Übersetzt von einer Reuters Meldung vom 19. Juni 2009
UN–Hilfe kommt in Flüchtlings-Lager, wenige Menschen kommen heraus
Von Laura MacInnis
Genf – Humanitäre Hilfe kommt in Sri Lankas Lager für Kriegsvertriebene, aber sehr wenige von den 280.000 Leute, die dort untergebracht sind, dürfen heraus, wie der oberste Hilfsbeamte der Vereinten Nationen am Freitag sagte.
Der Nothilfekoordinator der UN, Sir John Holmes sagte, dass man Überlebenden des brutalen Bürgerkrieges, welchen Colombo im Mai für beendet erklärte, erlauben müsse, ihr normales Leben wiederaufzunehmen, um die Spannungen im Nordosten des Landes zu lindern.
Hilfsfahrzeuge, welche Nahrung, Arznei und andere Vorräte transportieren, gewinnen jetzt Zugang zu den Lagern, welche in den ersten Tagen, nachdem das 25 Jahre andauernde Kämpfen aufgehört hatte, komplett geschlossen waren. Dies sagte Holmes bei einer Konferenz in Genf.
“Im Moment haben wir fast ganz vollkommenen Zugang zu jenen Lagern.“ Er bemerkte, dass allmählich die Probleme mit der Überfüllung und den unangemessenen Wasser- und Sanitäreinrichtungen zu Beginn der anstehenden, oft Krankheiten verbreitenden Monsunregen bewältigt sein würden.
Holmes fuhr fort: “Was Besorgnis erregend ist, ist die Art der Lager selbst. Man könnte sie in einiger Hinsicht als Internierungslager beschreiben, in dem Sinn, dass es den Leuten im Moment nicht erlaubt wird, sich frei hinein und heraus zu bewegen.“
Sri Lanka hat gesagt, dass es die Flüchtlingssituation unter Kontrolle habe; man hat gleichzeitig die westlichen Regierungen verurteilt wegen ihrer Versuche bei den Vereinten Nationen, etwas Licht auf die berichteten Übergriffe während und nach dem Krieg gegen die separatistischen Tamil Tiger zu werfen.
Sri Lankas Regierung hat gesagt, dass sie darauf abziele, dass 80 Prozent der Bevölkerung gegen Ende des Jahres zurück in ihren Ursprungsdörfern sind, und dass sie daran arbeite, den ethnischen Tamilen in der mehrheitlich singhalesischen Nation eine starke politische Stimme zu geben.
Holmes sagte, dass Beamte der Vereinten Nationen “auf sehr intensive Weise mit der Regierung” über Methoden “diskutieren”, wie man das Wohlergehen der Tamilen in den Lagern steigern könne und wie man ihnen helfen könne, schnell nach Hause zu kommen.
Solche Streitpunkte, sagte er, „sind wesentlich, nicht nur wegen der Menschen in den Lagern, sondern auch wegen der zukünftigen politischen Versöhnung, welche es unabdingbar geben muss.“
Übersetzt von einer Reuters Meldung vom 19. Juni 2009
Von Laura MacInnis

John Holmes: UN hat nun Zugang zu den Flüchtlings-Lagern
Genf – Humanitäre Hilfe kommt in Sri Lankas Lager für Kriegsvertriebene, aber sehr wenige von den 280.000 Leute, die dort untergebracht sind, dürfen heraus, wie der oberste Hilfsbeamte der Vereinten Nationen am Freitag sagte.
Der Nothilfekoordinator der UN, Sir John Holmes sagte, dass man Überlebenden des brutalen Bürgerkrieges, welchen Colombo im Mai für beendet erklärte, erlauben müsse, ihr normales Leben wiederaufzunehmen, um die Spannungen im Nordosten des Landes zu lindern.
Hilfsfahrzeuge, welche Nahrung, Arznei und andere Vorräte transportieren, gewinnen jetzt Zugang zu den Lagern, welche in den ersten Tagen, nachdem das 25 Jahre andauernde Kämpfen aufgehört hatte, komplett geschlossen waren. Dies sagte Holmes bei einer Konferenz in Genf.
“Im Moment haben wir fast ganz vollkommenen Zugang zu jenen Lagern.“ Er bemerkte, dass allmählich die Probleme mit der Überfüllung und den unangemessenen Wasser- und Sanitäreinrichtungen zu Beginn der anstehenden, oft Krankheiten verbreitenden Monsunregen bewältigt sein würden.
Holmes fuhr fort: “Was Besorgnis erregend ist, ist die Art der Lager selbst. Man könnte sie in einiger Hinsicht als Internierungslager beschreiben, in dem Sinn, dass es den Leuten im Moment nicht erlaubt wird, sich frei hinein und heraus zu bewegen.“
Sri Lanka hat gesagt, dass es die Flüchtlingssituation unter Kontrolle habe; man hat gleichzeitig die westlichen Regierungen verurteilt wegen ihrer Versuche bei den Vereinten Nationen, etwas Licht auf die berichteten Übergriffe während und nach dem Krieg gegen die separatistischen Tamil Tiger zu werfen.
Sri Lankas Regierung hat gesagt, dass sie darauf abziele, dass 80 Prozent der Bevölkerung gegen Ende des Jahres zurück in ihren Ursprungsdörfern sind, und dass sie daran arbeite, den ethnischen Tamilen in der mehrheitlich singhalesischen Nation eine starke politische Stimme zu geben.
Holmes sagte, dass Beamte der Vereinten Nationen “auf sehr intensive Weise mit der Regierung” über Methoden “diskutieren”, wie man das Wohlergehen der Tamilen in den Lagern steigern könne und wie man ihnen helfen könne, schnell nach Hause zu kommen.
Solche Streitpunkte, sagte er, „sind wesentlich, nicht nur wegen der Menschen in den Lagern, sondern auch wegen der zukünftigen politischen Versöhnung, welche es unabdingbar geben muss.“
No comments yet
Kommentar-Feed für diesen Beitrag