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Von unserem LTTEwatch-Reporter in Kandy vom 5. Januar 2009
Kandy – Heute morgen, exakt um 8.35 Uhr, erstarben abrupt viele Geräusche der Stadt und der Verkehr stand komplett still. In den zwei folgenden Schweigeminuten gedachten die Menschen in den Städten Sri Lankas den gefallenen Soldaten, deren ultimativen Einsatz auch der Fall der Rebellenhochburg Kilinochchi vor zwei Tagen zu verdanken ist.
Unterdessen verstärkt Indiens Küstenwache seine Bemühungen, Infiltrationen durch flüchtige LTTE-Kader abzuwehren mit einer deutlich erhöhten Präsenz von Schnellbooten in der schmalen Meerenge, die Sri Lankas Norden von der südindischen Provinz Tamil Nadu trennt. Lange Zeit nutzten die Tamil Tiger Tamil Nadu als natürliches Rückzugs- und Erholungsgebiet. Doch der indischen Regierung scheint es diesmal wirklich ernst zu sein bei ihrem Vorgehen gegen die LTTE – aber auch gegen die eigenen Landsleute, die LTTE-Terroristen Unterschlupf gewähren. Erst vor wenigen Wochen wurde in Indien die LTTE erneut als verbotene, terroristische Organisation erklärt. Angelastet wir der LTTE unter anderem der Mord an Präsident Rajiv Ghandi.
Auch auf srilankischer Seite wird etwas für Flüchtlinge getan – allerdings handelt sich dabei um so genannte „Displaced Civilians“ – um Inlandsflüchtlinge, die meist nur unter großen Gefahren aus dem Gebiet der LTTE flüchten können. Wiederholt forderten Mitglieder der demokratischen Parteien Sri Lankas die Führung der LTTE auf, diese „menschlichen Schutzschilde“ frei entscheiden zu lassen, wohin sie gehen wollen. Die Regierung hat bereits, bedingt durch den steten Strom von Binnenflüchtlingen, mit dem Aufbau weiterer Auffanglager begonnen. Die ersten neuen Lager entstehen in Menik Farm und Nelumkulama und sollen Hauptsächlich Flüchtlinge von der derzeit am heftigsten umkämpften LTTE-Bastion Mullaitivu sowie der gerade eroberten Stadt Kilinochchi auffangen und versorgen. Die Regierung kündigte an, sie wolle so schnell wie möglich eine funktionierende Infrastruktur sowie eine örtliche Verwaltung inbesondere in Kilinochchi, aber auch in den anderen eroberten Gebieten wieder herstellen.

Mahinda Rajapaksa
Präsident Rajapaksa erklärte heute, dass der Sturm auf Kilinochchi nur deshab so lange gedauert habe, weil er seine „Zero Civilian Cassualty Policy“(Etwa: „Keine Verluste unter Zivilisten-Politik“) habe durchsetzen wollen – und müssen. Er werde dies auch weiterhin tun, gelobte Rajapaksa. Er vermutete in dem Telefon-Interview mit der indischen Zeitung „The Hindu“, dass die verbleibenden LTTE-Kader sich hinter zehntausenden von Zivilisten versteckten und forderte die LTTE-Führung nochmals auf, diese frei ziehen zu lassen. Der Präsident kündigte außerdem an, dass man die Versorgungslieferungen in das umkämpfte Gebiet noch verstärken würde. Es sei ironisch, aber man werde nicht aufhören, damit auch den Feind zu füttern, sagte Rajapaksa, der sich – ungewöhnlich für einen srilankischen Präsidenten im dritten Amtjahr – sehr grosser Beliebtheit in der Bevolkerung erfreut.
Am späten Abend erreicht uns dann die Meldung, das die srilankischen Truppen auch den südlichen Ausläufer der strategisch so wichtigen Elephant Pass eingenommen hätten. Man werde, so ein Armeesprecher, bald das gesamte Gebiet unter Kontrolle haben. Damit sei man auch in Kontrolle der gesamten Jaffna Lagune. Die Luftwaffe habe gezielt den Bau eines weitere Schutzwalls in der Gegend durch LTTE-Kader wirkungsvoll verhindert, die schwere Erdbewegungsmaschinen genutzt hätten – diese wohl aus dem Vermächtnis der bis vor kurzem in der Gegend noch tätigen iNGOs, so der Sprecher weiter.
Von unserem LTTEwatch-Reporter direkt aus Colombo 3. Januar 2009

Colombo – Die 571. und 572. Brigade der 57. Division der srilankischen Armee, die von Generalmajor Jagatha Dias kommandiert wird, hat von der westlichen Flanke aus Kilinochchi eingenommen. Die 574. Brigade hat die Stadt von der südlichen Flanke aus eingenommen, wie heute morgen (2. Januar) berichtet wird.
Der srilankanische Präsident Mahinda Rajapakse richtete live im Fernsehen eine Ansprache an die Nation. Er erklärte, dass die von der LTTE selbst zur Verwaltungshauptstadt ernannte Stadt Kilinochchi von der srilankanischen Armee übernommen wurde. In seiner Ansprache an die Nation nannte der Präsident die Einnahme von Kilinochchi einen „beispiellosen Sieg“ für die ganze Nation, welche den Separatismus abgelehnt. Dies war das Mandat, welches ihm die Bevoelkerung bei den Präsidentschaftswahlen von 2005 gegeben hatten. Er sagte in der landesweit ausgestrahlten Sendung weiter: „Zum letzten Mal sage ich der LTTE (den Befreiungstigern von Tamil Eelam), dass sie die Waffen niederlegen und sich sofort ergeben sollen“. Er verlangte von der LTTE, dass sie alle im Wanni als Geiseln gehaltenen Zivilisten freilassen sollten.
Zahlreiche Srilankaner gingen in allen Städten spontan auf die Straßen, zeigten die Nationalflagge, tanzten auf die Strassen, zündeten Feuerwerkskörper und riefen Slogans.
Laut des AFP-Nachrichtendienstes hatten die Tiger zugegeben, dass sie Kilinochchi verloren haben. Aber sie weigerten sich, dies irgendwie zu kommentieren. Ein hochrangiger Offizier von der Kampffront erzählte LTTEwatch, dass die Armee sich in diesen Gebieten ueberraschend wenig Widerstand seitens der LTTE gegenübersah.
In der Zwischenzeit betrat die Spezialeinheit 1, welche von Brigadekommandant Shavendra Silva geleitet wird, die Stadt Kilinochchi vom Norden aus und die Truppen festigten ihre neugewonnenen Position an der Karadipokku Kreuzung, welche den nördlichen Rand von Kilinochchi darstellt.
Die 93. Basis der LTTE, welche die Verwaltung der Tiger Soldatinnen war, ist auch jetzt in den Händen der Armee. Militärquellen an der Front teilen mit, dass die meisten der überlebenden LTTE-Soldaten nach Mullaitivu flohen. Dies ist damit die letzte Bastion der Tamil Tiger.
Was den Mullaittivu-Kriegsschauplatz betrifft, so arbeiten sich vier Formationen der Spezialeinheiten 2, 3 und 4 der srilankanischen Armee, ebenso wie Truppen der 59. Division an Mullaitivu heran, während die Hubschrauber, Gewehre und Schiffe der Sri Lanka Luftwaffe MI 24 für die vorrückenden Truppen zeitlich nahen Nachschub aus der Luft liefert.
Die Truppen des srilankanischen Militärs bewegen sich jetzt zu der strategischen Tigerfestung von Elephant Pass hin, welche am Eingang der Jaffna Halbinsel liegt. Die Einnahme dieser Stadt steht angeblich ebenfalls unmittelbar bevor.
Die LTTE hat damit begonnen, die Elephant Pass-Stadt zu verlassen, wie vertrauliche Quellen in Colombo LTTEwatch – berichteten.
Prabhakarans Frau bittet angeblich um Asyl in Kanada
Eine Quelle in Indien berichtete der LTTEwatch-Redaktion, dass Prabhakarans Frau Mathivathini von Indien aus in Kanada um Asyl gebeten habe. Diese Nachricht ist derzeit weder von indischer noch von kanadischer Seite bestätigt.
Die srilankanische Armee hatte im April 2000 nach einer größeren Schlacht Elephant Pass an die LTTE verloren. Es ist sehr wahrscheinlich, dass schon morgen Elephant Pass fallen koennte. Schon hat die LTTE begonnen, sich auf dem Meer nach Chalai zurückzuziehen.
Armeekommandant Generalleutnant Sarath Fonseka sagte, dass die Tiger jetzt in einem Gebiet gefangen sind, welches sogar kleiner als Thoppigala sei, und dass die LTTE mit nur 1700 bis 1900 Mann einen verlorenen Kampf kämpfe.
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Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion:
Weblink zur Seite von Defence.lk, wo die Truppenbewegungen aufgezeichnet werden:
Übersetzt aus den LankaWebNews vom 6.12.2008
von Ben Silva
Als die Köpfe unschuldiger Babys von singhalesischen Bauernfamilien zertrümmert wurden und als Schwangere getötet wurden, indem man ihre Eingeweide herausriss, da schwiegen die Politiker in Tamil Nadu. Sie schwiegen auch, als demokratische tamilische Führer wie der Bürgermeister von Jaffna Alfred Duraiappah, oder der srilankische-tamilische Außenminister Lakshman Kadirgamar von der LTTE getötet wurden.
Die Politiker von Tamil Nadu wurden nicht aktiv, als der Haupteinpeitscher der srilankischen herrschenden Partei, ein Tamile, Minister Fernandopulle, von Mitgliedern der LTTE getötet wurde. Als die LTTE eine Tötungsorgie veranstaltete, bei der sie unschuldigen, gesetzestreue Bürger tötete, da waren die Politiker von Tamil Nadu mucksmäuschenstill und haben weiterhin den Terrorkrieg unterstützt. Die Politiker von Tamil Nadu schwiegen, als gesetzestreue, friedliebende Tamilen entweder erschossen oder an Laternenpfählen aufgehängt wurden.
Es gereicht Sri Lanka zur Ehre, dass nicht ein einziger tamilischer Politiker von den Sicherheitskräften getötet worden ist. Sogar lange bevor der Bürgermeister Alfred Duraiappah getötet wurde, hatte die LTTE systematisch Regierungsbeamte und Offiziere der Exekutive getötet. Die LTTE ist ein Vorreiter von Selbstmordattentaten. Sie hat ein erschreckendes Strafregister wegen Terrorismus, Ermordungen, Erpressung, Kidnapping und dem Rekrutieren von Kindersoldaten. Sie ist auch wohlbekannt wegen Irreführung, Bestechung und Betrug. Welche Wahl hat die Regierung von Sri Lanka, außer diese rassistische terroristische Gruppe, deren Geist dem von Hitler ähnelt, zu besiegen? In der Tat könnte gesagt werden, dass Prabhakaran die tamilische Version von Hitler ist.
Es liegt in der Verantwortung der Regierung von Sri Lanka und unserer Missionen im Ausland, die ganze Welt davon zu informieren, dass Indien die LTTE Terroristen finanziell unterstützt, trainiert und auf andere Weise unterstützt hat und dass die LTTE Trainingslager in Tamil Nadu, Südindien, waren. Weiterhin muss die ganze Welt davon informiert werden, dass die Waffen der LTTE aus Tamil Nadu, Südindien, kamen. Sicher können wir keine doppelte Moral haben: Eine solche, die gilt, wenn die Inder von Terroristen, welche von ausländischen Mächten unterstützt werden, getötet werden, und eine solche, die gilt, wenn Srilankaner, unterstützt von ausländischen Mächten, getötet werden.
Unglücklicherweise weist die Tatsache, dass Politiker von Tamil Nadu schweigen, aber aktiv werden, wenn die Srilankaner versuchen, das einzige Land, das sie haben, zu schützen, darauf hin, dass das Reich der LTTE immer noch gut funktioniert. Was ist mit den Werten und der Ethik dieser Leute geschehen? Wer hat bessere ethische Maßstäbe: Leute, die sich prostituieren, oder LTTE Sympathisanten? Was ist genau die Logik, die hinter einer Bitte nach einem Waffenstillstand steht? Da die Tamilen in ganz Sri Lanka leben, ist es absoluter Wahnsinn, wenn man ihnen ein exklusives Gebiet geben wollte. Solch eine Handlungsweise würde nur den Rassismus ermutigen und der Beginn des Endes der Singhalesen in Sri Lanka sein. Es ist an der Zeit, dass einige rassistische tamilische Politiker in Tamil Nadu ihre rassistische Chola Mentalität fallen lassen und sich ihren singhalesischen Mitmenschen gegenüber anständig benehmen.
In der Tat ist es wohlbekannt, dass Tamil Nadu die Quelle von Spenden, Ausbildung und Waffen für die LTTE Terroristen war. Es scheint, dass genau die Gruppe, welche die Terroristen finanziell ausstattete, trainierte und unterstützte, jetzt die Haut der Terroristen retten möchte. Sicherlich muss die Welt die Wahrheit erfahren. Die einzige Gruppe, welche von einem Waffenstillstand Nutzen hätte, wären die LTTE Terroristen, da ein Waffenstillstand der LTTE eine weitere Gelegenheit geben würde, sich wiederzubewaffnen, sich neu zu gruppieren und noch einen Krieg in Sri Lanka zu kämpfen – und dabei Tod und Zerstörung zu bringen. Jetzt scheint es, dass sogar Prabhakaran mit der von der Regierung gelieferten Nahrung am Leben erhalten wird.
Muss ich die Welt an die Dollar und Kent Farm Massaker erinnern, an das Massaker von über 200 buddhistischen Pilgern in Anuradhapura und an das Massaker von über 100 Moslems in einer Moschee in Kathankundy? Die Politiker von Tamil Nadu sollten sich schämen, dass sie solch eine bösartige, wahnsinnige, rassistische Terrorgruppe, welche den Premierminister von Indien getötet hat, unterstützen.
Genug ist genug und diese Gruppe von wahnsinnigen Killern muss gestoppt werden.
Es ist wirklich falsch, irgendeinen Menschen zu töten, egal von welcher Rasse. Eine ganze Generation von Srilankanern hat wegen eines Terrorismus, welcher über 30 Jahre andauerte und beendet werden sollte, ein vernünftiges Leben verloren. Es ist wirklich sehr tapfer von unseren srilankischen tamilischen Brüdern und Schwestern, gegen die LTTE und zugunsten eines Vereinten Sri Lankas zu demonstrieren. Ich spreche meine Wertschätzung den tapferen srilankischen tamilischen Führern wie Hr. Anandasagaree aus, welcher mutig genug war, um die Wahrheit zu sagen. Wir Srilankaner können in Frieden leben, wenn niemand, der von außen kommt, den Rassismus schürt. Ich kennen Tamilen, respektiere sie und habe Zuneigung zu ihnen.
Der Schutz der srilankischen Tamilen liegt in der Verantwortung der srilankischen Regierung und ihres Volkes. Nach meiner Meinung sollten alle Srilankaner eine Haltung des Sich-Kümmerns und Teilens mit allen Bürgern entwickeln, und es sind jämmerliche ausländische Rassisten und Erbauer eines terroristischen Imperiums, welche die Stabilität von Sri Lanka bedrohen. Es ist auch möglich, dass einige der Politiker von Tamil Nadu, welche die LTTE unterstützen, von ihr bezahlt werden.
Wie es die Zeichen zeigen, könnten Rassisten und Leute mit einer Chola Mentalität für Sri Lanka eine ernste Bedrohung darstellen, und es ist Zeit für die Weltgemeinschaft und die Singhalesen, um aufzuwachen.
Was so beunruhigt, ist die Unterstützung von Prabhakaran durch die Rassisten und die Leute mit einer Chola Mentalität in Tamil Nadu. Dies sollte die Srilankaner aufmerksam machen. Sie sollten die ernsthafte Bedrohung von den Rassisten in Tamil Nadu erkennen.
Ich wiederhole, der Krieg geht gegen den Terrorismus und nicht gegen die Tamilen, welche unsere Brüder und Schwester sind. Die Regierung von Sri Lanka muss der LTTE die gleiche Behandlung zukommen lassen, wie sie sie den singhalesischen Terroristen zukommen ließ.
Der einzige Weg, der Sri Lanka vorwärts führt, ist, eine alle einschließende Gesellschaft zu haben, in der alle Gruppen in Frieden und Harmonie leben. Die LTTE hat eine ethnische Säuberung der Gebiete, welche sie kontrolliert, durchgeführt und dabei die Singhalesen und Moslems verjagt. Das ist sicherlich ein Hinweis auf die Zukunft, wenn der LTTE irgendein Ort in Sri Lanka zur Verfügung gestellt werden würde. In der Tat, wenn die Singhalesen weiter schlafen, werden sie ganz Sri Lanka verlieren, und sie würden in der gleichen Weise verschwinden, in der die Azteken aus Südamerika verschwanden.
Die LTTE hat mit den Gewalttätigkeiten begonnen. Wenn sie die legitime Antwort der Regierung von Sri Lanka nicht mag, dann sollte sie sich den Behörden stellen, so dass ein richtiger legaler Prozess wegen der von den LTTE Führern begangenen Verbrechen stattfinden kann.
Es ist traurig, dass einige Politiker von Tamil Nadu das gleiche Spiel spielen, welches Hitler spielte, damit sie Stimmen bekommen. Einige Politiker von Tamil Nadu haben ihr Gespür für Ethik, für Gerechtigkeit und Ehrlichkeit verloren und schüren nur den Rassismus, um einen Teil des singhalesischen Heimatlandes in ihre Gewalt zu bekommen.
Die Regierung von Sri Lanka unternimmt entschiedene Schritte, um eine wahnsinnige Terroristengruppe, die alles einsetzt, um ein rassistisches Reich zu schaffen – ähnlich dem von Hitler gemachten Versuch -, zu neutralisieren.
Die srilankanische Gesellschaft ist jetzt integriert und es gibt Heiraten zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen. Die Probleme, denen sich die Srilankaner gegenübersehen, werden von den außerhalb von Sri Lanka lebenden Tamilen verursacht. Diese statten finanziell einen Terrorkrieg aus, schaffen eine rassistische Enklave, die sie von dem einzigen Heimatland der Singhalesen abzweigen wollen.
Der Krieg in Sri Lanka wird nicht gegen die Tamilen geführt, sondern gegen eine wahnsinnige Terrorgruppe, welche den ganzen indischen Subkontinent in Brand stecken wird.
Die Wahrheit erweist sich:
Als die LTTE auf der Mission war, ein tamilisches Reich zu errichten, indem sie extreme Gewalt gegen die Singhalesen einsetzte, waren die Politiker von Tamil Nadu still. Jetzt, da die Regierung ihren legitimen Pflichten nachkommt, macht sie Lobbyarbeit zugunsten der ein rassistisches Reich aufbauenden Terrororganisation. Es ist Zeit für die internationale Gemeinschaft, die Wahrheit der Versuche der LTTE, ein rassistisches Reich aufzubauen, zu erkennen.
Ich spreche mich sehr für den Einschluss aller Gemeinschaften und die Integration aller Gemeinschaften aus.
Es gibt Armut bei allen ethnischen Gruppen in Sri Lanka. Einige Tamilen könnten denken, dass das Gras auf der Seite der Singhalesen grüner ist. Dies ist nicht der Fall. Zum Beispiel sterben Tausende in der Nord-Zentralen Provinz in Sri Lanka wegen dem Mangel an sauberem Trinkwasser. Offenbar gibt es in dieser Provinz so viel Armut und diese Gruppe wird von dem normalen Leben in Sri Lanka ausgeschlossen, dass sie noch nicht einmal sauberes Trinkwasser haben. Es gibt also viele Singhalesen, welche die grundlegenden Menschenrechte nicht haben. Nach meiner Ansicht sollten Schritte unternommen werden, damit man sich der Not aller singhalesischen Bürgerinnen und Bürger zuwenden kann.
Die Abtretung von Rechten aus ethnischen Gründen ist ein gefährlicher Weg vorwärts. Wie es die Ereignisse in Tamil Nadu gezeigt haben, würde dies rassistische Politiker hervorbringen und schließlich den Verlust des einzigen Heimatlandes der Singhalesen. Die Ereignisse in Tamil Nadu haben gezeigt, dass Politiker mit einer Chola Mentalität für Sri Lanka eine sehr ernste Bedrohung darstellen könnten. Vergessen Sie nicht, dass es die Chola Invasoren waren, welche Zerstörung in die singhalesische Zivilisation gebracht haben.
Es ist viel besser, alle Gemeinschaften einzuschließen, als aus ethnischen Gründen Rechte abzutreten. Letzteres würde bedeuten, dem Rassismus nachzugeben und schließlich Eelam zu bilden. Es müssen Schritte unternommen werden, dass es keine einseitigen ethnischen Enklaven gibt, welche in Sri Lanka Instabilität verursachen könnten. Nach meiner Meinung bedeutet die Abgabe von Rechten auf rassistischer Basis, den Rassismus legitim zu machen. Das würde den Geist der Leute korrumpieren.
Wenn ein Waffenstillstand gebraucht wird, dann sollte die LTTE die Waffen niederlegen, sich den Behörden ergeben, so dass die notwendigen legalen Prozesse wegen des Terrorismus gegen den srilankanischen Staat und dessen Volk stattfinden können.
Übersetzt aus dem Webmagazin der SL-Armee,www.defence.lk vom 4.12.2008
Paul Harris, ehemaliger Korrespondent der Jane’s Nachrichten-Review in Colombo, Sri Lanka, welcher von der Insel durch die Regierung des Premierministers Ranil Wickremesinghe verbannt worden war, da er dessen Verbindungen zu den Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) bloßgestellt hatte, meint, dass es jetzt eine Chance gibt, Velupillai Prabhakaran vor den Internationalen Gerichtshof gebracht werden kann, weil er selbst – neben vielen anderen Verbrechen – 14- bis 16-jährige Jungen und Mädchen als Selbstmordattentäter ausgewählt hat.
Der vollstandige Artikel:
Es ist ermutigend zu lesen, dass die srilankanische Armee eine Menge von dem Territorium im nördlichen Sri Lanka wieder eingenommen hat, welches viele Jahre lang von Velupillai Prabhakarans Tamil Tigern gehalten worden war.
Ein entscheidender Sieg der srilankanischen Regierungskräfte würde endlich den Frieden und eine Rückkehr des Aufschwungs für das vom Krieg zerrissene Land bringen. Dieser Sieg könnte auch eine Aussicht auf Gerechtigkeit in Hinblick auf einen der erbarmungslosesten terroristischen Persönlichkeiten bieten.
Nicht wenige erinnern sich, dass Sri Lanka von 1930 bis in den 80er Jahre des 20. Jahrhunderts als eine führende asiatische Nation galt, sowohl in Hinblick auf wirtschaftliches Wachstum als auch auf den Bildungsstand. Sri Lanka wurde als ein „asiatischer Tiger“ bezeichnet, welcher das Potential für die gleiche Art von Wachstum zu haben schien, welche Taiwan, Südkorea und Hongkong umgewandelt haben.
Es wird viel darüber diskutiert, was schief ging, aber es gibt wenig Zweifel, dass die Regierung von Präsident Junius Jayawardene in den 80er Jahren sehr dafür verantwortlich ist, dass mit Bedacht die Diskriminierung der Tamilen als eine politische Waffe von der singhalesischen Mehrheit gesteigert wurde. Gleichfalls führten die verantwortungslosen sozialen Haltungen der srilankanischen herrschenden Klasse nachfolgende Regierungen dazu, die Notlage der Ärmsten außer acht zu lassen. Das führte wiederum zu wachsender Verzweiflung und dies wiederum zum Entstehen von Extremismus.
Ich habe die srilankanische Politik als internationaler Beobachter für die allgemeine Wahl von 1994 beobachtet. Ein paar politische Fakten, die in dem propagandistischen Kreuzfeuer übersehen wurden, verdienen erwähnt zu werden. Als erstes ist Sri Lanka trotz vieler Mängel eine starke Demokratie. Dort sind die Wahlen besser organisiert und werden genauer beobachtet als beispioelsweise in Hongkong. Als zweites hat eine Mehrheit der srilankanischen Tamilen immer die Parteien unterstützt, welche für das Weiterbestehen eines vereinigten Sri Lanka sind.
Trotz der massiven Einschüchterung und des Terrorismus durch die Tiger hatte die Parteien, welche für die Teilung des Landes waren, niemals mehr als die Unterstützung einer Minderheit unter den Tamilen. Die Forderung der Tiger nach einem separaten nordöstlichen Heimatland „Eelam“ ist ein undemokratischer Versuch durch eine Minderheit, ihren Willen einer Mehrheit aufzuzwingen.
Was für eine Rechtfertigung es auch für die Forderung nach “Eelam” gegeben hatte, sie wurde vollständig durch das verkommene Verhalten der Führerschaft der Tiger zunichte gemacht. Die Tiger unterhalten ein rigides totalitäres System, auf welches Stalin stolz wäre. Sie haben systematisch prominente Tamilen, welche ein vereintes, multiethnisches Sri Lanka unterstützten, verfolgt und ermordet. Lange bevor Al-Qaeda die Selbstmordattentate populär machte, wurde diese Form des Terrorismus von den Tigern eingeführt. Diese gebrauchten auch in großem Umfang von Kindersoldaten und von Kinder-Selbstmordattentäter. Man sagt, dass Prabhakaran persönlich 14- bis 16-jährige Jungen für die „Black Tiger Selbstmordattentats-Schwadronen“ ausgesucht hat.
Früher in diesem Jahr habe ich geschrieben, dass es der große Traum des internationalen Gerichtshofs war, die seit Jahrhunderten bestehende Situation zu beenden, nach der das Gesetz in den Worten von Jonathan Swift “ein Spinnennetz ist, welches die kleinen Fliegen fängt, aber welchem die Wespen und Hornissen entkommen”. Jetzt, da es endlich Bewegung im nördlichen Sri Lanka gibt, gibt es auch endlich eine Chance, dass eine große und bösartige Hornisse vor Gericht gestellt wird.
Übersetzt aus dem Sri Lanka Guardian vom 15. November 2008
“Das ethnische Problem Sri Lankas ist jetzt über fünfzig Jahre alt und es gibt immer noch keine Hoffnung, es beizulegen. Die Annahme von Sinhala als einzige offizielle Sprache von Sri Lanka, die Verletzung von Abschnitt 29 der Soulbury-Verfassung, welche die hauptsächliche oder vielmehr die einzige Maßnahme für den Schutz der Minderheiten war, kann als Symptomatisch genommen werden.“
von V. Anandasangaree
Die einstimmig von der Tamil Nadu-Versammlung beschlossenen Resolutionen, welche die Zentralregierung auffordern, Druck auf die srilankische Regierung auszuüben, damit diese den Krieg sofort stoppt und Gespräche mit der LTTE beginnt, ist schockierend und sogar für die Tamilen von Sri Lanka völlig inakzeptabel. Dies wird sicherlich die Regierung von Indien selbst in Verlegenheit bringen. Es ist schade, dass es den Unterstützern des Antrags nicht gelungen ist, zu erkennen, dass das srilankische Parlament nicht viel Zeit brauchen wird, um eine kritische Resolution gegen die unberechtigte Einmischung der Tamil Naad Versammlung durchzubringen.
Es ist sehr unglücklich, dass die Tamil Nadu-Regierung eine solche Entscheidung nur unternommen hat, um einigen Hartgesottenen zu gefallen, welche ihre eigene Tagesordnung – die sich bald als abträglich für Indiens eigene Souveränität und Integrität erweisen wird – haben. Sehr bald werden es jene, welche diese Resolutionen unterstützten, tief bereuen, dass sie von einer Handvoll Extremisten, die nichts über das srilankanische ethnische Problem wissen und nur nach dem Hörensagen handeln, in die Irre geführt wurden. Ich hoffe, dass die Versammlung – basierend auf den letzten Entwicklungen – sich bald treffen wird, um die Entscheidung zu kippen.
Ich bestehe darauf, dass alle Parteidelegationen Sri Lanka besuchen, um die Tatsachen wirklich selbst zu sehen. Dies ist bis jetzt nicht geschehen, außer bei dem Ehrenwerten P. Chithamparam, der bei den Verhandlungen vor mehr als 20 Jahren eine Schlüsselrolle gespielt hatte, und nur zwei anderen aus Tamil Nadu, wobei einer davon ein Filregisseur ist, der Prabhakaran getroffen hat und wieder abgereist ist. Der andere, der der Führer einer kleinen Partei in Tamil Nadu ist, hat auch nach dem Mittagessen mit einigen TNA Mitgliedern des srilankanischen Parlaments, die betrügerischerweise von der LTTE als ihre Vertreter gewählt worden waren, das Land verlassen.
Wir srilankanische Tamilen heißen Rat und jeden anderen Beistand aus Tamil Nadu, um das ethnische Problem zu lösen, sehr freundlich willkommen. Aber wenn Tamil Nadu von einer Handvoll pro-LTTE Führern, welche ihre eigene Tagesordnung haben und ohne Voraussicht oder richtiges Verständnis und ohne angemessene Information handeln, in die Irre geführt wurde, dann wird es eine große Wohltat für die Tamilen von Sri Lanka sein, wenn Tamil Nadu nur schweigen würde.
Mit einigen Tausenden, denen es gelungen ist, den Fängen der LTTE zu entkommen, leben viel mehr als 50 Prozent der Tamilen in Frieden und Harmonie in vorherrschend singhalesischen Gebieten mit den Singhalesen und Moslems. Sie leben und arbeiten zusammen, spielen und essen zusammen und besitzen sogar Häuser und kaufen neue Mietshäuser.
Obwohl kürzlich einige der Hetzreden, die an verschiedenen Orten in Tamil Naad gehalten wurden, den Tamilen, die unter den Singhalesen und Moslems leben, eine Menge Verlegenheit verursacht und bei den Singhalesen Irritation veranlasst haben, leben die Leute dennoch in Frieden und Ruhe – trotz der schrecklichen Aktivitäten der LTTE in diesen Gebieten, welche den Tod von vielen unschuldigen Leuten und die Zerstörung von Eigentum verursacht haben.
Irgendeine Aktion, die in Tamil Nadu unternommen wird, sollte, ohne kontraproduktiv zu sein, nur helfen, das Problem zu lösen. Die besagten Resolutionen, welchen die Versammlung zugestimmt hat, helfen in keiner Weise, das Problem zu lösen, sondern verschlimmern es nur.
Es ist sehr unglücklich, dass die kürzlich erfolgten Unruhen, welche Demonstrationen, Menschenketten, Hungerstreiks, Aufrufe verschiedener Organisationen und Geschäfte beinhalteten und die in verschiedenen Distrikten in ganz Tamil Nadu abgehalten wurden, wobei von der indischen Zentralregierung verlangt wurde, sich einzumischen, sind entgegen der Erwartungen kontraproduktiv geworden.
Die Leute von Tamil Nadu, die das getan haben und dabei von den Hetzreden der pro-LTTE Führer sowohl von Sri Lanka als auch von Indien in die Irre geführt wurden, haben es nur der indischen Regierung unmöglich gemacht, frei zu handeln. Hätte man sie allein gelassen, dann hätte die Regierung das Problem angehen können, ohne jemanden zu beleidigen. Ohne dass sie die widrigen Folgen, welche ihre Aktion haben wird, erkannt haben, hatten die zwei Herren, welche die LTTE repräsentieren und behaupten, dass die LTTE der einzige Repräsentant des tamilischen Volkes von Sri Lanka wäre, den Teilnehmern gedankt, als der von den Filmstars in Chennai organisierte Hungerstreik endete.
Indien als eine mächtige, große Nation und größte Demokratie der Welt kann nicht einfach handeln, nur weil Druck von einem mächtigen Teil der Bevölkerung kommt, damit Indien sich in die srilankanische Streitfrage einmischt. Indien muss zuerst sichergehen, ob die von einem Teil der Bevölkerung kommende Forderung vernünftig ist und die Einmischung rechtfertigt.
Selbst wenn die Einmischung gerechtfertigt wäre, kann sich Indien nur in Beratungsfunktion einmischen, ohne dass man es beschuldigt, die Souveränität der srilankanischen Nation zu verletzen. Indien mit seinem großen Spionagenetz braucht nicht erzählt werden, was in Sri Lanka geschieht. Darum sollte man verstehen, dass die Antwort der indischen Regierung auf die verschiedenen Vorhaltungen, die ihr gemacht werden, sein wird, dass sie diese mit den eigenen Beobachtungen vergleicht.
Das srilankanische ethnische Problem ist nun über fünfzig Jahre als und es gibt immer noch keine Hoffnung, dass es frühzeitig beigelegt wird. Die Annahme von Sinhala als einziger offizieller Sprache von Sri Lanka, welche den Abschnitt 29 der Soulbury-Verfassung verletzt, war die hauptsächliche oder vielmehr die einzige Maßnahme für den Schutz der Minderheiten, und das kann als Symptomatisch genommen werden.
Ich bin einer von denen, die in dieser Zeit in Sri Lanka gelebt hatten und sehr wohl wissen, wer sich geirrt hat und wie ein Paradies auf Erden verloren gegangen ist. Es wird uns aber nicht helfen, das Problem zu lösen, wenn wir uns auf die bitteren Erinnerungen der Vergangenheit konzentrieren. Lasst es uns so sehen, wie es heute ist. Ich handle nicht für jemand anderen und bin für niemanden der Strohmann. Was ich sage, ist die Wahrheit und nichts als die Wahrheit und kann von jedem, der an meiner Glaubwürdigkeit zweifelt, angefochten werden.
Der Führer der Tamilischen Nationalen Allianz ist auch der Führer der parlamentarischen Gruppe von Illankai Thamil Arasu Kadchchi und ebenso ihr Präsident. Er klagt, dass er wegen der Art, auf welche Indien das Problem behandelt (sie schicken nur Nahrung für die vertriebenen Leute) enttäuscht ist. Er sollte versuchen, das Vertrauen der indischen Behörden zu gewinnen, ohne sie mit erfundenen Geschichten in die Irre zu führen.
Es gibt keinen Zweifel, dass sowohl in den von der Regierung kontrollierten Gebieten als auch in den von der LTTE kontrollierten Gebieten eine Menge Menschenrechtsverletzungen stattfinden. Viele Leute sind in den Gebieten unter der Kontrolle der Regierung an den Verletzungen beteiligt. Die TNA Führer sollten es der Welt mitteilen, in welchem Ausmaß die LTTE in solchen Gebieten beteiligt ist, ohne allein die Regierung oder irgendeine paramilitärische Gruppe zu beschuldigen. Sie äußern kein Wort über die Verletzungen in den von der LTTE gehaltenen Gebieten.
Eine der sehr ernsten Beschuldigungen, welche gegen die Regierung von der LTTE erhoben und von den TNA Parlamentariern bekräftigt wurde und welche die Gefühle der Leute von Tamil Nadu aufgewühlt hat, ist, dass die Regierung versucht, das tamilische Volk zu vernichten. Dies ist eine Erfindung der LTTE, welche die TNA in der ganzen Welt anzubringen versucht – und in Tamil Naad sehr erfolgreich. Die TNA muss sie mit Fakten und Zahlen beweisen, ohne wilde Behauptungen aufzustellen. Es ist auch eine Pflicht der TNA, der Welt er erzählen, dass die meisten der im Wanni gefangenen Leute aus drei anderen benachbarten Distrikten nach Kilinochchi getrieben wurden und dort unter Zwang festgehalten werden, um zum Schutz der LTTE als menschliche Schutzschilde gebraucht zu werden.
Ich versuche nicht, den Führer der TNA zu tadeln. Da er ein altgedienter Politiker ist, sollte er bei diesem sensiblen Thema vorsichtiger gehandelt haben. Er hat sich sehr spät gemeldet, und als er sich endlich gemeldet hatte, war der Schaden schon getan. Alle Arten von Beschuldigungen waren sehr unverantwortlich in Tamil Nadu gegen die srilankanische Regierung gemacht worden. Diese Beschuldigungen wurden angeregt von pro-LTTE Elementen, ohne dass man erkannte, dass man letztlich die Angelegenheiten mit der srilankanischen Regierung klären muss und nicht durch Zwang und nur durch Überzeugung. Der hervorgebrachte Enthusiasmus ist so unkontrollierbar geworden, dass es mit der unfreundlichsten und unerwarteten Drohung endete, indem man einen separaten Tamil Nadu Staat verlangte. Dieses Verlangen, was über 50 Jahre lang tot und begraben war, ist nun wiedererweckt worden. Dies würde der indischen Regierung eine Menge Schwierigkeiten bereiten. Sie ist nun in einem Dilemma.
Diese erneuerte Forderung muss einerseits im Keim erstickt werden und auf der anderen Seite muss das srilankanische Problem mit äußerster Vorsicht behandelt werden. Der Führer der TNA, welcher die Schuld für diese neue Entwicklung trägt, kann die indische Regierung nicht tadeln. Er kann nicht erwarten, dass die indischen Behörden jeden Ratschlag, den TNA Mitglieder geben, unbesehen schlucken.
Wie es die ganze Welt weiß sind die 22 TNA Mitglieder betrügerischerweise mit Hilfe der LTTE Feuerkraft ins Parlament gewählt worden. Darum wurde ihre Glaubwürdigkeit sehr zweifelhaft. Sie haben sich selbst geschwächt, indem sie die LTTE als einzigen Repräsentanten der Tamilen akzeptiert haben und begonnen haben, als Stellvertreter der LTTE zu fungieren. In solch einer Situation haben sie ihr Recht verloren, das tamilische Volk zu repräsentieren.
Ein neues Problem, das aufgetaucht ist, ist die Forderung der Tamil Nadu Regierung, dass 2000 Tonnen Hilfsgüter an die im Inneren vertriebenen Leute durch die ICRC unter der Oberaufsicht der indischen Botschaftsbeamten verteilt werden sollen. Die Zentralregierung muss der Forderung der Tamil Nadu Regierung zustimmen und damit von der gewöhnlichen Praxis, wie es sie in der Vergangenheit unter ähnlichen Umständen gab, abweichen. Die Zentralregierung hat keine Wahl, weil die Forderung von Tamil Naad auf den Druck von anderen zurückgeht.
Auf jeden Fall ist die Forderung von Tamil Nadu zu kleinlich und sicherlich eine Beleidungung für Sri Lanka und sein Volk. Ihr sollte auf keinen Fall nachgegeben werden. Die TNA Parlamentsmitglieder waren pflichtvergessen, indem sie der Regierung von Tamil Naad in diesen ganzen Jahren – für mehr als ein Vierteljahrhundert – nicht gesagt haben, dass es die srilankanische Regierung ist, welche den LTTE Führer, seine Familie, seine Soldaten und die Leute in den von der LTTE gehaltenen Gebieten durchgefüttert hat. Sie müssen ehrlich genug sein, um Tamil Naad zu sagen, dass, wann auch immer ein frischer Vorrat im Wanni ankam, die LTTE alles, was sie wollte genommen hat und auch ihren alten Vorrat mit dem neu Angekommenen ersetzt hat und den Rest den Leuten gegeben hat. Möge irgendein TNA Mitglied diese Feststellung bezweifeln!
Ich habe diese Fakten veröffentlicht, weil ich mich wegen der Forderung von Tamil Nadu schäme. Nach dem Tsunami von 2004 waren einige Tausend tot. Die Leute verhungerten und es hat Fälle gegeben, bei denen alte singhalesische Frauen 8 bis 10 Meilen mit Nahrungspaketen auf ihren Köpfen für die tamilischen und moslemischen Opfer, welche sie nie zuvor getroffen hatten, gelaufen sind. Es gibt genug Beweise, um zu zeigen, dass die LTTE aus der Tsunami-Hilfe viel mehr für sich beansprucht hat, als sie dazu berechtigt war.
Einmal davor, vor zwei Jahren, als es einen Angriff der LTTE auf die Schiffe, die Nahrung nach Jaffna brachten, gab, hat sich die ICRC geweigert, Geleit zu geben. Einige singhalesische Matrosen nahmen das Risiko auf sich und lotsten die Schiffe mit den Nahrungsmitteln nach Jaffna. Es ist sehr unglücklich, dass sich niemand von Tamil Naad jemals darum gekümmert hat, eine Informationsreise zu unternehmen, um zu sehen, was wirklich in Sri Lanka geschieht. Die zwei in diesem Brief erwähnten Herren waren hier auf einer Vergnügungsreise.
Tamil Nadu wurde von den TNA Mitgliedern in die Irre geführt und setzt sein eigenes Volk im Besonderen und ganz Indien im Allgemeinen einem großen Risiko aus. Meine wiederholten Bitten an Tamil Nadu, der LTTE nicht zu gestatten, in Tamil Naad ein „Jaffna“ zu schaffen, wurden vollkommen ignoriert. Wenn es Tamil Naad nicht gelingt, den Trend zu stoppen, dann wird es sehr bald ein Trainingszentrum für Selbstmordattentäter haben. Ich bin sicher, dass die Geschichte dann berichten wird, dass eines Tages Tamil Naad dies sehr bedauern wird.
Abgesehen von jenen, welche direkt in den Krieg verwickelt sind, bin ich vielleicht der Einzige, der eine richtige Instruktion über die reale Situation in Sri Lanka geben könnte. Die Tatsache, dass ich das Parlamentsmitglied für Killinochchi war, ist dem Hauptminister von Tamil Nadu bekannt. Die Wolken des Krieges sind nun dorthin gezogen und es gibt Leute von vier Distrikten, die gefangen oder gewaltsam dahin getrieben und dort unter Zwang von der LTTE zurückgehalten werden. Von den 6 Millionen Leuten jenseits des Meeres wird keine Anstrengung unternommen, sie zu befreien. Diese üben nur Druck auf die srilankanische Regierung aus, um eigentlich die grausamen LTTE Terrorristen zu beschützen.
Die Zentralregierung von Indien und die Staatsregierung von Tamil Nadu sollten nun zusammenkommen und die Leute, die in den unter der Kontrolle der LTTE stehenden Gebieten gefangen sind, befreien und ihnen erlauben, in die Gebiete abzuwandern, in denen mehr als 80 % der Tamilen leben. Sie sollten auch gemeinsam darin übereinstimmen, die srilankanische Regierung davon zu überzeugen, Macht an die Provinzräte abzugeben, wie es ähnlich mit verschiedenen Staaten in Indien geschehen ist. Dies ist die einzige Art, auf die Frieden nach Sri Lanka gebracht werden kann.
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Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion:
V. Anandasangaree ist Präsident der TULF- der ältesten demokratischen tamilischen Partei Sri Lankas.
Übersetzt aus dem sinhalesischen Tageszeitung The Island vom 18. November 2008
Von John C. Thompson – Präsident des Mackenzie Instituts in Toronto, Kanada
Seit ihres Auftauchens als eine lokale terroristische Gruppe aus einer kriminellen Unter-Gemeinschaft in Jaffna auf Sri Lanka, haben die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) verschiedene Veränderungen durchgemacht. Die nächste könnte die sein, die am längsten andauert – und am gefährlichsten ist.
Die Organisation und Disziplin der LTTE hat sie zu interessanten Studienobjekt gemacht. Sie sind sehr innovativ, einfallsreich und fleißig: Diese Eigenschaften würden ihre Mitglieder zu einem Erfolg in jedem friedlicheren und profitableren Feld der Bemühung werden lassen. Doch leider wurde für die Tamilen von Sri Lanka und für die anderen Völker der Inselnation ihr Talent auf die Revolte hin ausgerichtet. Jetzt, nach Jahrzehnten des Krieges, sieht sich die 25 Jahre alte Tiger Guerilla der Niederlage gegenüber, und was als nächstes kommt, das könnte sogar noch mehr von dem Charakter der Bewegung hinter ihnen enthüllen.
Wenn man angesichts der realen Niederlage einen spirituellen Sieg erklärt, dann kann dies beruhigend sein (fragt nur die Serben)… aber mit dem kriminiellen Reich der LTTE und ihrem Griff auf die srilankische tamilische Diaspora wird es Konsequenzen geben.
Bei den Modellen der Rebellion, welche in 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts entstanden, kann ein politischer Grund aus einer ideologischen Bewegung – gewöhnlich Marxismus oder radikalisierter Nationalismus – Gestalt annehmen. Dann beginnen an einem Punkt die radikaleren Elemente, terroristische Zellen zu schaffen. Wenn diese weitermachen, dann spaltet sich die Gesellschaft und den Leuten bleiben zwei Wahlmöglichkeiten: Sie können sich entweder unter den Behörden sammeln oder unter der Bewegung. Wenn die Bewegung wächst, schafft sie genauso Guerilla-Streifkräfte wie terroristische Zellen.
Schließlich sind diese stark genug, um die militärischen Kräfte der Regierung im Feld anzugreifen und bis zum Sieg weiterzumachen. Danach ist das Gras grüner, der Himmel ist blau, und es gibt Erdbeeren und Sahne für alle – außer für jene bösen Kräfte der Unterdrückung, welche „soziale Gerechtigkeit“ (gewöhnlich eine Kugel in den Hinterkopf) erhalten.
Dies ist das Drehbuch, aber oft sieht die Realität anders aus.
Im Fall der LTTE, welche oft ihre eigene Geschichte verdunkelt, war ihr Gründer Vellupillai Prabhakaran ein Straßengangster, der sich auf Erpressung und Schmuggel spezialisiert hatten und früh in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts politische Ambitionen bekam. Er machte aus seiner Clique eine kleine Terroristengruppe, verbrachte Jahre damit, langsam Stärke aufzubauen und folgte dem klassischen Muster, indem er Terrorismus gebrauchte, um einen Zyklus von Aktion und Gegenreaktion zu schaffen und zu beschleunigen, um den jeder Rebell inständig bitten würde. Im allgemeinen tritt der klassische Terrorist die Behörden ins Schienbein, bis sie zurücktreten, und dann schreit der Terrorist: „Hilfe! Hilfe! Wir werden unterdrückt! Ihr habt gesehen, wie sie mich unterdrückt haben, nicht wahr?“ (Zitat mit Entschuldigung von Monty Python genommen).
Die srilankanische Polizei und das Militär waren damals weniger als erfahren als heute und haben sich zuvorkommend genau so verhalten, wie es in dem Drehbuch steht. Dies erlaubte den Tigern, an Stärke zuzunehmen. Dann, nachdem in einem Hinterhalt der LTTE im Juli 1983 15 Soldaten getötet worden waren, spielte die Armee in Jaffna völlig verrückt – und das taten auch singhalesische Mobs anderswo in Sri Lanka – und ermordeten Hunderte von Tamilen und trieben Zehntausende (und mehr) in Furcht aus ihren Häusern weg. Es war wie bei dem vorläufigen Flügel der IRA und dem „Massaker des Blutigen Sonntags“ von 1972: Die LTTE hatte schließlich den Zwischenfall, den sie wünschte, und sie hat seitdem alles gerechtfertigt, indem sie sich auf diese Gewaltorgie des Mobs zurückbezog. In der Tat wird oft ihre ganze Geschichte vor 1983 passenderweise vergessen.
Jedoch brauchen Guerillas Zeit, um sich zu organisieren, und fast jeder vergißt, dass die LTTE schon eine Guerilla-Streitkraft hatte, als dieser Zwischenfall geschah. Überdies hat Sri Lanka seitdem ein paar Waffenstillstände (die gewöhnlich von den Tigern beendet worden waren) abgeblockt und sich einem andauernden Guerilla-Konflikt gegenübergesehen.
Aber nach 25 Jahren hat das srilankische Militär die Werkzeuge, die Technologie und die Führerschaft, die es braucht, um endlich die Guerilla-Streitkräfte der LTTE zu besiegen. Heilige Gebiete auf der Insel, die seit langem von den Tigern gehalten worden sind, sind gefallen. Die legendären Bunkersysteme der Tiger im Dschungel wurden durch neue sensorische Systeme entdeckt und mittels intelligenter Bomben aufgesprengt. Die inoffizielle LTTE Hauptstadt, die Stadt Killinochchi könnte bald fallen, obwohl die Tiger behaupten, dass dies ein „tamilisches Stalingrad“ wäre; und ganze Gebiete von Sri Lanka sind seit Monaten von den LTTE Angriffen befreit.
Wenn man jedoch von den Pro-Tiger Webseiten und Chat-Räumen her urteilt, dann heißt es: “die LTTE kämpft tapfer und sicher muss die korrupte und dekadente srilankische Armee bald auseinanderfallen… die tapferen Tiger können nicht versagen … nun, tote Armeeangehörige sind wie Klafterholz aufgeschichtet, obwohl ein paar geheiligte Verteidiger des Grundes glorreich gestorben sind…” Und so weiter, bis zum Erbrechen. Wenn man keinen Sieg zum Greifen nahe sieht, dann kann ein Sieg in der Vorstellungskraft sehr befriedigend sein. Es gibt unheilvolle Zeichen, dass die Führerschaft der Tiger erkennt, dass das Menetekel für ihre Guerillastreitkräfte im Feld und für die geheiligten Gebiete, die sie lange gehalten haben, an der Wand geschrieben steht.
Am 27. November 2008 wird erwartet, dass der Tiger Apparat im Ausland den „Heldentag“ ihrer Bewegung feiern wird. Prabhakaran wird wahrscheinlich seine gewöhnliche Radioansprache abliefern. Dieses Mal kann es per Tonband sein, aus Furcht, dass der Ort, an dem er sich aufhält, auf eine intelligente Bombe der Luftwaffe geschrieben und diese abgeschickt wird, wenn er bei einem Radiosender auftaucht. Dies wird eine andere Abweichung von den gewöhnlichen Sitten der LTTE sein.
Durch die Führerschaft der Diaspora kreist schon der Satz, dass das Thema des Heldentages in diesem Jahr sein wird: “Unser Land kann eingenommen werden, aber unsere Bestrebungen können nicht besiegt werden.”
Es hat Bewegungen gegeben, deren Führerschaft Erklärungen herausgegeben hat, wie: “Wir wurden geschlagen. Wir haben es so gut versucht, wie es ging, aber der Kampf ist vorbei und das, was jetzt einzig verantwortlich ist, ist, sich zu ergeben.“ Darum hat der Amerikanische Bürgerkrieg so geendet, wie er es in Wirklichkeit tat, mit einer würdevollen Kapitulation durch Robert E. Lee und dessen würdevollem Akzeptieren durch Ulysses S. Grant. Die Tiger scheinen nichts in der Art zu planen.
Statt dessen scheinen die Tiger dabei zu sein, sich in den tröstlichen Mythos eines spirituellen Sieges als eine Alternative zu einer realistischen Niederlage zurückzuziehen. Dies haben auch die Serben getan, als sie ihren Stolz nach ihrer Niederlage, die ihnen in der Schlacht von Kosovo Polja 1389 durch die Türken bereitet worden war, genährt hatten. Ihr zerbrechliches Nationalgefühl hat seitdem 600 Jahre angehalten.
Als er sich der drohenden Niederlage in der Schlacht 1918 gegenübersah, hat der deutsche Generalstab (der begierig war, den Ruf der Armee zu schützen) die Zügel der Macht einer zivilen Regierung zurückgegeben. Diese neue Regierung – und nicht so sehr General Ludendorff – musste die Bedingungen für einen Waffenstillstand aushandeln. Aus diesem entstand später die tröstliche „Dolchstoß-Legende“, welche Politiker in den bitteren Folgejahren des Ersten Weltkriegs erfanden. Die Armee konnte vorgeben, dass sie in Wirklichkeit nicht geschlagen worden war. Dieser Mythos half den Nazis an die Macht.
Schottische und irische Nationalisten bauten eine Menge romantischer Legenden um ihre zahlreichen Niederlagen. Die Engländer haben vielleicht alle Kriege gewonnen, aber die Schotten und Iren haben die guten Lieder… Einige von diesen Liedern haben aus schmutzigen kleinen Episoden tröstliche glorreiche Epen gemacht.
Wenn es den Tigern ebenso ergehen wird, dann wird es Konsequenzen geben. Zuerst ist es möglich, dass die Niederlage ihrer Guerilla-Streitkräfte und der Verlust ihrer geheiligten Gebiete nicht in Gewalt endet. Es wird immer Raum für eine konventionelle terroristische Kampagne unter dem Erscheinungsbild einer neuen Gelegenheit, um Guerilla-Einheiten zu schaffen, sein. Wie gewöhnlich könnten sie sich zuerst weiterhin darauf konzentrieren, die unverblümt sprechenden Tamilen zu vernichten – Tamilen, welche fühlen, dass die größte Hoffnung für ihr Volk innerhalb des Gesetzes und des srilankischen politischen Systems liegt.
Werden die Tiger freundlich genug sein, den Gebrauch von Gewalt zu stoppen? Wahrscheinlich nicht. Ein großzügiger Geist und Respekt für das Leben anderer befinden sich nicht unter Prabhakarans Charakterzügen.
Die Diaspora der srilankanischen Tamilen, welche die Tiger förderten und welche sie noch durch vorgeschobene Organisationen kontrollieren, wird ihr Schlüssel-Guthaben sein. Würde es Prabhakaran versuchen, ins Ausland zu flüchten, um zu sehen, ob er eine direktere persönlichere Kontrolle darüber erhält, oder würde er versuchen, irgendwo ein sicheres Exil auszuhandeln? Als ein heimlichtuerischer Mann mit einer sorgfältig geformten Persönlichkeit, einem quasi-öffentlichen Leben ohne Beschränkungen auf seine Bewegung wird dies wahrscheinlich nicht mögen. Aber wenn er in Sri Lanka bleiben will, dann würde dies bedeuten, dass er von Zufluchtsort zu Zufluchtsort schlüpfen müsste, immer eine besonders dafür ernannte Spezialeinheit auf seinen Fersen; und das könnte nur das eine Ende dieser Geschichte sein.
Das organisierte kriminelle Reich der LTTE inmitten der Diaspora Gemeinschaften wurde sorgfältig darauf ausgerichtet, die Tiger in Sri Lanka zu unterstützen. Polizisten in Westeuropa, Kanada und Australien, welche das tamilische organisierte Verbrechen überwachen, haben wenig Zeichen dafür gesehen, dass Führer von Pro-Tiger Gemeinschaften das Luxusleben führen, welches gewöhnlich mit den Führern des organisierten Verbrechens verbunden wird. Aber Drogen, „Kriegssteuern“, Schmuggeln und andere Unternehmen werfen eine Menge Geld ab und bezahlen den politischen Apparat der Tiger. Jene Aktivisten werden sich wahrscheinlich nicht um ehrliche Arbeit kümmern.
Es gibt eine Falle, in welche viele andere terroristische Organisationen in den vergangenen paar Jahrhunderten gefallen sind. Wenn man die Zuflucht zum organisierten Verbrechen sucht, um für den heiligen Grund zu bezahlen, dann endet dies gewöhnlich damit, dass die Reste des geheiligten Grundes benützt werden, um das organisierte Verbrechen zu rechtfertigen. Schließlich ist die Verwandlung von einer aufständischen Bewegung zu einer kriminellen Gesellschaft vollständig… Erinnert sich noch jemand an die ursprünglichen Absichten der chinesischen Triaden oder der sizilianischen Mafia?
In Anbetracht der Ursprünge der LTTE und der Haupteinnahmenquelle in den letzten 25 Jahren, könnte sich viel von ihrem internationalen Apparat leicht in ein großes trans-nationales kriminelles Reich verwandeln. Für die Srilankaner könnte darin ein gewisser perverser Trost liegen – all jene Nationen, welche den Tigern viele Jahre lang bei ihren Operationen eine gewisse Freiheit zugestanden haben, werden nun dafür einen höheren Preis zu bezahlen haben.
Für die Diaspora könnte eine romantisierte verlorene Sache andere Auswirkungen haben. Wenn nachfolgende Generationen von Tamilenkindern ohne irgendeine Erfahrung mit dem Leben in Sri Lanka aufwachsen, dann könnten sie gut und gern diese romantischen Mythen der verlorenen Sache annehmen, anstatt sich mit ihrem Erbe und ihrer Identität zu verbinden. Die Enkel und Urenkel der irischen Immigranten hatten in den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts geholfen, die IRA zu unterstützen. Die Enkel der Flüchtlinge aus dem Jugoslawien von 1940 kehrten zurück, um in den Kriegen von 1990 mitzukämpfen.
Jetzt, im Augenblick, könnte ein Tamile in Sydney, London oder Toronto die LTTE nicht wirklich unterstützen. Aber er könnte sich morgen von ihrer Existenz weniger bedroht fühlen. Ohne das Risiko, dass seine Kinder zu einer Guerilla-Streitkraft eingezogen werden, könnte er sich frei fühlen, wirklich dem Unterstützungsapparat der Tiger als Wächtern seines Erbes zuzustimmen.
Es ist ironisch, dass das Ende des Aufstands der Tiger in Sri Lanka sehr wohl ihren Einfluss auf die Diaspora Gemeinschaften verstärken könnte.
Es läge im Interesse von Sri Lanka, nach Maßnahmen zu suchen, welche die Führerschaft der Tiger-Diaspora jetzt untergraben könnte, damit sich ein militärischer Sieg auch in einen politischen verwandelt. Privilegien und Ehren könnten vielleicht jenen Tamilen gegeben werden, welche sich gegen die Tiger zur Wehr setzen; und es wäre klug von den srilankanischen Diplomaten, andere Regierungen dazu zu bekommen, dass sie jetzt über das tamilische organisierte Verbrechen nachdenken.
Was die kanadische Regierung betrifft: Wenn die Tamilen, welche hierher aus Sri Lanka gekommen sind, jemals Kanadier statt Tiger-Unterstützer im Exil sein sollen, dann muss die Macht der LTTE Tarnorganisationen gebrochen werden. Überdies: Kann es sich Kanada in Anbetracht der internationalen Verschiedenheit unserer organisierten Verbrecherkreise, wirklich leisten, dass der Übergang der Tiger vom Rebellen zu Gangstern hier ohne Widerstand geschieht?
Könnten wir nicht einmal ein Problem voraussehen – anstatt hinterher nur darauf zu reagieren?
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Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion:
John C. Thompson ist der Präsident des Mackenzie Instituts in Toronto, Kanada. Das Institut wird von kanadischen Zeitungen und Medien als eine von Kanadas führenden Forschungsorganisationen bezeichnet. Man ist im Institut stolz auf seine objektiven und unabhängigen Blick auf einige der umstrittensten Punkte der öffentlichen, politischen Agenda. Die Arbeit des Instituts wirkte in der Vergangenheit oft als Beschleuniger einer informierenden Debatte und damit u.U. auch eines politischen Wechsels. Das Institut führt Untersuchungen durch über nationale und internationale politische Instabilität sowie über organisierte Gewalt (z.B. Terrorismus, Krieg, organisiertes Verbrechen, Konflikt, Gründe für Instabilität, politischer Extremismus, usw.).
Thompson selbst ist ein früherer Geheimdienstoffizier der kanadischen Armee. 1989 bekam er den höchsten Orden der kanadischen Streitkräfte. Er war Hauptmann, als er den Dienst verließ. Er ist ein Mitglied von Civitas, dem Rat des York Rangers Regiments der Königin, dem Königlichen Kanadischen Militärinstitut außerdem Mitglied von Fair Vote Canada und der Internationalen Vereinigung von Offizieren gegen den Terror.
Übersetzt von einem Reuters Pressemeldung vom 13. November 2008
Ein Gesetzgeber, welcher für mehr als zwei Jahrzehnte mit den Guerillas gekämpft hatte, sagte am Donnerstag, dass Sri Lankas politischer Wille und militärische Planung die Tamil Tiger Rebellen besiegen wird.
Im letzten Monat verwandelte sich der Ex-Tiger Kommandeur Vinayagamoorthi Muralitharan von einem erbarmungslosen Guerilla zu einem Parlamentarier und de facto Sprecher für Präsident Mahinda Rajapaksas Plan, Macht an die tamilische Minderheit zu übertragen.
Erst vor vier Monaten wurde der Mann, der am weitesten bekannt ist unter seinem Kriegsnamen Colonel Karuna Amman, aus einem britischen Gefängnis entlassen. Er saß wegen Beschuldigungen des Passbetrugs und entkam knapp der Verfolgung wegen Kriegsverbrechen, die er in seinen Jahren als der Top Schlachtfeld-Kommandant der Tiger begangen hatte.
Jetzt erscheint er in örtlichen Zeitungen und Zeitschriften, geschmückt mit schrillen Anzügen, breit grinsend und darauf beharrend, dass er Murali genannt werden will. Das war sein Name in seiner Schulzeit.
In einem Interview mit Reuters in einem sicheren Haus in der Hauptstadt Colombo, umgeben von Elitearmee-Kommandotruppen, sagte Muralitharan, dass seine früheren Kameraden und sein einstiger Mentor, der LTTE Anführer Vellupillai Prabhakaran nahe an der Niederlage sind.
Muralitharan, auch als Colonel Karuna bekannt, erzählte Reuters in einem Interview: „Er hat keine Zukunft. Er ist ein totalitärer Politiker. Er hat sich nie von dieser Politik abgewandt. Er denkt wie ein Herzog, wie ein König. Er hat nie irgendeine andere Idee akzeptiert.“
Seit 1983 hat Prabhakaran die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) in ihrem Kampf um einen separaten Staat für Sri Lankas Minderheitstamilen angeführt, welche sich beklagen, von den seit der Unabhängigkeit von Großbritannien 1948 von der singhalesischen ethnischen Mehrheit geleiteten Regierungen an den Rand gedrängt zu werden.
Von 1983 bis 2004 war Muralitharan einer von Prabhakarans nächsten Stellvertretern. Die meiste Zeit hatte er 6.000 Kämpfer im östlichen Kommando der LTTE angeführt. Er war bei der am meisten in der Schlacht abgehärteten und effektivsten der gefürchteten Guerilla-Organisationen.
Aber 2004 trennte er sich von Prabhakaran und nahm seine Kämpfer mit auf die Seite der Regierung. Er gründete die Tamilische Makkal Viduthalai Pulikal (TMVP) Partei und steht an der Spitze der Liste mit den Namen von Leuten, welche die Tiger töten wollen.
Ein guter Plan
Die LTTE Politik verlangt für Abtrünnige den Tod und die Regierung geht, was seine Sicherheit betrifft, keine Risiken ein. Der Strom ging während des Interview aus und als Muralitharan einen Reporter hinaus in den Garten begleitete, wo er warten sollte, bis der Strom wiederkam, eilten ein Dutzend Soldaten herbei, um die Positionen um den Hof zu bewachen. Wenigstens vier von ihnen sammelten sich um ihn, als Stühle zum Sitzen herangebracht wurden.
Muralitharan glaubt, dass dieses Mal der Schlüssel zum Erfolg der Armee auf dem Schlachtfeld die Macht gewesen ist, welche dem Militär gewährt wurde.
Er sagte: “Alle Pläne wurden zu der Zeit von politischen Führern gemacht. Die Armee hatte keinen Einfluss. Jetzt hat unser Präsident ihr eine Menge Macht gegeben und zur gleichen Zeit hat der Sekretär für Verteidigung Gotabaya Rajapaksa einen sehr guten Plan.“
Rajapaksa, der Bruder des Präsidenten, hat eine Karriere als Offizier beim Militär gemacht und hatte sich der LTTE im Kampf gegenübergesehen. Er kämpfte dabei mit dem gegenwärtigen Armeekommandanten, den Generalleutnant Sarath Fonseka, an seiner Flanke.
Er sagte: “Dieser Plan wurde sehr gut von Sarath Fonseka ergänzt. Darum haben sie jetzt mehr Erfolg an der Kampffront. Sie haben eine Menge Gebiete eingenommen. In jeder Minute können sie Kilinochchi einnehmen.“
Dies ist die de facto Hauptstadt der LTTE und ein strategisches und symbolisches Ziel für die Regierung von Rajapaksa, welche im Januar einen seit 2002 andauernden Waffenstillstand über Bord warf und erklärte, sie würde ein für allemal die Rebellen zerstören. Wie die meisten Analytiker sagen, ist Muralitharan einer der hauptsächlichen Gründe für den Fortschritt des Militärs gewesen, da seine Kämpfer der Armee halfen, 2007 schnell große von Rebellen gehaltene Gebiete im Osten einzunehmen. Seit der Zeit hat die Armee viel von dem von den Rebellen gehaltenen Norden wieder eingenommen.
Sein Lohn dafür war ein Parlamentssitz, nachdem seine TMVP die östlichen Provinzwahlen im Mai gewonnen hatte. Menschenrechtsgruppen haben jedoch seine Ernennung kritisiert.
Rajapaksa hat einem ähnlichen Dezentralisierungsplan für den Norden das Wort gereden, nachdem erst einmal die LTTE besiegt worden ist.
Muralithan besteht darauf, dass er dem Militär keine Ratschläge erteilt. „Sie besonders brauchen nicht meinen Rat.“ Aber sein zutiefst strategisches Denken ist sehr offenkundig.
Aus dem Gedächtnis zeichnete er schnell eine Karte der Kriegszone und ihrer Straßen auf den Notizblock eines Reporters und erklärte, wie die Armee die Tiger aus Kilinochchi herausfegen und sie im östlichen Hafen von Mullaitivu in die Enge treiben würde. Er lehnte es ab, einen Zeitplan vorherzusagen.
Er sagte: “Niemand kann irgendeine Frist für den Krieg aufstellen.”
Übersetzt aus dem indischen Nachrichten Magazin India Today 10.09.2008
von Sandeep Unnithan
Tamil Tiger mit Patronengurten in karierten Hemden, Hosen, Slippern oder Sandalen, welche T-56 Gewehre schwingen und ihr schrumpfendes Territorium wild verteidigen. Diese visuellen Eindrücke von dem Krieg in Sri Lanka – der einzige Zugang zu einem Krieg, zu dem Journalisten nicht zugelassen sind – könnten an jedem Punkt in dem endlosen gegenseitigen Vernichtungskrieg in der Inselrepublik (und das schließt den dreijährigen Kampf der Tamil Tiger gegen die indische Friedenstruppe (IPKF) in den späten 80er Jahren des 20. Jahrhunderts mit ein) - aufgenommen worden sein.
Aber, wartet mal, was ist denn mit jenen charakteristischen horizontalen grün und gelb gestreiften Tarnuniformen passiert, welche die Tiger vor ungefähr zehn Jahren stolz präsentiert haben?
Indische Militäranalysten sehen dafür verschiedene mögliche Gründe. Von der indischen und srilankanischen Marine gemeinsam durchgeführte Patrouillen haben die Tiger von ihrem Nachschub aus Indien abgeschnitten und es könnte sein, dass unter anderen Schmuggelwaren der Versand von Uniformstoffen aus Rameshwaram unterbunden worden istl.
Colonel R Hariharan, ein früherer militärischer Spionageoffizier, gibt einen zweiten, plausibleren Grund: “Wenn sie Zivilkleidung tragen, dann erlaubt dies den Tigern, mit der Bevölkerung zu verschmelzen.”
Eines der quälendsten Bilder aus dem zweiten Irakkrieg vor fünf Jahren zeigte Haufen von grünen Uniformen und Militärstiefeln, als Saddam Husseins besiegte millionenstarke Baathist Armee in der Bevölkerung untertauchte.

Ein erschlagenes Mitglied des Schwarzer Tiger Selbstmordtrupps, das eine srilankanische Militäruniform trägt
Man glaubt, dass die Uniformen mit den charakteristischen gestreiften und aufgelösten Mustern das Geistesprodukt von Adele Ann (der in Australien geborenen Frau des verstorbenen Tiger-Ideologen Anton Balasingham) sei. Diese Uniformen werden auf Propagandabildern in großem Maße vorgeführt. Das Muster wurde eine Schablone für eine Menge von den anderen armeegrauen Streifen für die Schwarzen Tiger und himmelblau für ihre Neulinge „Vaanpuligal“ oder Luft Tiger.
Nun erweist es sich, dass sie genau das waren – nämlich Fotos, welche der zweittödlichsten Guerillastreitkraft in der Welt einen Anschein von Legitimität durch den konventionellen militärischen Stil brachten. (Ja, sie wurden seitdem von der Hizbollah überholt).
Die internationale Konvention schreibt eine Uniform vor, um einen Soldaten von einem Zivilisten zu unterscheiden, aber für einen Guerillakämpfer, für den Heimlichkeit und Listen Aktivposten sind, während er sich in der Bevölkerung bewegt, kann dies ein Hindernis sein.
Propagandafotos auf den Pro-Tiger Webseiten zeigen eine Reihe von einheitlich angezogenen Tiger-Guerillas mit runden französischen militärischen Kappen, mit einem grimmigen Oberführer Velupillai Prabhakaran, wahrscheinlich nach der üblichen letzten Mahlzeit mit dem Führer.
Wenn diese Schwarzen Tiger ihre Selbstmordangriffe ausgeführt haben – wie sie es bei dem Angriff am Dienstag taten – werden ihre verstümmelten Körper wie eine Trophäe auf der srilankanischen Webseite des Verteidigungsmilitärs www.defence.lk gezeigt. Dabei sind sie gewöhnlich in srilankanische Militäruniformen gekleidet.
Bei dem von vier Seiten aus erfolgenden Vorstoß des srilankanischen Militärs in das Kerngebiet der Tiger von Kilinochi können sie eine Menge gestreifte Uniformen am Wegesrand sehen – ohne ihre Besitzer.
Aus dem Englischen übersetzt vom Sri Lanka Guardian am 7. September 2008
Colombo – Quellen, die nahe zur LTTE stehen, bestätigen, dass Mathivathani Pirabakaran, die Frau des LTTE Chefs, Velupillai Pirabakaran (auch und besser bekannt als V. Prabhakaran - Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion) und zwei ihrer Kinder auf dem Seeweg nach Südafrika ausgewandert sind. Die älteste Tochter des Ehepaares, Dwaraka sowie der jüngste Sohn haben die Mutter auf der Reise begleitet. Ihr ältester Sohn Charles Anthony bleibt, wie verlautet, in Vanni und hilft dem Vater in Angelegenheiten der militärischen Organisation der LTTE.
Es wurde auch bekannt, dass Pirabakaran/Prabhakaran dagegen war, die Familie in ein europäisches Land zu schicken, wie er es 1987 während der Operationen der Indischen Friedenstruppe (IPKF) gegen die LTTE getan hatte. Er soll sich Sorgen gemacht haben, dass sie auf Grund „unangebrachter Publicity“ Schwierigkeiten mit den Behörden hätten haben könnten.
1987 hatte Pirabakaran/Prabhakaran seine Frau und seine drei Kinder nach Schweden geschickt, wo sie verblieben, bis die IPKF die Insel verlassen hatte.






