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Übersetzung eines Artikels der Asian Tribune vom 10. Januar 2009
Von Shenali Waduge
Der hohe Wert der internationalen Gunst hat sich an dem Zustand des Chaos perfekt gezeigt, welchen es jetzt im Staat Palästina gibt, der nun seit fast zwei wochen von den israelischen Streitkräften belagert wird, wobei es bisher über 780 Tote, 3500 Verwundete, 1,5 Millionen in Dunkelheit, ohne Wasser mit wenig Nahrung und Mangel und Nicht-Erreichbarkeit von einer richtigen Gesundheitsversorgung gibt, Die Mächte hinter Israel haben sicher gestellt, dass sogar nach zwei Wochen die Vereinten Nationen – die Wächter des Weltfriedens – sich nicht einmal auf eine gemeinsame Erklärung einigen können, welche die Taten von Israel verurteilt.
In den Augen der Welt sind die Hamas die Terroristen und die israelischen Angriffe werden als Verteidigung angesehen. Sri Lankas LTTE ist in 32 Ländern verboten, hat aber niemals die gleiche Verdammung erfahren wie die Hamas. Sri Lankas Regierung hat nicht die Unterstützung erhalten, die Israel jetzt aus allen Ecken erhält – was für den einen gut ist, müsste doch auch für den anderen gut sein!
Lassen Sie uns von Anfang an darin übereinstimmen, dass Terrorismus in jeder Form verabscheuenswürdig ist. Nicht nur der verabscheute Terrorismus muss vernichtet werden, damit die Welt Frieden haben kann und die Leute in Frieden leben können. Unglücklicherweise gibt es, wenn wir die Vergangenheit betrachten, viele Anzeichen dafür, dass die Regierungen mit ihren Schattenbehörden den schmutzigen Weg gewählt haben, kleinere und manchmal auch größere Nationen zu verärgern, indem sie das, was Terror bedeutet, benutzen – Viele geheime Zellen haben erbitterte Jahre damit verbracht, die Jugendlichen einer Gehirnwäsche zu unterziehen und sie zu bewaffnen, sie zu finanzieren und ihnen das Töten beizubringen.
Auf diese Art sehen wir, wir bei verschiedenen Splitterparteien kleine terroristische Gruppen in der ganzen Welt entstehen. Hinter jeder ist wahrscheinlich eine geheime Regierungsverbindung zu ihnen. Osama wurde zum Star, nachdem er dem Zweck des amerikanischen Geheimdienstes in Afghanistan gedient hatte – und heute ist die größte Bedrohung für die USA Osama. Die Ideologie, welche die Extremisten damals antrieb, scheint im gegenwärtigen Kontext die amerikanischen Absichten nicht zu unterstützen. Sind vielleicht diese Extremisten zum Terror aus Verwirrung getrieben, weil sie die Heuchelei hinter den Ideologien nicht verstehen?
Saddam hatte jedoch ein anderes Schicksal, aber er war auch ein einstiger Freund. Ähnlich hatten die Hamas, die Hisbollah und die LTTE alle Hilfe von ausländischen Regierungen. Indien mag nun den Kopf von Prabhakaran verlangen, aber Indien kann doch nicht vergessen oder vergessen lassen, wie es die LTTE bewaffnete, trainierte und finanzierte, und dass, obwohl die LTTE ihren eigenen Führer tötete, es der indischen Regierung immer noch nicht gelang, die Unterstützung von Tamil Nadu für einen separaten Staat zum Schweigen zu bringen. Indien muss es wahrscheinlich auf die harte Weise lernen, und wenn das Gedächtnis in Indien richtig funktioniert, dann sollte sich Indien daran erinnern, dass Tamil Nadu Gedanken an einen separaten Staat seit der indischen Unabhängigkeit unterhalten hat.
Das Gesamtausmaß der gegenwärtigen Krise in Gaza gibt den Srilankanern viel in Anbetracht der Schätzung ihrer Soldaten. Wir haben die Medien, die ICRC Interviews, die Leute von Palästina, die Doktoren gehört, welche nicht schlafen konnten und nun ihre Enttäuschung über die Art und Weise zeigen, in der die israelischen Soldaten die Palästinenser behandeln. Auf die UN Lastwagen wurde gefeuert, die UN Fahnen waren nichts wert, die UN Hilfs-Fahrer wurden getötet, die UN Schulen wurden bombardiert und kein einziger Weltführer hat irgendeine von Israels Aktionen verurteilt – noch nicht einmal der Generalsekretär der UN.
Wo sind die Sprecher für den UN Menschenrechtsrat, den Internationalen Gerichtshof, Human Rights Watch, Amnesty International, MSF, all die anderen NGOs/INGOs, welche sofort tätig werden, sobald es in Sri Lanka oder Ländern, auf die leicht von der übermächtigen internationalen Gemeinschaft Druck ausgeübt werden kann, einen Zwischenfall gibt?
Es wäre gut, wenn man sich an das Bombardieren von Chencholai in den Dschungeln von Mullaitivu erinnert. Bevor sogar schon irgendeine Untersuchung stattfand, stieg die ganze Welt der Regierung von Sri Lanka und dem Militär aufs Dach, obwohl das Militär trotzig dabei blieb, dass es ein Trainingslager für LTTE Tiger Soldaten betraf, von denen die meisten Kindersoldaten waren. Wie viele fragen sich, warum es ein Waisenhaus in den tiefen Dschungeln von Mullaitivu gibt?
Als den israelischen Streitkräften jedoch alle Details der UN Infrastruktur durch die UN gegeben wurde, warum hat sich dann Israelentschlossen, sie zu ignorieren, indem es nicht eine, sondern drei Schulen bombardiert hat? Von den über 780 Toten sind über 250 Kinder – kann die israelische Regierung Antworten auf diese Tatsachen liefern?
In über zwei Jahren von militärischen Angriffen durch die srilankanischen Streitkräfte auf ins Visier genommene LTTE Trainingsgebiete und Treffpunkite wurden keine Leben von Zivilisten geopfert. Die srilankanischen Streitkräfte, von denen die meisten noch nicht einmal ihre A/Ls haben und aus armen Häusern stammen, haben so viel aufgepasst, dass nicht ein einziger Zivilist verletzt wurde. Sie haben ihre Leben geopfert, um die Leute zu beschützen, und sie wurden sehr wenig gelobt. Statt dessen hat es den Medien gefallen, die srilankanische Armee als singhalesische Buddhisten darzustellen, welche einen Genozid begehen und ein Teil einer „humanitären Krise“ sind, obwohl diese Krise in Wirklichkeit auf die LTTE zurückgeht.
Wenn man eine der fortgeschrittensten Armeen der Welt mit unseren eigenen Soldaten in Sri Lanka vergleicht, dann können wir wirklich stolz darauf sein, wie diszipliniert die bewaffneten Streitkräfte von Sri Lanka gewesen sind. Obwohl viele der sich auf Zivilisten beziehenden Zahlen fragwürdig sind, sehen wir dennoch, wie das gesamte Militär die kleinen Gruppen, welche von der LTTE Herrschaft fliehen, willkommen heißen, ihnen Nahrung und das Gefühl anbieten, dass sie nun in Sicherheit sind. Ist es nicht dies, was die Leute wollen – sicher zu sein und weg vom Terror?
Aber gilt dies auch für die Palästinenser, welche jetzt in ihrem eigenen Land belagert werden – und zwar weil die Hamas Raketen nach Israel schickt. Es war der Zufluss von einer großen Anzahl von Raketen aus den Festungen der Hamas in Gaza, welche die israelischen Truppen nach dem Tod von 4 Israelis nach Gaza führte. Bis jetzt sind 13 Israelis gestorben – verglichen mit der überwältigenden Anzahl von 780. Täglich hören wir, wie die israelischen Streitkräfte unterschiedslos schießen – Die Brust eines toten Kindes ist ein Beweis für Heckenschützen-Feuer. Jedoch werden weiterhin von der Hamas aus Gaza Raketen abgeschossen, obwohl die israelischen Streitkräfte Gaza zweigeteilt haben.
Der Gaza-Streifen ist nur ein kleines Gebiet: Er hat nur 1,5 Millionen Einwohner. Ist es nicht rätselhaft, warum die Israelis mit ihrer fortschrittlichen Technologie nicht abschätzen können, wo genau die Raketen abgefeuert werden? Kann nicht irgendeiner von Israels Freunden mit seiner fortschrittlichen Satellitenausrüstung herausfinden, wo diese Raketen sind? Warum müssen die Israelis von ihrer Ecke aus feuern und feuernd vorwärtsstürmen, wenn sie nicht wissen, wo die Hamas ist: Bedeutet dies nicht, dass die gewöhnlichen Menschen wahrscheinlich die unschuldigen Opfer werden?
Natürlich kennt die Welt die genaue Art des Leidens des palästinensischen Volkes überhaupt nicht. Der Grund dafür ist, dass den Medien kein Zugang gewährt wird und dass jede Berichterstattung die Zustimmung vom israelischen Militär braucht. Nicht viel wird darüber gesagt, dass die Israelis über die Medien bestimmen – obwohl wir nur zu genau wissen, wie Sri Lanka sich dem Ansturm der Diskriminierung durch die Medien gegenübersah. Jeder Artikel, der über den Konflikt in Sri Lanka geschrieben wird, endet gewöhnlich damit, dass „unabhängiges Berichten verweigert wird“… Offensichtlich wird angenommen, dass alle Reporter eine ausgeglichene Version darüber, was geschieht, abgeben.
Es gibt viele, die für den gegenwärtigen israelisch-palästinensischen Konflikt verantwortlich sind. Das trifft auch auf die UN zu. Es war die UN, welche geholfen hatte, einen Verbündeten der USA im Mittleren Osten zu schaffen, indem sie Israel zu ihrem Staat machte. Es war nur richtig, dass den Palästinensern erlaubt wurde, in ihrem eigenen Staat zu leben. Jedoch kann Israel nicht ableugnen, dass es das palästinensische Land übernommen hat, und die ganze internationale Gemeinschaft zieht es vor, darüber Stillschweigen zu bewahren. Jedoch haben die Hamas, die Hisbollah oder irgendeine andere militante Gruppe kein Recht, einen bewaffneten Kampf zu führen und viel von der gegenwärtigen Krise im Mittleren Osten wird von den Moslems hervorgebracht, die ihre eigenen Leute töten. Im Irak, in Afghanistan, in Pakistan… Wir sehen perfekte Beweise dafür, dass Moslems ihre eigenen Leute töten, egal zu welcher Untergruppe sie gehören.
Israel hat erklärt, dass es sich nicht unter Druck setzen lässt, damit es den Ansturm beendet, und es ist auch nicht wahrscheinlich, dass auf Israel solch ein Druck wie auf Sri Lanka ausgeübt wird. Wenn die amerikanische Regierung nicht mit Terroristen spricht, dann hat Sri Lankas amerikanischer Abgesandter andauernd davon gesprochen, mit der LTTE Gespräche zu beginnen, sogar mit deren Stellvertreter im Parlament, die TNA, welche gegen den 6. Zusatzartikel der srilankanischen Verfassung verstößt, indem er offen einen separaten Staat in Sri Lanka fordert.
Die militärische Lösung von Sri Lanka ist einzigartig, denn sie war erfolgreich, indem sie die hartnäckige LTTE aus der östlichen Provinz vertrieb und dort Wahlen abhielt, welche schließlich dazu führten, dass ein früherer LTTE Kindersoldat deren Hauptminister wurde. Die Armee macht mit einem sehr geplanten Voranrücken weiter und stellt dabei sicher, dass kein Leben von Zivilisten verloren wird. Dabei hat sie viel von dem Territorium eingenommen, welches in den Händen der LTTE gewesen war – dieser selbsternannten tamilischen Repräsentanten, welche sogar das tamilische Volk erpresst und ausgeplündert haben. In dem Moment, in dem dies geschrieben wird, ist der Elefantenpass unter die Kontrolle der Armee gekommen. So ist die ganze A9 Straße bis hoch zur Jaffna Halbinsel gesichert.
Es gab kein einziges geopfertes Leben und es war die Tatsache, dass die LTTE sich entschlossen hat, einige Tamilen als menschliche Schutzschilde mit sich zu nehmen, die den srilankanischen Präsidenten dazu brachte, vor ein paar Tagen die LTTE zu verbieten. In Anbetracht der von den NGO/INGOs angenommenen 200.000 Flüchtlinge in Sri Lanka, wie kann sich da irgendjemand wundern, wie die abnehmenden LTTE Soldaten – von denen es vielleicht 1000 gibt – mit welcher Ausrüstung, welchen Waffen auch immer sie haben, eine solche Anzahl kontrollieren können. Es wäre interessant, wenn man wüsste, wie sie zu dieser Zahl gekommen sind, wenn es doch nur 2,4 Millionen srilankanische Tamilen in Sri Lanka gibt. Viele dieser NGOs/INGOs, die im Norden stationiert waren, werden erklären müssen, was sie mit den Spenden getan haben, die man ihnen für die Entwicklung im Norden gegeben hat. Die von diesen NGOs/INGOs in den Norden gebrachten schweren Maschinen für Bauarbeiten zeigen wenig, außer dass es fortschrittliche unterirdische Bunker, unterirdische Verstecke gibt, welche die LTTE gebaut hat und welche die Hamas beneiden muss.
Janes Nachrichtenbüro enthüllt, dass der jährliche Profit der LTTE von ihren heimlichen Operationen 200-300 Millionen amerikanische Dollar beträgt, und das nur ihre laufenden Kosten 8 Millionen amerikanische Dollar betragen. Das bedeuten, dass die Masse des Geldes unter den Personen aufgeteilt wurde, welche laut nach Tamil Eelam schreien.
Die kürzliche Ausstellung und kulturelle Zurschaustellung im Norden hat eine gute Warnung darüber abgegeben, dass die Leute dort genug hatten und jetzt leben, arbeiten und das Leben genießen wollen. Der Fall von Kilinochchi hat auch gezeigt, dass die Leute von Jaffna die Löwenfahne offen gehisst hatten. So haben sie eine Nachricht abgegeben, dass die LTTE in ihren Leben nicht länger willkommen ist. Es sind aktuell die unschuldigen Leute des Wanni, welche die ganzen Jahre hindurch von der LTTE umworben wurden – und diese Wanni Zivilisten mussten ihre Kinder hergeben, damit diese schließlich LTTE Kindersoldaten wurden oder Selbstmordattentäter. Die Wanni Zivilisten stellten sicher, dass jene in Colombo sich als Flüchtlinge in fremden Ländern bewerben konnten, und die Wanni Zivilisten wurden gezwungen, die ganzen Jahre hindurch das Opferlamm und der Sündenbock zu sein – und kein Tamile kümmerte sich je um sie.
Es ist nun notwendig, diese Leute zu retten und ihnen ein würdiges Leben zu geben.
Es ist sehr unglücklich, dass die Würde des menschlichen Lebens von jenen, denen Konflikte, Streit und Zwist gefallen ausgebeutet wurde. So sehr wir uns auch freuen, dass der Osten frei ist und nun ein Leben ohne Angst führen kann, so sehr hoffen wir auch, dass der Norden von der Herrschaft der LTTE frei sein wird. Aber ihm sollte Zeit gegeben werden, ohne dass sich die Politik einmischt. Vielleicht sollte das unter der Ägide eines guten Gesandten geschehen, der den Norden säubern, dort Verwaltungseinheiten schaffen, landwirtschaftliche Mittel des Lebensunterhalts entwickeln und aus dem Norden einen glücklichen Ort machen würden, an dem man auch sicher leben kann.
Die Lektionen des Terrorismus, die wir in Bombay und Gaza sahen, enthüllen, dass wir jetzt eine neue Phase des Terrorismus betreten haben, und dieser Trend ist etwas, das die Weltführer kritisch einschätzen – und dabei ihre eigene Schuld zugeben – müssen. Wenn Osama für den Terror steht, welcher durch die Welt hindurch verbunden ist, und Obama für Wechsel steht – dann hoffen wir, dass die Welt sich wirklich zum Besseren ändern wird und nicht zum Schlechteren.
Sri Lanka hat sich großem Druck gegenübergesehen, um das zu erreichen, was es erreicht hat, denn für ihre Regierung war es klar, dass sie nicht Zivilisten, sondern die LTTE ins Visier nehmen würde – eine terroristische Vereinigung, welche vom FBI für gefährlicher als Al Qaida gehalten wurde. Die Regierung von Sri Lanka hat sicher gestellt, dass keine Zivilisten betroffen waren, und heute ist die LTTE auf einem Fleck Erde von 40 x 40 Km zusammengetrieben worden. Jedoch gibt es noch viele, welche die Nation destabilisieren, wenn sie nicht sogar Erfolg haben, die militärischen Siege zu stoppen und unten im Süden Aufruhr zu schaffen. Kürzlich haben wir ein paar Beispiele gesehen – Es wäre weise für das Publikum, die Folge der Ereignisse aufzurechnen und zu versuchen, dies in eine größere Tagesordnung zu stellen, die vielleicht sogar wieder ausländische Regierungen mit ins Boot holen könnte. Es ist eine gute Zeit für das Publikum, mehr Weisheit zu zeigen.
Editorial von Rajendran Lochbihler vom 10. Januar 2009
Der Krieg im Gazastreifen hat die Streitpunkte wieder entzündet, welche so passend von den Weltführern begraben worden waren. Deutschland und andere westliche Länder haben bei einer Anzahl von Gelegenheiten die srilankanische Regierung bedrängt, damit sie mit Terroristen Friedensverhandlungen führt.
Sie haben oft die Sri Lankanische Regierung getadelt, weil sie das Waffenstillstands-Abkommen nicht eingehalten hatte und weil der Präsident Rajapakse den Terroristen den Krieg erklärt hatte.
Heute sprechen all dieser Länder mit gespaltener Zunge. Nach diesen Politiker, welche Schutzherren der Menschenrechte, des Friedens und was nicht noch alles zu sein scheinen, ist Israel frei, sich zu verteidigen, indem es in den Gazastreifen eindringt und Zivilisten tötet. Zu sagen, es wird hier mit zweierlei Maß gemessen ist die Untertreibung des Jahrhunderts.
Das Töten von 40 Zivilisten, welchen von den UN-Agenturen in einer Schule Schutz gewährt worden war, ist nur ein Beispiel. Der Koordinator der Schule war der israelischen Armee übergeben worden. Als diese unschuldigen Zivilisten töteten, einschließlich vieler Kinder und Frauen, war die Reaktion eher mau.
Der Sprecher der israelischen Regierung sagte, dass es eine technische Störung gegeben habe. Nur um danach schnell die Regierungs-Position zu verteidigen, indem er behauptete, dass von dieser Stelle aus Raketen abgefeuert worden seien. Wir halten nochmals fest: Dies war eine von UN-Beamten gesicherte Stelle und niemand hatte gesehen, dass Raketen von dort abgefeuert worden waren.
Dies also ist die Philosophie der westlichen Führer. Sri Lanker sind es nur, welche die Hauptlast dieser völlig heuchlerischen Situation tragen müssen, indem wir die tödlichste Terrororganisation in der Welt bekämpfen.
Wenn die Eelam-Terroristen nach Lust und Laune missliebige Politiker töten und Zivilisten mit Tod und Terror überziehen, alles verwüsten und Ansehen und Eigentum des srilankanischen Volkes beschädigen, Selbstmordattentate erfinden und morden und brandschatzen, dann sehen die meisten westlichen Regierungen (besonders Deutschland) immer noch nicht ein, dass dies Terror in reinster Form ist. Und sie verurteilen dies auch mit keinen Wort.
Deutsche Medien weigern sich, die LTTE als eine terroristische Gruppe zu bezeichnen. Ihr Beitrag zu zu all dem Blutvergießen, welches die LTTE veranlasst hat, ist, dass sie feststellen, dass die LTTE einen hehren Kampf kämpft, um das tamilische Volk zu befreien und den Staat Eelam in den Grenzen des srilankanischen Territoriums zu errichten.
Als jedoch Israel den Gazastreifen besetzte, welches ein ausländisches Territoriums ist, und damit klar die internationalen Gesetze verletzte, haben die westlichern Länder und besonders die USA schnell gehandelt und verhindert, dass eine Resolution gegen Israel den UN Sicherheitsrat passieren konnte.
Es ist eine seltsame Philosophie: Nach dem amerikanischen Botschafter in New York ist Israel ein souveräner Staat mit klaren Grenzen und ein Mitgliedstaat der Vereinten Nationen. Israel hat als solches das Recht zur Selbstverteidigung.
Dieses Recht erlaubt nach dieser seltsamen Interpretation der internationalen Gesetzes Israel, in ein anderes Land einzudringen und Ziele zu bombardieren, auf der Grundlage, dass diese Plätze von Terroristen gebraucht werden, um Israel anzugreifen.
Wenn Deutschland und die ganze europäische Union, zusammen mit dem amerikanischen Botschafter, den Tod von Zivilisten verurteilt, welcher von Luftbombardements auf identifizierte terroristische Ziele in Sri Lanka verursacht wurde, dann werden die Prinzipien, die man auf Israel anwendet, eindeutig hier nicht angewendet.
Die deutsche NGOs haben großen Lärm geschlagen wegen der Ausstellung von Fotos von Zivilisten, welche von solchen Luftangriffen getötet worden waren, obwohl die Regierung wiederholt gesagt hatte, dass diese Zivilisten in ein sicheres Haus gebracht worden waren, welches von der LTTE für den Zweck des Trainings gebraucht worden war.
Aber wenn Israel Bomben fallen lässt, Hunderte von Zivilisten tötet, und das, weil die ins Visier genommenen Plätze von den Hamas Terroristen als Lager für Waffen gebraucht worden waren, dann wird dies von den westliche Diplomaten, welche die Sache von Israel unterstützen, vehement verteidigt.
Warum wird es bei dieser seltsamen Logik Israel erlaubt, Schulen, Moscheen, Krankenhäuser und zivile Wohnhäuser zu bombardieren? Die immer gleiche Entschuldigung und Rechtfertigung ist, dass die Hamas an allen diesen Stellen ihre Raketen und Raketenabschussbasen gelagert habe, mit welchen sie Israel bombardiert.
Von daher wird es Israel erlaubt, egal wie viele Zivilisten zu töten, und die UN unterstützt dies, ohne zu zögern. Die Presse wird traktiert und die Arbeiter der internationalen Organisationen werden evakuiert und es wird ihnen nicht erlaubt, nunmehr seit fast acht Monaten, den Gazastreifen zu betreten, obwohl es dort eine riesige humanitäre Krise gibt – einige Nationen sagen sogar, dass dies auf einen Genozid herausläuft. Doch all dies wird nach dieser schrägen Logik erlaubt, dass die Hamas für die Krise verantwortlich ist – und nicht etwa die israelische Regierung.
Als der Gouverneur von New York kürzlich Israel besuchte und ihn ein Journalist wegen der humanitären Krise im Gazastreifen und wegen der Eskalation der Gewalt, befragte, sagte er: “Sie sollte die Frage der Hamas und nicht Israel stellen.“
Der srilankanischen Regierung werden Zivilrechts-Verletzungen und sogar Genozid vorgeworfen. Ich habe noch keine ausländische Regierung gesehen, die offen feststellt, dass Sri Lanka ein souveräner Staat ist, ein Mitglied der UN, welches das Recht auf Selbstverteidigung hat und dass es darum gerechtfertigt ist, wenn es sich wehrt, um den Terrorismus in Sri Lanka (und nicht in einem anderen Land!) auszulöschen.
Ich frage mich, wie die Reaktion der Westmächte sein würde, wenn in den frühen 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts, als die indische Regierung die LTTE-Terroristen auf ihrem eigenen Boden trainierte, die srilankanische Luftwaffe die indischen Terroristenlager angegriffen hätte?
Sogar Deutschland, welches für Frieden auf alle Fälle ist, hat Verhandlungen geführt, indem es seine Souveränität opferte, und die Seite der USA ergriffen und festgestellt, dass Israel das Recht hat, sich selbst zu verteidigen.
Aber in der Konfliktsituation Sri Lankas hat Deutschland kein Rückgrad gezeigt zu sagen „das gleiche Recht was Israel hat, hat auch Lanka“.
Sogar wenn UN Mitarbeiter, für die Binnenflüchtlingsversorgen zuständig, von der LTTE festgehalten werden, oder verwundete Tamilen ohne medizinische Versorgung von der LTTE festgehalten werden, fällt es weder Außenminister Steinmeier noch EU Repräsentant Solana ein, die LTTE wegen dieser eklatanten Menschenrechtsverletzungen und unmenschliche Taten zu verurteilen.
Die Heuchleien der westlichen Friedenspäpste kann kaum noch deutlicher sein.
Übersetzt aus dem sinhalesische Tageszeitung „Lakbime“ vom 4. Januar 2009
Von Gayan Kumara Weerasinghe
Eine Gruppe singhalesischer Jugendlicher, die von bewaffneten Spionage-Einheit der LTTE ausgebildet wurden, haben angeblich die srilankische Armee infiltriert. Mit Hilfe der Militärpolizei konnte die Polizei Revier in Keselwatta einen Soldaten verhaften, welcher kürzlich von dem bewaffneten Spionage-Einheit der LTTE ausgebildet worden war. Dieser Soldat wurde verhaftet, während er in der Armee bei den Sicherheitskräften diente, welche an der vorderen Verteidigungslinie bei Kilali waren. Der Soldat jetzt an einem geheimen Ort fest gehalten und sowohl von der Polizei als auch von der Armee intensiv befragt. Der Soldat ist angeblich aus dem Gebiet Moratumulla in Moratuwa. In der Zwischenzeit führt die Keselwatta Polizei Untersuchungen durch, um einen anderen Soldaten zu verhaften, nachdem sie einen entsprechenden Hinweis bekommen hatte. Ein leitender Polizeioffizier sagte, dass sie das Gebiet, wo der „Anil“ genannte Soldat diente, noch nicht aufspüren konnten.
Die Polizei hat eine Verschwörung entdeckt, die er auf Anweisungen der LTTE hin ausgebrütet hatte, um einen hohen Offizier der Marine-Ingenieure zu ermorden. Die Ermordung sollte an einem Ort in Stadt Athurugiriya ausgeführt werden. Details von diesen singhalesischen Terroristen, welche von dem bewaffneten Flügel der LTTE ausgebildet worden sind, wurden bei der Befragung einer singhalesischen Unterwelt-Bande enthüllt. Diese Bande wurde verhaftet, als sie die Ermordung eines hohen Sicherheitschef vorbereitete. Dieser Bande wurde eine Ausbildung im Gebrauch von Waffen in Wanni durch die LTTE Tiger gegeben.
Während der Befragung hat die Polizei entdeckt, dass der in Kilali verhaftete verdächtige Soldat die ihm von der LTTE überlassene Waffe an einen Politiker für 75.000 Rupien verkauft hatte. Quellen enthüllen, dass die Polizei die Untersuchungen begonnen hatten, um diesen Politiker zu verhaften. Er wurde als ein Mitglied des Stadtrats von Moratuwa identifiziert. Der verhaftete Soldat hatte für viele Jahre in der srilankischen Armee gedient und wurde in der Zeit des Waffenstillstands als Deserteur registriert. Anstatt zur Armee nach dem Urlaub zurückzukehren, war er mit einem Händler nach Kilinochchi gereist und hatte Möbel verkauft. Dabei war er zum ersten Mal mit der LTTE in Kontakt bekommen und wurde ein Mitglied der bewaffneten Spionage-Einheit.
Enthüllt wurde auch, dass der Verdächtige geplant hatte, eine Anzahl von tamilischen Geschäftsleuten in Colombo auf Anweisungen der LTTE hin zu töten. In der Zwischenzeit erzählte ein leitende Offizier der Sicherheitskräfte Lakbinanews, dass dies das erste Mal war, dass sie ein singhalesisches Mitglied des Spionage Einheit der LTTE gefunden hatten, welches die Armee infiltrierte. Der Offizier sagte auch, dass in den letzten fünf Jahren eine bedeutende Anzahl von Armeepersonal und Deserteuren verhaftet worden sind, weil sie verdächtigt wurden, Verbindungen mit der LTTE zu haben. Unter ihnen war auch ein Major des Heeres.
Der Offizier der Sicherheitskräfte sagte, dass dieser Major in Zusammenhang mit seiner angeblichen Verwicklung in das Selbstmordbombenattentat auf den Vizestabschef der Armee, Generalmajor Parami Kulatunga, verhaftet wurde. Es stellte sich bei den Verhören heraus, dass der verdächtigte Major auch in die versuchte Ermordung des Armeekommandanten Sarath Fonseka verwickelt war.
Von unserem LTTEwatch-Reporter direkt aus Colombo 3. Januar 2009

Colombo – Die 571. und 572. Brigade der 57. Division der srilankischen Armee, die von Generalmajor Jagatha Dias kommandiert wird, hat von der westlichen Flanke aus Kilinochchi eingenommen. Die 574. Brigade hat die Stadt von der südlichen Flanke aus eingenommen, wie heute morgen (2. Januar) berichtet wird.
Der srilankanische Präsident Mahinda Rajapakse richtete live im Fernsehen eine Ansprache an die Nation. Er erklärte, dass die von der LTTE selbst zur Verwaltungshauptstadt ernannte Stadt Kilinochchi von der srilankanischen Armee übernommen wurde. In seiner Ansprache an die Nation nannte der Präsident die Einnahme von Kilinochchi einen „beispiellosen Sieg“ für die ganze Nation, welche den Separatismus abgelehnt. Dies war das Mandat, welches ihm die Bevoelkerung bei den Präsidentschaftswahlen von 2005 gegeben hatten. Er sagte in der landesweit ausgestrahlten Sendung weiter: „Zum letzten Mal sage ich der LTTE (den Befreiungstigern von Tamil Eelam), dass sie die Waffen niederlegen und sich sofort ergeben sollen“. Er verlangte von der LTTE, dass sie alle im Wanni als Geiseln gehaltenen Zivilisten freilassen sollten.
Zahlreiche Srilankaner gingen in allen Städten spontan auf die Straßen, zeigten die Nationalflagge, tanzten auf die Strassen, zündeten Feuerwerkskörper und riefen Slogans.
Laut des AFP-Nachrichtendienstes hatten die Tiger zugegeben, dass sie Kilinochchi verloren haben. Aber sie weigerten sich, dies irgendwie zu kommentieren. Ein hochrangiger Offizier von der Kampffront erzählte LTTEwatch, dass die Armee sich in diesen Gebieten ueberraschend wenig Widerstand seitens der LTTE gegenübersah.
In der Zwischenzeit betrat die Spezialeinheit 1, welche von Brigadekommandant Shavendra Silva geleitet wird, die Stadt Kilinochchi vom Norden aus und die Truppen festigten ihre neugewonnenen Position an der Karadipokku Kreuzung, welche den nördlichen Rand von Kilinochchi darstellt.
Die 93. Basis der LTTE, welche die Verwaltung der Tiger Soldatinnen war, ist auch jetzt in den Händen der Armee. Militärquellen an der Front teilen mit, dass die meisten der überlebenden LTTE-Soldaten nach Mullaitivu flohen. Dies ist damit die letzte Bastion der Tamil Tiger.
Was den Mullaittivu-Kriegsschauplatz betrifft, so arbeiten sich vier Formationen der Spezialeinheiten 2, 3 und 4 der srilankanischen Armee, ebenso wie Truppen der 59. Division an Mullaitivu heran, während die Hubschrauber, Gewehre und Schiffe der Sri Lanka Luftwaffe MI 24 für die vorrückenden Truppen zeitlich nahen Nachschub aus der Luft liefert.
Die Truppen des srilankanischen Militärs bewegen sich jetzt zu der strategischen Tigerfestung von Elephant Pass hin, welche am Eingang der Jaffna Halbinsel liegt. Die Einnahme dieser Stadt steht angeblich ebenfalls unmittelbar bevor.
Die LTTE hat damit begonnen, die Elephant Pass-Stadt zu verlassen, wie vertrauliche Quellen in Colombo LTTEwatch – berichteten.
Prabhakarans Frau bittet angeblich um Asyl in Kanada
Eine Quelle in Indien berichtete der LTTEwatch-Redaktion, dass Prabhakarans Frau Mathivathini von Indien aus in Kanada um Asyl gebeten habe. Diese Nachricht ist derzeit weder von indischer noch von kanadischer Seite bestätigt.
Die srilankanische Armee hatte im April 2000 nach einer größeren Schlacht Elephant Pass an die LTTE verloren. Es ist sehr wahrscheinlich, dass schon morgen Elephant Pass fallen koennte. Schon hat die LTTE begonnen, sich auf dem Meer nach Chalai zurückzuziehen.
Armeekommandant Generalleutnant Sarath Fonseka sagte, dass die Tiger jetzt in einem Gebiet gefangen sind, welches sogar kleiner als Thoppigala sei, und dass die LTTE mit nur 1700 bis 1900 Mann einen verlorenen Kampf kämpfe.
***
Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion:
Weblink zur Seite von Defence.lk, wo die Truppenbewegungen aufgezeichnet werden:

Rajapaksa verkündet die Einnahme von Kilinochchi - und stellt der LTTE ein letztes Ultimatum
Verehrte Mitglieder des Maha Sangha, Mitglieder des Klerus aller anderen Religionen,
Meine lieben Freunde, welche alle Gemeinschaften und Religionen in Sri Lanka repräsentieren.
Sie werden sich erinnern, dass ich Ihnen vor zwei Wochen von dieser Stelle erzählt habe, dass das kommende neue Jahr das Jahr des heldenhafte Sieges unserer Truppen sein wird.
Heute, am zweiten Tag dieses heldenhafte Jahres, bin ich jetzt bereit, Ihnen die stolzen historischen Nachrichten von dem ehrenwertesten Sieg des militärischen Heldentums, die viele Jahrhunderte unserer Geschichte umfassen, zu enthüllen.
Freunde!
Obwohl der Führer der LTTE erst vor ein paar Tagen gesagt hatte, dass die Einnahme von Kilinochchi nur ein Traum von Mahinda Rajapaksa wäre, war dies in Wirklichkeit nicht nur mein Traum. Es war der andauernde Traum aller Srilanker, ob Singhalesen, Tamilen, Malayen, Burgher oder Moslems, die gegen Separatismus, Rassismus und Terrorismus sind und immer Frieden, Freiheit und Demokratie gesucht haben. Heute haben unsere heldenhaften Truppen diesen Traum Wirklichkeit werden lassen.
Vor kurzem haben unsere tapferen und heldenhaften Truppen Kilinochchi, welche als die Hauptbastion der LTTE betrachtet wurde, ganz und gar eingenommen. Unsere Truppen haben die Festung der LTTE, welche von vielen als die mächtigste und brutalste terroristische Organisation in der Welt bezeichnet wird, voll und ganz eingenommen.
Was für Worte oder welche Sprache man auch immer nutzt, um dies zu beschreiben: Dies ist wirklich ein unvergleichlicher Sieg. Was unsere heldenhaften Truppen erreicht haben, ist nicht nur das Einnehmen der großen Festung der LTTE. Es ist ein grosser Sieg im Kampf der ganzen Welt gegen den Terrorismus. Heute muss die ganze Welt den herausragenden Erfolg der srilankischen Truppen würdigen.
Man darf nicht diesen Sieg kleinreden und sagen, dass er von der einen oder anderen Gemeinschaft gewonnen wurde. Er sollte nicht als Niederlage des Nordens und Sieg des Südens interpretiert werden. Dies ist ein Sieg für unsere ganze Nation, für unser ganzes Land. Es ist ein entscheidender Sieg über den grausamen Terrorismus, der mit dem Blut, den Muskeln und Sehnen von Menschen herumgespielt hat. Es ist ein Sieg über den giftigen Separatismus, der versucht hat, die Leute aus rassischen und religiösen Gründen zu trennen.
Es gab einige, welche versuchten, Kilinochchi als die Hauptstadt eines separaten Staates hinzustellen. Wir haben in der jüngsten Vergangenheit gesehen, wie dies nicht nur von den internationalen Presse, sondern auch von jenen, die in der Diplomatie beschäftigt waren, geglaubt wurde. Diese Hauptstadt eines geträumten separaten Staates ist nicht mehr das Eigentum der LTTE. Das Mandat, welches mir das Volk in den Präsidentschaftswahlen von 2005 gegeben hat, stellte sicher, dass das ganze Land von einem einzigen legalen, demokratischen System regiert wird.
Übersetzt aus der Webseite „TransCurrent“ vom 1. Januar 2009
Kilinochchi – Die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) haben die sechzehn tamilischen Waisenkinder freigelassen, welche am 23. Dezember von den Tigern entführt worden waren, um als „Kindersoldaten“ rekrutiert zu werden.
Die Tiger hatten sich zuerst geweigert, die 11-14-jährigen Kinder freizulassen, obwohl die katholische Kirche darum bat. Schließlich waren sie gezwungen, sie freizulassen, weil es starke Proteste von einigen mutigen und gewissenhaften tamilischen katholischen Priestern gab.
30 tamilische katholische Priester hatten geplant, vom 1. Januar 2009 an ein „Fasten bis zum Tode“ in einer Kirche als Protest durchzuführen. Sie verlangten, dass die LTTE die entführten Kinder sofort zurückgeben sollte.
Die LTTE, die schon unter enormem militärischem Druck steht, versuchte mit den Priestern auf sanfte wie auf harte Art zu reden, damit diese ihre Entscheidung überdenken. Die Priester blieben jedoch entschlossen.
Schließlich gab die LTTE, die aus Paranthan flieht, auf und gab die sechzehn Kinder bedingungslos zurück. Da ihr Ziel erreicht war, sagten die Priester den Hungerstreik ab.
Der Generalvikar der Mannar Diözese Reverend Fr. Victor Soosai hat bestätigt, dass die 16 Kinder in das von der Kirche betriebene Waisenhaus zurückgekehrt sind.
Der schockierende Entführungszwischenfall fand am 23. Dezember, dem Fest des Heiligen Stephan, statt. Der Vorfall geschah in dem Waisenhaus für Jungen, welches die katholische Kirche in Tharmapuram in der Region Kilinochchi unterhält.
Die meisten Kinder des Waisenhauses waren an diesem Tag weggewesen, um Verwandte zu besuchen, aber einige Kinder blieben.
Plötzlich kam eine Gruppe von Tiger-Soldaten an und verlangte, dass ihnen die Kinder übergeben würden, da jeder gebraucht werde, um für das tamilische Heimatland zu kämpfen.
Priester Arush Eric Rohan, der Direktor des Waisenhauses, weigerte sich und bat die LTTE zu gehen. Der Tiger-Führer beschimpfte ihn und befahl seinen Soldaten, die Kinder unter Zwang mitzunehmen.
Die Waisenkinder, die in Panik waren, hatten begonnen, schreiend wegzurennen. Einige verstecken sich, während andere schrieen und weinten.
Obwohl es einigen gelang, den LTTE-Kadern zu entkommen, gelang es diesen, sechzehn Jungen zusammen zu treiben. Die Soldaten banden Hände und Füße der Kinder, trugen sie wie Säcke und warfen sie auf einen Lastwagen.
Prieser Rohan und ein anderer Priester versuchten, die LTTE-Kader daran zu hindern, aber sie wurden geschlagen und zu Boden geworfen.Die Priester wurden auch mit Waffen bedroht.
Nach dem schockierenden Zwischenfall baten die katholischen Kirchenführer im Norden mehrmals die LTTE, die Entführten freizulassen, aber die Tiger weigerten sich. Schließlich ging eine Gruppe von 30 tamilischen katholischen Priestern nach Puthukkudiyiruppu und diskutierte mit einigen Tigerführern, aber sie fanden keine Gnade.
Als letztes Zufluchtsmittel beschlossen die 30 Priester, einen Hungerstreik zu beginnen. Schließlich gab die LTTE nach und ließ die 16 frei. Der Zwischenfall hat für die LTTE viel negativer Publicity erzeugt.
Übersetzt von der indischen Nachrichtenagentur „IANS“ vom 29. Dezember 2008
Tamil Nadu - Ein srilankanischer Tamile, der versucht hatte, Kommunikationsausrüstung zu den Tamil Tigern (LTTE) zu schmuggeln, wurde in Indien verhaftet. Informierte Quellen sagten, dass am Montag weitere Verhaftungen wahrscheinlich seien.
Der “Q“ Abteilung (zustängig für die Terrorabwehr – Anm. der Red) ) der indischen Polizei von Tamil Nadu – welcher sich mit aufständischen Gruppen befasst – hat Amir Antony Paranthaman, 32, Samstag Nacht in Chennai in Haft genommen. Bei ihm wurden nämlich Satellitentelefone und globale GPS-Systeme gefunden, die man ihm aus der Schweiz geschickt hatte.
Die Waren waren für die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) bestimmt, welche verzweifelt Kriegsmaterial benötigt.
Nach der offiziellen Version hatte Antony, als er festgenommen wurde, ein Satellitentelefon bei sich. Seine Befragung führte zur Entdeckung von drei weiteren Satellitentelefonen, acht GPS und sowie Handyverstärkern, welche benutzt werden, um den Empfang zu verbessern.
Alles dies wurde durch einen LTTE-Kontakt in der Schweiz nach Tamil Nadu geschickt. Die Schweiz ist eines der Länder, wo es eine große srilankanische tamilische Bevölkerung gibt.
Nach der Polizei wurden zwei LTTE Aktivisten als Kannan und Prakash identifiziert. Sie hatten Antony gebeten, das Material zu sammeln und sicherzustellen, dass es mit dem Boot von der Tamil Nadu Küstenstadt Rameswaram nach Sri Lanka geschickt wird.
Die Polizei konfizierte auch 500 Kg Salpeternitrat, eine chemische Komponente eines Düngemittels, welche genutzt werden kann, um Sprengkörper herzustellen.
Der verhaftete Mann kam ursprünglich aus Jaffna und kam früher in diesem Jahr als Flüchtling mit seiner Frau nach Tamil Nadu. Seine Frau wurde ebenfalls befragt, aber sie bestand darauf, dass sie in keinerlei Hinsicht mit den Tamil Tigern Verbindungen habe.
Nachdem Antony sich in Chennai niedergelassen hatte, eröffnete er ein Reisebüro – ein Geschäft, von dem Beamte sagen, dass es von den srilankanischen Tamilen – einschließlich jener, die Beziehungen zur LTTE unterhalten – bevorzugt werde als Tarnung.
Die srilankanischen Tamilen haben auch Call Centers, Internetcafés und Mietwagenbüros in Tamil Nadu eröffnet. Tamil Nadu ist von der Insel durch einen Meeresstreifen getrennt. Dort hatten die LTTE und andere tamilische Gruppen Büros und Militärlager in den 80-er Jahren des vorigen Jahrhunderts.
Antonys Verhaftung kam nach einer Beobachtungsaktion, an der auch zentrale Sicherheitsbehörden beteiligt waren, zustande. Sie habe wieder gezeigt, dass die LTTE immer noch von Tamil Nadu abhenge.
Es hat auch gezeigt, dass die LTTE trotz des Drucks aus Sri Lanka immer noch die Fähigkeit besitzt, Netzwerke aufzubauen, bei denen mehr als ein Land beteiligt ist, damit Material, welches sie zum Fortführen des Krieges braucht, beschafft werden kann.
Wie die Quellen IANS berichten, waren sich die indischen Behörden daruber bewusst, dass für jede Ladung, auf die sie in Tamil Nadu stießen, einige andere an ihnen vorbeigeschleust werden – hinein ins Kriegsgebiet nach Sri Lanka.
Wie die Quellen weiter berichten, schien Antony kein spezielle LTTE-Ausbildung mitgemacht zu haben.
Von Shanaka Jayasekara
Sydney - Die Mumbai Angriffe vom 26. bis 29. November haben gezeigt, dass jede Großstadt für Belagerung und Geiselnahme anfällig ist. Die vereinten Angriffe an verschiedenen Orten mit einer großen Anzahl von Verwundeten hatten eine bisher nie gesehene Größenordnung. Anfänglich schienen die Ereignisse auf eine Belagerung und eine Situation der Geiselnahme hinzudeuten. Aber als die Krise weiterging, wurde es offenkundig, dass es keine glaubwürdige Lösegeldsforderung geben würde und dass dies ein Selbstmordattentat war, welches in Mumbai das Höchstmaß an Zerstörung anrichten sollte. Die Situation der Belagerung und Geiselnahme war eine reine Taktik, um die Zeit des Angriffs zu verlängern.
In der Vergangenheit haben die tschetschenischen Rebellen die Taktik der Belagerung und Geiselnahme benutzt, wie man an dem Angriff im Moskauer Theater vom Oktober 2002 und an dem Angriff auf die Schule in Beslan vom September 2004 sehen konnte. Aber es gibt einen deutlich sichtbaren Unterschied zwischen den Angriffen in Mumbai und den Angriffen in Russland. Die tschetschenischen Rebellen hatten erwartet, dass sie Geiseln für ihre im Gefängnis sitzenden Kameraden austauschen könnten, obwohl die Chancen dafür gering waren. Bei den Angriffen in Mumbai hatte die Gruppe der Selbstmordattentäter nicht die Absicht, wegen eines Austauschs zu verhandeln. Sie waren vielmehr entschlossen, so viel Schaden wie möglich anzurichten und – was noch wichtiger war – den Zustand der Verwirrung und des Chaos andauern zu lassen. Die Situation der Belagerung und Geiselnahme in Mumbai kann am ehesten mit dem Angriff auf das World Trade Centre in Colombo, Sri Lanka, am 15. Oktober 1997 verglichen werden, sowie mit der folgenden Situation der Belagerung und Geiselnahme im Gebäude des „Lake House“ in der Innenstadt von Colombo (Frontline, 1-14. November 1997). Die Absicht der Gruppe der LTTE Selbstmordattentäter war es gewesen, so viel Schaden wie möglich anzurichten, indem sie eine Bombe in einem Lastwagen am WTC explodieren ließen und dann die Belagerungssituation bis in die frühen Stunden des nächsten Morgens herauszögerten. Es ist wahrscheinlich, dass zukünftige terroristische Angriffe mit Belagerung und Geiselnahme eine terroristische Taktik sein werden, um nicht nur Zerstörung zu verursachen, sondern auch die Angriffe zeitlich zu verlängern.
Die Angriffe in Mumbai waren professionell geplant und mit einem hohen Grad an Genauigkeit ausgeführt worden. Es ist offenkundig, dass die Angreifer ein Training für den Gebrauch von Waffen und Sprengstoffen bekommen hatten. Sie hatten es sorgfältig geplant, die Angriffsperiode auf über zwei Tage auszudehnen. In de Tat dehnte sich der Angriff auf fast 60 Stunden aus. Der Grund dafür war die Unfähigkeit der indischen Polizei, welche mit der Herausforderung einer städtischen Situation der Geiselnahme nicht fertig wurde. Die Gefangennahme des einen Angreifers Ajmal Amir Kamal, eines Einwohners von Faridkot – in der Nähe von Multan in Pakistan – hatte direkte Verbindungen zu der pakistanischen Lashkar-e-Taiba (LeT) aufgezeigt. Das Hauptquartier der LeT ist in Muridke, in der Nähe von Lahore, und von dort aus wird ein kompliziertes Netzwerk von Trainingslagern und Stützpunkten in Azad Kashmir in Pakistan gesteuert. Es ist äußerst wahrscheinlich, dass die Gruppe der Selbstmordattentäter in Pakistan an einem ausgedehnten Planen und Training teilgenommen hat. Der indische Nachrichtendienst hat eine Unterhaltung mit dem Satellitentelefon überwacht, welche zwischen der Gruppe der Selbstmordattentäter, während sie sich auf dem Meer befanden, und ihren Organisatoren in Lahore stattfand. Dabei wurde die Bereitschaft zum Angriff beschrieben. Die indischen Behörden erwarten eine Zusammenarbeit mit Pakistan, damit sie die Telefonnummern identifizieren können. Zusätzlich wurde eine Email geschickt, auf Grund derer die Gruppe als Mujahedin aus Dekkan identifiziert werden konnte. Die Gruppe hatte einen russischen Webmail-Dienst und eine Übersetzungs-Software benutzt. Die IP-Adresse, welche sich auf diesen Email-Zugangspunkt bezieht, wurde als ein Cybercafé in Lahore identifiziert.
Das Planen eines solchen Angriffs erfordert nicht nur Training, sondern auch gewichtige Hilfe von lokalen Unterstützungsnetzwerken. In der Vergangenheit hatte das aktivste moslemische Verbrechenssyndikat in Mumbai, welches als „D-Kompanie“ bekannt ist und welche von Dawood Ibrahim geführt wird, die lokale logistische Unterstützung für islamistische Gruppen geliefert.
Es wird angenommen, dass Dawood Ibrahim gegenwärtig im Exil in Karachi unter dem Schutz der ISI lebt. Das ausgedehnte Netzwerk der „D-Kompanie“ engagiert sich aktiv beim illegalen Waffenhandel, durch welchen terroristische Gruppen und kriminelle Organisationen mit Waffen beliefert werden. Dieser Waffenhandel kommt ursprünglich aus Pakistan. Die LTTE hat eine aktive Zelle für das Verschaffen von Waffen in Mumbai, welche eng verbunden ist mit dem moslemischen Verbrechenssyndikaten. Im Januar 2007 hat die Maharashtra Polizei eine LTTE Beschaffungszelle in Mumbai zerschlagen und fünf LTTE-Arbeiter (Sivakiran, Selvachandran, Karan, Nithin und Bharathidasan; siehe Dekkan Herald von 31. Januar 2007) verhaftet.
Die LTTE Zelle in Mumbai hatte moslemische Verbrechenssyndikate benutzt, um an Waffen und Komponenten für den dualen Gebrauch zu kommen. Nach der Verhaftung der LTTE Zelle wurden sehr wichtige Mitglieder eines moslemischen Verbrechenssyndikats (Miraj Saheb Ismail und Asgar Ali von Null Bazar) verhaftet. Man fand eine Lieferung von 6 Tonnen (nach der metrischen Maßeinheit) Komponenten für den dualen Gebrauch für die LTTE (Rediff.Com – 27.Januar 2007). Die LTTE hat ihre nahen Verbindungen zu den moslemischen Verbrechenssyndikaten in der Umgebung von Mumbai aufrechterhalten, und diese Verbindungen ermutigen und unterstützen die informellen Netzwerke von islamistischen Gruppen, welche für den Gebrauch aktiv bleiben.
Bei einer kürzlichen Untersuchung der Vollzugsabteilung der Indischen Steuerbehörde wurde enthüllt, dass Hassan Ali Khan, ein moslemischer Geschäftsmann in Mumbai 300 Millionen US Dollar von einem verdächtigen saudischen Waffenhändler mit Namen Adnan Khashoggi erhalten hatte. Tatsächlich haben die indischen Behörden die Vereinigte Bank der Schweiz (UBS) daran gehindert, die Standard Chartered Bank (Indien) aufzukaufen, da die UBS nicht an der Untersuchung von Hassan Ali Khan beteiligt war (Hindustan Times, 1. Februar 2008).
Hassan Ali Khans Geschäftspartner Adnan Khashoggi wurde durch die Untersuchung der Ermordung von Rajiv Gandhi von 1991 als einer der Schlüssel-Waffenhändler der LTTE identifiziert. Es wird geglaubt, dass die LTTE mit diesem Netzwerk arbeitete, um sich große Waffenlieferungen zu verschaffen und Möglichkeiten des Verschiffens zu bekommen.
Die aktive Beteiligung der LTTE an den moslemischen Verbrechenssyndikaten in Mumbai liefern solche Netzwerke mit illegalen Geschäftsgelegenheiten und Gelegenheiten zur Geldwäsche. Diese Beteiligung ermutigt auch die Syndikate, aktiv bei der Verbreitung von Waffen und Sprengstoffen in Mumbai zu bleiben. Die Netzwerke, welche die Beschaffung für die LTTE aktiv unterstützen, haben die Erfahrung und Fähigkeit, den islamistischen Gruppen, welche örtliche Unterstützungsunternehmen suchen, ähnliche Dienste anzubieten. Wie man es hinsichtlich Dawood Ibrahims „D-Kompanie“ in Mumbai gesehen hat, zögern diese Syndikate nicht, für islamistische Gruppen aus Pakistan Unternehmen durchzuführen.
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Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion: Shanaka Jayasekara ist einer der leitenden Dozenten am Zentrum für Kontrolle, Spionage und Terrorabwehr (PICT) an der Macquarie Universität in Sydney, Australien.
Übersetzt aus der Webzeitung “Asian Tribune” vom 05. Dezember 2008
Nachdem sie von dem Chef der Tamil Tiger Velupillai Prabhakaran grünes Licht bekommen haben, haben die tamilischen Jugendlichen in Deutschland eine massive Kampagne in Gang gesetzt, um an Schulen Spenden einzusammeln. Dabei benutzen sie unschuldige kleine Kinder für die Öffentlichkeits-Kampagne. Die Gruppe der Thamilcholai-Schulen, welche von den Befreiungstigern von Tamil Eelam (LTTE) unterhalten wird, hat eine einen Monat dauernde Propaganda-Kampagne in Deutschland gestartet und gebraucht dabei annähernd 6500 SchülerInnen von 130 Thamilalayam-Schulen in Deutschland, zusammen mit 950 Lehrern, um ein Licht auf die sogenannte Not der vertriebenen Kinder in Wanni zu werfen, um um Spenden an deutschen Schulen zu bitten.
Die LTTE Schwadronen verteilten ein großes Abzeichen mit einer Farbfotografie von einem vertriebenen Kind im Wanni und sie haben unschuldige tamilische Kinder gezwungen, das Abzeichen auf ihrer Schuluniform zu tragen und ihre deutschen Klassenkameraden zu drängen, Geld zum Wohl der vertriebenen Kinder zu spenden. Aber die Spenden werden von der Pro-LTTE Thamilcholai-Verwaltung gesammelt und die Spenden könnten für Waffenkäufe und andere zerstörerischen Aktivitäten der LTTE gebraucht werden.
Interessanterweise begann die einen Monat dauernde Kampagne der Thamilcholai Schulkinder am 29. November, gerade zwei Tage nach Prabhakarans Erklärung, in der er die Aktivitäten der tamilischen Diaspora-Jugendlichen gepriesen hatte. Das war die erste Gelegenheit, bei der der LTTE Führer einen direkten Hinweis auf die tamilischen Jugendlichen im Ausland gab und ihnen für ihre Beiträge in seiner sogenannten jährlichen Rede zum Heldentag dankte.

Tamilische Kinder in deutschen Schulen tragen das „Abzeichen, welches das Leiden von Kindern in Wanni zeigt“
Jedoch sind gemäßigte und gebildete tamilische Eltern bestürzt wegen dieser Kampagne, bei der unschuldige tamilische Kinder missbraucht werden und bei der sie für politische Streitpunkte benutzt werden. Ramsamy Suppiah sagte: „Diese Art von Aktivitäten wird auf die jungen Gemüter einen ungünstigen psychologischen Eindruck hinterlassen. Ich habe zwei Kinder von 7 und 9 Jahren und ich möchte, dass sie zu guten, friedliebenden Mitgliedern der Gesellschaft werden. Diese Art von Hirnwäsche würde ihr geistiges Wachstum schädigen und die LTTE Propagada der Gewaltverherrlichung wäre für zukünftige Generationen der tamilischen Diaspora schädlich.“

Kinder werden in Deutschland zur Unterstützung der terroristischen Sache im Wanni missbraucht
In seiner Rede zum Heldentag machte Prabhakaran einen Aufruf an alle „Tamilen, in welchen Teilen der Welt sie auch leben mögen, damit sie fest und mit Entschlossenheit ihre Stimmen zur Unterstützung des Freiheitskampfes ihrer Brüder und Schwester in Tamil Eelam erheben. Ich erbitte von ihnen aus tiefstem Herzen, dass sie die Hände unserer Freiheitsbewegung stärken und fortfahren, ihre Beiträge zu leisten und zu helfen. Ich nehme auch die Gelegenheit wahr, meine Zuneigung und mein Lob an unsere tamilischen Jugendlichen, die außerhalb unseres Heimatlandes leben, zu übermitteln – dafür, dass sie eine hervorstechende und verpflichtete Rolle spielen, indem sie aktiv zur Befreiung unserer Nation beitragen.
In der Zwischenzeit haben tamilische demokratische Gruppen in anderen europäischen Städten enthüllt, dass die Thamilchollai-Schulen in Europa angewiesen wurden, ähnliche Propaganda-Kampagnen in Schulen durchzuführen. Es gibt mehr als 350 tamilische Schulen, die in Europa unter verschiedenen von der LTTE vorgeschobenen Organisationen funktionieren und von welchen annähernd 90 % direkt von der LTTE verwaltet werden. Es wird geschätzt, dass mehr als 20.000 tamilische SchülerInnen zwischen 4 und 21 Jahren in diesen Schulen lernen.
Die LTTE gebraucht die Schul-Lehrpläne, um eine sehr verzerrte Version der srilankanischen Geschichte zu unterrichten und um die Kinder in ihrem zarten Alter einer Gehirnwäsche zu unterziehen. Zusätzlich dazu, dass sie den SchülerInnen eine chauvinistische Version des tamilischen Nationalismus einimpfen, stimmen sie ihr Gemüt auch noch darauf ein, dass sie die Singhalesen als Rasse hassen lernen.
Obwohl die Tamilcholai-Schulen als wohltätige Organisationen eingetragen sind und Spenden und andere Vergünstigungen von örtlichen Regierungsstellen erhalten, damit sie diese Schulen unterhalten können, sammeln die Schulverwalter Geld von den SchülerInnen als Schulgeld auf einer monatlichen Basis ein. Dies geschieht auf Anweisungen der LTTE hin.
Weiter sind die meisten der Verwaltungschefs der Tamilcholai-Schulgremien mit der LTTE oder ihren vorgeschobenen Organisationen (wie z.B. dem Welt Tamilen Form, der TRO und dem TCC) verbunden. Sie organisieren auch LTTE Repräsentanten, welche gewöhnlich zu Besuch kommen und vor den Kindern dieser Schulen Vorträge halten.
Vor ein paar Monaten wurden gemäßigte tamilische Diaspora-Familien von einem ähnlichen Ereignis geschockt, das von dem Tamilischen Kulturverein Thurgau organisiert worden war, einer Organisation, die angeblich der Verbreitung der tamilischen Kultur und Kunst in Thurgau in der Schweiz dient. Bei diesem Ereignis wurden Kinder benutzt, um LTTE Streiter und Selbstmord-Schwadronen zu verherrlichen. Es wurde abgehalten, um Spenden für „vertriebene Leute im Norden“ zu erheben. Jedoch erwies sich die ganze Veranstaltung als nichts anderes als eine Veranstaltung zum Sammeln von Spenden für die LTTE. Altgediente LTTE Aktivisten, welche die Kette von tamilischen Schulen unter der Thamilchollai-Verwaltung in Europa kontrollieren, haben explizite Anweisungen an alle LehrerInnen gegeben, dass die Politik von „Eelam (tamilischer separater Staat) zuerst“ ein Teil des Schul-Unterrichtsplan sein soll. Es wird geglaubt, dass diese Veranstaltung auf Anordnung der Thamilchollai-Verwaltung organisiert wurde.
Übersetzt aus der srilankanischen Webzeitung „Lanka-e-News“ vom 23. Nov.2008
Der Zufluss von Leuten aus dem von der LTTE kontrollierten Gebiet in die von der Regierung eingenommenen Gebiete wächst. Heute sind 81 Personen, welche zu 16 Familien gehören, am Omanthai Kontrollpunkt angekommen (23). Sie wanderten acht Meilen, um hier in zwei Gruppen anzukommen. Die ganze Gruppe bestand aus 41 Frauen und 40 Männern, wie die Polizei sagt.
Eine Gruppe von 41 Personen ist gestern (22) ebenfalls am Omanthai Kontrollpunkt angekommen, wie das Verteidigungsministerium sagte. Am Morgen kam eine Gruppe von 36 Personen an und fünf weitere überquerten die Grenze gegen 12.30. Gestern und heute kamen insgesamt 122 an
29 von ihnen waren Männer und 12 waren Frauen . Sie waren Bewohner von Semamadu und Nainamadu im Vavuniya Distrikt. Sie sagten, dass sie entkommen waren, nachdem sie die LTTE rekrutiert hatte.
Das Verteidigungsministerium sagt, dass man diesen Leuten Nahrung und Medizin gegeben hätte. Später wurden sie in Auffanglager gebracht.
Vor einigen Tagen ergaben sich 19 Zivilisten am Omanthai Eingangs-Ausgangspunkt.
Eine Gruppe der Leute, welche im Regierungsgebiet angekommen sind, wird auf dem Foto gezeigt.
Übersetzt aus dem Webmagazin der SL-Armee,www.defence.lk vom 4.12.2008
Paul Harris, ehemaliger Korrespondent der Jane’s Nachrichten-Review in Colombo, Sri Lanka, welcher von der Insel durch die Regierung des Premierministers Ranil Wickremesinghe verbannt worden war, da er dessen Verbindungen zu den Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) bloßgestellt hatte, meint, dass es jetzt eine Chance gibt, Velupillai Prabhakaran vor den Internationalen Gerichtshof gebracht werden kann, weil er selbst – neben vielen anderen Verbrechen – 14- bis 16-jährige Jungen und Mädchen als Selbstmordattentäter ausgewählt hat.
Der vollstandige Artikel:
Es ist ermutigend zu lesen, dass die srilankanische Armee eine Menge von dem Territorium im nördlichen Sri Lanka wieder eingenommen hat, welches viele Jahre lang von Velupillai Prabhakarans Tamil Tigern gehalten worden war.
Ein entscheidender Sieg der srilankanischen Regierungskräfte würde endlich den Frieden und eine Rückkehr des Aufschwungs für das vom Krieg zerrissene Land bringen. Dieser Sieg könnte auch eine Aussicht auf Gerechtigkeit in Hinblick auf einen der erbarmungslosesten terroristischen Persönlichkeiten bieten.
Nicht wenige erinnern sich, dass Sri Lanka von 1930 bis in den 80er Jahre des 20. Jahrhunderts als eine führende asiatische Nation galt, sowohl in Hinblick auf wirtschaftliches Wachstum als auch auf den Bildungsstand. Sri Lanka wurde als ein „asiatischer Tiger“ bezeichnet, welcher das Potential für die gleiche Art von Wachstum zu haben schien, welche Taiwan, Südkorea und Hongkong umgewandelt haben.
Es wird viel darüber diskutiert, was schief ging, aber es gibt wenig Zweifel, dass die Regierung von Präsident Junius Jayawardene in den 80er Jahren sehr dafür verantwortlich ist, dass mit Bedacht die Diskriminierung der Tamilen als eine politische Waffe von der singhalesischen Mehrheit gesteigert wurde. Gleichfalls führten die verantwortungslosen sozialen Haltungen der srilankanischen herrschenden Klasse nachfolgende Regierungen dazu, die Notlage der Ärmsten außer acht zu lassen. Das führte wiederum zu wachsender Verzweiflung und dies wiederum zum Entstehen von Extremismus.
Ich habe die srilankanische Politik als internationaler Beobachter für die allgemeine Wahl von 1994 beobachtet. Ein paar politische Fakten, die in dem propagandistischen Kreuzfeuer übersehen wurden, verdienen erwähnt zu werden. Als erstes ist Sri Lanka trotz vieler Mängel eine starke Demokratie. Dort sind die Wahlen besser organisiert und werden genauer beobachtet als beispioelsweise in Hongkong. Als zweites hat eine Mehrheit der srilankanischen Tamilen immer die Parteien unterstützt, welche für das Weiterbestehen eines vereinigten Sri Lanka sind.
Trotz der massiven Einschüchterung und des Terrorismus durch die Tiger hatte die Parteien, welche für die Teilung des Landes waren, niemals mehr als die Unterstützung einer Minderheit unter den Tamilen. Die Forderung der Tiger nach einem separaten nordöstlichen Heimatland „Eelam“ ist ein undemokratischer Versuch durch eine Minderheit, ihren Willen einer Mehrheit aufzuzwingen.
Was für eine Rechtfertigung es auch für die Forderung nach “Eelam” gegeben hatte, sie wurde vollständig durch das verkommene Verhalten der Führerschaft der Tiger zunichte gemacht. Die Tiger unterhalten ein rigides totalitäres System, auf welches Stalin stolz wäre. Sie haben systematisch prominente Tamilen, welche ein vereintes, multiethnisches Sri Lanka unterstützten, verfolgt und ermordet. Lange bevor Al-Qaeda die Selbstmordattentate populär machte, wurde diese Form des Terrorismus von den Tigern eingeführt. Diese gebrauchten auch in großem Umfang von Kindersoldaten und von Kinder-Selbstmordattentäter. Man sagt, dass Prabhakaran persönlich 14- bis 16-jährige Jungen für die „Black Tiger Selbstmordattentats-Schwadronen“ ausgesucht hat.
Früher in diesem Jahr habe ich geschrieben, dass es der große Traum des internationalen Gerichtshofs war, die seit Jahrhunderten bestehende Situation zu beenden, nach der das Gesetz in den Worten von Jonathan Swift “ein Spinnennetz ist, welches die kleinen Fliegen fängt, aber welchem die Wespen und Hornissen entkommen”. Jetzt, da es endlich Bewegung im nördlichen Sri Lanka gibt, gibt es auch endlich eine Chance, dass eine große und bösartige Hornisse vor Gericht gestellt wird.
Übersetzt aus dem Sri Lanka Guardian vom 17. Nov. 2008
Von N. Sathyamoorthy
“Die TNA und die größere tamilische Gemeinschaft müssen die Unmöglichkeit der Situation, welche aus einer militärischen Situation entsteht, zugeben. Sie beschuldigen den srilankischen Staat, nur eine ‘militärische Lösung’ für die ethnische Streitfrage zu finden.”
Unabhängig von der einstimmigen Resolution der Tamil Nadu Staatsversammlung gibt es wenig Chancen für die Regierung von Indien, an dem “Verlangen eines Waffenstillstands” in Sri Lanka teilzunehmen. Der Premierminister Manmohan Singh machte dies bei seinem Treffen mit dem srilankanischen Präsidenten Mahinda Rajapaksa in Neu Delhi um so klarer. Singh wiederholte die indischen Sorgen wegen der humanitären Front und er wiederholte auch Neu Delhis Position hinsichtlich einer nicht-militaristischen, politischen Lösung über die Abgabe von macht.
Auf alle Fälle soll sich die Tamil Nadu Versammlung für die jährliche Wintersaison in der Woche treffen. Die Resolution ist mit dem geplanten Besuch von Präsident Rajapaksa in Indien zusammengefallen. Dort hat er an dem BIMSTEC Gipfel der Bucht von Bengalen Nationen teilgenommen. Es war jedoch kürzlich das erste Mal, dass die zwei Hauptlinien der drawidischen Parteien, nämlich die herrschende DMK und die Opposition AIADMK ähnliche Ansichten über ein Thema hegten, einschließlich der „srilankisch-tamilischen Streitfrage“.
Aber es ist auch wahr, dass die DMK die Ansichten der AIADMK und seines eigenen Kongressverbündeten hinsichtlich der LTTE teilt. Der Achtzigjährige Oberminister M. Karunanidhi erinnerte sich an zwei Phasen der Annäherung der DMK an die tamilische Streitfrage – vor und nach der Ermordung von Rajiv Gandhi. Was das betrifft, haben alle hauptsächlichen Parteien auf nationaler Ebene ähnliche Ansichten. Das gesetzlich vorgeschriebene Revisionskomittee hat auch dem Zentrum zugestimmt, dass es das nach der Ermordung erfolgende Verbot der LTTE auf weitere zwei Jahre ausdehnte.
So müssen die Freunde der srilankischen Tamilien – ob in Indien oder anderswo – sich ihre echten Forderungen genau anschauen, damit Indien sich wieder hinsichtlich der “ethnischen Streitfrage” engagiert. Indien hat sich nie ganz von dieser Streitfrage abgewendet. Das Weggehen des norwegischen Förderers bedeutete, dass Indien seine Anstrengungen verdoppelt hat.
Neu Delhi hat dauernd Colombo hinsichtlich dieser Streitfrage verpflichtet, sogar nach der Ermordung. Wenn man das Verbot der LTTE in Ruhe lässt, dann ist es auch der `Mangel an Vertrauen`, der die Organisation begleitet und der die internationalen Spieler veranlasst hat, sich für einen bedeutsamen Dialog um einer politischen Einigung willen zu engagieren. Darin ist Indien nicht allein.
Dies ist auch die Position von Präsident Rajapaksa gewesen. Der UNP Führer der Opposition, Ranil Wickremesinghe, hat das gleiche bei der stattfindenden Etat-Sitzung des srilankischen Parlaments bekräftigt. Übersetzt bedeutet dies einen hauptsächlichen „südsinghalesischen Konsens“ das Thema betreffend.
Auch über die Abgabe von Macht gibt es einen wesentlichen Konsens der Art in der singhalesischen Politik. Präsident Rajapaksa hat der UNP Position nachgegeben, indem er den 13. Zusatzartikel billigte, gegen den seine Partei angetreten war, als er 1987 verordnet worden war. Schon immer hat auch die UNP dem Präsidenten irgendwie freie Hand gegeben, damit er weitermachen kann an der Front der Abgabe der Macht.
Kritiker der gegenwärtigen indischen Position müssen zugeben, dass es Premierminister Singh war, welcher vor zwei Jahren den kritischen Schritt unternahm, die Tamilische Nationalistische Allianz (TNA) mit ins Boot zu holen. So wurde er der erste indische Premierminister von sechs, der in den 15 Jahren nach der Ermordung von Rajiv Gandhi mit irgendeiner srilankischen politischen Organisation gesprochen hatte, welche mit der LTTE in Zusammenhang stand. Die Tatsache, dass Rajiv Gandhis Witwe Sonja das Oberhaupt der herrschenden UPA Koalition im Zentrum und auch die Kongress-Anführerin der Vereinigung ist, sollte die Heftigkeit und Ernsthaftigkeit steigern, mit der Neu Delhi das Thema anging.
Die indische Initiative kam trotz der Entscheidung der srilankischen Regierung, die TNA aus dem APRC Prozess, der darauf abzielt, zu einer übereinstimmenden Herangehensweise für die Abgabe von Macht zu kommen, herauszuhalten. Während seines Besuches in Colombo für den SAARC Gipfel früher in diesem Jahr sprach Premierminister Singh mit den TNA Führern. Es bleibt der TNA, seine offene Einladung an sie, nach Delhi für weitere Gespräche zu kommen, zu folgen.
Die srilankische Regierung hat ihrerseits versprochen, die TNA einzubinden, wenn der APRC Prozess zu Verhandlungen mit der tamilischen Gemeinschaft für eine endgültige politische Schlichtung führt. So ist es Zeit für Präsident Rajapaksa, den APRC Prozess schnell zu verfolgen. Man erinnert sich vielleicht an den Mehrheitsbericht und die Tissa Vitharana Empfehlungen. Letztere stehen in Verbindung mit dem Namen des APRC Vorsitzenden und enthalten Anzeigen für ein bedeutsames Paket der Abgabe von Macht.
Die TNA und die größere tamilische Gemeinschaft müssen die Unmöglichkeit der Situation, die aus einer militärischen Situation entsteht, zugeben. Sie beschuldigen den srilankischen Staat, dass er nur eine „militärische Lösung“ für eine ethnische Streitfrage finden möchte. Die Einstellung der LTTE ist nicht anders gewesen. Beide haben ihre eigenen Gründe und nicht alle von ihnen sind ungerechtfertigt.
Die TNA hat indirekt den Anspruch der LTTE, dass diese der „einzige Repräsentant“ der tamilischen Gemeinschaft für die Aushandlung einer politischen Abmachung wäre, anerkannt. Wenigstens hat sie bis jetzt nicht darauf verzichtet, den ehrlichen Unterhändler für und zugunsten der größeren tamilischen Gemeinschaft zu spielen. Alles in allem hat die TNA 22 Mitglieder in dem Parlament, das aus 225 Sitzen besteht, und sie hat das, was ihr Sorgen macht, sowohl innerhalb des Hauses als auch außerhalb öffentlich gemacht.
Die LTTE hat jetzt einen zweiten Waffenstillstand angeboten, nach demjenigen, den man während des SAARC Gipfels erklärt hat. Die Regierung besteht noch darauf, dass die LTTE die Waffen niederlegt, bevor sie mit Gesprächen beginnt. Wenn die Angebote real sind, dann ist der tote Punkt auch real.
Die Situation verlangt jetzt einen ehrlichen Garanten für das gute Benehmen der LTTE. Die internationale Gemeinschaft ist nicht willens, der LTTE zu vertrauen. Indien kann es auch nicht tun. Die TNA könnte die Punkte, die Sorgen bereiten, intern besprechen und mit Vorschlägen an die Öffentlichkeit treten, welche die srilankische Regierung von der Echtheit des Waffenstillstandangebots der LTTE überzeugen könnte. Wenn sie dies macht, dann müsste sie sich auch den Punkten, die die LTTE betreffen, zuwenden.
Die Alternative könnte für die LTTE sein, die TNA mit der Regierung über die Abgabe von Macht Verteilung verhandlen zu lassen. Die LTTE könnte wie jetzt mit militärische Aktionen weitermachen.
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Anmerkung der LTTEwatch Redaktion:
Der Autor ist Direktor der Chennai Untergruppe Observer Research Foundation (ORF), dem Zentrum für Gedankenaustausch über politische Fragen, welches seinen Hauptsitz in Neu Delhi hat. Der Artikel wurde ursprünglich durch den Daily Mirror veröffentlicht, einer Tageszeitung aus Colombo.
Übersetzt aus der srilankischen Webzeitung „Lanka Page“ vom 12. Nov. 2008
Das srilankanische Ministerium für Nationalen Wiederaufbau und Plantagen Infrastruktur hat angekündigt, dass seit 2002 156.203 Landminen entschärft worden sind.
Die Zahl der Todesfälle durch Landminen wurden auch von 154 im Jahre 2002 auf 04 im Jahre 2007 reduziert.
Die höchste Anzahl von Entschärfungen gab es im Jaffna Distrikt mit 66.242 Fällen. An zweiter Stelle steht Kilinochchi mit 30.329 Entschärfungen. In Vavuniya liegt die Zahl bei 20.220.
Die Armee hat die höchste Zahl von Landminen entschärft, aber auch acht andere Freiwilligenorganisationen waren an Entschärfungen beteiligt.
Seit 2002 bis zum 30. September diesen Jahres wurden in 21 Distrikten 440 Personen durch Landminen verletzt. Die höchste Zahl an Verletzten wurde in Jaffna vermeldet.
Übersetzt aus der srilankischen Webzeitung „Lanka Dissent“ vom 15. Nov. 2008
Präsident Mahinda Rajapaksa erklärte heute, dass die letzte Bastion der LTTE an der westlichen Küste, Pooneryn, eingenommen werden konnte, und gratuliert den Truppen für ihren “unermüdlichen Einsatz, dieses strategisch so wichtige Gebiet zu befreien.”
Präsident Rajapaksa hielt in seiner Eigenschaft als Oberkommandeur der Streitkräfte über die Staatsmedien eine Rede und drückte dabei seine Dankbarkeit gegenüber der Bürgern des Landes aus, „welche an diesem kritischen Punkt“ an seiner Seite gestanden hätten und seine Vision, das Land aus dem Griff des Terrorismus zu befreien, geteilt hätten.
Das gesamte restliche Text der Erklärung von Präsident Rajapaksa:
„Ich informiere die Menschen in diesem Land, dass es unseren heldenhaften Soldaten gelungen ist, die ganze Strecke der A-32 Straße (Mannar-Pooneryn) und das darum gelegene Gebiet an diesem Morgen zu befreien. Jetzt können wir nach vielen Jahren eine Landstraße zur Jaffna Halbinsel öffnen.
In diesem Moment rufe ich sehr klar Prabhakaran von der LTTE auf: Legen Sie sofort Ihre Waffen nieder und kommen Sie an den Verhandlungstisch. Dies ist der größte Dienst, den Sie für die Leute im Wanni noch tun können.
Wir gratulieren den Kriegshelden und drücken unsere ernsthafte Dankbarkeit für die Bürger von Sri Lanka aus, welche unseren Kampf uneingeschränkt unterstützt haben.“
Übersetzt aus der srilankischen Webzeitung „Lanka Page“ vom 15. November 2008
Colombo/Pooneryn - Die LTTE nüzte das Gebiet Pooneryn als eine Abschussbasis, um Artilleriefeuer auf die Jaffna Halbinsel abzufeuern. Die Kontrolle über Pooneryn bedeutet, dass den Truppen einen leichten Zugang ins tiefere Tiger-Territorium gegeben wird.
Pooneryn, die Rebellenbastion im nördlichen Sri Lanka ist an diesem Morgen in die Hände der sich trotz schwerem Widerstand der Rebellen vorwärts bewegenden Truppen gefallen. Dies sagte ein Militärsprecher.
Das Verteidigungsministerium sagte, dass die Truppen der Armee Task Force Nr. 1 die LTTE Bastion in Ponneryn an diesem Morgen betreten haben. Verteidigungsministeriumsquellen besagten, dass die Rebellen viel Widerstand geleistet hätten und dass die Truppen immer noch schwere Schlachten im Gebiet durchkämpften.
Nach den Aussagen des Militärs haben Infanteristen der 12 Gamunu Wache (12 GW) und des 10 Gajaba Regiments (10 GR) das feindliche Sumpfland im Süden von Pooneryn letzte Nacht durchquert und die Pooneryn-Paranthan Straße (B-69) nahe bei Nallur heute vor dem Morgengrauen abgeschnitten. Dann marschierten die Truppen ungefähr 10 Kilometer entlang der B-69 und betraten ungehindert die Stadt Pooneryn.
Die Truppen nahmen die Küstenfestung der Tiger mit Namen Devil’s Point gestern ein, und mit dieser Einnahme hat die LTTE die See Tiger-Basen in Kiranchi, Vallaipadu und Palavi an die SL-Armee verloren. Die Truppen vervollständigten gestern die Suche und die Säuberungen und erklärten das Gebiet für gänzlich befreit.
Die Task Force Nr. 1 zielt darauf ab, die nordwestliche Küste der Insel von Mannar nach Poonery zu befreien und die Landstraße A 32 zu öffnen, um die Jaffna Halbinsel mit dem Festland zu verbinden.
Der Verlust der See Tiger Basen entlang der nordwestlichen Küste von Sri Lanka ist ein schwerer Schlag für die LTTE, da dies der LTTE starke Einschränkungen beim Empfang von Nachschub von Benzin, Arznei, Nahrung und Sprengkörpern aus Tamil Nadu in Indien auferlegt.
Übersetzt aus der britischen Sicherheitsmagazin „Jane’s Inteligence Review“ vom 13. November 2008

Ist das der Grund für den plötzlichen Wunsch nach Waffenstillstand? Rollbahn der LTTE zum Waffenschmuggel bestimmt. Image: © 2008 Jane's Information Group
Satellitenbilder haben eine Anzahl von Rollfeldern in den von der LTTE kontrollierten Gebieten von Sri Lanka enthüllt. Dies könnte entweder zivilistische Sehnsüchte hinsichtlich der Eigenstaatlichkeit sein – oder den deutlichen Wunsch zeigen, Waffen einzufliegen. Jane’s Review schaut auf die Beweise und legt nahe, dass das letztere wahrscheinlich ist.
Die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) verlieren ihren Krieg um einen unabhängigen Staat in Sri Lanka. Seit der wirkungsvollen Wiederaufnahme des Konflikts im Jahre 2006 haben sie die Kontrolle über die Östliche Provinz verloren und gesehen, wie ihre Streitkräfte langsam aber sicher zurück in den Norden gedrängt wurden und werden. Die größte Dringlichkeit für die LTTE muss jetzt sein, einen fortgesetzten Nachschub von Waffen und Munition sicherzustellen, um weitere Niederlagen abzuwenden.
In Anbetracht dieser Situation und nachdem sie schwere Verluste bei ihrer Schmuggelflotte auf dem Ozean erlitten hat, scheint sich die LTTE nun darauf vorzubereiten, Nachschub in ihre Festung im nördlichen Sri Lanka einzufliegen. Kommerzielle Satellitenbilder, welche Jane’s Review erhalten hat, bestätigen, dass die Rebellen zwischen 2004 und 2007 mindestens zwei Landebahnen gebaut haben, auf welchen Lastflugzeuge landen können, die fähig sind, Waffen von Zentralasien oder Südostasien aus ins Kriegsgebiet im Norden Sri Lankas zu transportieren.
Während die Bilder allein nicht bestätigen, ob die Landbahnen in Gebrauch sind, legt das Anlegen von bedeutsamen Hilfsmitteln nahe, dass die LTTE Anlagen entwickelt, welche für Notwendigkeiten bei der Fluglogistik zu einer kritischen Zeit in ihInrem seit drei Jahrzehnten andauernden Krieg mit dem srilankischen Staat dienen könnten. Jane bestätigt auch, dass die LTTE wenigstens einen Versuch unternommen hat, es zu arrangieren, dass eine Lieferung von Artilleriegewehren eingeflogen werden kann. Der Versuch scheiterte indes.
Übersetzt aus der indischen Nachrichten Agentur „Indo Asian News Service“ vom 10. November 2008
Dehli – Am Montag hat ein besonderes Gericht das Gesetz der Regierung, dass die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) für weitere zwei Jahre verboten sind, ausdrücklich aufrechterhalten.
Die Bekanntmachung, mit welcher die LTTE zu einer ungesetzlichen Vereinigung erklärt wurde, wurde vom Innenminister der Koalition am 15. Mai diesen Jahres herausgegeben.
Richter Vikramjit Sen vom Obersten Gerichtshof in Delhi, welcher der besonderen, auf dem Gesetz über Rechtswiedrige Aktivitäten (zur Prävention) basierenden Verhandlung vorstand, sagte, dass es genügend Beweise gegen die srilankanischen Tamil Tiger Rebellen gäbe, um die zeitliche Ausdehnung des Verbots zu rechtfertigen.
Die LTTE ist eine militante Gruppe, welche eine gewalttätige Kampagne gegen die srilankanische Regierung seit den 70er Jahren führt, um einen separaten tamilischen Staat im nördlichen und östlichen Teil der Inselnation zu schaffen. Die Gruppe wird angeführt von V. Prabhakaran und sie wurde von verschiedenen Ländern, einschließlich der USA, als terroristische Organisation verboten.
Die LTTE war in die Ermordung des früheren indischen Premierministers Rajiv Gandhi im Mai 1991 verwickelt; die LTTE Tamil Tigers sind seit 1992 in Indien verboten.
Der beigeordnete, Zweite Kronanwalt (ASG) P.P.Malhotra, behauptete bei seinem Erscheinen vor Gericht, dass die LTTE, obwohl sie in Sri Lanka beheimatet ist, Sympathisanten und Agenten auf indischem Boden habe und dass es darum dringend notwendig ist, ihr Verbot zeitlich auszuweiten.
Übersetzt aus dem Sri Lanka Guardian vom 15. November 2008
Parteiquellen besagen, dass Kumarasamy Nandagopa, alias Ragu, der Privatsekretär des Ministerpräsident der Östlichen Provinz sowie eine andere, ungenante Person in Athurugiriya heute um 11.30 erschossen wurden.
Nach sehr vertrauenswürdigen Quellen innerhalb der TMVP wurde dem Sri Lanka Guardian enthüllt, dass die Ermordung das Resultat von Kämpfen innerhalb der TMVP war.
Eines der altgedienten Mitglieder der TMVP sagte dieser Zeitung telefonisch: “Wir wussten, dass Ragu und der Pressesprecher Azad Maulana gravierende Probleme wegen ihrer Macht hatten. Wir wissen nicht, ob er in den Fall verwickelt ist, aber es gibt Verdachtsmomente, dass der Konflikt mit der Ermordung zusammenhängt.“
Er fügte hinzu: “Aber die LTTE war nicht in die Ermordung verwickelt.”
Ragu war der erfolglose Kandidat bei der Wahl zum Rat der Östlichen Provinz. Er war eigentlich australischer Staatsbürger. Aber viele Mitglieder der TMVP misstrauten Ragu und meinten, er hätte noch immer zu starke Verbindungen zur LTTE.
Kürzlich wurden viele in verschiedenen Lagern im Osten verlorene TMVP Mitglieder durch die LTTE Kader, welche die TMVP infiltriert haben und sich als TMVP-Mitglieder ausgeben, getötet.
Die andere getötete Person wurde als ein TMVP Anhänger und Fahrer identifiziert. Die Polizei und Augenzeugen sagten, dass beide in einem Volvo erschossen wurden.
Ragu war der rechte Hand des Ministerpräsident der Östlichen Provinz Sivanesathurai Chanthirakanthan, alias Pillaiyan, und sein Tod ist ein schwerer Schlag für seine Administration. Es ist ähnlich wie nach dem Tod von Anton Balasingham, dem einstigen Chefunterhändler der LTTE, als Prabhakaran eine Krise der politischen Stabilität erlitt. Jetzt sieht sich Pillaiyan ähnlichen Herausforderungen für seine Verwaltung und Karriere gegenüber. Er könnte gezwungen werden, sich an den pensionierten Colonel Karuna Amman zu werden, der jetzt das Murali Mitglied des Parlaments ist. Auf die Weise könnte er ein gewisses Niveau an poltischer Stabilität für die Östliche Provinz wiedererlangen. Das lässt den Verdacht entstehen, dass diese Ermordung die Unterstützung von Karuna und vielleicht auch anderen Elementen innerhalb der srilankanischen Regierung hat.
Interne Kämpfe zwischen den Karuna und Pillaiyan Cliquen der TMVP haben kürzlich die Partei geschwächt. Dieser hauptsächliche Schlag für die Pillaiyan Clique gibt Karuna eine klare Gelegenheit, seine Vorherrschaft über die Partei zu behaupten. Mit seinen Aufforderungen an die Regierung, die Anhänger von Pillaiyan zu entwaffnen, könnte Karuna bald dazu übergehen, Pillaiyan in eine untergeordnete Rolle zu zwingen, – so wie er es auch war, als er eine niedere Stellung in der frühen TMVP einnahm. Dies könnte der TMVP und der Östlichen Provinz insgesamt größere Stabilität bringen, aber es wird auch ein großer persönlicher Erfolg für Karunas politische Karriere sein.
In einem Interview mit dem Radio BBC tamilische Welle, sprach Pillaiyan geschockt von dem Tod seines Weg-Genossen, aber er hat nicht behauptet, dass die LTTE oder irgendjemand anderer an dessen Tod schuld wäre. Jedoch hat er indirekt gesagt, dass sich die Leute, die für den Tod seines Sekretärs verantwortlich sind, wohl seiner Östlichen Verwaltung widersetzen würden.
Übersetzt von der Webseite „South Asian Media Network“ vom 14. November 2008
Präsident Mahinda Rajapaksa sagte Donnerstag dem indischen Premierminister Dr. Manmohan Singh, dass die srilankanische Regierung zu jeder Zeit bereit zu Friedensgesprächen mit den Befreiungstigern von Tamil Eelam (LTTE) wäre, wenn diese die Waffen niederlegen würden. Bei bilateralen Gesprächen mit dem indischen Premierminister, die parallel zum BIMSZEC Gipfel stattfanden, sagte Präsident Rajapaksa, dass es sein erstes Ziel sei, den Terrorismus auszuradieren und ein Land zu schaffen, in dem alle Gemeinschaften in Frieden leben können.
Der Präsident sagte, dass seine Regierung sich ganz der Erfüllung der humanitären Notwendigkeiten für die tamilische Gemeinde, die im Norden und Osten lebt, widmet. Der Präsident erzählte dem indischen Premierminister, dass das tamilische Volk ganz ausdrücklich ein Teil seiner Verantwortung als Staatsoberhaupt und Regierung sei, und dass er alle Maßnahmen für ihre Sicherheit, ihren Schutz und ihr Wohl ergreifen würde. Rajapaksa sagte: „Die Tamilen sind unser Volk; wir haben uns um sie gekümmert und wir werden uns weiter um sie kümmern.“
Dies war das erste Treffen zwischen Singh und Rajapaksa, dass dem von politischen Parteien verursachten Aufruhr in Tamil Nadu folgte. Am Aufruhr nahm auch die UPA Koalitions-Verbündete DMK teil. Der Aufruhr war wegen der srilankanischen militärischen Offensive entstanden und man hatte Neu Delhi gedrängt, zu intervenieren und die Offensive zu stoppen.
Der Premierminister Singh hatte Präsident Rajapaksa gesagt, ermöge die Sicherheit und das Wohl der ethnischen Tamilen gewährleisten, und er hatte betont, dass die Interessen unschuldiger Zivilisten wahrgenommen werden sollten, selbst wenn man mit Terrorismus zu tun hat.
Rajapaksa schätzte Indiens Anstrengungen, den vertriebenen Tamilen humanitäre Hilfe zukommen zu lassen und sagte, er würde nicht zulassen, dass der Konflikt in zukünftigen Generationen weitergehe.
Rajapaksa nahm die Resolution zu Kenntnis, welche am 12. November von der Tamil Nadu Staatsversammlung angenommen worden war. Diese Resolution ruft nach einem Waffenstillstand in Sri Lanka. Präsident Rajapaksa betonte, dass er uns seine Verwaltung immer für eine politische Lösung gewesen wären.
Der Präsident sagte, dass es die LTTE ist, welche wiederholt ihre Verpflichtungen verletzt hat und einen Wege des Konflikts und des Terrors eingeschlagen hat. Er lenkte die Aufmerksamkeit auf den vergangenen Fälle, nach dem die LTTE den Waffenstillstand gebraucht hat, um sich neu zu gruppieren und neu zu bewaffnen. Er sagte: „Sie wollen nicht ernstlich eine politische Lösung“ und fügte hinzu, dass die Regierung nur mit der Gruppe sprechen würde, wenn sie zuerst die Waffen niederlegt.
Der Präsident wiederholte: “So wie wir die Menschen im Osten vom Terrorismus befreit haben, so werden auch der Norden gerettet. Der Krieg gegen den Terrorismus wird wie geplant weitergehen.“ Nach den bilateralen Gesprächen mit dem indischen Premierminister wendete sich der Präsident an die Medien und sagte, dass sich die srilankanische Regierung ganz und gar der Aufgabe widmet, die Rechte der tamilischen Gemeinde zu schützen. „Meine Sorge gilt den tamilischen Mitmenschen. Es liegt in meiner Verantwortlichkeit, mich um meine tamilischen Brüder zu kümmern,“ sagte er und fügte hinzu, dass die Jugend in der Östlichen Provinz, die seit Jahren unter den Soldatenstiefeln der LTTE war, sich heute eindeutig für die Demokratie entschieden habe.
Der Präsident zeigte auf, dass ein überzeugter LTTE Führer im Osten heute ein Mitglied des srilankanischen Parlaments geworden ist. Rajapaksa beschuldigte auch Prabhakaran, den Terrorismus zu exportieren.
Bei Separatgesprächen erzählte Präsident Rajapaksa Weltpolitiker, welche an dem Gipfel der Bucht von Bengalen-Initiative für Multisektorale Technische und Ökonomische Zusammenarbeit (BIMSTEC) teilnahmen, dass Sri Lanka glaubt, dass die zu Grunde liegenden Ursachen von der LTTE ausgebeutet worden sind, damit diese für ihre Operationen eine Legitimität fände, während doch die Ursachen politisch beseitigt werden müssten. Er sagte, dass Sri Lanka aus vollem Herzen die Konvention über die Zusammenarbeit beim Bekämpfen des internationalen Terrorismus, des organisierten Verbrechens und illegalen Drogenhandelns als einen wichtigen und lebensnotwendigen Meilenstein bei den Anstrengungen wider den Terrorismus unterstützen würde.
Präsident Rajapaksa erzählte dem Gipfel, auf dem sich unter anderem der indische Premierminister Manmohan Singh befand: “Für mehr als zwei Jahrzehnte hat sich Sri Lanka einer enormen Herausforderung für ihren demokratischen Lebensstil gegenübergesehen. Die Herausforderung bestand aus den barbarischen Taten einer terroristischen Gruppe, der LTTE. Es gibt keinen Zweifel, dass man mit solchen Gruppen militärisch fertig werden muss. Zur gleichen Zeit glaubt Sri Lanka, dass die zu Grunde liegenden Ursachen von den Terroristen in einem Versuch, für ihre Operationen Legitimität zu erreichen, ausgenutzt werden. Mit diesen Ursachen muss man aber politisch fertig werden. Ich möchte dieser ehrenwerten Versammlung versichern, dass wir fest auf dem Weg zu einer politischen Lösung sind.“
Rajapaksa sagte, dass terroristische Gruppen fähig sind, sich durch ungesetzliche Spendensammlungen, Drogen- und Menschenhandel, Geldwäsche mit Gebrauch von internationalen Netzwerken, Waffen- und Munitionsschmuggel (einschließlich durch die Seewege in der Bucht von Bengalen) aufrechtzuerhalten.
Der Präsident drängte die Führer, in Erwägung zu ziehen, ob man nicht einen Mechanismus der polizeilichen Überwachung des Meeres bei der Bucht von Bengalen errichten solle. Dies würde den Terroristen Mobilität und Verbindungswege abschneidne. Rajapaksa sagte, dass die BIMSTEC-Nationen sich zwar konstruktiv und vorsichtig an dem Prozess der Globalisierung beteiligt haben, dass aber die ökonomischen Herausforderungen für ihre hauptsächlichen Handelspartner unvermeidlich einen gewissen Einfluss auf die Wachstumsrate der BIMSTEC Nationen haben würden.
Präsident Rajapaksa sagte: “Darum hat uns alle die Situation sehr bewusst gemacht, dass das regionale Selbstvertrauen Schutz gegen die globalen ökonomischen Ungewissheiten bieten kann. Unser Gastgeber Indien kann mit seiner großen Kapazität und seinem großen ökonomischen Potential wirklich als ein Motor wirken, der uns fährt und führt, damit wir dem Niederschlag der globalen Krise widerstehen und zugleich einen Aufschwung in unsere Nation einleiten.“
Rajapaksa sagte, dass an die vorderste Front der globalen Agenda das Erreichen von Energiesicherheit gekommen ist, was besonders für Entwicklungsländer eine riesige Herausforderung sei.
“Unsere Anstrengungen, alternative Energieformen – wie Sonnen-, Windenergie und Biotreibstoffe – zum Verbrauch in der Heimat und zum Gebrauch durch die Industrie müssen an erster Stelle stehen. Aber wir unterstützen nicht den Gebrauch von anbaufähigem Land, um Biotreibstoffe herzustellen, damit Autos fahren. Als das führende Land bei der BIMSTEC Zusammenarbeit in der Technologie drängt Sri Lanka darauf, dass den BIMSTEC Initiativen für das Etablieren des Energiezentrums und des Trans-Elektrizitäts-Austausch-und-Entwicklungsprojekts die höchste Priorität zugemessen werden muss.“
Übersetzt von der Webseite IRIN der UN vom 12. November 2008
Mehr als 150 000 Binnenflüchtlinge (IDPs) sind im vergangenen Jahr in ihre Häuser im Osten Sri Lankas zurückgekehrt, wie die UN Flüchtlingsagentur UNHCR mitteilt.
Die Vertreibung von rund 230 000 Menschen im nördlichen Teil des Landes unter Kontrolle der Befreiungstiger von Tamil Eelam 2008 hat die größtenteils friedliche Wiederansiedlung der Binnenflüchtlinge in ihren Dörfern im Osten aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit verdrängt, wie die Agentur in einem am 6. November erschienenen Statement mitteilt.
„Der Osten Sri Lankas verzeichnete vor zwei Jahren eine ähnliche Welle der Vertreibungen, als die Regierungstruppen von der LTTE gehaltene Gebiete in der Region einnahmen,” teilte UNHCR mit. „Bis Ende März 2007 waren rund 170 000 Menschen in den Bezirken Batticaloa und Trincomalee vertrieben.”
Die UN Agentur teilt weiter mit, nur 15 500 Binnenflüchtlinge verblieben in beiden Bezirken, und der Rückkehrprozess “habe sich substantiell verbessert, was auch auf das Eingreifen der UN Flüchtlingsagentur und anderer humanitärer Agenturen im Osten Sri Lankas zurückzuführen ist“.
Offizielle in Batticaloa sagten gegenüber IRIN, eine weitere Gruppe von Binnenflüchtlingen werde in dieser Woche nach Hause zurückkehren. „Es gibt eine Gruppe von Binnenflüchtlingen, die in ihre Dörfer zurückkehren werden, die sie Anfang 2007 verlassen haben,“ sagte Basil Sylvester, Bezirkskoordinator des Consortium of Humanitarian Agencies (CHA), einer Gesamtorganisation der internationalen und nationalen Hilfsorganisationen, gegenüber IRIN.
Das UNHCR teilte mit, als der Rückkehrprozess im März 2007 begonnen habe, seien manche Agenturen besorgt gewesen über das schnelle Tempo des Rückkehrprozesses. „In der Vergangenheit waren manche Transfers etwas verführt, aber der Prozess ist seit der Einführung deutlich verbessert worden,” sagte Jens Hesemann, Leiter des UNHCR Büros in Batticaloa, in einer Stellungnahme.
Rückkehrer besuchen ihre früheren Dörfer vor ihrer Rückkehr, betonte UNHCR mit, und erhielten damit die Möglichkeit, ihre Sorgen bei lokalen Beamten und Militärkommandeuren anzusprechen.
Sicherheitsfragen
Während eines solchen Besuchs hatten Binnenflüchtlinge Sicherheitsbedenken angesprochen´, stellte das UNHCR fest.
„Manche der Dörfer in abgelegenen Gebieten können nicht so schnell und leicht erreicht werden, und so ist der Schutz eine wichtige Frage,” sagte Sylvester gegenüber IRIN.
Der jüngste Anstieg der Gewalt gegen die Tamil Makkal Viduthalai Pulikal (TMVP), eine abtrünnige Gruppe der Tamilentiger und die dominierende der Regierung nahe stehende Gruppe im Osten, hat ebenfalls für Besorgnis über den zerbrechlichen Frieden gesorgt.
„Sicherheitsbezogene Beschränkungen bleiben im Osten,“ schreibt die Weltbank in ihrem Bericht „Country Assistance Strategy 2009-2012“, der am 24. Juli herauskam. “Die Präsenz paramilitärischer Gruppen, die durch interne Rivalitäten zerrissen werden, ist ein Hindernis bei der Wiederherstellung des Zivillebens.”
Sylvester sagte, die Dörfer bräuchten eine weitere Entwicklung der Infrastruktur. „Diese Orte haben zwei Jahrzehnte unter dem Konflikt gelitten,“ sagte er. „Die Straßen sind schlecht, die Schulen und Krankenhäuser müssen repariert werden, und die dörfliche Wirtschaft braucht ebenfalls Hilfe.“
Das UNHCR teilte weiter mit, Wasser und Abwasser, Hausbau und Lebensunterhalt stünden auf dem Arbeitsplan der UN Agenturen und NGOs.
„UNHCR überwacht weiterhin die Rückkehrer, ebenso wie die Bedingungen in den 17 Flüchtlingslagern im Osten,” sagte Axel Bisschop, UNHCR Programmmanager in Colombo, in einer Stellungnahme. „In Koordination mit unseren Partnern verteilen wir ebenfalls Hilfsgüter und überprüfen die Schutzmaßnahmen in Flüchtlingslagern und den Dörfern der Rückkehrer.“
Übersetzt von der Nachrichtenagentur „AP“ vom 10. November 2008
Colombo – Die srilankische Regierung hat am Montag mitgeteilt, die tamilischen Separatisten müssten erst ihre Waffen niederlegen, bevor Waffenstillstandsverhandlungen beginnen könnten. Die srilankische Armee führt weiterhin heftige Boden- und Luftschläge auf den „de-fakto Staat“ der Guerillas im Norden durch.
„Wir können Ihnen mit der Waffe in der Hand nicht trauen,” sagte Regierungssprecher Keheliya Rambukwella, der die Rebellen der Tamilentiger beschuldigte, den vorhergegangenen Waffenstillstand genutzt zu haben, um ihre Kräfte wieder auszubauen.
Am Sonntag hatte eine den Rebellen nahe stehende Webseite gemeldet, die Tiger seien willens, einen Waffenstillstand in Betracht zu ziehen. Die Regierung hat vor Kurzem eine Offensive begonnen, die darauf gerichtet ist, den seit 25 Jahren andauernden Bürgerkrieg zu beenden, bei dem mehr als 70 0000 Menschen ums Leben gekommen sind.
„Auf unserer Seite gibt es kein Zögern in unserer Haltung, dass wir immer einen Waffenstillstand wollten,” zitierte die Webseite TamilNet den Führer des politischen Flügels der Rebellen, Balasingham Nadesan.
Nadesan sagte, die Rebellen kämpften nur einen defensiven Krieg, den ihr die Regierung aufgezwungen habe, berichtete TamilNet.
Die Regierung hatte sich Anfang dieses Jahres von einem seit 6 Jahren andauernden durch Norwegen ausgehandelten Waffenstillstand zurückgezogen, der offen von beiden Seiten verletzt worden war.
Rambukwella sagte, die Regierung habe “genügend Erfahrung” mit den Bündnissen der Tamilentiger, und jedes Mal, wenn die Rebellen militärisch geschwächt seien, riefen sie nach einem Waffenstillstand, um dann jedesmal aus diesem Prozess als sie gestärkt hervorzugehen.
Die Rebellen sollten vor jeglichen Verhandlungen die Waffen niederlegen, sagte er. In jüngster Zeit haben die Regierungstruppen dramatische Fortschritte im Kampf gegen die Rebellen im Norden erzielt und einige Lager und Stellungen der Rebellen erobert, aber die Rebellen leisten weiterhin harten Widerstand.
Wie das Militär mitteilt, rücken die Truppen inzwischen auf Kilinochchi, das Verwaltungszentrum der Rebellen, vor.
Am Sonntag traf ein Jet der Luftwaffe eine Artillerieposition und ein LTTE-Kommandozentrum nahe Kilinochchi, wie Luftwaffensprecher Janaka Nanayakkara mitteilte. Armeetruppen rückten ebenfalls gegen die Festung Pooneryin im Norden vor und fügten den Guerilla dabei schwere Schäden zu, wie die Armee mitteilte. Opferzahlen konnten allerdings nicht genannt werden.
Offizielle der Rebellen waren für einen Kommentar nicht verfühbar, weil die meisten Kommunikationslinien zu den Rebellengebieten abgeschnitten sind.
Die Tamilentiger kämpfen seit 1983 um die Schaffung eines unabhängigen Heimatlandes für die ethnische Minderheit der Tamilen, die unter der Marginalisierung durch verschiedene durch die ethnische Gruppe der Singhalesen dominierte Regierungen zu leiden hatten.
Übersetzt aus der indischen Tageszeitung „The Hindu“ vom 9. November 2008
Colombo – Eine stets wachsame srilankanische Polizei hat die Bevölkerung vor LTTE Selbstmordattentäterinnen gewarnt, die sich als harmlos aussehende schwangere Frauen, Bettlerinnen oder arme Alte verkleideten. Dies kommt Monate, nachdem der srilankanische Geheimdienst vor LTTE Soldaten gewarnt hat, die planen, Sprengkörper einzuschmuggeln, indem sie diese in Eiskrem-Kisten verstecken, welche an Fahrrädern befestigt sind.
Die LTTE schicke Selbstmordattentäterinnen in der Verkleidung von Schwangeren, Bettlerinnen, Frauen, welche Kinder tragen oder Alten, die Sprengkörper in die Stadt Colombo tragen und dort zu deponieren, warnte die Polizei. Die Tiger Rebellen planen nun eine neue Taktik. Sie bestehe z.B. daraus, dass sie nun ihre Selbstmordbomber sich als Eiskremverkäufer ausgeben liesse.
Mittlerweile hat die Polizei mehrere Frauen samt Kindern verhaftet, welche Sprengkörper nach Anuradhapura und Medawachchiya in der nördlichen Mitte Sri Lankas gebracht hatten. Ein führendes Mitglied der LTTE Spion in der Verkleidung eines Bettlers wurde auch in Kiribathgoda (im Vorort von Colombo) in Haft genommen.
Nach der Polizei wurden einige altgediente LTTE Aktivisten eingesetzt, um an Straßenblockaden und Sicherheitsvorkehrungen in Militärlagern zu spionieren. Drei von ihnen wurden am Donnerstag in Poronuwa und in Kahawatta verhaftet, nachdem man ein Haus in dem Gebiet durchsucht hatte.
Übersetzt von der Webseite „Tamils for Democracy“ 2008
Verfasst von Uthum Kurukulasooriya
Die srilankanischen Streitkräfte werden andauernd von dem srilankanischen Publikum und der SLMM deswegen kritisiert, weil sie paramilitärischen Gruppen wie der Thamil Makkal Viduthuley Pulikal (TMVP) erlaubt, in der Öffentlichkeit Waffen zu tragen, aber ist es den ranghohen militärischen Beamten noch nicht eLTTE, Tamilische Truppen, Osten Sri Lankaingefallen ist, den fähigen und bereitwilligen paramilitärischen Mitgliedern zu erlauben, in die srilankanische Armee einzutreten.
Viele argumentieren, dass ein solcher Schachzug der LTTE helfen würde, sich leicht in die srilankanischen Streitkräfte einzuschleichen und geheime Informationen er erlangen. Jedoch würde eine systematische Integration von loyalen Truppenkadern nachdem einem angemessenen Training in Ethik und militärischem Protokoll der srilankanischen Armee mehr nützen als ihr schaden.
Die Aussicht, dass tamilische Soldaten Seite an Seite mit ihren singhalesischen Kameraden auf den Straßen patrouillieren wäre wirklich etwas sehr Positives. Zivilisten wären weniger der Streitkräfte überdrüssig und sie würden beginnen, ihnen mehr zu vertrauen, weil es tamilische Soldaten in dem Gebiet gäbe, auf die sie sich besser beziehen könnten.
Dies würde vielleicht effektiv gegen die seit Jahrzehnten andauernde gegen die Armee gerichtete Einstellung des tamilischen Volkes wirken. Tamilische Truppen wären besonders effektiv beim Dienst in den Garnisonen im Nordosten. In diesen Gebieten gibt es eine große Sprachbarriere zwischen den Regierungstruppen und den tamilischen Zivilisten. Darum ist ein Tamil sprechendes Sicherheitspersonal in der heutigen feindlichen Umgebung von besonderer Bedeutung.
Außerdem wäre eine weniger feindliche Bevölkerung für die Streitkräfte von größerem Nutzen. Achtsame Zivilisten, welche wertvolle Informationen über Aktivitäten der LTTE besitzen, könnten sich bereitwilliger melden und der Armee Hinweise und Information liefern. Dies wäre den verbesserten Beziehungen zwischen dem Militär und den tamilischen Zivilisten geschuldet. Das Rekrutieren von ethnischen tamilischen Truppen würde eine bedeutsame Rolle spielen, wenn solche Beziehungen herzlich wären.
Vermischte Einheiten mit unterschiedlichen Rassen wären ein Pluspunkt für die srilankanische Armee. Gemäß der Armeeverordnungen kann es keine Diskriminierung irgendeiner rassischen Gruppe geben, wenn es an das Rekrutieren geht. Jedoch ziehen es die meisten Tamilen vor, sich überhaupt nicht für die Streitkräfte zu bewerben. Darum muss etwas getan werden, um den Mythos „Sinhalesische Armee“ zu entlarven, dass die Armee nichts anderes als eine „Sri lankanischen Armee“ ist.
Was kann die Armee also tun, wenn die Tamilen an erster Stelle unwillig sind, zur Armee zu gehen? Wenn die TMVP und anderen tamilische Bürgerwehren in die Armee integriert werden, dann wird dies bestimmt das Bild der Armee für die gewöhnlichen Tamilen positiver machen, und das wird ein guter Anfang sein. So wie die srilankanische Armee letztes Jahr ihr erstes ganz aus Moslems bestehendes Regiment gebildet hat, so sollte sie nun in Betracht ziehen, tamilische Regimenter und Bataillone zusammenzustellen.
Die TMVP und die anderen tamilischen paramilitärischen Organisationen sollten den Kern von solchen militärischen Formationen bilden. Es gibt auch einige tamilische Offiziere und NCOs, welche gegenwärtig in der Armee dienen, und man sollte sie für Verwaltungsaufgaben in solchen Formationen in Betracht ziehen. Vielleicht wären die Tamilen geneigter, in der Armee zu dienen, wenn sie ihre eigenen tamilischen Regimenter hätten, bei denen sie dienen könnten.
Die Tamilen würden bestimmt stolz sein, wenn sie sich für ein tamilisches Regiment einschreiben können, dass einen tamilischen Namen trägt und von tamilischen Kommandanten und Offizieren angeführt wird, welche in von Tamilen beherrschten Gebieten operieren, wobei sie die Aufgabe hätten, die gewöhnlichen tamilischen Leute zu beschätzen und sich um ihr Wohl zu kümmern.
Aber wenn sich die Tamilen in großer Zahl bei der Armee einschreiben, dann solte das Militär auf die Dauer seine Zeit darauf verwenden, vermischte Einheiten zu schaffen, weil dies professioneller ist, wie es die meisten modernen Soldaten auf der ganzen Erde tun. Sie führen gegenwärtig ethnisch unterschiedliche militärische Formationen ins Feld. Im Augenblick ist es für die Armee notwendig, das Militär für die tamilischen Leute anziehender zu machen, und die Möglichkeit einer systematischen Integration der TMVP und anderer tamilischen paramilitärischen Organisationen mit angemessenem Training sollte verfolgt werden.
Schließlich wird ein solcher Schachzug helfen, eine sich immer mehr verstärkende und gegen den Extremismus der LTTE gerichtete Brücke zwischen den singhalesischen und den tamilischen Gemeinschaften hervorzubringen. Dieser Schachzug wird auch dazu dienen, die LTTE weiter zu entfremden, weil dann der Staat und das Militär nicht länger „exklusiv singhalesisch“ sind, wie es die LTTE gerne behauptet.
Übersetzt aus der srilankanischen Wochenendzeitung “The Nation” vom 09. November 2008
von Rathindra Kuruwita
Colombo – Oppositionsführer Ranil Wickremesinghe sagte gestern im Parlament, dass auf den Terrorismus nur mit einer „Sicherheitsantwort“ gekontert werden müsse. Er fügte hinzu, dass dies die Meinung war, die er in Hinblick auf das LTTE Problem auch deutlich ausgedrückt habe, als er kürzlich ausländische Delegierte getroffen habe.
Wickremesinghe sagte weiter: “Auf den Terrorismus muss mit einer Sicherheitsantwort gekontert werden, vielleicht an einigen Stellen durch die Armee und an anderen durch die Polizei. Aber ein lange andauernder Frieden hängt von einer für alle Parteien akzeptablen politischen Lösung ab.”
Der Oppositionsführer gab diese Erklärung als Antwort auf die Behauptung des Regierungsfraktions-Sprechers, Minister Dinesh Gunawardena, ab, nach der die UNP-Mitglieder des Parlaments durch die ganze Welt reisen würden und die LTTE unterstützen, indem sie das Image der Regierung trüben würden.
Gunawardena hatte gesagt: “Die UNP-Mitglieder des Parlaments verbreiten Lügen über die Regierung. Sie behaupten, dass verschiedene Abscheulichkeiten an den Tamilen im Wanni begangen werden.” Er fügte hinzu: „Indem sie diese Gerüchte verbreiten, ermutigen sie Auslandmächte zum Eingreifen in die inneren Angelegenheiten Sri Lankas.“
In der Zwischenzeit verlangte der Oppositionsführer von der Regierung, besondere Details über das Wesen der ‘Lügen’ sowie die Namen der Mitglieder des Parlaments nennen, die für die ‘Verbreitung solcher Lügen’ verantwortlich seien.
“Ich bin nicht in der Welt herumgereist und habe Lügen verbreitet. Erst kürzlich habe ich den EU Kommissar für Auswärtige Angelegenheiten und den Handelskommissar getroffen. Ich habe auch die Außenminister von Singapur und Indien getroffen.” Dies sagte Wickremesinghe und fügte hinzu, dass er in diesen Diskussionen nicht über den Terrorismus gesprochen habe. Er fügte hinzu: „Ich habe sie lediglich über die Unterdrückung der Medien und den Verfall der Demokratie in Sri Lanka informiert.“
Anders als die UNP-Partei, welche noch immer versuche, die während ihrer Regierungszeit verursachten Mord von Dutzenden von Journalisten in den 80er Jahren zu verbergen, habe die gegenwärtige Regierung schnelle Schritte eingeleitet, um die Sicherheit der Journalisten zu gewährleisten, erwiderte Minister Gunawardena.
Er sagte: “Ja, gibt es Probleme. Aber wir haben ein besonderes ministerielles Komitee ernannt, dass diese untersuchen soll. Die UNP selbst aber hat eine atemberaubend lange, ungeklärte Liste an Verstößen gegen die Pressefreiheit und die Medien.“ Er fügte hinzu: „Was ist mit Richard de Zoysa? Hat die damalige UNP- Regierung oder die jetzige Oppositionspartei jemals versucht, herauszubekommen, wer hinter seiner Ermordung steckt? Sie haben sich ungeheuer bemüht, alles zu vertuschen, und sie haben abscheuliche Gerüchte über sein persönliches Leben verbreitet. Egal was die UNP sagt, die Menschen in diesem Land haben diese Partei hoffentlich nicht nur dieses Mal mittels demokratischer Mittel abgelehnt.“
***
Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion:
In den 80er Jahren, während der UNP-Regierung, gab es eine massive Unterdrückung der Pressefreiheit in Sri Lanka. Ranil Wickramasinghe war in diesem Kabinett Minister. In dieser Zeit wurden zahlreiche Journalisten drangsaliert, zusammengeschlagen, gefoltet und sogar ermordet. Viele Journalisten wurde von der damalige UNP-Regierung als JVP-Unterstüzer verdächtigt und verfolgt. Richard de Zoysa war damals einer der bekanntesten Fernsehjournalisten in Sri Lanka. Er arbeitete in der Nachrichtenredaktion des staatlichen TV Sender „Rupavahini“ und war außerdem Korrespondent für italienische Medien. Eines Tages wurde er von Unbekannten in einem auf der Straße entführt. Eine Woche später wurde seine Leiche in Colombo im Bezirk Wellawatta Strand gefunden. Ein weitere Ermordung, dide in diese Zeit fällt, war die des bekannten Rundfunkmoderatoren Premakeerthi de Alwis. Er arbeitete beim staatlichen Rundfunksender SLBC. De Alwis wurde von maskierte Motorradfahrern vor dem Gebäude des SLBC in die Kopf erschossen. Wären dieses UNP-Regims haben zahlreiche Journalisten Sri Lanka verlassen; u.a. Arjuna Ranawana, ein Arbeitskollege von De Zoysa. Nach der Ermordung von De Zoysa, musste Ranawana Hals über Kopf das Land verlassen. Zuerst lebte er in Kanada. Später arbeitete er bei der angesehenen Zeitschrift „Asia Week“. Nach viel Jahre im Exil,arbeitet Arjuna Ranawana heute wieder in Sri Lanka – als Direktor der staatlichen Journalistenschule. Die UNP-Regierung verhafteten zahlreiche politische Gegner sowie Journalisten und unterhielt dafür ein geheimes Folter-Gefängniss in der Batalanda Armee Kaserne. Es gab schon häufig den Vorwurf, dass Ranil Wickramasinghe in Sache „Batalanda-Folter-Gefängnis“ involviert sei. Naturlich gab es auch ein Untersuchungskommission zu den Ermordungen und Foltern in Batalanda während der UNP Regierungszeit. Aber es wurde nie richtig aufgeklärt, was dort wirklich passiert ist. Die UNP-Regierung hat die Untersuchung so lange verschleppt, dass die im Sande verlief.
Leider haben bis heute weder die Internationale Menschenrechtsorganisationen noch die srilankischen Medienverbände die UNP wirksam zur Rede gestellt.
Wir wiederholen es also noch einmal in aller Deutlichkeit. Frage an die UNP, an Wickremesinghe: was ist wirklich dran an den Vorwürfen zahlreicher Menschenrechtsverletzungen und Folterungen während ihrer Regierungszeit?

Ost-Ministerpräsident Chandrakanthan: Waffenstillstand wäre eine KatastropheÜbersetzt von der Webseite BBC Sinhala.com vom 09. November 2008
„Es ist ein weitverbreiteter Irrlaube, dass Indien Sri Lanka einen Waffenstillstand aufzwingen will!“ Dies sagte der hauptsächliche Minister der östlichen Provinz, Skivanesathurai Chandrakanthan, der besser bekannt ist als Pillayan. Er sagte vor einer Versammlung in Kalmunai, dass so ein Waffenstillstand eine von niemanden wünschenswerte, „katastrophale“ Situation im Osten schaffen würde.
Er sagte: “Die Einzelheiten der Entwicklung in der östlichen Provinz sind den indischen Politikern offenbar nicht bekannt, und der Mangel an vollständigem Verständnis ist die Ursache dafür, dass die Änderungen, die sich im Osten ergeben, nicht richtig zur Kenntnis gelangen. Vor diesem Hintergrund gibt es eine große Erwartung, dass ein Waffenstillstand wegen des Drucks durch die Inder oder andere ausländische Kräfte verkündet werden muss.“
Der Ministerpräsident der Ostprovinz hielt seine Rede bei einem durch das Bildungsministerium der Provinz organisierten kulturellen Fest. Vorher hatten Politiker im südlichen indischen Staat Tamil Nadu die indische Regierung aufgefordert, Verhandlungsführer bei einem Waffenstillstand zwischen der LTTE und der srilankanischen Regierung zu sein.
Bemerkt sei, dass die Politiker von Tamil Nadu bislang ihre Drohung nicht in die Tat umgesetzt haben, sich im Falle, dass die Zentralregierung sich weigere, sich als Partei aus dem Parlament zurückzuziehen.
Indiens Sorgen
Indien hat stattdessen angekündigt, lebensnotwendige Vorräte für die tamilischen Zivilisten zwischen den Fronten ins Wanni zu schicken.
Nach den mit Präsident Rajapaksas besonderem Abgesandten (sein älterer Bruder – Anm. der Red.) Basil Rajapaksa in Delhi, Indien, abgehaltenen Treffen mit hohen Regierungsvertretern, hat Indien angekündigt,insgesamt 800 Tonnen lebensnotwendiger Vorräte für die im Konflikt in Wanni gefangenen Zivilisten zu schicken. Eine bilaterale Erklärung hat dabei einerseits die Notwendigkeit unterstrichen, „mit Entschlossenheit“ gegen den Terrorismus vorzugehen, andererseits aber auch die Notwendigkeit einer „politischen Lösung“ für Sri Lankas ethnischen Konflikt wiederholt.
Sri Lankas größte Opposition, die Vereinte Nationale Partei (UNP) hat zusammen mit den lokalen Medien gesagt, dass Indien Sri Lanka gezwungen habe, in Verhandlungen über einen Waffenstillstand mit der LTTE einzutreten.
Der Ministerpräsident Pillayan erwiderte: „Wenn solch’ eine Situation entstünde, würden die vielen positiven Veränderungen, die im Osten stattfinden würden, zu einem abrupten Ende gebracht und die Situation würde wieder in die Katastrophal kippen.“
TMVP -Chef: Keine “internen Parteistreitigkeiten”

Karuna: Mordanschläge im Osten nicht Resultat von Flügelkämpfen sondern von Infiltration durch LTTE.
In der Zwischenzeit sag Karuna: “Die Tötungen im Osten sind nicht das Resultat von internen Kämpfen innerhalb der TMVP!“ Er verneinte damit Spekulationen um angeblich heftig tobende Flügelkämpfe innerhalb seiner Partei und um seine Person.
Karuna ist Vize-Chef der ehemals paramilitärischen, jetzt politischen Partei TMVP (Tamile Makkal Viduthalai Puligal).
TMVP Anführer Vinayagamurthy Muralitharan (Karuna), der nun ein ordentliches Mitglied des Parlaments ist, sagte der BBC Sandeshaya (Sinhalesische Sendung), dass man nun Hilfe beim Militär gesucht habe, um die weitere „Infiltrationsversuche der TMVP durch die LTTE“ zu unterbinden.
Er fügte hinzu, dass mindestens 11 TMVP Mitglieder im letzten Monat erschossen worden seien.
In einem früheren Interview mit der BBC Sandeshaya, sagte das Parlamentsmitglied Muralitharan, dass disziplinäre Maßnahmen gegen Mitglieder der TMVP unternommen würden. Einige TMVP-Mitglieder waren beschuldigt worden, einen Angriff auf ein vom Ministerpräsident geführtes Büro durchführen zu wollen.
SCOPP Bericht, 04. November 2008
Der Regierung Sri Lankas wurde und wird wiederholt nachgesagt, dieses Land werde ohne Gespräche mit der LTTE niemals Frieden finden. Aber die Geschichte zeigt, dass die LTTE daran einfach nicht interessiert scheint. Ihr Standardverhalten, sich an Verhandlungen zu beteiligen, um hinterrücks moderate tamilische Kräfte zu zerstören und ihr eigenes Waffenarsenal auszubauen, kann nicht zum wiederholten Male zugelassen werden. Gespräche mit der LTTE werden keinen Frieden bringen, solange die Organisation davon ausgeht, dass sie ihre Forderungen durch Gewalt und Terror erreichen kann. Um die Menschen daran zu erinnern, hat das Friedenssekretariat diesen Überblick erstellt.
Die Gespräche von Thimpu
Die ersten Diskussionen mit der LTTE, die als Gespräche von Thimpu bekannt sind, begannen 1985. Die LTTE und andere militante Gruppen nahmen zusammen mit der TULF an den Gesprächen teil, der wichtigsten tamilischen Partei, die 1977 ins Parlament gewählt worden war, aber ihre Sitze aufgegeben hatte, nachdem 1983 der sechste Anhang der Verfassung verabschiedet worden war. In jedem Fall hatte sich infolge der anti-tamilischen Ausschreitungen von 1983 das Machtgleichgewicht unter den Tamilen von der TULF in Richtung der militanten Gruppen verschoben, die alle in Thimpu teilnahmen.
Beide Seiten behaupteten, die Unnachgiebigkeit der anderen Seite habe zum Zusammenbruch der Gespräche geführt. Allerdings kann man mit Kethesh Loganathan, der zu dieser Zeit eine der militanten Gruppen vertrat, mit folgenden Worten zitieren: “Die tamilischen Organisationen nahmen die Position ein, die Aufgabe, eine in der Breite akzeptable Formel zu präsentieren, läge in Colombo. Die tamilische Delegation hielt der Delegation der srilankischen Regierung stattdessen eine Reihe von Vorträgen über die Natur der ethnischen Frage, und warum die Aufgabe, eine Lösung vorzulegen, die einer Überlegung wert sei, in Colombo lag.“
Weit signifikanter war allerdings die Tatsache, dass die LTTE diesen Zeitraum nutzte, um ihre Position gegenüber den anderen tamilischen Gruppen zu stärken. Sie dezimierten die EPRLF und eliminierten allen voran Sri Sabaratnam, den Führer der TELO, und mit dem Zusammenbruch der Gespräche war sie bei Weitem die mächtigste der tamilischen Gruppen.
Das Abkommen zwischen Indien und Sri Lanka und Diskussionen mit Präsident Premadasa
Nach dem Abkommen zwischen Indien und Sri Lanka von 1987, das als Indo-Lanka Accord bekannt ist, schlossen sich die anderen militanten tamilischen Gruppen dem politischen Prozess an, aber die LTTE brach nach erster Anerkennung mit den Indern und brach einen scharfen Konflikt mit den indischen Friedenstruppen vom Zaun. Unglücklicherweise entwickelte die neue srilankische Regierung von Präsident Premadasa, die 1988 gewählt worden war, kein positives Verhältnis zur indischen Präsenz im Land und nahm informelle Beziehungen zur LTTE auf.
Der Hauptgrund für dieses Verhalten schien von Seiten der LTTE zu sein, die anderen tamilischen Gruppen zu schwächen. Die Hauptopfer waren zu dieser Zeit die Führer der TULF, die sich sehr gut in den Parlamentswahlen von 1989 geschlagen hatten. Der frühere Oppositionsführer A. Amirthalingam wurde zusammen mit dem Parlamentsmitglied von Jaffna ermordet. Der stellvertretende Parteiführer wurde verletzt und war nie wieder in der Lage, eine aktive Rolle in der Politik zu spielen. Zusätzlich baute die TULF ihre Führung im Osten aus, aber ihr prominentestes Parlamentsmitglied im Osten, Sam Tambimuttu, wurde ebenfalls ermordet.
Die LTTE führte weiterhin anscheinend gute Beziehungen mit der Regierung, bis die indischen Friedenstruppen abzogen und der Provinzrat der Nordostprovinz sich auflöste, nachdem der Oberste Minister Varatharaja Perumal von der EPRLF nach Indien geflohen war. Allerdings behauptete die LTTE, die Verhandlungen liefen nicht gut, und zog sich plötzlich von den Verhandlungen zurück. Im gleichen Zug ermordete sie im Osten mehr als 600 Polizisten, die sich nicht verteidigten, weil sie von einem Bündnis ausgegangen waren.
Verhandlungen mit Präsident Kumaratunga
Chandrika Kumaratunga gewann 1994 die Parlamentswahlen mit einem Manifest zu Friedensverhandlungen mit der LTTE und rüstete als Premierminister prompt den Sicherheitsapparat ab. Während der folgenden Präsidentschaftswahlen wurde ihr Gegenkandidat Gamini Dissanayake von der UNP während einer Wahlkampfkundgebung durch einen Selbstmordattentäter ermordet.
Die Gespräche gingen bis Mitte 1995 weiter, bis wieder einmal die LTTE behauptete, die Gespräche liefen nicht gut. Obwohl eine formale Vereinbarung unterzeichnet worden war, nach der einem Abbruch der Verhandlungen eine vorherige Unterrichtung vorausgehen musste, folgte urplötzlich ein Angriff auf Schiffe der SL-Navy, die im Hafen von Trincomalee vor Anker lagen. Auch Kumaratunga wird später durch einen Selbstmordbomber-Angriff schwer verletzt, verliert dabei ein Auge.
Verhandlungen mit Premierminister Ranil Wickremesinghe
Das Waffenstillstandsabkommen vom Februar 2002 sollte eigentlich zwei Konsequenzen haben. Die erste wäre eine Einstellung der Kampfhandlungen gewesen. Dies war allerdings nicht die Interpretation der LTTE, die das Festhalten der Regierung an die Waffenstillstandsvereinbarung dazu nutzte, mittels massiver Waffenimprote ihrer eigene Stärke aufzubauen, wie dies ebenfalls durch die skandinavische Sri Lanka Monitoring Mission bestätigt wurde. Tatsächlich stellte die SLMM während der fünf Jahre des Waffenstillstands 3 830 Verletzungen des Waffenstillstands durch die LTTE fest, während nach Feststellung der SLMM die Regierung sich nur 350 Verletzungen vorwerfen lassen musste.

Premierminister Ranil Wickremesinghe übergibt das Regierungs-Abkommens-Dokument zur Zustimmung zu einem Waffenstillstand an den norwegischen Botschafter in Sri Lanka, Jon Westborg in Vavuniya im Jahr 2002.
Der zweite Zweck des Waffenstillstandsabkommens waren Verhandlungen, aber nach sechs Verhandlungsrunden, die sich über einen Zeitraum von etwas mehr als einem Jahr erstreckten, zog sich die LTTE im April 2003 von den Verhandlungen zurück. Es sollte festgestellt werden, dass, selbst wenn die LTTE wirklich gefühlt haben sollte, dass das die Präsidenten Premadasa und Kumaratunga nicht wirklich an Verhandlungen interessiert gewesen seien, dies bei Premierminister Wickremesinghe mit Sicherheit nicht der Fall war, der nach allgemeiner Auffassung alles tat, um die LTTE zu befrieden, eine Auffassung, die durch die srilankische Wählerschaft bestätigt wurde, die ihn im April 2004 aus dem Amt wählte. Man kann den früheren militärischen Kommandeur der LTTE Oberst Karuna zitieren, der zum Ausdruck bringt, warum die LTTE Führung sich von den Gesprächen zurückzog, die sich anscheinend viel versprechend entwickelten: “ Anton Balasingham, der Führer der LTTE Delegation, hatte, ohne Prabhakaran zu konsultieren, eine Stellungnahme herausgegeben, nach der sie willens seien, ein föderales System in Betracht zu ziehen. Als er dies mit Prabhakaran besprach, lehnte dieser die Idee des Förderalismus ab. Er wollte, dass sich die Gespräche wenigstens fünf Jahre hinziehen sollten, bis die LTTE genug Waffen beschafft haben würde, um für eine Fortführung des Kampfes stark genug zu sein.“
Die LTTE nutzte den Waffenstillstand ebenfalls, um wieder ihre tamilischen Gegner anzugreifen, vor allem die früher militanten Gruppen der EPDP, PLOTE und den Perumal Flügel der EPRLF. Die TULF befand sich jetzt sehr unter Kontrolle der LTTE, nachdem ihr letzter unabhängiger Führer, Neelan Tiruchelvam, 1999 von der LTTE ermordet worden war. 2005 ermordete die LTTE Lakshman Kadirgamar, den Außenminister unter Präsidentin Kumaratunga.
Bis dahin wurde die Regierung wieder von Präsidentin Kumaratunga geführt, die das Verteidigungsministerium von dem Kandidaten von Premierminister Wickremesinghe übernommen hatte, nachdem der Oberste Gerichtshof geurteilt hatte, der Präsident müsse die Verantwortung für die Verteidigung haben. Versuche eines Kompromisses zwischen beiden Parteiführern scheiterten, und so wurden im April 2004 Wahlen abgehalten, die die Partei der Präsidentin gewann.
Die LTTE weigerte sich, zu formalen Verhandlungen zurückzukehren, aber sie beteiligte sich nach dem Tsunami vom Dezember 2004 an informellen Verhandlungen über einen Mechanismus zur Organisation der Hilfe. Die Struktur, auf die man sich einigte, wurde durch den Obersten Gerichtshof als nicht verfassungsgemäß verworfen, aber bevor weitere Verhandlungen möglich waren, fanden Ende 2005 die Präsidentschaftswahlen statt.
Verhandlungen mit Präsident Rajapaksa
Obwohl die LTTE ihren Beitrag zum Wahlsieg von Präsident Rajapaksa geleistet zu haben schien, begann sie nach seiner Amtseinführung eine Angriffsserie gegen die Streitkräfte, die dazu führte, dass die SLMM anfragte, ob der Waffenstillstand weiterhin in Kraft sei. Allerdings stimmte die LTTE schließlich zu, zu Verhandlungen zurückzukehren, die nach ihren Wünschen in Europa stattfinden sollten. Die ersten Verhandlungen fanden im Februar 2006 in Genf statt und schienen einen positiven Beginn zu bilden, aber die LTTE verweigerte die Teilnahme an der nächsten Verhandlungsrunde, die für April geplant war. Stattdessen versuchte ein Selbstmordattentäter, den Armeekommandeur zu ermorden, der diesem Anschlag mit viel Glück entkam.

Minister Nimal Siripala de Silva reicht Anton Balasingham die Hand vor Beginn der Waffenruhegespräche. Der ehemalige norwegischen Vize-Außenminister Vidar Helgesen, Direktor des Schweizer Amts für Auswärtige Angelegenheiten, Urs Ziswiler und der norwegischer Minister für Internationale Entwicklungshilfe, Erik Solheim schauen zu. (Februar 2006)
Die LTTE stimmte schließlich Verhandlungen im Juni zu, die in Oslo stattfanden, aber nachdem die Delegation nach Oslo geflogen war, verweigerte sie sich der Teilnahme an Verhandlungen. Obwohl viele Gründe hierfür vorgebracht wurden, kann ein weiterer Grund angenommen werden, der nicht allgemein bekannt ist – der norwegische Botschafter hatte ihnen klar erklärt, dass das Thema der Kindersoldaten nicht von der Agenda entfernt werden könne.
Im August 2006 nahm die LTTE scheinbar an, dass ihre militärische Aufrüstung ausreichend sei und begann zwei massive Angriffe im Norden und Osten. Wäre auch nur einer dieser Angriffe erfolgreich gewesen, wäre die Fähigkeit der Sicherheitskräfte, die Kontrolle über weite Gebiete zu behalten, die sich seit 2002 kontrolliert hatten, in Zweifel zu ziehen gewesen. Die Regierung schlug diese Angriffe allerdings zurück und entschied, dass das Recht zur Selbstverteidigung, dass im Waffenstillstandsabkommen niedergelegt war, ebenfalls das Recht enthielt, sicherzustellen, dass solche plötzlichen Angriffe sich nicht wiederholen konnten,
So begann der Prozess der Befreiung des Ostens von der LTTE, der 2002 zu großen Teilen unter Kontrolle der Regierung gewesen war, auch wenn es der LTTE gelungen war, während der Gültigkeit des Waffenstillstands ihren Einfluss in diesen Gebieten zu vergrößern. Trotz der andauernden Feindseligkeiten stimmte die LTTE allerdings zu, im Oktober 2006 zu Verhandlungen nach Genf zu kommen.

Der Chef der Regierungs-Delegatio,n Nimal Siripala de Silva mit LTTE-Verhandlungsführer SP Thamilselvan (li), der norwegische Minister Erik Solheim (m) im Hintergrund bei der Eröffnung der Friedensgespräche in Genf. (Oktober 2006)
Allerdings zog sich die LTTE nach einem anscheinend positiven ersten Tag, nach dem, wie Diplomaten es beschrieben, „berühmten Anruf aus Kilinochchi“, dem LTTE Hauptquartier, am zweiten Tag von den Verhandlungen abrupt zurück.
Während des gesamten Jahres 2007 versuchte die Regierung eine Wiederaufnahme der Gespräche zu erreichen, erhielt aber von dem norwegischen Botschafter, der im August Kilinochchi besuchte, die Auskunft, die LTTE sei nicht bereit dazu.
Versuche von informellen Gesprächen, durch Anrufe des Friedenssekretariats der Regierung beim Friedenssekretariat der LTTE und durch Botschaften über die SLMM, wurden ebenfalls zurückgewiesen. Bis dahin war die SLMM nur noch ein Schatten ihres früheren Selbst und sah sich nicht in der Lage, weiterhin Entscheidungen abzugeben, da die LTTE sich geweigert hatte, Beobachter aus Ländern zuzulassen, die Mitglied der Europäischen Union waren. Sie feuerte ebenfalls auf Schiffe, die SLMM-Beobachter an Bord hatten, was zur Beendigung der Seeüberwachung führte.
Beendigung des Waffenstillstandsabkommens und politische Entwicklungen seitdem
Unter diesen Umständen machte die Regierung Druck bei Verhandlungen mit anderen Parteien, und speziell mit tamilischen Parteien, die sich dem Pluralismus und der Demokratie verpflichtet sahen. Der Waffenstillstand wurde formell im Januar 2008 beendet, was die Einleitung einstweiliger Maßnahmen wie der Wahl eines Provinzrats in der Ostprovinz erleichterte.
Seit der feindseligen Ablehnung des Abkommens zwischen Indien und Sri Lanka durch die LTTE hatte es keine Provinzverwaltung im Norden und Osten geben. So war dies eine historische Gelegenheit für die Menschen in diesen Gebieten, ihre eigene Regierung zu wählen. Anders als bei den ersten Wahlen im Jahr 1988, als sich die Parteien nach ethnischen Linien geteilt zeigten, führten dieses Mal beide großen nationalen Parteien Koalitionen aus Tamilen, Moslems und Singhalesen an. Die Regierungskoalition gewann, und ein früherer Kämpfer der Tamilen wurde Oberster Minister.
Die gegenwärtigen Operationen zur Befreiung des Nordens von der LTTE gehen voran, und ein Erfolg dieser Operationen wird von Wahlen zum Provinzrat gekrönt werden. Vorher werden hoffentlich in den Gebieten, in denen die Normalität wieder hergestellt sein wird, wie im Osten Wahlen auf Bezirks- und Gemeindeebene abgehalten werden können.
Übersetzung aus der englischen Webzeitung Sri Lanka Guardian vom 8.9.08
London - Die Aktivisten der LTTE in London haben sich im Londoner Sri Selvavinayagar Tempel, der sich im Bezirk Illford, in der Ley Straße 299, Essex IGI 4BN befindet, am 3. September 2008 getroffen, um eine Kampagne zur Spendenbeschaffung für die verbotene LTTE ins Leben zu rufen. Gemäß unseren Quellen haben etwa 20 Personen an dem Treffen teilgenommen, einschließlich des Vorsitzenden des Tempels namens Selvarajah.
Andere Quellen aus der LTTE berichten zeitgleich, dass eine Kampagne, bei der von Haus zu Haus gegangen werden soll, um Spenden zu sammeln unterwegs ist; dies mit Hilfe vieler, früherer sowie notorischer LTTE-Spendensammler. Aus bestätigenden Quellen verlautet, dass es eine interne LTTE_Entscheidung gibt, wonach wenigstens 50 Pfund pro Person von jedem tamilischen Haushalt eingetrieben werden sollen.
Aus dem Englischen übersetzt vom Sri Lanka Guardian am 7. September 2008
Colombo – Quellen, die nahe zur LTTE stehen, bestätigen, dass Mathivathani Pirabakaran, die Frau des LTTE Chefs, Velupillai Pirabakaran (auch und besser bekannt als V. Prabhakaran - Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion) und zwei ihrer Kinder auf dem Seeweg nach Südafrika ausgewandert sind. Die älteste Tochter des Ehepaares, Dwaraka sowie der jüngste Sohn haben die Mutter auf der Reise begleitet. Ihr ältester Sohn Charles Anthony bleibt, wie verlautet, in Vanni und hilft dem Vater in Angelegenheiten der militärischen Organisation der LTTE.
Es wurde auch bekannt, dass Pirabakaran/Prabhakaran dagegen war, die Familie in ein europäisches Land zu schicken, wie er es 1987 während der Operationen der Indischen Friedenstruppe (IPKF) gegen die LTTE getan hatte. Er soll sich Sorgen gemacht haben, dass sie auf Grund „unangebrachter Publicity“ Schwierigkeiten mit den Behörden hätten haben könnten.
1987 hatte Pirabakaran/Prabhakaran seine Frau und seine drei Kinder nach Schweden geschickt, wo sie verblieben, bis die IPKF die Insel verlassen hatte.
Übersetzung aus der englisch-sprachigen Webzeitung Sri Lanka Guardian vom 30.8.08
Von Deutschlandkorrespondent Lalith Ganhewa
Berlin/Colombo - Als Bundesminister des Inneren in Deutschland hat Dr. Wolfgang Schäuble eines der wichtigsten und größten Ministerämter im deutschen Kabinett inne. Dr. Schäuble ist verantwortlich für eine breite Spanne an Aufgaben, von der inneren Sicherheit, die Bekämpfung des Terrorismus, der Ausländer- und Asylpolitik, dem Verfassungsrecht, der Informationsgesellschaft bis hin zum Sport.
Kurz nach den Sommerferien des Parlaments, am 26. August, empfing Dr. Schäuble den srilankischen Botschafter in Deutschland, T.B. Maduwegedera. In seinem Büro besprachen Minister Dr. Schäuble und Botschafter Maduwegedera die bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern und die Aktivitäten der LTTE und ihrer Tarn-Organisationen in Deutschland. Der Minister war interessiert daran, zu erfahren, warum der Terror in Sri Lanka nicht schneller beendet werden kann. Maduwegedera wies den Minister darauf hin, dass die Kampfmethoden der LTTE Guerillataktik sind und nicht die Methoden einer konventionellen Armee, und dass sie unschuldige Zivilisten als menschliche Schuldschilde und menschliche Bomben benutzen würden.
Weiterhin wies der Botschafter darauf hin, dass es schwer sei für die srilankische Regierung, gegen den Terrorismus in Sri Lanka zu kämpfen, solange mächtige westliche Staaten wie Deutschland nicht klare Maßnahmen ergriffen, um die Mitteleinsammlungen der LTTE in diesen Ländern zu stoppen.
Die Bundesregierung, so Schäuble, teile die Sorge der srilankischen Regierung, was die Aktivitäten der LTTE betrifft. Bei der Bekämpfung des Terrorismus zögen die Staaten an einem Strang, was auch die Listung der LTTE auf der EU-Liste terroristischer Organisationen zeige.
Zur Frage bezüglich Schäubles Standpunkt zu den Aktivitäten der LTTE und ihrer Tarnorganisationen auf deutschem Boden, die Tamilen einschüchtern, um Spenden zu erzwingen und verschiedenste Wege nutzen, um Mittel nach Sri Lanka zu schaffen, sagte ein Ministeriumssprecher später, die Verfolgung von Straftaten in Deutschland liege grundsätzlich im Zuständigkeitsbereich der Länder und werde von diesen wahrgenommen. Zu konkreten Verbotsabsichten und -möglichkeiten äußert sich die Bundesregierung – ständiger Praxis entsprechend – nicht.







