurde, dass die LTTE Tamilen, welche sich weigerten zu kämpfen, in Metallkäfige gesperrt hatte, welche mit Spitzen nach innen besetzt waren.”

Übersetzt aus der kanadischen Tageszeitung „National Post“  vom 19. November 2008

Toronto - Das Einkaufszentrum vom Freiheitsplatz hat einen südasiatischen Laden für allerlei Lebensmittel und einen Zweig der Toronto Öffentlichen Bibliothek, aber der Inhaber, der diese belebte, schmale Einkaufspromenade zu einem internationalen schlechten Ruf gebracht hat, ist über einem Juwelierladen.

Die Tamilische Rehabilitationsorganisation (TRO) arbeitet in einem beengten Büro in der zweiten Etage mit einer großen kanadischen Flagge über dem Fenster. Und während ihre offizielle Mission humanitär ist, verdächtigen sie Regierungen dreier Länder, dass sie einem anrüchigeren Zweck dient.

Die RCMP Antiterror-Ermittler und die Wohlfahrtsbeamten des kanadischen Finanzbüros beschuldigen die Gruppe, Verbindungen mit den srilankanischen separatistischen Guerillas, genannt die Befreiungstiger von Tamil Eelam (besser bekannt als die Tamil Tiger), zu haben.

Der Chef des kanadischen Wohlfahrtsamtes schrieb in einem Brief an die Gruppe: “Wir glauben, dass es vernünftige Gründe dafür gibt, dass man sich Sorgen darüber machen sollte, dass die TRO (Kanada) in einer Weise operiert, die in Konflikt mit der öffentlichen Politik Kanadas steht. Genauer gesagt, scheint es Grund zu geben, dass man schließen kann, dass die TRO (Kanada) als Teil eines Unterstützungsnetzwerkes für die terroristische Organisation Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) funktioniert. Inzwischen hat das Schatzamt der Vereinigten Staaten im letzten Jahr die Konten des Büros der Tamilischen Rehabilitationsorganisation in Toronto eingefroren. Es hat festgestellt, dass die Organisation Teil eines internationalen Netzwerkes ist, welches „seine Operationen als wohltätig ausgibt, aber tatsächlich Spenden für eine als terroristisch gekennzeichnete Gruppe, die für abscheuliche Taten verantwortlich ist, sammelt.“

Am Donnerstag hat Sri Lanka die Bankkonten der Organisation in dem Land beschlagnahmt. Der Grund dafür war, dass auf dem Konto 800.000 Dollar waren, die teilweise von „TRO Filialen an verschiedenen ausländischen Orten“ gesammelt „und hauptsächlich benutzt worden waren, um terroristische Aktivitäten zu finanzieren.“

Die Konservativen sind noch nicht tätig geworden und die Gruppe operiert weiter in Kanada, aber eine der Entscheidungen, denen sich der neue Minister für öffentliche Sicherheit Peter Van Loan gegenübersieht, wird es sein, ob man die TRO als eine terroristische „Einheit“ kennzeichnet, die unter das Anti-Terror-Gesetz fällt, was die TRO dann zwingen würde, ihre Organisation in Kanada aufzugeben.

Bundesbeamte haben abgelehnt zu sagen, ob sie vorbereiten, die TRO Kanadas offizieller Liste von Terror-Gruppen hinzuzufügen. Stéphane Thérien, ein Sprecher für Öffentliche Sicherheit in Kanada sagte: „Es wäre für mich unangemessen, darüber zu kommentieren, bei welchen Gruppen untersucht wird, ob sie auf die Liste gehören. Der Einschätzungsprozess für die neu aufzuführenden Gruppen ist im Gange.“

Aaron Lynett / National Post - Raj Gunnathan, Präsident und Koordinator der Tamilischen Rehabilitationsorganisation in Kanada stellt sich in seinem Büro im oberen Stockwerk des Liberty-Square-Einkaufszentrums an der Eglinton und Kennedy Straße in Position

Foto: Aaron Lynett / National Post - Raj Gunnathan, Präsident und Koordinator der Tamilischen Rehabilitationsorganisation in Kanada stellt sich in seinem Büro im oberen Stockwerk des Liberty-Square-Einkaufszentrums an der Eglinton und Kennedy Straße in Position

Raj Gunanathan, der Präsident der TRO Kanada sagte, er fürchte, dass dies passieren könne, aber er wäre schon seit langem mit dieser Art von Behauptungen konfrontiert. Sie begannen, als die Gruppe ein Geschäft in Toronto vor mehr als einem Dutzend Jahren eröffnete. Seit der Zeit haben Beamte des kanadischen Sicherheits-Nachrichtendienstes wiederholt sein Büro besucht. Hr. Gunanathan sagte in einem Interview: „Sie kamen gewöhnlich wenigstens einmal im Jahr.“ Er sagte, dass er den Nachrichtenbeamten gesagt habe: „Bitte kommen Sie und nehmen Sie an den Sitzungen unseres Ausschusses teil oder schicken Sie jemanden, der an den Sitzungen der Direktoren teilnimmt, und dann werden Sie keinen Zweifel mehr über das haben, was wir tun.“

Die Tamilische Rehabilitationsorganisation zeigt das offen, was sie macht: Sie sammelt Geld in Kanada und schickt es an die von den Rebellen gehaltenen Gebiete von Sri Lanka. Das Geld geht an das TRO Hauptquartier, welchem man vertraut, dass es humanitäre Hilfe biete. Beweisen aber, kann er das nicht.

Das TRO Hauptquartier in Sri Lanka wird durch die Tamil Tiger kontrolliert, eine verbotene terroristische Organisation nach kanadischem Gesetz. Während dies die TRO auf die falsche Seite von Kanadas Terrorismusfinanzierungs-Regeln stellen könnte, argumentiert Hr. Gunanathan, dass es keine andere Möglichkeit gäbe, um den Hunderttausenden, die durch den Bürgerkrieg vertrieben wurden, humanitäre Hilfe zukommen zu lassen.

Der frühere srilankanische Erziehungsbeamte, der in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts nach Kanada kam, nachdem er in Nigeria als Lehrer gearbeitet hatte, sagte: „Sollen wir zulassen, dass sie verhungern und sterben? Wir müssen ihnen das Lebensnotwendige liefern. Wir müssen jene Leute ernähren.“

Die Tamilische Rehabilitationsorganisation erwuchs aus dem Bürgerkrieg, der 1983 in Sri Lanka ausbrach, als die Tamil Tiger eine bewaffnete Kampagne um Unabhängigkeit für die ethnische tamilische Minderheit des Landes begann. Als die tamilischen Flüchtlinge nach Südindien flohen, um den Kämpfen und ethnischen Krawallen zu entkommen, wurde die TRO gebildet, um ihnen zu helfen. Später zog die Hilfsgruppe in die von den Rebellen gehaltenen Gebiete von Sri Lanka um, um den vom Krieg betroffenen Zivilisten Hilfe zu geben.

Bald erschienen Büros in der ganzen Welt, in Städten mit großen ethnischen tamilischen Gemeinschaften, wie z.B. Toronto. Die Gruppe wurde 1995 eine eingetragene Ontario Wohlfahrtsorganisation. Im  gleichen Jahr bewarb sie sich bei der Bundesregierung, um den Status als Wohlfahrtsorganisation zu bekommen.

Diese Bewerbung wurde abgelehnt, aber die Gruppe bewarb sich 1997 ein zweites Mal. Wieder lehnte die Regierung ab und zitierte dabei die „offenbare nahe Verbindung“ zwischen der humanitären Gruppe und den tamilischen Rebellen.

Nach dem südasiatischen Tsunami 2004 reichte Hr. Gunanathan noch eine weitere Bewerbung um den Status einer Wohlfahrtsorganisation ein. Am 1. Juni 2006 antwortete das kanadische Finanzbüro mit einem Absagebrief von 17 Seiten. Er wurde unterschrieben von der kanadischen Wohlfahrts-Direktorin Elizabeth Tromp. In dem Brief stand, dass die „TRO (Kanada) innerhalb der umfassenden Struktur der LTTE zu operieren scheint“.

Fr. Tromps Hauptsorge schien es zu sein, dass das TRO Büro in Kanada das gesammelte Geld an das TRO Hauptquartier in dem von den Rebellen gehaltenen Teil Sri Lankas schicks. Fr. Tromp schrieb in ihrem Brief: „Die Übereinstimmung von zahlreichen und verschiedenen Quellen, die wir nachgeprüft haben, zeigt, dass die TRO Spenden zur Unterstützung der LTTE sammelt.“

Hr. Gunanathan sagt, dass seine Organisation der TRO in Sri Lanka Geld geschickt habe – allein 1,2 Millionen Dollar in den Monaten nach dem Tsunami -, aber dass es für Schulen, zeitweilige Unterkünfte und Nahrung für die durch den Krieg Vertriebenen gebraucht wurde.

Hr. Gunanathan sagt: “Wenn man in den von der LTTE kontrollierten Gebieten arbeiten, dann kontrollieren sie einen natürlich. Sie sind eine de facto Regierung. Das bedeutet nicht, dass diese Leute Geld für Waffen geben.“

Mister Gunanathan wurde eine RCMP beeidete Erklärung, welche am Bundesgericht eingereicht worden war und in der die Tamilische Rehabilitation als eine „Suborganisation“ der Rebellen bezeichnet wurde, gezeigt und er behauptet, dass er das Dokument nie zuvor gesehen habe.

Die beeidete Erklärung stellt fest, dass die RCMP Antiterror-Einheit Beweise hinsichtlich der TRO fand, während sie eine andere kanadische Gruppe – die Welttamilenbewegung (WTM) untersuchte, von der vermutet wurde, dass sie direkte Verbindungen zu den Rebellen habe.

Während sich das RCMP Integrierte Nationale Exekutiv-Team 2006 um die Durchsetzung von Strafbefehlen kümmerte, stieß sie auf Quittungen für zwei Bank-Transfers an die TRO mit einer Gesamtsumme von 83.000 Dollar. Nach der Polizei stand auf den Quittungen: „Spenden für die LTTE in Killinochchi, Sri Lanka“.

Die RCMP Obergefreite Shirley Davermann schrieb, dass das Geld “tatsächlich an die LTTE in Sri Lanka geschickt worden war. Aber Mister Gunanathan sagt, dass er den Polizeibericht bezweifelt. Er sagt: „Es ist ein falscher Bericht. Wenn irgendjemand Spenden an die LTTE schickt und schreibt `Wir schicken der LTTE Geld`, dann wäre dieser Satz der Höhepunkt an Absurdität.“

Die von der RCMP beeidete Erklärung beschreibt auch die Verbindungen zwischen der Tamilischen Rehabilitationsorganisation und der Welttamilenbewegung, welche früher in diesem Jahr von der Polizei verboten worden war, da sie angeblich die Rebellen sponsorte.

Zum Beispiel war der TRO “Repräsentant” in Quebec auch der Besitzer des Gebäudes, in welchem das WTM Büro in Montreal war, wie die Polizei sagte. Zusätzlich haben einige Beamte der Welttamilenbewegung öffentlich gesagt, dass sie dringend um Geld für die Tamilische Rehabilitationsorganisation bitten.

Mrs. Tromp, die Beamtin für Wohlfahrt, schrieb: “Wir finden es bedeutsam, dass die Welttamilenbewegung, eine angeblich vorgeschobene Organisation für die LTTE, für die TRO wirbt und den Leuten empfiehlt, für diese zu spenden.“ Das Tamilische Rehabilitationsorganisations-Büro in der Eglinton Avenue und in der Kennedy Straße in Toronto haben trotzdem damit weitergemacht, um Spenden zu bitten. Umschläge mit der Bitte um Spenden wurde in die Zeitungen in tamilischer Sprache in Toronto im letzten Sommer gelegt.

Eine Offensive der srilankanischen Streitkräfte hat es unmöglich gemacht, im Moment Hilfe in die Kriegszone zu bekommen, so dass die Gruppe gegenwärtig “schläft” “, sagte Hr. Gunanathan. Er sagte, dass die TD Bank letztes Jahr das kanadische Konto der Gruppe gesperrt hätte, aber dass die Gruppe seitdem ein anderes bei einer anderen Bank eröffnet hätte.

Er sagt, er habe keine Schließungspläne.

Er sagt: „Ich bin ein Hindu. Was ich tue, ist, wie ich ehrlich fühle, eine Hilfe für die Menschheit und das ist wie ein Dienst für Gott.“

TULF-Chef V. Anandasangaree

Übersetzt aus dem Sri Lanka Guardian vom 15. November 2008

“Das ethnische Problem Sri Lankas ist jetzt über fünfzig Jahre alt und es gibt immer noch keine Hoffnung, es beizulegen. Die Annahme von Sinhala als einzige offizielle Sprache von Sri Lanka, die Verletzung von Abschnitt 29 der Soulbury-Verfassung, welche die hauptsächliche oder vielmehr die einzige Maßnahme für den Schutz der Minderheiten war, kann als Symptomatisch genommen werden.“

von V. Anandasangaree

Die einstimmig von der Tamil Nadu-Versammlung beschlossenen Resolutionen, welche die Zentralregierung auffordern, Druck auf die srilankische Regierung auszuüben, damit diese den Krieg sofort stoppt und Gespräche mit der LTTE beginnt, ist schockierend und sogar für die Tamilen von Sri Lanka völlig inakzeptabel. Dies wird sicherlich die Regierung von Indien selbst in Verlegenheit bringen. Es ist schade, dass es den Unterstützern des Antrags nicht gelungen ist, zu erkennen, dass das srilankische Parlament nicht viel Zeit brauchen wird, um eine kritische Resolution gegen die unberechtigte Einmischung der Tamil Naad Versammlung durchzubringen.

Es ist sehr unglücklich, dass die Tamil Nadu-Regierung eine solche Entscheidung nur unternommen hat, um einigen Hartgesottenen zu gefallen, welche ihre eigene Tagesordnung – die sich bald als abträglich für Indiens eigene Souveränität und Integrität erweisen wird – haben. Sehr bald werden es jene, welche diese Resolutionen unterstützten, tief bereuen, dass sie von einer Handvoll Extremisten, die nichts über das srilankanische ethnische Problem wissen und nur nach dem Hörensagen handeln, in die Irre geführt wurden. Ich hoffe, dass die Versammlung – basierend auf den letzten Entwicklungen – sich bald treffen wird, um die Entscheidung zu kippen.

Ich bestehe darauf, dass alle Parteidelegationen Sri Lanka besuchen, um die Tatsachen wirklich selbst zu sehen. Dies ist bis jetzt nicht geschehen, außer bei dem Ehrenwerten P. Chithamparam, der bei den Verhandlungen vor mehr als 20 Jahren eine Schlüsselrolle gespielt hatte, und nur zwei anderen aus Tamil Nadu, wobei einer davon ein Filregisseur ist, der Prabhakaran getroffen hat und wieder abgereist ist. Der andere, der der Führer einer kleinen Partei in Tamil Nadu ist, hat auch nach dem Mittagessen mit einigen TNA Mitgliedern des srilankanischen Parlaments, die betrügerischerweise von der LTTE als ihre Vertreter gewählt worden waren, das Land verlassen.

Wir srilankanische Tamilen heißen Rat und jeden anderen Beistand aus Tamil Nadu, um das ethnische Problem zu lösen, sehr freundlich willkommen. Aber wenn Tamil Nadu von einer Handvoll pro-LTTE Führern, welche ihre eigene Tagesordnung haben und ohne Voraussicht oder richtiges Verständnis und ohne angemessene Information handeln, in die Irre geführt wurde, dann wird es eine große Wohltat für die Tamilen von Sri Lanka sein, wenn Tamil Nadu nur schweigen würde. 

Mit einigen Tausenden, denen es gelungen ist, den Fängen der LTTE zu entkommen, leben viel mehr als 50 Prozent der Tamilen in Frieden und Harmonie in vorherrschend singhalesischen Gebieten mit den Singhalesen und Moslems. Sie leben und arbeiten zusammen, spielen und essen zusammen und besitzen sogar Häuser und kaufen neue Mietshäuser.

Obwohl kürzlich einige der Hetzreden, die an verschiedenen Orten in Tamil Naad gehalten wurden, den Tamilen, die unter den Singhalesen und Moslems leben, eine Menge Verlegenheit verursacht und bei den Singhalesen Irritation veranlasst haben, leben die Leute dennoch in Frieden und Ruhe – trotz der schrecklichen Aktivitäten der LTTE in diesen Gebieten, welche den Tod von vielen unschuldigen Leuten und die Zerstörung von Eigentum verursacht haben.

Irgendeine Aktion, die in Tamil Nadu unternommen wird, sollte, ohne kontraproduktiv zu sein, nur helfen, das Problem zu lösen. Die besagten Resolutionen, welchen die Versammlung zugestimmt hat, helfen in keiner Weise, das Problem zu lösen, sondern verschlimmern es nur.

Es ist sehr unglücklich, dass die kürzlich erfolgten Unruhen, welche Demonstrationen, Menschenketten, Hungerstreiks, Aufrufe verschiedener Organisationen und Geschäfte beinhalteten und die in verschiedenen Distrikten in ganz Tamil Nadu abgehalten wurden, wobei von der indischen Zentralregierung verlangt wurde, sich einzumischen, sind entgegen der Erwartungen kontraproduktiv geworden.

Die Leute von Tamil Nadu, die das getan haben und dabei von den Hetzreden der pro-LTTE Führer sowohl von Sri Lanka als auch von Indien in die Irre geführt wurden, haben es nur der indischen Regierung unmöglich gemacht, frei zu handeln. Hätte man sie allein gelassen, dann hätte die Regierung das Problem angehen können, ohne jemanden zu beleidigen. Ohne dass sie die widrigen Folgen, welche ihre Aktion haben wird, erkannt haben, hatten die zwei Herren, welche die LTTE repräsentieren und behaupten, dass die LTTE der einzige Repräsentant des tamilischen Volkes von Sri Lanka wäre, den Teilnehmern gedankt, als der von den Filmstars in Chennai organisierte Hungerstreik endete.

Indien als eine mächtige, große Nation und größte Demokratie der Welt kann nicht einfach handeln, nur weil Druck von einem mächtigen Teil der Bevölkerung kommt, damit Indien sich in die srilankanische Streitfrage einmischt. Indien muss zuerst sichergehen, ob die von einem Teil der Bevölkerung kommende Forderung vernünftig ist und die Einmischung rechtfertigt.

Selbst wenn die Einmischung gerechtfertigt wäre, kann sich Indien nur in Beratungsfunktion einmischen, ohne dass man es beschuldigt, die Souveränität der srilankanischen Nation zu verletzen. Indien mit seinem großen Spionagenetz braucht nicht erzählt werden, was in Sri Lanka geschieht. Darum sollte man verstehen, dass die Antwort der indischen Regierung auf die verschiedenen Vorhaltungen, die ihr gemacht werden, sein wird, dass sie diese mit den eigenen Beobachtungen vergleicht.

Das srilankanische ethnische Problem ist nun über fünfzig Jahre als und es gibt immer noch keine Hoffnung, dass es frühzeitig beigelegt wird. Die Annahme von Sinhala als einziger offizieller Sprache von Sri Lanka, welche den Abschnitt 29 der Soulbury-Verfassung verletzt, war die hauptsächliche oder vielmehr die einzige Maßnahme für den Schutz der Minderheiten, und das kann als Symptomatisch genommen werden.

Ich bin einer von denen, die in dieser Zeit in Sri Lanka gelebt hatten und sehr wohl wissen, wer sich geirrt hat und wie ein Paradies auf Erden verloren gegangen ist. Es wird uns aber nicht helfen, das Problem zu lösen, wenn wir uns auf die bitteren Erinnerungen der Vergangenheit konzentrieren. Lasst es uns so sehen, wie es heute ist. Ich handle nicht für jemand anderen und bin für niemanden der Strohmann. Was ich sage, ist die Wahrheit und nichts als die Wahrheit und kann von jedem, der an meiner Glaubwürdigkeit zweifelt, angefochten werden.

Der Führer der Tamilischen Nationalen Allianz ist auch der Führer der parlamentarischen Gruppe von Illankai Thamil Arasu Kadchchi und ebenso ihr Präsident. Er klagt, dass er wegen der Art, auf welche Indien das Problem behandelt (sie schicken nur Nahrung für die vertriebenen Leute) enttäuscht ist. Er sollte versuchen, das Vertrauen der indischen Behörden zu gewinnen, ohne sie mit erfundenen Geschichten in die Irre zu führen.

Es gibt keinen Zweifel, dass sowohl in den von der Regierung kontrollierten Gebieten als auch in den von der LTTE kontrollierten Gebieten eine Menge Menschenrechtsverletzungen stattfinden. Viele Leute sind in den Gebieten unter der Kontrolle der Regierung an den Verletzungen beteiligt. Die TNA Führer sollten es der Welt mitteilen, in welchem Ausmaß die LTTE in solchen Gebieten beteiligt ist, ohne allein die Regierung oder irgendeine paramilitärische Gruppe zu beschuldigen. Sie äußern kein Wort über die Verletzungen in den von der LTTE gehaltenen Gebieten.

Eine der sehr ernsten Beschuldigungen, welche gegen die Regierung von der LTTE erhoben und von den TNA Parlamentariern bekräftigt wurde und welche die Gefühle der Leute von Tamil Nadu aufgewühlt hat, ist, dass die Regierung versucht, das tamilische Volk zu vernichten. Dies ist eine Erfindung der LTTE, welche die TNA in der ganzen Welt anzubringen versucht – und in Tamil Naad sehr erfolgreich. Die TNA muss sie mit Fakten und Zahlen beweisen, ohne wilde Behauptungen aufzustellen. Es ist auch eine Pflicht der TNA, der Welt er erzählen, dass die meisten der im Wanni gefangenen Leute aus drei anderen benachbarten Distrikten nach Kilinochchi getrieben wurden und dort unter Zwang festgehalten werden, um zum Schutz der LTTE als menschliche Schutzschilde gebraucht zu werden.

Ich versuche nicht, den Führer der TNA zu tadeln. Da er ein altgedienter Politiker ist, sollte er bei diesem sensiblen Thema vorsichtiger gehandelt haben. Er hat sich sehr spät gemeldet, und als er sich endlich gemeldet hatte, war der Schaden schon getan. Alle Arten von Beschuldigungen waren sehr unverantwortlich in Tamil Nadu gegen die srilankanische Regierung gemacht worden. Diese Beschuldigungen wurden angeregt von pro-LTTE Elementen, ohne dass man erkannte, dass man letztlich die Angelegenheiten mit der srilankanischen Regierung klären muss und nicht durch Zwang und nur durch Überzeugung. Der hervorgebrachte Enthusiasmus ist so unkontrollierbar geworden, dass es mit der unfreundlichsten und unerwarteten Drohung endete, indem man einen separaten Tamil Nadu Staat verlangte. Dieses Verlangen, was über 50 Jahre lang tot und begraben war, ist nun wiedererweckt worden. Dies würde der indischen Regierung eine Menge Schwierigkeiten bereiten. Sie ist nun in einem Dilemma.

Diese erneuerte Forderung muss einerseits im Keim erstickt werden und auf der anderen Seite muss das srilankanische Problem mit äußerster Vorsicht behandelt werden. Der Führer der TNA, welcher die Schuld für diese neue Entwicklung trägt, kann die indische Regierung nicht tadeln. Er kann nicht erwarten, dass die indischen Behörden jeden Ratschlag, den TNA Mitglieder geben, unbesehen schlucken.

Wie es die ganze Welt weiß sind die 22 TNA Mitglieder betrügerischerweise mit Hilfe der LTTE Feuerkraft ins Parlament gewählt worden. Darum wurde ihre Glaubwürdigkeit sehr zweifelhaft. Sie haben sich selbst geschwächt, indem sie die LTTE als einzigen Repräsentanten der Tamilen akzeptiert haben und begonnen haben, als Stellvertreter der LTTE zu fungieren. In solch einer Situation haben sie ihr Recht verloren, das tamilische Volk zu repräsentieren.

Ein neues Problem, das aufgetaucht ist, ist die Forderung der Tamil Nadu Regierung, dass 2000 Tonnen Hilfsgüter an die im Inneren vertriebenen Leute durch die ICRC unter der Oberaufsicht der indischen Botschaftsbeamten verteilt werden sollen. Die Zentralregierung muss der Forderung der Tamil Nadu Regierung zustimmen und damit von der gewöhnlichen Praxis, wie es sie in der Vergangenheit unter ähnlichen Umständen gab, abweichen. Die Zentralregierung hat keine Wahl, weil die Forderung von Tamil Naad auf den Druck von anderen zurückgeht.
 
Auf jeden Fall ist die Forderung von Tamil Nadu zu kleinlich und sicherlich eine Beleidungung für Sri Lanka und sein Volk. Ihr sollte auf keinen Fall nachgegeben werden. Die TNA Parlamentsmitglieder waren pflichtvergessen, indem sie der Regierung von Tamil Naad in diesen ganzen Jahren – für mehr als ein Vierteljahrhundert – nicht gesagt haben, dass es die srilankanische Regierung ist, welche den LTTE Führer, seine Familie, seine Soldaten und die Leute in den von der LTTE gehaltenen Gebieten durchgefüttert hat. Sie müssen ehrlich genug sein, um Tamil Naad zu sagen, dass, wann auch immer ein frischer Vorrat im Wanni ankam, die LTTE alles, was sie wollte genommen hat und auch ihren alten Vorrat mit dem neu Angekommenen ersetzt hat und den Rest den Leuten gegeben hat. Möge irgendein TNA Mitglied diese Feststellung bezweifeln!

Ich habe diese Fakten veröffentlicht, weil ich mich wegen der Forderung von Tamil Nadu schäme. Nach dem Tsunami von 2004 waren einige Tausend tot. Die Leute verhungerten und es hat Fälle gegeben, bei denen alte singhalesische Frauen 8 bis 10 Meilen mit Nahrungspaketen auf ihren Köpfen für die tamilischen und moslemischen Opfer, welche sie nie zuvor getroffen hatten, gelaufen sind. Es gibt genug Beweise, um zu zeigen, dass die LTTE aus der Tsunami-Hilfe viel mehr für sich beansprucht hat, als sie dazu berechtigt war.

Einmal davor, vor zwei Jahren, als es einen Angriff der LTTE auf die Schiffe, die Nahrung nach Jaffna brachten, gab, hat sich die ICRC geweigert, Geleit zu geben. Einige singhalesische Matrosen nahmen das Risiko auf sich und lotsten die Schiffe mit den Nahrungsmitteln nach Jaffna. Es ist sehr unglücklich, dass sich niemand von Tamil Naad jemals darum gekümmert hat, eine Informationsreise zu unternehmen, um zu sehen, was wirklich in Sri Lanka geschieht. Die zwei in diesem Brief erwähnten Herren waren hier auf einer Vergnügungsreise.

Tamil Nadu wurde von den TNA Mitgliedern in die Irre geführt und setzt sein eigenes Volk im Besonderen und ganz Indien im Allgemeinen einem großen Risiko aus. Meine wiederholten Bitten an Tamil Nadu, der LTTE nicht zu gestatten, in Tamil Naad ein „Jaffna“ zu schaffen, wurden vollkommen ignoriert. Wenn es Tamil Naad nicht gelingt, den Trend zu stoppen, dann wird es sehr bald ein Trainingszentrum für Selbstmordattentäter haben. Ich bin sicher, dass die Geschichte dann berichten wird, dass eines Tages Tamil Naad dies sehr bedauern wird.

Abgesehen von jenen, welche direkt in den Krieg verwickelt sind, bin ich vielleicht der Einzige, der eine richtige Instruktion über die reale Situation in Sri Lanka geben könnte. Die Tatsache, dass ich das Parlamentsmitglied für Killinochchi war, ist dem Hauptminister von Tamil Nadu bekannt. Die Wolken des Krieges sind nun dorthin gezogen und es gibt Leute von vier Distrikten, die gefangen oder gewaltsam dahin getrieben und dort unter Zwang von der LTTE zurückgehalten werden. Von den 6 Millionen Leuten jenseits des Meeres wird keine Anstrengung unternommen, sie zu befreien. Diese üben nur Druck auf die srilankanische Regierung aus, um eigentlich die grausamen LTTE Terrorristen zu beschützen.

Die Zentralregierung von Indien und die Staatsregierung von Tamil Nadu sollten nun zusammenkommen und die Leute, die in den unter der Kontrolle der LTTE stehenden Gebieten gefangen sind, befreien und ihnen erlauben, in die Gebiete abzuwandern, in denen mehr als 80 % der Tamilen leben. Sie sollten auch gemeinsam darin übereinstimmen, die srilankanische Regierung davon zu überzeugen, Macht an die Provinzräte abzugeben, wie es ähnlich mit verschiedenen Staaten in Indien geschehen ist. Dies ist die einzige Art, auf die Frieden nach Sri Lanka gebracht werden kann.

***

Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion:
V. Anandasangaree ist Präsident der TULF- der ältesten demokratischen tamilischen Partei Sri Lankas.

Übersetzt aus der Webzeitung “Lanka eNews” vom 23. November 2008

Von Gayan Kumara Weerasingha

Polizeiuntersuchungen haben enthüllt, dass die Ermordung des Arztes Dr. S.W. Palitha Padmakumara, welcher im Nawakkadu Regierungskrankenhaus in Vavunathivu, Batticaloa, diente, auf Befehl von „Varnan“, der ein TMVP-Gebietsführer ist, ausgeführt wurde.

Varnan ist der TMVP-Führer, der für das Parteibüro in Manikkadu, Vavunathivu, verantwortlich ist. Dies besagen Insider-Quellen. Dieser hohe Offizier enthüllte kürzlich, dass die Pillayan-Splitterpartei 21 Büros im Osten hätte, während die Karuna-Splitterpartei 27 hätte.

Eine Bande, die aus sechs Mitgliedern bestand und von “Varnan” angeführt wurde, hatte das Krankenhauses am 16. November gestürmt. Vier der Angreifer wurden inzwischen als TMVP- Mitglieder identifiziert. Sie waren im Parteibüro zusammen mit „Varnan“. „Varnan“ und die vier TMVP-Mitglieder hatten zwei andere TMVP-Mitglieder im Büro in der Nacht des 10. November erschossen und waren dann mit den T 56 und RPG-Waffen entkommen, welche im Büro waren. Dieses Büro hatte früher der Pillayan-Splitterpartei gehört.

Danach stürmten sie das Nawakkadu Regierungskrankenhaus und töteten den Arzt am 16. Zeugen, welche die Angreifer sahen, hatten der Polizei erzählt, dass alle mit T 56 und RPG Waffen bewaffnet gewesen seien. Polizeiquellen enthüllten jetzt, dass jetzt das Leben der in Batticaloa dienenden Singhalesen schwer bedroht ist.

Diese Bedrohung kommt von nicht identifizierten bewaffneten Gruppen. Diese Gruppen haben schon früher, am 21. Oktober drei singhalesische Jugendliche erschossen, welche bei einem Straßenentwicklungsprojekt in Batticaloa arbeiteten. Am nächsten Tag warfen sie eine Handgranate auf eine Gruppe von singhalesischen Arbeitern vor dem Büro für Trink- und Abwasser in Vavunathivu. Bei diesem Angriff wurden fünf Arbeiter verletzt.

Der Verteidigungssekretär Gotabhaya Rajapaksa hatte am 18. ausgedehnte Diskussionen mit dem GMOA in Hinblick auf die Sicherheit der Ärzte. Demgemäß wurden besondere Sicherheitsvorkehrungen für Ärzte, welche in den nördlichen und östlichen Provinzen dienen, ergriffen.

Übersetzt aus der srilankischen Wochenendzeitung “The Observer” vom 16. November 2008

Kugatharshini Arumainathan, ehemalige Selbstmordbomberin der LTTE empfindet Reue

Kugatharshini Arumainathan, ehemalige LTTE-Soldatin, empfindet Reue

Vor ein paar Tagen kämpften die drei Mädchen ohne Hoffnung, mit dem Leben davonzukommen. Der Name ihres Spiels hieß „Tod“ und sie wussten, dass ein Sieg ein Wunder wäre. Während um sie herum die tödlichen Granatwerfer und die Artillerie schoss, und mit Anzeichen von Soldaten, die sie von allen vier Ecken umgaben, quälten sie sich im Geist mit den bitteren Lektionen, welche die älteren von ihnen lehrten und welche die unmenschlichen Taten der Soldaten betrafen. Diese Mythen ließen sie halbtot zurück. Sie hatten nur wenige Minuten, um ihr Schicksal zu entscheiden – Tod oder Freiheit?

Die Mädchen nahmen den richtigen Weg. Diese Mädchen waren zum Töten trainiert und zum Sterben gedrillt worden, aber sie erkannten nun, dass „Leben“ ehrenwerter als „Sterben“ war.

Mit niedergeschlagenen Augen ähnelten die Mädchen – Kugatharshani, Subanjini und Malathi – dem Äußeren nach typischen tamilischen Mädchen. Sie schauten um sich wie Schulmädchen und nicht wie ausgebildete Killer. Die Rache des Krieges verschwand langsam aus ihren Gesichtern.

Die 28-jährige Kugatharshini Arumainathan, die aus Paranthan stammte, nur sechs Kilometer von der Verwaltungshauptstadt der LTTE entfernt, hat den Aufstieg und Fall der LTTE gesehen. Zusammen mit zwei anderen Teenagern war sie in einem Bunker gefangen und blutete von den Fingern. Kugatharshini hatte keine Hoffnung auf Leben und wollte sterben, als die Soldaten nur einige Fuß entfernt waren. Die zwei Teenager ließen die Waffen und Granaten beiseite und schrien um ihr Leben. Als ihre Zugführerin Selbstmord beging, indem sie sich mit einer Handgranate in die Luft sprengte, gab es niemanden, der ihnen befehlen konnte, weiter zu kämpfen. Also entschied auch Kugatharshini, still zu bleiben, bis ihr die Soldaten befehlen würden, herauszukommen. Ich fragte sie: „Ihr hättet leicht auf die Zyankalikapsel beißen können. Warum seid ihr nicht gestorben?“

“Wir wollten leben. Wir wollten nicht in einer verlorenen Schlacht kämpfen. Wir fürchten den Krieg.“ Dies schleuderten mir diese jungen Mädchen ins Gesicht, die tapfer genug waren, die Wahrheit zu enthüllen – dass die LTTE eine verlorene Schlacht kämpft und die Zukunft von den Tamilen opfert, um einen Traum nach einem eigenen Land zu verwirklichen. Die strenge Politik der LTTE – einer aus jeder Familie in ihre Armee – hatte aus diesen Mädchen, die nur gewöhnliche Tamilinnen sein wollten, Terroristinnen gemacht. Von Geburt an waren sie einer Gehirnwäsche unterzogen worden und hatten ein einziges Mantra gelernt: dass die Singhalesen Feinde und die singhalesische Armee eine Gruppe von Killern war, welche Mädchen vergewaltigen und andere foltern, wenn sie sie lebend fangen.

Aber heute sehen sie die Wahrheit und sind glücklich, dass ihnen von den sogenannten Killern das Leben gegeben wird. Die sogenannten Killer verstehen sie mehr als ihre angeblichen Retter, die sie hilflos in den tödlichen Kriegszonen zum Sterben zurückgelassen haben.

Kugatharshinis Vater war 1993 ein Postbote und wanderte nach Kilinochchi aus. Kugatharshini ging nach dem Grundschulexamen in die Vembadi Mädchenschule und blieb dort auch in der Oberstufe. Sie verließ das Erziehungscollege als ausgebildete Englischlehrerin und wurde im Januar 2007 trotz der starken Proteste ihrer Mutter eingezogen.

Sie enthüllte: “Ich wollte immer meinen Leuten helfen, indem ich lehrte und etwas Sozialarbeit leistete, aber die Anordnung der LTTE – einen aus der Familie in die Organisation – machte mich zu einer Soldatin.” Kagatharshini wurde zuerst für drei Monate als eine Lehrerin im Chencholai beschäftigt, einem von der LTTE betriebenen  Heim. Später wurde sie in das Ambahakam Trainingslager für Frauen in Mankulam gebracht.

Sie trug das Abzeichen Nr. 12170 und hatte den Kriegsnamen „Nilaventhy“. Sie bekam ein Waffentraining von einem Monat, zusammen mit 120 anderen Kadern, einschließlich vierer Regierungsdiener und sechs Universitätsstudenten.

Sie wurde wieder zum Lehren nach Chencholai geschickt und dann von der LTTE zurückgerufen, um in ihrem Thalamaiseyalakam – die Verwaltungseinheit der LTTE in Puthiruppu – als jemand, der für den Dateneingang zuständig ist, zu arbeiten und ihre Briefe zu entwerfen.

Als die LTTE viele Soldaten auf dem Schlachtfeld verlor, ordnete sie an, dass ihre Soldaten in allen anderen Einheiten Kampftraining erhielten und auch Kagatharshini wurde zu einem 15-tägigen Auffrischungsmilitärkurs nach Wishwamadu gesandt.

Sie gestand offen: “Nach dem Training wurden wir gebracht, um die Küstenlinie entlang Pooneryn zu bewachen. Sie erzählten uns Lügen: Es gäbe nicht so viel Kämpfe, da die SL-Armee der LTTE nicht widerstehen könne.“

Über 90 Soldaten der Verwaltungseinheit der LTTE bewachten den Pooneryn Küstengürtel, aber sie hatten nicht die Kenntnisse, um gegen Truppen kämpfen zu können. ”Eine Menge See Tiger entkamen nach Indien und verließen die Schlacht. Als sie der LTTE entkamen, wussten wir, dass wir bald sterben würden, aber wir hatten keine Wahl,“ erklärte Kugatharshini.

Sie sagte, dass sie während der zwei Monate Dienstverpflichtung entschlossen war, zu überleben.Später wurden 30 ausgewählt, um in den vorderen Verteidigungslinien in Pooneryn zu kämpfen, und Kugatharshini war unter der Gruppe. Sie stand für ihre erste Begegnung mit dem Feind in einer Reihe mit gut ausgebildeten professionellen Soldaten. Die Soldaten an den Schlachtfronten sind – nach den Worten Kugatharshinis – die Unglücklichen, denn sie haben keine richtigen Mahlzeiten, Wasser und Sanitäranlagen.

Ihre Mahlzeiten beschränkten sich auf eine Mahlzeit am Tag, und um Nahrung und Wasser zu bekommen, mussten sie über vier Kilometer laufen. Sich waschen war ein Luxus. Sie mussten eine große Entfernung schleichen, um zu dem Bestimmungsort zu gelangen, an dem sie Mahlzeiten bekommen konnten – eine kleine Portion Reis oder Pittu, Kanji und Trinkwasser. Und dies des Nachts, da die Armee weiterhin tagsüber angriff.

Während des Angriffs brachten sich zwei Teenage-Soldatinnen, welche im Bunker mit ihr saßen um, da sie fürchteten, sich der Armee ergeben zu müssen. Nach den Befehlen wurden die übrigen zwei aufgerufen, um einen anderen Bunker zu halten, in dem fünf Soldatinnen mit den Soldaten kämpften. Sie kämpften in Valayakuduyiruppumodai, 6 km östlich des 7. Meilenpostens der A 32 Landstraße.

“Ich denke, über 25 Soldaten umgaben uns zu der Zeit, und nachdem ich über 90 Runden gefeuert hatte, wurde ich verletzt. Zwei weitere wurden verletzt und zwei verließen den Bunker und wurden getötet. Eine 18-jährige weinte und konnte überhaupt nicht schießen. Anstatt dass sie uns Anweisungen gab, tötete sich unsere Anführerin. Soldaten waren ein paar Fuß entfernt und wir beschlossen, uns zu ergeben,“ erinnerte sie sich. Auf ihrem Gesicht stand die Freude, in Freiheit zu leben, geschrieben.

Alle von ihnen waren von der LTTE darin geschult worden, die Zyankalikapsel zu zerbeißen, um Belästigungen durch die Armeesoldaten zu entgehen. „Wir fürchteten die srilankanischen Soldaten und den ganzen LTTE Soldaten wurde dieses Bild während ihres Trainings eingebläut. So dachten wir alle, dass uns die Soldaten vergewaltigen und töten würden. Statt dessen behandelten sie uns nicht wie Terroristen, sondern wie ihre eigenen Verletzten. Niemand wurde belästigt, alle wurden gut gepflegt.

“Die jungen Soldaten sind sehr anständig,” sagte sie. Die drei Mädchen bekamen neue Kleider und schauten wie traditionelle tamilische Mädchen aus. Ihre Unschuld, welche durch den Krieg geraubt worden war, erschien wieder.

Diese früheren LTTE Soldatinnen sagten, dass der Krieg von Prabhakaran nutzlos wäre und dass die Organisation ihre Festungen in Kilinochchi und Mullaithivu nicht behalten könne, da die Leute kein Vertrauen zur LTTE hätten. Nach ihnen wollten ihre Eltern nicht sehen, wie ihre jungen Kinder hilflos den letzten Atemzug auf dem wilden Schlachtfeld tun. Als die LTTE die toten Körper ihrer Kinder brachten, reagierten die Eltern, indem sie die LTTE-Angehörigen erstachen, und bei einigen Gelegenheiten hatten sie Chilipulver auf sie geworfen und sie gewarnt, nicht wieder in ihre Dörfer zu kommen, um ihre Kinder wegzuholen.

“Die Leute hassen jetzt die LTTE. Aber manchmal sind unsere Eltern hilflos, wenn die LTTE strikte Regeln auferlegt. Wenn die Eltern nicht willens sind, ein Kind der Familie hinzugeben, dann nehmen sie den Vater zwangsweise an die Kampffront oder die Mutter, damit sie in ihren Küchen arbeitet, so dass die Kinder keine Wahl haben. Schließlich werden sie, ohne es zu wollen, LTTE Soldaten,“ sagte Kugatharshini, welche auch ihr Leben opferte, um das Leben ihres Bruders und ihrer Schwester zu retten.

Ihr Bruder konnte nicht von Killinochchi Zugang zu einem Kurs im Bildungscollege in der Stadt Dharga in der Östlichen Provinz bekommen, bis sie als Soldatin rekrutiert war. Jetzt ist der 25-jährige Thivakaran ein Krankenpfleger-Schüler in der Krankenpflege-Schule von Vavuniya.

Ihre Schwester Thatpara bekam die Zulassung, aber blieb in Kilinochchi, um sich um ihre alten Eltern zu kümmern. Aber sie flüchtet von einer Stelle zur anderen mit ihren Altern, nun, da sich die Truppen ins Kernland der Tiger vorwärts bewegen.

Alle von der LTTE rekrutierten Soldaten, welche in die Organisation eintreten müssen, hatten keine Wahl, genauso wie Kugatharshini. Wenn sie sich weigerten, würde die LTTE ein Familienmitglied nehmen. Und sie können sich nicht verstecken, denn die LTTE wird Absperrungen errichten und sie in jedem Dorfwinkel suchen, um sie zu verhaften.

Jetzt befiehlt ihnen kein hauptsächlicher Führer an der Front. Nach einem schnellen Waffentrainingsprogramm sind ungeübte LTTE Soldaten jetzt zurückgelassen und kämpfen um ihr Überleben. Seinige Gebietsführer geben ihnen aus kilometerweiter Entfernung Befehle und, wie sie sagen, kommt kein Führer zu ihnen an die Front. Die LTTE leidet an einem schweren Mangel an Soldaten und hat darum allen früheren Soldaten befohlen, in diesem entscheidenden Moment zur Organisation zu kommen, um ihren Wunsch nach einem separaten Land für Tamilen zu verwirklichen.

“Aber das würde Prabhakarans Traum sein. Letzten Oktober kam er nach Wishwamadu und versprach den Zivilisten, dass sie die LTTE innerhalb der nächsten drei Monate in ihre ursprüngliche Heimat bringen würde. Aber ausgenommen ein paar, weiß die Mehrheit der Zivilisten, dass er mit den Truppen nicht kämpfen kann. Die meisten alten Leute leben in Paranthan und Puthukudiruppu. Sie leben unter Bäumen und in Hütten und haben viele Probleme. Die Leute warten auf eine Gelegenheit, um in die von der Regierung kontrollierten Gebiete zu fliehen.

Obwohl sie die LTTE im Griff hat, werden sie hier bald fliehen,” sagte sie und hoffte, bald wieder mit ihrer Familie vereint zu sein. Diese Englischlehrerin fürchtete um das Leben ihrer Schwester und bedauert, dass sie gezwungen war, in die LTTE, welche die Zukunft der Tamilen zerstörte, zu gehen.

Nach den Worten der gefangenen Soldatinnen werden nun, da die LTTE immer weniger Soldaten hat, mehr Soldatinnen an die Front geschickt werden. In Anbetracht der Anzahl der Soldaten in der Armee ist die Anzahl der Soldatinnen bei der LTTE hoch. Die LTTE rekrutiert nicht nur Frauen zwangsweise, sondern entführt auch Kinder aus den Dörfern, um zu Soldaten zu werden. Kleine Kinder werden in Lagern sein und lernen und später auf die Schlachtfelder geschickt werden.

Kugatharshani sagte, dass der LTTE mit der Umwandlung des traditionellen tamilischen Mädchens in eine Terroristen einzig der Beitrag der Frauen, welche zum Kämpfen übrig sind, bleibt. Sie sagte, dass dies so war, weil viele Männer während der Zeit des Waffenstillstands auf der Suche nach Beschäftigung in südliche Städte ausgewandert sind, landaufwärts und ins Ausland. Sie sind der LTTE entkommen.“

Die Mehrheit der Mitglieder in diesen Familien waren Frauen. Also wurden sie gezwungen, sich auf Befehl der LTTE rekrutieren zu lassen“, sagte sie. Kugatharshani hatte niemals die Freude, dass sie ihr schwer verdientes Geld selbst ausgeben konnte oder einen Cent sparen konnte.

Ihr monatlicher Lohn von 20.000 Rupien als Lehrerin der Regierung wurde von der LTTE genommen. Sie sagte: „Das Schicksal aller jungen Lehrerinnen ist das gleiche und die LTTE sammelt den Lohn von den meisten Regierungsbeamtinnen monatlich ein. Ich musste Geld von meinen Eltern erbitten, um das Lebensnotwendige für mich zu kaufen.“

Nach diesen LTTE Soldatinnen wurden selbst die Verletzten von der Organisation nicht aus den Klauen gelassen. Ihnen wird eine medizinische Behandlung gegeben und nach einer kurzen Erholungspause, welche nur den Schwerverletzten erlaubt ist, werden sie an die Front zurückgeschickt.

“Dies war nutzlos. Die Singhalesen und diese Soldaten sind freundliche Leute. Fürchtet euch nicht vor den Sicherheitskräften. Es ist jetzt Zeit für euch, euch zu ergeben, um eure Leben zu retten. Macht es, wenn ihr euch an der Freiheit erfreuen wollt und ihr werdet wirklich wie menschliche Wesen behandelt,“ bat sie ihre Kolleginnen, einschließlich Ranjana, ihre beste Freundin, die noch bei der LTTE ist.

Sie hat Hoffnungen auf eine bessere Zukunft und ein anständiges Leben, auf all das, was sie als Jugendliche verloren hat. Sie möchte noch weiter studieren und Englisch nicht im Norden, sondern im Süden lehren. Sie möchte auch die singhalesische Sprache lernen, bevor ihre Eltern für sie eine Heirat arrangieren. „Aber dies ist für viele von uns ein entfernter Traum. Bis dieser nutzlose Krieg beendet ist, können wir nicht an ein eigenes Leben denken,“ sagte sie, während sie ein Stück Kuchen und ein Brötchen aß, sowie an einem Milchtee nippte, den ihr die Armee angeboten hatte. Sie weinte die ganze Zeit. Sie dankte den Soldaten, dass sie sie nicht getötet hatten und ihr ein neues Leben schenkten, um den Wert der Menschlichkeit zu verstehen.

Mit Narben überall an ihren Armen und einer bandagierten Hand freute sich diese ehemalige LTTE-Soldatin, die sich zu sterben geweigert hatte und sich statt dessen der Armee freiwillig gestellt hatte, und sagt zum Abschluss: „Ich möchte in einem vereinten Land leben.“

Prabhakaran wird international als Kriegsverbrecher gesucht

Ein Mörder, ganz entspannt: Prabhakaran wird international als Kriegsverbrecher gesucht

Übersetzt aus dem sinhalesischen Tageszeitung The Island vom 18. November 2008

Von John C. Thompson – Präsident des Mackenzie Instituts in Toronto, Kanada

Seit ihres Auftauchens als eine lokale terroristische Gruppe aus einer kriminellen Unter-Gemeinschaft in Jaffna auf Sri Lanka, haben die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) verschiedene Veränderungen durchgemacht. Die nächste könnte die sein, die am längsten andauert – und am gefährlichsten ist.

Die Organisation und Disziplin der LTTE hat sie zu interessanten Studienobjekt gemacht. Sie sind sehr innovativ, einfallsreich und fleißig: Diese Eigenschaften würden ihre Mitglieder zu einem Erfolg in jedem friedlicheren und profitableren Feld der Bemühung werden lassen. Doch leider wurde für die Tamilen von Sri Lanka und für die anderen Völker der Inselnation ihr Talent auf die Revolte hin ausgerichtet. Jetzt, nach Jahrzehnten des Krieges, sieht sich die 25 Jahre alte Tiger Guerilla der Niederlage gegenüber, und was als nächstes kommt, das könnte sogar noch mehr von dem Charakter der Bewegung hinter ihnen enthüllen.

Wenn man angesichts der realen Niederlage einen spirituellen Sieg erklärt, dann kann dies beruhigend sein (fragt nur die Serben)… aber mit dem kriminiellen Reich der LTTE und ihrem Griff auf die srilankische tamilische Diaspora wird es Konsequenzen geben.

Bei den Modellen der Rebellion, welche in 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts entstanden, kann ein politischer Grund aus einer ideologischen Bewegung – gewöhnlich Marxismus oder radikalisierter Nationalismus – Gestalt annehmen. Dann beginnen an einem Punkt die radikaleren Elemente, terroristische Zellen zu schaffen. Wenn diese weitermachen, dann spaltet sich die Gesellschaft und den Leuten bleiben zwei Wahlmöglichkeiten: Sie können sich entweder unter den Behörden sammeln oder unter der Bewegung. Wenn die Bewegung wächst, schafft sie genauso Guerilla-Streifkräfte wie terroristische Zellen.

Schließlich sind diese stark genug, um die militärischen Kräfte der Regierung im Feld anzugreifen und bis zum Sieg weiterzumachen. Danach ist das Gras grüner, der Himmel ist blau, und es gibt Erdbeeren und Sahne für alle – außer für jene bösen Kräfte der Unterdrückung, welche „soziale Gerechtigkeit“ (gewöhnlich eine Kugel in den Hinterkopf) erhalten.

Dies ist das Drehbuch, aber oft sieht die Realität anders aus.

Sie lächeln, sie sind jung und schön - und tödlich. Prabhakarans "Erfindung", dieSelbstmord-Bomber Mädchen der LTTE

Sie lächeln, sie sind jung und schön - und tödlich. Prabhakarans

Im Fall der LTTE, welche oft ihre eigene Geschichte verdunkelt, war ihr Gründer Vellupillai Prabhakaran ein Straßengangster, der sich auf Erpressung und Schmuggel spezialisiert hatten und früh in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts politische Ambitionen bekam. Er machte aus seiner Clique eine kleine Terroristengruppe, verbrachte Jahre damit, langsam Stärke aufzubauen und folgte dem klassischen Muster, indem er Terrorismus gebrauchte, um einen Zyklus von Aktion und Gegenreaktion zu schaffen und zu beschleunigen, um den jeder Rebell inständig bitten würde. Im allgemeinen tritt der klassische Terrorist die Behörden ins Schienbein, bis sie zurücktreten, und dann schreit der Terrorist: „Hilfe! Hilfe! Wir werden unterdrückt! Ihr habt gesehen, wie sie mich unterdrückt haben, nicht wahr?“ (Zitat mit Entschuldigung von Monty Python genommen).

Die srilankanische Polizei und das Militär waren damals weniger als erfahren als heute und haben sich zuvorkommend genau so verhalten, wie es in dem Drehbuch steht. Dies erlaubte den Tigern, an Stärke zuzunehmen. Dann, nachdem in einem Hinterhalt der LTTE im Juli 1983 15 Soldaten getötet worden waren, spielte die Armee in Jaffna völlig verrückt – und das taten auch singhalesische Mobs anderswo in Sri Lanka – und ermordeten Hunderte von Tamilen und trieben Zehntausende (und mehr) in Furcht aus ihren Häusern weg. Es war wie bei dem vorläufigen Flügel der IRA und dem „Massaker des Blutigen Sonntags“ von 1972: Die LTTE hatte schließlich den Zwischenfall, den sie wünschte, und sie hat seitdem alles gerechtfertigt, indem sie sich auf diese Gewaltorgie des Mobs zurückbezog. In der Tat wird oft ihre ganze Geschichte vor 1983 passenderweise vergessen.

Jedoch brauchen Guerillas Zeit, um sich zu organisieren, und fast jeder vergißt, dass die LTTE schon eine Guerilla-Streitkraft hatte, als dieser Zwischenfall geschah. Überdies hat Sri Lanka seitdem ein paar Waffenstillstände (die gewöhnlich von den Tigern beendet worden waren) abgeblockt und sich einem andauernden Guerilla-Konflikt gegenübergesehen.

Aber nach 25 Jahren hat das srilankische Militär die Werkzeuge, die Technologie und die Führerschaft, die es braucht, um endlich die Guerilla-Streitkräfte der LTTE zu besiegen. Heilige Gebiete auf der Insel, die seit langem von den Tigern gehalten worden sind, sind gefallen. Die legendären Bunkersysteme der Tiger im Dschungel wurden durch neue sensorische Systeme entdeckt und mittels intelligenter Bomben aufgesprengt. Die inoffizielle LTTE Hauptstadt, die Stadt Killinochchi könnte bald fallen, obwohl die Tiger behaupten, dass dies ein „tamilisches Stalingrad“ wäre; und ganze Gebiete von Sri Lanka sind seit Monaten von den LTTE Angriffen befreit.

Wenn man jedoch von den Pro-Tiger Webseiten und Chat-Räumen her urteilt, dann heißt es: “die LTTE kämpft tapfer und sicher muss die korrupte und dekadente srilankische Armee bald auseinanderfallen… die tapferen Tiger können nicht versagen … nun, tote Armeeangehörige sind wie Klafterholz aufgeschichtet, obwohl ein paar geheiligte Verteidiger des Grundes glorreich gestorben sind…” Und so weiter, bis zum Erbrechen. Wenn man keinen Sieg zum Greifen nahe sieht, dann kann ein Sieg in der Vorstellungskraft sehr befriedigend sein. Es gibt unheilvolle Zeichen, dass die Führerschaft der Tiger erkennt, dass das Menetekel für ihre Guerillastreitkräfte im Feld und für die geheiligten Gebiete, die sie lange gehalten haben, an der Wand geschrieben steht.

Am 27. November 2008 wird erwartet, dass der Tiger Apparat im Ausland den „Heldentag“ ihrer Bewegung feiern wird. Prabhakaran wird wahrscheinlich seine gewöhnliche Radioansprache abliefern. Dieses Mal kann es per Tonband sein, aus Furcht, dass der Ort, an dem er sich aufhält, auf eine intelligente Bombe der Luftwaffe geschrieben und diese abgeschickt wird, wenn er bei einem Radiosender auftaucht. Dies wird eine andere Abweichung von den gewöhnlichen Sitten der LTTE sein.

Durch die Führerschaft der Diaspora kreist schon der Satz, dass das Thema des Heldentages in diesem Jahr sein wird: “Unser Land kann eingenommen werden, aber unsere Bestrebungen können nicht besiegt werden.”

Es hat Bewegungen gegeben, deren Führerschaft Erklärungen herausgegeben hat, wie: “Wir wurden geschlagen. Wir haben es so gut versucht, wie es ging, aber der Kampf ist vorbei und das, was jetzt einzig verantwortlich ist, ist, sich zu ergeben.“ Darum hat der Amerikanische Bürgerkrieg so geendet, wie er es in Wirklichkeit tat, mit einer würdevollen Kapitulation durch Robert E. Lee und dessen würdevollem Akzeptieren durch Ulysses S. Grant. Die Tiger scheinen nichts in der Art zu planen.

Statt dessen scheinen die Tiger dabei zu sein, sich in den tröstlichen Mythos eines spirituellen Sieges als eine Alternative zu einer realistischen Niederlage zurückzuziehen. Dies haben auch die Serben getan, als sie ihren Stolz nach ihrer Niederlage, die ihnen in der Schlacht von Kosovo Polja 1389 durch die Türken bereitet worden war, genährt hatten. Ihr zerbrechliches Nationalgefühl hat seitdem 600 Jahre angehalten.

Als er sich der drohenden Niederlage in der Schlacht 1918 gegenübersah, hat der deutsche Generalstab (der begierig war, den Ruf der Armee zu schützen) die Zügel der Macht einer zivilen Regierung zurückgegeben. Diese neue Regierung – und nicht so sehr General Ludendorff – musste die Bedingungen für einen Waffenstillstand aushandeln. Aus diesem entstand später die tröstliche „Dolchstoß-Legende“, welche Politiker in den bitteren Folgejahren des Ersten Weltkriegs erfanden. Die Armee konnte vorgeben, dass sie in Wirklichkeit nicht geschlagen worden war. Dieser Mythos half den Nazis an die Macht.

Schottische und irische Nationalisten bauten eine Menge romantischer Legenden um ihre zahlreichen Niederlagen. Die Engländer haben vielleicht alle Kriege gewonnen, aber die Schotten und Iren haben die guten Lieder… Einige von diesen Liedern haben aus schmutzigen kleinen Episoden tröstliche glorreiche Epen gemacht.

Wenn es den Tigern ebenso ergehen wird, dann wird es Konsequenzen geben. Zuerst ist es möglich, dass die Niederlage ihrer Guerilla-Streitkräfte und der Verlust ihrer geheiligten Gebiete nicht in Gewalt endet. Es wird immer Raum für eine konventionelle terroristische Kampagne unter dem Erscheinungsbild einer neuen Gelegenheit, um Guerilla-Einheiten zu schaffen, sein. Wie gewöhnlich könnten sie sich zuerst weiterhin darauf konzentrieren, die unverblümt sprechenden Tamilen zu vernichten – Tamilen, welche fühlen, dass die größte Hoffnung für ihr Volk innerhalb des Gesetzes und des srilankischen politischen Systems liegt.

Werden die Tiger freundlich genug sein, den Gebrauch von Gewalt zu stoppen? Wahrscheinlich nicht. Ein großzügiger Geist und Respekt für das Leben anderer befinden sich nicht unter Prabhakarans Charakterzügen.

Die Diaspora der srilankanischen Tamilen, welche die Tiger förderten und welche sie noch durch vorgeschobene Organisationen kontrollieren, wird ihr Schlüssel-Guthaben sein. Würde es Prabhakaran versuchen, ins Ausland zu flüchten, um zu sehen, ob er eine direktere persönlichere Kontrolle darüber erhält, oder würde er versuchen, irgendwo ein sicheres Exil auszuhandeln? Als ein heimlichtuerischer Mann mit einer sorgfältig geformten Persönlichkeit, einem quasi-öffentlichen Leben ohne Beschränkungen auf seine Bewegung wird dies wahrscheinlich nicht mögen. Aber wenn er in Sri Lanka bleiben will, dann würde dies bedeuten, dass er von Zufluchtsort zu Zufluchtsort schlüpfen müsste, immer eine besonders dafür ernannte Spezialeinheit auf seinen Fersen; und das könnte nur das eine Ende dieser Geschichte sein.

Das organisierte kriminelle Reich der LTTE inmitten der Diaspora Gemeinschaften wurde sorgfältig darauf ausgerichtet, die Tiger in Sri Lanka zu unterstützen. Polizisten in Westeuropa, Kanada und Australien, welche das tamilische organisierte Verbrechen überwachen, haben wenig Zeichen dafür gesehen, dass Führer von Pro-Tiger Gemeinschaften das Luxusleben führen, welches gewöhnlich mit den Führern des organisierten Verbrechens verbunden wird. Aber Drogen, „Kriegssteuern“, Schmuggeln und andere Unternehmen werfen eine Menge Geld ab und bezahlen den politischen Apparat der Tiger. Jene Aktivisten werden sich wahrscheinlich nicht um ehrliche Arbeit kümmern.

Es gibt eine Falle, in welche viele andere terroristische Organisationen in den vergangenen paar Jahrhunderten gefallen sind. Wenn man die Zuflucht zum organisierten Verbrechen sucht, um für den heiligen Grund zu bezahlen, dann endet dies gewöhnlich damit, dass die Reste des geheiligten Grundes benützt werden, um das organisierte Verbrechen zu rechtfertigen. Schließlich ist die Verwandlung von einer aufständischen Bewegung zu einer kriminellen Gesellschaft vollständig… Erinnert sich noch jemand an die ursprünglichen Absichten der chinesischen Triaden oder der sizilianischen Mafia?

In Anbetracht der Ursprünge der LTTE und der Haupteinnahmenquelle in den letzten 25 Jahren, könnte sich viel von ihrem internationalen Apparat leicht in ein großes trans-nationales kriminelles Reich verwandeln. Für die Srilankaner könnte darin ein gewisser perverser Trost liegen – all jene Nationen, welche den Tigern viele Jahre lang bei ihren Operationen eine gewisse Freiheit zugestanden haben, werden nun dafür einen höheren Preis zu bezahlen haben.

Für die Diaspora könnte eine romantisierte verlorene Sache andere Auswirkungen haben. Wenn nachfolgende Generationen von Tamilenkindern ohne irgendeine Erfahrung mit dem Leben in Sri Lanka aufwachsen, dann könnten sie gut und gern diese romantischen Mythen der verlorenen Sache annehmen, anstatt sich mit ihrem Erbe und ihrer Identität zu verbinden. Die Enkel und Urenkel der irischen Immigranten hatten in den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts geholfen, die IRA zu unterstützen. Die Enkel der Flüchtlinge aus dem Jugoslawien von 1940 kehrten zurück, um in den Kriegen von 1990 mitzukämpfen.

Jetzt, im Augenblick, könnte ein Tamile in Sydney, London oder Toronto die LTTE nicht wirklich unterstützen. Aber er könnte sich morgen von ihrer Existenz weniger bedroht fühlen. Ohne das Risiko, dass seine Kinder zu einer Guerilla-Streitkraft eingezogen werden, könnte er sich frei fühlen, wirklich dem Unterstützungsapparat der Tiger als Wächtern seines Erbes zuzustimmen.

Es ist ironisch, dass das Ende des Aufstands der Tiger in Sri Lanka sehr wohl ihren Einfluss auf die Diaspora Gemeinschaften verstärken könnte.

Es läge im Interesse von Sri Lanka, nach Maßnahmen zu suchen, welche die Führerschaft der Tiger-Diaspora jetzt untergraben könnte, damit sich ein militärischer Sieg auch in einen politischen verwandelt. Privilegien und Ehren könnten vielleicht jenen Tamilen gegeben werden, welche sich gegen die Tiger zur Wehr setzen; und es wäre klug von den srilankanischen Diplomaten, andere Regierungen dazu zu bekommen, dass sie jetzt über das tamilische organisierte Verbrechen nachdenken.

Was die kanadische Regierung betrifft: Wenn die Tamilen, welche hierher aus Sri Lanka gekommen sind, jemals Kanadier statt Tiger-Unterstützer im Exil sein sollen, dann muss die Macht der LTTE Tarnorganisationen gebrochen werden. Überdies: Kann es sich Kanada in Anbetracht der internationalen Verschiedenheit unserer organisierten Verbrecherkreise, wirklich leisten, dass der Übergang der Tiger vom Rebellen zu Gangstern hier ohne Widerstand geschieht?

Könnten wir nicht einmal ein Problem voraussehen – anstatt hinterher nur darauf zu reagieren? 

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Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion:

John C. Thompson ist der Präsident des  Mackenzie Instituts in Toronto, Kanada. Das Institut wird von kanadischen Zeitungen und Medien als eine von Kanadas führenden Forschungsorganisationen bezeichnet. Man ist im Institut stolz auf seine objektiven und unabhängigen Blick auf einige der umstrittensten Punkte der öffentlichen, politischen Agenda. Die Arbeit des Instituts wirkte in der Vergangenheit oft als Beschleuniger einer informierenden Debatte und damit u.U.  auch eines politischen Wechsels. Das Institut führt Untersuchungen durch über nationale und internationale politische Instabilität sowie über organisierte Gewalt (z.B. Terrorismus, Krieg, organisiertes Verbrechen, Konflikt, Gründe für Instabilität, politischer Extremismus, usw.).

Thompson selbst ist ein früherer Geheimdienstoffizier der kanadischen Armee. 1989 bekam er den höchsten  Orden der kanadischen Streitkräfte. Er war Hauptmann, als er den Dienst verließ. Er ist ein Mitglied von Civitas, dem Rat des York Rangers Regiments der Königin, dem Königlichen Kanadischen Militärinstitut außerdem Mitglied von Fair Vote Canada und der Internationalen Vereinigung von Offizieren gegen den Terror.

Übersetzt von der Webseite BBC Sinhala.com vom 19. November 2008

Wickramasinghe will TNA in die APRC zurück haben. Aber will das auch die TNA?

Ranil will TNA in die APRC zurück haben. Aber will das auch die TNA?

Der Oppositionsführer Ranil Wickramasinghe (UNP) sagte, dass die Tamilische Nationale Allianz (TNA) bei der Konferenz der Repräsentanten aller Parteien (APRC) mit eingebracht werden sollte.

Wickramasinghe, der in Indien Politiker traf, um sie über die gegenwärtige politische Situation in Sri Lanka in Kenntnis zu setzen, hat den u.a. den Chef Indiens größter Oppositionspartei Bharathiya Janatha (einschließlich der frühere Außenminister von Indien, Jaswant Singh und Yashwant Sinha) getroffen.

Nach seinen Gesprächen mit Jaswant Sing erzählte Wickramasinghe Journalisten, dass die Regierung und die Vereinte Nationale Partei (UNP) beide mit der TNA über das Erreichen von Frieden im Land diskutieren sollten. Er sagt auch, dass er schon in dieser Hinsicht mit dem Präsidenten diskutiert hätte, um eine politische Lösung herauszufinden, welche in gebührendem Maße die Parlamentarier der Tamilischen Nationalen Allianz mit einbezieht.

Wickramasinghe sagte, dass Singh einige Information von ihm über die neuere Situation in Sri Lanka wollte. Er gab sie ihm und hatte Diskussionen, bei denen es darum ging, die indisch-srilankanischen Beziehungen zu verbessern.

Ranil Wickramasinghe betonte, die Regierung solle sich sofort um die Leute kümmern, welche im Krieg vertrieben worden sind.

Die All-Pateien-Repräsentanten-Konferenz (APRC) hatte sich über zwei Jahre lang zu gemeinsamen Überlegungen getroffen, aber die von Ranil Wickramasinghe geführte Vereinte Nationale Partei (UNP) hatte sich davon im letzten Jahr zurückgezogen.

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Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion:

Bereits nach zwei (!) Sitzungen hat die TNA von sich aus die APRC freiwillig verlassen mit der Begründung, es sei „kein ehrlicher Versuch ein Lösung zu finden“. Trotz mehrfacher Aufrufe von Präsident Rajapaksa an der APRC teilzunehmen, hat sich die TNA bis heute von diese Sitzungen ferngehalten. Allgemein gilt die TNA als verlängerter Arm der LTTE-Terroristen in Sri Lanka. In letzter Zeit halten TNA und UNP engen Kontakt.

Colombo – Die srilankischen Streitkräfte haben am Mittwoch nach eigenen Angaben nach tagelangen heftigen Kämpfe die Außenbezirke der Rebellenhochburg Kilinochchi erreicht. Die Kämpfer der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) flüchteten aus der Stadt, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Keheliya Rambukwella. Es scheine, als ob die Rebellen ihre De-facto-Hauptstadt aufgeben. Kilinochchi werde wohl bald eingenommen werden. Der Verlust der Stadt wäre ein schwerer Rückschlag für die LTTE, die sich seit Monaten heftigen Angriffen der Regierungstruppen ausgesetzt sieht.

Übersetzt aus der srilankischen Webzeitung „Lanka Page“ vom 19. November 2008

Colombo - Gestern hat die Zentralbank von Sri Lanka angekündigt, dass sie das Guthaben der Tamilischen Rehabilitierungsorganisation (TRO), einer bekannten, der LTTE unter dem Deckmantel der Wohltätigkeit als Geldeintreiber dienenden Organisation konfisziert hat. Die Bank sagte, dass eine Summe von 71 Millionen Rupien TRO Geld vom Staat eingezogen wurde.

Die srilankanische Regieurng hat schon die Guthaben der TRO im August 2006 unter dem Gesetz zur Information über Finanztransaktionen und dem Gesetz zur Übereinkunft über die Unterdrückung der Finanzierung von Terroristen eingefroren.

Die Regierung hat die Beschuldigungen ausgesprochen, dass das von der TRO empfangene und von verschiedenen Spendern für humanitäre Projekte eingesammelte Geld hauptsächlich zum Finanzieren von terroristischen Aktivitäten benutzt wurde. Dies stellten polizeiliche Berichte fest.

Die Zentralband warnte das Publikum, keine finanzielle Transaktionen oder irgendwelche anderen Verbindungen mit der TRO aufrechtzuerhalten. Es gäbe da noch Untersuchungen, um weiteres Kapital und weitere Konten, die der TRO gehören, aufzuspüren. Verbindung mit bzw. Unterstützung von einer verbotenen Organisation ist ein kriminelles Vergehen.

Das Schatzamt der Vereinigten Staaten hat die TRO im November 2007 als ein Netzwerk, das Terror unterstützt, bezeichnet und die von der TRO und ihren Gestaltern auf US Gebiet unterhaltenen Konten eingefroren. Das Schatzamt hat formell den Bürgern der USA verboten, Transaktionen mit der TRO und ihren Mitgliedern durchzuführen.

2005 hat die britische Wohltätigkeitskommission den Status der TRO als wohltätige Organisation in Großbritannien aufgehoben und gesagte, dass die TRO nicht fähig gewesen sei, die korrekte Verwendung der Spenden nachzuweisen.

Übersetzt aus dem Sri Lanka Guardian vom 17. November 2008

London – Die Zweigorganisation der LTTE, das Aushängeschild „Britisches Tamilisches Forum“ (BTF), die UKTSU (UK Tamilische Studentenorganisation) wurde abrupt abgebrochen, während ihre Veranstaltung “Westliches Thaalam 2008” zum Spendensammeln ablief. Die Veranstaltung wurde am 15. November 2008 (Samstag) im Harrow Freizeitzentrum abgehalten.

Die UKTSU nennt sich eine Schirmorganisation für alle tamilischen und srilankischen Universitätsgesellschaften in Großbritannien. Eine in diesen Kreisen umläufige Textbotschaft behauptete: “Wir sind eine registrierte Wohltätigkeitsveranstaltung und Sie sollten nicht vergessen, dass das bei dieser Veranstaltung gesammelte Geld Mittel und Bildungsgelegenheiten für jene Bedürftigen Daheim bereitstellen wird.“ An der Tür wurden Eintrittskarten für 10 Pfund pro Person und 20 Pfund pro Familie verkauft. Studenten konnten verbilligte Eintrittskarten für 7 Pfund kaufen, wenn sie diese durch ihre Kontakte bereits vorher bestellten.

Der Saal war voll und insgesamt erschienen ungefähr 2000 Personen. Das Programm begann. Die Lichter im Saal wurden ausgedreht, damit die Leute die Veranstaltung im Bühnenlicht sehen konnten.

Als die Programme nach der Pause wieder begannen, gab es plötzlich ein lautes Geschrei und viele klappbare Metallstühle flogen in der Gegend herum. Es gab Verletzte in dem Saal und die Leute hatten Angst und kreischten und weinten.

Der Rat gebrauchte Rausschmeißer, und Polizisten mussten eingreifen, bis wieder Ruhe einkehrte. Die Organisatoren konnten das Musikprogramm wieder aufnehmen. Während es eine halbe Stunde lang ablief, wurde plötzlich auf Rat der Polizei hin eine Ankündigung gemacht, die Veranstaltung zu beenden. Alle wurden zum Gehen aufgefordert.

Nach lokalen Quellen wurden die Straßen, welche zum Saal führten, von der Polizei bis Mitternacht abgeriegelt. Ein Besucher der Veranstaltung sagte, dass eine Anzahl von Verletzten im Saal behandelt oder ins Krankenhaus gebracht wurde. Die Quelle sagte auch, dass drei Jugendliche verhaftet und von der Polizei abgeführt wurden.

Weitere Nachfragen enthüllten, dass sich auch die gewalttätigen tamilischen Gangster in die Gruppe gemischt hatten und dass es einen Wortwechsel zwischen ihnen und den Universitätsstudenten gab. Die Quelle sagte, dass die Gangster nicht sehr vertrauenserweckend aussahen und Hosen trugen, die tief in der Taille hingen. Sie schienen sehr merkwürdig mit ihren nicht professionellen Haarschnitten und einige von ihnen trugen Ohrringe. Ein Universitätsstudent sagte aber, dass auch einige Studenten so aussehen und dass er keinen Unterschied zwischen den Gangstern und den Studenten sehen konnte.

Übersetzt aus der srilankischen Wochenendzeitung “Sunday Times” vom 16. November 2008

erneuter Appell an Indien

V. Anandasangaree: erneuter Appell an Indien

Der Präsident der Vereinigten Tamilischen Befreiungsfront (TULF) V. Anandasangaree sagte, dass die Zentralregierung von Indien und die Staatsregierung von Tamil Nadu jetzt zusammenkommen sollten und die Leute, welche in den Gebieten, die unter der Kontrolle der LTTE stehen, gefangen sind, befreien und ihnen erlauben sollten, in die Gebiete umzuziehen, in denen 80 % der Tamilen leben.

Er sagte, dass die Zentralregierung und die Staatsregierung gemeinsam zustimmen sollten, die srilankanische Regierung zu überzeugen, dass sie Macht an Provinzräte abgibt, ähnlich wie es bei den verschiedenen Staaten innerhalb Indiens geschehen ist.

In einer letzte Woche herausgegebenen Erklärung sagte V. Anandasangaree, dass dies die einzige Art wäre, in der Frieden nach Sri Lanka gebracht werden könne. Er sagte auch, dass die Resolutionen, welche einstimmig die Versammlung von Tamil Nadu passiert haben und welche von der Zentralregierung verlangen, Druck auf die srilankanische Regierung auszuüben, den Krieg sofort anzuhalten und Gespräche mit der LTTE zu beginnen, „schockierend und völlig inakzeptabel“ sind – und das sogar für die Tamilen von Sri Lanka.

Er sagte weiter: “Sehr bald werden jene, welche diese Resolutionen unterstützt haben, zutiefst bereuen, dass sie von einer Handvoll Extremisten, welche nichts über das srilankanische ethnische Problem wissen und nur nach Hörensagen handeln, in die Irre geführt wurden.” Er fügte hinzu, dass die besagte Resolution, welche die Versammlung passiert hat, nicht das Problem beheben, sondern es im Gegenteil noch verschlimmern werde.

Er sagte, dass selbst wenn Indiens Eingreifen gerechtfertigt wäre, dann kann dies nur in ratgebender Funktion erfolgen, ohne dass man Indien beschuldigen könnte, sich in die Souveränität der srilankanischen Nation einzumischen.

Er fügte hinzu: “Indien mit seinem großen Spionagenetzwerk braucht nicht gesagt werden, was in Sri Lanka geschieht. Darum sollte man verstehen, dass die Antwort der indischen Regierung auf die verschiedenen Vorhaltungen erst den eigenen Beobachtungen der Regierung unterworfen wird.“

Anandasangaree kritisierte auch die Rolle des Tamilischen Nationalen Allianzführers, der geklagt hatte, dass er über die Art, wie Indien das Problem handhabte (indem nämlich Indien nur Nahrung für die vertriebene tamilischen Leute geschickt hatte), enttäuscht wäre.

Er fügte hinzu: “Es gibt keinen Zweifel, dass sowohl in den von der Regierung kontrollierten Gebieten, als auch in den von der LTTE kontrollierten Gebieten eine Menge Menschenrechtsverletzungen stattfinden. Die TNA Führer sollten der Welt sagen, in welchem Ausmaß die LTTE in solchen Gebieten in die Verletzungen involviert ist, ohne jedoch ganz und gar die Regierung oder auch irgendeine paramilitärische Gruppe zu beschuldigen. Sie äußern nicht ein Wort über die Menschenrechtsverletzungen in den von der LTTE gehaltenen Gebieten.“ Hr. Anandasangaree sagte, dass ein neues Problem aufgetaucht wäre. Dies wäre die Forderung der Regierung von Tamil Nadu, dass 2000 Tonnen Hilfsmittel an die in den Gebieten umgesiedelten Leuten von der ICRC unter der Oberaufsicht der Beamten der indischen Botschaft verteilt werden sollten.

Er sagte: “Die Zentralregierung muss dem Verlangen der Regierung von Tamil Nadu nachkommen und von der gewöhnlichen Praxis, die unter ähnlichen Umständen in der Vergangenheit durchgeführt worden war, abweichen.”

V. Anandasangaree beschuldigte offen die TNA: “Die TNA Parlamentsmitglieder haben ihre Pflicht verletzt, der Regierung von Tamil Nadu zu sagen, dass es in all diesen Jahren, für mehr als ein Vierteljahrhundert die srilankanische Regierung war, welche die LTTE Führer, ihre Familien, ihre Kader-Gruppen und die Leute in den von der LTTE gehaltenen Gebieten durchgefüttert hat.“ Er sagte, dass sie ehrlich genug sein sollten, Tamil Nadu zu erzählen, dass, wenn auch immer frischer Vorrat im Wanni ankam, die LTTE alles, was sie wollte, nahm und auch ihren Vorrat mit dem neu Hinzugekommenen wiederaufgefüllt hatte und nur das, was übrig blieb, an die Leute weitergegeben hatte.

Übersetzt von einem Reuters Pressemeldung vom 13. November 2008

Sri Lanka kann LTTE besiegen!

Karuna: Sri Lanka kann LTTE besiegen!

Ein Gesetzgeber, welcher für mehr als zwei Jahrzehnte mit den Guerillas gekämpft hatte, sagte am Donnerstag, dass Sri Lankas politischer Wille und militärische Planung die Tamil Tiger Rebellen besiegen wird.

Im letzten Monat verwandelte sich der Ex-Tiger Kommandeur Vinayagamoorthi Muralitharan von einem erbarmungslosen Guerilla zu einem Parlamentarier und de facto Sprecher für Präsident Mahinda Rajapaksas Plan, Macht an die tamilische Minderheit zu übertragen.

Erst vor vier Monaten wurde der Mann, der am weitesten bekannt ist unter seinem Kriegsnamen Colonel Karuna Amman, aus einem britischen Gefängnis entlassen. Er saß wegen Beschuldigungen des Passbetrugs und entkam knapp der Verfolgung wegen Kriegsverbrechen, die er in seinen Jahren als der Top Schlachtfeld-Kommandant der Tiger begangen hatte.

Jetzt erscheint er in örtlichen Zeitungen und Zeitschriften, geschmückt mit schrillen Anzügen, breit grinsend und darauf beharrend, dass er Murali genannt werden will. Das war sein Name in seiner Schulzeit.

In einem Interview mit Reuters in einem sicheren Haus in der Hauptstadt Colombo, umgeben von Elitearmee-Kommandotruppen, sagte Muralitharan, dass seine früheren Kameraden und sein einstiger Mentor, der LTTE Anführer Vellupillai Prabhakaran nahe an der Niederlage sind.

Muralitharan, auch als Colonel Karuna bekannt, erzählte Reuters in einem Interview: „Er hat keine Zukunft. Er ist ein totalitärer Politiker. Er hat sich nie von dieser Politik abgewandt. Er denkt wie ein Herzog, wie ein König. Er hat nie irgendeine andere Idee akzeptiert.“

Seit 1983 hat Prabhakaran die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) in ihrem Kampf um einen separaten Staat für Sri Lankas Minderheitstamilen angeführt, welche sich beklagen, von den seit der Unabhängigkeit von Großbritannien 1948 von der singhalesischen ethnischen Mehrheit geleiteten Regierungen an den Rand gedrängt zu werden.

Von 1983 bis 2004 war Muralitharan einer von Prabhakarans nächsten Stellvertretern. Die meiste Zeit hatte er 6.000 Kämpfer im östlichen Kommando der LTTE angeführt. Er war bei der am meisten in der Schlacht abgehärteten und effektivsten der gefürchteten Guerilla-Organisationen.

Aber 2004 trennte er sich von Prabhakaran und nahm seine Kämpfer mit auf die Seite der Regierung. Er gründete die Tamilische Makkal Viduthalai Pulikal (TMVP) Partei und steht an der Spitze der Liste mit den Namen von Leuten, welche die Tiger töten wollen.

Ein guter Plan

Die LTTE Politik verlangt für Abtrünnige den Tod und die Regierung geht, was seine Sicherheit betrifft, keine Risiken ein. Der Strom ging während des Interview aus und als Muralitharan einen Reporter hinaus in den Garten begleitete, wo er warten sollte, bis der Strom wiederkam, eilten ein Dutzend Soldaten herbei, um die Positionen um den Hof zu bewachen. Wenigstens vier von ihnen sammelten sich um ihn, als Stühle zum Sitzen herangebracht wurden.

Muralitharan glaubt, dass dieses Mal der Schlüssel zum Erfolg der Armee auf dem Schlachtfeld die Macht gewesen ist, welche dem Militär gewährt wurde.

Er sagte: “Alle Pläne wurden zu der Zeit von politischen Führern gemacht. Die Armee hatte keinen Einfluss. Jetzt hat unser Präsident ihr eine Menge Macht gegeben und zur gleichen Zeit hat der Sekretär für Verteidigung Gotabaya Rajapaksa einen sehr guten Plan.“

Rajapaksa, der Bruder des Präsidenten, hat eine Karriere als Offizier beim Militär gemacht und hatte sich der LTTE im Kampf gegenübergesehen. Er kämpfte dabei mit dem gegenwärtigen Armeekommandanten, den Generalleutnant Sarath Fonseka, an seiner Flanke.

Er sagte: “Dieser Plan wurde sehr gut von Sarath Fonseka ergänzt. Darum haben sie jetzt mehr Erfolg an der Kampffront. Sie haben eine Menge Gebiete eingenommen. In jeder Minute können sie Kilinochchi einnehmen.“

Dies ist die de facto Hauptstadt der LTTE und ein strategisches und symbolisches Ziel für die Regierung von Rajapaksa, welche im Januar einen seit 2002 andauernden Waffenstillstand über Bord warf und erklärte, sie würde ein für allemal die Rebellen zerstören. Wie die meisten Analytiker sagen, ist Muralitharan einer der hauptsächlichen Gründe für den Fortschritt des Militärs gewesen, da seine Kämpfer der Armee halfen, 2007 schnell große von Rebellen gehaltene Gebiete im Osten einzunehmen. Seit der Zeit hat die Armee viel von dem von den Rebellen gehaltenen Norden wieder eingenommen.

Sein Lohn dafür war ein Parlamentssitz, nachdem seine TMVP die östlichen Provinzwahlen im Mai gewonnen hatte. Menschenrechtsgruppen haben jedoch seine Ernennung kritisiert.

Rajapaksa hat einem ähnlichen Dezentralisierungsplan für den Norden das Wort gereden, nachdem erst einmal die LTTE besiegt worden ist.

Muralithan besteht darauf, dass er dem Militär keine Ratschläge erteilt. „Sie besonders brauchen nicht meinen Rat.“ Aber sein zutiefst strategisches Denken ist sehr offenkundig.

Aus dem Gedächtnis zeichnete er schnell eine Karte der Kriegszone und ihrer Straßen auf den Notizblock eines Reporters und erklärte, wie die Armee die Tiger aus Kilinochchi herausfegen und sie im östlichen Hafen von Mullaitivu in die Enge treiben würde. Er lehnte es ab, einen Zeitplan vorherzusagen.

Er sagte: “Niemand kann irgendeine Frist für den Krieg aufstellen.”

Übersetzt aus dem Sri Lanka Guardian vom 13. Nov. 2008

“Die Leute in Tamil Nadu können nicht eine Organisation unterstützen, welche von 31 Ländern, einschließlich Indien, den Vereinigten Staaten, Kanada, Großbritannien und 27 Mitgliedern der Europäischen Union zu einer terroristischen Gruppe erklärt wurde.” 

von G. Parthasarathy 

Eine der Hauptlektionen, welche die Manmohan Singh Regierung kürzlich gelernt hat, ist, dass die warme und freundliche Delhi-Colombo Beziehung von der Dynamik der Colombo-Chennai Gleichungen nicht unbeeinflusst bleiben kann. Es ist bezeichnend, dass einige von Sri Lankas scharfsinnigsten Beamten als Colombos Vize-Hochkommissar in Chennai ernannt worden sind.

Wenn sich die Leute im Punjab darüber aufregen, dass die Sikh Kinder in Frankreich in Schulen keine Turbane tragen dürfen, dann ist es auch unrealistisch zu erwarten, dass die Beziehungen zu Sri Lanka glatt laufen, wenn Tamilen in Sri Lanka, die starke familiäre, gefühlsmäßige und kulturelle Verbindungen zu ihren Mit-Tamilen in Indien haben, als Leidende oder Verfolgte wahrgenommen werden. Neu Delhi selbst hat in der Vergangenheit Verbindungen zu einigen tamilischen Führern und politischen Parteien aufrechterhalten, sogar zu militanten Organisationen in Sri Lanka.

Die Haltung in Tamil Nadu zur LTTE änderte sich, als die LTTE 1987 einen Konflikt mit der indischen Friedenstruppe in Sri Lanka provozierte und danach im Mai 1991 die brutale Ermordung des früheren Premierministers Rajiv Gandhi einfädelte.

In Hr. Karunanidhis dritter Amtszeit als hauptsächlicher Minister wurde der LTTE freie Hand gegeben, um Häfen in Tamil Nadu zu betreten und sich dort niederzulassen. Aber was nicht sehr bekannt ist, ist, dass Hr. Karunanidhi seit die IPKF gezwungen war, gegen die LTTE in Sri Lanka vorzugehen, einer der stärksten Kritiker der LTTE wegen deren Rolle bei der Ermordung seines Schützlings war. Sein Schützling war Seeri Sabarathinam, der Gründer und Führer des Rivalen der LTTE, der Tamil Eelam Befreiungsorganisation.

Die LTTE und ihr Führer Velupillai Prabhakaran waren tatsächlich Schützlinge von Hr. Karunanidhis Erzrivalen, dem damaligen hauptsächlichen Minister MG Ramachandran. MGR ärgerte sich jedoch über Prabhakarans Verstocktheit, und als ich ihn 1987 traf, während er sich in Baltimore erholte, brachte er – auf Anweisung des Premierministers hin – sein Verständnis für Rajiv Gandhis Zwänge, die IPKF Aktion anzuordnen, zum Ausdruck.

Neu Delhi hätte die wachsende Unruhe in Tamil Nadu voraussehen können, wo die LTTE immer noch eine effektive Propagandamaschinerie unterhält, als sich die srilankanische Armee darauf vorbereitete, gegen die letzte Festung der LTTE in Killinochchi, in der Nördlichen Provinz der Insel, scharf vorzugehen. Während die LTTE unschuldige Tamilen als menschliche Schutzschilde benutzt, bleibt es eine Tatsache, dass seit 2005, als der ethnische Konflikt eskalierte, 20.000 Tamilen als Flüchtlinge nach Indien gegangen sind und ungefähr 500.000 im Landesinneren verschickt wurden.

Die Europäische Union hat ihre Betroffenheit wegen dieser Entwicklungen ausgedrückt. Aber was Neu Delhi leider nicht getan hat, das ist, den Leuten in Indien zu erklären, dass sie einerseits mit den im Konflikt gefangenen Zivilisten sympathisiert, andererseits aber auch anerkennt, dass die LTTE und besonders ihr Führer Prabhakaran keine Hemmungen hat, mit Bedacht Zivilisten als menschliche Schutzschilde zu gebrauchen, und dass mit dem Abfall ihres Schlüsselkommandanten des Militärs Karuna in der Östlichen Provinz die LTTE intern, ebenso wie extern isoliert ist.

Die Leute in Tamil Nadu können keine Organisation unterstützen, die von 31 Ländern, einschließlich Indien, den Vereinigten Staaten, Kanada, Großbritannien und 27 Mitgliedern der Europäischen Union als terroristische Gruppe bezeichnet wird. Prabhakaran ist für die Ermordung eines Präsidenten (Ranasinghe Premadasa), eines Premierministers (Rajiv Gandhi), neun srilankanischen Ministern – einschließlich des bekanntesten Tamilen der Insel, des früheren Außenministers Lakshman Kadirgamar, und achtzehn bekannten tamilischen politischen und parlamentarischen Führern verantwortlich. Darin eingeschlossen sind populäre Gestalten, welche Prabhakaran innerhalb der tamilischen Gemeinschaft hätten herausfordern können, wie den TULF Präsidenten Appapilai Amirthalingam, Sam Thambimutu und den Menschenrechtsaktivisten Neelan Tiruchrelvam.

Prabhakaran begann seine Karriere, indem er den tamilischen Bürgermeister von Jaffna, Alfred Duraiappan, im Juli 1985 ermordete. Ein wichtiger grund, warum das indo-srilankanische Abkommen von 1987 nicht in Kraft gesetzt werden konnte, ist Prabhakarans Weigerung, irgendeinem anderen als jenen, die er in der Interims-Verwaltung haben wollte, irgendeine Rolle zuzugestehen. Diese Vorgehensweise wurde von MGR missbilligt. Als die DMK Regierung der LTTE einige Bewegungsfreiheit in Tamil Nadu gab, antwortete Prabhakaran darauf, indem er Padmanabha ermordete, den Generalsekretär der EPRL in Chennai, welche sein Rivale war – eine Handlung, die dazu führte, dass der EPRLF Führer Perumal in Indien um politisches Asyl bat. Die Manmohan Singh Regierung versagte darin, dass sie nicht diese Streitpunkte hervorhob, während sie in Tamil Nadu öffentliche Unterstützung suchte.

Der Patriarch der DMK, dessen Partei nach Rajiv Gandhis Ermordung vernichtend geschlagen wurde, und der die UPA zu einem widerhallenden Sieg in Tamil Nadu (wobei sie bei den Wahlen von 2004 40 Sitze gewann) führte, signalisierte, dass er zwar die Exzesse der LTTE zur Kenntnis nahm, dass er aber von Neu Delhi wollte, dass es keine Anstrengung ausließ, um das Töten von unschuldigen Zivilisten in Sri Lanka zu beenden. Es ist interessant, dass die Oppositionsführerin J. Jayalalithaa in Tamil Nadu auch schwört, die Interessen der Tamilen in Sri Lanka zu schützen, dass sie aber in ihren vergangenen Handlungen gezeigt hat, dass sie sich sehr bewusst ist, dass es größere nationale Interessen gibt, die einen Vorrang haben und weswegen man hart mit der LTTE umgehen muss.

Unglücklicherweise scheinen einflussreiche Teile der Führerschaft in Sri Lanka zu glauben, dass sie – nun, da sich die LTTE zurückzieht – die Frage der Garantie eines Lebens in Würde, Gleichheit und Ehre für die tamilische Bevölkerung ignorieren kann. Neu Delhi muss sowohl die srilankanische Regieurng als auch die öffentliche Meinung in Tamil Nadu überzeugen, dass es einerseits entschlossen ist, die srilankanische Regierung bei dem Bekämpfen des psychopathischen Prabhakaran zu unterstützen, dass es andererseits aber ein baldiges Inkrafttreten des 13. Zusatzartikels der srilankanischen Verfassung erwartet. Dieser Zusatzartikel garantiert die Machtübertragung an die Nördlichen und Östlichen Provinzen von Sri Lanka. Neu Delhi drängt auch darauf, dass die Maßnahmen, die 1997 der frühere Präsident Kumartunga wegen der Streitfrage vorschlug, in Betracht gezogen werden sollten.

Da die hauptsächlichen Spender von Hilfe – wie die USA, die EU und Japan – ähnliche Ansichten haben, sollte es nicht schwierig sein, eine internationale Übereinstimmung nach diesen Richtlinien zustande zu bringen. Überdies hat man sich nun, da mit Sri Lanka ein Übereinkommen hinsichtlich des ärgerlichen Streitpunktes der Fischer von Tamil Nadu, welche die internationale Meeresgrenze überqueren, erreicht wurde, einem hauptsächlichen Streitpunkt, der fast täglich im Staat Wellen des Ärgers erzeugte, anscheinend zugewandt.

Übersetzt aus dem Sri Lanka Guardian vom 13. Nov. 2008

Dr. Swamy sagte, dass Indien nicht möchte, dass Flüchtlinge aus Sri Lanka nach Indien strömen, und dass Indien darum daran interessiert ist, eine Lösung für das srilankanische Problem zu finden. Er sagte, dass Indien Sri Lanka beobachten und die Regierung drängen wird, weiterzumachen und Macht an die Tamilen abzugeben

Dr. Swamy sagte, dass Indien nicht möchte, dass Flüchtlinge aus Sri Lanka nach Indien strömen, und dass Indien darum daran interessiert ist, eine Lösung für das srilankanische Problem zu finden. Er sagte, dass Indien Sri Lanka beobachten und die Regierung drängen wird, weiterzumachen und Macht an die Tamilen abzugeben

 Scarborough – Von der kanadischen Demokratischen Tamilischen Kulturellen Assoziation in Scarborough wurde am 11. November im Centennial College Studenten Zentrum in der Haupthalle ein Treffen organisiert. Der Sprecher war der Führer der Janatha Partei, ein sehr redegewandter Mann und der früherer indischer Justizminister; Dr. Subramanian Swamy.

Dr. Swamy sprach über das Thema “Südasiatische Diaspora”. Er sprach sehr klar. Er sagte, dass es keinen ethnischen Konflikt in Sri Lanka gäbe, sondern nur einen sprachlichen Unterschied, und dass man die Sprachen versöhnen könnte. Er sagte auch, dass es Ähnlichkeiten zwischen den singhalesischen und tamilischen Worten gäbe und sogar zwischen den Hauptreligionen Buddhismus und Hinduismus. Von daher könnte es nur eine Lösung für das gegenwärtige Problem in Sri Lanka geben, wenn die Mehrheit akzeptiert, dass es Beschwerden für die Minderheit gäbe, und wenn die Mehrheit bereit wäre, Macht abzugeben.

Dr. Swamy sagte, dass Indien keinen separaten Staat von Tamil Eelam in Sri Lanka unterstützt. Indien respektiert Sri Lankas Souveränität. Indien betrachtet die LTTE als eine terroristische Organisation; darum wird Indien die LTTE nicht retten oder die srilankanische Regierung daran hindern, militärisch den LTTE Terrorismus zu stoppen. Indien stellt es sehr klar, dass die LTTE nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems ist.

Die LTTE könne kein Teil der Verwaltung in Sri Lanka sein. Die LTTE hat die tamilischen Führer wie Amirthalinagam, Neelan Thiruchelvam, Yogeswaran, Fr. Yogeswaran und viele andere Tamilen getötet, Männer, deren Fehler es war, die LTTE nicht als einzige Vertretung der Tamilen akzeptierten. Es gibt keinen Pluralismus innerhalb der LTTE;  von daher kann die LTTE nicht die Lösung des Tamilenproblems sein. Aber die Singhalesen müssen erkennen, dass die Tamilen berechtigte Beschwerden haben und dass die srilankanische Regierung diese Beschwerden innerhalb einer föderalen Einrichtung angehen sollte.

Swamy sagte weiter, dass Sri Lanka alle Pakte in der Vergangenheit wiederholt gebrochen habe. Der Chelva-Banda Pakt wurde gebrochen und sogar der Indo-Lanka Pakt wurde gebrochen. Präsident Jayawardena unterschrieb den Indo-Sri Lanka Pakt und die IPKF wurde nach Sri Lanka geschickt. Der gleiche Jeyawardena unterschrieb dann einen anderen Pakt mit der LTTE und gab der LTTE Geld und Waffen, um die IPKF zu bekämpfen.

Obwohl der Norden und Osten von Sri Lanka eine tamilische Provinz war, welche sich zugunsten der Tamilen neigte, und obwohl ein tamilischer Oberminister gewählt worden war, entschloss sich die LTTE, die IPKF zu bekämpfen, weil sie den damaligen Oberminister nicht mochte. Obwohl die vergangenen Präsidenten von Sri Lanka nicht viel getan hatten, um bei den tamilischen Beschwerden Abhilfe zu schaffen, hat jetzt der gegenwärtige Präsident von Sri Lanka, Mahinda Rajapakse, einige positive Schritte unternommen, um die Macht im Osten abzugeben, und Indien möchte, dass er damit weitermacht und sie ganz übergibt.

Die Macht, welche dem obersten Minister im Osten gegeben wird, ist nicht genug. Die Östliche Provinz sollte ihre eigenen Angelegenheiten selbstständig regeln können. Während das LTTE Problem durch das Dezimieren der LTTE gelöst wird, muss auch die Macht gemäß den APRC Vorschlägen den Tamilen gegeben werden, und Indien wird die srilankanische Regierung drängen, dies zu tun. Wenn dies nicht geschieht, dann werden die Tamilen der srilankanischen Regierung nicht vertrauen.

Swamy sagte, dass die srilankanische Regierung irgendwo beginnen müsse, und dass der 13. Zusatzartikel ein guter Beginn wäre. „Jetzt sind die Tamilen voller Furcht, aber wenn die Macht an die Tamilen übergeben würde, dann würden sie die Regierung unterstützen und die LTTE könnte ganz schnell besiegt werden. „ Die LTTE aber könne dazu gedrängt werden, sich im Dschungel zu verstecken.

Die Singhalesen brauchen nicht zu fürchten, dass die Abgabe von Macht zu einer Trennung führen könnte, weil es den Paragraphen 356 gibt. Darin steht, dass, wenn die Zentralregierung fühlt, dass ein föderaler Teilstaat gegen das nationale Interesse handelt, sie dann mit allen Methoden den föderalen Teilstaat absetzen könnte. 1991 – als er der Justizminister war – wurde die Regierung von Tamil Nadu gemäß dieses Paragraphen von der Zentralregierung abgesetzt, weil sie Verbindungen zur LTTE unterhielt, was gegen das Interesse von Indien war.

Swamy sagte weiter, dass ganz Indien gerne Prabakaran vor Gericht gebracht sehen möchte, und dass  ganz Indien darin einmütig ist. Prabhakaran hat Indiens jungen Führer Rajiv Gandhi auf indischem Boden ermorden lassen. Die LTTE liefert Geld und Waffen an indischen Terroristengruppen. Die LTTE schmuggelt Drogen nach Tamil Nadu. Von daher wird niemand in Indien die LTTE unterstützen. Sogar die Politiker in Tamil Nadu unterstützen die LTTE nicht offen. Sie werden nur sagen, dass sie die Tamilen unterstützen. So sollte die Diaspora nicht fühlen, dass es in Tamil Nadu eine Unterstützung für die LTTE gibt. Swamy betonte, dass nur eine Handvoll Pro-LTTE Elemente in Tamil Naduden politischen  Lärm veranstalteten.

Dr. Swamy sagte, dass Indien von dem srilankanischen Lebensqualitäts-Index beeindruckt sei. Dieser Index lässt sich mit dem westlicher Länder vergleichen, und das, obwohl dort Krieg ist. Er sagte, wenn es es keinen Krieg gäbe, dann wäre Sri Lanka eines der besten Länder in der Welt. Er sagte auch, dass viele Inder Sri Lanka, das eine reiche Geschichte und ein reiches Erbe hat, besuchen wollten. Es gibt ungefähr 37 interessante Plätze aus dem Ramayana-Epos in Sri Lanka. So hatten ihn viele indische Hindus gefragt, ob sie als Touristen nach Sri Lanka reisen könnten, um dessen Sehenswürdigkeiten zu besichtigen.

Während der Fragezeit nach seiner Rede wurde Dr. Swamy gefragt, ob Indien sich an den Tamilen rächen würde, weil ihr Premierminister Rajiv Gandhi getötet wurde. Er sagte, dass dies keine Rache wäre, sondern eine Lektion für jeden, dass keine ausländische Terroristengruppe Bedingungen diktieren oder einen unserer Führer für eine Politik, die das indische Parlament gebilligt hatte, bestrafen kann. Überdies sagte er, dass sich Indien verraten vorkam, als sich der frühere Präsident Jeyawardena und die LTTE gegen Indien wendeten, während nur die IPKF dorthin ging, nachdem der Pakt von Jeyawardena unterschrieben worden war.

Als nächstes wurde er über den Genozid in Sri Lanka befragt. Dr. Swamy verneinte und betonte, dass es in Sri Lanka einen Genozid gäbe. Er sagte, dass dieser Ausdruck von interessierten Partisanen hin und her geworfen würde, und dass er keinerlei Wahrheit beinhalten würde. Er sagte auch, dass er in das Lexikon der Menschenrechte geschaut hätte, und dass nach dem Lexikon ein Genozid ein systematisches Töten von Tamilen in Sri Lanka bedeuten würde, was eben nicht in Sri Lanka geschieht. Er sagte, ja, unschuldige Zivilisten werden getötet, aber das passiert nun einmal, wenn Krieg ist.

Unschuldige Zivilisten werden auch in Kaschmir getötet. Aber nachdem die Behörden von diesen Fällen erfahren haben, haben sie, wie er sagte, sofort gehandelt. Er sagte auch, dass er zwei sehr gute Menschenrechtsorganisationen gebeten hatte, nach Sri Lanka zu reisen und zu sehen, ob es dort einen Genozid gäbe. Die Antwort, die er von beiden Organisationen erhielt, war: „Wir brauchen dort nicht hinzufahren, es gibt keinen Genozid in Sri Lanka.“ Darum gibt es keinen Genozid in Sri Lanka.

Eine andere Frage war, dass Vinayagamoorhty Muralitharan Teil der gegenwärtigen Regierung in Sri Lanka wäre und dass er ein LTTE Mitglied ist. Swamy hatte in seiner Rede erwähnt, dass die LTTE kein Teil der Lösung oder der Verwaltung in Sri Lanka sein könnte.

Dr. Swamy sagte, ja, solange sie in der LTTE sind, könnten sie nicht in der Verwaltung des Landes sein, aber wenn sie erst einmal die Organisation verlassen haben und erkennen, dass sie falsch war, dann sollten sie von der Mehrheit akzeptiert und ihnen sollte vergeben werden. Sie sollten noch eine Chance bekommen, sich zu beweisen. Aber sie werden überwacht werden, um zu sehen, ob sie ihre Entscheidung ernst meinen. Wir hatten eine Person aus dem Gefängnis und einen Terroristenanführer, welche sich geändert hatten und in Indien hauptsächliche Staatsminister wurden.

Schließlich sagte Dr. Swamy, dass die Diaspora Tamilen viele demokratische Organisationen bilden sollten und Leute wie ihn holen sollten, um zur Diaspora zu sprechen und sie über die Tatsachen und die wirkliche Situation aufzuklären. Er bat die demokratischen Kräfte darum, die LTTE herauszufordern und die Stimme zu erheben, weil die Tage der LTTE gezählt wären.

Kein Land in der Welt unterstützt die LTTE, weil sie alle wissen, dass dies in ihren Handlungen eine terroristische Gruppe ist. Sie haben auf fremdem Boden den Führer eines Landes getötet. Sie haben auf fremdem Boden Journalisten angegriffen. Sie haben brutal den Vater eines Hindu-Journalisten (Krishna Gurusamy) überfallen, als sie den Journalisten nicht finden konnten, usw. Sogar Norwegen schweigt jetzt. Keine Reisen mehr ins Wanni und keine Treffen mit der LTTE. Er ermutigte die Demokraten, furchtlos die Stimme zu erheben. Das würde die einzige Art sein, wie man die LTTE und den Terrorismus besiegen könnte. Niemand würde es mögen, sich als LTTE zu erkennen zu geben, da dies eine terroristische Vereinigung ist, aber sie würden nur sagen, dass sie die Tamilen unterstützen. Darum, sagte er, diskutieren Sie mit den tamilischen Anhängern und besiegen Sie den Terrorismus.

Schließlich dankte der Sekretär der kanadischen Demokratischen Tamilischen Kulturellen Assoziation Dr. Subramanian für seine Ansprache an die srilankanische Diaspora und dankte auch all jenen, welche anwesend waren, um seiner Rede zu lauschen.

Übersetzt aus der Webzeitung “Lanka Truth” vom 09. November 2008 

india1Indien ist gegen das Angebot von Russland und der Tschechien, die notwendige Technologie zu liefern, damit die Slin-143-Flugzeuge der Tiger Terroristen-Organisation leichter abgeschossen werden können.

Mit dem von einem Leichtflugzeug der Terroristen auf das Kelanitissa Elektrizitätswerk durchgeführten Angriff hat die Regierung von Sri Lanka zum ersten Mal an die internationale Gemeinschaft appeliert, die notwendige Technologie bereitzustellen, um solche Flugzeuge zu zerstören. Russland und die Tschechoslowakei haben angeboten, solche Technologie zu übergeben, und außerdem werden die Slin-143 Flugzeuge, welche die Tiger Terroristen benutzen, in der Tschechien hergestellt.

Schon früher, als Russland und China ihre Bereitschaft ausdrückten, ein Luftverteidigungssystem zu liefern, hat sich Indien dem sehr widersetzt und die Regierung von Sri Lanka gezwungen, ein indisches Verteidigungssystem zu benutzen, welches den von Russland und China angebotenen weit unterlegen ist. Militärexperten sagen, dass die Luftangriffe der Tiger hätten vermieden werden können, wenn man ein technisch ausgereifteres System benutzt hätte.

Es wurde bestätigt, dass die Tiger Terroristen gegenwärtig fünf leichte Flugzeuge besitzen, und Verteidigungsexperten weisen darauf hin, dass dies in der Zukunft für die nationale Sicherheit eine ernsthafte Bedrohung darstellen würde.

Parteiprogramm der EPDP – Übersetzt aus dem Sri Lanka Guardian vom 9. November 2008

Es ist sehr unglücklich, dass es der Führerschaft der Singhalesen und der Tamilen in den vergangenen 60 Jahren nicht gelungen ist, einen Mechanismus zu entwickeln, mittels dessen die verschiedenen Gemeinschaften des Landes Macht teilen können. Als Folge davon ist Sri Lanka, welches eine Modellrolle für andere Entwicklungsländer in Hinblick auf Erziehung, Gesundheit und andere Qualitäten von Lebensindikatoren innehatte, an den Rand der Zerstörung gekommen ist.

Die vergangenen 25 Kriegsjahre im Land haben die tamilische Bevölkerung vollständig erschöpft. Der Glanz des Krieges hat seine Anziehungskraft verloren und die vorherige Leidenschaft für Gewalt hat nachgelassen. Jetzt sehnen sie sich glühend nach einer politischen Lösung, um den Krieg zu beenden.

Die Mehrheit der Tamil sprechenden Leute sind gegen die Gewalt. Das grundlegende Verlangen der Tamil sprechenden Leute ist ein vernünftiges: Sie wollen eine Lösung für die brennenden ethnischen Fragen. Die Leute sehnen sich nach einer bedeutungsvollen politischen Lösung und warten darauf. Alle Leute in Sri Lanka sehnen sich nach einem friedlichen Leben, egal welcher Rasse sie angehören.

Die Zeit ist reif, um die Basis für eine stabile politische Lösung durch politische Verhandlungen zu legen. Auch die globalen Trends zeigen, dass das Herausarbeiten von Lösungen durch nicht-gewalttätige Mittel fruchtbarer als sinnlose Gewalt sein kann. Die bitteren Erfahrungen der Vergangenheit, in der alles schief gegangen ist, haben die Nation gezwungen, die Ansicht zu akzeptieren, dass es Alternativen zu einer kompromisslosen und blutigen Politik gibt, mit welcher das Problem der Tamil sprechenden Bevölkerung gelöst werden kann.

Es ist jetzt sehr offenkundig, dass die Befreiungstiger von Tamil Eelam dadurch, dass sie das Indo-Sri Lanka Abkommen abgelehnt und seine Durchführung behindert haben, den grundlegenden Wunsch der Tamilen verraten haben.

Sogar die andere tamilische Führerschaft hat es nicht geschafft, die politischen Gelegenheiten, die für sie bereitstanden, zu gebrauchen. So haben die Tamilen viele Gelegenheiten verloren, ihre Hoffnungen zu erfüllen.

Die EPDP ist zu der demokratischen Hauptströmung zurückgekehrt und hat die Waffen aufgegeben. Sie hat jetzt die Ansicht, dass sie eine verhandelte Lösung nach dem Indo-Sri Lanka Übereinkommen finden will. Die EPDP funktioniert fundamental nach dem Prinzip, dass die Abgabe von Macht für den Norden und Osten die Grundlage für einen dauerhaften Frieden sein soll.

Wir, die EPDP, sind überzeugt, dass die ethnische Frage auf einem pragmatischen Weg angegangen werden muss und dass man sich im Wesentlichen auf Verhandlungen stützen und militärische Konfrontationen vermeiden muss. Wir wollen nicht unsere Leute auf wiederkehrende blutige Pfade schleppen.

Die vergangenen Fehler der Regierungen, welche an die Macht kamen, sollten nicht mehr wiederholt werden. In der Vergangenheit wurde zu viel Vertrauen auf das Wohlwollen der Tiger, die eine Geschichte des Sich Verdrückens vor jeder Initiative in Hinblick auf eine friedliche Lösung des ethnischen Problems haben, gelegt.

Ein anderes Problem war das Fehlen einer Übereinstimmung unter den hauptsächlichen politischen Parteien im Süden in Hinblick auf kleinliche politische Gewinne.

Die Regierungen, welche an die Macht kamen, haben immer versucht, zuerst die LTTE zu befrieden, und die Tiger haben ihrerseits diese Gelegenheiten benutzt, um sich aufzubauen, damit sie mit dem Krieg weitermachen können. Darum ist es für die jetzige Regierung notwendig, eine kühne Initiative zu ergreifen, welche die Sehnsüchte aller Srilankaner erfüllen könnte. Demokratie, Pluralismus und Menschenrechte sollten den Vorrang in jeder neuen Initiative, welche die Regierung unternimmt, haben.

Von daher möchten wir eine dreistufige Lösung präsentieren, welche den politischen Zielen der Tamil sprechenden Leuten entgegenkommen könnte.

Erstes Stadium

Beim ersten Stadium handelt es sich darum, den 13. Zusatzartikel zu erfüllen. Dieser war das Ergebnis des Indo-Sri Lanka Übereinkommens und er betrifft die Verfassung insgesamt. Der Zusatzartikel zielt darauf ab, den Nord-Östlichen Provinzrat an die demokratisch gewählten Repräsentanten des Nordens und Ostens zu übergeben. Wenn man die Macht an die gewählten Repräsentanten des Nordens und Ostens übergibt, dann wäre das der erste Schritt hin zum Erfüllen der politischen Rechte der Tamil sprechenden Leute.

Dieser Zug wird auf keine Gegenwehr treffen, da das Provinzrats-System schon von fast allen politischen Parteien akzeptiert wurde und im Süden in Kraft gesetzt wurde.

Das Provinzrats-System, welches von den gewählten Repräsentanten der Leute unterhalten wird, wird Kanäle liefern, um die täglichen Bedürfnisse und teilweise auch die politischen Wünsche der Tamil sprechenden Leute zu erfüllen. Es würde auch den besten Mechanismus dafür liefern, wie man das Leben unserer Leute, welche alles in den Zyklen des Krieges verloren haben, wieder aufbauen kann.

Zweites Stadium

Das zweite Stadium besteht darin, den 13. Zusatzartikel zu verstärken, indem man zusätzliche Macht an die Nördlichen und Östlichen Provinzräte übergibt und aus ihnen Zentren von größerer Autorität macht.

Das allmähliche Abgeben von Macht an die Regionen würde die Ängste beschwichtigen und das Vertrauen sowohl der Tamilen als auch der Singhalesen aufbauen. Es würde den Tamil sprechenden Leuten Vertrauen einflößen, dass ihre politischen Streitpunkte allmählich gelöst werden können. Dies würde auch die Singhalesen überzeugen, dass eine Abgabe von Macht nicht zur Trennung führt, sondern allen ethnischen Gemeinschaften Frieden, Harmonie, Glauben und Vertrauen bringt.

Drittes Stadium

Das dritte Stadium würde aus einer dauerhaften letzten Lösung bestehen, mit der Zustimmung aller politischer Parteien (einschließlich der LTTE), und das würde die Wünsche der Tamil sprechenden Leute erfüllen. Es würde zum dem Gewähren eines Maximums an Abgabe von Macht an die Regionen führen.

Die Gegenstände, welche mit der Abgabe der Macht geteilt werden sollen, müssen durch Konsultationen verhandelt werden und schließlich auf einem pluralistischen Konzept des Lebens und Teilhabens an einer multikulturellen Gesellschaft beruhen. Eine solche Gesellschaft sollte Gleichheit und Gerechtigkeit für alle Gemeinschaften beinhalten und in einer freien Gesellschaft funktionieren, welche die Herrschaft des Gesetzes, den Pluralismus und die Rechte aller Individuen respektiert. Darin könnten alle Individuen ihren demokratischen Willen furchtlos ausüben.

Dies ist der Umriss der politischen Programme der EPDP in Hinblick auf die lange gehegten Wünsche der Tamilen. Die EPDP glaubt, dass dieses Programm, würde es in Kraft gesetzt, die Rechte und die Würde der Tamilen wiederherstellen würde.

Wir könnten eine zufriedene und erfolgreiche Zukunft erreichen, wenn wir unsere Probleme nur mit einer pragmatischen und klaren Vision angehen würden. Es ist diese pragmatische Vision und unser Vertrauen auf eine andauernde Unterstützung unseres Volkes, die uns die Stärke gegeben hat, weiterzumachen und nicht den Drohungen nachzugeben – und das inmitten der Ermordungen unserer tapferen Soldaten, welche ihr Leben geopfert haben, um die Rechte der tamilischen Gemeinschaft zu sichern.

Möge unsere unerschütterliche Entschlossenheit helfen, die Nation aufzubauen!

Übersetzt aus dem Sri Lanka Guardian vom 13. November 2008

Von H.L.D. Mehinadpala

Nach blitzenden, exzessiven und ohrenbetäubenden Geräuschen kommt kein beruhigendes Licht. Die Versammlung von Tamil Nadu hat gestern einstimmig eine Resolution herausgegeben, in der „ein sofortiger Stopp aller militärischen Operationen, die Rückkehr des srilankanischen Militärs auf frühere Positionen und ein Beginn der politischen Verhandlungen gefordert wird, um eine Lösung für das Tamilenproblem zu finden.“ Dies war vorhersehbar.

Aber dies wirft eine Frage auf, welche sich unmittelbar auf die militärischen und politischen Grundsätze der Tamil Tiger bezieht. Sie prahlen durchweg, dass sie eine bedeutendere militärische Kraft seien, welche nicht nur die srilankanische Armee auf die Knie gezwungen hat, sondern auch die viertgrößte Armee der Welt – Indien – besiegt hat. Wenn die Tamil Tiger wirklich fähig wären, die indische Armee zu besiegen, warum ist Karunanidhi, der Hauptminister von Tamil Nadu, gerade bei der keinen Erfolg versprechenden Übung dabei, Delhi zu zwingen, die mächtige Armee von Velupillai Prabhakaran zu retten?

Entweder die Prahlerei der Tiger war eine beweisbare Tatsache, die man testen könnte: Sie müsste dann garantiert aus jedem militärischen Zusammenstoß als Sieger hervorgehen. Oder es ist wie mit den meisten ihrer Behauptungen: Eine reine Fantasie von Prabhakaran. Nebenbei, die Apologeten von Prabhakaran argumentieren, dass er nicht besiegt werden kann, weil er das tamilische Volk hinter sich hat, selbst wenn sich der Rest der Welt weigert, ihn zu unterstützen. Doch wo ist das tamilische Volk – von denen die meisten zusammen mit den dämonisierten Singhalesen leben? Warum treten sie nicht vor, um Prabhakaran zu retten?

Die gegenwärtige Realität sieht so aus, dass nur drei Vertreter von Prabhakaran, der sich in seinem verstärkten Bunker versteckt, übrig sind: 1) Karunanidhi, dessen Kurzsichtigkeit, von seiner Sonnenbrille verstärkt wird; 2) Mangala Samaraweera, der eine unnütze Schlacht geschlagen hat, um zu beweisen, dass Oscar Wilde Don Juan überlegen ist und 3) der geistig geschädigte Herausgeber des Leader, „Kassandra“ Wickrematunga, der glaubt, dass Prabhakaran zwangsweise Patienten aus den Krankenhäusern schleppt, Schulkinder von der Brust ihrer Eltern reißt und alte, schwache Männer aus ihren Ruhebetten holt, damit sie einen „Befreiungskampf“ führen können.

Für alle drei gibt es keine Hoffnung. Ihre Zukunft ist so hell wie die von Prabhakaran. Alle drei – zusammen mit ihrem Kumpa, Pakiasothy Saravanamuttu in der vom Ausland mit Geld ausgestatteten NGO – verlangen, dass die sich vorwärtsbewegenden Streitkräfte den Krieg stoppen sollten. An der Oberfläche scheint es ein vernünftiges Argument zu sein, weil sie es mit dem Argument verflechten, dass dies Tamilen aus einer humanitären Krise retten würde, obwohl diese Krise nicht so unakzeptabel ist wie die den Geist zerreißenden Krisen in Ruanda, im Kongo oder Sudan. Nebenbei ist es eigentlich ein Argument, um die srilankanischen Streitkräfte zu zwingen, 1) ihre Waffen niederzulegen und 2) auf das Territorium zurückzugehen, welches Ranil Wickremesinghe Velupillai Prabhakaran übergeben hatte (mit dem Rat und der Zustimmung der internationalen Gemeinschaft), als sie am 22. Februar 2002 das Waffenstillstandsabkommen unterzeichneten.

Das Waffenstillstandsabkommen war eine große Eröffnung für den Frieden. So wurde es von den NGOs und anderen “Gelehrten” begrüßt. Es sollte den Schutz und die Förderung der Menschenrechte aller Betroffenen sicherstellen. Aber Prabhakaran verletzte ohne Zwang und straflos 95 % der Bedingungen des Waffenstillstandsabkommens. Wo war da die Weisheit von Karunanidhi, Mangala Samaraweera (ganz und gar die Armee unterstützte) und „Kassandra“ Wickremetunga? Sind sie nur weise, wenn sie den Schwanz eingezogen haben? Sind sie nicht die chronischen Spätentwickler, welche das Morgengrauen der Wirklichkeit erst dann sehen, wenn ihre Illusionen zerbrochen sind und sich vor ihren Augen auflösen?

Ihre Forderung, den Krieg zu stoppen, ist in der Tat für die Sicherheitskräfte gleichbedeutend mit dem Niederlegen der Waffen. Ein effektives Beenden des Krieges ist gleichbedeutend mit dem Niederlegen der Waffen. Also sollte auf jede Forderung, dass die Sicherheitskräfte den Krieg anhalten sollen, die Forderung folgen, dass die Tamil Tiger ihre Waffen niederlegen sollen. Dies ist unverzichtbar, weil Täuschungsmanöver, die das Erklären von Waffenstillstand betreffen, durch die Tiger ein dauernder Witz in militärischen und politischen Kreisen, sowohl in der Heimat als auch im Ausland, ist.

Aber keiner dieser Vertreter hat gewagt, auf diese einfache Formel zu bestehen – dass nämlich die Tiger ihre Waffen niederlegen sollen. Alles in allem haben sie es einmal getan, bevor die indische Friedenstruppe in Sri Lanka erschien. Warum kann also Karunanidhi nicht jetzt darauf bestehen?

Dies ist ein Erfordernis, um den Frieden zu gewährleisten, weil die bewaffneten Tiger bei den Friedensabkommen in der Vergangenheit keine verlässlichen Partner gewesen sind. Am Ende einer Reihe falscher einseitiger Waffenstillstände, die die Tiger erklärten, und der gleichen Anzahl von einseitiger Wiederaufnahme des Krieges wird es nur einen verlässlichen Führer zum Frieden geben: Wenn die Tiger ihre Waffen niederlegen und das Außer-Dienst-Setzen unter internationaler Überwachung durchgeführt wird. Dies ist die Standardmethode für Lösungen von Konflikten bei Friedensabkommen gewesen und sie wurde von westlichen Mächten überwacht. Sri Lanka sollte keine Ausnahme sein.

Die Tamil Nadu Versammlung hat all die Neben- und Zwischentöne, welche sagen: Die Tamil Tiger sollen gerettet werden. Sie setzt die Tamilen mit den Tamil Tigern gleich. Das ist so nahe an der Realität, wie Tamil Nadu nahe an Timbuktu ist. Die Friedensversuche sind in der Vergangenheit fehlgeschlagen, weil sich die Tiger auf Waffen stützen, um ihre Verhandlungen zu unterstüzten und um den Griff nach der Macht zu festigen und zu verstärken.

Wenn es eine feste und nicht umkehrbare Lektion aus den Tiger Kriegen gibt, seitdem Prabhakaran den milden Bürgermeister von Jaffna Alfred Duraiyappah 1975 getötet hat, dann ist es die, dass weder ihr politisches Ziel, ein Eelam zu schaffen, noch ihre gewalttätigen Methoden, die zu Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen ihr eigenes tamilisches Volk führen, die Antwort für einen dauerhaften Frieden für alle Gemeinschaften in Sri Lanka sein können.

Natürlich verlangt ihre Macht, Gewalt hervorzubringen, eine Art von kurzfristigem – und auch langfristigem, beides ist möglich – Übereinkommen mit ihnen. Aber in ihrer Bindung an eine kompromisslose und gewalttätige Politik, die von reuelosem Größenwahn angetrieben wird, gibt es keine Alternative zum Krieg, um einen Regimewechsel in dem Pol Pot-artigen Gulag im Wanni zu erreichen und einen Raum für eine nicht-gewalttätige Politik zu eröffnen, um zum hauptsächlichen demokratischen Strom zurückzukehren.

Darum ist es ein Schlüssel zum Frieden, dass die Tiger ihre Waffen niederlegen. So lange Prabhakaran bewaffnet ist, wird er von seinem angeborenen Drang nach Gewalttätigkeit angetrieben werden. Diese Gewalttätigkeit zielt darauf, jedes Friedensabkommen zu untergraben, welches nicht seine unersättliche Gier danach, die Tamilen mit einer Eisenfaust zu beherrschen, zufrieden stellt. Ein bewaffneter Prabhakaran wird für sein eigenes Volk, für die Demokratie und Freiheit aller Gemeinschaften, für die humanitären Maßnahmen und natürlich auch für die regionale Stabilität, den Frieden und das Wachstum eine Bedrohung sein. Wenn man nach Frieden sucht, ohne Prabhakaran zu entwaffnen, dann wäre das, als würde die besiegte Vize-Präsidentschaftskandidatin der USA, Sarah Palin, nach einem Elch zum Verspeisen in Alaska ohne Gewehr jagen würde.

Die Resolution, welche von der Tamil Nadu Versammlung verabschiedet wurde, kann vielleicht Karunanidhi und seiner lautstarken Kriegerschaft helfen, eine Weile in ihrem Drang nachzulassen. Aber was ist in der Resolution für die tamilischen Leute, welche sich der vollen Wucht von Prabhakarans Gewalttätigkeit gegenübersehen? Kann die Tamil Nadu Versammlung Prabhakarans faschistische Agenten daran hindern, an die Tür von tamilischen Leuten zu klopfen, um noch mehr tamilische Schulkinder zur Armee einzuziehen?  Prabhakarans Geheimpolizei trägt mit sich eine Liste, um die Eltern zu zwingen, ihnen jetzt zwei Kinder zu übergeben, anstatt wie früher eins. Dies bezeugt der Bericht der Universitätslehrer von Jaffna. Wie wollen die Repräsentanten der Tamil Nadu Versammlung die tamilischen Kinder davor bewahren, als Kanonenfutter gebraucht zu werden, um die srilankanischen Streitkräfte zu bekämpfen?

Ob es nun Krieg ist oder nicht: In wessen Verantwortung liegt es, die Kinder davor zu bewahren, dass sie als Lämmer zur Schlachtbank geführt werden? Wie viele Resolutionen wird die Tamil Nadu Versammlung herausgeben, wenn die indische Armee an ihre Türen klopfen kommt, um Kinder aus ihren Heimen zu holen und sie zu zwingen, mit den pakistianischen Streitkräften zu kämpfen und auf den schneebedeckten Gipfeln oben in der Himalaya-Region zu schießen?

Warum sollte also der Krieg nur von der Seite der Regierung aus beendet werden? Was diesen Aspekt betrifft, ist der verborgene Argwohn sogar bei den Tamil Nadu Gruppen – wie der Kommunistischen Partei – realistisch und beunruhigend. In der Tat hat D. Pandian, der Sekretär der Kommunistischen Partei von Indien (CPI) diese Streitfrage aufgeworfen und um Klarheit nachgesucht. Die von B. Nadesan, dem politischen Kopf der Tiger, gegebene Antwort wird jene, welche die Geschichte des Tiger Waffenstillstands kennen, zum Lachen bringen.

TamilNetz berichtete am Samstag, 8. November 2008 um 16.42 GMT:

Als TamilNetz am Samstag anlässlich der Berichte von Tamil Nadu Führern mit dem politischen Kopf der Befreiungstiger B. Nadesan sprach und um Klarstellung über den Standpunkt der LTTE zu einem Waffenstillstand bat, da sagte er: “Es gibt kein Zögern von unserer Seite, unsere Position zu wiederholen, dass wir immer einen Waffenstillstand wollten.” Es ist die Regierung von Sri Lanka (GoSL), welche den Waffenstillstand einseitig abgeschafft hat. Dies sagte Hr. Nadesan und fügte hinzu, dass die Tiger nur einen Verteidigungskrieg führen würden, da Colombo den Tamilen einen aggressiven Krieg auferlegt hat.

TamilNetz fügte hinzu: “Der politische Kopf der LTTE sagte auch, dass sie immer wiederholt hätten, dass sie einen Waffenstillstand empfehlen würden.”

Seit der Niederlage in Mavil Aru versteckt sich das Vokabular der Tiger dauernd hinter zwei Schlagworten: 1) „Verteidigungskrieg“ und 2) „taktischer Rückzug“ – aber nicht Niederlage. Nedasan, der ehemalige Polizist von Kirllapone, sollte wissen, dass der Vierte Eelam Krieg von den Tigern in Mavil Aru begonnen worden war, als sie den Zufluss von Wasser zu den Bauern stromabwärts blockierten. Es war kein Verteidigungskrieg, sondern ein nicht provozierter Angriffskrieg, um ihre militärische und politische Macht dem Osten aufzuerlegen.

Und jedes Mal, wenn sie gezwungen waren, sich zurückzuziehen, holten sie das Ammenmärchen von einem “taktischen Rückzug” hervor. Der Definition nach bedeutet ein „taktischer Rückzug“, heute zuzuschlagen und zu rennen, aber morgen zu kämpfen. Ein „taktischer Rückzug“ ist keine Garantie für ein dauerhaftes Aufhören der Gewalt. Aber mit seiner gewöhnlichen doppeldeutigen Sprache sagt er, dass sie immer einen Waffenstillstand wollten. Er sollte gehen und dies den Seeleuten in Tamil Nadu erzählen, aber nicht den kriegsmüden Leuten in Sri Lanka! Nadesan muss ein guter Polizist gewesen sein, als er diese Uniform der singhalesischen Regierung trug. Unglücklicherweise scheint er, nachdem er Prabhakarans Uniform angezogen hat, keinen Anhaltspunkt dafür zu haben, ob sich Frieden aus einem „taktischen Rückzug“ ergeben kann oder aus einem Niederlegen der Waffen.

In der Zwischenzeit wurde eine Zugladung indischer Studenten nach Delhi transportiert, um Prabhakaran zu retten. Pandian hielt eine Rede an die Studenten in der Gedenkhalle in Chennai am Mittwoch Nachmittag, kurz bevor sie den Zug bestiegen, und sagte: „Einige sagten, ein Waffenstillstand wäre nicht einseitig. Aber als die CPI diese Angelegenheit aufbrachte, antwortete die LTTE mit ihrer Bereitschaft. Warum ist Indien immer noch unfähig, darauf zu drängen?“

Die Antwort ist wesentlich: Der Waffenstillstand war immer ein Schutz für die sich auf der Flucht befindenden Tiger gewesen, aber nie, wenn sie bewaffnet und siegreich waren. Die Tiger haben sogar Waffen abgegeben, als die IPKF ins Land kam, aber dann dauerte es nicht lange, bis die Tiger die Waffen auf die IPKF richtete und 1.700 Inder tötete.

Pandian kündigte auch an: “Rajapaksa sagt, dass die Tiger die Waffen niederlegen müssen. Ein Tiger stirbt auf seinen Füßen und niemals bettelnd auf seinen Knien.“ Pandian stimmt in dieser Hinsicht vollkommen mit Prabhakaran überein. Welches Recht hat also Pandian, Resolutionen in der Tamil Nadu Versammlung einzubringen, um den Krieg zu beenden und die Tamilen daran zu hindern, auf ihren Füßen zu stehen und zu kämpfen? Warum sollte er etwas gegen die Tapferkeit der Tamilen einwenden, wenn er nicht denkt, dass die Tamilen nicht siegen werden?

Nebenbei hat auch die srilankanische Regierung das Recht, die Tiger nicht auf den Knien anzubetteln. Ranil Wickremesinghe hat dies im Februar 2002 getan, und wohin hat ihn und den Friedensprozess dies gebracht? Pandians Behauptung, die Tamilen hätten ein Recht, nicht auf ihren Knien zu betteln, sollte ohne Bedenken zugestimmt werden. Aber es sollte auch auf die Singhalesen anwendbar sein. Lasst also – nach der heroischen Logik von Pandian – beide Seite aufstehen und kämpfen. Lasst den besseren Mann gewinnen. Warum sollte man Indien – ein von den Tigern gedemütigte und besiegte Nation – bitten, Pandians tapferen Tamilen Prabhakaran zu retten?

***

Anmerkung der Reaktion:

H.L.D. Mahindapala:
Herausgeber, Sunday Observer und Daily Observer (1990-1994), Präsident der srilankanischen Verbindung der Arbeitenden Journalisten (1991-1993), Südasiatische Medienassoziation (1993-1994). Er wurde als ein politischer Kommentator bei der australischen Broadcasting Corporation, beim Special Broadcasting Services und anderen öffentlichen Fernseh- und Radiostationen in Australien herausgebracht.

Übersetzt aus der srilankischen Webzeitung „Lanka Page“ vom 12. Nov. 2008

Solche Warnschilder sieht man im Norden noch überall

Solche Warnschilder sieht man im Norden noch überall

Das srilankanische Ministerium für Nationalen Wiederaufbau und Plantagen Infrastruktur hat angekündigt, dass seit 2002 156.203 Landminen entschärft worden sind.

Die Zahl der Todesfälle durch Landminen wurden auch von 154 im Jahre 2002 auf 04 im Jahre 2007 reduziert.

Die höchste Anzahl von Entschärfungen gab es im Jaffna Distrikt mit 66.242 Fällen. An zweiter Stelle steht Kilinochchi mit 30.329 Entschärfungen. In Vavuniya liegt die Zahl bei 20.220.

Die Armee hat die höchste Zahl von Landminen entschärft, aber auch acht andere Freiwilligenorganisationen waren an Entschärfungen beteiligt.

Seit 2002 bis zum 30. September diesen Jahres wurden in 21 Distrikten 440 Personen durch Landminen verletzt. Die höchste Zahl an Verletzten wurde in Jaffna vermeldet.

Übersetzt aus der srilankischen Webzeitung „Lanka Dissent“ vom 15. Nov. 2008

mahindafaustPräsident Mahinda Rajapaksa erklärte heute, dass die letzte Bastion der LTTE an der westlichen Küste, Pooneryn, eingenommen werden konnte, und gratuliert den Truppen für ihren “unermüdlichen Einsatz, dieses strategisch so wichtige Gebiet zu befreien.”

Präsident Rajapaksa hielt in seiner Eigenschaft als Oberkommandeur der Streitkräfte über die Staatsmedien eine Rede und drückte dabei seine Dankbarkeit gegenüber der Bürgern des Landes aus, „welche an diesem kritischen Punkt“ an seiner Seite gestanden hätten und seine Vision, das Land aus dem Griff des Terrorismus zu befreien, geteilt hätten.

Das gesamte restliche Text der Erklärung von Präsident Rajapaksa:

„Ich informiere die Menschen in diesem Land, dass es unseren heldenhaften Soldaten gelungen ist, die ganze Strecke der A-32 Straße (Mannar-Pooneryn) und das darum gelegene Gebiet an diesem Morgen zu befreien. Jetzt können wir nach vielen Jahren eine Landstraße zur Jaffna Halbinsel öffnen.

In diesem Moment rufe ich sehr klar Prabhakaran von der LTTE auf: Legen Sie sofort Ihre Waffen nieder und kommen Sie an den Verhandlungstisch. Dies ist der größte Dienst, den Sie für die Leute im Wanni noch tun können.

Wir gratulieren den Kriegshelden und drücken unsere ernsthafte Dankbarkeit für die Bürger von Sri Lanka aus, welche unseren Kampf uneingeschränkt unterstützt haben.“

Übersetzt aus der srilankischen Webzeitung „Lanka Page“ vom 15. November 2008

Colombo/Pooneryn - Die LTTE nüzte das Gebiet Pooneryn als eine Abschussbasis, um Artilleriefeuer auf die Jaffna Halbinsel abzufeuern. Die Kontrolle über Pooneryn bedeutet, dass den Truppen einen leichten Zugang ins tiefere Tiger-Territorium gegeben wird.

Pooneryn, die Rebellenbastion im nördlichen Sri Lanka ist an diesem Morgen in die Hände der sich trotz schwerem Widerstand der Rebellen vorwärts bewegenden Truppen gefallen. Dies sagte ein Militärsprecher.

Das Verteidigungsministerium sagte, dass die Truppen der Armee Task Force Nr. 1 die LTTE Bastion in Ponneryn an diesem Morgen betreten haben. Verteidigungsministeriumsquellen besagten, dass die Rebellen viel Widerstand geleistet hätten und dass die Truppen immer noch schwere Schlachten im Gebiet durchkämpften.

Nach den Aussagen des Militärs haben Infanteristen der 12 Gamunu Wache (12 GW) und des 10 Gajaba Regiments (10 GR) das feindliche Sumpfland im Süden von Pooneryn letzte Nacht durchquert und die Pooneryn-Paranthan Straße (B-69) nahe bei Nallur heute vor dem Morgengrauen abgeschnitten. Dann marschierten die Truppen ungefähr 10 Kilometer entlang der B-69 und betraten ungehindert die Stadt Pooneryn.

karteapoonerynDie Truppen nahmen die Küstenfestung der Tiger mit Namen Devil’s Point gestern ein, und mit dieser Einnahme hat die LTTE die See Tiger-Basen in Kiranchi, Vallaipadu und Palavi an die SL-Armee verloren. Die Truppen vervollständigten gestern die Suche und die Säuberungen und erklärten das Gebiet für gänzlich befreit.

Die Task Force Nr. 1 zielt darauf ab, die nordwestliche Küste der Insel von Mannar nach Poonery zu befreien und die Landstraße A 32 zu öffnen, um die Jaffna Halbinsel mit dem Festland zu verbinden.

Der Verlust der See Tiger Basen entlang der nordwestlichen Küste von Sri Lanka ist ein schwerer Schlag für die LTTE, da dies der LTTE starke Einschränkungen beim Empfang von Nachschub von Benzin, Arznei, Nahrung und Sprengkörpern aus Tamil Nadu in Indien auferlegt.

Übersetzt aus der britischen Sicherheitsmagazin „Jane’s Inteligence Review“ vom 13. November 2008

Satellite imagery illustrates the evolution of Sri Lanka's Iranamadu airstrip. (Digital Globe)

Ist das der Grund für den plötzlichen Wunsch nach Waffenstillstand? Rollbahn der LTTE zum Waffenschmuggel bestimmt. Image: © 2008 Jane's Information Group

Satellitenbilder haben eine Anzahl von Rollfeldern in den von der LTTE kontrollierten Gebieten von Sri Lanka enthüllt. Dies könnte entweder zivilistische Sehnsüchte hinsichtlich der Eigenstaatlichkeit sein – oder den deutlichen Wunsch zeigen, Waffen einzufliegen. Jane’s Review schaut auf die Beweise und legt nahe, dass das letztere wahrscheinlich ist.

Die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) verlieren ihren Krieg um einen unabhängigen Staat in Sri Lanka. Seit der wirkungsvollen Wiederaufnahme des Konflikts im Jahre 2006 haben sie die Kontrolle über die Östliche Provinz verloren und gesehen, wie ihre Streitkräfte langsam aber sicher zurück in den Norden gedrängt wurden und werden. Die größte Dringlichkeit für die LTTE muss jetzt sein, einen fortgesetzten Nachschub von Waffen und Munition sicherzustellen, um weitere Niederlagen abzuwenden.

In Anbetracht dieser Situation und nachdem sie schwere Verluste bei ihrer Schmuggelflotte auf dem Ozean erlitten hat, scheint sich die LTTE nun darauf vorzubereiten, Nachschub in ihre Festung im nördlichen Sri Lanka einzufliegen. Kommerzielle Satellitenbilder, welche Jane’s Review erhalten hat, bestätigen, dass die Rebellen zwischen 2004 und 2007 mindestens zwei Landebahnen gebaut haben, auf welchen Lastflugzeuge landen können, die fähig sind, Waffen von Zentralasien oder Südostasien aus ins Kriegsgebiet im Norden Sri Lankas zu transportieren.

Während die Bilder allein nicht bestätigen, ob die Landbahnen in Gebrauch sind, legt das Anlegen von bedeutsamen Hilfsmitteln nahe, dass die LTTE Anlagen entwickelt, welche für Notwendigkeiten bei der Fluglogistik zu einer kritischen Zeit in ihInrem seit drei Jahrzehnten andauernden Krieg mit dem srilankischen Staat dienen könnten. Jane bestätigt auch, dass die LTTE wenigstens einen Versuch unternommen hat, es zu arrangieren, dass eine Lieferung von Artilleriegewehren eingeflogen werden kann. Der Versuch scheiterte indes.

indiaÜbersetzt aus der indischen Nachrichten Agentur „Indo Asian News Service“ vom 10. November 2008

Dehli – Am Montag hat ein besonderes Gericht das Gesetz der Regierung, dass die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) für weitere zwei Jahre verboten sind, ausdrücklich aufrechterhalten.

Die Bekanntmachung, mit welcher die LTTE zu einer ungesetzlichen Vereinigung erklärt wurde, wurde vom Innenminister der Koalition am 15. Mai diesen Jahres herausgegeben.

Richter Vikramjit Sen vom Obersten Gerichtshof in Delhi, welcher der besonderen, auf dem Gesetz über Rechtswiedrige Aktivitäten (zur Prävention) basierenden Verhandlung vorstand, sagte, dass es genügend Beweise gegen die srilankanischen Tamil Tiger Rebellen gäbe, um die zeitliche Ausdehnung des Verbots zu rechtfertigen.

Die LTTE ist eine militante Gruppe, welche eine gewalttätige Kampagne gegen die srilankanische Regierung seit den 70er Jahren führt, um einen separaten tamilischen Staat im nördlichen und östlichen Teil der Inselnation zu schaffen. Die Gruppe wird angeführt von V. Prabhakaran und sie wurde von verschiedenen Ländern, einschließlich der USA, als terroristische Organisation verboten.

Die LTTE war in die Ermordung des früheren indischen Premierministers Rajiv Gandhi im Mai 1991 verwickelt; die LTTE Tamil Tigers sind seit 1992 in Indien verboten.

Der beigeordnete, Zweite Kronanwalt (ASG) P.P.Malhotra, behauptete bei seinem Erscheinen vor Gericht, dass die LTTE, obwohl sie in Sri Lanka beheimatet ist, Sympathisanten und Agenten auf indischem Boden habe und dass es darum dringend notwendig ist, ihr Verbot zeitlich auszuweiten.

Übersetzt aus dem Sri Lanka Guardian vom 15. November 2008

Parteiquellen besagen, dass Kumarasamy Nandagopa, alias Ragu, der Privatsekretär des Ministerpräsident der Östlichen Provinz sowie eine andere, ungenante Person in Athurugiriya heute um 11.30 erschossen wurden.

Nach sehr vertrauenswürdigen Quellen innerhalb der TMVP wurde dem Sri Lanka Guardian enthüllt, dass die Ermordung das Resultat von Kämpfen innerhalb der TMVP war.

Eines der altgedienten Mitglieder der TMVP sagte dieser Zeitung telefonisch: “Wir wussten, dass Ragu und der Pressesprecher Azad Maulana gravierende Probleme wegen ihrer Macht hatten. Wir wissen nicht, ob er in den Fall verwickelt ist, aber es gibt Verdachtsmomente, dass der Konflikt mit der Ermordung zusammenhängt.“

Er fügte hinzu: “Aber die LTTE war nicht in die Ermordung verwickelt.”

Ragu war der erfolglose Kandidat bei der Wahl zum Rat der Östlichen Provinz. Er war eigentlich australischer Staatsbürger. Aber viele Mitglieder der TMVP misstrauten Ragu und meinten, er hätte noch immer zu starke Verbindungen zur LTTE.

Kürzlich wurden viele in verschiedenen Lagern im Osten verlorene TMVP Mitglieder durch die LTTE Kader, welche die TMVP infiltriert haben und sich als TMVP-Mitglieder ausgeben, getötet.

Die andere getötete Person wurde als ein TMVP Anhänger und Fahrer identifiziert. Die Polizei und Augenzeugen sagten, dass beide in einem Volvo erschossen wurden.

Mordanschlag auf Ragu - LTTE nicht beteiligt?

Mordanschlag auf Ragu - LTTE nicht beteiligt?

Ragu war der rechte Hand des Ministerpräsident der Östlichen Provinz Sivanesathurai Chanthirakanthan, alias Pillaiyan, und sein Tod ist ein schwerer Schlag für seine Administration. Es ist ähnlich wie nach dem Tod von Anton Balasingham, dem einstigen Chefunterhändler der LTTE, als Prabhakaran eine Krise der politischen Stabilität erlitt. Jetzt sieht sich Pillaiyan ähnlichen Herausforderungen für seine Verwaltung und Karriere gegenüber. Er könnte gezwungen werden, sich an den pensionierten Colonel Karuna Amman zu werden, der jetzt das Murali Mitglied des Parlaments ist. Auf die Weise könnte er ein gewisses Niveau an poltischer Stabilität für die Östliche Provinz wiedererlangen. Das lässt den Verdacht entstehen, dass diese Ermordung die Unterstützung von Karuna und vielleicht auch anderen Elementen innerhalb der srilankanischen Regierung hat.

Interne Kämpfe zwischen den Karuna und Pillaiyan Cliquen der TMVP haben kürzlich die Partei geschwächt. Dieser hauptsächliche Schlag für die Pillaiyan Clique gibt Karuna eine klare Gelegenheit, seine Vorherrschaft über die Partei zu behaupten. Mit seinen Aufforderungen an die Regierung, die Anhänger von Pillaiyan zu entwaffnen, könnte Karuna bald dazu übergehen, Pillaiyan in eine untergeordnete Rolle zu zwingen, – so wie er es auch war, als er eine niedere Stellung in der frühen TMVP einnahm. Dies könnte der TMVP und der Östlichen Provinz insgesamt größere Stabilität bringen, aber es wird auch ein großer persönlicher Erfolg für Karunas politische Karriere sein.

In einem Interview mit dem Radio BBC tamilische Welle, sprach Pillaiyan geschockt von dem Tod seines Weg-Genossen, aber er hat nicht behauptet, dass die LTTE oder irgendjemand anderer an dessen Tod schuld wäre. Jedoch hat er indirekt gesagt, dass sich die Leute, die für den Tod seines Sekretärs verantwortlich sind, wohl seiner Östlichen Verwaltung widersetzen würden.

Übersetzt von der Webseite „South Asian Media Network“ vom 14. November 2008

Mahinda Rajapaksa beim Treffen der BIMSTEC-Nationen

Appell: Mahinda beim Treffen der BIMSTEC-Nationen

Präsident Mahinda Rajapaksa sagte Donnerstag dem indischen Premierminister Dr. Manmohan Singh, dass die srilankanische Regierung zu jeder Zeit bereit zu Friedensgesprächen mit den Befreiungstigern von Tamil Eelam (LTTE) wäre, wenn diese die Waffen niederlegen würden. Bei bilateralen Gesprächen mit dem indischen Premierminister, die parallel zum BIMSZEC Gipfel stattfanden, sagte Präsident Rajapaksa, dass es sein erstes Ziel sei, den Terrorismus auszuradieren und ein Land zu schaffen, in dem alle Gemeinschaften in Frieden leben können.

Der Präsident sagte, dass seine Regierung sich ganz der Erfüllung der humanitären Notwendigkeiten für die tamilische Gemeinde, die im Norden und Osten lebt, widmet. Der Präsident erzählte dem indischen Premierminister, dass das tamilische Volk ganz ausdrücklich ein Teil seiner Verantwortung als Staatsoberhaupt und Regierung sei, und dass er alle Maßnahmen für ihre Sicherheit, ihren Schutz und ihr Wohl ergreifen würde. Rajapaksa sagte: „Die Tamilen sind unser Volk; wir haben uns um sie gekümmert und wir werden uns weiter um sie kümmern.“

Dies war das erste Treffen zwischen Singh und Rajapaksa, dass dem von politischen Parteien verursachten Aufruhr in Tamil Nadu folgte. Am Aufruhr nahm auch die UPA Koalitions-Verbündete DMK teil. Der Aufruhr war wegen der srilankanischen militärischen Offensive entstanden und man hatte Neu Delhi gedrängt, zu intervenieren und die Offensive zu stoppen.

Der Premierminister Singh hatte Präsident Rajapaksa gesagt, ermöge die Sicherheit und das Wohl der ethnischen Tamilen gewährleisten, und er hatte betont, dass die Interessen unschuldiger Zivilisten wahrgenommen werden sollten, selbst wenn man mit Terrorismus zu tun hat.

Rajapaksa schätzte Indiens Anstrengungen, den vertriebenen Tamilen humanitäre Hilfe zukommen zu lassen und sagte, er würde nicht zulassen, dass der Konflikt in zukünftigen Generationen weitergehe.

Rajapaksa nahm die Resolution zu Kenntnis, welche am 12. November von der Tamil Nadu Staatsversammlung angenommen worden war. Diese Resolution ruft nach einem Waffenstillstand in Sri Lanka. Präsident Rajapaksa betonte, dass er uns seine Verwaltung immer für eine politische Lösung gewesen wären.

Der Präsident sagte, dass es die LTTE ist, welche wiederholt ihre Verpflichtungen verletzt hat und einen Wege des Konflikts und des Terrors eingeschlagen hat. Er lenkte die Aufmerksamkeit auf den vergangenen Fälle, nach dem die LTTE den Waffenstillstand gebraucht hat, um sich neu zu gruppieren und neu zu bewaffnen. Er sagte: „Sie wollen nicht ernstlich eine politische Lösung“ und fügte hinzu, dass die Regierung nur mit der Gruppe sprechen würde, wenn sie zuerst die Waffen niederlegt.

Der Präsident wiederholte: “So wie wir die Menschen im Osten vom Terrorismus befreit haben, so werden auch der Norden gerettet. Der Krieg gegen den Terrorismus wird wie geplant weitergehen.“ Nach den bilateralen Gesprächen mit dem indischen Premierminister wendete sich der Präsident an die Medien und sagte, dass sich die srilankanische Regierung ganz und gar der Aufgabe widmet, die Rechte der tamilischen Gemeinde zu schützen. „Meine Sorge gilt den tamilischen Mitmenschen. Es liegt in meiner Verantwortlichkeit, mich um meine tamilischen Brüder zu kümmern,“ sagte er und fügte hinzu, dass die Jugend in der Östlichen Provinz, die seit Jahren unter den Soldatenstiefeln der LTTE war, sich heute eindeutig für die Demokratie entschieden habe.

Der Präsident zeigte auf, dass ein überzeugter LTTE Führer im Osten heute ein Mitglied des srilankanischen Parlaments geworden ist. Rajapaksa beschuldigte auch Prabhakaran, den Terrorismus zu exportieren.

Bei Separatgesprächen erzählte Präsident Rajapaksa Weltpolitiker, welche an dem Gipfel der Bucht von Bengalen-Initiative für Multisektorale Technische und Ökonomische Zusammenarbeit (BIMSTEC) teilnahmen, dass Sri Lanka glaubt, dass die zu Grunde liegenden Ursachen von der LTTE ausgebeutet worden sind, damit diese für ihre Operationen eine Legitimität fände, während doch die Ursachen politisch beseitigt werden müssten. Er sagte, dass Sri Lanka aus vollem Herzen die Konvention über die Zusammenarbeit beim Bekämpfen des internationalen Terrorismus, des organisierten Verbrechens und illegalen Drogenhandelns als einen wichtigen und lebensnotwendigen Meilenstein bei den Anstrengungen wider den Terrorismus unterstützen würde.

Präsident Rajapaksa erzählte dem Gipfel, auf dem sich unter anderem der indische Premierminister Manmohan Singh befand: “Für mehr als zwei Jahrzehnte hat sich Sri Lanka einer enormen Herausforderung für ihren demokratischen Lebensstil gegenübergesehen. Die Herausforderung bestand aus den barbarischen Taten einer terroristischen Gruppe, der LTTE. Es gibt keinen Zweifel, dass man mit solchen Gruppen militärisch fertig werden muss. Zur gleichen Zeit glaubt Sri Lanka, dass die zu Grunde liegenden Ursachen von den Terroristen in einem Versuch, für ihre Operationen Legitimität zu erreichen, ausgenutzt werden. Mit diesen Ursachen muss man aber politisch fertig werden. Ich möchte dieser ehrenwerten Versammlung versichern, dass wir fest auf dem Weg zu einer politischen Lösung sind.“

Rajapaksa sagte, dass terroristische Gruppen fähig sind, sich durch ungesetzliche Spendensammlungen, Drogen- und Menschenhandel, Geldwäsche mit Gebrauch von internationalen Netzwerken, Waffen- und Munitionsschmuggel (einschließlich durch die Seewege in der Bucht von Bengalen) aufrechtzuerhalten.

Der Präsident drängte die Führer, in Erwägung zu ziehen, ob man nicht einen Mechanismus der polizeilichen Überwachung des Meeres bei der Bucht von Bengalen errichten solle. Dies würde den Terroristen Mobilität und Verbindungswege abschneidne. Rajapaksa sagte, dass die BIMSTEC-Nationen sich zwar konstruktiv und vorsichtig an dem Prozess der Globalisierung beteiligt haben, dass aber die ökonomischen Herausforderungen für ihre hauptsächlichen Handelspartner unvermeidlich einen gewissen Einfluss auf die Wachstumsrate der BIMSTEC Nationen haben würden.

Präsident Rajapaksa sagte: “Darum hat uns alle die Situation sehr bewusst gemacht, dass das regionale Selbstvertrauen Schutz gegen die globalen ökonomischen Ungewissheiten bieten kann. Unser Gastgeber Indien kann mit seiner großen Kapazität und seinem großen ökonomischen Potential wirklich als ein Motor wirken, der uns fährt und führt, damit wir dem Niederschlag der globalen Krise widerstehen und zugleich einen Aufschwung in unsere Nation einleiten.“

Rajapaksa sagte, dass an die vorderste Front der globalen Agenda das Erreichen von Energiesicherheit gekommen ist, was besonders für Entwicklungsländer eine riesige Herausforderung sei.

“Unsere Anstrengungen, alternative Energieformen – wie Sonnen-, Windenergie und Biotreibstoffe – zum Verbrauch in der Heimat und zum Gebrauch durch die Industrie müssen an erster Stelle stehen. Aber wir unterstützen nicht den Gebrauch von anbaufähigem Land, um Biotreibstoffe herzustellen, damit Autos fahren. Als das führende Land bei der BIMSTEC Zusammenarbeit in der Technologie drängt Sri Lanka darauf, dass den BIMSTEC Initiativen für das Etablieren des Energiezentrums und des Trans-Elektrizitäts-Austausch-und-Entwicklungsprojekts die höchste Priorität zugemessen werden muss.“

Übersetzt von der Webseite IRIN der UN vom 12. November 2008

Mehr als 150 000 Binnenflüchtlinge (IDPs) sind im vergangenen Jahr in ihre Häuser im Osten Sri Lankas zurückgekehrt, wie die UN Flüchtlingsagentur UNHCR mitteilt.

Die Vertreibung von rund 230 000 Menschen im nördlichen Teil des Landes unter Kontrolle der Befreiungstiger von Tamil Eelam 2008 hat die größtenteils friedliche Wiederansiedlung der Binnenflüchtlinge in ihren Dörfern im Osten aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit verdrängt, wie die Agentur in einem am 6. November erschienenen Statement mitteilt.

Sri Lanka muss mit Abertausenden von Binnenflüchtlingen fertig werden

Sri Lanka muss mit Abertausenden von Binnenflüchtlingen fertig werden

„Der Osten Sri Lankas verzeichnete vor zwei Jahren eine ähnliche Welle der Vertreibungen, als die Regierungstruppen von der LTTE gehaltene Gebiete in der Region einnahmen,” teilte UNHCR mit. „Bis Ende März 2007 waren rund 170 000 Menschen in den Bezirken Batticaloa und Trincomalee vertrieben.”

Die UN Agentur teilt weiter mit, nur 15 500 Binnenflüchtlinge verblieben in beiden Bezirken, und der Rückkehrprozess “habe sich substantiell verbessert, was auch auf das Eingreifen der UN Flüchtlingsagentur und anderer humanitärer Agenturen im Osten Sri Lankas zurückzuführen ist“.

Offizielle in Batticaloa sagten gegenüber IRIN, eine weitere Gruppe von Binnenflüchtlingen werde in dieser Woche nach Hause zurückkehren. „Es gibt eine Gruppe von Binnenflüchtlingen, die in ihre Dörfer zurückkehren werden, die sie Anfang 2007 verlassen haben,“ sagte Basil Sylvester, Bezirkskoordinator des Consortium of Humanitarian Agencies (CHA), einer Gesamtorganisation der internationalen und nationalen Hilfsorganisationen, gegenüber IRIN.

Das UNHCR teilte mit, als der Rückkehrprozess im März 2007 begonnen habe, seien manche Agenturen besorgt gewesen über das schnelle Tempo des Rückkehrprozesses. „In der Vergangenheit waren manche Transfers etwas verführt, aber der Prozess ist seit der Einführung deutlich verbessert worden,” sagte Jens Hesemann, Leiter des UNHCR Büros in Batticaloa, in einer Stellungnahme.

Rückkehrer besuchen ihre früheren Dörfer vor ihrer Rückkehr, betonte UNHCR mit, und erhielten damit die Möglichkeit, ihre Sorgen bei lokalen Beamten und Militärkommandeuren anzusprechen.

Sicherheitsfragen

Während eines solchen Besuchs hatten Binnenflüchtlinge Sicherheitsbedenken angesprochen´, stellte das UNHCR fest.

„Manche der Dörfer in abgelegenen Gebieten können nicht so schnell und leicht erreicht werden, und so ist der Schutz eine wichtige Frage,” sagte Sylvester gegenüber IRIN.

Der jüngste Anstieg der Gewalt gegen die Tamil Makkal Viduthalai Pulikal (TMVP), eine abtrünnige Gruppe der Tamilentiger und die dominierende der Regierung nahe stehende Gruppe im Osten, hat ebenfalls für Besorgnis über den zerbrechlichen Frieden gesorgt.

„Sicherheitsbezogene Beschränkungen bleiben im Osten,“ schreibt die Weltbank in ihrem Bericht „Country Assistance Strategy 2009-2012“, der am 24. Juli herauskam. “Die Präsenz paramilitärischer Gruppen, die durch interne Rivalitäten zerrissen werden, ist ein Hindernis bei der Wiederherstellung des Zivillebens.”

Sylvester sagte, die Dörfer bräuchten eine weitere Entwicklung der Infrastruktur. „Diese Orte haben zwei Jahrzehnte unter dem Konflikt gelitten,“ sagte er. „Die Straßen sind schlecht, die Schulen und Krankenhäuser müssen repariert werden, und die dörfliche Wirtschaft braucht ebenfalls Hilfe.“

Das UNHCR teilte weiter mit, Wasser und Abwasser, Hausbau und Lebensunterhalt stünden auf dem Arbeitsplan der UN Agenturen und NGOs.

„UNHCR überwacht weiterhin die Rückkehrer, ebenso wie die Bedingungen in den 17 Flüchtlingslagern im Osten,” sagte Axel Bisschop, UNHCR Programmmanager in Colombo, in einer Stellungnahme. „In Koordination mit unseren Partnern verteilen wir ebenfalls Hilfsgüter und überprüfen die Schutzmaßnahmen in Flüchtlingslagern und den Dörfern der Rückkehrer.“

 

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    Übersetzung einer Transkription von Defence Web vom 1. Dezember 2009 Der Staatssekretär des srilankischen Verteidigungs-Ministeriums Gotabhaya Rajapaksa spricht in der Sendung “Hard Talk” über die Bedrohung einer internationalen Verschwörung, die gegen das Land arbeite. Sie tarne sich als Bestreben nach einem Regierungswechsel, in einer Zeit, in der sich auc […]
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    Von Stewart Bell von der kanadischen Zeitung „The National“ vom 1. Dezember 2009 Toronto – Ein Mann aus Toronto, der in den USA wegen Waffenschmuggels für die LTTE vor Gericht steht beschrieb dem Gericht heute, wie dieselbe LTTE seinen Vater ermordete. Thiruthanikan Thanigasalam, 43, sagte aus, dass er aus Sri Lanka nach Kanada geflohen war […]
  • Schweizerischer Bundesrat verbietet Tamil-Tigers Geldsammel- und Propaganda-Aktion
    Von der Pressestelle des Bundesamtes der Polizei vom 30. November 2009 Bern – Der Bundesrat will verhindern, dass von der Schweiz aus gewaltsame Auseinandersetzungen in Sri Lanka materiell oder ideell unterstützt werden. Er hat deshalb am Freitag beschlossen, der tamilischen Organisation LTTE (Liberation Tigers of Tamil Eelam) am „Heroes’ D […]
  • SL-Regierung greift nach LTTE-Geldern und -Besitztümern
    Von unserem LTTEwatch-Korrespondenten in Colombo vom 3. Dezember 2009 Colombo – Um an die Besitztümer der militärisch geschlagenen LTTE heranzukommen, sucht die srilankische Regierung Rat und Unterstützung vom Bundesanwalt. In einer Pressekonferenz sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Keheliya Rambukwella, dass die Geheimdienste und Sicher […]