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Übersetzt aus der srilankischen Webzeitung „Lanka Page“ vom 22. März 2009
Colombo - Das srilankanische Militär sagte, dass heute über 1.000 Zivilisten bei den Armeesoldaten Schutz gesucht hatten und dass gestern eine weitere Gruppe von Zivilisten von der Marine gerettet worden war, während die Truppen die strategische Iranapalai Kreuzung erreichten und das Gebiet unter ihre Kontrolle brachten.
1.055 an Binnerenvertriebene Personen (IDPs), 308 Männer, 376 Frauen, 210 Jungen und 161 Mädchen umfassten, erreichten das von der Armee kontrollierte Gebiet in Puthukkudyiruppu am Samstag. Eine andere Gruppe von 108 Zivilisten flohen am Samstag den 21. März nachmittags in Booten über das Meer und erreichten die Marinetruppen am Point Pedro, Jaffna.
Allen Zivilisten wurde erste Hilfe, Nahrung und Erfrischungen gegeben und sie wurden in Wohlfahrtsdörfer geschickt.

Immer mehr Zivilisten gelingt die Flucht aus dem noch von der LTTE besetztem Gebiet
In der Zwischenzeit nahmen Truppen der 58. Division die Iranapalai Kreuzung ein, welche Putumatalam und Puthukkudyiruppu verbindet. Dies geschah gestern Morgen nach einer heftigen Schlacht. Wenigstens sechs bis sieben LTTE Fahrzeuge – einschließlich eines Traktors, eines Lieferwagens und zweier Droschken – wurden während der Zusammenstöße zerstört.
Verteidigungsoffiziere berichteten, dass die Tiger einen Erd-Damm gebaut hatten, um einerseits die Truppen daran zu hindern, hineinzukommen, und andererseits die Zivilisten daran zu hindern, das nicht gesäuberte Gebiet zu verlassen. Die Einnahme dieses strategisch wichtigen Ortes erlaubt es nun den Zivilisten, in die gesäuberten Gebiete zu entkommen.
Nach militärischen Quellen haben die Truppen eine Kirche, eine Schule und ein Krankenhaus in dem Gebiet eingenommen. Die Kirche war von der LTTE benutzt worden, um Waffen zu lagern, während die Schule und das Krankenhaus benutzt wurden, um verletzte LTTE-Soldaten zu behandeln.
Nun, da die Truppen das von den Rebellen gehaltene Gebiet in einer intensivierten Endschlacht umkreisen, haben mehr und mehr Zivilisten begonnen, sich den den strikten Anordnungen der LTTE zu widersetzen, welche Fluchtversuche verbietet.
Das Militär sagt, dass mehr als 47.000 Zivilisten die gesäuberten Gebiete über das Meer und Landrouten seit Januar erreicht haben. Allein in der vergangenen Woche suchten mehr als 5.000 Zivilisten Schutz bei Armee und Marinetruppen. Dies deutet auf ein plötzliches Ansteigen des zivilen Widerstandes gegen die Anordnungen der LTTE hin.
Die srilankanische Regierung und internationale Hilfsagenturen, welche in der Kriegszone operieren, haben die LTTE beschuldigt, Zivilisten als menschliche Schutzschilde festzuhalten, um die militärische Offensive gegen sie aufzuhalten.
Übersetzt aus der indischen Webzeitung “CNN-IBN” vom 22. März 2009
Prabhakaran lebt und leitet den Krieg in Sri Lanka. Dies erzählt der Führer des politischen Flügels der LTTE, Nadesan dem indischen Sender CNN-IBN in einem exklusiven Email-Interview.
Er sagt auch, dass die LTTE Indien nicht für einen Feind hält.

B. Nadesan macht Propaganda für die LTTE, möchte aber nicht über den Mord an Rajiv Ghandi sprechen
CNN-IBN: Wie erwidern Sie die Behauptung der srilankanischen Regierung, dass die LTTE für die in Ihren Gebieten gefangenen Zivilisten eine sichere Ausweg verweigern ?
Nadesan: Zuerst es ist nicht angemessen, das Wort “gefangen” zu benutzen. Es ist das Land dieser Leute, wo sie seit Generationen gelebt haben bis die srilankanische Regierung sie aus ihren Häusern vertrieben hat. Sie sind nicht gefangen; sie bemühen sich noch, ein Leben auf ihrem Land in Würde zurückzubekommen.
CNN-IBN: Wo ist Prabhakaran jetzt?
Nadesan: Wie Sie es gesagt haben, ja, es gibt Gerüchte und Spekulationen. Aber ich kann bestätigen, dass unser Führer hier wie immer bei unserem Volk ist.
CNN-IBN: Nach Ihrer Meinung was kann die LTTE machen, um Indiens Standpunkt zu dem Konflikt zu verändern?
Nadesan: Wir haben niemals etwas gegen Indiens Interessen getan und haben auch keine Absichten, etwas daratriges zu tun. Die Quelle der Stärke und Sicherheit für Indiens südliche Seite ist mit der politischen Stabilität und Sicherheit der Eelam Tamilen verbunden.
CNN-IBN: Würde der LTTE Chef bereit sein Vertreter der indischen Regierung treffen und mit ihnen sprechen?
Nadesan: Wenn es keine Vorbedingungen und im Dienste der politischen Wünsche der Eelam Tamilen ist, dann ja. Indien ist die Supermacht dieser Region. Indien ist unsere Freundin. Wir möchten immer, dass Indien sich engagiert und auf unserer Seite ist.
CNN-IBN: Haben die LTTE, das Gefühl, dass die Politiker in Tamil Nadu das Thema mit den Eelam Tamilen für heimische politische Vorteile benutzen?
Nadesan: Es ist offenbar, dass alle politischen Parteien ihre Politik-Zwistigkeiten in Hinblick auf einheimische Angelegenheiten haben. Es wäre nicht angemessen für mich, darüber einen Kommentar abzugeben. Aber die Eelam Tamilen schätzen sehr die Solidarität des ganzen Volkes von Tamil Nadu. Die Stärke der Eelam Tamilen ist heute die Unterstützung des Volkes von Tamil Nadu und der gesamten tamilischen Diaspora.
Nadesan lehnte eine Antwort auf diese Frage ab:
CNN-IBN: Fühlt die LTTE, dass Indien die Eelam tamilische Sache unterstützt hätte, wenn es nicht die Ermordung von Rajiv Gandhi gegeben hätte? Bedauert die LTTE die Ermordung von Rajiv Gandhi?
Übersetzt aus dem srilankanischen Tageszeitung “The Daily Mirror” vom 20. März 2009
Colombo – Die Operationsgebiete der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) – in den letzten Teilen im Mullaitivu Distrikt – werden wegen des militärischen Vorrückens weiter reduziert. Zivilisten, denen die Tiger nicht ein Entkommen erlauben wollen, greifen mittlerweile offen bewaffnete LTTE Soldaten an, um aus diesem Gebiet zu fliehen.
Es wird berichtet, dass zwischen 55.000 und 65.000 Menschen in einem kleinen Gebiet von nur noch 17 Quadratkilometern gefangen sind. Dieses Gebiet wurde von der Regierung als „Sicherheitszone“ abgetrennt. Verzweifelte Menschen, die in dem Gebiet zusammengedrängt und in ihren Bewegungen beschränkt sind, sind gewalttätig geworden und sogar willens, LTTE Soldaten zu töten, um entkommen zu können.
Während des Wochenendes wurde eine Gruppe von LTTE-Soldaten von Zivilisten angegriffen, als sie versuchten, mit Gewalt Männer und Frauen im Puthumatalan Gebiet (das in der abgetrennten Sicherheitszone liegt) zu rekrutieren. Dabei wurden mehrere LTTE-Soldaten getötet und viele verletzt. Die Zivilisten beschädigten auch die Fahrzeuge, in denen die LTTE-Kader gekommen waren.
Dieser Zwischenfall geschah, als die LTTE versuchte, ein junges Mädchen trotz ihrer Proteste zwangsweise zu rekrutieren. Nach Aussagen von Zivilisten, die aus dem Gebiet entkommen konnten, hatten die LTTE-Kader das Mädchen weggeschleppt und ihre Kleidung zerrissen, bis sie fast nackt war. Dieser Zwischenfall hatte ihre Verwandten und Meschen in der Nachbarschaft so aufgeregt dass sie die LTTE Soldaten angriffen. Bei diesem Zwischenfalls wurden wenigstens sechs Fahrzeuge, in denen die LTTE-Gruppe gekommen war, von aufgebrachten Zivilisten angezündet. Später umzingelten die wütende Menge ein Büro der LTTE in dem Gebiet und legten Feuer.
Als Vergeltung kam später eine Gruppe bewaffneter LTTE-Soldaten in das Gebiet und griff wahlos und mit äußerster Brutalität die unbewaffneten Zivilisten an. Sie tötete und verwundete einige von ihnen in Gegenwart der humanitären Organisationen, die in dem Gebiet arbeiten.
Dieser Zwischenfall ist nicht der erste dieser Art, der im noch von der LTTE kontrollierten Gebiet stattgefunden hat. In den letzten paar Wochen haben regelmäßig wütende Zivilisten LTTE-Soldaten attackiert, verwundet und sogar getötet, als diese versuchten, Zivilisten an der Flucht zu hindern. Allein in der letzten Woche wurden mindestens vier LTTE „Polizei-Soldaten“ mit dem Messer umgebracht. Wie Zivilisten, die nach Vavuniya entkommen sind, Vertretern der Armee berichten, hatten diese Soldaten versucht, ihre Flucht zu verhindern.
Mehr als 5000 Zivilisten sind in die gesicherten Gebiete auf See- oder Landwegen allein in der letzten Woche angekommen. Dadurch steigt die Zahl der Zivilisten, die militärischen Schutz sucheb, auf mehr als 45.000.
Die LTTE versucht, Zivilisten an der Flucht zu hindern, indem sie Seeangriffe startet. Einer der letzter war der Versuch, eine Gruppe von 643 Zivilisten zu tötet, während sie an Bord von ingesamt 35 Dinghies aus dem Puthumatalan Gebiet fliehen wollten. Die LTTE startete diesen Angriff mit vier Dinghies und feuerte dem Vernehmen nach mit Maschinengewehren auf die Boote der Flüchtenden.
Aber die Marine, die nahe an dem Gebiet patrouillierte, konnte die Zivilisten rechtzeitig erreichen, die Terroristen abdrängen und die Flüchtlinge sicher nach Point Pedro bringen.
Die militärische Offensive geht weiter
Truppen, die an der letzten Phase der militärischen Offensive im Norden beteiligt sind, haben einen wichtigen Meilenstein erreicht, nachdem sie die Iranapalai-Kreuzung am 16. März einnahmen. Dies ist ein strategisch wichtiges Gebiet in Puthukkudiyiruppu, ein Teil im Mullaittivu Distrikt. Truppen des 20. Gajaba Regiments (20 GR), des 7. Sri Lanka Sinha Regiments ( 7 SLSR) und die 11. Sri Lanka Leichte Infanterie (11 SLLI), die unter der 581. Brigade dienen, haben die Iranapalai-Kreuzung nach intensiven Kämpfen, die in den letzten paar Tagen im Gebiet stattgefunden haben, erreicht.
Mit dem letzten Gewinn durch das Militär wurde das von der LTTE gehaltene Gebiet noch weiter reduziert. Dieser Sieg durch die Streitkräfte hat nun eine sichere Fluchtpassage für die tamilischen Zivilisten eröffnet, welche von der LTTE in dem, was die Regierung zu einer „Zone ohne Feuer“ erklärte, zurückgehalten wurden, um als menschliche Schutzschilde zu gebrauchen.
Das srilankische Militärs konnte Funksprüche der Tiger nach der Einnahme der Iranapalai-Kreuzung abfangen und hitzige Streitereien unter den Bodenkommandanten der LTTE aufzeichnen.
Am 17. März rückte das Militär weiter vor und verstärkte ihre Verteidigungen in Inarapalai-Ost. Dies geschah inmitten starken Widerstandes der LTTE.
Nach den Zusammenstößen fanden die Truppen eine große Anzahl von Leichen von LTTE-Soldaten, T-56 Gewehren, leichte Maschinengewehre und Funkeinrichtungen. Weiterhin bestätigten Scharfschützen, die entlang der Vorwärtsverteidigungslinien eingesetzt worden waren, dass viele LTTE Soldaten beim Rückzug getötet worden waren.
Die LTTE Aktivitäten entlang der Puthukkudiyiruppu – Putumathalan Hauptstraße – einst die Hauptnachschubsstraße der LTTE – und verschiedene damit verbundene Straßen, die über die Iranapalai-Kreuzung gehen, werden weiter begrenzt. Die Iranapalai-Kreuzung war der letzte strategische Punkt der LTTE.
Die Bedeutung des Gebietes wird weiter dadurch bestätigt, dass seit dem 16. März – mit dem Fall der Iranapali-Kreuzung – die LTTE einige mörderische, jedoch letztlich erfolglose Angriffswellen gegen das Militär gestartet hat, um diese verlorene Gemeinde wiederzugewinnen. Das Militär glaubt, dass die LTTE ihre Munitionsplätze in dem Gebiet hat und dass in der Gemeinde das Hauptquartier des LTTE Spionagechefs Pottu Amman untergebracht war.
Das Militär hat Informationen von Zivilisten bekommen, dass dieses Gebiet von fast allen LTTE Führern besucht wurde, einschließlich Pottu Amman und Charles Anthony, der Sohn des LTTE-Führers V. Prabhakaran.
Der Hauptziel des Militärs ist es nun, die “Sicherheitszone” der Zivilisten, die an der Strandfront liegt, zu isolieren und alle Nachschubsrouten in die übrigbleibenden von der LTTE gehaltenen Gebiete abzuschneiden. Der Nachschub für die LTTE kommt nun allein durch die Sicherheitszone.
Zivilisten hatten sich beim Militär beklagt, dass es für die Menschen in der Sicherheitszone keine Nahrung gäbe, da die LTTE gewaltsam das für die Zivilisten gedachte Essen weggenommen habe. Sie berichteten auch, dass bald, nachdem die Nahrungslieferungen in Puthumatalan angekommen waren, die LTTE das meiste davon in Gegenwart der ICRC-MItarbeiter weggenommen hätten.
In der Zwischenzeit sind Truppen der von Colonel Subashana Welikala angeführte Spezialtruppe 8 weiter nach Norden vorgerückt. Sie kamen am Donnerstag zur nördlichen Grenze der Nanthikandal Lagune und rückten parallel zur A-35 Straße (Mullaitivu-Puthukuduirrippu) unter heftigem Widerstand der LTTE vor. Jedoch bestätigten die Bodentruppen, dass es keine unerwarteten Angriffe gegeben hätte, da sich die LTTE auf das Iranapalai Gebiet konzentrieren würde.
Auch die 53. Division bewegt sich parallel zur A-35 Straße von Puthukkudicirruppu weiter, um auf die 8. Spezialeinheit zu treffen.
Am Montag versuchte ein Selbstmordattentäter in srilankischer Uniform sich durch die Linien zu sprengen.
Srilankische Truppen, die versuchten, vertriebene Zivilisten zu empfangen, hatten plötzlich einen “Sergeant” in einer Armee-Tarnuniform bemerkt. Die Truppen befahlen dem Verdächtigen, die Hände zu heben und sich zu identifizieren. Als die Truppen sich näherten, hatte der verkleidete Tiger-„Sergeant“ seinen Selbstmordgürtel gezündet und starb auf der Stelle. Niemand wurde bei der Explosion verletzt.
An der Chalai Front hatten Truppen der 55. Division zwei Erd-Wälle am Ufer nach schweren Kämpfen in dem Gebiet übernommen. Acht Granatwerfer, die als Baba (Baby) Granaten bekannt sind konnten die Truppen nach harten Kämpfen in Iranapalai am Dienstag sicherstellen und unschädlich machen.
Ein Granatwerfer wurde geladen gefunden, die LTTE hatte ihn wegen des schnellen Vorrückens der Truppen zurück gelassen. Eine große Anzahl von LTTE-Führern wurde getötet und viele sind offenbar in den letzten zwei Wochen verletzt worden. Unter den getöteten LTTE-Führern sind „Oberstleutnant“ Maran, „Major“ Thamil Maran, „Major“ Malar Chemmil, „Captain“ Ilachalian, „Captains“ Kalai Kadirawan und Kalai Iniyawan, „Oberstleutnant“ Sathya (ein altgedienter See Tiger Führer) sowie Granaten-Spezialist.
Das Schicksal von Prabhakaran ist unbekannt
Bodentruppen bestätigen, dass der LTTE-Führer Vellupillai Prabhakaran noch in dem übriggebliebenen LTTE-Gebiet im Mullaitivu Distrikt anwesend ist. Informierte Quellen glauben, dass der LTTE-Chef mit einem oder zwei engen Vertrauen in einem Untergrundbunker lebt.
Sie stellten fest, dass es viele zivile Berichte über die Anwesenheit von Prabhakaran in dem Gebiet gibt. Obwohl es von ihm keinen Funkverkehr gibt, will man erfahren haben, dass er die Schlacht direkt führt.
Frühere Berichte besagen, dass Prabhakaran seinen altgedienten Unterführern gesagt haben soll, dass er das Land nicht verlassen und bis zum Tode kämpfen werde. Alle Seepassagen werden durch die srilananische Marine blockiert, um LTTE-Soldaten oder ihren Führer an der Flucht zu hindern.
Übersetzt aus der französischer Zeitung „Le Monde“ vom 19. März 2009
Von Jacques Follorou

Richter Philippe Coirre deckt die Machenschaften der LTTE in Frankreich auf
Paris – Dieser französische Richter wird der erste in Europa sein, der die Finanznetzwerke der tamilischen Rebellion in Sri Lanka untersucht.
Der Pariser Anti-Terror Richter, der mit dem Fall betraut wurde, Philippe Coirre, hat seine Untersuchungen beendet und wird den Vorgang der Staatsanwaltschaft Ende März zur Anklageerhebung überstellen.
Führende Kader der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) in Frankreich und Anhänger der Gruppe ware 2007 festgenommen worden. Die Justiz wirft diesen zwanzig Personen vor, sie hätten durch Drohungen und Entführungen Geld für die LTTE besorgt. Diese Verdächtigen haben ihre Mitgliedschaft zur LTTE bereits zugegeben, weisen aber die Anschuldigungen zurück.
Die Tiger, zumeist Hindus, kämpfen seit 1972 gegen die Behörden in Colombo und fordern die Unabhängigkeit des Nordens und Nordostens Sri Lankas, eines Landes, das zu 75% von buddhistischen Singhalesen bewohnt wird. Die Guerilla, die älteste in Asien und die einzige auf der Welt, die über eine Marine und Luftwaffe verfügt, hat sich hauptsächlich durch das zwangsweise eingetriebene Geld der tamilischen Gemeinden im Ausland finanziert. Die tamilische Diaspora in Frankreich wird auf 70 000 Personen geschätzt.
Die Analyse der der Polizeioffiziere der Anti-Terror Abteilung an Richter Coirre spezifiziert, dass “jede Familie bis zu 2.000 Euro pro Jahr zahlen muss und dass diese Summe für Ladenbesitzer 6.000 beträgt“. Die Verdächtigen wurden dem Tamil Coordination Committee France oder der humanitären Organisation Tamil Rehabilitation Organization(TRO) zugeordnet, die die Anschuldigungen der Erpressung allerdings zurückgewiesen haben. Nach den Ermittlungsergebnissen erteilten diese Institutionen Kontovollmacht für das Management der Terror-Tiger in Sri Lanka.
Die Zusammenarbeit der italienischen und französischen Polizei hat am 6. Februar in Paris zur Verhaftung der Nummer Zwei der tamilischen Mafia in Europa, Tharmalingam Jeevakamth, alias „Kumar“ or „Jeeva“, geführt. Der Verhaftete, nach dem in Italien wegen „Erpressung und Finanzierung terroristischer Aktivitäten“ gefahndet wird, wird verdächtigt, einer der obersten finanziellen Superintendenten der LTTE zu sein.
Die Ermittlungen in Frankreich und Italien ergaben, dass die Schweiz das Drehkreuz der illegalen Tamilenorganisationen in Europa ist, die nach Berichten mehr als hundert Mitglieder umfassen soll. Die Schweizerische Föderation war regelmäßig Gastgeber von Friedensverhandlungen zwischen Vertretern der LTTE und der srilankischen Regierung. 2008 musste die Nummer Eins der LTTE in Europa, bekannt als „Il Grande“, nach dem in Italien gefahndet wurde, in Eile die Schweiz verlassen.
Nach Angaben aus italienischen und französischen Justizkreisen übte die LTTE, wenn Tamilen sich zu zahlen weigerten, Druck auf die Familien aus, die in Gebieten unter ihrer Kontrolle in Sri Lanka lebten. Die Organisation besitzt digitale Dateien zur Kontrolle der Situation der Haushalte, die die Revolutionssteuer zahlen. In Theorie sind diejenigen, die diese Steuern zahlen, die einzigen, die sich frei auf den Straßen, die die tamilische Rebellion kontrolliert, bewegen können. Vor Ort übernimmt eine Gruppe von LTTE Muskelmännern die Sorge um die Abweichler und führt Vergeltungs – und Strafmaßnahmen durch.
Bei Vernehmungen durch Richter Coirre erklärte der Mann mit der Zuständigkeit für die Geldsammlungen der LTTE in Val-de-Marne, Markandu Jeyapalasingam, die Strafe, die die Familien in Sri Lanka zu zahlen hätten, sei “der zwölffache Betrag, den wir ihren Verwandten in Frankreich abgenommen hätten“ und dass man sogar „ein Familienmitglied in ein LTTE-Arbeitslager geschafft habe“.
Nach den in Italien und Frankreich angestellten Ermittlungen zählen die Tiger ebenfalls auf eine illegale Gruppe namens Ellalann, die für die Exekution von Gegnern zuständig ist. In Frankreich wurde ein Flugblatt mit Todesdrohungen, das von dem französischen Direktor der „Ellalann Forces“ gefunden, das sich an den Direktor eines Fernsehkanals für die tamilische Gemeinde in Frankreich richtete. Bei einer Anhörung durch SDAT erklärte diese, er sei seit Jahren unter Druck aufgefordert worden, in seinem Sender LTTE Propaganda zu bringen.
Nach Angaben der französischen Ermittler werden allerdings 30% der eingenommenen Beträge von wirklichen LTTE Anhängern gezahlt. Die im Jahre 2006 in Frankreich gesammelte Gesamtsumme wird auf 7,5 Millionen Euro geschätzt. In Italien soll das Netzwerk der Tiger, das im Juni 2008 zerstört wurde, im Jahre 2007 zwischen 3 und 4 Millionen Euro gesammelt haben. Britische Anti-Terror Experten untersuchen ebenfalls die Arbeit eines lokalen Flügels der LTTE in Großbritannien, der ein geheimes Finanzsystem errichtet haben soll, dass über der LTTE nahe stehende Websites arbeitet.
Die in Europa gesammelten Finanzen wurde dann in Koffern in die Schweiz gesandt, um dort auf Bankkonten deponiert zu werden, die genutzt werden, um den Krieg gegen die srilankische Armee zu finanzieren. Ein Geldwäschenetzwerk lief daneben über Händler von Geld und Juwelen in Singapour.
Um die Einstufung als “Terrorismus” zu rechtfertige, arbeitet die französische Justiz daran, die Verbindungen zwischen der geheimen Finanzierung und den Anschlägen durch die LTTE zu belegen. Zu diesem Zweck wurden Telefongespräche von Kadern der LTTE in Frankreich und Aktivisten in Sri Lanka abgehört.
Unter den festgestellten Tatsachen befinden sich vier Anschläge gegen Busse zwischen Juni 2006 und April 2007, bei denen in Sri Lanka 101 Menschen ums Leben kamen. Französische Polizisten berichten ebenfalls über LTTE Kader, die sich auf einer Waffenmesse in Le Bourget (Seine-Saint-Denis) aufhielten, wo sie sich nach Funkgeräten umsahen.
Als Reaktion auf die Zerstörung ihrer Organisation in Europa haben die Offiziellen der LTTE Mitglieder ihres Geheimdienstes – der Tiger Organization Security Intelligence Service – nach Frankreich und Italien geschickt, um die Schaden soweit wie möglich zu beheben. Aber als Echo auf den gegenwärtigen militärischen Zusammenbruch der Tiger in Sri Lanka illustriert der Ausfall ihrer Finanznetzwerke in Europa den schwersten Rückschlag der Rebellen in dreißig Jahren.
Nachdem sie so lange als legitim angesehen worden, waren, reizten die Tiger die Geduld der internationalen Gemeinschaft Schritt für Schritt aus; Indien hat sie seit der Ermordung von Premierminister Rajiv Gandhi durch eine Selbstmordattentäterin der LTTE am 21. Mai 1991 als Terroristen registriert, und die Europäische Union hat sie am 29. Mai 2006 auf einer identischen Liste registriert.
Zuerst erschienen in „Jean’s Inteligence Review“ am 11. März 2009
Von Shanaka Jayasekara
Hauptpunkte:
• Auf dem Schlachtfeld geschlagen, kontrollieren die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) nicht länger das Territorium, das sie brauchen, um ihre konventionelle Militärkraft und ihre separatistische Regierung aufrechtzuerhalten.
• Die Fähigkeit der Gruppe, als eine vereinigte Wesenheit weiterzumachen, wird größtenteils von dem Überleben ihres Führers abhängen.
• Die LTTE wird die gemäßigten Tamilen ins Visier nehmen, um die Versuche der Regierung, einen dauerhaften Frieden auszuhandeln, zu unterbrechen.
Die konventionelle militärische Niederlage der Befreiungstiger von Tamil Eelam könnte die Gruppe dazu zwingen, wieder zu den Guerillataktiken zurückzukehren, um ihr bekanntes Profil aufrechtzuerhalten. Shanaka Jayasekara führt ins Feld, dass sie auch die Kontrolle über ihr internationales finanzielles Netzwerk behalten muss, um ihren Kampf ums Überleben zu finanzieren.
Das srilankanische Militär hat die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) als eine konventionelle Militärmacht zerstört. Die separatistische Gruppe ist ihres Territoriums beraubt und hat deswegen keine andere Wahl, als zu unkonventionellem Guerillakrieg und terroristischen Taktiken zurückzukehren. Die Fähigkeit der LTTE, ihre gewalttätige Kampagne für einen ethnischen tamilischen Staat in Sri Lanka fortzusetzen, hängt größtenteils von dem Überleben ihres autokratischen Führers Velupillai Prabhakaran und der Fähigkeit der Gruppe, ihr internationales Finanzierungsnetzwerk aufrechtzuerhalten, ab.
In den letzten Jahren ist die LTTE eine der erfolgreichsten konventionellen militärischen Rebellengruppen der Welt gewesen. Sie hatte viel Wert und Anstrengung darauf gelegt, am Boden, auf dem Meer und sogar in der Luft Streitkräfte zu entwickeln, was zu ihrem Ehrgeiz, einen unabhängigen Staat zu entwickeln, passte. Die Kontrolle der Gruppe von großen Gebietsstücken im Norden und Osten von Sri Lanka war der Schlüssel, um ihre konventionelle militärische Streitkraft zu entwickeln und so die notwendige ihr zugeneigte Umgebung und die Ressourcen zu liefern.
Als die LTTE im Februar 2002 mit der srilankanischen Regierung ein Waffenstillstandsabkommen schloss, hatte die Gruppe viel von der Nördlichen und Östlichen Provinz unter Kontrolle, obwohl die Stadt Jaffna, die Hauptstadt eines mutmaßlichen tamilischen Staates, in den Händen der Regierung blieb. Nachdem sie ihre militärische Kampagne so weit wie möglich ausgedehnt hatte, wollte die LTTE ihre Position verfestigen.
Das Waffenstillstandsabkommen lieferte eine Gelegenheit, um zwei hauptsächliche Ziele zu verfolgen: Das Liefern neuer Waffen und die Neuerfindung ihres internationalen Profils. Nach den Angriffen auf die USA am 11. September 2001 musste die LTTE ihre Verbindung mit dem Terrorismus abschütteln, welche ihre Spendensammel-Aktivitäten unter der tamilischen Diaspora in Nordamerika und Europa behinderte. Nachdem sie diplomatische Interaktionen begonnen hatte, die mit denen des srilankanischen Staates rivalisierten, etablierte die LTTE erfolgreich enge Verbindungen mit den wichtigsten europäischen Regierungen, mit Hilfe von norwegischen Vermittlern.
Strategische Fehlkalkulation
Die LTTE stellte während des Waffenstillstands kritische falsche Berechnungen an. Eine davon war die Entscheidung, ein Boykott der Präsidentschaftswahl vom November 2005 zu erzwingen, damit die Vereinte Nationale Partei (UNP) keine tamilischen Stimmen bekam. Die Gruppe beschloss, dass die UNP mit ihren engen Verbindungen zur globalen liberal-konservativen Politik ein Hindernis für die Ambitionen der Gruppe sein würde, während es bei der rivalisierenden Freiheitspartei (SLFP), die mit nationalistischen Parteien verbunden war, wahrscheinlicher war, dass sie sich mit der internationalen Gemeinschaft entzweite und half, die Legitimität der LTTE im Westen zu steigern.
Der Boykott stellte sicher, dass Mahinda Rajapakse von der SLFP die Präsidentschaft gewann. Aber als der erwünschte Kandidat an der Macht war, begannen sich die Ereinisse gegen die LTTE zu stellen.
Überraschend ernannte Mahinda Rajapakse seinen Bruder als Verteidigungssekretär. Gotabaya Rajapakse war ein pensionierter Colonel der Armee, der in den Vereinigten Staaten gelebt hatte und in den Angelegenheiten von Sri Lanka keine öffentliche Rolle vor seiner Ernennung gespielt hatte. Demgemäß hatte ihn die LTTE wahrscheinlich nicht als einen möglichen Verteidigungssekretär erkannt und hatte es versäumt, seine Ernennung schon vorher durch einen Mordversuch zu verhindern, wie sie es in dem Fall des (pensionierten) Generalmajors Lakshman Algama getan hatte, der 1999 durch einen Selbstmordattentäter der LTTE getötet worden war.

Attentat auf Gotabaya Rajapakse: Der Attentäter starb, 14 Menschen wurden verletzt
Die LTTE erkannte ihren Irrtum und versuchte am 1. Dezember 2005, Gotabaya zu ermorden, als ein Selbstmordattentäter eine Autorikscha in dessen Autokolonne fuhr. Aber bei dem Attentat wurde der neue Verteidigungssekretär, welcher dann der unversöhnlichste Feind der LTTE wurde, nicht getötet.
Die von Gotabaya entwickelte Militärstrategie gründete auf drei Elementen: eine Steigerung der Schlagkraft der Truppe, indem man die Stärke der Sicherheitskräfte im Laufe von zwei Jahren um 40 Prozent steigerte; ein Ins-Visier-Nehmen der Waffennachschubs-Kette der LTTE, wobei am bemerkenswertesten das Versenken von sieben Handelsschiffen war, welche regelmäßig zu den Rebellen eine heimliche Fracht verschifften; und eine bedeutsame Verbesserung der Koordination der Operationen zwischen der srilankanischen Armee, der Marine und der Luftwaffe. Das srilankanische Militär führe auch eine fortgeschrittene Feuerstärke und technische Kapazitäten – wie z.B. vier F-7GS Kampfflugzeuge – ein. Diesem Prozess half die enge Verbindung des neuen Verteidigungssekretärs mit dem Präsidenten, der bei verschiedenen Gelegenheiten Kontakt mit ausländischen Staatsoberhäuptern aufnahm, um Lieferschwierigkeiten auszubügeln.
Das Verlieren der Schlacht
2006 brach der Waffenstillstand effektiv zusammen, als die Gespräche sich hinzogen und Scharmützel eskalierten, so dass es in der Östlichen Provinz eine Großoffensive gegen die LTTE gab. Mit den zusätzlichen Ressourcen und der engen Unterstützung der Luftwaffe und der Marine, überrannten die srilankanischen Bodenkräfte die LTTE im Osten im Januar 2007. Dies erlaubte es dem Militär, sich fast ganz auf die Rebellenfestungen im Norden von Februar 2007 ab zu konzentrieren. Obwohl die srilankanische Regierung nur äußerst spärlich Opferzahlen herausgegeben hat, legen Berichte nahe, dass es extrem schwere Kämpfe im Laufe der vergangenen zwei Jahre gegeben hat, mit Verlusten in der nördlichen Kampagne, die auf beiden Seiten in die Tausende gehen.
Trotzdem hat das Militär mit gleichmäßigem Fortschritt weitergemacht. 2007 und 2008 hat es eine Reihe von Positionen und Städten überrannt. Die Kampagne hatte ihren Höhepunkt im Fall der Verwaltungshauptstadt der LTTE Kilinochchi, ihres Marine-Hauptquartiers Mullaittivu und des strategischen Elefantenpasses im Januar 209. Die Rebellen sind jetzt auf ein kleines Gebiet im Mullaittivu Distrikt an der nordöstlichen Küste beschränkt, mit keinen bedeutsamen Zentren der Bevölkerung unter ihrer Kontrolle. Viele haben Zuflucht in „Sicherheitszonen“ gesucht, welche die srilankanischen Streitkräfte für vertriebene Zivilisten abgegrenzt hat. Die erste 35 Quadratkilometer große Sicherheitszone wurde nördlich der A35 Straße zwischen den Gemeinden Visuamadu und Puthukkudiyiruppu errichtet. Die Sicherheitskräfte warfen Flugblätter ab, in denen die geschätzten 150.000 Zivillisten, die in den Resten des Rebellenterritoriums gefangen waren, informiert wurden, dass man nicht auf sie schießen würde, wenn sie in dieses Gebiet umziehen würden.
Am 12. Februar ernannten die Sicherheitskräfte wieder eine neue Sicherheitszone an der Küste in der Nähe von Velanayanmadam im Norden von Mullaittivu. Dies zwang die vertriebenen Zivilisten und die sich in ihrer Mitte verbergende LTTE dazu, erneut umzuziehen. Diese Bewegung scheint deswegen beabsichtigt worden zu sein, um die LTTE der Waffen, die sie in der ersten Sicherheitszone begraben hatte, zu berauben. Die LTTE machte verzweifelte Anstrengungen, ihre Waffen wiederzugewinnen, als die Zivilbevölkerung wegging. Aber die Sicherheitskräfte drangen innerhalb von 48 Stunden nach dem Ankündigen der neuen Sicherheitszone ein, und es gelang ihnen, große Vorräte an Waffen und Munition – einschließlich zweier chinesischer Typ 59-1 130 mm Artilleriegewehren, die drei Meter tief vergraben waren – wiederzugewinnen.
Die Regierung hat die LTTE beschuldigt, Zivilisten zur Arbeit zu zwingen und auf jene, welche zu flüchten versuchten, zu schießen. Die LTTE hat das Militär beschuldigt, die Sicherheitszone ununterschieden mit Granaten zu beschießen. Das Militär hält auch alle Zivilisten, welche von den Kämpfen fliehen konnten, in Übergangslager, da es fürchtet, dass einige davon LTTE Kämpfer sind.
Die Kommandokette
Nachdem die LTTE auf dem Schlachtfeld besiegt ist, hat sie wenig andere Wahl, als sich zurück in eine Guerillagruppe zu verwandeln. Dies wird eine extensive Wiederorganisation ihrer gegenwärtigen Struktur mit sich bringen. Diese Struktur ist ein Abbild eines konventionellen Militärs mit hochrangigen Kommandeuren. Wenn die LTTE kein Territorium mehr hat, wird sie neue anonyme Kommandeure brauchen, um einen Guerillakrieg zu führen. Der LTTE Führer Velupillai Prabhakaran wird wahrscheinlich konsequenterweise weniger bekannte Individuen mit der Aufgabe betrauen, regionale Kommandostrukturen in Gebieten, die jetzt von der Regierung kontrolliert werden, zu errichten.
Die Fähigkeit der LTTE, einen Guerillakrieg als eine vereinte Wesenheit mit einer zusammenhaltenden Strategie zu führen, wird größtenteils auf dem Überleben des allmächtigen Prabhakaran beruhen. Der LTTE Führer hat nie Rivalen toleriert. Er hat die Führungsspietze anderer tamilischer militanter Gruppen in der Mitte der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts gnadenlos ausgelöscht und hat nur einmal eine Vizeführer der LTTE ernannt, um ihn zu ersetzen, während er 1987 in Indien Rajiv Gandhi besuchte. Dieser Vizeführer, Gopalaswamy Mahendraraja (alias Mahatthaya), wurde in der Folge zur Seite gedrängt und schließlich 1994 hingerichtet.

Pottu Aman, der Geheimdienstchef der LTTE hat, ebenso wie V. Prabhakaran schwere Diabetes
Statt dessen hat sich Prabhakaran mit einer Anzahl von sehr wichtigen Kommandeuten umgeben. Alle davon werden als gleichrangig in der Organisation betrachtet. Die eine mögliche Ausnahme ist Pottu Aman, der Geheimdienstchef der Gruppe, welchem ein besonderer Rang zugestanden wird, aber der vielleicht nicht das Vertrauen anderer altgedienter Kommandeure hat.
Prabhakaran hat keinen klaren Nachfolger. Sein einziger Sohn Charles Anthony ist erst 22 und obwohl er an der Spitze der Luftwaffe der Gruppe und der technischen Abteilung steht, könnte er immer noch als zu jung für die gesamte Führung angesehen werden. Wenn Prabhakaran eliminiert werden würde, dann würde dies fast sicher einen Machtkampf nach sich ziehen, der die LTTE weiter schwächen würde. Die Gruppe könnte schließlich als eine strukturierte hierarchische Wesenheit zusammenbrechen und in rivalisierende Splittergruppen zerfallen. Dies könnte zu einer Zeit innerer Kämpfe zwischen den tamilischen Separatisten führen, die jener in den frühen 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts ähnelt.
In Anbetracht der Wichtigkeit des Eliminierens von Prabhakaran, haben die srilankanischen Sicherheitskräfte eine hingebungsvolle Einheit technischer Experten und Spezialkräfte eingesetzt, um ihn aufzuspüren. Das Militär glaubt, dass er und einige altgediente Kommandeure und deren Familien sich bei Mahaveer Sympathisanten in der neuen zivilen Sicherheitszone verstecken. Der Mahaveer (das bedeutet in Tamil „große Kämpfer oder Helden“) besteht aus LTTE Veteranen und deren Familien und wird von einer Wohlfahrtsstruktur unterstützt, an deren Spitze ein altgedienter Führer steht. Der Mahavee empfängt finanzielle und materielle Beihilfen von der LTTE und im Austausch dafür liefert er Personal für die Unterstützungsdienste der Gruppe. In Anbetracht der Zweideutigkeit ihres Status, haben die Sicherheitskräfte eine schwierige Aufgabe beim Trennen des Mahaveer von der allgemeinen zivilen Bevölkerung in der Sicherheitszone.
Aber es wird für Prabhakaran extrem schwierig sein, innerhalb der Sicherheitszone lange unentdeckt zu bleiben, besondern, wenn er zusammen mit anderen hochrangigen LTTE-Kommandeuren sein Lager aufgeschlagen hat. Er könnte über das Meer entkommen, wo er dann immer noch eine inspirierende Führung aus dem Exil abliefern könnte, aber es gibt Zweifel hinsichtlich dessen, ob die LTTE eine Kommandostruktur und Kontrollstruktur, die aus dem Ausland kommt, aushalten kann. Als Folge davon wird er wahrscheinlich versuchen, der Gefangennahme in Sri Lanka zu entkommen, möglicherweise indem er sich in den Dschungeln von Mullaittivu von Platz zu Platz bewegt.
Internationales Netzwerk
Eine andere Schlüsselgestalt bei irgendeiner nach-Prabhakaran-Szenerie wäre der Kontrolleur des Finanzierungsnetzwerkes der LTTE. Trotz des Spendensammelns der Tamil Tiger haben diese bedeutsam durch das Verbot der Gruppe durch Kanada und die EU 2006 gelitten (1992 verbot Indien die Gruppe, 1997 die USA und 2001 Großbritannien). Das übrigbleibende Diaspora-Spendennetzwerk wird für das Überleben der Gruppe und deren möglicher Wiederbelebung lebenswichtig sein.

Selvarasa Pathmanathan (alias Kumaran Pathmanathan oder KP) kümmerte sich bislang um die Waffenbeschaffung der LTTE. Nach ihm wird international gefahndet.
Im Januar wurde Selvarasa Pathmanathan (alias Kumaran Pathmanathan oder KP), dem früheren Chef der Waffenbeschaffungsaktionen der LTTE, den einige ausländische Verbrechensbekämpfungsdienste suchen und auf den Interpol einen Haftbefehl ausgestellt hat, diese Verantwortung gegeben. Dessen Flüchtlingsstatus bedeutet, dass er nicht in einer Position ist, in der er politische Lobbyarbeit leisten oder öffentliche Kampagnen führen kann, obwohl er in Thailand lebt.
Prabhakarans Entscheitung, einen Flüchtling als Oberhaupt der internationalen Spendensammelaktionen zu ernennen, zeigt, dass er die Sicherung der finanziellen Konten der LTTE und die Lieferungsnetzwerke der Öffentlichkeitsarbeit vorzieht.
KP wird viel von dem finanziellen Management übernehmen müssen, welches vorher die LTTE Führungsspitze in Sri Lanka durchgeführt hat. Unter Veerakathy Manivannam (alias Castro) hat das Internationale Sekretariat der LTTE Ziele und Abgabetermine für die Spendensammel- und Propaganda-Aktivität aufgestellt. Das Managen der Finanzen und Konten wurde von Themilenthi, dem Kopf des LTTE Finanzflügels, kontrolliert. Alle überseeischen Operationen mussten durch Kilinochchi explizit sanktioniert werden. Die LTTE wird nicht länger fähig sein, solch enge Kontrolle des internationalen Netzwerks zu erzwingen.
Das Ausmaß, in dem die Netzwerkfragmente nach der Niederlage der LTTE auf dem Schlachtfeld bleiben, ist nicht eindeutig. Die meisten der Überseebüros der Gruppe werden von Vertrauten oder Familienmitgliedern der Führungsriege der LTTE, die loyal bleiben sollten, kontrolliert. Aber ihre Fähigkeit, die Diaspora zu beherrschen und Spenden zu erzwingen, wird nach der Niederlage wahrscheinlich abnehmen, wenn viele ausgebürgerte Tamilen dann die eingesammelten Millionen von Dollar, zu welchen sie im Namen des „Tamil Eelam Projekts“ beigetragen haben, als verschwendetes Geld betrachten könnten. Als Folge davon könnten wahrscheinlich rivalisierende Diasporagruppen, welche vorher Vergeltungsmaßnahmen durch LTTE Aktivisten fürchteten, kühner werden und einige der Gesellschaften, die man mit LTTE Spekulationskapital errichtet hat, könnten die Gelegenheit ergreifen und sich von der Gruppe distanzieren.
Kurzfristig wird KP sich darauf konzentrieren, alle finanziellen Einlagen, welche die LTTE auf verschiedenen Geheimkonten unterhält, in seine Kontrolle zu bekommen, und nicht sosehr darauf, Änderungen bei den Operationen einzuführen. Er wird auch den Kontrolleur der ausländischen Finanzen genau überwachen müssen. Diese Verantwortung lag bei einem altgedienten LTTE Aktivisten, der die Pseudonyme Sana und Chandru benutzte und von dem zuletzt bekannt ist, dass er aus den Niederlanden operierte.
Aber KP sollte fähig sein, die wichtigsten Konten der Gruppe zu sichern, einschließlich ihrer Verschiffungsoperation. Die Gruppe nach Quellen von Jane hat vier Handelsschiffe übrig. Diese werden mit der Handelsschifffahrt unter den zwei in Panama und den Bahamas registrierten Gesellschaften weitermachen. Diese Aktivität wird von einem LTTE Soldaten betrieben: er ist als Nehrujee in Großbritannien und als Raja Ananda auf den Philippinen bekannt. Die Rolle von Bhavanitharan, der Schlüsselverbindung zwischen der Schiffflotte und der Beschaffungseinheit, ist unklar, nachdem er Indonesien 2008 verlassen hat. Es ist möglich, dass ihm KP bei der Schiffoperation eine aktivere Rolle zuteilt.
Propaganda Netzwerke
Ein anderes kritisches Gebiet der überseeischen Operationen der LTTE sind Satellitenfernsehsender, da sie die beste Methode sind, um die tamilische Diaspora in Europa und Nordamerika zu erreichen. Aber die Gruppe hatte einen größeren Rückschlag im März 2007 erhalten, als die französischen Behörden den Tamilischen Fernsehsender (TTN) schlossen. Versuche, den Satellitenkanal nach Italien, Serbien und Israel zu bringen, wurden alle abgeblockt. Die srilankanischen Behörden mutmaßen, dass die LTTE eine Lizenz gekauft hat, die vorher von einem nepalesischen Satellitenkanal benutzt wurde, um den Neuanfang ihres europäischen Satellitenkanals zu erleichtern. Jedoch muss der Kanal neue Inhalte finden, da die täglichen Nachrichten, welche die LTTE aus Kilinochchi lieferten, nicht länger verfügbar sind.
Trotzdem würde ein Satellitenkanal helfen, die Diaspora-Unterstützungsbasis der LTTE und die internationale Spendensammelaktivität abzustützen. Dass die Tiger begierig darauf waren, eine Satelliten-Sendekapazität weiterzuverfolgen, wurde durch die Einnahme des Kommunikationszentrum der LTTE durch die 1. Division der srilankanischen Armee im späten Februar demonstriert. Die Truppen entdeckten Computer, Zubehör, Schalter, Telefone und Satellitenschüsseln an einem Ort westlich der letzten Tigerstadt Puthukkudiyiruppu. Das Geld wird gebraucht werden, um die Gruppe neu in einem Untergrund-Guerillakraft umzuwandeln, welche weiterhin eine Bedrohung darstellen wird, besonders für Tamilen, die mit der Regierung sprechen.
Die Zukunft der Tiger
Die LTTE hat zweifellos seit 2006 eine militärische Strafkampagne erleiden müssen und dabei den größten Teil ihres Territoriums, alle Zentren der Bevölkerung, ihre Verwaltungs- und Marine-Hauptquartiere, die entstehende Luftwaffe, die Waffenlager und Tausende von Soldaten verloren. Trotzdem bleibt die Organisation gegenwärtig eine vereinte Kraft von einigen tausend Mitgliedern, die noch entschlossen sind, für die tamilische Unabhängigkeit zu kämpfen.
Wenn Prabhakaran im Exil oder getötet ist, könnte die LTTE kämpfen müssen, um als eine einheitliche Wesenheit zu überleben. Bei dieser Szene würde das Entstehen eines Parteigeistes der Tamil Tiger die Gewalt innerhalb der Tamilen ermutigen, die Unabhängigkeitsbewegung schwächen und die gegen die Sicherheitskräfte gerichteten Gewaltebenen vermindern. Jedoch ist seit drei Jahrzehnten Prabhakaran der Gefangennahme durch die Sicherheitskräfte entkommen, und selbst im Fall seines Todes könnte die Geschichte des Tigeraufstandes über wettstreitende Faktoren hinweggehen und einem einzigen Führer erlauben, die Organisation zu leiten. Bei dieser wahrscheinlicheren Szene wird die LTTE ihre Aufmerksamkeit auf den Guerillakampf lenken, besonders in der Östlichen Provinz. Sie wird Sicherheitskräfte und tamilische Organisationen und Individuen, die sich der Tagesordnung der Regierung zuneigen, angreifen. Zusätzlich werden wahrscheinlich terroristische Angriffe in der Hauptstadt Colombo passieren, genauso wie sporadische Selbstmordattentate auf größere Stützpunkte der Streitkräfte.
Für die vorhersehbare Zukunft wird die LTTE darum eine Guerillaorganisation bleiben, die unfähig ist, Teile eines Territoriums zu kontrollieren, die aber eine bedeutsame aufrührerische Bedrohung für die Regierung darstellt.
Wechsel in Indien
In der Vergangenheit genoss die LTTE sowohl populäre als auch politische Unterstützung von den indischen Tamilen. Während es immer noch heimliche politische Gunst gibt (das zeigte sich im späten Februar, als bei Säuberungsaktionen der Regierung Fotos und Videos gefunden wurden, die den LTTE Führer Prabhakaran mit dem Gründer der Tamil Nadu artei Marumalarchi Dravida Munnetra Kazhagam, V Gopalswami – bekannt als Vaiko – zeigten), hat seit den späten 90er Jahren des 20. Jahrhunderts die offene Unterstützung der LTTE in Tamil Nadu nachgelassen und ist jetzt nur noch bei politischen Randaktivisten erhalten. Keine der zwei hauptsächlichen politischen Parteien in Tamil Nadu bezogen sich bei den Staatswahlen im Mai 2006 auf irgendeine Weise deutlich auf die LTTE.
Als das srilankanische militärische Vorrücken die Außenbezirke von Kilinochchi erreichte, konnte die LTTE nur die Randparteien in Tamil Nadu mobilisieren, um gegen die Offensive zu protestieren. Erst als sich die humanitäre Situation verschlimmerte, gab die Tamil Nadu Staatsversammlung, geführt von dem Chefminister Muthuvel Karunanidhi, ein vergebliches Ultimatum ohne viel Überzeugung heraus.
Sogar mit Unterstützung von Tamil Nadu würde die LTTE viel kämpfen müssen, um bei der gegenwärtigen von der Kongresspartei angeführten indischen Regierung viel Sympathie zu finden. Die Kongresspartei wird von Sonja Gandhi angeführt, der Witwe des früheren indischen Premierministers Rajiv Gandhi, welcher im Mai 1991 von der LTTE umgebracht worden war, als eine Selbstmordattentäterin sich bei einer Wahlversammlung in Tamil Nadu in die Luft jagte.
Die LTTE ist auch zu einer regionalen Bedrohung geworden, als sie ihre Marine- und Luftwaffen-Kapazitäten ausbaute. Die Gegenwart von nicht überwachten heimlichen Landeplätzen und unregelmäßigem Luftverkehrt wurde für die indische Sicherheit und die kommerzielle Luftfahrt in der Region zu einer Bedrohung. Die Sicherheit der Seewege wurde auch zu einer Hauptsorge, nachdem die LTTE die MV Farah III, ein jordanisches Schiff, das indischen Reis transportiert hatte und gestrandet war, nahe der Küste von Mullaittivu im Dezember 2006 gekapert hatte.
In Anbetracht dieser Faktoren und Indiens schrecklicher Erfahrung bei der direkten Intervention in Sri Lanka mit der indischen Friedensstreitkraft zwischen 1987 und 1990, hat Neu Delhi in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts und 2000 eine Politik der Nichteinmischung übernommen, welche den srilankanischen Sicherheitskräften effektiv ein Fenster für die Gelegenheit gab, ihre Kampagne gegen die LTTE ohne äußere Einmischung zu verfolgen.
Jetzt könnte die LTTE hoffen, dass die Bharatiya Janata Partei (BJP) die indischen Wahlen im Mai 2009 gewinnt und Sri Lanka ein Waffenstillstandsabkommen aufzwingt. Aber es gibt keine Garantie, dass die BJP mehr Sympathien als die Kongresspartei hegt. Zur gleichen Zeit wird die srilankanische Regierung dem Akzeptieren eines Waffenstillstandes, welcher der LTTE eine Chance gibt, als eine territoriale Einheit zu überleben, äußerst abgeneigt sein.
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Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion:
Shanaka Jayasekara ist außerordentlicher Lehrbeauftragte an das Zentrum für Politik, Spionage und Terrorismus-Abwehr (PICT) an der Macquari Universität in Sydney, Australien
Übersetzung von der Webseite der srilankischen Armee „Defence.lk“ vom 26. März 2009
Colombo – Es ist jetzt kein Geheimnis mehr für alle Personen mit Urteilskraft in Sri Lanka und im Ausland, die wahrhaft an dem Wohlergehen des Volkes hier sind, dass die enormen Leiden, die sie wegen des Terrorismus in den letzten drei Jahrzehnten durchgemacht haben, von einer bösartigen Koalition von lokalen und internationelen Organisationen, die mit der LTTE nicht identisch sind, bewerkstelligt und abgesegnet wurden.
Sie, die vorgegeben haben, humanitäre Agenturen, Hilfsargenturen, freie Medien, Menschenrechtsbewegungen usw. zu sein, haben das andauernde Blutvergießen auf den srilankanischen Boden zu einem lukrativen Geschäft für sich selbst gemacht.
Der einzige Unterschied, den es zwischen ihnen und der LTTE gibt, ist, dass die Terroristen einen Krieg auf dem Boden ausgefochten haben, von dem sie angenommen haben, dass er mit dem Erreichen ihres letztendlichen Zieles eines separaten Staates endet, während die letzteren eine andere Schlacht bei den Medien und in diplomatischen Kreisen schlagen, um sicherzustellen, dass der Krieg der LTTE, koste es, was es wolle, niemals endet.
Obwohl die Interessen der zwei verschieden sind (einer möchte aus dem Territorium von Sri Lanka einen monoethnischen Staat herauslösen und der andere möchte sein Einkommen durch das andauernde Blutvergießen sichern), agieren beide in perfekter Harmonie, da beide daran interessiert sind, dass im Land Terrorismus vorherrscht.
Der letzte Beweis für diese abscheuliche Verschwörung gegen diese Inselnation wurde enthüllt, als ein INGO namens „CARE“ ein Pressecommuniqué herausgab, in dem stand, dass einer ihrer sogenannten „Hilfsarbeiter“ nach einem Artilleriegranatangriffs der srilankanischen Armee im Wanni getötet wurde. Nach dem INGO war der getötete „Hilfsarbeiter“, ein gewisser R. Sabesan, unter dem Personal, welches das Gebiet nicht verlassen konnte „als die Regierung die INGOs – mit Ausnahme des Roten Kreuzes und der mit der UN verbundenen Organisationen – bat, im September 2008 die Konfliktzone zu verlassen.
Der Direktor des INGO des Landes, ein gewisser Nick Osborne drückte seinen tiefen Schock und seine Trauer wegen des Verlustes des „Freundes“ und „Kollegen“ der Organisation aus, aber er nahm auch die Gelegenheit war, dessen Tod zu benutzen, damit dies der Tagesordnung der Organisation zugute kam.
Das Pressekommuniqué zitiert Osborne, der gesagt haben soll: „Der Blutzoll, den dieser Krieg von den Zivilisten verlangt, ist katastrophal“ und „die in der Konfliktzone gefangenen humanitären Arbeiter sind genauso gefährdet wie jeder andere und wir empfangen regelmäßige Berichte von Familienmitgliedern, Freunden und Kollegen, die verletzt oder bei den Kämpfen getötet wurden. Die Leute brauchen einen sofortigen Zugang zu medizinischer Versorgung, Nahrung und Notfallvorräten.“
Aber die Berichte der Geheimdienste über CARE-Mitarbeiter Sabesan erzählen eine ganz andere Geschichte. Nach sehr vertrauenswürdigen Quellen war der getötete „Hilfsarbeiter“ ein LTTE Kader, den man in die INGO eingeschleust hatte, vielleicht sogar mit Wissen der Vorgesetzten.
Sabesan wurde nicht in der „feuerfreien-Zone“ getötet und er starb auch nicht wegen des Mangels an Arznei in diesem Gebiet, wie es der CARE andeutet, sondern in Kämpfen, die in dem Iranapali Gebiet außerhalb der FFZ stattfanden. Der „Hilfsarbeiter“ hatte an der Schlacht an der Seite seiner „Kollegen“ teilgenommen – nicht in der Hilfsagentur, sondern in der terroristischen Organisation LTTE.
Man sollte leicht bemerken, dass der INGO absichtlich die Tatsache nicht enthüllt hatte, dass es die LTTE ist, welche die Zivilisten mit Gewalt festgehalten hat, genauso wie ihre „Hilfsarbeiter Fruende“, welche in die sichereren Zonen kamen. Der Grund ist ziemlich offenkundig, warum ein Landesdirektor, der subjektive Bemerkungen wie „katastrophaler Blutzoll von Zivilisten“ machte,zurückhielt, der Welt zu erzählen, dass die LTTE die Zivilisten als einen menschlichen Schutzschild hält.
Als die srilankanischen Soldaten das von der LTTE geführte monoethnische Höllenloch im Wanni betraten, fingen sie viele Angestellte von dem, was sich Hilfsagenturen nannten, mit heruntergelassenen Hosen. Es gab kein Zeichen dafür, dass Hilfsarbeit oder humanitäre Arbeit in den letzten zwie Jahrzehnten von diesen sogenannten Hilfsarbeitern geleistet worden war, außer dass sie große Anschlagbretter aufgestellt hatten.
Jetzt suchen die Anführer dieser Hilfsarbeiter verzweifelt nach einem Rettungsplan, nun, da Fragen gestellt werden, was mit den Millionen von Dollars geschehen ist, die von ihren Spendern geflossen sind. Sie stürzen sich auf alles, was sie verwenden können, um die Nation zu diskreditieren und internationalen Druck auf die Regierung hervorzurufen, mit den gegen den Terrorismus gewendeten Operationen aufzuhören.
Es ist eine Schande, wie die Welt von diesen kalkulierenden und nur dünn verschleierten Unterstützern des Terrorismus in einem armen Dritte-Welt-Land drei Jahrzehnte lang reingelegt worden ist, wobei sie Spenden empfingen, die sicherlich von den Spendern nicht für solche Verbrechen gemeint waren.
Es sollte bemerkt werden, dass der Fall von Sabesan nicht etwas ist, dass aus dem Blauen erschien. Es gibt viele Beweise, dass viele andere Organisationen, die ebensolch fürsorglichen Namen haben, den Terrorismus in Sri Lanka aktiv unterstützt haben.

Mutmassliche LTTE-Terroristen Dharmalingham Dharmaradan - alias Kili - der getötete R. Sabesan sowie Rasaiah Earrathan - alias Kannan
Bislang hat die Polizei herausgefunden, dass zwei andere „Hilfsarbeiter“ von CARE International – und vielleicht nahe Freunde und Kollegen von Landeschef Osborne – Bomben transportiert haben, um unschuldigen Zivilisten im Süden zu tötet, wobei sie ein offizielles Fahrzeug von CARE benutzten.
Nach den Untersuchungsberichten hatte ein gewisser Dharmalingham Dharmaradan – alias Kili -, ein Fahrer, und ein gewisser Rasaiah Earrathan – alias Kannan – ein technischer Offizier dieser Hilfs-Organisation, Ladungen mit Sprengstoffen von Kilinochchi nach Colombo transportiert. Die Sprengstoffe waren im Benzintank der Fahrzeuge der Organisation versteckt.
Es wurde auch herausgefunden, dass die oben erwähnten beiden Terroristen diejenigen waren, den Sprengstoff gebracht hatten, der dann in der Folge von einem LTTE-Selbstmordattentäter benutzt wurde, der den Anschlag auf das Leben des Verteidigungssekretärs Gotabaya Rajapaksa im Dezember 2006, als während des „Waffenstillstands“ unternahm. Der Selbstmordattentäter rammte damals den mit Sprengkörpern beladenen dreirädrigen Wagen in die Autokolonne, die den Verteidigungssekretär auf der Dharmapala Mawatha mitten in Colombo trug.
Obwohl das Gericht die Polizei angewiesen hatte, die beiden Verdächtigen zu verhaften und das Fahrzeug mit der Nummer WP GY 1644 von Care International einzuziehen, das für den Transpsort der Sprengkörper für das Selbstmordattentat auf der Dharmapala Mawatha benutzt wurde, einzuziehen, hat CARE weder die Verdächtigen und noch das Fahrzeug ausgeliefert.
R. Sabesan ist nur eine von solchen Personen, der im Kampf um eine Sache, an die er glaubte starb, und nicht bei dem, was die Spender von CARE jemals beabsichtigten.
Es gibt viele andere solcher Personen, die sich unter dem Schutz solcher wohltätigen Organisationen verstecken. Man braucht nicht viel Einbildungskraft, um dies zu wissen. Wenn man nach den verfälschen Berichten dieser INGOs urteilt, die bei den internationalen Medien weiterhin eingehen und die von den angeblich schrecklichen Bedingungen in der feuerfreien Zone handeln dann bemerkt man schnell, dass sie sehr betont stillschweigen über das, was die LTTE in diesem Höllenloch treibt.
Übersetzung einer UN-Pressemeldung vom 19. März 2009
Colombo – Die Vereinten Nationen erklärten heute in einem Communique ihr Entsetzen und ihre Trauer über dem Tod eines Hilfsarbeiters der regierungsunabhängigen Organisation CARE in der sogenannten “feuerfreien” Zone in Sri Lankas.
R. Sabesan, ein nationales Mitglied des Personals von CARE, starb an seinen schweren Verletzungen nach einem Granatbeschuss innerhalb der sogenannten Sicherheits-Zone.

Die Situation der Flüchtlinge verschlechtert sich zusehends
“Unglücklicherweise gibt der Tod von Hr. Sabesan Einblick in die weiteren Umstände, denen sich Zivilisten, die durch die Kämpfe in dem Konfliktgebiet gefangen sind, gegenübersehen.“
Die globale Körperschaft sagt, dass bis zu 180.000 Zivilisten in dem von der Regierung als “feuerfreie Zone” bestimmten Gebiet in der nördlichen Wanni-Region vor den weiterhin stattfindenden Zusammenstößen zwischen der srilankischen Regierung und den separatistischen, sogenannten Befreiungstigern von Tamil Eelam Zuflucht gesucht haben.
Nach dem Büro des Obersten Kommissars für Menschenrechte (OHCHR) wird in der feuerfreien Zone genauso wie in anderen Gebieten, wo Zivilisten untergekommen sind, wiederholt mit Granaten geschossen.
Das OHCHR geht davon aus, dass seit Januar bis zu 2.800 Menschen getötet und weitere 7.000 verletzt worden seien – viele davon in den sogenannten feuerfreien Zonen. Man glaubt, dass auch viele Kinder unter den Opfern sind, dass von ihnen Hunderte ihr Leben verloren hätten und über 1.000 verletzt seien.
Übersetzt aus der srilankischen Tageszeitung “Lankadeepa” vom 19. März 2009
New York – Das Büro der Vereinten Nationen hat verkündet, dass die LTTE eine UN-Angestellte, die in der Konfliktzone diente, zusammen mit drei ihrer Familienmitglieder zwangsweise rekrutiert hat. Die UN vermeldet, dass darunter ein 16-jähriges Mädchen sei und dass sie am letzten Wochenende rekrutiert worden waren. Die UN vermeldet, dass dies bereits das zweite Mal sei, dass die LTTE tamilische UN-Mitarbeiter gewaltsam rekrutiert habe. Die UN fügte hinzu, dass die LTTE neben den insgesamt 15 UN-Mitarbeitern auch Hunderte von solchen tamilischen Zivilisten als Zwangs-Rekruten für Kriegszwecke einsetzen würde.
Gordon Weiss von der UN berichtete, dass eine UN-Angestellte sowie ein weiterer Mitarbeiter versuchte hatten, mit ihren zwei Kindern aus dem von der LTTE noch immer gehaltenen Gebiet zu entkommen und schwer verletzt wurde, als sie dabei auf eine Landmine trat. Die schwer verletzte Frau werde nun im Vavuniya-Krankenhaus behandelt.
Zusammenfassung von AFP Pressemeldungen vom 18. und 19. März 2009
Colombo - Sri Lankas Regierung sagte am Mittwoch, dass es seinen vom Krieg gebeutelten Norden für die internationale Überprüfung öffnen würde, nachdem die UN gesagt hatte, dass man den Verdacht hege, dass im Kampf gegen die tamilischen Rebellen Kriegsverbrechen begangen würden.
Ein Beamter des Außenministeriums sagte, dass es Gespräche gäbe, um der Mission zur Feststellung von Tatsachen der Europäischen Union Zugang zu dem Gebiet zu gewähren. Dieses Gebiet war bislang fast vollständig für Diplomaten, Hilfsarbeiter und Journalisten verboten.
Sri Lankas Außenministeriumssekretär Palitha Kohona sagte AFP: “Wir sind dabei, den Terminen und der Tagesordnung endgültig Form zu geben.”
Ein anderer Ministeriumsbeamter sagte: “Die EU- Delegation könnte die Lager für im Binneren vertriebene Leute besichtigen und die Bedingungen dort selbst überprüfen.“
Es ist nicht klar, ob die Diplomaten nahe an das Gebiet der Front herangelassen werden würden. Ein Besuch von EU -Parlamentariern im Juli letzten Jahres endete mit Unstimmigkeiten mit der srilankanischen Regierung, die man beschuldigte, keinen vollen oder freien Zugang zu gewähren.
Die EU-Bevollmächtigte für Beziehungen mit dem Ausland Benita Ferrero-Waldner sagte, dass sie hoffe, dass eine andere Mission mit Mitgliedsstaaten und der Europäischen Kommission bald Sri Lanka für eine Einschätzung besuchen könnte.
Sie sagte Reportern in Brüssel am Dienstag 14. März: “Die Situation dort ist wirklich sehr, sehr gefährlich.Ungefähr 170.000 Leute – scheinbar Zivilisten – sind im nördlichen Teil von Sri Lanka gefangen und weder die srilankanische Regierung noch die LTTE (Befreiungstiger von Tamil Eelam) haben bis jetzt unseren Appell nach einem sofortigen Waffenstillstand akzeptiert.“
Sri Lanka bestreitet die Zahlen der EU und sagt, dass mittlerweile weniger als 70.000 Leute in der Kriegszone gefangen sind. Das Militär sei dabei, die Terroristen, die nun auf einen schmalen Streifen Küstenland beschränkt sind, vollständig zu vernichten.
Die EU bietet mehr Hilfe an Sri Lanka für Humanitäre Zwecke
Colombo – Die Europäische Kommission hat an Donnerstag erklärt, dass sie zusätzliche drei Millionen Euros für das Rote Kreuz spenden will, um mit der humanitären Krise im vom Krieg gebeutelten Norden Sri Lankas fertig zu werden.
Der EU-Entwicklungsbeauftragte Louis Michel sagte: “Ich bin entsetzt über die humanitäre Katastrophe im Norden von Sri Lanka. Tausende von Zivilisten, die in der Konfliktzone gefangen sind, sind gestorben und mehr sterben jeden Tag, nicht nur durch wiederholten Granatenbeschuss, sondern auch durch Mangel an Nahrung, Wasser und medizinischer Versorgung.“
Er fügte in einer Stellungnahme hinzu: “Nur minimale humanitäre Hilfe wird in dieses Gebiet hineingelassen. Es gibt eine sofortige und dringende Notwendigkeit zum Handeln, um Leben zu retten und weitere menschliche Tragödien zu verhindern.“
Das Internationale Kommite des Roten Kreuzes (ICRC) ist die einzige internationale humanitäre Organisation, die in die Konfliktzone gelassen wird, und die „unter verzweifelten Bedingungen“ arbeitet, um dem gefangenen Volk lebensrettende Hilfe zu bringen und die Kranken und Verwundeten zu evakuieren.
Michel weiter: “Die Regierung muss sich ihren Verpflichtungen stellen, alle ihre Bürger zu beschützen, indem sie den Beschuss von Zivilisten einstellt und einer humanitären Ruhepause zustimmt, so dass in das Gebiet angemessene Nahrung und Arznei gebracht werden kann und die Kranken und Verwundeten das Gebiet verlassen können.”
Die Ankündigung von frischer EU-Hilfe kam, als Médecins Sans Frontières (Ärzte ohne Grenzen, MSF) gewarnt hatte, dass die Zivilisten, die in Massen die Kriegszone in Sri Lankas Norden verlassen, dringend Notfallmedizin und psychologische Hilfe bräuchten.
Die MSF gaben auch ihrer “extremen” Sorge wegen der 150.000 tamilischen Zivilisten Ausdruck, welche immer noch in den wilden Kämpfen zwischen den Regierungstruppen und den Tamil Tiger Rebellen gefangen sind.
In den vergangenen fünf Jahren hat die Kommission (die Exekutive der EU) eine Gesamtsumme von 95 Millionen Euro als Hilfe für Opfer der humanitären Krisen in Sri Lanka ausgegeben, einschließlich 42 Millionen Euro für die Opfer des Tsunami von 2004.
Transskription und Übersetzung der BBC-Sendung „Hard Talk“ vom 2. März 2009
Hard Talk mit Mahinda Samarasinghe, Minister für Katastrophenschutz und Menschenrechte der Regierung von Sri Lanka
Interview geführt von Stephen Sackur
Einführung: Moderator Stephen Sackur (SS): – Die srilankische Regierung ist willens, die Tamil Tigers ein für alle Mal zu zerstören. Die militärische Offensive im Nordosten der Insel hat die tamilischen Militanten auf einen kleinen Flecken auf der Landkarte reduziert, aber zu welchen Kosten? Mein Gast heute ist der srilankische Minister für Katastrophenschutz und Menschenrechte – Mahinda Samarasinghe. Sind der Respekt für das Völkerrecht und grundlegende Menschenrechte Kollateralschäden in Colombos Krieg?
Mahinda Samarasinghe (MS) zugeschaltet aus Genf, willkommen bei HardTalk.
MS: Danke, Stephen. Es ist gut, hier zu sein.
SS: Wenn man von dem Vorsatz Ihrer Regierung, die Tamil Tigers zu zerstören, ausgeht, kann man sicher annehmen, dass die Offensive unbeirrt weitergeht?
MS: Nun, ich muss kategorisch betonen, dass diese humanitäre Operation, die wir begonnen haben, darauf abzielt, die Zivilbevölkerung aus den Fängen des extremen Terrorismus zu befreien. Der Kampf geht darum, den LTTE-Terrorismus auszulöschen, die Zivilbevölkerung zu befreien und ihr eine Zukunft in einem demokratischen Rahmen zu geben.
SS: Ja, aber ich habe Ihnen eine spezifische frage gestellt: Geht die Offensive unbehindert weiter? Ich frage das, weil der stellvertretende UN-Generalsekretär für Humanitäre Fragen gerade vor dem UN-Sicherheitsrat die folgende Äußerung machte: „Ich rufe die Regierung von Sri Lanka auf, davon abzusehen, jetzt den Endkampf zu beginnen, um der Zivilbevölkerung zu erlauben, sicher da herauszukommen, auf die eine oder andere Weise”.

Minister Mahinda Samarasinghe beim Interview in der BBC-Sendung HardTalk
MS: Nun, unsere Priorität ist es, die Zivilbevölkerung herauszuholen, aber die LTTE halt sie, wie Sie wissen, mit Gewalt fest, und es liegt jetzt an der internationalen Gemeinschaft, jetzt Stärke zu zeigen und jeden möglichen Druck auf die LTTE auszuüben und sie dazu zu bringen, die Zivilbevölkerung freizulassen. Wie ich vorher betonte, unser Kampf richtet sich gegen den Terrorismus, und solange der Terrorismus weitergeht, werden wir fortfahren, den Terrorismus zu bekämpfen, aber das Ziel ist natürlich, die Zivilbevölkerung vom Terrorismus zu befreien und ihre wirklichen Sorgen und Nöte anzugehen.
SS: Die Offensive geht also weiter und Sie reden über die internationale Gemeinschaft. Nun, natürlich hat die internationale Gemeinschaft die Arena betreten und beide Seiten dazu aufgerufen, einen Waffenstillstand zu respektieren. Sind Sie bereit dazu?
MS: Nun, zum Beispiel hat die EU letzte Woche in einer Stellungnahme – der EU-Ministerrat – nicht nur einen Waffenstillstand gefordert, sondern auf die LTTE aufgefordert, die Waffen niederzulegen. Wenn die LTTE morgen ihre Waffen niederlegt, wird es für uns keinen Grund geben, weiterzukämpfen. Dann gibt es einen automatischen Waffenstillstand. Solange die LTTE ihre Waffen benutzt, solange die LTTE der Zivilbevölkerung nicht gestattet, zu flüchten, solange ihre Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist, solange Zivilisten kaltblütig beschossen und ermorded werden, solange massive Menschenrechtsverletzungen gegen die Zivilbevölkerung begangen werden, ist es unser Job, sicherzustellen, dass diese Art Terrorismus ein für alle Mal ausgelöscht wird.
SS: Und ist es zu rechtfertigen, Ihrer Meinung nach, dass weiterhin schwere Waffen in den Gebieten genutzt werden, wo Tausende Zivilisten Schutz suchen, wie Ihnen sicher bewusst ist?
MS: Nun, ich stimme da mit Ihnen überein. Es gibt absolut keine Rechtfertigung für den Einsatz von schweren Waffen, und tatsächlich haben die Streitkräfte vor zehn Tagen die bewusste Entscheidung getroffen, keine schweren Waffen mehr einzusetzen. Wir nutzen keine schweren Waffen, sondern kämpfen Mann gegen Mann, Haustür zu Haustür, Straße für Straße. Dies ist die Art und Weise, auf die wir sicherstellen werden, dass der Terrorismus ausgelöscht wird, weil, wie Sie sicher wissen, die LTTE inzwischen auf eine Fläche von 48 Quadratkilometern zusammengedrängt ist und wir darin keine schweren Waffen nutzen können.
SS: Vor wenigen Tagen stand im International Herald Tribune eine sehr drastische Beschreibung mit direkten Zitaten eines Arztes, der in einem Behelfskrankenhaus in der so genannten Sicheren Zone arbeitet, und der beschrieb, wie wenigstens zehn Menschen bei einem Artillerieangriff ums Leben kamen. Der Arzt sagte, der Angriff sei aus einem Gebiet erfolgt, in dem Regierungstruppen Aufstellung genommen hätten.
MS: Nun, wir weisen dies kategorisch zurück. Dieser Arzt hat tatsächlich eine Aussage gemacht, nach der er niemals mit irgendjemandem gesprochen hat, dass er nicht in der Lage ist, mit irgendjemandem zu sprechen. Wir wissen ebenfalls, dass es bereits früher Versuche gab, den Namen des Arztes zu Propagadazwecken zu missbrauchen. Er ist tatsächlich Regionaldirektor der Gesundheitsdienste für die Provinz Mullaitivu und wurde angeblich bereits des Öfteren zitiert. Er hat selbst mit dem Staatssekretär im Gesundheitsministerium gesprochen und ihm mitgeteilt, er habe nie mit den Medien gesprochen. Dies ist wieder einmal ein Propagandastück der LTTE, die verzerrt, was wirklich passiert, und ich stelle kategorisch nochmals fest, dass wir keine schweren Waffen benutzen.
SS: Nun, wollen Sie damit sagen, dass Ihre Streikräfte in den Kämpfen der letzten sechs Wochen oder so nicht verantwortlich sind für eine sehr ernste Zahl von zivilen Opfern?
MS: Wir haben nie Zivilisten ins Visier genommen, und wir werden dies auch niemals tun, weil, wie ich bereits bemerkte, unser Kampf sich darum dreht, die Zivilbevölkerung vom Terrorismus zu befreien. Wir wissen ebenfalls, dass die LTTE in der vorher definierten sicheren Zone ihre Geschütze postiert hat und von dort aus auf die Streitkräfte feuerten. Die Streitkräfte wussten die Koordinaten dieser schweren Geschütze, sie kannten sogar die Waffentypen der LTTE, und so wurde gezielt auf diese Geschütze geschossen. Wir haben bewusst stark bevölkerte Gebiete vermieden, weil, wie ich bereits sagte, was ist der Sinn darin, soweit es die Regierung betrifft, Zivilisten ins Visier zu nehmen, die unsere eigenen Bürger sind? Das sind Srilanker, die wir aus dem Griff des Terrorismus befreien wollen!
SS: Ich habe die Worte des Leiters Südasien des Internationalen Roten Kreuzes, Jaques de Meyer, gelesen, der schrieb, “vieles im Kampfgeschehen ist an sich nicht kompatibel mit den grundlegenden Regeln eines Krieges“. Sie sind jetzt Minister für Menschenrechte in Ihrer Regierung. Versuchen Sie, mir weiszumachen, dass Ihre Regierung nicht zur Kenntnis nimmt, dass sie Fehler gemacht hat oder die Menschenrechte in diesem Konflikt außer Acht gelassen hat?
MS: Nun, ich kann Ihnen kategorisch sagen, dass wir dies bewusst nie getan haben, weil wir wissen, dass die Koordinaten von manchen dieser Krankenhäuser und von den Gebieten, in denen sich Zivilisten aufhielten, uns bekannt waren, und daher gab es für uns keine Notwendigkeit, diese Gebiete unter Beschuss zu nehmen. Wir haben diese Gebiete vermieden, und ich muss Ihnen sagen…
SS: Die New York Times hat ein Memo gesehen, das ein Offizieller der UN nach New York gesandt hat. Darin stand, dass “unser Team sich sicher ist, dass ein bestimmtes Artilleriegeschoss, dass viel Schaden anrichtete und mindestens neun Zivilisten tötete, vom srilankischen Militär kam und als Reaktion auf ein Geschoss der LTTE abgefeuert wurde”.
MS: Ich habe das Memo ebenfalls gesehen. Wir haben das Memo mit dem UN Koordinator vor Ort durchgesprochen und er hat zugestimmt, dass das Memo zuallererst ein vertrauliches Memo war. Er gab zweitens nach der Diskussion zu…
SS: Nur weil es vertraulich war, heißt das nicht, dass die Information in dem Memo nicht sehr wichtig und wahr sein kann.
MS: Das ist exakt, worüber ich reden wollte. Er gab zu, dass das Memo nicht korrekt war. Das Memo wurde tatsächlich nie benutzt. Danach erhielt ich auf meinem Telefon eine Nachricht von dem UN-Koordinator in Colombo, dass das Geschoss ihrer Ansicht nach tatsächlich von LTTE Positionen stammte. Das ist der Widerspruch, den ich ihm präsentierte, und er stimmte zu, dass dieses Memo nicht genutzt werden würde und es wurde nicht genutzt. Und das sind dann die Sachen, die von Journalisten aufgelesen werde, in Zeitungen gesetzt werden, und ich kann Ihnen klar sagen, dass weder IKRK noch UN jemals behauptet haben, die Regierung habe auf zivile Positionen gefeuert. Sie haben natürlich gesagte, es seien Zivilisten gestorben, aber daraufhin haben wir gefragt: Wie unterscheiden Sie einen Zivilisten von einem Terroristen?
SS: Niemand, und am wenigsten Sie, denke ich, selbst im Rahmen dieses Interviews, niemand wird bestreiten, dass die Zivilisten in diesem verbleibenden Landstreifen unter Kontrolle der Tamil Tigers schweres Leiden ertragen müssen, und klarerweise wollen viele von ihnen raus. Viele Menschen, die beteiligt sind, haben gesagt, dass die Tamil Tigers versuchen, sie davon abzuhalten, zu flüchten, aber trotzdem ist einer großen Anzahl von Menschen die Flucht gelungen. Warum erlauben sie internationalen Beobachtern, wenn sie rauskommen, nicht, zu sehen, was passiert, wenn sie überprüft werden oder durch das srilankische Militär empfangen werden?
MS: Nun, das ist nicht korrekt. In Wahrheit werden die Flüchtlinge, wenn sie durch die Front kommen, von der Armee empfangen. Sie werden nicht mit Gewehren empfangen, sondern mit Wasserflaschen, mit Nahrung, mit medizinischer Versorgung. Dann werden sie unmittelbar zu dem Kontrollpunkt Omanthai gebracht, der nahe an den vorderen Verteidigungslinien liegt. Dort haben wir dem UNHCR und dem IKRK erlaubt, vor Ort zu sein, so dass der Prozess der Registrierung unter Beobachtung stattfindet, und dann werden die Zivilisten innerhalb von 24 Stunden der Regierungsagentin übergeben, der für ihre Unterbringung sorgt.
SS: Wir haben direkt mit den Vertreter der NROs gesprochen, die sagen, dass das einfach nicht wahr ist. Sie wollten uns ihre Namen nicht geben, weil sie an sensiblen Positionen tätig sind. Sie sagen, dass der Prozess der Registrierung im Großen und Ganzen außerhalb der Beobachtung durch UN, das Rote Kreuz oder jeglicher anderer internationale Beobachter stattfindet.
MS: Das ist absolut falsch. Tatsächlich werden diese Binnenflüchtlinge nicht nur durch die Regierungsagentin und ihre Vertreter untergebracht, sondern auch durch UN Vertreter und internationale und nationale Hilfsorganisationen.
SS: Ich rede nicht von den Camps. Da gibt es keinen Zweifel, dass das IKRK Zugang hat. Ich rede davon, was passiert, bevor die Leute in die Camps gebracht werden. Das ist wichtig, weil Human Rights Watch gerade einen Bericht herausgebracht hat, in dem es heißt, eine große Anzahl an Menschen, meistens junge Männer und Frauen, seien “verschwunden”, bevor sie die Camps erreicht hätten.
MS: Nein, das ist nicht korrekt. Wie ich bereits sagte, sind UNHCR und IKRK eingeladen, am Registrierungsprozess teilzunehmen. Wir können sie nicht in die vorderen Verteidigungslinien schicken, weil das eine Frage der Sicherheit ist, aber, wie ich bereits sagte, sie werden empfangen, sie werden versorgt, sie werden auch sofort medizinisch versorgt, und sie werden unmittelbar zum Kontrollpunkt Omanthai gebracht. Jeder, der die Geografie Sri Lankas kennt, weiß, dass der Prozess der Registrierung dort beginnt. Wir haben als der internationalen Gemeinschaft nicht die Türen zugeschlagen. IKRK und auch UNHCR sind eingeladen worden, die Vorgänge zu beobachten, und in den Camps gibt es einen zusätzlichen Registrierungsprozess, es werden Ausweise ausgestellt, und die internationalen und nationalen NROs sind dabei zugelassen.
SS: Es tut mir ja leid, aber bei Ihnen hört sich das so an, als wenn alles problemlos und erfolgreich verläuft. Ich beziehe mich nochmals auf die Worte von Sir John Holmes, der nach seinem Besuch, der durch ihre Regierung von Sri Lanka als gut kontrolliert und organisiert beschrieben wurde, trotzdem nach seiner Rückkehr nach New York vor dem Sicherheitsrat sagte, er habe in den Flüchtlingslagern vor allem ernsthafte Überfüllung festgestellt, und weiterhin sei die Bewegungsfreiheit in diese Lager und aus ihnen heraus ernsthaft und in nicht hinnehmbarer Weise eingeschränkt. Seine Worte, nicht meine.
MS: Sir John Holmes wurde nach Vavuniya gebracht. Es wurde ihm ermöglicht, einige der Camps zu besuchen. Es wurde ihm erlaubt, das Krankenhaus in Vavuniya zu besuchen und die Bedingungen dort zu begutachten, und ich muss zugestehen, dass Sir John einige wertvolle Hinweise gab. Es gab Empfehlungen, die er gemacht hat, und wir überprüfen diese Empfehlungen. Allerdings reden wir nicht über eine normale Situation in diesen Gebieten, die sich mitten in einem Konflikt befinden. Wir wissen ebenfalls, dass die LTTE infiltiert hat…
SS: Sie würden zugestehen, dass diese Tamilen, Zehntausende von Tamilen, gegenwärtig, wenn man es zusammenfasst, in diesen Camps festgehalten werden, ob sie dies nun wollen oder nicht, und dass sie keine Bewegungsfreiheit haben?
MS: Diese Binnenflüchtlinge sind nicht gekommen, weil sie die LTTE dazu aufgefordert hat. Sie sind vor der LTTE geflohen und haben die Regierung um Schutz gebeten. Wie ich bereits sagte, das ist kein Konzentrationslager, dies ist kein Gefängnis, wie manche es dargestellt haben. Die internationale Gemeinschaft arbeitet mit der Regierungsagentin und ihren Vertretern zusammen. Die Kinder gehen dort zur Schule. Wir haben entschieden, dass jeder über sechzig die Lager verlassen kann, wenn er das will, und bei Verwandten leben kann, wenn er dies wünscht.
SS: Es scheint sehr bizarre, dass Sie nur Menschen über sechzig erlauben können, aus den Camps wegzugehen. Warum ist das so?
MS: Sie müssen verstehen, dass die LTTE die Binnenflüchtlinge bewusst mit ihren Kadern durchsetzt hat. Wir haben das vor zwei Wochen erlebt, als eine Selbstmordattentäterin…
SS: Wollen sie damit behaupten, dass jede Person unter sechzig in diesen Flüchtlingslagern ein mutmaßliches Mitglied der Tamil Tigers ist?
MS: Nun, es muss einen Überprüfungsprozess geben. Wir können die Tatsache nicht vergessen, dass die LTTE Kinder rekrutiert hat. Wir können die Tatsache nicht vergessen, dass jeder, der ein Gewehr tragen konnte, zwangsweise durch die LTTE rekrutiert wurde, eine Waffenausbildung erhalten hat und als Teil ihrer Kader ausgesandt wurde. Es ist nicht so, dass wir jede Person, die kommt, verdächtigen, ein Terrorist oder LTTE Kader zu sein. Das ist nicht unsere Politik. Aber wir müssen Schritte unternehmen, um sicherzustellen, dass der Prozess der Überprüfung in korrekter Weise durchgeführt wird.
SS: Mir fällt gerade auf, dass dies keine schöne Aussicht für die Menschen in diesen Camps ist, die nach ihrer Aussage automatisch verdächtigt werden, wenn sie unter sechzig sind. Und nun wollen sie sie bis zu drei Jahre festhalten. Sie reden davon, diese Camps in Wohlfahrtsdörfer umzuwandeln, oder in direkter Nachbarschaft Wohlfahrtsdörfer zu gründen, die diese vertriebenen Tamilen bis zu drei Jahre aufnehmen sollen.
MS: Das ist absolut falsch. Tatsächlich haben wir diese Annahme einer dreijährigen Internierung richtiggestellt, sobald manche Zeitungen sie veröffentlicht haben. Manche nannten es sogar…
SS: Aber das war der Plan, nicht wahr?
MS: Nein, das war nicht der Plan. Der Plan war immer, sie in der kürzestmöglichen Zeitspanne wieder anzusiedeln, aber wir können es uns nicht leisten, Abkürzungen zu nehmen. Wir können in Bezug auf ihre Sicherheit und ihr Wohlergehen keine Kompromisse eingehen, denn wir wissen, dass ihre Dörfer vermint sind. Wir wissen, dass die LTTE keine Unterlagen über die gelegten Minen führt. Die Minenräumung muss stattfinden, die grundlegende Infrastruktur muss wieder hergestellt werden, der öffentliche Dienst muss wieder hergestellt werden, erste Heimatbesuche müssen stattfinden. Wir können niemanden zwingen, in sein Dorf zurückzugehen. Das muss eine informierte Entscheidung sein, die die Menschen selber treffen müssen. Unsere Aufgabe ist es, die grundlegende Versorgung sicherzustellen und und dann müssen die Menschen auf der Basis von Heimatbesuchen, die wir organisieren, entscheiden, ob sie in ihre Dörfer zurückgehen wollen oder nicht. Wir wollen die Menschen nicht einen Tag länger festhalten als nötig, wenn wir es vermeiden können.
SS: Im Rahmen dieser Unterhaltung habe ich mich vor allem aus Quellen bei der UN und den Hilfsorganisationen verlassen, um die Informationen zu bekommen, die ich Ihnen vorlege. Der Grund dafür ist, dass es Journalisten nicht erlaubt ist, bis zu den Gebieten an der Front vorzudringen, was Journalisten der BBC und srilankische Journalisten einschließt. Sie haben es Journalisten unmöglich gemacht, Informationen darüber zu erhalten, was wirklich vorgeht, ist das nicht so?
MS: Ich muss zugestehen, dass wir grundsätzlich ihren Bitten, in diese Gegenden zu reisen, nicht entsprechen konnten. Aber seit Januar haben wir solche Reisen ermöglicht. Ich habe tatsächlich in der Vorbereitung dieses Interviews meine Unterlagen studiert, und ich habe festgestellt, dass die BBC im Januar alleine dreimal nach Kiliniochchi und Mullaitivu gereist ist. Gerade vor drei oder vier Tagen haben wir es nicht nur internationalen, sondern auch einheimischen Medien ermöglicht, nach Vavuniya zu fahren, um die Camps zu besuchen, weil viele Gerüchte über die Bedingungen in diesen Camps verbreitet wurden. Daher wollen wir, dass sie sich einen Eindruck verschaffen, was wirklich vorgeht.
SS: Warum hat ihre Regierung im Verlauf der letzten Monate consistent Berichte der BBC und ihrer tamilischen, singhalesischen und englischen Dienste blockiert, die sie nicht mochten? Warum tun sie das?
MS: Das ist eine vertragliche Vereinbarung der BBC mit der Sri Lanka Broadcasting Corporation…
SS: In der es heißt “keine redaktionelle Einmischung”. Das ist der Vertrag.
MS: Ja, das ist etwas, was die BBC mit der SLBC klären muss, da es einen Vertrag gibt, der dies Verhältnis regelt. Vergessen Sie nicht, es gibt eine kommerzielle Radiostation, die BBC überträgt. Internet ist verfügbar – jeder kann den BBC-Telecast im Internet verfolgen. Die einzige Sache, wo man BBC nicht finden kann, ist Kurzwelle, es ist aber auf FM verfügbar. Aber es ist nicht die Politik der Regierung, die BBC zu blockieren.
SS: Herr Minister, offensichtlich wollen Sie die Verantwortung dafür nicht übernehmen. Würden sie die Tatsache bedauern, dass die BBC ihre Dienste einstellen musste und das Netzwerk in Sri Lanka neu aufbauen musste, weil es zu redaktionellen Einmischungen kam? Bedauern Sie das?
MS: Ein weiteres Mal, das ist eine vertragliche Frage. Ich möchte mich da nicht einmischen. Lassen Sie SLBC und BBC darüber verhandeln, was sie als nächsten Schritt unternehmen werden. Soweit es mich betrifft, bin ich froh, dass die BBC über eine kommerzielle Radiostation übertragen wird.
SS: In Ordnung, lassen Sie uns weitermachen. Es gibt den größeren Rahmen, nach dem die Regierung beschuldigt wird, Journalisten nicht zu beschützen und es Kräften innerhalb ihres Landes zu erlauben, straflos führende srilankische Journalisten anzugreifen. Würden Sie akzeptieren, dass es für unabhängige Journalisten in Ihrem Land ein fundamentales Problem gibt?
MS: Ich stimme Ihnen nicht zu, dass es ein fundamentals Problem für unabhängige Journalisten in unserem Land gibt, denn alles, was Sie tun müssen, ist, in eine Sonntagszeitung in Sri Lanka zu schauen, um die persönlichen Angriffe zu sehen, die immer noch gegen den Präsidenten gerichtet werden…
SS: Ich würde gerne in den Sunday Leader schauen, herausgegeben von einem Ihren geschätzten Redakteuren – Lasantha Wickrematunga – aber natürlich kann ich das nicht tun, weil er Anfang Januar ermordet wurde.
MS: Nun, der Sunday Leader wird weiterhin herausgegeben, und sie haben bei ihrem Stil des investigativen Journalismus keine Abstriche gemacht. Sie schreiben immer noch Geschichten über Minister, den Präsident und auch seine Familienmitglieder. Das hat nicht aufgehört. Lasantha war ein guter Freund von mir. Tatsächlich hat er an dem Tag, an dem er ermordet wurde, um sieben Uhr morgens am Telefon mit mir geredet. Diese morgendliche Telefonate haben wir seit langer Zeit geführt.
SS: Er war ein guter Freund von Ihnen und der Präsident behauptete auch, er sei ein guter Freund von ihm gewesen. Wie haben Sie sich gefühlt, als Sie seinen selbst verfassten Nachruf lasen, den er geschrieben hatte, als er erkannte, dass er in Todesgefahr war? Er schrieb “Mord ist das wichtigste Werkzeug geworden, durch die der Staat die Organe der Freiheit zu kontrollieren scheint.“ Und von Ihrem eigenen Präsident, seinem so genannten Freund, schrieb er “alle Träume, die du früher für dein Land hattest, sind zu Staub zerfallen. Im Namen des Patriotismus hast du die Menschenrechte missachtet wie kein Präsident vor Dir.“ Dies waren seine Worte, bevor er starb.
MS: Nun, Lasantha war nicht nur Journalist, sondern auch eine politische Persönlichkeit. Jeder wusste, dass er mit der United National Party, der größte Oppositionspartei, sympathisierte, und er hat die Positionen dieser Partei immer vertreten. Solche Worte hat er nicht nur nach seinem Tod geschrieben, sondern schon als er noch lebte. Lasantha Wickrematungas Ermordung ist ein barbarischer Akt, den wir aus vollem Herzen verurteilt haben. Der Präsident hat eine Sonderkommission zur Ermittlung eingesetzt. Zwei Verhaftungen sind erfolgt, und mehr als alles andere würde ich gerne die Schuldigen dieses barbarischen Akts für Ihre Taten vor Gericht sehen. Sie müssen bestraft werden, und wir sind entschlossen, dies zu tun.
SS: Sie sind der srilankische Minister für Menschenrechte, und Sie haben mir in keinster Weise gezeigt, dass Sie sich über die srilankische Regierung sorgen machen und darüber, dass der Verteidigungsminister im Radio bestimmte Journalisten benennt und diese Journalisten als Verräter bezeichnet; dass die Internetseite des Verteidigungsministerium dieselben Worte benutzt. Sind Sie nicht besorgt über die Atmosphäre, die Ihre Regierung schaft, die den Menschenrechten und der Freiheit der Presse entgegen läuft?
MS: Nun, die Ermordung von Journalisten und Entführungen von Journalisten hat die Regierung immer verurteilt. Wir möchten, so sehr Sie das in Frage stellen, wir möchten – mehr als Sie die Schuldigen dieser Morde und Entführungen vor Gericht sehen, aber wir befinden uns nicht in einer einfachen Situation. Wir befinden uns in einer sehr komplexen Situation. Zum Beispiel warten wir seit dem April 2006, als der Armeekommandeur in die Luft gejagt wurde und starb, darauf, dass die Schuldigen vor Gericht gestellt werden, aber wir waren bislang nicht in der Lage, den Fall zu lösen …
SS: Entschuldigung für die Unterbrechung, Herr Minister, aber wir müssen das Thema damit schließen. Mahinda Samarasinghe, vielen Dank nach Genf.
Übersetzt aus der Webseite „TransCurrnt“ vom 17. März 2009
von M. I. M. Mohideen
Jaffna – Im Jaffna Distrikt lebten Moslems an mehr als 153 Orten in einer ziemlich großen Anzahl. Die Stadt Jaffna hatte die größte Konzentration von fast 90 % der gesamten Moslems auf der Halbinsel. Die Moor Straße von Jaffna war ein Bildungs- und Kulturzentrum der Moslems.
Die Moor Straße hatte 17 Moscheen, sechs Regierungsschulen, vier große Koran und Arabische Madras (=Schulen) und viele andere Institutionen, welche sich um die moslemische Religion und Kultur kümmerten. In der Tat wurden die ökonomischen Aktivitäten der Moslems in Jaffna durch die Stadt beeinflusst. Nach der gesammelten Information gingen ungefähr 45 Prozent der gemeldeten Haushaltsoberhäupter verschiedenen Arten des Handels und der kommerziellen Aktivitäten in der Stadt nach, während man berichtete, dass weitere 35 Prozent im Dienstleistungsbereich – wie z.B. Schneiderei, Reparatur und Transport – tätig waren.
Jaffna ist jetzt das am schlimmsten betroffene Gebiet in dem Land. Es ist ein grelles Beispiel dafür, wie ineffektive Institutionen, politische Rivalitäten und falsche Information das erneute Ansiedeln der zwangsweise vertriebenen moslemischen Leute zu einem Gespött werden lassen.
Die Rechte der Binnenvertriebenen
Die Menschen, welche als Resultat des bewaffneten Konfliktes, der Gewalt, der natürlichen oder von Menschen gemachten Katastrophen gezwungen worden waren, zu fliehen oder ihre Häuser oder den Platz, an dem sie gewöhnlich wohnten, zu verlassen und die nicht über eine international anerkannte Staatsgrenze gegangen sind, werden als IDP, Internal Displaced Persons, also im Lande vertriebene Personen bezeichnet. Sie haben Anspruch auf alle Menschenrechte, die andere Bürger auch haben. Zusätzlich haben sie besondere Bedürfnisse, welche die Behörden befriedigen sollten.
Wenn wir über die erneute geplante Besiedlung der zwangsweise binnenvertriebenen Opfer sprechen, sprechen wir über ein sehr unterschiedliche Bevölkerung. Zusätzlich zu ihren sozio-ökonomischen Unterscheden gibt es auch andere Eigenschaften, die man in Betracht ziehen muss. Diese schließen die Rasse, Religion, Kultur, das Alter, die Gesundheit, das Befinden und das Geschlecht mit ein. Alle diese Faktoren müssen sorgfältig in dem Prozess des erneuten Ansiedelns beachtet werden. Wird dies nicht getan, kann dies erneut zu ernsthaften Problemen führen.
Wenn man das Wiederansiedlungsprogramm plant, ist es wesentlich, über den Einfluss der zwangsweisen Vertreibung auf die Leben und das zerstörte Eigentum vertrauenswürdige und genaue Informationen zu haben. Es ist ein komplexer Prozess, der sorgfältig behandelt werden sollte. Alle Unparteiischen auf der untersten Ebene sollten voll miteinbezogen werden. Wenn dies nicht richtig getan wird, könnte es ungünstige Wirkungen auf die Lebensqualität der Opfer haben. Das Ausmaß und der Wert des Landes und der anderen Besitztümer der in Mitleidenschaft gezogenen Familien kann nicht ignoriert werden, wenn man Lösungen für die Probleme ihrer erneuten Ansiedlung finden will. Hilflosen Opfern sollte keine willkürlich geplante erneute Ansiedlung auferlegt werden, denn solche Lösungen erschweren wahrscheinlich die Probleme des Volkes, welches schon traumatisiert ist. Behelfsunterkünfte sollten von soliden Bauten ersetzt werden.
Die betroffenen Menschen erwarten individuelle Aufmerksamkeit und besondere Lösungen. Die Agenturen, welche sich um die Wiederherstellung der Möglichkeiten des Lebensunterhaltes kümmern, müssen jede Familie, jeden Haushalt besuchen, um herauszufinden, wie am besten geholfen werden kann. Dies ist eine mühsame Aufgabe, aber wir haben in dieser Hinsicht keine andere Wahl, wenn es das Ziel ist, sicherzustellen, dass die Menschen, die ihren Lebensunterhalt verloren haben, ihre ökonomische Stärke in einem vernünftigen Zeitraum wiedergewinnen.
Das Moslemische Dokumentationszentrum – MDC – hat ein Feststellungsverfahren hinsichtlich der vertriebenen moslemischen Familien, des geraubten Eigentums, der Wohnungen und des von der LTTE im Jaffna Distrikt illegal besetzten moslemischen Ländereien durchgeführt. Dabei hat man folgende Methodik angewandt:
- Systematisch den an den moslemischen Opfern begangenen Schaden festzustellen, wozu man jede Familie besucht hat
- Einen umfassenden Bericht vorzubereiten, der auf Felduntersuchungen auf professionellen Basis gründet
- Der endgültige Feststellungsbericht soll der Regierung von Sri Lanka und der Internationalen Gemeinschaft vorgelegt werden, damit diese Hilfe leisten, um die betroffenen Gebiete wieder aufzubauen und die vertriebenen moslemischen Opfer wieder anzusiedeln.
Die höchste Priorität sollte es haben, dass man die moslemischen Vertriebenen mit dem Wiederaufbau des Gebiets, aus dem sie vertrieben wurden beschäftigt und dass man Komitees auf Dorfebene zur Überwachung einsetzt.
Jeglicher privater Landbesitz muss überprüft und verifiziert werden. Baupläne sollten sofort vorbereitet werden, damit die lokalen Behörden ihre Zustimmungen geben können.
Die Leitprinzipien für innere Vertreibung wurde von der UN Kommission der Menschenrechte und dem Wirtschafts- und Sozialrat 1998 angenommen.
Wahl des Aufenthaltsortes
Artikel 15: Die IDPs haben das Recht, in dem Gebiet zu bleiben, in dem sie gewöhnlich vor der Vertreibung wohnten, oder sie haben das Recht, in einen anderen Teil des Landes oder in ein Land ihres Wunsches zu ziehen. Dieses Recht ist von kritischer Bedeutung für jene, die ihre Familien, Häuser und Habseligkeiten verloren haben und vollständig entwurzelt sind.
Die Einheit der Familie
Artikel 16 und 17 werfen ein Schlaglicht auf die Bedeutung des Bewahrens der Einheit der Familie. Die verantwortlichen Staatsbehörden sollten den IDPs helfen, die Einheit der Familie zu bewahren, indem sie ihnen helfen, Familienmitglieder, welche getrennt worden sind, zu suchen. Eine einheitliche Familie liefert einer Person Sicherheit. Die Trennung von der eigenen Familie führt auch zur Verletzung anderer Menschenrechte. Wo die Familie darauf beharrt, an dem gleichen Ort in der Zeit der Vertreibung zu bleiben, sollten es die Behörden erleichtern.
Angemessener Lebensstandard
Nach Artikel 18 ist der Staat dafür verantwortlich, den IDPs einen angemessenen Lebensstandard zu übermitteln. Dies schließt die wesentliche Versorgung mit Nahrung, Trinkwasser, Unterkunft, angemessene Kleidung, wesentliche medizinische Dienste und Sanitäreinlagen ein. Eine große Anzahl von Todesfällen unter den IDPs wird von Mangelernährung verursacht. Dafür anfällige Gruppen – z.B. Kinder und Ältere – sollten besonders beachtet werden, wenn man einen angemessenen Lebensstandard herstellen will.
Rechte auf Eigentum
Die IDPs haben ihr Eigentum in Eile verlassen und waren oft nicht fähig, es zu sichern. Besonders die Grenzen ihres Landes könnten an dem Ort nicht sichtbar sein. Das Eigentum der IDPs wurde auch oft von Angehörigen der LTTE geraubt. Die verantwortlichen Behörden haben Schritte unternommen, um das Eigentum der IDPs gegen solche Vorkommnisse zu schützen.
Das Recht der Rückkehr oder der Wiederansiedlung
Die IDPs haben das Recht, freiwillig, in Sicherheit und würde zu ihren vorigen Aufenthaltsorten zurückzukehren oder sich freiwillig in einem anderen Gebiet des Landes wieder anzusiedeln. Das Recht zur Rückkehr oder zur Wiederansiedlung ist besonders wichtig, wenn der Grund für die Vertreibung nichtig geworden ist.
Nach der Wiederansiedlung sollten sich die IDPs keiner Diskriminierung deswegen, weil sie Vertriebene sind, ausgesetzt sehen. Sie haben wie alle anderen Bürger das gleiche Recht, an öffentlichen Angelegenheiten teilzunehmen und sie haben Zugang zu öffentlichen Diensten.
Übersetzt aus der srilankisch-tamilischen Tageszeitung „Thinakaran“ vom 17. März 2009
Colombo – Mit dem Ziel, den intern Vertriebenen bessere medizinische Hilfe zukommen zu lassen und auf Bitte des srilankischen Gesundheitsministeriums hat das Deutsche Rote Kreuz sechs medizinische Versorgungs-Container zur Verfügung gestellt. Die Übergabe der Container, die Mini-Krankenhäusern ähneln und die einen Wert von über 5,5 Millionen Rupien haben, fand heute in Colombo am BMICH statt. Übersezt aus der srilankischen Tageszeitung “The Daily Mirror” vom 14. März 2009

Obama, Clinton: Sorge wegen humanitärer Situation
Die Staatssekretärin der USA Hillary Clinton hat mit Präsident Mahinda Rajapaksa telefoniert, um die gegenwärtige Situation im Land zu diskutieren. Die Telefondiskussion kam einen Tag, nachdem Senatoren der USA einen Brief an die Staatssekretärin geschrieben haben, indem sie ihrer tiefen Sorge wegen der eskalierenden humanitären Krise in Sri Lanka Ausdruck verliehen haben.
Das Büro des Präsidenten sagte, dass Clinton zugestand, dass Sri Lanka kurz vor den Sieg über den Terrorismus sei und dass dies eine große Gelegenheit sei, Frieden wiederherzustellen, was zum Wiederaufbau und zur Rehabilitierung des Land führen könne.
Das Pressebüro des Präsidenten sagte, dass das Telefongespräch herzlich war. Hilary Clinton drückte zu Beginn ihr Mitgefühl für die Opfer des terroristischen Angriffs in Akuressa Anfang der Woche aus.
Sie stellte fest, dass den Terroristen nicht erlaubt werden sollte, auf diese Weise die Leben von Leuten zu zerstören. Staatssekretärin Clinton sprach von den gegenwärtigen Entwicklungen und lobte die Zusicherung, die der Verteidigungssekretär gegeben hatte, dass Zivilisten nicht Angriffen des Militärs ausgesetzt wären. Sie stellte fest, dass sich die USA darauf freuen würden, wenn der Konflikt erst einmal beendet wäre, mit Sri Lanka noch enger zusammen zu arbeiten.
Rajapakse dankte Clinton für ihr Mitgefühl und informierte sie über die Situation in Hinblick auf die gegenwärtigen humanitären Operationen der Sicherheitskräfte, um den Terrorismus im Norden von Sri Lanka zu besiegen. Er sagte, dass es ungefähr 50.000 bis 70.000 Leute gäbe, die sich noch in einem sehr kleinen, von der LTTE gehaltenen Gebiet aufhalten. Dort hindert die LTTE die Leute daran, wegzugehen.
Die Regierung hoffe, so Rajapakse, dass sie in den nächsten paar Tagen die LTTE aus dieser Enklave herausjagen könne.
Er sagte auch, dass die Regierung darauf vorbereitet sei, in Jaffna so schnell wie möglich Wahlen für lokale Regierungsräte abzuhalten, und dass er sich darauf freue, mit den gewählten Repräsentanten des Volkes im Norden zusammen zu arbeiten.
Anlaß des Telefonats war auch ein Brief, den der US-Senator Bob Casey der organisiert hatte. Sieben amerikanische Senatoren schrieben darin an die Staatssekretärin Hilary Clinton. Sie drückten darin ihre große Sorge aus wegen der eskalierenden humanitären Krise in Sri Lanka in Hinblick auf geschätzte 150.000 Zivilisten, die in dem Gebiet intensiver Kämpfe zwischen den srilankanischen Regierungstruppen und der LTTE gefangen waren. Die Senatoren schrieben: „Die Situation in Sri Lanka ist inakzeptabel und muss so schnell wie möglich bereinigt werden.“
Weiterhin schrieben die Senatoren: “Ein dauerhafter Friede kann nur durch eine politische Lösung erreicht werden, welche die tamilische Minderheit als gleiche Bürger vor dem Gesetz behandelt. Ohne ein solches Übereinkommen wird die Gewalt immer weitergehen.“
Der Brief soll die US-Regierung drängen, weiter nach einem Waffenstillstand zu rufen und für die Opfer in der Konfliktzone humanitäre Nothilfe bereitzustellen. Zugleich wird darin die US-Regierung aufgefordert, eine Strategie ausarbeiten, damit internationale Spender hinsichtlich der Bedingungen bei der Langzeithilfe zum Wiederaufbau vereint werden. Die Strategie sollte deutliche Schritte der srilankanischen Regierung beinhalten, damit auch die ursächlichen Gründe des seit langem bestehenden Konflikts effektiv aus der Welt geschafft werden können. Der Brief drängt auch die Botschaft der USA in Colombo, die Möglichkeit eines zeitweiligen Asyls für srilankanische Journalisten, deren Sicherheit bedroht ist, in Betracht zu ziehen.
Am 24. Februar hatte sich Senator Casey in seiner ersten Anhörung als Vorsitzender des Subkomitees des Senats für Ausländische Angelegenheiten im Nahen Osten sowie Süd- und Zentralasien auf die eskalierende Gewalt in Sri Lanka und die wachsende humanitäre Krise und die Aussichten für eine politische Lösung des Konflikts konzentriert. Das Subkomitee hörte Zeugenaussagen von Jeffrey Lunstead, dem früheren amerikanischen Botschafter für Sri Lanka; Dr. Anna Neistat, der Seniorforscherin für Human Rights Watch und Bob Dietz, dem Koordinator des Asienprogramms für das Komitee zum Schutz von Journalisten.

Lord Nasby: LTTE soll sich ergeben
Lord Naseby, Britischse Parlementsmitglied und Vorsitzender der aus allen Parteien zusammengesetzten britischen Parlamentariergruppe „Sri Lanka“ hat gesagt, wenn man von Völkermord in Sri Lanka spricht, so werde dieser von den Befreiungstigern von Tamil Eelam (LTTE) verübt, die Tamilen als menschliche Schutzschilde im Krieg festhielten.
Lord Naseby: „Diese Gerede über Genozid ist Müll. Die einzigen Menschen, die einen Genozid begehen, sind die LTTE-Terroristen, die Zivilisten als menschliche Schutzschilde festhalten,“ sagte er, als ein LTTE-Propagandist während einer Veranstaltung die srilankische Regierung des Völkermords bezeichnete. Lord Naseby bezog sich dabei auf die tamilischen Zivilisten, die in dem gegenwärtigen Krieg gegen ihren Willen von der LTTE als menschliche Schutzschilde festgehalten werden, und auf die bei Fluchtversuchen geschossen wird.
Das Mitglied des britisches Oberhauses gab diese öffentliche Stellungnahme bei einem Forum ab, die vor einem Publikum, das hauptsächlich aus Mitgliedern des British Tamil Forum bestand, in einem Studio in Zentral London aufgenommen und durch den iranischen Sender Press TV übertragen wurde. Ein der tamilischen Bewegung in London nahe stehendes Mitglied der Labour Fraktion im britischen Parlament, Jeremy Corbyn, war Moderator der Veranstaltung.
Lord Naseby sagte im Verlauf der Diskussion weiter, internationaler Druck müsse auf die LTTE ausgeübt werden, damit diese alle Zivilisten sofort freiließen. Er sagte auch, dass kein internationaler Druck müsse auf die srilankische Regierung ausgeübt werden sollte, damit diese einen Waffenstillstand erkläre, wie dies Robert Evans gefordert hatte. Die srilankische Regierung sei eine demokratisch gewählte Regierung, und es sei die LTTE, die die Waffen niederlegen und aufgeben müsse, um den Konflikt zu einem Ende zu bringen.
Robert Evens, Parlamentsmitglied der Labour Partei im Europäischen Parlament, Suren Surendiran, Sprecher der LTTE Frontorganisation British Tamil Forum und Douglas Wickramaratne , Präsident der Sinhala Association of London, waren die anderen Mitglieder der Diskussionsrunde.
Übersetzt aus dem Sri Lanka Guardian vom 12. März 2009
Von Lalith Ganhewa, Korrespondent Sri Lanka Guardian Deutschland

Anti-LTTE-Demonstration in Wien am 6.März
Wien – Srilanker, die in Österreich leben, haben eine sehr erfolgreiche anti-LTTE Demonstration am letzten Freitag, 6. März, am Ballhausplatz in Wien abgehalten.
Der Widerstand gegen LTTE-Aktivitäten ist in ganz Europa seit letzten Sommer gewachsen, und eine Anzahl anti-LTTE-Demonstrationen fanden in den letzten Monaten in verschiedenen europäischen Städten statt.
Die Demonstration vom Freitag (6.3.) in Wien wurde von den in Österreich ansässigen „Srilanker gegen den Terrorismus“ organisiert, welche die sofortige und bedingungslose Freigabe ihre tamilischen Brüder und Schwestern verlangten, die zwangsweise von der LTTE als menschliche Schutzschilde festgehalten werden.
Ungefähr 200 Srilankischer und Österreichische Demonstranten trugen anti-LTTE Fahnen und Plakate, auf denen die Freigabe der von der LTTE als Geiseln festgehaltenen tamilischen Zivilisten verlangt wurde.
Der Organisator der Demonstration Ranmal de Silva sagte zum Korrespondent des Sri Lanka Guardian in Deutschland: “Das Hauptziel unserer Demonstration war es, die österreichische Regierung zu bitten, die LTTE mit Druck dahin zu bewegen, dass sie die gegen ihre Wünsche festgehaltenen tamilischen Zivilisten freilässt, so dass sie auch in Frieden und Harmonie mit dem Rest der srilankanischen Brüder innerhalb eines vereinten Sri Lanka leben können.“
Nach der Demonstration wurde ein an Dr. Michael Spindelegger, Minister für Auswärtige Angelegenheiten der Republik Österreich adressierter Schriftsatz an dessen Repräsentanten Dr. Robert Bilek im österreichischen Außenministerium in Wien durch zwei Repräsentanten der in Österreich sitzenden „SrilankerInnen gegen den Terrorismus“ überreicht.
In dem Brief an den österreichischen Außenminister erklärt De Silva darüber auf, dass vor zwei Jahren die gegenwärtige Regierung gezwungen war, eine humanitäre Operation zu unternehmen, um die Zivilisten aus dem eisernen Griff dieser Diktatur zu befreien und Sri Lanka vom Terrorismus zu befreien.
Weiterhin informiert er Dr. Michael Spindelegger, dass die srilankanische Regierung alle möglichen Maßnahmen ergreife, um zivile Verluste zu vermeiden, aber dass die verräterischen Akte der LTTE weiterhin das Leben von Zivilisten gefährdeten.
Die in Österreich beheimateten „Srilanker gegen den Terrorismus“ drängt die österreichische Regierung durch ihren Außenminister, auf die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) Druck auszuüben, um die sofortige und bedingungslose Freilassung der Tausenden von tamilischen Zivilisten zu gewährleisten, die als menschliche Schutzschilde im Nördlichen Sri Lanka als Zuwiderhandlung gegen die internationalen Gesetze und das Menschenrecht gehalten werden.

Eine kleine Afrikanerin mit einem Paket Kraftnahrung BP-100, das von UN/WFP an unterernährte Kinder ausgegeben wird. Solche Packungen fanden sich jetzt als Notration bei gefallenen LTTE-Kadern
Übersetzt von einer AFP-Meldung vom 11. März 2009
Colombo - Die Vereinten Nationen haben am Mittwoch die Tamil Tiger Rebellen beschuldigt, Nahrung, die für schwer mangelernährte Kinder in Sri Lankas umkämpftem Norden gemeint war, gestohlen zu haben und als Notration für ihre kämpfenden Kader zu missbrauchen.
Die UN sagte, dass die als „BP-100″ bekannte Hochenergie-Ergänzungsnahrungsmittel, die bei den Leichen von Tamil Tiger Rebellen gefunden wurden, ausschließlich für unterernährte Kinder bestimmt war. Diese Ergänzungsmittel für Kinder in Form von Keksen wurden ausschließlich im Juni 2007 durch das World Food Program (WFP) in die Region geschickt und verteilt.
Eine UN Stellungnahme sagte: „Die Vereinten Nationen verurteilen, dass solche lebensrettenden Nahrungsergänzungsmittel, die für schwer unterernährte Kinder bestimmt sind, gestohlen und offensichtlich zweckentfremdet werden.“
Es gab – wie immer – keinen Kommentar dazu von der LTTE.
Übersetzt aus der Webzeitung “Colombo Page” vom 11. März 2009
London – Großbritannien hat das gestrige Selbstmordattentat in Sri Lanka auf ein moslemisches religiöses Festi in der südlichen Stadt Matara scharf verurteilt.
Der britische Außenminister Lord Malloch-Brown gab gestern eine Stellungnahme heraus, in der er sagte, dass solche feigen Angriffe auf Zivilisten abscheulich sind und dass nur eine politische Lösung einen dauerhaften Frieden erreichen würde.
Lord Malloch-Brown: “Ich verurteile das heutige Selbstmordattentat auf ein religiöses Fest in Matara auf das Schärfste! Ich denke an die Opfer des Angriffs und an ihre Familien, einschließlich die von Mahinda Wijesekara, den Post-und Telekommunikationsminister. Solche feigen Angriffe auf Zivilisten sind abscheulich und wenn man ein religiöses Fest ins Visier nimmt, dann ist dies um so abscheulicher.“
“Das heutige Attentat erinnert daran, dass der Konflikt alle srilankanischen Gemeinschaften in allen Teilen des Landes in Mitleidenschaft zieht. Ich mache mir gleichermaßen Sorgen wegen der vielen zivilen Opfer in der Konfliktzone im nördlichen Sri Lanka, einschließlich der vor kurzem erfolgenden Ermordung eines humanitären Arbeiters des ICRC.“
Lord Malloch-Brown weiter: “Ich wiederhole, dass Großbritannien glaubt, dass eine politische Lösung, welche sich um die legitimen Interessen aller srilankanischen Gemeinschaften kümmert, wesentlich für einen dauerhaften Frieden ist.“
Von unserem LTTEwatch Reporter in Sri Lanka am 10. März 2009

Minister Wijesekara wurde bei dem Attentat schwer verletzt
Matara -14 Menschen wurden getötet und mehr als 46 weitere verletzt – einschließlich des Post-und Telekommunikationsministers Mahinda Wijesekara und weitere vier Minister – nachdem heute Morgen ein LTTE-Selbstmordattentat bei einer Prozession stattfand. Inmitten der Feierlichkeiten anlässlich der moslemischen Festes „Milad-un-Nabi“ in Godapitiya bei Akuressa im Bezirk Matara zündete der Attentäter seine Bombe.
Die mörderische Explosion ereignete sich, als die Prozession der Jumma Moschee in Godapitiya, Akuressa, näherte, gegen 10.40. Vertreter des Verteidigungsministeriums sagten, dass der LTTE- Selbstmordattentäter offenbar gezielt die islamischen Gläubigen, die bei der nationalen Milad-Un-Nabi-Feier anwesend waren ins Visier genommen hatte.
Ein Beamter des Verteidigungsministeriums sagte: “Der Selbstmordattentäter kam auf einem Fahrrad und sprengte sich selbst in die Luft, als die Prozession, bei der moslemische, katholische und buddhistische Geistliche anwesend waren, die sich auf die Moschee zu bewegte. Später an diesem Morgen sollte gemeinschaftlich eine große religiöse Zeremonie abgehalten werden.“
Minister Wijesekara, der bei dem Attentat schwer verletzt war und schwere Kopfverletzungen hatte, wurde mit dem Hubschrauber ins Colombo Nationale Krankenhaus gebracht, da sein Zustand kritisch war, nachdem Präsident Mahinda Rajapaksa ein Spezial Ärzteteam von Colombo ins Matara Krankenhaus geschickt hatte.
Sprecher des Krankenhauses sagte, dass Minister Wijesekara notoperiert wurde. Unter den Toten waren die Lokal-Politiker Linton Abeydeera,Upali Sarathchandra, Tilak Wijesekara, Anura Wickramasinghe.
Übersetzt aus dem Sri Lanka Guardian vom 10. März 2009

Minister Douglas Devananda treib die Öffnung der A9 nach Jaffna voran
Colombo/Jaffna – Heute, am 9. März 2009, hat der Transport von lebenswichtigen Nahrungsmitteln in den Norden entlang der A-9-Straße begonnen. Dahinter steht Douglas Devananda, der Minister für Soziale Dienste und Soziale Wohlfahrt. Er hat das edle Ziel, den srilankischen Tamilen im Norden den Morgengrauen einer „Neuen Ära“ durch einen Frieden in einem ungeteilten Land – wie es mit Präsident Mahinda Rajapakses „Mahinda Chinthana – Nationale Renaissance Programm“ übereinstimmt – zu bringen.
Die erste Sendung wesentlicher Güter bestand aus 100 metrischen Tonnen Zucker, 100 metrischen Tonnen Linsen, 65 metrischen Tonnen Kokosnussöl und Gemüseöl und 7 metrischen Tonnen Obst. Sie wurde in 8 Lastwagen, 13 Containerlastern und 3 Tiefkühllastern verschickt.
Minister Douglas Devananda hielt eine Rede vor den anwesenden Medienvertretern. Er stellte fest, dass das Öffnen der A-9 Straße für die Leute des Nordens, einschließlich jener in Jaffna, so etwas bedeutete, wie das Öffnen der Himmelspforten. Er stellte auch fest, dass es in den letzten paar Jahren wegen des Schließens dieser Straße durch die Tiger die Leute von Jaffna einem Mangel aller wesentlichen Güter und hoher Preise ausgesetzt waren, obwohl es mächtige Bemühungen durch die Regierung gab, das, was sie brauchten, über das Meer zu schicken. Weiterhin sagte er, dass sich jetzt die Dinge zum Besseren wenden würden und dass es in jeder Hinsicht ein riesiges Potential für Entwicklung gäbe.
Der Minister sagte auch, dass er dem Präsidenten immer für seine fortschrittliches Programm dankbar wäre. Dieses Programm wurde in Aussicht genommen, um als Vorbote einer „Neuen Ära“ für die Leute von Jaffna zu dienen. Er dankte auch den tapferen Streitkräften dafür, dass sie die Leute des Nordens aus den Klauen der Tiger-Faschisten befreien und ihnen ein neues Leben gegeben hätten, das sie nun in Frieden und Harmonie leben könnten.
Übersetzt aus der srilankanischen Webzeitung „Lanka-e-News“ vom 7. März 2009
Die offizielle Abgabe der Bevollmächtigung der Tami Volksbefreiungstiger (TMVP), welche sich von der LTTE trennten und mit dem demokratischen Prozess begonnen haben, hat heute unter der Protektion des Ministerpräsident des Östlichen Provinzrats und TMVP Führers Sivanesathurai Chandrakanthan alias Pillaiyan stattgefunden.
Der Östliche Armeekommandant Brigadekommandeur Sampath Fernanda repräsentierte den Staat bei der Zeremonie, die auf dem Weber Stadium in Batticaloa um 13.30 stattfand.
Der TMVP Patei Sekretär Kailesharaja und der Sicherheitschef Logesh nahmen auch an der Zeremonie teil. Unter den Waffen befanden sich Gewehre, Mörser, Bomben, Munition sowie panzerbrechende Waffen.
Der TMVP Sprecher sagt, dass die Partei keine Waffen zu tragen braucht, da die LTTE ausgelöscht ist. Die meisten der TMVP Mitglieder möchten der staatlichen Streitmacht und der Polizei beitreten, während andere zu fremden Beschäftigungen geschickt werden. Dies geschieht mit Unterstützung des Verteidigungssekretärs. Er stellte weiterhin fest, dass die Partei, welche an dem demokratischen Prozess teilnimmt, mit der Staatssicherheit, die dabei mitgeliefert wird, zufrieden sein kann.
1987 hat ein ähnliches zeremonielles Niederlegen von Waffen stattgefunden, als der politische Chef der LTTE Yogi dem Verteidigungssekretär Cyril Ranathunga in Suthumalai seinen Revolver übergab. Aber die LTTE übergab in Wirklichkeit nur ein paar ihrer kaputten Waffen und täuschte damit sowohl Indien als auch Sri Lanka.
Übersetzt aus dem Sri Lanka Guardian vom 3. März 2009

Professor Rohan Gunaratna: Mit Gotabhaya Rajapakse kam der Erfolg gegen die LTTE
Exklusives Interview mit Rohan Gunaratna, von Udara Soysa
Die Regierung hat verstanden, dass der Kampf gegen den Terrorismus eine kollektive Anstrengung ist. Anders als vorhergehende Verteidigungssekretäre, verstand Gotabhaya Rajapaksa die Bedeutung der Zusammenarbeit mit jedem. Er baute ein erstklassiges Team auf, wobei er auf Führer innerhalb der Armee, der Marine, Luftwaffe, Spionage, Polizei, des Außenministeriums und anderer Regierungsbehörden zurückgriff, und sie dazu brachte, zusammenzuarbeiten. In den letzten zwei Jahren wurde nachhaltig Druck auf die LTTE ausgeübt: Man machte ihre Unterstützung und ihre die Operationen betreffenden Netzwerke kampfunfähig. Es war eine gute Regierungsführung, welche die LTTE leiden ließ.
Professor Rohan Gunaratna ist Leiter des internationalen Zentrums für politische Gewalt- und Terrorismusforschung und Professor für Sicherheitsstudien an der S. Raharatnam Schule für internationale Studien an der Nanyang Technologie-Universität Singapur. Außerdem erhält er verschiedene Ehrenämter. So ist er z.B. Präsidiumsmitglied des Heimatland Sicherheitspolitik-Instituts an der George Washington Universität, sowie am nationalen Gedenkinstitut zur Prevension von Terrorismus in Oklahoma. Er ist ein voriger ranghoher Kollegiat an dem Zentrum der Militärakademie der Vereinigten Staaten zum Bekämpfen des Terrorismus in West Point und in der Fletcher Schule für Recht und Diplomatie und hat einen M.A.-Titel für internationale Friedensstudien von Notre Dame, USA, wo er ein Hesburgh-Student war. Er hat auch einen Doktortitel im Fach „Internationale Beziehungen“ von St.Andrews, in Schottland, wo er ein britischer Chevening-Student war.
Er wurde eingeladen, um vor der Kommission zum 11. September über die Struktur von Al-Qaida auszusagen. Gunaratna führte das Team der Spezialisten, welches die amerikanische Datenbank über Al-Qaida, die Taliban und ihre Einheiten aufbaute. Er beragte Häftlinge intensiv in den USA, in Asian, im Mittleren Osten, einschließlich hochwertiger Al-Qaida Häftlinge in Irak. Er diente als Trainer für die Exekutive, die Nachrichtendienste und das Militär. Er dienste als Lehrer für Maßnahmen gegen den Terrorismus für GIGN, CTSO, D88, US MARINE SEALS, die Schweizer Bundespolizei, die New Yorker Polizei und die Australische Bundespolizei. Er führte Felduntersuchungen in Konfliktzonen – einschließlich Algerien, Ägypten, Israel, Indonesien, Thailand, den Philippinen, Sri Lanka, Bangladesch, Kaschmir, Pakistan, Afghanistan, Usbekistan und Kolumbien durch.
Er ist Autor und Herausgeber von 12 Büchern, einschließlich “Innerhalb Al-Qaida: Das globale Netzwerk des Terrors” (Columbia University Press), eines internationalen Bestsellers. Gunaratna ist auch der führende Autor von Jane`s Terrorabwehr. Dies ist ein Handbuch für Leute, die im Feld der Terrorismusabwehr arbeiten. Sein letztes Buch schrieb er zusammen mit Michael Chandler, dem früheren Vorsitzenden der amerikanischen Beobachtungsgruppe hinsichtlich der Mobilität, der Waffen und Finanz. Es trägt den Titel „Gegen den Terrorismus: Können wir mit der Bedrohung von globaler Gewalt fertigwerden?“ Gunaratna war auch ein Prozessberater für das amerikanische Justizdepartment und der Experte der Vereinigten Staaten bei dem Jose Padilla Prozess.
F. Wie sehen Sie die letzten Entwicklungen im nördlichen Sri Lanka?
A. Die LTTE hat schwere Schläge hinnehmen müssen. Die LTTE bewegt sich in drei Richtungen: Sie plant eine breit angelegte Infiltrierung von Colombo für Selbstmordattentate, eine internationale Trübung des Bildes von Sri Lanka, indem sie den Begriff “Genozid” falsch gebraucht, und ein Radikalisieren der vertriebenen Tamilen und deren Rekrutieren für ihre eigenen Ränge.
F. Was brachte die Änderungen am Boden für die srilankanischen Streitkräfte und die Tamil Tiger zustande?
A. Die Regierung hat verstanden, dass der Kampf gegen den Terrorismus einer kollektiven Anstrengung bedarf. Anders als die vorhergehenden Verteidigungssekretäre, verstand Gotabhaya Rajapaksa die Bedeutung der Zusammenarbeit mit jedem. Er baute ein erstklassiges Team auf, wobei er die Führer aus der Armee, der Marine, der Luftwaffe, der Spionage, der Polizei, dem Außenministerium und anderen Regierungsbehörden nahm und sie dazu brachte, zusammenzuarbeiten. In den letzten zwei Jahren wurde auf die LTTE nachhaltig Druck ausgeübt, indem man ihre Unterstützung und ihre die Operationen betreffenden Netzwerke kampfunfähig machte. Es war eine gute Regierungsführung, welche die LTTE leiden ließ.
F. Wie sehen Sie das 2002 von der srilankanischen Regierung und der LTTE unterzeichnete Waffenstillstandsabkommen? Glauben Sie, dass es der LTTE genützt hat?
A. Die LTTE benutzte jeden Waffenstillstand dazu, sich neu zu gruppieren und als Gruppe neu mit Nachschub zu versehen. Die LTTE Soldaten und Führer benutzten jeden Waffenstillstand, um sich auszuruhen, sich zu erholen, Informationen zu sammeln und zurückzuschlagen.
F. Glauben Sie, dass die Regierungskräfte Prabhakaran leben fangen können oder ihn eliminieren?
A. Wenn die gleiche Art von Druck weiterhin aufrechterhalten werden kann, wie es in den letzten zwei Jahren hinsichtlich der LTTE geschah, dann kann die LTTE auseinandergenommen werden.
F. Glauben sie, dass eine militärische Niederlage der LTTE offenkundig ist?
A. Ja, aber es ist sehr wichtig für die Regierung, weiterhin mit jedem zusammenzuarbeiten. Dies schließt die diplomatischen Missionen, die nationalen Hilfsorganisationen, die Menschenrechtslobby und andere Spieler ein, welche traditionell in die Irre geführt worden sind oder mit der LTTE sympathisiert haben.
F. Was sind Ihrer Meinung nach einige der strategischen Fehler, welche die LTTE in der Umgebung nach dem 11. September beging?
A. Prabhakaran gelang es nicht, einige goldene Momente zu ergreifen, um über Frieden zu reden und in die Hauptströmung der Politik einzutreten. Die LTTE hat sich nie mit den Kernfragen befasst, sondern hat Randfragen diskutiert, um Zeit zu kaufen, damit sie sich militärisch stärken konnte. Die LTTE unter Prabhakaran wird niemals den Tamilen irgendeine Erleichterung verschaffen. Prabhakaran hat den Tamilen nur Leiden, Tod und Zerstörung gebracht
F. Wie sehen Sie die Entwicklungen in der Östlichen Provinz?
A. Es ist höchst wichtig für die Regierung, mit der internationalen Gemeinschaft zusammenzuarbeiten, um den Osten zu entwickeln. Die Regierung sollte mit der moslemischen, tamilischen und singhalesischen Bevölkerung im Osten zusammenarbeiten und aus dem Osten ein Modell für den Norden machen.
F. Welchen besonderen Herausforderungen sieht sich die Regierung von Sri Lanka in den nächsten zehn Jahren gegenüber?
A. Auf der ökonomischen Seite sollte die Regierung die existierenden Anreize zum Investieren neu überdenken und aus Sri Lanka die attraktivste Nation in der Welt für ausländische Investoren machen. Auf der Seite der Wissenschaft, Technologie und Informationstechnik sollte die Regierung zum Technologiezentrum von Asien machen, indem sie die besten Köpfe zurück nach Sri Lanka einlädt. Sri Lankas größte, noch nicht erschlossene Quelle: das sind die im Ausland lebenden ehemaligen Sri Lankaner. Auf der Seite der Regierung muss Sri Lanka dem Anti-Korruptionskomitee neue Macht verleihen und die Korruption zerstören. Kein Land kann sich ohne die Bekämpfung von Korruption entwickeln. Führer, die korrupt sind, sollten schwer bestraft werden.
Auf der Sicherheitsseite ist es wesentlich für die Regierung, einen Sicherheits- und Spionagedienst von Weltrang aufzubauen, welcher die Regierung mehr als rechtzeitig vor Bedrohungen warnt. Der Kampf gegen die LTTE ist historisch falsch behandelt worden. Die Regierung sollte die Größe des Militärs verringern, aber sie sollte darin investieren, dass sie mehr Elitekräfte aufbaut, wie z.B. Spezialkräfte, Kommandos und Lufttruppen. Auf der sozialen Seite muss die Regierung Programme schaffen, damit diejenigen LTTE-Mitglieder, welche sich ergeben haben, in den Mainstream der Nation integriert werden können. Die Regierung sollte jedem Soldaten und Polizisten Land geben und sie ermutigen, mit Handel und Geschäften von der Landwirtschaft bis zur Bebauung zu beginnen.
F. Was ist Ihrer Meinung nach die ideale politische Lösung für das Land?
A. Sri Lankas Führer müssen zustimmen und alle Gemeinschaften darüber informieren, dass jede religiöse und ethnische Gemeinschaft gleich behandelt werden wird. Die Mehrheitgemeinschaft, die Singhalesen, können es sich leisten, den Minderheiten gegenüber großzügiger zu sein. Wenn alle ethnischen und religiösen Gruppen gleich behandelt werden, wird es keinen Ärger, keinen Groll und keine Unterstützung von Gewalt geben. Jene, welche Hass predigen und praktizieren, sollten verfolgt werden. Die Regierung muss alle ihre BürgerInnen dahingehend erziehen, dass die nationale Sicherheit der Nation darauf beruht, dass eine Harmonie der Gemeinschaften und Religionen aufrechterhalten wird.
F. Wie sehen Sie die Beteiligung der USA und Indien in dem gegenwärtigen Kontext?
A. Die Regierung von Indien hat die LTTE von 1983 bis 1987 ausgebildet. Indien hat erkannt, dass das Finanzieren, Bewaffnen und Leiten von Terrorismus in der Nachbarschaft einen Rückstoßeffekt hat. Sri Lanka muss ihre Beziehungen zu Indien dahingehend ausrichten, dass es seinen altgedientesten und fähigsten Diplomaten nach Madras schickt. Wir müssen alle Führer der tamilischen politischen Parteien nach Indien einladen, um Sri Lanka zu besuchen. Die USA sind die großzügigste Nation auf der Erde. Die USA hat Sri Lanka in der Vergangenheit sehr geholfen und hilft uns weiterhin. Als erstes Land in der Region, das eine Marktökonomie entwickelt, muss Sri Lanka eng mit den USA zusammenarbeiten. Sri Lanka muss strategische Partnerschaften mit den USA, der EU, China, Indien und Pakistan beginnen.
F. Welche Reaktionen erwarten sie in den nächsten paar Monaten von der tamilischen Diaspora? Denken Sie, dass sie eine größere Bedeutung für die srilankanische Lage hat?
A. Das srilankanische Außenministerium hat versagt etwas der terroristischen und extremistischen Propaganda entgegenzustellen. Die erste Pflicht eines srilankanischen Diplomaten ist es, die nationalen Interessen von Sri Lanka zu fördern. Gegenwärtig werden Sri Lankas nationale Sicherheitsinteressen herausgefordert. Als solche, sollte jeder Diplomat ein Drittel seiner Zeit damit verbringen, etwas der bösen Propaganda der LTTE entgegenzustellen. Die Diplomaten sollten den Tamilen im Ausland erklären, dass sich diese nicht von der Schwarz-und-Grau-Propaganda der LTTE fortreißen lassen. Sri Lanka muss einen Botschafter für Maßnahmen gegen den Terrorismus ernennen, der alle Missionen hinsichtlich der Strategien und Vorgehensweisen berät, um gegen die terroristische Propaganda vorzugehen, um die ausländischen Regierungen auf dem Laufenden zu halten und um sicherzustellen, dass das wahre Gesicht der LTTE in der Öffentlichkeit gezeigt wird. Da die LTTE eine verbotene Gruppe ist, sollte Sri Lanka mit ausländischen Regierungen zusammenarbeiten und diesen dabei helfen, jene, die in deren Ländern für die LTTE arbeiten, gerichtlich zu verfolgen.
F. Welche Vorschläge haben Sie für die srilankanische politische und militärische Maschinerie?
A. Die Regierungsgewalt ist eine monumentale Herausforderung. Jeder srilankanische politische Führer muss verstehen, dass er sich richtig benehmen muss, um den Respekt des Landes und der internationalen Gemeinschaft zu gewinnen. Ein Führer muss wissen, wie er sich selbst führen muss, erst dann kann er andere und schließlich auch Führer führen. Dies ist die Herausforderung der Stunde.
Die breite Masse der LTTE ist demoralisiert, und die Regierung muss einen Pfad für sie schaffen, damit sie sich von der LTTE lösen können. Die Regierung muss Amnestien für jene LTTE Mitglieder und Führer ankündigen, welche die LTTE verlassen. Die Regierung sollte ihnen Arbeit und Sorge für ihre Familien versprechen. Die Regierung sollte um internationale Hilfe bitten, um jene LTTE Kämpfer zu rehabilitieren, welche sich von der Gewalt lösen, so dass sie nützlich sein werden, um an der Nation mitzubauen.
Übersetzt aus der Webzeitung “Colombo Page” vom 10. März 2009

US-Botschafter Blake: Keine Gespräche mit LTTE Terroristen!
Colombo – Der amerikanische Botschafter in Sri Lanka, Robert Blake sagte, dass die USA es nicht befürworten würden, wenn die Regierung von Sri Lanka mit der LTTE verhandeln würde.
In einer Erklärung bei einer lokalen Tageszeitung stellte der Botschafter die Position seiner Regierung klar und sagte: “Die Vereinigten Staaten sind sehr besorgt über die humanitären Krise, die sich im Norden entfaltet und um ein weiteres Anwachsen der humanitären Krise zu vermeiden, ist die wichtigste Priorität, dass die LTTE Zivilisten erlaubt, die Kriegszone im Norden in Übereinstimmung mit dem internationalen Menschenrecht zu verlassen.”
Blake sagte weiter: “Wir, die Geberländer, sowie Indien haben die LTTE aufgerufen, die Waffen niederzulegen und die Gewalt aufzugeben. Die Vereinigten Staaten drängen auch beide Seiten dazu, Zurückhaltung zu zeigen und nicht in oder aus der Sicherheitszone zu feuern, selbst wenn sie provoziert werden. Wenn sie dies tun, dann wird dies die schon ernste Situation, der sich die Zivilisten gegenübersehen, noch schlimmer machen.“
Blake fügte hinzu: “Die USA ruft außerdem die Regierung von Sri Lanka auf, weiterhin den internationalen Organisatinen, den diplomatischen Missionen und anderen humanitären Organisationen den Zugang zu den Lagern zu erlauben, in denen sie die intern Vertriebenen untergebracht hat.”
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Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion:
Lesen Sie bitte dazu auch:
US-Schatzamt nimmt Tarnorganisationen der LTTE ins Visier
sowie
Prozess gegen 4 LTTE-Waffenschmuggler beginnt
Dazu ein Video von CNN:
Übersetzt aus der Webzeitung “Colombo Page” vom 6. März 2009
Colombo – Heute sagte die srilankische Regierung, dass viele freundliche Länder Hilfe für die Verbesserung der Lage der Binnen vertriebenen Personen in Wohlfahrtszentren angeboten hätten, aber solche Hilfe sollte durch die Regierung erfolgen und muss in die existierende Verwaltungsstruktur integriert werden.
Der Sprecher des Verteidigungsministeriums Minister Keheliya Rambukwella sprach bei der wöchentlichen gemeinsamen Pressekonferenz und sagte, dass die srilankanische Regierung die Hilfspakete von den Vereinten Nationen und anderer Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs) schätzt, aber die Regierung erwartet von den Spendern Transparenz. Die Entscheidung der Spender, durch die internationalen Hilfsorganisationen Geld zur Verfügung zu stellen, ist für die Regierung nicht akzeptabel, so sagte er und fügte hinzu, dass das Geld durch die Regierung kanalisiert werden sollte.
Rambukwella sagte: “Als eine souveräne Nation kann die Regierung nicht akzeptieren, dass die Gelder von den internationalen Hilfsorganisationen unabhängig gebraucht werden. In diesem Fall werden ungefähr 50 % der Fonds für allgemeine Unkosten ausgegeben. Die Regierung glaubt, dass es Verantwortlichkeit geben muss.“
Der Sprecher des Verteidigungsministerium sagte, dass die Regierung dem Druck der UN, die Verantwortlichkeiten für die Aktivitäten bei der Entwicklung der Infrastruktur in den befreiten Gebieten zu Dritte-Partei-NGOs übergeben soll nicht nach geben. Er zeigte auf, dass das meiste des Hilfsgeldes dafür ausgegeben werden würde, um die Löhne und andere Zuschüsse von deren Angestellten zu bezahlen.
Minister Rambukwella betonte: “In dieser Situation sollte die UN alle Hilfspakete der Regierung liefern. Wir sind nicht bereit, die Verantwortung an eine dritte Partei abzutreten.“
Statt dessen sollten die nationalen Hilfsorganisationen bei den Infrastruktur-Aktivitäten mit der Regierung zusammenarbeiten. Dies betonte er. Viele politische und Verteidigungsanalytiker zeigen auf, dass esnach der Einnahme der von der LTTE kontrollierten Gebiete im Norden zu Tage getreten ist, dass in jenen Gebieten trotz der kolossalen Menge an Geld und Hilfe, die verschiedene nationale Hilfsorganisationen nach dem Tsunami 2004 in den Norden gepumpt haben, keine Entwicklungsarbeit geleistet wurde.
Der Minister zeigte auf, dass die LTTE statt dessen die Gelder und Ausrüstungen auf sich abgeleitet und verwendet hatte, um Bunker zu bauen und Festungsanlagen zu verstärken.
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Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion:
Lesen Sie dazu bitte auch:
Übersetzt aus dem indischen Tageszeitung „The Hindu“ vom 09. März 2009
Colombo – Ein hochrangiger srilankanischer Beamter hat gesagt, dass auch die LTTE wegen des letzten Angriffs vom Dienstag auf das Krickett-National-Team in Lahore unter Verdacht stehe.
Der Staatssekretär des Auswärtigenamtes in Sri Lanka Dr. Palitha Kohona sagte, dass es möglich wäre, dass die Tamil Tiger Rebellen versucht hatten, die Aufmerksamkeit der Regierung von den gerade stattfindenden Offensiven gegen die Terroristen abzulenken.

Staatssekretär Kohona glaubt, die LTTE stecke hinter dem Anschlag von Lahore
Kohona: “Wir haben gehört, dass sich die pakistanischen Behörden auch Sorgen deswegen machen, dass ein ausländisches Element zu dem Angriff auf unsere Cricket Manschaft in Lahore beigetragen haben könnte. Wir hatten auch von Anfang an diesen Verdacht.“
Der Staatssekretär erzählte am Sonntag Reportern: “Wir werden uns daran erinnern, dass am ersten Tag des Angriffs selbst gewisse Andeutungen gemacht wurden, dass die LTTE vielleicht ihre Finger darin habe. Es wäre eine Überraschung, wenn sie nicht dahinter stecken würde.“
Der Leser sei daran erinnern, dass sich die LTTE von dem Angriff auf den Bus mit den Krickett-Spielern in Lahore letzte Woche distanziert hat.
Aber LTTE Sprecher Thileepan sagte letzte Woche in einem Interview mit dem australischen Rundfunk SBS, dass die Organisation keinesfalls in den Angriff auf die nationale Krickett-Mannschaft der Insel – welche in der Folge den Besuch sofort beendete und nach Hause zurückkehrte – verwickelt war.
Der SBS berichtete: “Und er (Thileepan) sagte, dass die LTTE jede Spekulation zurückwies, dass sie eine Verbindung zu dem Angriff in Pakistan auf das srilankanische Cricket Team haben könnte.”
LTTE Sprecher Thileepan sagte: “Wir haben keine Verbindungen mit den Lahore-Angreifern“.
In der Zwischenzeit erwähnt die Webseite des srilankanische Verteidigungsministeriums in einem Artikel, dass es mögliche Verbindungen zwischen der LTTE und Lashkar-e-Toiba – die auch eine der Verdächtigungen bei dem Lahore Busangriff sind und außerdem mit dem Mumbai Terrorangriff verbunden sind – gibt.
Der Artikel stellte fest: “Es ist von beträchtlichem Interesse, dass die gegenwärtigen Verdächtigungen der LeT – der Gruppe, die Indien für die Terrorangriffe auf Mumbai für schuldig hält – zu ernsten Erwägungen hinsichtlich der Möglichkeit einer LTTE Verbindung mit dem Angriff auf die srilankanischen Cricket Spieler geführt haben.”
Weiterhin heißt es, dass Kittu, eine Schlüsselfigur der LTTE bereits in 1992 dafür bekannt war, in Peshawar Waffenkäufe für die LTTE verhandelt zu haben.
Der Artikel weiter: “Danach ist bekannt, dass 1993 der indische Spionagedienst auf dem Meer das Schiff, welches Waffen für die LTTE trug, zerstörte und dabei auch Kittu getötet wurde.”
Berichte, dass die Terroristen geplant hatten, die srilankanischen Spieler als Geiseln zu nehmen, werden auch von den Quellen des Nachrichtendienstes in südasiatischen Hauptstädte untersucht. Dies geschieht im Kontext der gegenwärtigen Position der LTTE, die fast unterlegen ist, und der Suche nach einem Verhandlungswerkzeug für deren Ruf nach einem Waffenstillstand.
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Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion:
Lesen Sie dazu bitte auch:
FBI bestätigt Kontakte zwischen LTTE und LeT in Kabul
Von Shanaka Jayasekara
Viele Kommentatoren haben die Schlussfolgerung gezogen, dass das srilankische Krickett-Team nicht deswegen von den Terroristen ins Visier genommen war, weil es aus Srilankanern bestand, sondern weil es das einzige ausländische Sportteam war, welches Pakistan besuchte. In Anbetracht der globalen Aufmerksamkeit der Medien, die dies empfing, hat das Ins-Visier-Nehmen eines ausländischen Sportteams, egal, von welchem Land es kam, die Medienziele für die Terroristen erreicht.
Aber dieses Argument ist gültig, wenn kein anderes ausländisches Sportteam geplant hätte, Pakstan zu besuchen. Jedoch war Pakistan der Gastgeber beim Benazir Bhutto Shaheed Internationalen Kabaddi Turnier am 7. März 2009, bei welchem die nationalen Teams von Pakistan, Großbritannien und Kanada teilnehmen sollten. Zusätzlich wurde auch erwartet, dass Klubteams von Deutschland, Frankreich, Italien und Kanada teilnähmen. In der Tat war das deutsche Klubteam schon am Sonntag, 1. März 2009, in Pakistan angekommen.
Darum hätten die pakistanischen Terroristen die Gelegenheit gehabt, fünf europäische Teams ins Visier zu nehmen und dabei die gleiche Vorgehensweise zu benutzen und vielleicht eine größere Aufmerksamkeit der Medien zu erreichen, als wenn sie ein Team aus einem südasiatischen Staat ins Visier genommen hätten. Die Auswahl des Ziels ist ein sehr wichtiges Element der terroristischen Strategie. Terroristische Gruppen identifizieren Ziele nach ihrer strategischen Bedeutung, der Symbolik, der Zugänglichkeit und vor allem nach dem Nutzen für die Gruppe. Darum muss man sich fragen: Wie und warum passte das srilankische Krickett-Team zu den Erfordernissen für die Auswahl des Ziels bei einer pakistanischen terroristischen Gruppe?
Wir meinen, dass vielleicht die in Pakistan sitzende terroristische Gruppe Harakat-ul Mujahedeen (HuM), welche mit der LTTE eng verbunden ist, solch einen Angriff gefördert hat. Im November 2002 hatte Brian Joyce in einem Artikel an „Jane`s Nachrichten“ festgestellt, dass die Harakat-ul Mujahideen die LTTE Verschiffungsflotte benutzten, um Waffenladungen zu islamistischen Gruppen auf den Philippinen zu transportieren. Das Versenken von neun LTTE-Schiffen durch die srilankische Marine hatte einen Einfluss auf die Fähigkeit der HuM, ihre Zweigorganisationen mit Waffen zu versorgen. Andere indische Analytiker haben auch über die enge Verbindung zwischen der HuM und der LTTE geschrieben. Sie haben auch erwähnt, dass die LTTE Anti-Flug-Gewehre aus Pakistan braucht.
Die Verhaftung des LTTE Waffenkäufer Prathapan Thavarajah in Indonesien und seine nachfolgende Auslieferung an die Vereinigten Staaten hat auch ein Licht auf die aktive Gegenwart von LTTE Agenten in Pakistan geworfen. Information, die man aus einem Laptop, der Thavarajah gehörte, gefischt hatte, lieferte detaillierte Nachrichten über LTTE Aktivitäten in Pakistan, einschließlich des Gebrauchs einer Tarnorganisation in Karachi, um etliche Waffenlieferungen zu bewerkstelligen.
Es gibt keinen Zweifel, dass die LTTE Waffenbeschaffungseinheit in Pakistan aktiv gegenwärtig ist, und es ist möglich, dass diese Einheit in den Angriff verwickelt ist. Es ist von höchster Bedeutung, dass die pakistanischen Behörden alle Verbindungen untersuchen, einschließlich der Rolle, die möglicherweise die LTTE Agenten in Pakistan gespielt haben.
Die strategische Bedeutung des srilankischen Krickett-Teams, welches als ein Ziel ausgesucht wurde, könnte darin bestehen, dass Sri Lanka jetzt eine Erfolgsgeschichte des militärischen Sieges über den Terrorismus darstellt. Zu einer Zeit, in der Pakistan gegenüber den Forderungen der Taliban kapituliert, welche die Sharia als Gesetz einführen wollen, um als Austausch einen Waffenstillstand im Sawt Tal zu erhalten, hat die Regierung in Sri Lanka in Hinblick auf eine erfolgreiche militärische Antwort auf den Terrorismus neue Zeichen gesetzt. Es ist möglich, dass das srilankanische Krickett-Team ins Visier genommen wurde, weil Sri Lanka jetzt eine bedeutende symbolische Bedeutung für alle terroristische Gruppen in der ganzen Welt hat.
Die erfolgreiche gegen den Terrorismus gerichtete Strategie, welche von Sri Lanka ergriffen wurde, hat die konventionelle Kampfkraft der LTTE komplett vernichtet, und dies betrifft viele terroristische Gruppen global. Zu einer Zeit, da die Taliban versuchen, eine konventionelle Kraft in der FATA-Region zu entwickeln, ist das srilankanische Beispiel nicht willkommen. Die Regierung der Vereinigten Staaten hat dauernd Pakistan unter Druck gesetzt, damit Pakistan gegen die Taliban eine starke militärische Aktion ergreift, und Sri Lanka ist das Sinnbild bzw. beste Beispiel für einer starken militärischen Aktion.
Ein Großteil der westlichen Medien hat versucht, sich in den letzten paar Monaten auf die humanitäre Situation in Sri Lanka zu konzentrieren. Aber die Politiker in den westlichen Hauptstädten haben vertraulich mitgeteilt, wie erstaunt sie über den Erfolg der srilankanischen Sicherheitskräfte waren. Jetzt ist Sri Lanka eine Erfolgsgeschichte, wie man gegen den Terrorismus vorgehen kann, und damit kommt die Last, dass es ein Ziel für Terroristen ist.
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Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion:
Shanaka Jayasekara, außerordentlicher Lehrbeauftragte an das Zentrum für Politik, Spionage und Terrorismus-Abwehr (PICT) an der Macquari Universität in Sydney, Australien
Übersetzt aus dem Sri Lanka Guardian vom 28. Okt. 2009
von Dr. Mahesh Ladduwahetty
Washington – Die mehrere tausend Tamilen, welche die LTTE nun, da sich das Endspiel nähert, in den Ring geworfen hat, zeigen die unmenschliche Missachtung der LTTE gegenüber ihrer Truppe von loyal unterstützenden Zivilisten und niederen Soldaten, welche in die separatistische Eelam Sache hineingezogen wurden.
Internationale Menschenrechtsgruppen (HR), die Medien und Diplomaten schreien am lautesten und drängen Sri Lanka zu einem Waffenstillstand. Aber sie schreien nicht laut genug, dass die LTTE ihre Waffen niederlegen soll. Die Menschenrechtsgruppen, welche die Speerspitze bei den Rufen nach einem Waffenstillstand bilden, sollten jetzt doch inzwischen die Operations-Strategien der LTTE kennen, und sie sollten wissen, dass sich die LTTE um die Leute, die unter ihrer Kontrolle sind, nicht kümmert. Im Gegenteil: Sie kümmert sich nur darum, wie sie diese Leute zu ihrem eigenen Überleben benutzen kann, indem sie einen zeitweiligen oder dauernden Waffenstillstand erreicht, damit es zukünftige Runden des Guerillakrieges geben kann.
Die Menschenrechtsgruppen und die Medien sollten auch wissen, dass sie von den Terrororganisatinen als Pfand benutzt werden, damit ihnen die Gruppen bei ihrer neuen Taktik des “menschlichen Schutzschildes” helfen. Die traditionelle Position der Menschenrechtsgruppen war, dass sie die Unterdrücker – gewöhnlich Regierungen – kritisierten und die Unterdrückten unterstützten. Aber die Taktik des „menschlichen Schutzschildes“ macht es für die Menschenrechtsgruppen nötig, ihre eigene Position und Strategien zu überdenken, denn es wird klarer, dass sie detailliertere alternative Strategien entwickeln müssen, um die Zivilisten, die unter der Kontrolle von Terrorgruppen sind, zu unterstützen und zugleich die Terrorgruppe selbst von den Zivilisten zu entfremden. Ist dies möglich? Und wenn nicht: Welche Optionen haben sie?
Offenbar sollte es das Ziel sein, so viele Zivilisten wie möglich zu befreien und ihnen zu ermöglichen, den Sturm so lange wie möglich zu überstehen, OHNE aber der LTTE die Hoffnung zu geben, dass es eine „Intervention“ unter dem Vorwand, die Zivilisten zu retten, geben könnte. Praktisch gesprochen, muss dieses “Abwarten” auch begrenzt sein, so dass der gewonnene militärische Vorteil nicht verloren geht. Was auch immer der Fall sein wird, die letzten Konfrontation könnte zweifellos sehr hart sein, und dies wäre der Punkt, an dem die Welt sich ethisch platzieren muss – und in diesem Fall bedeutet das: dass die Welt die srilankanische Regierung unterstützt. In keinem Fall sollte das In-Betracht-Ziehen von „menschlichen Schutzschildern“ das Vertreiben der LTTE in diesem letzten Stadium überlagern. Das wäre unentschuldbar, denn es würde ein schreckliches Beispiel für die Inkompetenz der Welt sein und würde dazu führen, dass der Gebrauch von menschlichen Schutzschildern als eine Terrortaktik ausgeweitet wird.
Dies ist ein Dilemma, und wenn die Menschenrechtsgruppen an solchen kritischen Punkten eine andere Position einnehmen, dann würde das ihre Daseinsberechtigung verneinen. Darum sollten die Menschenrechtsgruppen nicht als Kritiker von Regierungen arbeiten, sondern zusammen mit den Nationen der Welt helfen und kooperieren, indem sie nach besseren, fortgeschritteneren Wegen suchen, wie man die Zivilisten aus dem Würgegriff der Terrorgruppen befreien kann, ohne in die Falle zu fallen, dass sie nur Regierungen kritisieren, die dabei sind, sich sehr zu bemühen, eine sehr heikle Katastrophensituation zu handhaben. Wenn die Menschenrechtsgruppen gegen Regierungen Kritik und Sanktionen einbringen, dann würde das nur dazu führen, dass sie als unwillkommen behandelt werden, und das würde wiederum dazu führen, dass das Leiden der Zivilisten jenseits der Lagerumgebung auf andere Bevölkerungsschichten, die es in den gesamten Ländern gibt, auszuweiten.
Fügen wir dem die besondere Verantwortung der Medien in diesen Tagen und in diesem Zeitalter der miteinander streitenden und sofort verfügbaren Kommunikationsmöglichkeiten hinzu. Sie haben eine sehr besondere Rolle als Wachhunde des Vierten Position, und zur besten Zeit ist diese Aufgabe schwierig, um bei ihren Reportagen ein ethisches und objektives Gleichgewicht zu halten. Das wird aber besonders schwierig in Zeiten von ökonomischem Druck, wie er heute global herrscht.
Die Menschenrechtsaktivisten und die Medien sollten Gewicht auf die Tatsache legen, dass wenn es der LTTE erlaubt wird, mit der Taktik des “menschlichen Schutzschildes” in Sri Lanka Erfolg zu haben, dies sehr schnell die neueste Masche wird, die von unnachgiebigen Terrorgruppen in der ganzen Welt kopiert wird. Sri Lanka mit seinem langen Konflikt und der terroristischen Dimension der LTTE ist das Labor für die heutigen Terrororganisationen der Welt geworden. In diesem Labor schärfen sie ihre Taktik und lernen voneinander. Bei dieser Szenerie ist es von kritischer Bedeutung, dass es die Welt nicht erlaubt, dass dieses terroristische Experiment die „falschen“ Resultate ergibt. Die Welt kann es sich nicht leisten, es dieses Mal NICHT RICHTIG zu machen.
Es ist unwahrscheinlich, dass es die LTTE noch mehr Zivilisten erlauben wird zu entkommen. Das Dilemma für alle davon dann Betroffenen ist, wie man mit den unvermeidlichen Tötungen umgeht, nun, da die Armee mit ihrem tagtäglichen und vielleicht Mann-für-Mann-Kampf das „menschliche Schutzschild“ zusammendrängt. Die 70.00 oder mehr Zivilisten, welche zurückbleiben, können auch bewaffnet sein. Würde das Ende die Mittel rechtfertigen, wie es bei Hiroshima der Fall gewesen ist? In diesem Fall antwortet der gesunde Menschenverstand traurig: „Ja.“ Diese Antwort gilt nicht nur für Sri Lanka, sondern für die ganze Welt. Und dennoch wird dies eine Narbe hinterlassen, die auf immer auf Sri Lankas Geschichte lasten wird… Dies ist der Preis, den die Nation dafür bezahlen muss, dass sie der LTTE so lange Spielraum gelassen hat, und zwar besonders durch das dumme Waffenstillstandsabkommen. Dies ist auch der Preis für das Rückgewinnen der Sicherheit der Insel, während man, wie zu hoffen ist, eine erfahrene Terrorgruppe vom Erdboden verschwinden lässt.
Wie immer ist die Vorbeugung besser als die Heilung. So ist die wirkliche Antwort auf den Terrorismus, die Dinge schon am Anfang am Entstehen zu hindern, so dass den Terrorgruppen keine Chance bleibt, sich zu entwickelt. Sri Lanka ist die erste demokratische Regierung der modernen Welt, welche gezwungen ist, sich der Not der „menschlichen Schutzschilde“ gegenüber zu sehen. Dies braucht ein besonderes Verstehen und eine besondere Unterstützung statt eines einseitigen Angriffs, wie er von den Zeugen von Menschenrechtsgruppen, den Medien, und den diplomatischen Zweigen der internationalen Gemeinschaft bei der Anhörung des Komitees für Außenbeziehungen des Senats der USA vor ein paar Tagen unternommen wurde.
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Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion:
Hintergrund Video: No future – what’s wrong with Sri Lankan Tamils?

Dummes Mädchen: die tamilische Sängerin MIA
Cynwyd - Vielleicht ist es die Tatsache, dass Barack Obama offenbar leicht verblüfft war, als Bono das Volk von Palästina neben dem Volk von Israel während des “Wir sind Eins”-Konzertes während der Amtseinsetzung auf der Promenade erwähnte.
Oder er konnte den aus Millionen Kehlen der Versammelten kommenden Schrei der Zustimmung nicht in irgendetwas umbiegen, was sich als Friedenshoffnung in Gaza oder der West Bank deuten ließ.
Egal: Die amerikanischen Medien waren voll des passenden Vergessens in Hinblick auf das stattfindende Massaker von Palästinensern und in Hinblick auf die amerikanische Wirkungslosigkeit in der Region. Es gibt aber auch einen neugefundenen Enthusiasmus dafür, dass man auf die srilankanische Regierung das Wort „Genozid“ wirft.
Dabei scheint der Boston Globe führend zu sein. Zuerst gab es am 4. Februar einen Leitartikel mit dem Tigel „Die Qual von Sri Lanka“. In dem Leitartikel wurde die srilankanische Regierung beschuldigt, dass sie eine Offensive der verbrannten Erde verfolgen würde, und die Obama Verwaltung wurde aufgerufen, eine UN Sicherheitsrat-Resolution zu verlangen, in der nach einem Waffenstillstand gerufen würde. Es wurden auch die asiatischen Mächte, die Sri Lanka militärischen Beistand leisten, aufgerufen, auf die srilankanische Regierung Druck auszuüben, damit diese das militärische Manöver stoppt. Ich nehme an, dass das ganz richtig wäre – aber ernst, nachdem die Obama-Verwaltung Israel gebeten hat, die 268 UN Resolutionen hinsichtlich ihrer Aktionen gegen Palästina zu befolgen, zu beachten oder sie auch nur anzuerkennen. Oder vielleicht sind das zu viele Resolutionen. Dann würde es reichen, wenn das mit der letzten gemacht wird, der UN Resolution 1860, in deren fünftem Teil festgestellt wird, dass die UN „alle Gewalt und alle Feindseligkeiten gegen Zivilisten und alle Terrorismusakte verurteilt“? Aber das kann die Obama Verwaltung nicht verlange, da die USA dabei nicht mitgestimmt hat.
Am 12. Februar gab es einen weiteren Artikel im Globe. Er handelte von einem Teenager aus Massachusetts, Priya Suntharalingam, welcher im amerikanischen Stil – d.h. mit Hilfe von Gatorade, Wasser und natürlich Vitamintabletten – fastete, um die Aufmerksamkeit „auf die Notlage der Tamilen in Sri Lanka“ zu lenken. Offenbar sind die Suntharalingams 1989 nach Boston gezogen und wurden innerhalb der Bostoner tamilischen Assoziation sehr bekannt. Diese Assoziation ist Priya Suntharalingams Quelle für alles, was Sri Lanka betrifft – und sie nennt Sri Lanka ihr Mutterland, obwohl sie es nur einmal, mit 14, besucht hat, um an einer Hochzeit teilzunehmen! Aber den Globe kümmert die Quelle nicht. Statt stellt er den Mumpitz eines Kindes heraus und führt keine eigenen Untersuchungen durch.
Am 15. Februar ging der Globe noch weiter mit einem saftigen Titel „Genozid in Sri Lanka“, geschrieben von Bruce Fein. Hr. Fein hat nach seinen eigenen Angaben ein 1000-seitiges Dokument Erich Holder, Präsident Obamas amerikanischer Generalstaatsanwalt, übergeben. In dem Dokument wird behauptet, dass es eine Neuauflage des „bosnischen Srebreniza-Genozids an mehr als 7.000 Moslems gäbe… Sri Lankas Streitkräfte würden unterschiedslos bombardieren und Granaten werfen, um die 350.000 tamilischen Zivilisten in eine von der Regierung vorgeschriebene `Sicherheitszone` zu treiben, was eine Beschönigung für ein Schlachtfeld ist.“ Fein, ein früherer Vize-Staatsanwalt während der Reagan Verwaltung, behauptet, dass das „State Department Sri Lanka als ein Ziel für die Untersuchung im Büro von Kriegsverbrechen auflistet“, aber er vergisst zu erwähnen, dass das gleiche State Department die LTTE als eine terroristische Organisation auflistet und dazu gekommen ist, dass es die Konten von LTTE Akteuren hier in den Vereinigten Staaten eingefroren hat – und nebenbei auch das finanzielle Ausstatten der LTTE durch Amerikaner und Kanadier abgeschnitten hat. Dies waren alles Schachzüge, welche die LTTE dazu zwangen, plötzlich 2002 Friedensgespräche zu beginnen.
Aber wie kann ein Syndikat wie der Boston Globe deswegen getadelt werden, wenn eine Bastion der unabhängigen Medien, PBS (Peoples` Broadcasting Service) von Tavis Smiley benutzt wurde, um Fernsehzeit zu liefern (ich kann es kein Interview nennen, da für ein Interview Nachforschen und Vorbereiten und einsichtiges Befragen des Interviewers nötig ist, was bei Smiley überhaupt nicht der Fall gewesen war). In dieser Fernsehzeit wurde mit Mathangi Arulpragasam gesprochen, einer in Sri Lanka geborenen Rapperin, welche der Welt als MIA bekannt ist. Arulpragasam ist die Nichte von Prabhakaran. Allein diese einfache Tatsache sollte Hr. Smiley auf das, was kam, vorbereitet haben. Aber dies hätte erfordert, dass er wusste, wem er eine Plattform gab – und wie die meisten Amerikaner wusste er es nicht.
Smiley, eine afrikanisch-amerikanische Fernsehpersönlichkeit, die eine erfolglose politische Karriere aufgegeben hatte, um sich Radioshows zuzuwenden, ist für seine Ansichten über Rasse und Politik, besonders über den institutionellen Rassismus bekannt. Er aht Preise und die Aufmerksamkeit von Redakteuren der Newsweek, Washington, Post, Time und Netzwerken wie MNBC, ABC und CNN gewonnen. Dort erschien er als politischer Kommentator. In seiner ganzen Karriere hat Smiley einen Pfad zurückgelassen, der mit Ressentiments und politischer Zweckmäßigkeit bestreut war. Das letzte Mal, als er bei der Nation im Rampenlicht stand, war da, als er große Teile von Amerika erzürnte, indem er Barack Obama kritisierte, weil dieser für ihn „nicht schwarz genug“ war und weil dieser seine Wahlkampagne in Texas und Ohio Tage vor den Vorwahlen durchführte, anstatt ihn zu treffen! Smiley ist notorisch bekannt dafür, dass er sich weigert, einen Streitpunkt zu diskutieren (er brachte seine Mutter ins Radio, damit diese ein Gebet anleitete, indem die schwule Gemeinschaft verurteilt wurde!), sondern sich statt dessen als unfehlbar gebärdet und Sündenböcke findet, wo es keine gibt.
Man braucht sich nicht wundern, dass MIA erlaubt wurde, Erklärungen abzugeben wie die, dass die LTTE nur eine harmlose Gruppe von Tamilen (und nicht eine militante terroristische Organisation) ist, die kein schlagkräftiges Militär haben und mit einem Niesen ausgelöscht werden können, und dass die srilankanische Regierung versucht, das tamilische Volk in Sri Lanka “auszulöschen”! Nach Arulpragasam wird den Tamilen nicht erlaubt, „in Sri Lanka zu leben“!
Als ich es das letzte Mal nachprüfte, geschah es, dass dank einer Flut von Protesten beim Sender von Zuschauern aus der ganzen Welt der Ombudsmann der PBS Michael Getler eine öffentliche Entschuldigung für Smileys Auftreten veröffentlichte. Diese enthielt eine Erklärung, dass es keinen Beweis dafür gäbe – weder von internationalen Medieneinheiten, noch von humanitären Organisationen -, dass der gegenwärtige Krieg gegen die LTTE als Genozid beschrieben werden könnte, und dass keine der „berichtenden Agenturen, welche gewöhnlich solche Beurteilungen suchen, eine solche Beurteilung gemacht hat.“ Der Ausführende Produzent der Tavis Smiley Show, Neal Kendall, hat sich jedoch geweigert, sogar auf Michael Getlers Bitte zu antworten, er möge auf die Kritik von Smiley antworten. Dank des intensiven internationalen Drucks und der vereinten Anstrengungen von singhalesischen und tamilischen SrilankanerInnen, die in den USA leben, wurde heute Tavis Smiley gezwungen, mit Dr. Palitha Kohona – Sri Lankas Sekretär des Außenministeriums – und auch mit Ravi Nessman – dem AP Bürochef in Colombo – eine Folge zu der Show zu drehen.
Die einschlägigere Tatsache ist es, wie leicht die amerikanischen Medien von jeder beliebigen Minderheitengruppe in der ganzen Welt überfallen und reingelegt werden können. Sie können dazu gebracht werden, sich einer Sache anzunehmen, egal, wie irregeführt und ungerechtfertigt die Sache ist. Es gibt eine neue Fernsehshow mit Namen Lügen Sie mich an, welche gerade dabei ist, Amerika im Sturm zu erobern. Sie stellt die Arbeit von Dr. Paul Ekman heraus, dem Wissenschaftler, welcher ein Pionier bei dem Erkennen von Täuschung war, indem er aus dem menschlichen Gesicht, dem Körper und der Stimme das Entsprechende ablas. Jene, welche die Kunst gelernt haben, benützen sie bei Untersuchungen von Verbrechen. Jene von uns, welche eine Fähigkeit, eine Lüge zu erkennen, die einem Menschen eingeboren ist, haben, hätten kein Problem damit gehabt, zu erkennen, was hinter Arulpragasams Auftritt steckte. Jemand, der persönlich von den Bedingungen eines ganzen Volkes, das nicht leben und atmen kann, betroffen ist, wie sie es behauptete, und an dem angeblich ein Genozid verübt wird, lehnt sich im nationalen Fernsehen nicht zurück, wirft die Haare nach hinten und lässt im gleichen Atemzug eine Reihe von Witzen los! Genozid ist ein großes Wort und man stellt es nicht in den Raum, ohne ihm und ihm allein alle Aufmerksamkeit zu verleihen.
Aber das Problem ist, dass Arulpragasam ein Album verkaufen muss und dass sie in das Land des Verkaufens umgezogen ist – über Hounslow, Chennai, Jaffna, London – und dass sie jetzt in Bedford-Stuyvesant, in Brooklyn, New York residiert. Es gab eine Zeit, da konnte MIA kein Visum bekommen, um die Vereinigten Staaten zu besuchen, als zu sich weigerte, ihren Alben einen Verzicht auf Terrorismus hinzuzufügen. Wie wurde von Manish auf der Webseite Sepia Mutiny gebloggt. Dort heißt es:
“Arulpragasam spielt ihre Tiger-Verbindung nicht herunter, sie stellt sie zur Schau. Die Verbindung gehört zu ihrem Marketing-Konzept. Sie machte ein Mix-Album, wobei sie unberechtigt Teile von Stücken, genannt Die Piraten unterstützen finanziell den Terrorismus, verwendete. Ihr Lied „Sonniger Regenschauer“ bezieht sich auf Selbstmordattentate („Und einige Regenschauer richte ich hin zu euch“). Ihr erstes Album trägt den (LTTE) Kodenamen ihres Vaters. Im ganzen „Sonniger Regenschauer“-Video gibt es Dschungelguerillas. Es gibt einen großen rennenden Tiger in ihren exzellenten Konzertausschnitten. Auf der Bühne schreitet sie im Stechschritt.“
Aber nun passt sie genau dazu. Es könnten acht Jahre George Bush gewesen sein. Oder es könnte sein, dass die ganze Sache Bush für dieses Land eine solche Peinlichkeit ist und dass es für das Land so schwierig ist, dass es – nun, da Obama gekommen ist – vergessen muss, dass es weiterhin mit Israel kungelt, dass Amerika eine Kontroverse über eine Insel von der Größe Maines in Gang setzen muss. Sri Lanka könnte zu den amerikanischen Journalisten, welche solchen Propaganda-Verbreitern wie Fein, Smiley und Arulpragasam, glauben, sagen: „Hallo Topf, ich bin dein Deckel“. Aber es ist doch so, dass sowohl Topf als auch Deckel Jacke wie Hose sind – also unwichtig – und dass schon zwei große Staaten die Hauptrolle haben: die Vereinigten Staaten und Israel.
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Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion:
R. S. Freemans kreative und politischen Artikel sind international erschienen. Ihr erster Roman „Ein ungehorsames Mädchen“ wurde von Atria/Simon&Schusterim Juli 2009 und von Viking in Großbritannien veröffentlich. Er wurde in Italienisch, Hebräisch, Taiwanesisch, Portugisisch und Holländisch übersetzt. Sie lebt in Cynwyd, PA.
Videoausschnitte von MIA auf der deutsch-sprachigen, in England gehosteten Pro-LTTE Site „Friedeninsrilanka.de“
Übersetzt von einem UPI Pressemeldung vom 4. März 2009
Von Indrajit Basu – UPI Korrespondent
Kolkata, Indien – Seit Jahren gab es die Angst, dass eines Tages Terroristen Krickett angreifen würden, den populärsten internationalen Sport Südasiens. Schließlich geschah es am Dienstag, als Schützen einem Bus auflauerten, welcher das srilankanische Kricketteam in Lahore, Pakistan, transportierte. Experten sagen aber, dass die Motive tiefer liegen und nicht nur ein Angriff auf Krickett sind, und dass die Implikationen des Angriffs viel weiter gehen.
Der Angriff scheint eine schlau geplante Strategie zu sein, um erstens Pakistans demokratisch gewählte Regierung zu unterminieren, zweitens gegen Sri Lankas letzte Offensive gegen den Terrorismus vorzugehen, und – wichtiger – drittens, eine tiefe Kluft innerhalb der freundlichen und engen Verbindungen zwischen Sri Lanka und Pakistan zu schaffen.
Rohan Gunaratna, der Leiter des Internationalen Zentrums für Politische Gewalt und Terrorismus-Forschung im Institut für Verteidigungs- und Strategie-Studien an der Nanyang Technologie-Universität in Singapur sagte: “Die srilankanischen Kricketspieler werden von den terroristischen Organisationen nicht als indische Kricketspieler betrachtet, und ich kann mir nicht denken, dass irgendeine terroristische Gruppe wegen des srilankanischen Kricket Grund zur Klage hat.“
Gunaratna weiter: “Obwohl sich der Angriff gegen das srilankanische Kricketteam richtete, richtet er sich auf vielerlei Art gegen die pakistanische Regierung und den Staat, weil Pakistan – anders als Indien – mit Sri Lanka sehr herzliche Verbindungen hat. Ein Angriff gegen srilankische Ziele ist ein guter Weg, um beide Regierungen in Verlegenheit zu bringen.“
Auf diesem krickettverrückten Kontinent war das Spiel zwischen den beiden Ländern in Lahore nicht nur ein internationales Sportereignis. Es war auch eine Geste der Freundschaft durch Sri Lanka, um Pakistan zu helfen, seinen Stolz wiederzugewinnen, nachdem sich Indien geweigert hatte, internationales Krickett in Pakistan zu spielen, und als Grund Sorgen wegen der Sicherheit nach den Mumbay Angriffen im letzten Jahr angab.
Sa`adi Thawfeeq, der Sportredakteur der Zeitung The Nation in Sri Lanka, schrieb: “Sri Lanka fuhr nach Pakistan, um Pakistan aus einer tragischen Situation herauszuhelfen, denn das Gastgeberland hatte nicht ein einziges Testspiel in den vergangenen 14 Monaten als Gastgeber gespielt.” Er fügte hinzu, dass Sri Lanka zustimmte, in Pakistan zu spielen, um einem asiatischen Nachbarn auszuhelfen und die Leere, die durch Indiens Rückzug geschaffen wurde, zu füllen.
Gunaratna: “Der Angriff zielte darauf ab, die gegenwärtige demokratisch gewählte Regierung in Verlegenheit zu bringen, da allein die pakistanische Regierung für den Schutz des srilankischen Krickett-Teams verantwortlich war. Der Angriff sollte auch die Beziehung zwischen den beiden Ländern verderben.“
Man muss zugeben, dass Pakistan für Sri Lanka ein wichtiger Freund gewesen ist, nachdem Indien damit aufgehört hatte, Waffen nach Sri Lanka zu schicken, um der Inselnation zu helfen, ihren Krieg gegen die militanten Befreiungstiger von Tamil Eelam zu führen. Experten sagen, dass über die Jahre Sri Lanka gezwungen war, Pakistan und China um Waffen zu bitten. Diese kamen der Bitte bereitwillig nach und schmiedeten konsequenterweise militärische Verbindungen mit Sri Lanka.
Berichte legen nahe, dass die von Islamabad und Peking empfangene militärische Hilfe ein Schlüsselfaktor dabei gewesen ist, dass Sri Lanka befähigt wurde, ihre militärischen Operationen gegen die LTTE erfolgreich in Gang zu setzen.
Und das könnte ein anderer Grund hinter dem Angriff von Dienstag sein. Nach Shanaka Jayaskara, dem Terrorismusforscher am Zentrum für Politik, Spionage und Terrorismusabwehr an der Macquarie Universität in Sydney, Australien: „Während Pakistan in großem Ausmaß den Forderungen der Taliban – wie z.B. dem Gesetz der Sharia in der föderal verwalteten Region mit den Stammesgebieten – nachgegeben hat, hat die srilankische Regierung eine völlig entgegengesetzte Strategie, um den Terrorismus auszulöschen, angenommen, indem sie für eine militärische Operation optierte. Viele sagen, dass dies an Angriff auf das Konzept des Umgehens mit dem Terrorismus ist, bei dem Sri Lanka einigen Erfolg gezeigt hat.“
Nebenbei kann die Reichweite der Publizität, welche solche Angriffe annehmen, nicht ignoriert werden. Jayasekara sagte: „In diesen Tagen ziehen Terrorangriffe in Pakistan kaum mehr als eine vorbeirollende Nachrichtenzeile unten beim Fernsehschirm auf sich. Da es keine weiteren bedeutenden internationalen Veranstaltungen oder Ziele in Pakistan gibt, denke ich, dass der Angriff auf das Krickettspiel in Pakistan die einzige Gelegenheit war, bei der die Terroristen global zu Schlagzeilen kamen.“
Natürlich gibt es keinen Mangel an Theorien darüber, wer für die Angriffe verantwortlich ist. Während einige pakistanische Polizeibeamten klare Parallelen zwischen dem Angriff vom Dienstag und dem Mumbai Angriff im November hinsichtlich des Stils sehen, vermuten viele, dass auch die LTTE dabei eine Rolle spielte.
Ein indischer Sicherheitsexperte – B. Raman – schrieb in seinem Blog: „Während es zu früh ist, um einzuschätzen, wer für den Angriff verantwortlich sein könnte, und warum er gestartet worden war, muss man sich an vergangene Beispiele von Kontakt (zwischen der) LTTE und den Harkat-ul-Mujahideen erinnern. Die Harkat-ul-Mujahideen sind ein Mitglied der internationalen islamischen Front Al-Qaida. Man muss sich auch an die Rolle erinnern, welche die Handelsschiffe der LTTE in den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts spielten: Sie erleichterten den Heroinschmuggel aus der Afhanistan-Pakistan Region.“
Überdies hat Jayasekaras Forschung mit den Jahren enthüllt, dass die LTTE enge Beziehungen zu einigen islamistischen Gruppen entwickelt hat. Darin eingeschlossen sind viele in Pakistan. Beide, den islamistischen Gruppen und der LTTE, nützen diese Beziehungen.
Jayasekara: “Es ist schwierig, diese Beziehung ohne genügend Beweise nachzuweisen, aber ich weiß, dass die LTTE Beziehung zur HUM sehr aktiv ist. Sie haben gute Verbindungen zu Mitgliedern der HUM und haben auch mit ihnen zusammen eine Tarnorganisation in Karachi eingerichtet. So kann auch die Verwicklung der LTTE in diesen Angriff nicht ausgeschlossen werden.“
Aber Jayasekara findet es schwierig zu glauben, dass die terroristische Gruppe Lashkar-e-Toiba – welche in Muridke nahe Lahore sitzt und angeblich für die Mumbai Angriffe war – auch hinter den Angriffen von Dienstag steckt, obwohl die beiden Operationen eine ähnliche Handschrift tragen.
Jayasekara weiter: “Die meisten meinen, die LeT würde hinter den Mumbai Angriffen stecken, aber da die LeT eine pro-pakistanische militante Organisation mit der stillschweigenden Unterstützung des pakistanischen Geheimdienstes (ISI) ist, denke ich, dass es nachteilig für die LeT wäre, wenn sie Ziele in Pakistan angreifen würde.“
Wer ist dann verantwortlich? Gunaratna glaubt, dass die Schuldigen zu „importierten Terrorgruppen“ gehören, welche nun ihre Basis in Pakistan haben.
Nach ihm sind nach der amerikanischen Intervention in Afghanistan ungefähr 40 Terrorgruppen, die in Afghanistan saßen, nach Pakistan umgezogen. Dort fanden sie einen sicheren Hafen, in dem sie ihre Basis errichten konnten.
Gunaratna: “Heute kämpft Pakistan einen nicht nachlassenden Kampf gegen terroristische Gruppen wie Tehrik-e-Taliban Pakistan und Al-Qaida, welche aus Afghanistan importiert wurden. Diese unterscheiden sich von den afghanischen Taliban oder der LeT, welche die pakistanische Regierung unterstützt. Diese Gruppen sind vollkommen gegen Pakistan und sind zu solchen Taten fähig.“
Übersetzung vom Sri Lanka Guardian vom 04. März 2009
Washington – Präsident Obama wurde am 3. März von einem Journalisten gefragt, wie er auf den Angriff auf das srilankanische Kricketteam in Pakistan antworten wolle. Es folgt die Abschrift des Interviews.
Frage: Können Sie über den heutigen pakistanischen Terrorangriff auf das Krickett-Team sprechen? Besonders Sie, Herr Präsident, haben klar gemacht, dass sich Afghanistan und Pakistan zusammen sehen müssen. Auf welche Weise kann nach Ihrer Meinung die Weltgemeinschaft Pakistan unterstützen?

Obama: Sorge über die Situation in Indien
Präsident Obama: Nun, die Einzelheiten sind noch nicht alle bekannt und deswegen möchte ich nicht zu sehr ins Einzelne gehen. Offenbar sind wir tief besorgt. Aber lassen Sie mich nur eine generelle Feststellung treffen. Sowohl Großbritannien als auch die Vereinigten Staaten teilen ein tiefes Interesse an dem Sicherstellen, dass weder Afghanistan noch Pakistan für terroristische Aktivität sichere Häfen sind.
Und wir haben uns in der Vergangenheit effektiv koordiniert. Aber die Wahrheit ist, dass sich die Situation in Afghanistan verschlimmert. Die sicheren Häfen für Al-Quaida bleiben in den Grenzregionen von Pakistan. Und wir führen gegenwärtig einen umfassenden Überblick unserer Politik in Hinblick auf Afghanistan, in Hinblick auf Pakistan, in Hinblick auf unsere Koordinierung mit unseren NATO Verbündeten und anderen Mitgliedern der internationalen Sicherheitskräfte, welche da sind, durch. Ich werde vor dem NATO Gipfel eine Reihe von Ankündigungen durchführen, welche sofort dem G20 Gipfel folgen und die Richtung, in welche die Vereinigten Staaten gehen wollen, betreffen.
Aber ich bin zuversichtlich, dass bei dieser Anstrengung unser stärkster Partner wieder einmal Großbritannien und der Premierminister, der neben mir sitzt, sein wird.
Der Vizesprecher des State Department, Herr Duguid der gerade im Dienst ist, kommentierte auch die Angriffe während einer Pressekonferenz des State Department am 3. März.
Frage: Ja, gestern gab es den Angriff auf das besuchende srilankanische Cricket Team in Lahore. Weiß das State Department, wer hinter diesen Angriffen steckt, oder haben Sie irgendwelche Kommentare hinsichtlich jener Angriffe?
Duguid: Wir verurteilen diesen bösartigen Angriff auf unschuldige Zivilisten, aber auch auf die positiven Beziehungen, welche Pakistan und Sri Lanka aufrechtzuerhalten versuchen. Dies ist nicht nur ein Angriff auf Individuen; dies ist ein Angriff auf friedliche, normale Beziehungen. Und wir verurteilen völlig diesen terroristischen Angriff. Wir sprechen den Familien der Opfer unser Beileid aus, und wir schicken den Verletzten unsere Wünsche für Ihre Heilung. Die pakistanische Polizei, so hat man mir zu verstehen gegeben, war äußerst tapfer beim Beschützen derjenigen, die in Ihrer Obhut waren, und sie sollten öffentlich gelobt werden.
Übersetzt aus dem srilankanischen Tageszeitung „Island“ 3. März 2009
von Wimal Keerthi, Korrespondent aus Negombo
Negombo – Der Mann, der die LTTE Selbstmordmission nach Katunayake flog, wurde als Murugapillai Sivarueben aus Idakkaduwa, Atchuveli identifiziert. Dies geschah gestern bei der behördlichen Untersuchung durch den Präsidenten Janaki De Alwis.
Ein LTTE Soldat, der ein Verwandter des verstorbenen 29-jährigen LTTE Mitglieds war, machte bei der Untersuchung eine Zeugenaussage. Er sagte, dass er den Körper in der Leichenhalle im Negombo Base Krankenhaus identifiziert habe.
Er sagte weiterhin, dass Sivarueban im Idakkadduwa Maha Vidyalaya bis zur Oberstufe in der Schule gewesen und später Mitglied der LTTE wurde. Er war bei der Imran Pandyan Einheit der Tiger ein Mitglied in Schlüsselstellung geworden.
Der Zeuge sagte, dass der Verstorbene auf seinem Körper weiße Flecken hatte, da er an Leukodermitis litt. Es wurde weiterhin enthüllt, dass sein Vater an Krebs erkrankt ist und dass dieser mit seiner jüngeren Tochter im Wanni lebte, während die ältere Tochter in Deutschland residiert.
