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Von unserem LTTEwatch-Korrespondeten in Colombo am 28. Mai 2009
Colombo – Der Stadthalter des Prabhakaran-Nachfolgers Kumaran Pathmanadan, alias „KP“, der von Interpol unter anderem wegen Waffenschmuggels gesucht wird, konnte von den Sicherheitskräften in einem Lager bei Vavuniya festgenommen werden.
Der Mann, genannt Urumaran, der mit einem Satellitentelefon ausgerüstet war und wohl bis zu seiner Festnahme regelmässig Kontakt mit dem neuen LTTE-Chef hatte, spricht mehrere europäische Sprachen fließend und ist mindestens 19 mal von Sri Lanka aus- und wieder eingereist. Dies immer an Bord von Schiffen, die Waffen für die LTTE in die von ihr besetzt gehaltenen Gebiete brachte. Dabei bestimmte Urumaran nach eigener Aussage, wohin genau die Waffen geliefert und entladen wurden.
Urumaran hatte sich als Flüchtling ausgegeben – und war nach einem Hinweis von einem tamilischen Flüchtling aus dem Lager festgenommen worden. Die Sicherheitskräfte hoffen nun, dass sie anhand der Telefonverbindungen feststellen können, wo genau sich „KP“ aufhält, der in Thailand vermutet wird.
Übersezt aus dem srilankischen Zeitung “The Daily Mirror” vom 26. Mai 2009
Von Jamila Najmuddin
Colombo – Gestern hat die srilankische Regierung um die Hilfe der Internationalen Polizei (Interpol) gebeten, um den Chef der Waffenbeschaffung der LTTE, Kumaran Pathmanathan alias KP aufzuspüren und zu verhaften. Man glaubt, dass er sich irgendwo in Südost-Asien versteckt.
Regierungsquellen sagten, dass vor KP gewarnten Länder Malaysien, Singapur und Thailand einschließen. Es wird geglaubt, dass KP derzeit von Thailand aus arbeitet. Australien und Großbritannien wurden auch als Länder angegeben, wo KP möglicherweise leben könnte.
Der Staatssekretär im Außenministerium, Palitha Kohona, hat dem Daily Mirror bestätigt, dass man um die Hilfe von Interpol gebeten hat, um KP zu verhaften. Nachforschungen nach seinem Aufenthaltsort sind gegenwärtig verstärkt im Gange.
Auch der Staatssekretär des Verteidigungsministeriums Gotabhaya Rajapaksa hat in einem Interview mit einer privaten Fernsehstation am Sonntag Nacht die internationale Gemeinschaft und Interpol dazu aufgerufen, bei der Verhaftung von KP zu helfen, da dieser der Waffenschmuggler der LTTE sei.
Quellen des Außenministeriums besagten, dass die srilankische Regierung die Länder kontaktiert hätte, von denen man glaubte, dass sich dort der neue, oberste Tigerchef verstecken könnte. Diese Länder hatten versichert, dass sie nach dem Beschaffer der LTTE-Waffen suchen würden.
Die Quellen besagten: “Wenn man KP verhaftet, dann wird das die LTTE endgültig zerstören. KP war und ist seit Jahrzehnten die Hauptperson bei dem illegalen Waffenbeschafften und er war der hauptsächliche Finanz-Zulieferer der LTTE. Man glaubt, dass er viele internationale Verbindungen hat.“
Es ist bekannt, dass der getötete Führer der LTTE, Velupillai Prabhakaran, mit KP in den letzten Stunden vor seinem Tod Kontakt aufgenommen hat und ihn gedrängt habe, ihn und die gefangenen Soldaten aus dem Gebiet, in dem man die LTTE in die Enge getrieben hatte, zu retten. Es wird gesagt, dass KP Prabhakaran versichert habe, dass er sein Bestes tun würde, um ihn und seine Soldaten aus dem Norden heraus zu bekommen, und dass er die Hilfe von führenden Figuren der internationalen Gemeinschaft suchen werde, um den bedrängten LTTE-Führer zu retten.
“In seinen letzten Stunden sprach Prabhakaran mit KP und drängte ihn, ihn zu retten. KP gab ihm offenbar die falsche Hoffnung, dass er versuche, etwas zu tun.“ Dies sagte Minister Vinayagamoorthi Muralitharan alias Karuna Amman.
KP wurden in Jaffna 1955 geboten. Man glaubt, dass er mehr als 20 Pässe unter fünf unterschiedlichen Namen besitze. Als ein Globetrotter in Sachen Waffenschieberei soll er angeblich mit großer Leichtigkeit operieren – sei es aus Bangkok, Frankfurt, Athen, Australien oder Kambodscha heraus.
KP benutzte offenbar Thailand als hauptsächlicher Verschiffungspunkt für Waffen, die er von dem vom Krieg zerrissenen Kambodscha und anderen Orten in der ganzen Welt bekommen und zusammen gesammelt hatte. Er war für die LTTE-Transport-Schiffsflotte verantwortlich, welche zusätzlich zu legitimen Fracht illegale Waffen transportierte.
Man glaubt auch, dass KP zu der Zeit in Bombay (Mumbai) gewesen war, als der frühere Premierminister Rajiv Gandhi in Tamil Nadu am 21. Mai 1991 von einer LTTE-Attentäterin ermordet wurde. Er entkam damals innerhalb von fünf Tagen, als er Information über eine polizeiliche Suche nach ihm abfing.
KP war jedoch mit der Ermordung nicht direkt verbunden und er war nicht unter den 41 Leuten, gegen die das spezielle Untersuchungsteam ein Anklageblatt anlegte.
Später suchte ihn die CBI wegen Waffenschmuggels, und Interpol wurde um Hilfe ersucht, um ihn zu verhaften. Seit 1991 haben die indische Marine und deren Agenturen über KP und das Waffenbeschaffen der LTTE sowie deren Schmuggelaktivitäten penibel Buch geführt. Diess Informationen hatten Sri Lankas Marine dabei geholfen, einige der LTTE-Kanonenboote zu zerstören.
KP selbst reist gegenwärtig nicht viel wegen diverser Krankheiten (Diabetes, hoher Blutdruck, Herzkrankheit usw.) – aber auch, weil er in vielen Ländern gesucht wird.
In den frühen Tagen reiste KP mit einem srilankanischen Pass mit der Nr. J – 803500. Später benutzte er zwei indische Pässe. Derzeit benutzt KP nicht diese, ohnehin nicht mehr gültigen Dokumente. KP hat ungefähr 35-40 Reisedokumente aus vielen Ländern unter mindestens 20 verschiedenen Namen.
KP ist allein für die Lieferung von einem andauernden, nicht nachlassenden Vorrat von Waffen und Munition an die LTTE verantwortlich.
KP ist auch verantwortlich für die Errichtung eines ausgeklügelten weltweiten Schiffsnetzwerks der LTTE, welches an Drogen- und Waffenschmuggel beteiligt ist.
Er hat nicht nur mit Waffenhändlern und der Unterwelt weltweite Kontakte hergestellt, sondern auch mit Beamten – durch gezielte Bestechung. Er ist bei verschiedenen Zollstationen, Einwanderungs- und Polizeibeamten verschiedener Länder unter verschiedenen Namen bekannt.

Der Steckbrief des international gesuchten LTTE-Waffenschiebers "KP"
Steckbrief:
Kumaran Pathmanathan
Name: Shanmugam Kumaran Tharmalingam
Geburts-Name: Kumaran Pathmanathan oder KP
Geboren am 6. April 1955 in Kankesanthurai, Sri Lanka
Schulen: Nadesvara Schule und Nellippali Öffentliche Schule
Höhere Bildung: Jaffna Universität
Erste politische Partei-Mitgliedschaft: Tamil Eelam-Befreiungsorganisation (TELO)
Bürger- und Wohnrecht in Thailand
Seine gegenwärtigen Aufenthaltsorte: Rangun, Burma, Singapur und Johannisburg
Beschäftigung: Kopf der Abteilung für internationale Beziehungen der LTTE
Spricht Englisch, Französisch, Sinhala, Tamil und Deutsch
Übersetzt aus dem Sri Lanka Guardian vom 28. Mai 2009

Die von der Armee veröffentlichten Bilder des toten V. Prabhakaran und seines Sohnes Charles Anthony
Colombo - Ein DNA-Test von Gewebe des toten Velupilai Prabhakaran und seines Sohnes Charles Anthony hat eine eindeutige Übereinstimmung ergeben, sagte Armeesprecher Brigadier Udaya Nanayakkara heute vor Meidenvertretern.
Der Vergleichs-Test wurde von Spezialisten der Armee durchgeführt – es ist nicht klar, ob auch noch eine unabhängige Organisation einen entsprechenden Test durchführen wird.
Zwischenzeitlich wurden die Eltern Prabhakarans, sein Vater Veraswami Thiruwengadam Velupillai sowie seine Mutter, Velupillai Parvathi Pillai in einem Lager bei Vavuniya identifiziert.
Von unserem LTTEwatch-Korrespondenten in Zürich vom 28. Mai 2009

Mahinda Samarasinghe, Minister für Katastrophenschutz und Menschenrechte der Regierung von Sri Lanka
Genf – Zum Abschluss einer Sondersitzung zu mutmaßlichen Kriegsverbrechen in Sri Lanka hat der UN-Menschenrechtsrat eine äußerst milde Resolution zugunsten der Regierung in Colombo verabschiedet. Eine unabhängige Untersuchung wird darin nicht gefordert.
Obwohl selbst nicht Mitglied, hatte Sri Lanka mit Rückendeckung von Ländern wie China, Indien, Pakistan und Kuba einen Resolutionsentwurf vorgelegt, in dem es nur um mutmaßliche Kriegsverbrechen der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) geht. Da sich die 47 Ratsmitglieder zuvor nicht auf einen Kompromiss einigen konnten, stimmten schließlich 29 von ihnen für den überarbeiteten Resolutionsentwurf Sri Lankas, zwölf stimmten dagegen und sechs enthielten sich der Stimme. Damit gebilligt wurde eine Erklärung, die den Kampf der Regierung Sri Lankas gegen die Rebellen ausdrücklich lobt und zudem keinen unmittelbaren Zugang von Helfern in die Flüchtlingsgebiete vorsieht.
Die von Deutschland eingebrachte Version der Resolution fand vorher unter den 47 Mitgliedern im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen in Genf keine Mehrheit.
Die Abstimmung verlief über die srilankische Resolution wie folgt: Dafür waren Angola, Azerbaijan, Bahrain, Bangladesch, Bolivien, Brazilien, Burkina Faso, Kamerun, China, Kuba, Djibouti, Ägypten, Ghana, Indien, Indonesien, Jordanien, Madagascar, Malaysien, Nicaragua, Nigeria, Pakistan, Philippinen, Quatar, Russische Föderation, Saudi Arabia, Senegal, Süd Afrika, Uruguay, Sambia. Dagegen stimmten Bosnien und Herzegovina, Kanada, Chile, Frankreich, Deutschland, Italien, Mexico, Niederlande,Slovakien, Slovenien, Schweiz, Großbritannien und Irland. Der Stimme enthielten sich Argentinien, Gabun, Japan, Mauritius, Süd-Korea und die Ukraine.
Westliche Diplomaten reagierten bestürzt auf die Abstimmung nach einer heftigen und stark polarisierten Debatte. „Der Menschenrechtsrat hat die Gelegenheit verpasst, eine Botschaft an Menschenrechtsverletzer zu senden“, sagte beispielsweise ein kanadischer Diplomat.
Sowohl UN-Generalsekretär Ban Ki Moon als auch die UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay hatten eine unabhängige, internationale Untersuchung mutmaßlicher Kriegsverbrechen sowohl des srilankischen Militärs als auch der tamilischen Rebellen gefordert. Es gebe „starke Hinweise“ darauf, dass beide Seiten „das Grundprinzip der Unantastbarkeit von Zivilisten grob missachtet“ hätten, sagte Pillay.
Übersetzt aus dem „Daily News“ Sri Lanka vom 22. Mai. 2009
Interview mit Manjula FERNANDO

Rohan Gunaratna: KP ist eine Bedrohung
Colombo – Prof. Rohan Gunaratna ist der Leiter des Internationalen Zentrums für Politische Gewalt und das Studium des Terrorismus an der Nanyang Technologischen Universität in Singapur. Er ist ein Experte für alles, was die LTTE betrifft. Er wurde über die Niederlage der LTTE, über den Sieg Sri Lankas und das Kommende von dem Daily News befragt.
F: Können Sie die Ereignisse/Entscheidungen und Fehler, welche den Niedergang der LTTE verursachten, chronologisch aufzeigen?
A: Der Niedergang der LTTE begann, als deren Führer daheim und im Ausland ihren Kopf verloren. Das extravagante Leben und die Korruption der LTTE-Führer sowohl daheim als auch im Ausland, das Verschwenden von Geldern des tamilischen Diaspora durch die LTTE, die eine Luftwaffe und eine maritime Kapazität aufbaute, führte zum gleichmäßig vor sich gehenden Niedergang der LTTE. Anstatt dass sie eine schlanke, geheime Organisation blieben, wurde die LTTE dick und öffentlich. Die LTTE investierte in Flugzeuge, Schiffe und andere teure Technologieprojekte, welche der LTTE keinen nennenswerten Gewinn brachten.
Weiterhin beschlossen die LTTE-Führer sowohl in Sri Lanka als auch im Ausland, im Luxus zu leben, und benutzten dazu das schwer verdiente Geld der leidenden Tamilen. Die LTTE errichtete überirdische und unterirdische Bauten, welche Air-Condition hatten, und sie kaufte völlig neue Fahrzeuge, einschließlich kugelsicherer Fahrzeuge.
Um diesen hohen Kosten gerecht werden zu können, baute die LTTE ein systematisches Steuersystem zu Hause und im Ausland aus. Indem sie implizit und manchmal auch explizit die Tamilen erpresste, verlor die LTTE die öffentliche tamilische Unterstützung. Schließlich hielt in dem letzten Akt des Überlebenskampfes der LTTE Führer Prabhakaran über 100.000 Tamilen als menschliche Schutzschilde. Die LTTE als eine Gruppe und Prabhakaran als ein Führer gewannen den Ärger sowohl der Tamilen als auch der internationalen Gemeinschaft.
F: Was würden Sie als den größten oder fatalsten Fehler der LTTE während des Endkampfes nennen?
A: Aus zwei Gründen war Prabhakaran zu zuversichtlich, dass ihn die internationale Gemeinschaft retten würde.
Zuerst konstruierte Prabhakaran eine humanitäre Krise, um ihn selbst und die LTTE zu retten.
Genau die Tatsache, dass Prabhakaran den menschlichen Schutzschild schuf, konnte von den srilankischen diplomatischen Missionen nicht schlüssig erklärt werden. Außerdem bewirkte die LTTE Demonstrationen der tamilischen Diaspora und Migranten von Kanada bis London und Sydney. Jedoch konnten nur wenige Oberhäupter der srilankanischen Missionen und des Personals im ausländischen Dienst die täuschende Rolle der LTTE richtig klarmachen.
Als nächstes hatte die LTTE Organisationen der tamilischen Gemeinschaft in Nordamerika, Europa, Australien und Neuseeland infiltriert. Die LTTE Anhänger näherten sich westlichen Politikern und versprachen ihnen tamilische Wählerstimmen, wenn sie im Parlament und in anderen öffentlichen Foren für die LTTE sprachen.
Die LTTE Aktivisten trugen T-Shirts von kanadischen, australischen und neuseeländischen Politikern und starteten eine Kampagne. Die Finanzierer der LTTE unterstützten die Wahlkampagnen amerikanischer und britischer Politiker. Als die Niederlage der LTTE drohte, drängten wenige westliche Politiker mit tamilischen Wahlkreisen Sri Lanka, mit dem Kämpfen aufzuhören und einem Waffenstillstand mit der LTTE zuzustimmen. Obwohl ein paar schamlose britische und andere europäische Politiker der LTTE zu Hilfe kamen, fiel die srilankanische Regierung nicht in Prabhakarans Falle.
F: Wie gelang es Sri Lanka, eine der gnadenlosesten terroristischen Organisationen in der Welt in der kurzen Zeit von drei Jahren zu besiegen?
A: Die Regierung verstand die Bedeutung des Kampfes gegen die LTTE an allen Fronten. Um dies zu erreichen, griff die Regierung die LTTE an und fesselte sie an allen Fronten, außer an der internationalen Front, was sich bessern muss.
Anders als vorhergehende Regierungen koordinierte Gotabhaya Rajapaksa, der Sekretär des Verteidigungsministeriums die Streitkräfte, die Polizei, den Nachrichtendienst und andere energischen Kapazitäten.
Ihm wurde äußerst fähig vom Armeechef General Sarath Fonseka, vom Marinechef Admiral Wasanthta Karannagoda und von Luftwaffenchef Luftmarschall Roshan Gunatillake geholfen. Sie hatten alle durch die LTTE gelitten, ihre Freunde, Kollegen und Familienmitglieder waren getötet worden.
Sie hatten alle große Schlachterfahrung und wusste, was genau die Kommandanten am Boden und die Truppen gewinnen mussten. Sie arbeiteten Tag und Nacht schwer, und jeden Tag unterstützten sie den Krieger an der Front, um bis zum Ende zu kämpfen. Drei hauptsächliche Strategien arbeiteten gegen die LTTE. Die Strategie der Armee, welche General Fonseka annahm, war es, die LTTE an zahlreichen Fronten zu bekämpfen. Es war kein Kampf um Territorium, sondern um die Verminderung der militärischen Stärke der LTTE.
Die LTTE beging den Fehler, ihre Kämpfer und Ressourcen alle auf einmal einzusetzen, um die vorrückenden Regierungskräfte herauszufordern. Nachdem einmal die zu zuversichtliche LTTE niedergestreckt und geschwächt wurde, begann das Militär, strategische Landstücke zu beherrschen und die LTTE-Führung gezielt zu umzingeln.
Die Strategie der Marine war es, die Zufluss von Waffen und anderer Ausrüstung zu der LTTE-Streitmacht zu entdecken und zu unterbrechen. Die von Admiral Karannagoda angenommene Strategie war es, die LTTE zu verfolgen. Anders als frühere Kommandanten führte Admiral Karannagoda seine Flotte bis in die internationalen Gewässer und zerstörte LTTE-Schiffe, welche die Tötungsmaschinerie in Sri Lanka in Gang halten sollten. Zusätzlich zum Zerstören von sehr wertvollen Zielen war es die Strategie der Luftwaffe, genau zu arbeiten und der Armee und Marine zu helfen, ihre Aufgabe effektiv und effizient zu erledigen.
F: Wie schätzen Sie die Rolle der internationalen Gemeinschaft im Kontext gegenwärtiger Optionen ein? Was war ihr wirkliches Ziel?
A: Ein paar Politiker im Westen versagten darin, dass sie nicht die Brutalität der LTTE erkannten. Die LTTE erfand den Bombengürtel 1991. Heute gebrauchen drei Dutzend Gruppen in der ganzen Welt diese Technologie. Die LTTE war ein Pionier beim Gebrauch von maritimen Selbstmordangriffen.
Obwohl die LTTE in Sri Lanka tötet, sind ihre Propaganda, ihr Spendensammeln, das Netzwerk zum Liefern und Verschiffen global. Jedoch war das Außenministerium nicht 100 Prozent erfolgreich darin, ausländische Regierungen, internationale Organisationen und andere, welche eine internationale Stimme haben, informell über die wahre Natur der LTTE in Kenntnis zu setzen. Wie das Militär, die Exekutive und die Nachrichtendienste hätte das Ministerium proaktiv sein sollen, d.h. bevor sich die Drohung entwickelt, muss sie vorher neutralisiert werden.
F: Was wird von nun an das Schicksal der LTTE und KPs Rolle sein?
A: Shanmugam Kumaran Tharmalingam alias Kumaran Pathmanadan (KP)ist das Oberhaupt des Internationalen Flügels der LTTE. Er wird von Interpol in Verbindung mit Rajiv Gandhis Ermordung dringend gesucht. Es ist bekannt, dass er 23 Pseudonyme gebraucht, und man glaubt, dass er thailändischer Staatsbürger geworden ist. Dieser Terrorist wurde vor kurzem zum internationalen Sprecher der LTTE ernannt und gab während des Endkrieges Presseerklärungen der LTTE heraus.
Wenn KP nicht verhaftet oder getötet wird, wird er die LTTE wieder beleben. Sri Lanka muss mit den thailändischen Behörden zusammenarbeiten und außerdem ihre eigene Operation einführen. Mehr als je zuvor, muss das Neutralisieren von KP für Sri Lanka eine wichtige Priorität bei der nationalen Sicherheit werden. Die hauptsächliche Funktion des Außendienstes von Sri Lanka sollte es sein, die nationale Sicherheit und ausländische Politikziele zu fördern. Der srilankanische Außenminister und das Oberhaupt des srilankanischen Nachrichtendienstes müssen Thailand besuchen und in Bangkok bleiben, bis KP verhaftet und Sri Lanka übergeben wurde.
F: Was ist mit KPs Behauptung, dass der LTTE Führer noch lebt?
A: KP ist genauso irreführend wie Prabhakaran selbst. Zweifellos ist Prabhakaran tot. Ich habe ihn zuvor getroffen und ich sah die Bilder von seinem Körper. Aber eine DNA-Analyse würde alle Zweifel ausräumen.
F: Ist die Wiederherstellung und Reintegration von Ex-Soldaten eine Herausforderung?
A: Terroristen sind die schlimmsten Verletzer von Menschenrechten. Obwohl man sie indoktriniert hat, so dass sie glaubten, sie würden für die Freiheit kämpfen, haben sie getötet, verstümmelt und Tausende von Leuten verletzt. Sie haben auch die Träume von Zehntausenden von unschuldigen Zivilisten zerstört. Um die Sich-Erneuerung zu verhindern, müssen wir ihr Unwissen beseitigen.
Nun, da die LTTE eine Gruppe von zwangsweise Rekrutierten und nicht von Freiwilligen ist, sollte die Regierung den LTTE Führern und Mitgliedern eine Amnestie anbieten.
Abgesehen von einer Reihe von Führern und anderen, welche schwere Verbrechen begangen haben, sollte jedes Mitglied der LTTE zu einer Amnestie, zu einem Beruf und zu Sicherheit für die Familie die Berechtigung haben. Die Regierung hat Suhada Gamlath, einen sehr fähigen Führer ernannt, damit er die Rehabilitations-Anstrengung anleitet. Jedoch braucht die Rehabilitationsbehörde Ressourcen. Man sollte ausländische Regierungen, welche doch so viel Sorgen wegen Sri Lanka haben, bitten, bei der Rehabilitierung von LTTE-Mitgliedern in den Rehabilitierungszentren zu helfen.
***
Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion: Zwischenzeitlich hat KP eingestanden, dass Prabhakaran wirklich tot ist. KP selbst wird nach wie vor von Interpol gesucht.
Übersetzt aus der srilankischen “Sunday Times” vom 24. Mai. 2009
Colombo – Versuche, Jugendliche aus den Lagern, in denen die im Binnen- Vertriebenen (IDPs) untergebracht sind, herauszuschmuggeln, haben die Regierung veranlasst, bei Besuchen Einschränkungen aufzuerlegen. Dies sagte gestern ein altgedienter Regierungsbeamter.
Der Staatssekretär des Menschenrechtsministerium Rajiva Wijesinha sagte, dass gewisse Personen mit der schweigsamen Duldung von Arbeitern von Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO) darin verwickelt wären.
Sicherheitsquellen sagten, dass im Hinblick auf besagte Vorfälle eine gründliche Überprüfung der IDPs in den Lagern noch notweniger erscheine. Sinn der Überprüfung ist es, die Personen zu identifizieren, welche entweder Guerillasoldaten waren oder Verbindungen mit den Befreiungstigern von Tamil Eelam (LTTE) hatten – oder immer noch haben.
Wijesinha sagte, dass sich die Behörden auch um Berichte kümmern würden, nach denen Paramilitärs dem Vernehmen nach in den Lagern herumschlenderten, nachdem sie durch gewisse NGOs Zugang gewonnen hätten. Diese Angelegenheit wird von Regierungsbehörden sehr ernst genommen.
Prof. Wijesinha sagte: “Die Beschränkungen zielen darauf ab, die Situation in den Lagern so zu verändern, dass man mit ihr umgehen kann. Die höchste Priorität hat die Sicherheit.
Die Dinge werden kompliziert, wenn es zu viele Fahrzeuge gibt, die in den Lagern hin und her fahren und dabei die Sicherheit gefährden.”
Er sagte, dass 52 NGOs das Mandat bekommen hätten, in den IDP Lagern zu operieren. Keine von ihnen wollte zu Fuß arbeiten, statt dessen bestünden sie darauf, dass sie ihre mit Air-Condition versehenen Fahrzeuge mitbrachten. Diese Fahrzeuge verursachten eine Menge Staub und Schmutz in der Luft, was sich zu einem Umweltproblem würde.
“Darum haben wir sie gebeten, ob sie nicht die Anzahl der Fahrzeuge bei ihren Bewegungen innerhalb der Lager reduzieren könnten, und sie haben zugestimmt.”
Der Sprecher der UN in Colombo, Gordon Weiss bestätigte die Berichte, dass gewisse Personen versucht hätten, Gruppen von IDPs aus den Wohlfahrtslagern zu schmuggeln, und dass dies die Behörden veranlasst hätte, die Beschränkungen einzuführen.
Weiss sagte: “Die Situation geriet wirklich außer Kontrolle, mit so vielen Hilfsagenturen und Individuen, die bei der humanitären Arbeit in den Lagern mitmachten. Darum waren die Behörden gezwungen, schnell zu handeln, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.“ Aber der Chef des Konsortiums für Humanitäre Agenturen Jeevan Thiyagarajah widersprach und sagte, dass diese Berichte, nach denen gewisse Personen versucht hätten, IDPs aus den Lagern zu schmuggeln, nicht wahr seien.
Er sagte, dass die NGOs ihre Arbeit trotz der Einschränkungen, die man der Bewegung der Fahrzeuge auferlegt hätte, fortsetzen würden.
Übersezt aus dem srilankischen Tageszeitung “The Daily Mirror” vom 23. Mai. 2009
Colombo - Sri Lanka sagte am Sonntag, dass es UN- und anderen Hilfsarbeitern keinen vollständigen Zugang zu Zivilisten, welche nach der Niederlage der Tamil Tiger in Lagern untergebracht sind, erlauben wird, bis die unter den Flüchtlingen versteckenden Rebellen ausgesondert sind.
Der UN Generalsekretär Ban Ki-Mun hatte zu seinem Besuch mehrerer Binnenflüchtlingslager, wo mehr als 200.000 Tamilen untergebracht sind, dazu aufgefordert, dass man UN-Personal “ungehinderten Zugang” zu den Vertriebenen gewähre.
Ban, der am Samstag die Menik Farm Einrichtung besuchte, beschrieb die Zustände als überfüllt und die festgehaltenen Zivilisten als “sehr bedürftig in Hinblick auf Nahrung, Wasser und Sanitäranlagen.”
Die Regierung antwortete auf seinen Appell, dass Hilfsagenturen zu helfen erlaubt werden solle, aber erst, wenn man die Bedingungen besonders in Hinblick auf die Sicherheit verbessert habe. Danach gäbe es keine Einwände gegen solche Hilfe.
Präsident Mahinda Rajapakses Erklärung warnte vor “der wahrscheinlichen Gegenwart von Tamil-Tiger-Kadern, die in die Gebiete der Regierung gekommen waren.“
Die Regierung beschreibt die Lager als “Wohlfahrtsdörfer” und sagt, dass sie so bald wie möglich alle vertriebenen Zivilisten wiederansiedeln will. Tamilische Aktivisten sagen jedoch, dass dies “Konzentrationslager” seien, mit Insassen, die man hinter Stacheldraht zusammengespfercht habe.
Rajapakse sagte Ban, dass er sich um die darunter liegenden ethnischen Beschwerden, die hinter dem Krieg – in welchem 80.000 bis 100.000 Leute in den Jahren der Kämpfe zwischen den Regierungstruppen und den tamilischen Separatisten gestorben waren – steckten, kümmern würde. In den letzten Monaten des Kampfes ignorierte Rajapakse die wiederholten Aufforderungen der UN nach einem Waffenstillstand und machte mit seiner militärischen ungerührt Offensive weiter. Diese brachte schließlich die totale Niederlage der Tiger.
Kampagnen-Gruppen haben sowohl die Armee wegen ununterschiedenem Granatbeschuss verurteilt als auch die Tiger wegen des Haltens von Nicht-Kämpfern als Geiseln und des Schießens auf diese, wenn diese zu entkommen versuchten.
Ungefähr 300.000 Tamilen verließen ihre Häuser und wateten durch Sümpfe und Dschungel, um vor der Gewalt zu fliehen, wobei sie am Ende nur in die spartanischen, vom Staat betriebenen Lager getrieben worden wären.
Der Generalsekretär sagte, nachdem er die Masse von behelfsmäßigen Wellblechhütten und Zelte inspiziert hatte:” Ich bin sehr bewegt von dem, was ich gesehen habe. Ich habe so viele Verwundete gesehen.“
Die Regierung täte “wirklich ihr Bestes”, aber ihr fehle es an den notwendigen Ressourcen. Dies sagte Ban später auch gegenüber Reportern.
Ban sagte: “Die UN kann helfen. Die UN braucht sofortigen, ungehinderten Zugang zu den Lagern, die Übervölkerung der Lager muss enden und es sollte besondere Programme für schwangere Mütter und Kinder geben.“
Hilfsagenturen hatten sich beklagt, dass in den letzten Tagen sogar der begrenzte Zugang abgeschnitten wurde.
Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes sagte, dass die Regierung am Donnerstag damit aufgehört habe, dringend gebrauchte Nahrung zum Menik-Farm -Lager zu liefern. Es hiess, dass dort immer noch Leute ankommen würden, nachdem sie „unvorstellbare Qualen“ durchlitten hätten.
Der UN-Chef flog am Samstag mit dem Hubschrauber über das Schlachtfeld im Nordosten von Sri Lanka und sah dabei eine verwüstete Landschaft mit Kratern, ausgebrannten Fahrzeugen und verkohlten Gebäuden.

Das Restaurant, das Ziel des Anschlags war - vermutlich sind LTTE-Freunde dafür verantwortlich
Übersetzt aus dem kanadischen Zeitung „The Star“ vom 23. Mai. 2009
Sri Lankas Konsul beschuldigt die tamilischen Sympathisanten der LTTE wegen des Restaurant-Feuers vor einer Woche, nachdem man auch einen buddhistischen Tempel in Brand gesteckt hatte.
Von Mike Funston
Toronto - Sri Lankas Generalkonsul glaubt, dass das am frühen Morgen ausgebrochene Feuer gestern in einem singhalesischen Restaurant in Brampton von tamilischen Sympathisanten gelegt worden war. Dagegen glauben die untersuchenden Behörden, dass das Feuer „verdächtig“ wäre.

Bandula Jayasekara fordert die kanadische Regierung auf, zu handeln
Bandula Jayasekara stand mit seinem RCMP (kanadische Kriminal-Polizei) Bodyguards außerhalb des verbrannten Lanka Gardens Restaurant auf der Wexford Straße im Gebiet des Kennedy Straßen-Bovaird. Er drängte die kanadischen Politiker, sich stark gegen die Gewalt zu stellen, welche sinhalesische-kanadische Bürger, Geschäfte und Andachtsorte ins Visier nimmt.
Jayasekara sagte: “Zuerst wird ein buddhistische Tempel angegriffen. Jetzt ein Restaurant. Es ist tragisch, dass dies hier passiert. Kanada muss sich sehr ernsthaft darum kümmern und diese Entwicklung sofort aufhalten.“ Er fügte hinzu, dass singhalesische Kanadier „hier in Furcht leben.“
Jayasekara sagte, dass man einen RCMP Beamten vor zwei Wochen angewiesen hätte, ihn in der Öffentlichkeit aus Sicherheitsgründen zu begleiten. Damit antwortete man auf die Spannungen, die hier wegen des vor kurzem beendeten Krieges in Sri Lanka eskalierten.
Er hatte sich gestern früher mit einem Repräsentanten des Ministers für Bundes-Multikulturalismus Jason Kennedy getroffen, um seiner Sorge wegen des Feuers am letzten Samstag, welches Eindringlinge in einem singhalesischen buddhistischen Tempel in Scarborough gelegt hätten, Ausdruck zu verleihen. Das Feuer verursachte einen Schaden von 20.000 bis 30.000 Dollar. Er sprach auch mit Kenney über den Zwischenfall von gestern.
Der Brand im Tempel fiel mit der Ankündigung Sri Lankas zusammen, dass man die Tamil Tiger besiegt habe.
Jayasekara sagte, dass er gestern um 4.30 von dem Besitzer von Lanka Gardens Ranjith Tilakarathne angerufen worden war, der ihm von dem Angriff erzählte.
Das vordere Schaufenster war zerschlagen worden und etwas, das einem Molotovcocktail ähnelte, war nach drinnen geworfen worden, wie Jayasekara sagte.
Die Polizei und Feuerwehrbeamten wollten solche Details nicht bestätigen. Sie sagten nur, dass die Ursache „verdächtig“ ist und das Beweise gesammelt werden.
Mahinda Guansekera, der Ehrenpräsident der Nationalen Vereinigung der kanadische Sri Lankaer verurteilte den Zwischenfall.
“In der Gemeinschaft werden unsere Kinder täglich durch Drohemails, Textbotschaften, Telefonanrufe und persönliche verbale und sogar körperliche Beleidigungen angegriffen. Es gibt besonders heftige Drohnungen gegen tamilische Kanadier, welche gegen die Tamil Tiger Maschinerie sind. Also werden auch andere Gemeinschaften ins Visier genommen.
“Was hier vor sich geht, kann nicht unterstützt werden. Es ist völlig unkanadisch. Wir sind friedliche, gesetzestreue, loyale Bürger von Ontario und Kanada.“
Als man dem kanadischen tamilischen Kongresssprecher David Poopalapillai von dem Brampton Zwischenfall erzählte, sagte er: „Wir verurteilen diese Taten sehr stark.“ Er fügte hinzu, dass seine Gruppe glaubt, dass die kanadische Polizei die beste der Welt ist und „der Sache auf den Grund gehen und die Schuldigen erwischen wird.“
Der Restaurantbesitzer Tilakarathne sagte, dass er schon zwei Wochen vorher von Leuten in Autos belästigt worden war, welche Tamil Tiger Fahnen schwenkten und außerhalb seines Etablissements Autohupen ertöten ließen. Am nächsten Tag war die vordere Scheibe zerschlagen, aber er sagte, dass er davor keine Probleme irgendwelcher Art gehabt hätte.
Er hat das Restaurant mit seiner Frau und drei Angestellten seit ungefähr 18 Monaten betrieben. Er ist seit ungefähr 20 Jahren in Kanada und lebt seit 2004 in Brampton.
Muster von möglichen Brandbeschleunigern wurden zum Testen gebracht. Dies sagte der Vize-Divisionschef der Brampton Feuerwehr Dan Quinnell.
John Thompson, der Präsident des Mackenzie Instituts, einer Denkfabrik in Toronto, welche politische Instabilität und organisierte Gewalt studiert, sagte, dass die Polizei seit Jahren die Unterstützer der Tamil Tiger beobachten würde. Er ist besorgt, dass das Ende des Bürgerkriegs mehr Gewalt und Vandalismus zur GTA bringen wird.
Er sagte, dass er sich wegen der “wirklich verstockten Elemente“ in der tamilischen Gemeinschaft Sorgen machen würde: professionelle Aktivisten und Jugendliche, die sich als Tamilen durch die Tiger definieren.
„Sie sind nicht Teil des Kampfes, sie sind wütend, dass der Kampf verloren wurde, und da gibt es diese Neigung zur Militanz.“
Übersetzt aus der srilankischen Zeitung “The Nation” vom 23. Mai. 2009
Colombo – Die Pro LTTE Tamilische Nationale Allianz (TNA) Patei, welche bis jetzt darauf beharrt hat, dass sie die Tiger als einzigen Repräsentanten des tamilischen Volkes ansieht, wird jetzt einige kritische Entscheidungen hinsichtlich ihrer zukünftigen Stellung in den kommenden Tagen treffen. Dies besagten gestern Parteiquellen.
Die andere hauptsächliche Entscheidung, die vor ihnen liegt, ist, ob sie bei dem 13. Zusatzartikel zur Verfassung mitmachen. Dieser Zusatzartikel wurde unter der indo-lankanischen Übereinkunft eingebracht, der 1987 unterschrieben wurde. Der besuchende indische Ratgeber für nationale Sicherheit M.K. Narayanan und der indische Sekretär des Außenministeriums Shivshankar Menon bekamen dem Bericht nach früh in dieser Woche die Versicherung der srilankanischen Regierung, dass sie den 13. Zusatzartikel als ein Mittel, den Konflikt zu lösen, in Kraft setzen würde. Früher hatte die TNA den 13. Zusatzartikel als völlig inadäquat zurückgewiesen.
Die Quellen sagten, dass nun, da während des “bitteren Endes” ihres Kampfes früh in der letzten Woche so viel vom Kopf und Körper der LTTE dezimiert worden ist, die Parlamentarische Gruppe der TNA plante, sich am Freitag zu treffen, um über ihre nächste Vorgehensweise zu entscheiden. Aber auf Grund des Todes ihres Parlamentariers vom Ampara Distrikt K. Pathmanathan in Tamil Nadu wurde das Treffen verschoben. Seine Leiche wurde am Freitag nach Colombo geflogen und wurde gestern zur Verbrennung am Montag nach Karaitivu gebracht.
Nach Parteiquellen sollte sich ihre Parlamentariergruppe am Freitag in der Residenz von Gajendra Kumar (G.G.) Ponnambalam treffen. Aber in Hinblick darauf mit Ponnambalam Kontakt aufgenommen wurde, sagte er, dass er nichts von einem angesetzten Treffen wüsste, dass in seiner Residenz stattfinden sollte, und er fügte hinzu, dass er zu beschäftigt sei, um irgendetwas weiteres zu diskutieren. Er bat uns, mit ihm viel später Kontakt aufzunehmen.
In der Zwischenzeit gab es nach der völligen Befreiung der NFZ die Furcht, dass etwas dem Parlamentsmitglied vom Mullaitivu Dstrikt Sathsivam Kanagaratnam geschehen sein könnte, da sein Aufenthaltsort nicht bekannt war. Aber er wurde aufgespürt und ein CID Team nahm ihn nach der Aussage des TNA Parlamentariers Sivanathan Kisshor am Donnerstag Abend von dem Menik Farm IDP Lager mit. Er sollte eine Erklärung aufnehmen.
Gestern brachte die CID Kanagaratnam in die Jayaratne Begräbnishalle in Borella, damit er seinem toten Kollegen die letzte Ehre erweist. Man brachte ihn nach ungefähr 20 Minuten zurück.
Jetzt, nach der Befreiung von den Fesseln der Tiger, sieht es so aus, als möchten einige Mitglieder der TNA mit dem Süden zu einer Übereinkunft kommen. Der TNA Parlamentarier Suresh Premachandran sagte dem The Nation, dass er die Ansicht, dass die Tiger die einzigen Repräsentanten der Tamilen wären, nie anerkannt hätte.
Er sagte, dass, seitdem die Waffen schwiegen, es an der Zeit wäre, die Probleme der Tamilen zu beseitigen, die A9 Straße wieder zu öffnen, die ganze Region zu entmilitarisieren und sogar das tägliche Ausgehverbot in Jaffna aufzuheben.
Er sagte, dass sie am Donnerstag im Indischen Haus ein kleines Treffen mit den zwei besuchenden indischen Würdenträgern gehabt hätten, aber dass dies kaum genug war, um ihre Probleme darzulegen.
Man erwartet jetzt, dass die Partei eine Delegation nach Delhi nach ihrem Gruppentreffen schickt, um die Angelegenheiten von dort aus weiter zu verfolgen. Der Parlamentarier Kisshor sagte auch, dass die tamilischen Leute jetzt genug von diesem nie endenden Konflikt hätten und dass sie sich auf eine realistische Lösung freuen würden.
Von unserem LTTEwatch-Korrespondenten in Colombo am 24. Mai 2009
Colombo/London - Ein Sprecher der Rebellen der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) hat am Sonntagabend erstmals den Tod des LTTE-Anführers Velupillai Prabhakaran bestätigt. In einer Erklärung sprach Selvarasa Pathmanathan vom „Märtyrertum“ Prabhakarans und riefen eine einwöchige Trauer aus. Die LTTE dementierten bislang den Tod ihres Chefs vehement: „Unser geliebter Führer Velupillai Prabhakaran lebt und ist in Sicherheit“, erklärte Rebellen-Sprecher Selvarasa Pathmanathan noch am Dienstag auf der LTTE-Propaganda-Site Tamilnet. “Er wird unser Streben nach Würde und Freiheit des tamilischen Volkes weiter anführen,“ hiess es dort.

"Warum nur habe ich das ungute Gefühl, dass ich meine Sicherheit verstärken muss, weil ich sonst zwei Drittel meines Reiches verlieren werde..."
Von der Bestätigung des Todes durch die LTTE berichtete der britische Sender BBC. Der Rebellenführer sei am 17. Mai bei Kämpfen mit Regierungstruppen getötet worden, sagte LTTE-Sprecher Pathmanathan dem Sender. Die Rebellenorganisation hatte entsprechende Berichte der srilankischen Regierung bisher zurückgewiesen. Die LTTE wolle sich fortan mit friedlichen Mitteln um die Durchsetzung der Rechte der Tamilen in Sri Lanka kümmern, sagte der auch als „K.P.“ bekannte Sprecher der LTTE, der von Interpol wegen Waffenschmuggels gesucht wird und der sich vermutlich in Thailand oder Malaysien versteckt hält.
Die Regierung meldete bereits am Montag den Tod von Prabhakaran und damit das Ende des fast 30-jährigen Krieges. Als Beweis veröffentlichte sie ein Video, das den toten Rebellenführer zeigte. Inzwischen hat die srilankische Armee die Leiche von Prabhakaran eingeäschert, wie Armeechef Sarath Fonseka heute der Zeitung «Sunday Rivira» mitteilte. Die Asche habe man „ins Meer geworfen“.
Sri Lankas Regierung will Hilfsorganisationen zunächst auch weiterhin keinen freien Zugang zu den Bürgerkriegsflüchtlingen in den Lagern gewähren. Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte beim Besuch eines Flüchtlingslagers gestern den sofortigen ungehinderten Zugang für Helfer gefordert. Heute erklärte Sri Lankas Präsident Mahinda Rajapakse als Reaktion auf die Forderung des Uno-Generalsekretärs, „wenn sich die Umstände verbessern, vor allem mit Blick auf die nationale Sicherheit, gibt es keine Einwände gegen derartige Hilfe“.
Zugleich warnte Rajapaksa, es befänden sich wahrscheinlich Rebellen der LTTE unter den Flüchtlingen.
Übersetzt aus der srilankischen Zeitung „The Bottom Line“ vom 20. Mai. 2009
Colombo – Die Leiche des Führers der LTTE Prabhakaran wurde gestern Morgen von der Sri Lanka Armee entdeckt. Er steckte in seiner Tigeruniform und war von einer Scharfschützen-Kugel in die Stirn getötet worden.
Die Truppen des 4. Vijayaba Regiments (VIR), welche von Oberstleutnant Rohitha Aluvihare unter der von Generalmajor Kamal Goonaratne kommandierten 53. Division angeführt wurden, fanden die Leiche des Terroristenführers, die am Ufer der Nanthikadal Lagune lag. Der Scharfschütze hatte ab 6.OO morgens gewartet, um sein Ziel ins Fadenkreuz zu bekommen.
Gegen 7.00 am Morgen erkannte der Scharfschütze der Spezialkraft (SF) durch sein Teleskop einen kleinen, schwer bewachten Tigeranführer in Uniform. Er visierte das Ziel sorgfältig an und zog den Abzug. Er sah sehr klar, dass das Ziel erreicht worden war und zur gleichen Zeit sah er den Rest der LTTE Soldaten, wie sie die Leiche wegzogen. Der Scharfschütze schoss auch diese LTTE-Kader nieder.
Eine wütende Nachricht, die von einem Hochfrequenzradio, das dem LTTE Führer Prabhakaran gehörte, an den Spionagechef der Tiger Pottu Amman lautete: „Unser Führer wurde erschossen.“ Am anderen Ende fragte Pottu Amman: „Wie ist sein Zustand?“
„Er ist nicht mehr bei uns,“ sagte die verzweifelte Stimme des Funkenden. Pottu Amman antwortete nicht.
Diese Funknachricht wurde vom militärischen Geheimdienst am Montag, 18. Mai, gegen 7.40 vormittags abgefangen. Die Leiche des gnadenlosesten terroristischen Führers der Welt wurde gestern identifiziert. Obwohl es Berichte gab, nach denen die Leiche nicht gefunden worden war, wurde es bestätigt, dass Prabhakaran tot ist. Dies wurde auch von einem engen Leibwächter von Prabhakaran bestätigt, welcher von der SF gefangen wurde. Er hatte gesagt, dass sein Führer (Prabhakaran) gestorben ist. Dieser mit allen Wassern gewaschene LTTE Soldat wurde dem militärischen Geheimdienst für die weitere Befragung übergeben.
Die Leitung des Militärischen Geheimdienstes (DMI) hatte sofort ihre Mitarbeiter gebeten, am Morgen des 18. eine positive Identifizierung zu erhalten. Die DMI bekam nach ein paar Klarstellungen die Bestätigung und ihr Direktor telefonierte mit dem Armeekommandanten, um ihn darüber zu informieren, dass der LTTE Führer Prabhakaran tot war. Gegen 9.00 informierte der Armeekommandant den Sekretär des Verteidigungsministeriums und den Oberkommandierenden, den Präsidenten, dass Prabhakaran wirklich tot war.
Eine gut geplante Schlacht
Wie in dieser Kolumne in der letzten Woche erwähnt, bewegte sich die 58. Division unter Brigadegeneral Shavendra Silva von Norden nach Süden, und in den letzten Phasen der Schlacht wurde sie von der SF unter dem Oberst Athula Kodippili unterstützt. Die 11. SLLI verband sich mit der 59. Division nahe am Strand und schnitt so den Meeres-Fluchtweg für die LTTE ab.
Die 9 GW unter Oberstleutnant Lal Chandrasiri rückte gegen die LTTE Festung vor. Diese war am Sonntag, 17. Mai, auf nur 400×500 m beschränkt. Sie befestigte ihre Positionen. Am Sonntag, 17. Mai, wurde in der Nacht, gegen 22.00 die SF schwer von einer Gruppe von LTTE Soldaten angegriffen. Auch einige Selbstmordattentäter waren dabei. Die SF Soldaten eröffneten das Feuer auf die Gruppe von Tigern, während sie in einer Entfernung waren. Dieser Angriff tötete den politischen Kopf der LTTE B. Nadesan, einen „militärischen Kommandanten“ Ramesh und den Kopf des LTTE Friedenssekretariats Puleethevan.
Diese Angreifer hatten sich als Zivilisten verkleidet und überquerten die Nanthikadal Lagune, um die 53. Division anzugreifen und für ihre Anführer einen Fluchtweg zu eröffnen.
Aber die Armeenachrichtendienste hatten vorher eine Information über den Versuch der LTTE bekommen, quer über die Nanthikadal Lagune zu infiltrieren, wo die 53. Division stand. Der Armeechef hatte am Sonntag, 17. Mai, dem Brigadekommandanten des Kommandos Ralph Nugera Anweisungen gegeben, Kommandos in Karaiyamulliwaikkal zu entfalten.
Am Montag, 18. Mai, griffen gegen 2.30 am frühen Morgen die übriggebliebenen LTTE Anführer und Soldaten massiv mit schwerer Feuerkraft über die A35 Straße an, und es gelang ihnen, die Verteidigungslinie der 53. Division zu durchbrechen und sich durch die Lagune vorwärts zu bewegen. In der Zwischenzeit griffen sie die SF und die Kommandos, welche die Terroristen erwarteten, mit MPMGs (Mehrzweckmaschinenpistolen) an. Der Gegenangriff kam für die LTTE überraschend.
Der Brigadekommandant des Kommandos Oberst Ralph Nugera hatte seine Männer instruiert, unter den Mangroven der Natbhikadal Lagune nach versteckten Terroristen zu suchen. Die Kommandos griffen sie an und konnten mehr als 40 Leichen – einschließlich von Führern – gegen Mitte des Nachmittags einsammeln.
Während die Truppen der 53. und 58. Division in dem allgemeinen Gebiet von Vellamullaiwaikkal am Abend des Montags,18. April, Such- und Säuberungsoperationen durchführten, entdeckten sie über 350 Leichname von LTTE Soldaten, die in der Schlacht getötet worden waren. Infanteristen der 53. Division haben 181 Leichen und eine große Anzahl von Waffen und Munition entdeckt. Dies sagen militärische Quellen. Sie fügen hinzu, dass auch über 10 Millionen Rupien als Bargeld im Besitz eines getöteten LTTE Führers gefunden worden waren.
Die Truppen nehmen Prabhakaran und die Soldaten in die Mangel
Die SF verlor viele Truppenmitglieder, einschließlich eines SF kommandierenden Offiziers, Oberst Lafir. Seine Leiche wurde von einem SF Team, welches in Hubschraubern trotz des schweren Gewehrfeuers landete, entdeckt. Das Team wurde von Prasanna de Silva angeführt, dessen brillante Führung der 59. Brigade halt, den toten Punkt in der NFZ zu durchbrechen und Prabhakaran in die Mangel zu nehmen.
Truppen der 59. Division rückten vom Süden der neu umgrenzten NFZ entlang der Küstenlinie vor, in die Gebiete südlich von Vellamullivaikkal hinein. Am Montag nach gelangte die 59-3 Brigade unter dem Generalleutnant Sujeeva Yapa mit drei Bataillonen unter seinem Kommando – dem 11 GF, welches von Major W.M.D.S. Gunawardane angeführt wurde, dem 4. Sinha Regiment (SR), welches von Major I.K. Lokukatagoda angeführt wurde, dem 16. SLLI, welches von Major B.J. Lekamge angeführt wurde – über den Erddamm und marschierte in die neu begrenzte NFZ quer über die Nanthikadal Lagune ein und rettete 50.000 als Geiseln von der LTTE am Sonntag, 17. Mai, gehaltene Zivilisten.
Dem anfänglichen Vorwärtsstoß folgte die Zuführung der SF. Dies resultierte in einem schnellen Auslöschung des übriggebliebenen Widerstands der Terroristen in dem Gebiet.
Truppen der 59. Division hatten ungefähr 500 m des Erdwalls in ihre Kontrolle gebracht. Während die Truppen den Wall durchbrachen, hatte die LTTE fünf Selbstmordattentäter geschickt bei ihrem letztlich scheiternden Versuch, dem Vorrücken der Truppen zu widerstehen. Die Truppen der 59. Division hatten das Vellamullivaikka Gebiet in Sarwarthottam erreicht, als die LTTE die fünf Angriffe mit Selbstmordattentätern startete.
Wie früher erwähnt, rückten die 58. und die 57. Division in die NFZ von Norden nach Süden vor, und als die 59. Division auch vom Süden nach Norden vorrückte, wurden die übrigen LTTE Soldaten in dem Gebiet eingezwängt. Um das zu vermeiden, versuchte die LTTE, die Verteidigungslinie der 53. Division zu durchbrechen und durch die Nanthikadal Lagune zu entkomen. Aber ihr Versuch wurde von den Kommandanten der Spezialkräfte Oberst Athula Kodippilai und Oberst R. Nugera vereitelt – was auch das Ende der Terroristen-Führer bedeutete.
Übersetzt von der Nachrichtenagentur „Xinhua“ vom 15. Mai. 2009
Brüssel – Die Europäische Union (EU) bot am Mittwoch an, mit der srilankanischen Regierung und dem Volk von Sri Lanka zusammenzuarbeiten, um eine politische Lösung des Konflikts, die auch hält, zu gewährleisten. Zentral soll bei dem Prozess der Respekt der Menschenrechte sein.
Die EU hieß das Einberufen in der nächsten Woche der besonderen Sitzung des UN Menschenrechtsrates willkommen, bei dem es um die Situation der Menschenrechte in Sri Lanka gehen soll. Sie sagte in einer Erklärung, die von der tschechischen Präsidentschaft herausgegeben wurde, dass sie hoffte, dass „ein sinnvolles übereinstimmendes Ergebnis erreicht werden wird“. Dies soll durch den Dialog mit dem Menschenrechtsrat geschehen, sowie der positiven Teilnahme der OHCHR, der internationalen Gemeinschaft, der srilankanischen Regierung und der zivilen Gesellschaft.
Die EU sagte, dass sie weiterhin aktiv mit dem Menschenrechtsrat arbeiten würde, um die “sich verschlimmernde Menschenrechts- und humanitäre Situation in Sri Lanka, die aus Jahrzehnten des langen Konflikts zwischen der Regierung und der LTTE (Befreiungstiger von Tamil Eelam) resultiert” zu lösen.
Am 13. Mai drückte der UN Sicherheitsrat seine “ernste” Sorge wegen der “Verschlimmerung” der humanitären Krise im nordöstlichen Sri Lanka aus und verurteilte die rebellischen tamilischen Guerillas wegen deren terroristischen Taten, während er die Regierung drängte, die Sicherheit seines Volkes zu gewährleisten.
Der srilankanische Präsident Mahinda Rajapaksa erklärte am Dienstag offiziell den Sieg über die LTTE Rebellen. Damit endete der längste Bürgerkrieg Asiens.
Die LTTE begann, für ein unabhängiges tamilisches Heimatland im Norden und Osten von Sri Lanka Mitte der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts zu kämpfen. Nach knapp 30 Jahren und mindestens 80 000 Toten endet nun der Krieg.
Übersetzt aus der Webzeitung “Rediff” vom 20. Mai 2009
Die moderne Welt hat kaum je eine Kraft gesehen, die so tödlich wie die LTTE war, welche für fast 30 Jahre den srilankanischen Staat bekämpfte. Der Mut und die Hingabe der LTTE an die Sache waren legendär und wurden nie bezweifelt. Aber die grundlegende Situation in den LTTE Festungen um Kilinochchi, Jaffna, Trincomalee, Batticaloa und Amapara begann sich zu ändern, die Wahrnehmungen von dem obersten Chef V. Prabhakaran und die Legende von den wilden Tigern begann sich aufzulösen, nachdem erst einmal die Regierung von Präsident Mahinda Rajapaksa beschlossen hatte, im August 2006 die Schlacht frontal anzunehmen.
Das misslungene Attentat auf den Sri Lanka Armeechef Generalleutnant Sarath Fonseka durch eine verdächtige schwangere LTTE-Frau im militärischen Hauptquartier im April 2006 kann auf gewisse Weise als Anfang des letzten, von der LTTE unter Prabhakarans Kommando ausgefochtenen Krieges betrachtet werden. Ein schwer verletzter Fonseka entkam um Haaresbreite dem Tod und verbrachte die nächsten fünf Monate im Krankenhaus.
Rajapaksa, welcher im November 2005 zum Präsidenten ernannt worden war, hatte die Wahl gegen seinen Rivalen und früheren Premierminister Ranil Wickremesinghe mit dem Programm des Auslöschens des Terrorismus aus der Inselnation und der militärischen Niederlage der LTTE ausgefochten. Ironischerweise halfen die Tiger bei Rajapakses Aufstieg in die mächtigste Position in Sri Lanka durch ihr Diktat gegenüber den Tamilen, welche traditionell Wickremesinghes Partei unterstützten. Sie sollten die Wahl boykottieren. Trotz dieser großzügigen Hilfe von der LTTE gewann Rajapakse die Wahl nur mit einer Mehrheit von 150.000 Stimmen.
Er brachte die sehr gebrauchte Gelegenheit, eine militärische Offensive gegen die Tiger im August 2006 zu beginnen, als die LTTE die Schleusentore eines Bewässerungskanals im Osten wegen eines Disputs mit der Regierung über die Ausführung eines Entwicklungsprojektes in der Provinz blockierte.
Was als ein Kampf zwischen der Regierung und der LTTE über den Streitpunkt des Kanals begann, entwickelte sich zu einem voll ausgewachsenen Krieg. Es war der Anfang des Endes der LTTE. Das Militär verbuchte einen Sieg nach dem anderen.
***
Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion:
Der Journalist B. Murlidhar Reddy aus Colombo vom The Hindu war der einzige Journalist der ausländischen Presse, welcher innerhalb der Kriegszone die letzte Phase des Krieges bezeugten kann.
Er sprach exklusiv mit Sheela Bhatt vom rediff.com. Es gibt darum, wie die srilankanische Regierung die Schlacht gegen die LTTE mit konzentrierter Entschlossenheit, einer vernünftigen militärischen Strategie und patriotischer Glut ausgefochten hat.

Frauen und Mädchen setzte Prabhakaran mir Vorliebe als Selbstmordbomberinnen ein
Übersetzt aus der britische Zeitung “The Telegraph” vom 19. Mai. 2009
„Wir lügen wahrhaft und echt, um eine große Verwicklung, in die wir hineingekommen sind, aufzulösen; wir stellen wahrhaft eine Lüge als die Wahrheit hin und die Wahrheit als eine Lüge. Wir machen dies so und so macht es auch Ranil.“ So sagte es V. Balakumar, der frühere Führer von EROS. Später wurde er ein Vertrauter des LTTE-Führers Velupillai Prabhakaran.
Eelamurasu Weekly, 15. bis 21. Mai 2003
Im Morgengrauen des 27. Juli 1975 entweihte Velupillai Prabhakaran bösartig die Stadt Jaffna und deren Bürger durch das schreckliche Töten des Bürgermeisters Alfred Duryappah, eines freundlichen und guten Mannes, den die Leute dieser Stadt – welche auch eine beträchtliche Anzahl von Moslems als Einwohner hat – verehren.
Zu der Zeit war Prabhakaran kaum 20. Er hatte die Schule mit der achten Klasse verlassen und beschäftigte sich mit Revolvern und Pistolen. Er stahl gewöhnlich Fahrräder und zeigte schon in diesem Alter, dass ihm solche menschlichen Eigenschaften wie Gewissen und Mitgefühl abgingen. Er wuchs sicherlich zu einem Ganoven heran, welcher andere von einer entfernten Stelle oder einem Versteck aus mit Gewalt beherrschen würde.
Bürgermeister Duryappah war keineswegs sein Feind. Prabhakaran kannte ihn kaum, aber er wurde zu einem Ziel seines gewalttätigen Ehrgeizes, nur weil er zu den damaligen tamilischen bekannten Politikern gehörte, welche ihn gerne eliminiert hätten. Prabhakaran Prabhakaran tat nur das Seinige und mit dieser scheußlichen Tat sah er in Sekundenschnelle, wohin seine Karriere gehen könnte. Er schaute nie zurück. Es gab junge Leute, welche die Gewalttätigkeit, wie er sie hervorzubringen begann, bewunderten. Sie brachten gemeinsam die ganze Gemeinschaft unter ihre Herrschaft.
Prabhakaran hatte nie eine eigene politische Ideologie, sondern plapperte nur das nach, was die Tamilischen Vereinigungsfront zufällig aufgenommen hatte. Dazu fügte er die Waffe des Terrors hinzu, die nicht nur gegen die Singhalesen, sondern gegen alle, welche seinen Unternehmungen kritisch gegenüberstanden, gerichtet war.
Was er an dem Julimorgen auf dem Gelände des Tempels tat, war unaussprechlich. Die Konsequenz davon war böse. „Diese Tat grausamer Feigheit, die kein Gefühl von Verantwortung zeigte, warf ihren dunklen Schatten über die auftauchende jugendliche Militanz. „Ich tötete Durayappah“ bezog sich auf einen ziemlich harmlosen, bescheidenen Mann, der sich nicht verteidigen konnte. Dies wurde die Befähigung und der Ruf zum Sichsammeln für Bewerber für Prabhakarans Art nationalistischer Vorhut. Wir leben nun mit den Konsequenzen davon.“ (Zitiert und beobachtet von den Berichten der Universitätslehrer der Menschenrechte – Jaffna)
Was der tamilischen Gemeinschaft nach dem Töten von Jaffnas Bürgermeister zustieß, ist jetzt Geschichte. In den nächsten dreißig Jahren machten die Tamilen im Nordosten ein schreckliches Leiden durch, während die nächste tamilische Generation schlimm davon betroffen und durch das falsche Eingehen auf Prabhakarans gewalttätiges Werben um sie ruiniert. Es war ein erster Schritt, den er gnadenlos ausspielte, und eine an sich zahme Gemeinschaft wurde erregt von der anti-singhalesischen und sogar anti-moslemischen Tirade. Sehr bald begannen die Tamilen nur den Traum, von dem er fantasierte, zu sehen und zu schätzen: Tamil Eelam, ein Staat, der fast ein Drittel des gesamten Sri Lankas umfassen sollte.
Er war nie für irgendeine gemäßigte und akzeptable Lösung des ethnischen Problems zugänglich, noch nicht einmal, was der indische Premierminister mit Mühe dem gerissenen Präsidenten Junius Jawawardene abrang: die Anerkennung des Nordens und Ostens als traditionelle Heimatländer der Tamilen. Prabhakaran wollte die alleinige Verwaltung dieser zwei Provinzen durch die Tiger oder nichts, und es war nichts, was er wählte, weil er überhaupt keinen Sinn für Politik hatte.
Tatsächlich begannen einige Leute der tamilischen Gemeinschaft, als sie diese seine Haltung sahen, zu mutmaßen, dass er nur einen Mafia-Schmugglerstaat auf srilankanischem Boden errichten wollte. Nachdem Prabhakaran von dem Stehlen von Fahrrädern in seiner Jugend zu Bankräubereien übergegangen war, genoss er etwas politische Unterstützung – oder sollen wir sagen, dass Leute ihm gegenüber blind und taub waren. Er begann mit einer Phase des Terrors gegen einige Befreiungsgruppen, welche aufgetaucht waren, um für die Sache der Tamilen zu kämpfen. Er dezimierte sie vollständig.
Der Terror ergriff die Gemeinschaft wie eine Pest, die über Nach herabgekommen war, und Prabhakaran vergoldete den Strohhalm der ethnischen Streitfragen, welche von den aufeinanderfolgenden Regierungen nicht aussortiert worden waren. Die Regierungen von Colombo hatten keine Visionen und erlaubten den rassistischen und religiösen Fanatikern unter der Mehrheitsgemeinschaft, den Ton anzugeben. Prabhakaran schlug daraus Kapital.
Sein nächstes Kapitel der Gewalt bestand darin, die Polizisten zu dezimieren, um die Kontrolle über die Gemeinschaft zu sichern, und die tamilischen und singhalesischen Führer systematisch zu töten, sowie alle gemäßigten politischen Elemente in der tamilischen Gemeinschaft, die er als unbequem für seine Ideen und Pläne betrachtete.
Unglücklicherweise besonders für die Tamilen hatte sich Prabhakaran eine Aura der Unbesiegbarkeit gegeben – nicht weil er mutig und tapfer war und irgendetwas Positives anzubieten hatte, sondern entweder, weil eine gute Mehrheit der Tamilen zahm waren und ihn fürchteten, und weil einige von der Art von Unterwelt, die er aufzubauen begann, profitierten. An vorderster Stelle seiner Unterweltaktivitäten war das Schmuggeln aus dem Ausland, welches ihm eine Verbindung zur Diaspora gab. Nachdem dies einmal etabliert war, gab es kein Zurück für ihn.
Heute ist die LTTE vollständig in Sri Lanka ausgelöscht. Aber am Rande der Zerstörung machte die Führung der Tiger letzte Woche die folgende erhellende Feststellung: „Ich glaube, dass in den 38 Jahren, die wir kämpfen, jeden Tag nur das zivile und menschliche Leben stirbt.Das dies weitere 30 Jahre weitergehen wird, glauben wir nicht – wir glauben an einen friedlichen Weg als Lösung für das tamilische Volk. – KP“
Warum brauchten die Tiger 38 Jahre, um die Zerstörung zu erkennen, die sie den Tamilen mit ihrem Terrorkampf um den Staat Eelam beigebracht haben? Die Tiger Führung schickte ganz bequem die Kinder anderer Leute in den Krieg in den letzten 38 Jahren. Als jedoch der Tod an die Tür von Prabhakaran und seinem Sohn anklopfte, da wurden die Tiger Führer auf seltsame Weise erleuchtet.
Glücklicherweise für die Srilankaner hat Prabhakarans Terrorregime der Lügen, des Todes, der Zerstörung und der Selbstmordbomben geendet. Dies geschah glücklich gestern, als die gesamte LTTE wörtlich ausgelöscht und ihr Traum zerstört wurde. Dies bringt jedem Hoffnung.
Übersetzt aus der Website der srilankikschen Armeem, www.defence.lk vom 20. Mai 2009
von Walter Jayawardhana
London/Colombo - Bei einem gewalttätigen Zusammenstoß zwischen LTTE-Unterstützern und der Polizei wurden fünfundzwanzig Personen verletzt. Die LTTE-Freunde hatten zum wiederholten Mal versucht, öffentliche Straßen zu blockieren. Die etwa 1000 Unterstützer der verbotenen terroristischen Organisation versuchten den Parlamentsplatz zu besetzen. Dabei schwenkten sie Fahnen der LTTE und skandierten lautstark, dass ihr geliebter Führer, Velupillai Prabhakaran, nicht tot sei, wie es die Regierung von Sri Lanka behaupte.
Die Polizei sagte, dass zehn Personen wegen Verstoßes gegen die öffentliche Ordnung festgenommen wurden.
Die LTTE-Unterstützungsgruppe durfte seit dem 6. April demonstrieren und den Parlamentsplatz besetzen, wobei sie Erklärungen herausgab, Slogans rief und Banner und Plakate gegen Sri Lankas Regierung zeigte.

Londonder Polizisten führen eine randalierenden LTTE-Anhänger ab
Die gewalttätige Demonstration trug das Kennzeichen der feigen, schon im Krieg gegen die srilankische Armee eingesetzten Taktik der LTTE, welche Frauen und Kindern in Gefahr brachte, um die Hauptübeltäter der zu schützen. Die LTTE-Anhänger brachten Kleinkinder und Babys mit zur Demonstration, welche bei einer möglichen Panik die ersten Opfer hätten werden können. Die Londoner LTTE-Organisatoren zum viertenmal illegal öffentliche Straßen.
Im Parlament wurde bei einer Debatte die Plage der LTTE diskutiert, welche Tausende von Sympathisanten mit Zelten und Essständen auf den Parlamentsplatz brachte, wo es keine Toiletten gibt. Nur 50 Personen waren erlaubt worden.
Vorschläge, dem Missstand abzuhelfen, wurden von dem Sprecher des Unterhauses, Miachael Martin, aufgestellt, nachdem er sich mit dem Westminsterrat beraten hatte. Dort liegt das Parlament, das Rathaus und das Gebäude der Hauptstadtpolizei.
Westminster ist darauf vorbereitet, den Besitz des Pflasters der Gemeindeverwaltung von Großlondon zu überlassen, weil eine Kampagne auf dem GLA Eigentum illegal ist. In dieser Hinsicht wurde die Gesetzgebung schon skizziert.
Aber die LTTE-Freunde möchten den Parlamentsplatz für längere Zeit besetz halten; sie kündigten an, gegen die Räumung vor Gericht Klage erheben. Die LTTE-Studenten-Tarnorganisation erzählte den Medien, dass sie gegen diese Maßnahme bis vor dem Europäischen Gerichtshof kämpfen würde, da dies eine Verletzung ihrer grundlegenden Menschenrechte sei. Die LTTE sei darauf vorbereitet, Millionen von britischen Pfund für Rechtsanwälte auszugeben, um dies auszukämpfen.
Übersetzt aus dem Sri Lanka Guardian vom 19. Mai. 2009

Rajapaksa vor seiner Rede an die Nation im Parlamen
Colombo - Präsident Mahinda Rajapaksa hat geschworen, eine politische Lösung für den singhalesisch-tamilischen Konflikt zu liefern. Rajapaksa sagte, als der seine Rede an die Nation im Parlament hielt: „Wir sehen den militärischen Sieg keineswegs als endgültige Lösung an.“ Präsident Rajapaksa hofft, eine „in der Heimat gewachsene“ Lösung für den Konflikt zu liefern. Er hoffe gleichzeitig nicht , „irgendeine Lösung“ übernehmen zu müssen, welche ein fremdes Land liefere.
Der Präsident sagte weiter, dass auf die die internationale Gemeinschaft vertraue, dass diese kooperieren werde, um die Lösung umzusetzen.
„Von jetzt an steht die ganze Nation unter der Herrschaft des gewählten Parlaments. Früher funktionierte die Regierungsverwaltung nicht in einem Teil des Landes.“
Rajapaksa sagte, dass das Ende des Krieges gegen die LTTE-Terroristen nicht eine Niederlage für die tamilische Gemeinschaft sei und dass er diese von nun an nicht mehr als eine Minderheitsgemeinschaft im Land auffassen möchte. „Von nun an gibt es in diesem Land keine Minderheiten mehr“.
Der Präsident sagte, als er die Amtsgeschäfte 2005 übernahm, kontrollierte die LTTE fast ein Viertel des Landes und fast zwei Drittel des Seegebietes. Gleichzeitig würdigte die Sicherheitskräfte und die Polizei für den Erfolg und den militärischen Sieg über die LTTE-Terroristen.
Von unseren LTTEwatch-Korrespondenten in Colombo vom 19.Mai 2009

Der LTTE-Ausweis des toten LTTE-Chefs
Colombo – Der Kommandeur der srilankischen Armee, General Sarath Fonseka, hat bestätigt, dass man den Körper des toten LTTE-Chefs Velupillai Prabhakaran gefunden und identifiziert habe.
Truppen der 53. Division fanden die von Kugel zerfetzten Leiche Prabhakarans am Ufer der Nathikadal Lagune, wo der letzte verzweiflete Ausbruchsverusch der LTTE-Führung am Montag gescheitert war. Tödlich war wohl eine Kugel in die rechte Schläfe, die einen Teil des Hinterkopfes wegsprengte. Damit widersprach Fonseka Schilderungen, wonach der LTTE-Chef in einem gekaperten Ambulanzwagen ums Leben gekommen war, nachdem der Wagen von srilankischen Truppen mit Raketen in Brand geschossen worden war.
Der neue Sprecher der LTTE, der von Interpol und FBI international gesuchte Waffenschieber K. Padmanathan (er nennt sich jetzt auch Selvarasa Pathmanathan) alias KP hatte noch heute morgen in einem Telefoninterview mit einem Reporter erklärt, „Prabhakaran ist gesund und befindet sich in Sicherheit“. Padmanthan behauptete auch, die LTTE-Führung habe sich zuletzt mittels weißer Fahnen ergeben wollen – die srilankischen Truppen hätten aber gleichwohl auf sie geschossen.
Nach die Nachricht vom bestätigten Tod der Terroristenchefs in den lokalen Medien verbreitet worden war, brach auch unter den Tausenden von Tamilen der Hauptstadt spontaner Jubel aus, sie gesellten sich zu den bereits seit gestern ausgelassen feiernden Singhalesen.
Von unseren LTTEwatch-Korrespondenten in Colombo vom 18. Mai 2009
Colombo – Während Generäle und Führung der Streitkräfte offiziell bei Präsident Mahinda Rajapaksa ihr „Mission acomplished“ abgaben, und alle massgeblich Beteiligten prompt befördert wurden, werden die Umstände des Todes von Velupillai Prabhakaran langsam deutlich. Feststeht: Obwohl er seinen Kadern stets befohlen hatte, im letzten Moment die berüchtigte Zyankali-Kapsel zu schlucken, versuchte er selbst bis zuletzt sein Heil in der Flucht.
Die regierungsnahe, von Armeeangehörigen betriebene Website „www.defencewire.blogspot.com“ erzählt im jüngsten Blogeintrag vom Hergang der letzten Stunden des despotischen LTTE-Chefs.
Demnach gab es außer Prabhakaran und seiner Frau nur zwei LTTE-Kader, die genau wussten, wo sich der selbstherrliche Führer und „Sonnengott“ der LTTE genau aufhielt. Noch nicht einmal sein eigener Sohn, Charles Anthony wusste genau, wo sein Vater sich vor den belagernden Truppen versteckt hielt. Nur Pottu Amman, der Chef der LTTE-“Geheimpolizei“ sowie ein gewisser Reagan, Chef des LTTE „Medical Unit“ wussten Bescheid.
Reagan konnte bereits vor einigen Tagen gefasst werden – er hatte sich unter die Flüchtlinge gemischt – und tat zunächst so, als wüsste er von nichts. Nach intensiven Verhören durch die Sicherheitskräfte aber verriet er, wo Prabhakaran sich versteckte; am Abend des 16. Mai wusste die srilankische Armeeführung ganz genau, wo sich der LTTE-Chef aufhielt.
An dieser Stelle macht die Schilderung von Defencewire einen logischen Sprung, denn es ist unwahrscheinlich, das Reagan in Gänze von dem Plan zur Flucht Prabhakarans wissen konnte. Vermutlich aber hatten die srilankischen Truppen Glück und konnten nun den Funkverkehr gezielt abgreifen. Man wusste jedenfalls vorher von den Plänen, die vorsahen, die Lagune bei Vellamullaiwaikkal zu überqueren und sich jenseits in die Dschungel von Weli-Oya zu verdrücken, sich dann in Richtung Trincomalee durchzuschlagen, wo man dann die Flucht über das Meer versuchen wollte.

Dieses Foto des toten V. Prabhakaran wurde heute veröffentlicht
Trotzdem und tatsächlich gelang es den verbleibenden LTTE-Kadern um Prabhakaran in einer waghalsigen Aktion, die Lagune mit Booten zu überqueren und die SL-Truppen der 53. Division auf der anderen Seite am frühen Morgen des 17. Mai zu überraschen. Laut Defencewire wurden dabei 15 Soldaten getötet und mehrere Stellungen eingenommen. Auch einen Ambulanzwagen der Armee konnten die LTTE-Ausbrecher um Prabhakaran kapern.
Doch sie sollten nicht weit damit kommen. Die Armee schloss erneut den Cordon und beschoss die Ambulanz und die eskortierenden Kader mit Raketenwerfern. Dabei kamen etwa 200 LTTE-Kader ums Leben, 30 von ihnen wurden laut Defencewire „zu Asche reduziert“ und auch der Ambulanzwagen fingen offenbar Feuer.
Für die anrückenden Armeeangehörigen sei klar gewesen, auch wenn die Körper fast bis zur Unkenntlichkeit verbrannt waren, um wen es sich bei den Insassen der Ambulanz handeln musste: Prabhakaran, Pottu Amman und ein Fahrer.
Der Chef der LTTE-“Marine“, Soosai, der noch tagszuvor seine Frau samt Familie (ausgerüstet mit erheblichen Geldmengen) in die Sicherheit der srilankischen Frontseite geschickt hatte, starb erst am Abend diesen Tages, zusammen mit einem weiteren hochrangigen LTTE-Mitglied, Swarnam.
Somit sind diese beiden die letzten der LTTE-Führung, die ihr Leben ließen. Bei den toten LTTE-Führern wurden bislang über 10 Millionen Rupees an Bargeld gefunden. Allein dieser Umstand sollte der tamilischen Diaspora weltweit mehr als zu denken geben…
Von unseren LTTEwatch-Korrespondeten in Colombo vom 18.Mai 2009
Colombo – Ein Sprecher der Armee gab soeben bekannt, man habe bei den Aufräumarbeiten bislang 18 hochrangige LTTE-Führer definitiv identifiziert. Es sind:
- Pottu Amman - Leiter der LTTE-Geheimpolizei
- Bhanu - Militärischer Anführer
- Jeyam - Militärischer Anführer
- B.Nadesan - „Politischer Führer“ und bisheriger „Sprecher“ der LTTE
- S.Pulideevan - Leiter des LTTE „Peace Secretariat“
- Ramesh - Militärischer Anführer
- Ilango - „Polizeichef“ der LTTE
- Charles Anthony - Ältester Sohn von V. Prabhakaran
- Sudharman - Rechte Hand von Charles Anthony
- Thomas - Führer in der LTTE-Geheimpolizei
- Sri Ram - Anführer bei den Sea Tigers, der pseudo-Marine der LTTE
- Iseiaravi - Militärische Anführerin
- Kapil Amman - stellvertretende Leiterin der LTTE-Geheimpolizei
- Ajanthi - „Trainerin“ der Selbstmordbomberinnen der Black Tigers
- Warhda - LTTE-Geschützzugführerin
- Pudiyawan - Sekretär des LTTE-Führers Prabhakaran
- Jenarthan - Militärischer Anführer
Die Truppen seien weiterhin dabei, den letzten Gefechtsstand der LTTE aufzuräumen. Nach den Kämpfen heute morgen habe man bislang die Leichen von 200 LTTE-Kadern gefunden, ebenso große Mengen an Waffen und Munition. Minenräumer seien im Einsatz. Die Identifizierung der aufgefundenen Leichen der LTTE-Kader gehe weiter, hieß es seitens des srilankischen Militärsprechers.
Von unseren LTTEwatch-Korrespondenten in Colombo vom 18.Mai 2009

Starb heute morgen nach einem Raketentreffer: V. Prabhakaran
Colombo – Nach mehrerer Medien-Berichten und laut des srilankischen Militärs wurde gerade eben offiziell bestätigt, dass Velupillai Prabhakaran, Chef der Terrororganisation LTTE heute morgen zusammen mit etwa 150 LTTE-Kadern von Regierungstruppen getötet wurde. Prabhakaran selbst habe zuletzt versucht, in einem Ambulanz-Fahrzeug zu entkommen und dabei auf Soldaten der Armee gefeuert. Die Zyankali-Kapsel, die er seinen Untergebenen im Falle einer Gefangennahme empfohlen hatte, und die jeder LTTE-Kader um den Hals trägt, galt für ihn offenbar nicht.
Auch zwei hohe Beamten der srilankischen Regierung haben unabhängig von einander den Tod von Prabhakaran bestätigt; beide wollten anonym bleiben, weil sie nicht authorisiert seien, mit Medienvertretern zu sprechen.
Prabhakaran und seiner beiden engsten zwei Vertrauten Soosai (LTTE-Marinechef) Pottu Amman, (LTTE-Geheimdienstchef) hatten sich zuletzt in einem gepanzerten, als Ambulanz getarnten Van bewegt, begleitet von einem Bus mit bis an die Zähne bewaffneten Rebellen, sagte ein Sprecher der srilankischen Streitkräfte am Montagmorgen. Das heftige Gefecht, das an der A35, heute Morgen entflammt war, dauerten rund zwei Stunden, bevor die Armee den Van mit einem Raketenwerfer angriff und zerstörte.
Soldaten zogen den verbrannten Prabhakarans Leichnam aus dem Van und identifiziert sie als die des Rebellenführers.
Das Büro des Präsidenten bestätigte unseren Korrespondent in Colombo gegenüber den Tod von LTTE-Chef Prabhakaran.
Von unseren LTTEwatch-Korrespondenten in Colombo am 18.Mai 2009
Colombo – Beim letzten Großeinsatz der Armee Sri Lankas gegen die Tamilen-Rebellen nördlich von Vellamullivaikkal sind nach Angaben des Militärs gestern fünf Führungsfiguren der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) getötet worden. Sowohl der Chef des „politischen LTTE-Flügels“, Balasingham Nadesan, als auch die beiden LTTE-Führer Seevaratnam Puleedevan und S. Ramesh seien getötet worden, ebenso Ilango, „Polizeichef“ der LTTE, sowie Kapil Amman, die Rechte Hand von Prabhakaranas Sohn Charles Anthony, sagte Militärsprecher Birgadier Udaya Nanayakkara heute morgen.

Psychopath wie der Papa: Charles Anthony ist unter den Toten
Wo sich der oberste LTTE-Chef, Velupillai Prabhakaran, aufhalte, sei weiterhin unklar. Im Laufe des gestrigen Tages habe man etliche starke Explosionen wahrgenommen. Im Kampfgebiet im Nordosten des Landes sei auch die Leiche eines Mannes gefunden worden, bei dem es sich vermutlich um Prabhakarans 24-jährigen Sohn Charles Anthony handle, fügte der Militärsprecher hinzu. Bei den Aufräumarbeiten seien viele Verwundete, die von LTTE-Kadern mit gezielten Schüssen an der Flucht gehindert worden waren, aufgegriffen und versorgt worden.

Charles Anthonys Leichnam wurde zur Entnahme von DNA nach Colombo verbracht
Außerdem habe man riesige Mengen an Munition und Waffen, militärischen Fahrzeugen und Geräten gefunden. Die LTTE hatte auch mit Minen versucht, die eingeschlossenen Tamilen an der Flucht zu hindern – die ersten Minenräumer seinen nun laut Militärsprecher in dem Gebiet unterwegs.
Entlang der A35 ist es seit heute Morgen erneut zu schweren Kampfhandlungen gekommen – die Armee vermutet, dass es sich bei den Gegnern um die letzten drei Anführer der LTTE, LTTE-“Geheimdienstchef“ Pottu Amman, „Sea-Tiger-Chef“ Soosai sowie Prabhakaran selbst sowie eine handvoll verbleibender LTTE-Kader handle.
Gestern waren Gerüchte laut geworden, nach denen es einen Massenselbstmord von etwa 300 LTTE-Kadern gegeben habe. Der Sprecher wollte dies weder kommentieren noch bestätigen.
Präsident Mahinda Rajapaksa hatte am Samstag nach einer mehr als viermonatigen Armee-Offensive den militärischen Sieg über die Befreiungstiger verkündet. Eine unabhängige Bestätigung für die Militäraktionen gibt es nicht.
Die LTTE-Terroristen hatten seit 1972 für einen eigenständigen Staat für die tamilische Minderheit im Nordosten von Sri Lanka gekämpft. Während sie 2006 noch gut ein Drittel des Inselstaates unter ihrer Kontrolle hatten, blieb ihnen nach der im Januar begonnenen Armee-Offensive am Ende nur noch ein kleines Dschungelgebiet, das nun ebenso fiel.
Von unseren LTTEwatch-Korrespondeten in Colombo am 17. Mai 2009
Colombo – Nach einem Bericht der indischen Nachrichtenagentur ANI haben gestern 300 LTTE-Kader Selbstmord begangen. Wo Prabhakaran verblieben ist, sei noch ungeklärt.
Von unseren LTTEwatch-Korrespondeten in Colombo am 17. Mai 2009
Colombo - Nach jüngsten Berichten wurde der Leichnam des toten LTTE-Führers Velupillai Prabhakaran in ein Armee-Lager bei Colombo geflogen, um DNA-Proben zu entnehmen und so die Identität des Toten zu überprüfen.
Die Armee habe weiter 35 Leichname von hohen LTTE-Führern in Gewahrsam – weitere kämen stündlich dazu. Verletzte wurden in Krankenhäuser verteilt. Selvarasa Pathmanathan, alias „K.P.“, der von Interpol u.a. wegen Waffenhandels gesuchte „Sprecher“ der LTTE, sprach am Telefon pro-LTTE- Medien gegenüber von „einer bitteren Niederlage“. Man habe, um weiteren Schaden für Tamilen abzuwenden, selbsttätig die Waffen schweigen lassen. Dem widersprach Militärsprecher Udaya Nanayakkara umgehend. Bis zuletzt habe die LTTE auf Flüchtlinge geschossen, auch jetzt gebe es noch Widerstandsnester, die man eines nach dem anderen aushebe.

Die nationale Presse reagierte umgehend auf das Gerücht, Prabhakarans Leiche sei in Colombo. Eine aktuelle Karikatur...
Es wurde bekannt, dass außer Dwaraka, der einzigen Tochter Prabhakarans, die mit einem schwedischen Pass in Irland studiert, alle anderen Familienmitglieder tot aufgefunden wurden – Prabhakaran selbst, seine Söhne Charles Anthony und Balachandran sowie seine Frau Mathivathani.
Die Quelle dieser Informationen möchte geheim bleiben. Der Armeesprecher dementierten diese Meldung umgehend.
Entgegen anders lautender Informationen, hat Präsident Rajapaksa nun offenbar doch nicht vor, noch heute eine Rede zur Lage der Nation abzugeben.
Vielmehr, so hieß es aus Regierungskreisen, arbeite er an einem umfassenden Bericht, den er am Dienstag, den 19. Mai dem Parlamenet vorlegen wolle.
Von unseren LTTEwatch-Korrespondenten in Colombo vom 17.Mai 2009
Colombo – Präsident Mahinda Rajapaksa ist heute morgen nach einem zweitägigen offiziellen Besuch in Jordanien mitten hinein in eine erregte, triumphierenden Stimmung auf dem Bandaranaike Internationalen Flughafen, Katunayake, zurückgekehrt.
Als Präsident Rajapaksa voller Aufregung und Freude seinen Fuß auf die Erde seiner Nation setzte, berührte er die Erde und huldigte sein Mutterland, was viele patriotischen Bürger dieses Landes, das nach 30 langen Jahren von der Drohung des Terrorismus frei ist, stark bewegte. Schon am Flughafen wurde der Präsidemnt von jubelden, Sri Lanka-Fahnen schwenkenden Massen begrüßt. In Colombo und in allen anderen Städten feiern die Menschen auf den Strassen den historischen, militärischen Sieg gegen den Terror der LTTE.
Religiöse Würdenträger von buddhistischem, christlichem, hinduistischem und islamischem Glauben segneten das Staatoberhaupt, welches die Nation von der Bedrohung des LTTE-Terrorismus – der fast 100.000 Leben von Bürgern in 30 grausamen Jahren des Terrorismus gekostet hat – befreit hat.

Von unserem LTTEwatch-Korrespondeten in Colombo am 17. Mai 2009

Sprecher des Militärs, Brigadier Udaya Nanayakkara
Colombo - Letzten Meldungen zufolge hat die srilankische Armee die letzten Tiger-Rebellen auf einem 400 mal 600 Meter großen Flecken eingekreist.
Militärsprecher Udaya Nanayakkara sagte, dass in den letzten 72 Stunden über 50.000 Zivilisten gerettet werden konnten, davon 36.000 allein in den letzten 24 Stunden. Unter den Befreiten seien auch sieben Angehörige der srilankischen Armee gewesen, die von der LTTE als Gefangene in Käfigen festgehalten worden waren.
Noch in der Nacht zum Sonntag hatte die LTTE eine letzten Versuch unternommen, den Cordon der Armee zu durchbrechen. Gegen 1.30 Uhr griffen mit Sprengsätzen ausgerüstete Boote die Front-Stellungen der Truppen über die Lagune von Nanthikadal hinweg an. Offenbar versuchten die Terroristen mit der Aktion einen Brückenkopf am gegenüberliegenden Ufer einzurichten. Der Versuch scheiterte; die Boote wurden zerstört. Unter den Toten sollen sich auch die beiden hochrangigen LTTE-Anführer Muttappan und Pradeep befinden.

Mit Reifen und selbstgebastelten Booten flüchten Menschen aus den Fängen der LTTE-Terroristen über die Lagune von Nanthikadal
Beim weiteren Vorrücken habe die Armee große Mengen an Waffen erbeutet, hieß es weiter, darunter seien auch Raketenwerfer sowie schwere Fahrzeuge gewesen, die die Terroristen bei der Flucht zurück gelassen hatten.
Zwischenzeitlich ist Präsident Rajapaksa von seiner Reise nach Jordanien zurückgekehrt. Am Flughafen wurde er von Vertretern aller Konfessionen mit Segenswünschen empfangen. Nach seiner Landung hatte Rajapaksa spontan den Boden geküsst.
Gespannt wartet Sri Lanka nun auf seine Rede zur Lage der Nation.
Von unserem LTTEwatch-Korrespondeten in Colombo am 17. Mai 2009
Colombo – Die LTTE scheint militärisch besiegt. Nach mehr als 26 Jahren Krieg erklärte Sri Lankas Präsident Mahinda Rajapaksa gestern den Sieg über den Terror der LTTE während einer G-11-Konferenz in Jordanien. Rajapaksa wird heute in Colombo zurückerwartet. Es wird erwartet, dass er sich mit einer Rede an die Nation wendet.
Am Samstagmorgen hatte das Verteidigungsministerium in Colombo mitgeteilt, die Armee habe den letzten Küstenstreifen unter Kontrolle der LTTE eingenommen und die verbleibenden Rebellen eingekesselt. Viele Kader hätten sich ergeben, andere, hochrangige LTTE-Führer würden noch immer Geiseln um sich herum mit Waffengewalt zum Bleiben zwingen. Was sie nicht daran hindere, ihre eigenen Angehörigen und Familienmitglieder in Sicherheit ziehen zu lassen. So wurden gestern Frau und Familie, des Chef des LTTE-Marine Sussai aufgegeriffen. Die Frau hatte 6 Lakhs (= 600.000 SLR, entspricht etwa 3700,– EUR, Anm. d. Red) SL-Rupees sowie 2 Kilo Gold bei sich. Abgefangene Funksprüche der LTTE deuteten darauf hin, so ein Sprecher der Armee, dass LTTE-Supremo Prabhakaran sich ebenfalls noch unter den umzingelten auf etwa einen Quadratkilometer zusammen gedrängten Rebellen befindet. Unklar blieb bis heute Morgen, ob Prabhakaran bereits getötet oder gefasst wurde.
Noch Samstagnacht hatten die Terror-Tiger offenbar ihren letzten Einsatz gewagt und sich mittels Bombenbooten – und Lastwagen auf die Armee gestürzt, die diese verzweifelten Versuche jedoch abwehren konnte.
Es seien heftige Explosionen in der verbleibenden Stellung der LTTE zu hören – die LTTE sei dabei, Dokumente, Computer, Geräte, Maschinen und Waffen zu sprengen. Nach der letzten großen Explosion habe es auch seitens der Terroristen keinen Funkverkehr mehr gegeben.
Ein Armeesprecher sagte, man rechne damit, dass sich die offenbar verbleibende Führungsriege um Prabhakaran entweder mit der berüchtigten Zyankalikapsel umbringe, oder sich mit möglichst vielen Flüchtlingen selbst in die Luft sprengen werde. Nach Angaben der Armee habe man schwere Waffen nunmehr komplett abgezogen, es werde, wenn überhaupt, Mann gegen Mann gekämpft. Man durchkämme nun das neueroberte Gebiete und suche nach Verwundeten. Bislang habe man 70 Leichen von LTTE-Kadern geborgen, darunter auch einige hochrangige Führer. Priorität habe nun zunächst der sichere Abzug der Geiseln – erst dann werde man sich um die verbleibenden LTTE-Terrroristen kümmern, so ein Sprecher der Armee. Bilder einer unbemannten Drohne zeigten tausende von Flüchtlingen, die in Richtung der srilankischen Truppen ziehen.
Gestern meldete Lanka-e-News, dass die indonesischen Behörden bei Sumatra ein Schiff aufgegriffen hätten, auf dem sich 55 LTTE-Mitglieder befanden. Angeblich hätten sie sich von der LTTE losgesagt und seien am 2. Mai von Jaffna aus Richtung Australien losgesegelt, um sich dort um Jobs zu bewerben. Die Gruppe befindet sich in Gewahrsam der Zollbehörden.
Eine unabhängige Überprüfung von Meldungen aus dem Kampgebiet ist nicht möglich. Colombo hat es Journalisten verboten, direkt aus der Kriegszone zu berichten.
Seit dem Januar waren die Regierungstruppen im tamilischen Norden der Insel in der Offensive. Sie zerschlugen den LTTE-Schurkenstaat und trieben die Rebellen bis zu diesem Wochenende auf kleinsten Raum nördlich von MUllaitivu zusammen. Nach UN-Angaben wurden dabei bis zum 7. Mai mindestens 7.000 tamilische Zivilpersonen getötet. Danach dürften noch einmal 1.000 Zivilpersonen in den Kämpfen getötet worden sein. Dazu kommen hunderte, wenn nicht tausende getöteter Rebellen. Weder LTTE noch Regierungstruppen machen Angaben über ihre Verluste.
Allein die Toten in der Zivilbevölkerung in Sri Lanka sind mehr als die Toten in Kriegsgebieten Afghanistan, Irak, Pakistan und dem Gazastreifen zusammen. Insgesamt dürfte der Krieg in Sri Lanka in 26 Jahren wenigstens 85 000 Menschen das Leben gekostet haben.
Übersetzt aus der srilankischen Webzeitung „Infolanka“ vom 16. Mai 2009
Colombo – Heute hat der srilankanische Präsident Mahinda Rajapaksa eine Rede auf dem G-11 Gipfel am Toten Meer in Jordanien gehalten und stolz verkündet, dass er in ein Land zurückkehren würde, welches vollkommen von dem barbarischen Herrschen des LTTE- Terrorismus befreit wurde. Er fügte hinzu, dass eine solcher Sieg der Freiheit nach 30 langen Jahren in sein Land kommt. Der Präsident fügte frohlockend hinzu: „Die Niederlage der LTTE Streitkräfte kündige eine neue Ära in Sri Lanka an.“ Der srilankanische Präsident sagte der prominenten politischen Zuhörerschaft: „Der präzisen und gut koordinierten humanitären Operation meiner Regierung ist es bis jetzt gelungen, über 210.000 Zivilisten zu retten, welche von der LTTE als menschliche Schutzschilde benutzt wurden.“
Er wies darauf hin, dass alle Welt geglaubt habe, die LTTE sei unbesiegbar, aber er (der Präsident) und seine Regierung mit der vollkommenen Hingabe der srilankanischen Streitkräfte hätten eine beispiellose humanitäre Operation beendet, bei der am Ende die LTTE militärisch besiegt worden sei.

Sri Lankas Präsident Mahinda Rajapaksa am zweiten Tage des World Economic Forum im King Hussein Convention Centre
Es folgt der volle Text der Ansprache des srilankischen Präsidenten Mahinda Rajapaksa:
“Zuerst lassen sie mich Ihrer Majestät König Abdullah II. und der Regierung von Jordanien für die warme Gastfreundschaft, die mir und meiner Delegation entgegengebracht wurde, danken. Ich muss auch sagen, wie sehr mich die feste Position Ihrer Majestät und dessen Regierung in Beziehung zum Staat Palästina freut. Es ist ermutigend zu bemerken, dass Friede und Entwicklung in der Region des Mittleren Ostens Vorrang bekommen haben.
Ihre Exzellenzen,
Ich freue mich zu bemerken, dass der G11 seit seinem Anfang bedeutsame Fortschritte gemacht hat. Als einzigste Gruppierung von Ländern mit einem niedrigen mittleren Einkommen war es darin erfolgreich, dass es eine globale Partnerschaft wurde, um unsere gemeinsamen Herausforderungen anzugehen.
Wir brauchen gezielte Hilfe von den industrialisierten Ländern, um unsere Entwicklungsziele zu erreichen. Aber zur gleichen Zeit müssen wir unseren eigenen Raum absichern, kreative und heimatliche Methoden anwenden, um unsere Wachstumsziele zu erreichen. Alle Reformen müssen an unsere Bedürfnisse auf dem Boden angepasst werden und in unserem eigenen Tempo in Kraft gesetzt werden.
Exzellenzen,
Der Politikrahmen für Zehnjährige Entwicklung meiner Regierung “Mahinda Chinthana” fasst die In-Angriff-Nahme von globalen Herausforderungen mit heimatlichen Lösungen ins Auge. Unsere Herangehensweise integriert die positiven Eigenschaften von Marktwirtschaftspolitik mit unseren eigenen heimatlichen Bestrebungen. Sie konzentriert sich auf die Entwicklung der ländlichen Wirtschaft, die Unterstützung der häuslichen Unternehmen einschließlich des SME Sektors, das Absichern unserer Landwirtschaft, das Erreichen von Nahrungsmittelsicherheit, während sie andererseits eine Exportwirtschaft ermutigt, die von dem privaten Sektor angetrieben wird.
Aber wir müssen anerkennen, dass wir nicht selbst die wirtschaftliche Blüte erreichen können. Wir benötigen einen erleichterten Zugang zu den industrialisierten Märkten. Wir müssen unsere Exportgrundlagen von traditionellen zu Produkten mit MwSt variieren. Wir benötigen größere Zuflüsse von FDI. Wir benötigen neuste technologie und Forschung und Entwicklungskapazität. Wir benötigen auch Hilfe, um unsere Infrastruktur zu entwickeln.
Alles, was notwendig ist, kann nur mit der Unterstützung der industrialisierten Welt erreicht werden. Es ist wirklich die richtige zeit, dass wir dies anerkannt haben und so eine Partnerschaft mit dem globalen Norden in der Form unseres Dialogs mit dem G8 aufgebaut haben. Ich freue mich auf die weitere Konsolidierung dieser Partnerschaft, um Brücken für zukünftige Zusammenarbeit zu schaffen.
All dies, Exzellenzen, müssen wir in den Kontext der globalen Wirtschaft stellen, welche heute eine riesige Kriese wie nie zuvor durchmacht. Die Auswirkung der Krise auf unsere Entwicklungswirtschaften, die von industrialisierten Märkten abhängen, könnte katastrophal sein.
Es gibt keine einzelne Formel, um diese Krise anzugehen. Es reicht nicht länger aus, auf die nord-südliche Zusammenarbeit zu schauen oder gesunde Geldpolitik und eine gute Kontrolle als Weg aus der Krise heraus zu befürworten. Wirklich brauchen wir die Hilfe unserer entwickelten Partner. Aber wir müssen auch die süd-südliche Zusammenarbeit mit neuen und innovativen Mitteln stärken. Ich hoffe, dass das G11 Rahmenabkommen, welches unsere Minister heute unterzeichnet haben, den Weg für die Konsolidierung einer solchen Zusammenarbeit bereiten wird.
Unser wirtschaftliches Gedeihen muss wesentlich auf globalem Frieden und Stabilitär beruhen. Seit Jahrzehnten hat uns der Terrorismus dieses Recht verweigert. Alle elf Staaten, die heute hier versammelt sind, haben unter den Auswirkungen des Terrorismus zu leiden gehabt, manche mehr als andere. Der Terrorismus hat von Zeit zu Zeit sein hässliches Haupt in verschiedenen Formen erhoben und alle Entwicklungsinitiativen in den meisten unserer Länder zerstört.
Exzellenzen, das über mein Land gebrachte Elend durch “die grausamste terroristische Vereinigung der Welt” hat anderswo wenig Parallelen. In den letzten dreißig Jahren hat die LTTE Zehntausende unschuldiger Zivilisten umgebracht und auch unsere Wirtschaft in dem Glauben ins Visier genommen, dass das Zerstören unserer Wirtschaft das Erreichen seiner bösen Ziele sichern könnte. Die LTTE hat zu den gnadenlosesten Mitteln der Zerstörung von menschlichem Leben Zuflucht genommen, obwohl ihre bösartige Propagandamaschine sie als eine Befreiungsbewegung dargestellt hat. Die ganze Welt darf von dieser verzerrten Propaganda nicht getäuscht werden.
Viele in der Welt haben geglaubt, dass die LTTE unbesiegbar ist, aber ich bin stolz, dieser ehrwürdigen Versammlung ankündigen zu können, dass meine Regierung mit der vollen Hingabe unserer Streitkräfte in einer beispiellosen humanitären Operation endlich die LTTE militärisch besiegt hat. Ich werde in ein Land zurückgehen, dass von den barbarischen Taten der LTTE vollkommen befreit wurde. Diese Freiheit kommt nach 30 langen Jahren. Die genaue und gut koordinierte Operation meiner Regierung hat bis jetzt darin Erfolg gehabt, dass sie über 210.000 Zivilisten, welche von der LTTE als menschliche Schutzschilde benutzt wurden, gerettet hat.
Die Niederlage der LTTE am Boden kündigt in Sri Lanka eine neue Ära an. Sie gibt allen SrilankanerInnen eine neue Gelegenheit für Friede und Entwicklung. Die Befreiung von Regionen, die bis jetzt von der LTTE kontrolliert worden sind und auf ein Viertel der Landmasse von Sri Lanka hinauslaufen, macht den Weg frei, damit die Demokratie dort Wurzeln schlagen und damit die Entwicklung nach Jahrzehnten des Konfliktes vorwärtsgehen kann. Schon werden Anstrengungen unternommen, die humanitäre Mission mit einer politischen Lösung zu vervollständigen.
Die Geschichte hat uns gelehrt, dass von außen vorgeschriebene Lösungen, bei denen es wenig Verständnis für die Komplexität des Problems auf dem Boden gibt, versagen müssen. Darum ist meine Regierung stark dabei, eine in der Heimat gewachsene Lösung zu suchen, die für alle Gemeinschaften, die in Sri Lanka leben, akzeptabel ist.
Der Terrorismus ist eine sich ändernde Drohung. Alte Theorien über Maßnahmen gegen den Terrorismus müssen dauernd geändert werden, um den Terrorismus in der Moderne täglich effektiv zu bekämpfen. Trotz der Niederlage der LTTE am Boden könnte sie wohl im Ausland weiterbestehen. Darum muss unsere rechtzeitige Aktion sicherstellen, dass die LTTE und andere ähnliche terroristische Gruppen nicht weiterhin dem Gesetz ausweichen, indem sie illegale Operationen durch verschiedene Tarnorganisationen, die im Ausland sind, unternehmen.
Entwickelte und sich entwickelnde Länder müssen diese Tatsache anerkennen und weiterhin einander unterstützen, um den Terrorismus von Gesicht dieser Erde auszuradieren. Wir Führer dürfen diese Drohung nicht lassen, damit sie unsere Kinder und die zukünftigen Generationen quält. Der Terrorismus in allen seinen Formen muss eliminiert werden. Ihm darf nicht erlaubt werden, den demokratischen und friedlichen Lebensstil unseres ganzen Volkes zu zerstören. Es ist wert, dass wir uns immer wieder daran erinnern, dass es keine guten und schlechten Terroristen gibt. Überall ist Terrorismus Terrorismus und sollte auf die Weise, die er verdient, behandelt werden.
In this context, I wish to mention that the UN and its affiliated organizations should understand the suffering of the people in countries affected by terrorism and pro-actively support legitimately elected governments to eradicate this menace. Pressure to contain military operations when terrorism is being eliminated can be very frustrating as terrorists through such interventions will get another lease of life. Countries that are successfully progressing to eliminate terrorism must be encouraged through assistance for purposes of development by international lending institutions without being ‘put on hold’.
I am happy to observe that the need to combat terrorism comprises an important element of the G11 White Paper. We must work closely with the G8 to have co-ordinated and concerted global action in combating terrorism in all its manifestations. Enactment of appropriate legislation and intelligence sharing must comprise the core of this exercise.
In diesem Kontext möchte ich erwähnen, dass die UN und die mit ihr verbundenen Organisationen das Leiden des Volkes in den vom Terrorismus betroffenen Ländern verstehen und pro-aktiv rechtmäßig gewählte Regierungen dabei unterstützen sollte, diese Bedrohung auszulöschen. Druck, um militärische Operationen zu zügeln, wenn der Terrorismus eliminiert wird, können sehr frustrierend sein, da die Terroristen durch solche Interventionen ein neues Leben bekommen. Länder, welche erfolgreich dabei sind, den Terrorismus zu eliminieren, müssen ermutigt werden, indem sie internationale Leih-Institutionen für Entwicklungszwecke unterstützen – und sie nicht „angehalten wird. Ich freue mich zu beobachten, dass die Notwendigkeit des Bekämpfens des Terrorismus ein wichtiges Element des G11 Weißen Papiers darstellt. Wir müssen mit der G8 eng zusammenarbeiten, um eine koordinierte und vereinte globale Aktion beim Kampf gegen den Terrorismus in allen seinen Erscheinungsformen zu haben. Das Erlassen einer angemessenen Gesetzgebung und das Teilen von Spionageinformationen müssen den Kern dieser Übung bilden.
Exzellenzen, vor fast drei Jahren unternahmen wir das G-11 Wagnis. Wir wurden von einem Gefühl von Idealismus angetrieben. Einige unserer Ziele haben sich verwirklicht, andere noch nicht. Durch kollektive Anstrengung und Hingabe könnten alle unsere Ziele erreicht werden, denn letztendlich würden unsere Völker die größten Nutznießer sein. Wir könnten nicht weniger tun.“
***
Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion – Und so berichten die anderen:
- ORF (Österreichisches Fernsehen)
Übersetzt aus der srilankischen Webzeitung „Lanka-e-News“ vom 16. Mai. 2009

Kumaran Pathmanadan alias KP wird wegen internationalen Waffenhandels im Auftrag der LTTE weltweit von INterpol gesucht. Früher sah er so aus...
Colombo/Rom – Eine mit einer italienischen Nachrichtendienst verbundene Quelle behauptet, dass der LTTE-Führer Velupillai Prabhakaran mit seinem Mitarbeiter, seiner rechten Hand Kumaran (auch: Selvarasa oder Sevarajah, Anm. d. LTTEwatch-Red.) Pathmanathan alias KP – das ist der internationale Waffenhändler der LTTE – heute über ein Satellitentelefon gesprochen habe.
Der Telefonanruf wurde am 7. Mai von Sri Lanka nach Malayisia gegen 2 Uhr morgens getätigt. Dies beahuptet die Quelle im Nachrichtendienst, welche die Kommunikation der internationalen terroristischen Organisationen überwacht. Der LTTE-Führer bat angeblich KP, die Führung der LTTE zu übernehmen und den Kampf in der Folge von einem nicht näher genannten Umstand in den nächsten paar Tagen anzuführen. Er habe KP gedrängt, mit den in einer von ihm gesendeten E-mail Leuten zu zuarbeiten. Prabhakaran habe auch gebeten, den Kampf weiterzuführen, da die Konditionen für den Eelam Kampf international gültig seien.

... auf neueren Fahndunsgfotos sieht Prabhakarans mutmasslicher Nachfolger so aus.
Die Stimme des LTTE Führers sei schwach gewesen, vielleicht weil er vielleicht krank oder ärgerlich gewesen sei. Dies sagte die Quelle des Büros und fügte hinzu, dass die Stimmidentifizierungs-Software, die man nutze, eindeutig bewiesen habe, dass die Stimme Prabhakaran gehörte.
Politische Beobachter sagen, dass Prabhakarans Telefonanruf ein entscheidender sein kann, da am selben Tag die LTTE Führer damit begannen, ihre Frauen und Kinder in die von der Armee gehaltenen Gebiete zu schicken.
***
Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion:
Wird der neue “Globalen Chef” der LTTE nicht von Interpol gesucht?
Hintergrund: Ehemaliger Waffenlieferant “KP” neuer Sprecher der LTTE
Übersetzt aus dem Sri Lanka Guardian vom 16. Mai. 2009
Von Nilantha Ilangamuwa
Muliavaikal – Seit einiger Zeit hat die ganze srilankanische Nation Neuigkeiten von der Art erwartet, die es sehr wahrscheinlich innerhalb der nächsten 48 Stunden aus der Nicht-Feuer-Zone geben wird. Es kann auch sein, dass es sie viel eher geben wird und damit werden sehr wahrscheinlich die meisten der Operationen am Boden an ihr Ende gelangen. Dies sagte der Brigadekommandant der 58. Division, der Brigadegeneral Shavendra Silva in einem Interview mit dem Sri Lanka Guardian.
Silva, einer der Helden des Krieges gegen den Terrorismus und auch bei der Rettung von 250.000

Pottu Amman, Chef des berüchtigten LTTE-Geheimdienstes, sitzt angeblich noch im Schützengraben
Zivilisten, welche von den Befreiungstigern von Tamil Eelam als menschliche Schutzschilde gehalten werden, sagte auch, dass drei Führer in Schlüsselstellung dieser gnadenlosen Terrororganisation selbst dabei sind, die Sicherheitskräfte anzugreifen. Diese sind Pottu Amman, Swarnam und Soosai. Sie sind noch in Schützengräben verschanzt in der Nicht-Feuer-Zone. Der Brigadegeneral Shavendra Silva fügte hinzu: “Wir haben ihre Stimmen durch ihre Kommunikationssysteme gehört, aber wir befinden uns jetzt nicht in einer Position, dass wir bestätigen könnten, ob Prabhakaran mit ihnen drinnen ist, oder ob er sich irgendwo anders aufhält.”
Als Antwort auf unsere Frage sagte der Brigadegeneral, dass die Terror-Tiger immer noch zwei oder drei schwere Waffen besitzen, dass sie aber fast alle ihre schweren Waffen verloren hätten, und dass sie nur sehr wenige Soldaten übrig haben. Während die meisten der Soldaten an der Front umgekommen seien, sei auch eine Anzahl geflohen und hätten sich den Streitkräften ergeben.
Hunderte von Geiseln, die sie gehalten haben, haben sie auch von hinten in allen diesen Tagen angegriffen. Die LTTE habe kein Mittel mehr, sie zurückzuhalten.
In der Zwischenzeit strömen Berichte und Eindrücke ein, dass es eine gemeinsame Aktion einiger

Soosai war Leiter der LTTE-Seestreitkräfte - angeblich sitzt auch er im Schützengraben in der NFZ und hält Flüchtlinge als Geisel
ausländischer Organisationen – einschließlich Menschenrechtswache und einige Länder – gegeben habe. Diese gründeten auf falschen Berichten von einigen Presseorganisationen des Westens und auf Kampagnen der pro-LTTE Diaspora. Die Regierung von Sri Lanka wurde kritisiert, weil sie gegen die Tiger schwere Artillerie einsetzte und so das Leben der Zivilisten in Gefahr brachte.
Es wurden auch Versuche unternommen, es so darzustellen, als würde man die IDPs in Konzentrationslager schicken. Ganz im Gegenteil hat die Regierung trotz des plötzlichen Drängens dieses Problems die volle Kontrolle über diese Lager übernommen, um sicherzustellen, dass das Leben der vertriebenen personen so bald wie möglich wieder normal wird.
Die IDP Lager sind sicherlich keine Fünf-Sterne-Hotels und es in Betracht gezogen werden, dass ihre Heimat im Wanni immer noch eine Gefahr wegen der von den Tigern vergrabenen Minen darstellt, und dass auch eine Anzahl von Tiger-Soldaten sich unter die Zivilisten geschmuggelt hat.
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Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion:
Die Srilankische Armee vermeldet nachträglich, dass die beiden LTTE-Führer Swarnam (alias Soosapillai Joshep Anthony) sowie Shashi Master (alias Mithiran Selvarathnam) in Kariyalamullavaikkal im nordöstlichen Malluvaitivu-Distrikt getötet aufgefunden wurden.
Übersetzung eines Artikels von Reliefweb vom 15. Mai 2009
“Wir danken Ihnen sehr für die Zeit, die Sie für uns opferten, als wir im letzten Monat Sri Lanka besuchten.
Einer der Punkte, den wir diskutierten, war die Ankündigung der Regierung von Sri Lanka vom 27. April, dass die Kampfoperationen beendet wären und dass die srilankanischen Sicherheitskräfte instruiert worden sind, den Gebrauch von schwerkalibrigen Waffen, Kampfflugzeugen und seriellen Waffen, welche alle zivile Opfer verursachen könnten, zu beenden. Wir haben dies öffentlich willkommen geheißen. Sie haben Ihre Verpflichtung uns gegenüber wiederholt.
Wie sie wissen, gab es eine Anzahl von Berichten, dass Ihre Sicherheitskräfte sich nicht an diese Verpflichtungen gehalten hätten. Wir machen uns besonders Sorge wegen der Information, die wir aus mehr als einer maßgeblichen Quelle (die nicht mit der LTTE und deren Anhängern verbunden ist) empfangen haben. Danach wurde am letzten Wochenende die Konfliktzone aus der Luft bombardiert. Dies kommt zusätzlich zu verschiedenen Berichten, dass Ihre Sicherheitskräfte weiterhin andere schwerkalibrige Waffen benutzen.
Der Einsatz von Luftbombardement ist eine sehr klare Zuwiderhandlung gegen die Verpflichtungen, welche Sie und Ihre Regierung sowohl privat gegenüber Repräsentanten der internationalen Gemeinschaft als auch öffentlich eingegangen sind. Wenn man solche Waffen in einem sehr beschränkten Gebiet, in dem es eine große Anzahl von Zivilisten gibt, einsetzt, dann verursacht dies unvermeidlich unschuldige Opfer. Es beschädigt auch auf enorme Weise Ihren Ruf und den Ruf Ihrer Regierung.
Wir drängen Sie wieder, mit dem Gebrauch solcher Waffen aufzuhören und einen humanitären Waffenstillstand zu akzeptieren, um einen Weg zu finden, wie man für die vielen noch in der Konfliktzone befindlichen Zivilisten humanitäre Hilfe bekommen kann.
Natürlich erkennen wir an, dass Sie nicht auf einer Ebene mit der LTTE betrachtet werden können, einer terroristischen Organisation. Trotzdem sind die Augen der Welt auf Sie, Ihre Regierung und das srilankanische Militär in diesem Moment gerichtet. Die Art, welche Sie gewählt haben, um den Konflikt zu beenden, wird in den nächsten Jahren dauerhafte Konsequenzen haben.
Es liegt in Ihren Händen, zu wählen, ob sie es wünschen, einen wahrscheinlichen militärischen Sieg in einem lang anhaltenden politischen Erfolg umzuwandeln, den die internationale Gemeinschaft in großem Maße unterstützt.”
Bernard Kouchner
David Miliband
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Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion:
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