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Übersetzt aus der srilankischen Webzeitung „Lanka Page“ vom 12. Nov. 2008

Solche Warnschilder sieht man im Norden noch überall

Solche Warnschilder sieht man im Norden noch überall

Das srilankanische Ministerium für Nationalen Wiederaufbau und Plantagen Infrastruktur hat angekündigt, dass seit 2002 156.203 Landminen entschärft worden sind.

Die Zahl der Todesfälle durch Landminen wurden auch von 154 im Jahre 2002 auf 04 im Jahre 2007 reduziert.

Die höchste Anzahl von Entschärfungen gab es im Jaffna Distrikt mit 66.242 Fällen. An zweiter Stelle steht Kilinochchi mit 30.329 Entschärfungen. In Vavuniya liegt die Zahl bei 20.220.

Die Armee hat die höchste Zahl von Landminen entschärft, aber auch acht andere Freiwilligenorganisationen waren an Entschärfungen beteiligt.

Seit 2002 bis zum 30. September diesen Jahres wurden in 21 Distrikten 440 Personen durch Landminen verletzt. Die höchste Zahl an Verletzten wurde in Jaffna vermeldet.

Übersetzt aus der britischen Sicherheitsmagazin „Jane’s Inteligence Review“ vom 13. November 2008

Satellite imagery illustrates the evolution of Sri Lanka's Iranamadu airstrip. (Digital Globe)

Ist das der Grund für den plötzlichen Wunsch nach Waffenstillstand? Rollbahn der LTTE zum Waffenschmuggel bestimmt. Image: © 2008 Jane's Information Group

Satellitenbilder haben eine Anzahl von Rollfeldern in den von der LTTE kontrollierten Gebieten von Sri Lanka enthüllt. Dies könnte entweder zivilistische Sehnsüchte hinsichtlich der Eigenstaatlichkeit sein – oder den deutlichen Wunsch zeigen, Waffen einzufliegen. Jane’s Review schaut auf die Beweise und legt nahe, dass das letztere wahrscheinlich ist.

Die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) verlieren ihren Krieg um einen unabhängigen Staat in Sri Lanka. Seit der wirkungsvollen Wiederaufnahme des Konflikts im Jahre 2006 haben sie die Kontrolle über die Östliche Provinz verloren und gesehen, wie ihre Streitkräfte langsam aber sicher zurück in den Norden gedrängt wurden und werden. Die größte Dringlichkeit für die LTTE muss jetzt sein, einen fortgesetzten Nachschub von Waffen und Munition sicherzustellen, um weitere Niederlagen abzuwenden.

In Anbetracht dieser Situation und nachdem sie schwere Verluste bei ihrer Schmuggelflotte auf dem Ozean erlitten hat, scheint sich die LTTE nun darauf vorzubereiten, Nachschub in ihre Festung im nördlichen Sri Lanka einzufliegen. Kommerzielle Satellitenbilder, welche Jane’s Review erhalten hat, bestätigen, dass die Rebellen zwischen 2004 und 2007 mindestens zwei Landebahnen gebaut haben, auf welchen Lastflugzeuge landen können, die fähig sind, Waffen von Zentralasien oder Südostasien aus ins Kriegsgebiet im Norden Sri Lankas zu transportieren.

Während die Bilder allein nicht bestätigen, ob die Landbahnen in Gebrauch sind, legt das Anlegen von bedeutsamen Hilfsmitteln nahe, dass die LTTE Anlagen entwickelt, welche für Notwendigkeiten bei der Fluglogistik zu einer kritischen Zeit in ihInrem seit drei Jahrzehnten andauernden Krieg mit dem srilankischen Staat dienen könnten. Jane bestätigt auch, dass die LTTE wenigstens einen Versuch unternommen hat, es zu arrangieren, dass eine Lieferung von Artilleriegewehren eingeflogen werden kann. Der Versuch scheiterte indes.

indiaÜbersetzt aus der indischen Nachrichten Agentur „Indo Asian News Service“ vom 10. November 2008

Dehli – Am Montag hat ein besonderes Gericht das Gesetz der Regierung, dass die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) für weitere zwei Jahre verboten sind, ausdrücklich aufrechterhalten.

Die Bekanntmachung, mit welcher die LTTE zu einer ungesetzlichen Vereinigung erklärt wurde, wurde vom Innenminister der Koalition am 15. Mai diesen Jahres herausgegeben.

Richter Vikramjit Sen vom Obersten Gerichtshof in Delhi, welcher der besonderen, auf dem Gesetz über Rechtswiedrige Aktivitäten (zur Prävention) basierenden Verhandlung vorstand, sagte, dass es genügend Beweise gegen die srilankanischen Tamil Tiger Rebellen gäbe, um die zeitliche Ausdehnung des Verbots zu rechtfertigen.

Die LTTE ist eine militante Gruppe, welche eine gewalttätige Kampagne gegen die srilankanische Regierung seit den 70er Jahren führt, um einen separaten tamilischen Staat im nördlichen und östlichen Teil der Inselnation zu schaffen. Die Gruppe wird angeführt von V. Prabhakaran und sie wurde von verschiedenen Ländern, einschließlich der USA, als terroristische Organisation verboten.

Die LTTE war in die Ermordung des früheren indischen Premierministers Rajiv Gandhi im Mai 1991 verwickelt; die LTTE Tamil Tigers sind seit 1992 in Indien verboten.

Der beigeordnete, Zweite Kronanwalt (ASG) P.P.Malhotra, behauptete bei seinem Erscheinen vor Gericht, dass die LTTE, obwohl sie in Sri Lanka beheimatet ist, Sympathisanten und Agenten auf indischem Boden habe und dass es darum dringend notwendig ist, ihr Verbot zeitlich auszuweiten.

Übersetzt aus dem Sri Lanka Guardian vom 15. November 2008

Parteiquellen besagen, dass Kumarasamy Nandagopa, alias Ragu, der Privatsekretär des Ministerpräsident der Östlichen Provinz sowie eine andere, ungenante Person in Athurugiriya heute um 11.30 erschossen wurden.

Nach sehr vertrauenswürdigen Quellen innerhalb der TMVP wurde dem Sri Lanka Guardian enthüllt, dass die Ermordung das Resultat von Kämpfen innerhalb der TMVP war.

Eines der altgedienten Mitglieder der TMVP sagte dieser Zeitung telefonisch: “Wir wussten, dass Ragu und der Pressesprecher Azad Maulana gravierende Probleme wegen ihrer Macht hatten. Wir wissen nicht, ob er in den Fall verwickelt ist, aber es gibt Verdachtsmomente, dass der Konflikt mit der Ermordung zusammenhängt.“

Er fügte hinzu: “Aber die LTTE war nicht in die Ermordung verwickelt.”

Ragu war der erfolglose Kandidat bei der Wahl zum Rat der Östlichen Provinz. Er war eigentlich australischer Staatsbürger. Aber viele Mitglieder der TMVP misstrauten Ragu und meinten, er hätte noch immer zu starke Verbindungen zur LTTE.

Kürzlich wurden viele in verschiedenen Lagern im Osten verlorene TMVP Mitglieder durch die LTTE Kader, welche die TMVP infiltriert haben und sich als TMVP-Mitglieder ausgeben, getötet.

Die andere getötete Person wurde als ein TMVP Anhänger und Fahrer identifiziert. Die Polizei und Augenzeugen sagten, dass beide in einem Volvo erschossen wurden.

Mordanschlag auf Ragu - LTTE nicht beteiligt?

Mordanschlag auf Ragu - LTTE nicht beteiligt?

Ragu war der rechte Hand des Ministerpräsident der Östlichen Provinz Sivanesathurai Chanthirakanthan, alias Pillaiyan, und sein Tod ist ein schwerer Schlag für seine Administration. Es ist ähnlich wie nach dem Tod von Anton Balasingham, dem einstigen Chefunterhändler der LTTE, als Prabhakaran eine Krise der politischen Stabilität erlitt. Jetzt sieht sich Pillaiyan ähnlichen Herausforderungen für seine Verwaltung und Karriere gegenüber. Er könnte gezwungen werden, sich an den pensionierten Colonel Karuna Amman zu werden, der jetzt das Murali Mitglied des Parlaments ist. Auf die Weise könnte er ein gewisses Niveau an poltischer Stabilität für die Östliche Provinz wiedererlangen. Das lässt den Verdacht entstehen, dass diese Ermordung die Unterstützung von Karuna und vielleicht auch anderen Elementen innerhalb der srilankanischen Regierung hat.

Interne Kämpfe zwischen den Karuna und Pillaiyan Cliquen der TMVP haben kürzlich die Partei geschwächt. Dieser hauptsächliche Schlag für die Pillaiyan Clique gibt Karuna eine klare Gelegenheit, seine Vorherrschaft über die Partei zu behaupten. Mit seinen Aufforderungen an die Regierung, die Anhänger von Pillaiyan zu entwaffnen, könnte Karuna bald dazu übergehen, Pillaiyan in eine untergeordnete Rolle zu zwingen, – so wie er es auch war, als er eine niedere Stellung in der frühen TMVP einnahm. Dies könnte der TMVP und der Östlichen Provinz insgesamt größere Stabilität bringen, aber es wird auch ein großer persönlicher Erfolg für Karunas politische Karriere sein.

In einem Interview mit dem Radio BBC tamilische Welle, sprach Pillaiyan geschockt von dem Tod seines Weg-Genossen, aber er hat nicht behauptet, dass die LTTE oder irgendjemand anderer an dessen Tod schuld wäre. Jedoch hat er indirekt gesagt, dass sich die Leute, die für den Tod seines Sekretärs verantwortlich sind, wohl seiner Östlichen Verwaltung widersetzen würden.

Übersetzt von der Webseite „South Asian Media Network“ vom 14. November 2008

Mahinda Rajapaksa beim Treffen der BIMSTEC-Nationen

Appell: Mahinda beim Treffen der BIMSTEC-Nationen

Präsident Mahinda Rajapaksa sagte Donnerstag dem indischen Premierminister Dr. Manmohan Singh, dass die srilankanische Regierung zu jeder Zeit bereit zu Friedensgesprächen mit den Befreiungstigern von Tamil Eelam (LTTE) wäre, wenn diese die Waffen niederlegen würden. Bei bilateralen Gesprächen mit dem indischen Premierminister, die parallel zum BIMSZEC Gipfel stattfanden, sagte Präsident Rajapaksa, dass es sein erstes Ziel sei, den Terrorismus auszuradieren und ein Land zu schaffen, in dem alle Gemeinschaften in Frieden leben können.

Der Präsident sagte, dass seine Regierung sich ganz der Erfüllung der humanitären Notwendigkeiten für die tamilische Gemeinde, die im Norden und Osten lebt, widmet. Der Präsident erzählte dem indischen Premierminister, dass das tamilische Volk ganz ausdrücklich ein Teil seiner Verantwortung als Staatsoberhaupt und Regierung sei, und dass er alle Maßnahmen für ihre Sicherheit, ihren Schutz und ihr Wohl ergreifen würde. Rajapaksa sagte: „Die Tamilen sind unser Volk; wir haben uns um sie gekümmert und wir werden uns weiter um sie kümmern.“

Dies war das erste Treffen zwischen Singh und Rajapaksa, dass dem von politischen Parteien verursachten Aufruhr in Tamil Nadu folgte. Am Aufruhr nahm auch die UPA Koalitions-Verbündete DMK teil. Der Aufruhr war wegen der srilankanischen militärischen Offensive entstanden und man hatte Neu Delhi gedrängt, zu intervenieren und die Offensive zu stoppen.

Der Premierminister Singh hatte Präsident Rajapaksa gesagt, ermöge die Sicherheit und das Wohl der ethnischen Tamilen gewährleisten, und er hatte betont, dass die Interessen unschuldiger Zivilisten wahrgenommen werden sollten, selbst wenn man mit Terrorismus zu tun hat.

Rajapaksa schätzte Indiens Anstrengungen, den vertriebenen Tamilen humanitäre Hilfe zukommen zu lassen und sagte, er würde nicht zulassen, dass der Konflikt in zukünftigen Generationen weitergehe.

Rajapaksa nahm die Resolution zu Kenntnis, welche am 12. November von der Tamil Nadu Staatsversammlung angenommen worden war. Diese Resolution ruft nach einem Waffenstillstand in Sri Lanka. Präsident Rajapaksa betonte, dass er uns seine Verwaltung immer für eine politische Lösung gewesen wären.

Der Präsident sagte, dass es die LTTE ist, welche wiederholt ihre Verpflichtungen verletzt hat und einen Wege des Konflikts und des Terrors eingeschlagen hat. Er lenkte die Aufmerksamkeit auf den vergangenen Fälle, nach dem die LTTE den Waffenstillstand gebraucht hat, um sich neu zu gruppieren und neu zu bewaffnen. Er sagte: „Sie wollen nicht ernstlich eine politische Lösung“ und fügte hinzu, dass die Regierung nur mit der Gruppe sprechen würde, wenn sie zuerst die Waffen niederlegt.

Der Präsident wiederholte: “So wie wir die Menschen im Osten vom Terrorismus befreit haben, so werden auch der Norden gerettet. Der Krieg gegen den Terrorismus wird wie geplant weitergehen.“ Nach den bilateralen Gesprächen mit dem indischen Premierminister wendete sich der Präsident an die Medien und sagte, dass sich die srilankanische Regierung ganz und gar der Aufgabe widmet, die Rechte der tamilischen Gemeinde zu schützen. „Meine Sorge gilt den tamilischen Mitmenschen. Es liegt in meiner Verantwortlichkeit, mich um meine tamilischen Brüder zu kümmern,“ sagte er und fügte hinzu, dass die Jugend in der Östlichen Provinz, die seit Jahren unter den Soldatenstiefeln der LTTE war, sich heute eindeutig für die Demokratie entschieden habe.

Der Präsident zeigte auf, dass ein überzeugter LTTE Führer im Osten heute ein Mitglied des srilankanischen Parlaments geworden ist. Rajapaksa beschuldigte auch Prabhakaran, den Terrorismus zu exportieren.

Bei Separatgesprächen erzählte Präsident Rajapaksa Weltpolitiker, welche an dem Gipfel der Bucht von Bengalen-Initiative für Multisektorale Technische und Ökonomische Zusammenarbeit (BIMSTEC) teilnahmen, dass Sri Lanka glaubt, dass die zu Grunde liegenden Ursachen von der LTTE ausgebeutet worden sind, damit diese für ihre Operationen eine Legitimität fände, während doch die Ursachen politisch beseitigt werden müssten. Er sagte, dass Sri Lanka aus vollem Herzen die Konvention über die Zusammenarbeit beim Bekämpfen des internationalen Terrorismus, des organisierten Verbrechens und illegalen Drogenhandelns als einen wichtigen und lebensnotwendigen Meilenstein bei den Anstrengungen wider den Terrorismus unterstützen würde.

Präsident Rajapaksa erzählte dem Gipfel, auf dem sich unter anderem der indische Premierminister Manmohan Singh befand: “Für mehr als zwei Jahrzehnte hat sich Sri Lanka einer enormen Herausforderung für ihren demokratischen Lebensstil gegenübergesehen. Die Herausforderung bestand aus den barbarischen Taten einer terroristischen Gruppe, der LTTE. Es gibt keinen Zweifel, dass man mit solchen Gruppen militärisch fertig werden muss. Zur gleichen Zeit glaubt Sri Lanka, dass die zu Grunde liegenden Ursachen von den Terroristen in einem Versuch, für ihre Operationen Legitimität zu erreichen, ausgenutzt werden. Mit diesen Ursachen muss man aber politisch fertig werden. Ich möchte dieser ehrenwerten Versammlung versichern, dass wir fest auf dem Weg zu einer politischen Lösung sind.“

Rajapaksa sagte, dass terroristische Gruppen fähig sind, sich durch ungesetzliche Spendensammlungen, Drogen- und Menschenhandel, Geldwäsche mit Gebrauch von internationalen Netzwerken, Waffen- und Munitionsschmuggel (einschließlich durch die Seewege in der Bucht von Bengalen) aufrechtzuerhalten.

Der Präsident drängte die Führer, in Erwägung zu ziehen, ob man nicht einen Mechanismus der polizeilichen Überwachung des Meeres bei der Bucht von Bengalen errichten solle. Dies würde den Terroristen Mobilität und Verbindungswege abschneidne. Rajapaksa sagte, dass die BIMSTEC-Nationen sich zwar konstruktiv und vorsichtig an dem Prozess der Globalisierung beteiligt haben, dass aber die ökonomischen Herausforderungen für ihre hauptsächlichen Handelspartner unvermeidlich einen gewissen Einfluss auf die Wachstumsrate der BIMSTEC Nationen haben würden.

Präsident Rajapaksa sagte: “Darum hat uns alle die Situation sehr bewusst gemacht, dass das regionale Selbstvertrauen Schutz gegen die globalen ökonomischen Ungewissheiten bieten kann. Unser Gastgeber Indien kann mit seiner großen Kapazität und seinem großen ökonomischen Potential wirklich als ein Motor wirken, der uns fährt und führt, damit wir dem Niederschlag der globalen Krise widerstehen und zugleich einen Aufschwung in unsere Nation einleiten.“

Rajapaksa sagte, dass an die vorderste Front der globalen Agenda das Erreichen von Energiesicherheit gekommen ist, was besonders für Entwicklungsländer eine riesige Herausforderung sei.

“Unsere Anstrengungen, alternative Energieformen – wie Sonnen-, Windenergie und Biotreibstoffe – zum Verbrauch in der Heimat und zum Gebrauch durch die Industrie müssen an erster Stelle stehen. Aber wir unterstützen nicht den Gebrauch von anbaufähigem Land, um Biotreibstoffe herzustellen, damit Autos fahren. Als das führende Land bei der BIMSTEC Zusammenarbeit in der Technologie drängt Sri Lanka darauf, dass den BIMSTEC Initiativen für das Etablieren des Energiezentrums und des Trans-Elektrizitäts-Austausch-und-Entwicklungsprojekts die höchste Priorität zugemessen werden muss.“

Übersetzt von der Webseite IRIN der UN vom 12. November 2008

Mehr als 150 000 Binnenflüchtlinge (IDPs) sind im vergangenen Jahr in ihre Häuser im Osten Sri Lankas zurückgekehrt, wie die UN Flüchtlingsagentur UNHCR mitteilt.

Die Vertreibung von rund 230 000 Menschen im nördlichen Teil des Landes unter Kontrolle der Befreiungstiger von Tamil Eelam 2008 hat die größtenteils friedliche Wiederansiedlung der Binnenflüchtlinge in ihren Dörfern im Osten aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit verdrängt, wie die Agentur in einem am 6. November erschienenen Statement mitteilt.

Sri Lanka muss mit Abertausenden von Binnenflüchtlingen fertig werden

Sri Lanka muss mit Abertausenden von Binnenflüchtlingen fertig werden

„Der Osten Sri Lankas verzeichnete vor zwei Jahren eine ähnliche Welle der Vertreibungen, als die Regierungstruppen von der LTTE gehaltene Gebiete in der Region einnahmen,” teilte UNHCR mit. „Bis Ende März 2007 waren rund 170 000 Menschen in den Bezirken Batticaloa und Trincomalee vertrieben.”

Die UN Agentur teilt weiter mit, nur 15 500 Binnenflüchtlinge verblieben in beiden Bezirken, und der Rückkehrprozess “habe sich substantiell verbessert, was auch auf das Eingreifen der UN Flüchtlingsagentur und anderer humanitärer Agenturen im Osten Sri Lankas zurückzuführen ist“.

Offizielle in Batticaloa sagten gegenüber IRIN, eine weitere Gruppe von Binnenflüchtlingen werde in dieser Woche nach Hause zurückkehren. „Es gibt eine Gruppe von Binnenflüchtlingen, die in ihre Dörfer zurückkehren werden, die sie Anfang 2007 verlassen haben,“ sagte Basil Sylvester, Bezirkskoordinator des Consortium of Humanitarian Agencies (CHA), einer Gesamtorganisation der internationalen und nationalen Hilfsorganisationen, gegenüber IRIN.

Das UNHCR teilte mit, als der Rückkehrprozess im März 2007 begonnen habe, seien manche Agenturen besorgt gewesen über das schnelle Tempo des Rückkehrprozesses. „In der Vergangenheit waren manche Transfers etwas verführt, aber der Prozess ist seit der Einführung deutlich verbessert worden,” sagte Jens Hesemann, Leiter des UNHCR Büros in Batticaloa, in einer Stellungnahme.

Rückkehrer besuchen ihre früheren Dörfer vor ihrer Rückkehr, betonte UNHCR mit, und erhielten damit die Möglichkeit, ihre Sorgen bei lokalen Beamten und Militärkommandeuren anzusprechen.

Sicherheitsfragen

Während eines solchen Besuchs hatten Binnenflüchtlinge Sicherheitsbedenken angesprochen´, stellte das UNHCR fest.

„Manche der Dörfer in abgelegenen Gebieten können nicht so schnell und leicht erreicht werden, und so ist der Schutz eine wichtige Frage,” sagte Sylvester gegenüber IRIN.

Der jüngste Anstieg der Gewalt gegen die Tamil Makkal Viduthalai Pulikal (TMVP), eine abtrünnige Gruppe der Tamilentiger und die dominierende der Regierung nahe stehende Gruppe im Osten, hat ebenfalls für Besorgnis über den zerbrechlichen Frieden gesorgt.

„Sicherheitsbezogene Beschränkungen bleiben im Osten,“ schreibt die Weltbank in ihrem Bericht „Country Assistance Strategy 2009-2012“, der am 24. Juli herauskam. “Die Präsenz paramilitärischer Gruppen, die durch interne Rivalitäten zerrissen werden, ist ein Hindernis bei der Wiederherstellung des Zivillebens.”

Sylvester sagte, die Dörfer bräuchten eine weitere Entwicklung der Infrastruktur. „Diese Orte haben zwei Jahrzehnte unter dem Konflikt gelitten,“ sagte er. „Die Straßen sind schlecht, die Schulen und Krankenhäuser müssen repariert werden, und die dörfliche Wirtschaft braucht ebenfalls Hilfe.“

Das UNHCR teilte weiter mit, Wasser und Abwasser, Hausbau und Lebensunterhalt stünden auf dem Arbeitsplan der UN Agenturen und NGOs.

„UNHCR überwacht weiterhin die Rückkehrer, ebenso wie die Bedingungen in den 17 Flüchtlingslagern im Osten,” sagte Axel Bisschop, UNHCR Programmmanager in Colombo, in einer Stellungnahme. „In Koordination mit unseren Partnern verteilen wir ebenfalls Hilfsgüter und überprüfen die Schutzmaßnahmen in Flüchtlingslagern und den Dörfern der Rückkehrer.“

Übersetzt von der Nachrichtenagentur „AP“ vom 10. November 2008

Ein Soldat wacht über Versorgungsschiffe im Hafen von Jaffna

Ein Soldat wacht über Versorgungsschiffe im Hafen von Jaffna

Colombo – Die srilankische Regierung hat am Montag mitgeteilt, die tamilischen Separatisten müssten erst ihre Waffen niederlegen, bevor Waffenstillstandsverhandlungen beginnen könnten. Die srilankische Armee führt weiterhin heftige Boden- und Luftschläge auf den „de-fakto Staat“ der Guerillas im Norden durch.

„Wir können Ihnen mit der Waffe in der Hand nicht trauen,” sagte Regierungssprecher Keheliya Rambukwella, der die Rebellen der Tamilentiger beschuldigte, den vorhergegangenen Waffenstillstand genutzt zu haben, um ihre Kräfte wieder auszubauen.

Am Sonntag hatte eine den Rebellen nahe stehende Webseite gemeldet, die Tiger seien willens, einen Waffenstillstand in Betracht zu ziehen. Die Regierung hat vor Kurzem eine Offensive begonnen, die darauf gerichtet ist, den seit 25 Jahren andauernden Bürgerkrieg zu beenden, bei dem mehr als 70 0000 Menschen ums Leben gekommen sind.

„Auf unserer Seite gibt es kein Zögern in unserer Haltung, dass wir immer einen Waffenstillstand wollten,” zitierte die Webseite TamilNet den Führer des politischen Flügels der Rebellen, Balasingham Nadesan.

Nadesan sagte, die Rebellen kämpften nur einen defensiven Krieg, den ihr die Regierung aufgezwungen habe, berichtete TamilNet.

Die Regierung hatte sich Anfang dieses Jahres von einem seit 6 Jahren andauernden durch Norwegen ausgehandelten Waffenstillstand zurückgezogen, der offen von beiden Seiten verletzt worden war.

Rambukwella sagte, die Regierung habe “genügend Erfahrung” mit den Bündnissen der Tamilentiger, und jedes Mal, wenn die Rebellen militärisch geschwächt seien, riefen sie nach einem Waffenstillstand, um dann jedesmal aus diesem Prozess als sie gestärkt hervorzugehen.

Die Rebellen sollten vor jeglichen Verhandlungen die Waffen niederlegen, sagte er. In jüngster Zeit haben die Regierungstruppen dramatische Fortschritte im Kampf gegen die Rebellen im Norden erzielt und einige Lager und Stellungen der Rebellen erobert, aber die Rebellen leisten weiterhin harten Widerstand.

Wie das Militär mitteilt, rücken die Truppen inzwischen auf Kilinochchi, das Verwaltungszentrum der Rebellen, vor.

Am Sonntag traf ein Jet der Luftwaffe eine Artillerieposition und ein LTTE-Kommandozentrum nahe Kilinochchi, wie Luftwaffensprecher Janaka Nanayakkara mitteilte. Armeetruppen rückten ebenfalls gegen die Festung Pooneryin im Norden vor und fügten den Guerilla dabei schwere Schäden zu, wie die Armee mitteilte. Opferzahlen konnten allerdings nicht genannt werden.

Offizielle der Rebellen waren für einen Kommentar nicht verfühbar, weil die meisten Kommunikationslinien zu den Rebellengebieten abgeschnitten sind.

Die Tamilentiger kämpfen seit 1983 um die Schaffung eines unabhängigen Heimatlandes für die ethnische Minderheit der Tamilen, die unter der Marginalisierung durch verschiedene durch die ethnische Gruppe der Singhalesen dominierte Regierungen zu leiden hatten.

Übersetzt aus der indischen Tageszeitung „The Hindu“  vom 9. November 2008

Colombo – Eine stets wachsame srilankanische Polizei hat die Bevölkerung vor LTTE Selbstmordattentäterinnen gewarnt, die sich als harmlos aussehende schwangere Frauen, Bettlerinnen oder arme Alte verkleideten. Dies kommt Monate, nachdem der srilankanische Geheimdienst vor LTTE Soldaten gewarnt hat, die planen, Sprengkörper einzuschmuggeln, indem sie diese in Eiskrem-Kisten verstecken, welche an Fahrrädern befestigt sind.

Die LTTE schicke Selbstmordattentäterinnen in der Verkleidung von Schwangeren, Bettlerinnen, Frauen, welche Kinder tragen oder Alten, die Sprengkörper in die Stadt Colombo tragen und dort zu deponieren, warnte die Polizei. Die Tiger Rebellen planen nun eine neue Taktik. Sie bestehe z.B. daraus, dass sie nun ihre Selbstmordbomber sich als Eiskremverkäufer ausgeben liesse.

Mittlerweile hat die Polizei mehrere Frauen samt Kindern verhaftet, welche Sprengkörper nach Anuradhapura und Medawachchiya in der nördlichen Mitte Sri Lankas gebracht hatten. Ein führendes Mitglied der LTTE Spion in der Verkleidung eines Bettlers wurde auch in Kiribathgoda (im Vorort von Colombo) in Haft genommen.

Nach der Polizei wurden einige altgediente LTTE Aktivisten eingesetzt, um an Straßenblockaden und Sicherheitsvorkehrungen in Militärlagern zu spionieren. Drei von ihnen wurden am Donnerstag in Poronuwa und in Kahawatta verhaftet, nachdem man ein Haus in dem Gebiet durchsucht hatte.

Übersetzt aus der srilankanischen Wochenendzeitung “The Nation” vom 09. November 2008

von Rathindra Kuruwita

UNP-Opposition bemängelt Sri Lankas Pressefreiheit

Ausgerechnet: UNP-Opposition bemängelt Sri Lankas Pressefreiheit

ColomboOppositionsführer Ranil Wickremesinghe sagte gestern im Parlament, dass auf den Terrorismus nur mit einer „Sicherheitsantwort“ gekontert werden müsse. Er fügte hinzu, dass dies die Meinung war, die er in Hinblick auf das LTTE Problem auch deutlich ausgedrückt habe, als er kürzlich ausländische Delegierte getroffen habe.

Wickremesinghe sagte weiter: “Auf den Terrorismus muss mit einer Sicherheitsantwort gekontert werden, vielleicht an einigen Stellen durch die Armee und an anderen durch die Polizei. Aber ein lange andauernder Frieden hängt von einer für alle Parteien akzeptablen politischen Lösung ab.”

Der Oppositionsführer gab diese Erklärung als Antwort auf die Behauptung des Regierungsfraktions-Sprechers, Minister Dinesh Gunawardena, ab, nach der die UNP-Mitglieder des Parlaments durch die ganze Welt reisen würden und die LTTE unterstützen, indem sie das Image der Regierung trüben würden.

Gunawardena hatte gesagt: “Die UNP-Mitglieder des Parlaments verbreiten Lügen über die Regierung. Sie behaupten, dass verschiedene Abscheulichkeiten an den Tamilen im Wanni begangen werden.” Er fügte hinzu: „Indem sie diese Gerüchte verbreiten, ermutigen sie Auslandmächte zum Eingreifen in die inneren Angelegenheiten Sri Lankas.“

In der Zwischenzeit verlangte der Oppositionsführer von der Regierung, besondere Details über das Wesen der ‘Lügen’ sowie die Namen der Mitglieder des Parlaments nennen, die für die ‘Verbreitung solcher Lügen’ verantwortlich seien.

“Ich bin nicht in der Welt herumgereist und habe Lügen verbreitet. Erst kürzlich habe ich den EU Kommissar für Auswärtige Angelegenheiten und den Handelskommissar getroffen. Ich habe auch die Außenminister von Singapur und Indien getroffen.” Dies sagte Wickremesinghe und fügte hinzu, dass er in diesen Diskussionen nicht über den Terrorismus gesprochen habe. Er fügte hinzu: „Ich habe sie lediglich über die Unterdrückung der Medien und den Verfall der Demokratie in Sri Lanka informiert.“

Anders als die UNP-Partei, welche noch immer versuche, die während ihrer Regierungszeit verursachten Mord von Dutzenden von Journalisten in den 80er Jahren zu verbergen, habe die gegenwärtige Regierung schnelle Schritte eingeleitet, um die Sicherheit der Journalisten zu gewährleisten, erwiderte Minister Gunawardena.

Er sagte: “Ja, gibt es Probleme. Aber wir haben ein besonderes ministerielles Komitee ernannt, dass diese untersuchen soll. Die UNP selbst aber hat eine atemberaubend lange, ungeklärte Liste an Verstößen gegen die Pressefreiheit und die Medien.“ Er fügte hinzu: „Was ist mit Richard de Zoysa? Hat die damalige UNP- Regierung oder die jetzige Oppositionspartei jemals versucht, herauszubekommen, wer hinter seiner Ermordung steckt? Sie haben sich ungeheuer bemüht, alles zu vertuschen, und sie haben abscheuliche Gerüchte über sein persönliches Leben verbreitet. Egal was die UNP sagt, die Menschen in diesem Land haben diese Partei hoffentlich nicht nur dieses Mal mittels demokratischer Mittel abgelehnt.“

***

Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion:

In den 80er Jahren, während der UNP-Regierung, gab es eine massive Unterdrückung der Pressefreiheit in Sri Lanka. Ranil Wickramasinghe war in diesem Kabinett Minister. In dieser Zeit wurden zahlreiche Journalisten drangsaliert, zusammengeschlagen, gefoltet und sogar ermordet. Viele Journalisten wurde von der damalige UNP-Regierung als JVP-Unterstüzer verdächtigt und verfolgt. Richard de Zoysa war damals einer der bekanntesten Fernsehjournalisten in Sri Lanka. Er arbeitete in der Nachrichtenredaktion des staatlichen TV Sender „Rupavahini“ und war außerdem Korrespondent für  italienische Medien. Eines Tages wurde er von Unbekannten in einem auf der Straße entführt. Eine Woche später wurde seine Leiche in Colombo im Bezirk Wellawatta Strand gefunden. Ein weitere Ermordung, dide in diese Zeit fällt, war die des bekannten Rundfunkmoderatoren Premakeerthi de Alwis. Er arbeitete beim staatlichen Rundfunksender SLBC. De Alwis wurde von maskierte Motorradfahrern vor dem Gebäude des SLBC in die Kopf erschossen. Wären dieses UNP-Regims haben zahlreiche Journalisten Sri Lanka verlassen; u.a. Arjuna Ranawana, ein Arbeitskollege von De Zoysa. Nach der Ermordung von De Zoysa, musste Ranawana Hals über Kopf  das Land verlassen. Zuerst lebte er in Kanada. Später arbeitete er bei der angesehenen Zeitschrift „Asia Week“. Nach viel Jahre im Exil,arbeitet Arjuna Ranawana  heute wieder in Sri Lanka – als Direktor der staatlichen Journalistenschule. Die UNP-Regierung verhafteten zahlreiche politische Gegner sowie Journalisten und unterhielt dafür ein geheimes Folter-Gefängniss in der Batalanda Armee Kaserne. Es gab schon häufig den Vorwurf, dass Ranil Wickramasinghe in Sache „Batalanda-Folter-Gefängnis“ involviert sei. Naturlich gab es auch ein Untersuchungskommission zu den Ermordungen und Foltern in Batalanda während der UNP Regierungszeit. Aber es wurde nie richtig aufgeklärt, was dort wirklich passiert ist. Die UNP-Regierung hat die Untersuchung so lange verschleppt, dass die im Sande verlief.

Leider haben bis heute weder die Internationale Menschenrechtsorganisationen noch die srilankischen Medienverbände die UNP wirksam zur Rede gestellt.

Wir wiederholen es also noch einmal in aller Deutlichkeit. Frage an die UNP, an Wickremesinghe: was ist wirklich dran an den Vorwürfen zahlreicher Menschenrechtsverletzungen und Folterungen während ihrer Regierungszeit?

Übersetzt aus der srilankischen Wochenendzeitung “Sunday Times” vom 09. November 2008

Batticaloa – Infiltration und Angriffe durch Tiger Guerillas auf Mitglieder der Tamilischen Makkal Viduthalai Pulikal (TMVP) haben deren Anführer Vinayagamoorthy Muralitharan alias Karuna dazu veranlasst, um die Hilfe der Armee zu bitten, um die Mitglieder seiner Partei zu schützen und weitere Infiltration zu unterbinden.

Dies geschieht, nachdem wenigstens acht TMVP Mitglieder getötet und vier weitere bei zwei unabhängigen Angriffen, die durch LTTE Guerillas durchgeführt worden waren, verletzt wurden. Der Überprüfungsprozess wurde nach der kürzlichen Rekrutierung von neuen 42 Mitgliedern in die Reihen der TMVP veranlasst. Die meisten von ihnen waren frühere LTTE Truppenkader und hatten denen, die sie rekrutierten, erzählt, dass sie alle Verbindungen mit der LTTE aufgegeben hätten. Sie behaupteten, dass sie um die Mitgliedschaft in der TMVP nachsuchten, da sie regelmäßig vom Militär durchforscht wurden.

Karuna hielt gestern zwei Treffen in Welikanda und Batticaloa ab, um seinen Parteigenossen von dem Abschirmprozess zu berichten.

Nach dem Treffen sprach er von Batticaloa aus und sagte, dass die Partei nicht nur ihre eigenen Mitglieder abschirmen wollten, sondern dass ihnen auch gesagt wurde, dass sie wachsam sein sollten, damit es auf diesem Gebiet keine LTTE Infiltration geben könne. Bei dem letzten Zwischenfall gestern früh wurde das TMVP Büro in Kathiraveli von Tiger Guerillas angegriffen. Ein TMVP Mitglied wurde getötet, ein anderes verwundet.

Waffenstillstand wäre eine Katastrophe

Ost-Ministerpräsident Chandrakanthan: Waffenstillstand wäre eine KatastropheÜbersetzt von der Webseite BBC Sinhala.com vom 09. November 2008

„Es ist ein weitverbreiteter Irrlaube, dass Indien Sri Lanka einen Waffenstillstand aufzwingen will!“ Dies sagte der hauptsächliche Minister der östlichen Provinz, Skivanesathurai Chandrakanthan, der besser bekannt ist als Pillayan. Er sagte vor einer Versammlung in Kalmunai, dass so ein Waffenstillstand eine von niemanden wünschenswerte, „katastrophale“ Situation im Osten schaffen würde.

Er sagte: “Die Einzelheiten der Entwicklung in der östlichen Provinz sind den indischen Politikern offenbar nicht bekannt, und der Mangel an vollständigem Verständnis ist die Ursache dafür, dass die Änderungen, die sich im Osten ergeben, nicht richtig zur Kenntnis gelangen. Vor diesem Hintergrund gibt es eine große Erwartung, dass ein Waffenstillstand wegen des Drucks durch die Inder oder andere ausländische Kräfte verkündet werden muss.“

Der Ministerpräsident der Ostprovinz hielt seine Rede bei einem durch das Bildungsministerium der Provinz organisierten kulturellen Fest. Vorher hatten Politiker im südlichen indischen Staat Tamil Nadu die indische Regierung aufgefordert, Verhandlungsführer bei einem Waffenstillstand zwischen der LTTE und der srilankanischen Regierung zu sein.

Bemerkt sei, dass die Politiker von Tamil Nadu bislang ihre Drohung nicht in die Tat umgesetzt haben, sich im Falle, dass die Zentralregierung sich weigere, sich als Partei aus dem Parlament zurückzuziehen.

Indiens Sorgen

Indien hat stattdessen angekündigt, lebensnotwendige Vorräte für die tamilischen Zivilisten zwischen den Fronten ins Wanni zu schicken.

Basil Rajapaksa, des Präsidenten älterer Bruder, als Gesandter in Indien

Basil Rajapaksa, des Präsidenten älterer Bruder, als Gesandter in Indien

Nach den mit Präsident Rajapaksas besonderem Abgesandten (sein älterer Bruder – Anm. der Red.) Basil Rajapaksa in Delhi, Indien, abgehaltenen Treffen mit hohen Regierungsvertretern, hat Indien angekündigt,insgesamt  800 Tonnen lebensnotwendiger Vorräte für die im Konflikt in Wanni gefangenen Zivilisten zu schicken. Eine bilaterale Erklärung hat dabei einerseits die Notwendigkeit unterstrichen, „mit Entschlossenheit“ gegen den Terrorismus vorzugehen, andererseits aber auch die Notwendigkeit einer „politischen Lösung“ für Sri Lankas ethnischen Konflikt wiederholt.

Sri Lankas größte Opposition, die Vereinte Nationale Partei (UNP) hat zusammen mit den lokalen Medien gesagt, dass Indien Sri Lanka gezwungen habe, in Verhandlungen über einen Waffenstillstand mit der LTTE einzutreten.

Der Ministerpräsident Pillayan erwiderte: „Wenn solch’ eine Situation entstünde, würden die vielen positiven Veränderungen, die im Osten stattfinden würden, zu einem abrupten Ende gebracht und die Situation würde wieder in die Katastrophal kippen.“

TMVP -Chef: Keine “internen Parteistreitigkeiten”

Mordanschläge im Osten nicht Resultat von Flügelkämpfen sondern von Infiltration durch LTTE.

Karuna: Mordanschläge im Osten nicht Resultat von Flügelkämpfen sondern von Infiltration durch LTTE.

In der Zwischenzeit sag Karuna: “Die Tötungen im Osten sind nicht das Resultat von internen Kämpfen innerhalb der TMVP!“ Er verneinte damit Spekulationen um angeblich heftig tobende Flügelkämpfe innerhalb seiner Partei und um seine Person.

Karuna ist Vize-Chef der ehemals paramilitärischen, jetzt politischen Partei TMVP (Tamile Makkal Viduthalai Puligal).

TMVP Anführer Vinayagamurthy Muralitharan (Karuna), der nun ein ordentliches Mitglied des Parlaments ist, sagte der BBC Sandeshaya (Sinhalesische Sendung), dass man nun Hilfe beim Militär gesucht habe, um die weitere „Infiltrationsversuche der TMVP durch die LTTE“ zu unterbinden.

Er fügte hinzu, dass mindestens 11 TMVP Mitglieder im letzten Monat erschossen worden seien.

In einem früheren Interview mit der BBC Sandeshaya, sagte das Parlamentsmitglied Muralitharan, dass disziplinäre Maßnahmen gegen Mitglieder der TMVP unternommen würden. Einige TMVP-Mitglieder waren beschuldigt worden, einen Angriff auf ein vom Ministerpräsident geführtes Büro durchführen zu wollen.

 

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