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Übersetzt von der Nachrichtenagentur AFP vom 17. Februar 2009

Ein verwundetes Kind, das sich mit Familie in die Obhut der srilankischen Armee begeben konnte

Ein verwundetes Kind, das sich mit Familie in die Obhut der srilankischen Armee begeben konnte

Colombo – Sri Lankas in die Ecke getriebenen Tamil Tiger Rebellen haben das Rekrutieren von Kindersoldaten intensiviert. Einige davon sind erst 14, wie die Agentur für Kinder der Vereinten Nationen am Dienstag berichtete.

Die Erklärung der UNICEF kam, als sich die Befreiungstiger von Tamil Eelam darauf vorbereiteten, einen Endkampf gegen die vorrückenden Regierungskräfte in Gang zu setzen.

Philippe Duamelle, der Chef von UNICEF in Sri Lanka sagte: “Wir haben klare Hinweise darauf, dass die LTTE das Zwangsrekrutieren von Zivilisten intensiviert hat und dass sogar 14-jährige Kinder jetzt für das Rekrutieren ins Visier genommen werden.”

Sri Lankas Truppen scheinen kurz davor zu sein, die 37 Jahre alte Kampagne der Rebellen für ein unabhängiges tamilisches Heimatland zu zerschmettern, nachdem es eine Reihe von Schlachtfeld-Siegen entlang des Nordostens der Insel zu ihren Gunsten gab.

Die Tiger, welche in einem kleinen Dschungelstück umzingelt sind, sind am Dienstag gegen die Vereinten Nationen ausfallend geworden, nachdem die Vereinten Nationen sie beschuldigt hatten, Zivilisten, welche versuchten, dem blutigen Konflikt zu entkommen, zu erschießen.

Die UN berichtete, dass die Tiger-Terroristen Zehntausende von Nicht-Kämpfern in dem von den Rebellen gehaltenen Territorium zurückhalten würden und dass “eine wachsende Anzahl von Leuten, welche zu fliehen versuchen, angeschossen und manchmal getötet worden sind”, während sie Sicherheit suchten.

Eine Tarnorganisation für die Rebellen wandte sich gegen die Behauptungen und sagte, dass die UN die Pflicht gehabt hätte, unschuldige Leute zu beschützen, und dabei versagt hätte.

Die UN “hat sogar die übrig gebliebenen wenigen lokalen Teams aus der Konfliktzone herausgebracht (und) vollkommen ihre Verantwortung abgeleget, sich um die hier gefangenen Zivilisten zu kümmern.“ Dies besagt ein Pamphlet der Tamilische Rehabilitierungsorganisation (TRO).

Die TRO, welche in einigen Ländern – einschließlich der USA – verboten ist, sagte in ihrer Stellungsnahme, dass die UN versuchen würde, “ihr eigenes Versagen” zu verbergen.

Die Tiger-Anführer geleugnet, dass ihre Kämpfer tamilische Zivilisten töten oder sie als “menschliche Schutzschilde” festhalten würden.

Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (ICRC) berichtete, dass Familien in einer bestimmten “Sicherheitszone” innerhalb des Rebellenterritoriums “in einem Zustand äußerster Erschöpfung und Verzweiflung” ankamen.

Paul Castella, Kopf des ICRC in Sri Lanka, sagte am Dienstag: “Aber die Realität ist, dass es da ein fast vollständiges Fehlen von Arznei und Hilfsgegenständen gibt.“

“Wir retteten heute Leben, aber viele Menschen bleiben zurück, hilflos und voller Angst, und warten darauf, dass sie evakuiert werden. Es ist jetzt eine Sache von Leben und Tod für sie.“

Die UN, die Vereinigten Staaten und Großbritannien haben die Tiger eindringlich ermahnt, den Zivilisten zu erlauben, die Konfliktzone zu verlassen, während sie die Regierung in Colombo drängen, einen zeitweiligen Waffenstillstand zu erlauben. Beide Seiten haben jeweils die Bitte abgelehnt.

we-tamils-and-sinhalese-areÜbersetzt von der Nachrichtenagentur AFP vom 16. Februar 2009

Mumbai - Kader der  Tamil Tiger  haben Zehntausende von Zivilisten daran gehindert, Sri Lankas Kriegszone zu verlassen, und jene, die zu entkommen versuchten, auf die wurde “geschossen und manchmal wurden sie getötet“. Dies sagte ein Sprecher der Vereinten Nationen am Montag.

Die Tiger-Soldaten halten tamilische Zivilisten in einem kleinen Dschungelstück im Norden der Insel fest, wo die Rebellen von den Regierungstruppen in die Ecke getrieben wurden.

Das UN-Büro sagte hier in einer Erklärung: “Eine wachsende Anzahl von Leuten, welche versuchen, zu fliehen, wurden angeschossen und manchmal getötet.”. Das Büro fügte hinzu, dass die Tiger auch 14-jährige Kindersoldaten rekrutierten und auch Kinder als Selbstmordbomber einsetzten.

Übersetzt aus einer Presserklärung von Amnesty International vom 9. Februar 2009

Amnesty International hat die Taten einer Selbstmordattentäterin verurteilt, welche sich dem Bericht nach als Zivilistin anzog und sich heute in die Luft sprengte. Dabei tötete sie 28 Leute und verletzte Dutzende weitere an einem Kontrollpunkt für Zivilisten, welche aus der Konfliktzone flohen.

Solche heimtückischen Angriffe verletzen das internationale Konventionen und setzen Zivilisten noch mehr Gefahren aus.

Yolanda Foster, die Sri Lanka Expertin von Amnesty International: “Wenn man die Unterscheidung zwischen zivilen flüchtenden und Kämpfern verwischt, dann bedeutet das, dass tausende von gewöhnlichen Leuten, welche verzweifelt aus dem Konfliktgebiet fliehen, ein größeres Risiko eingehen, Opfer von Vergeltungsmaßnahmen zu werden und im Kreuzfeuer gefangen zu werden.”

Die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) haben eine lange unrühmliche Geschichte der skrupellosen Nutzung von Selbstmordattentätern und sie haben in der Vergangenheit auch Zivilisten ins Visier genommen.  Sie haben die Verantwortung für den Angriff bis jedoch heute nicht übernommen.

Yolanda Foster sagte: “Die Tamil Tiger müssen sofort und öffentlich dem Gebrauch von Taktiken wie die, als Zivilisten verkleidete Selbstmordattentäter einzusetzen, abschwören.”

Yolanda Foster weiter: “Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass der Gebrauch solcher Angriffe von einer Partei in einem bewaffneten Konflikt als Antwort keine ungesetzlichen Angriffe entschuldigt. Dieser niederträchtige Angriff sollte von dem srilankanischen Militär nicht als eine Entschuldigung benützt werden, um vertriebene Zivilisten zu misshandeln, welche immer noch in Übereinstimmung mit dem internationalen Gesetz behandelt werden sollten. Die srilankischen Sicherheitskräfte müssen immer noch sicherstellen, dass ihre Handlungen gegen militärische Ziele und nicht gegen Zivilisten gerichtet sind“

Die Regierung habe den Zugang der Medien zu Konfliktgebieten eingeschränkt, um es unmöglich zu machen, Berichte von dem, was auf dem Boden passiert, zu verifizieren.

“In einem Krieg ohne Zeugen sind es die Zivilisten, welche den Preis für die Missachtung beider Seiten gegenüber dem internationalen humanitären Gesetz bezahlen.”

Übersetzt aus dem Muslim Guardian vom 11. Februar 2009

von Lafir Mathalif 

Colombo - In einer größeren, gegen die LTTE Propaganda gerichteten Enthüllung hat die Nachrichtenagentur AP heute die Geschichte vom Schicksal von Wanni Zivilisten veröffentlicht. Diese wurden, als sie versuchten, ihrem Schicksal als menschliche Schutzschilde zu entgehen, von der LTTE hinterrücks erschossen.

Selvadorai Thavakumar, 23, aus Kilinochchi, der früheren Rebellenhochburg, welche die SL-Armee im Januar eingenommen hatte, sagte: “Meine Frau und mein Kind wurden von den Rebellen erschossen.”

Thavakumar war unter den Hunderten von Kranken und Verwundeten, welche das Rote Kreuz am Dienstag mit einer Fähre aus einer medizinischen Behelfseinrichtung in der nördlichen Stadt Putumattalan, die mit Granaten beschossen worden war, evakuiert hatte, so der AP-Bericht.

Manoharan Mahendran, 53, ein Einwohner der früher von den Rebellen gehaltenen Stadt Vishwadu, sagte: “Seit Tagen hatten wir keine Nahrung, so dass wir beschlossen, in das Gebiet der Regierung zu fliehen. Auf dem Weg versperrten uns die Rebellen den Weg und versuchten, uns am Fliehen zu hindern.“

Er sagte, dass die Rebellen früher in dieser Woche das Feuer eröffneten, als die Zivilisten baten, dass man ihnen erlauben sollte zu fliehen: “Die Leute waren völlig hilflos.” 

Nach K. Thangavelu aus Toronto, der zum Sri Lanka Guardian sprach, “werden LTTE-Medien wie Tamilnet offenbar AP, die BBC und CNN wegen dieser Geschichte in den nächsten paar Tagen angreifen. Sie werden es tun, um weiterhin die nationalistische tamilische Diaspora zu verblenden. Die tamilische Diaspora kennt die Realitäten, aber sie will  ihre Augen nichtmöffnen.“

Thangavelu fügte hinzu: “Ein großer Teil daran geht darauf zurück, dass es der Regierung in Colombo nicht gelingt, der tamilischen Diaspora zu zeigen, dass es ihr um eine wirkliche Lösung geht. Von daher werden Medien wie Tamilnet weiterhin unsere unglückliche Diaspora mit Falschinformation füttern.“

Tamilnet sitzt in Maryland und auch in Deutschland und wird von einem Srilanker geführt, der  Methuthamby Sreetharan heißt. Tamilnet dient als Propaganda-Website LTTE-Terroristen.

Übersetzung eines Interviews der Asian Tribune vom 9. Februar 2009

Colombo – Der tamilische Patei TULF Chef Anandasangaree drängt die Regierung von Sri Lanka, die der LTTE nahe stehende Tamilische Nationale Allianz (TNA) zu verbieten, weil sie eine Hilfsorganisation der Befreiungstiger von Tamil Eelam sei und sich für die terroristische Organisation ausspricht, selbst nachdem diese selbst in Sri Lanka verboten worden ist.

Der Führer der Tamilischen Vereinten Befreiungsfront und Präsident der Demokratischen Tamilischen Nationalen Allianz (DTNA) V. Anandasangaree hat darauf hingewiesen, dass in einer Erklärung, die kürzlich von der Tamilischen Nationalen Allianz (TNA) herausgegeben wurde und mit der diese auf eine von den Vizevorsitzenden herausgegebene Stellungnahme antwortete, betont wird, dass die LTTE der „authentische Repräsentant der tamilischen Nation“ sei.

Er sagte, die TNA würde behaupten, es gäbe zwei Nationen in Sri Lanka – eine singhalesische und eine tamilische – und die tamilische Nation würde von der LTTE repräsentiert werden.

In der kürzlich von der TNA herausgegebene Erklärung heißt es: “Die Grundlage ist, dass man diese Realität und die respektiven authentischen Repräsentanten dieser zwei Nationen – nämlich die LTTE und den srilankischen Staat – anerkennen muss. Auf dieser Grundlage kann man dann Verhandlungen hinsichtlich der Frage aufnehmen, wie sich diese zwei Nationen miteinander einigen wollen. Diese Einigung soll zugunsten der zukünftigen Sicherheit und des gegenseitigen Nutzens der beiden Nationen sein. Erst dann kann eine gerechte und dauerhafte Lösung für die tamilische nationale Frage gefunden werden.“

Anandasangaree wies darauf hin, dass allein das Sich-Aussprechen zugunsten der LTTE – der verbotenen terroristischen Organisation – als der authentischen Repräsentantin der Tamilen “das Verbot der TNA rechtfertigt.”

Außerdem zeigte der altgediente tamilische Führer auf, dass in einem Interview mit R. Sampanthan von der TNA, welches in der Sunday Times am 1. Februar erschienen war, berichtet wurde, dass viele TNA Parlamentsmitglieder schon dabei sind, sich ins Ausland abzusetzen.

In dem Bericht heißt es unter anderem: “Die Sunday Times hat erfahren, dass sich wenigstens sechs TNA Parlamentsmitglieder, welche offen eine Kampagne für die LTTE geführt hatten, sich in London niedergelassen haben und dass ein paar weitere Mitglieder gerade dabei sind sich im Ausland niederzulassen.“

Weiter heißt es in der Sunday Times: “Die Mitglieder, die sich in London niedergelassen haben, sind S. Jeyanandmoorthy, P. Ariyanethiran, Thangeswari Kathiraman (alle aus dem Batticaloa Distrikt), admini Sithamparanathan und Selvarajah Kajendra (aus dem Jaffna Distrikt) und Vino Noharathalingam (aus dem Wanni).“ Die Wochenzeitung fügte weiterhin in ihrem Bericht hinzu: “Alle diese Mitglieder haben an prominenter Stelle bei Kampagnen der LTTE in europäischen Ländern mitgemacht, wobei, wie die eigenen Parteiquellen besagen, einige von ihnen mehr Zeit im Ausland als in ihren eigenen Wahlkreisen verbrachten.”

So habe eines der Parlamentsmitglieder der TNA vom Distrikt Batticaloa im letzten Jahr 16 Länder besucht hatte, aber in den vergangenen vier Jahren kein einziges Mal seinen eigenen Wahlkreis.

Anandasanagree dazu: “Diese Berichte enthüllen klar, dass die TNA Parlamentsmitglieder uns alle in der letzten fünf Jahren an der Nase herumgeführt haben.“

Er wundere sich, wo diese sogenannten tamilischen Repräsentanten waren, als die unschuldigen tamilischen Zivilisten von ihren “LTTE Meistern”, die gelobt hatten, für sie zu arbeiten, gewesen waren. Anandasangaree behaupte, dass es die sogenannten tamilischen Repräsentanten waren, die bei den letzten Parlamentswahlen im April 2004 dafür gesorgt hatten, dass es durch Drohungen und Einschüchterungen zu massivem Wahlbetrug kam. 

“Die TNA Parlamentsmitglieder sind weggerannt, ohne vorzutreten, um die Probleme der unschuldigen Tamilen zu lösen, welche zwangsweise als menschliche Schutzschilde von den Befreiungstigern von Tamil Eelam gehalten werden.” Anandasangaree erinnerte daran, dass „heute die TNA die moralische Pflicht hat, im Land zu bleiben und jene unschuldigen Zivilisten, welche von der LTTE  als Geiseln gehalten werden, zu retten.“

„Unsere Leute machen viele Mühen durch – einerseits der Regen, das Dschungelgebiet, die Moskitos und sie sehen sich auch von beiden Seiten Luftbombardements und Granatenbeschuss ausgeliefert. Würden die TNA-Parlamentarier das Volk, von dem sie behaupten, sie würden es repräsentieren, auch nur etwas lieben, dann hätten sie die moralische Pflicht, zu bleiben und diese – ihre – Leute aus der Sklaverei der LTTE zu befreien.“

“Jetzt rennen sie weg – und sie sollten sich schämen!”

Ein Editorial der LTTEwatch-Redaktion

Colombo – Die Politische Patei Tamil National Alliance (TNA), der lange Arm von LTTE-Chefterrorist Prabhakaran im srilankischen Parlament soll verboten werden. Das fordert nicht nur TULF-Chef V. Anandasangaree. Der Forderung an sich sollte umgehend Beachtung geschenkt werden, denn wenn die srilankanische Regierung kühn genug war, die LTTE selbst zu verbieten, dann sollte sie auch alle Tarnorganisationen der LTTE verbieten. Schließlich hat die Regierung Sri Lankas genau dies auch von Auslandsregierungen gefordert, nämlich die LTTE und ihre Tarnorganisationen zu verbieten. Und eine Tarnorganisation, das ist genau das, was die TNA in Sri Lanka darstellt. Eine politische Tarnorganisation, ein Sprachrohr des LTTE-Terrorismus.

Die TNA ist ein faulig stinkender Kanal, der eingerichtet wurde, um sicherzustellen, dass die blutigen Ströme abfließen können, die Prabhakaran mit Hilfe der TNA-Abgeordneten geschaffen hat.

Wenn also das Schicksal Prabhakarans beschlossen wird, dann muss und wird auch über alle seine Wasserträger entschieden werden.

Die Top-Position auf dieser Liste der politischen Wasserträger wird von der TNA eingenommen, aber es gehören auch noch ein paar andere dazu, wie das CPA (Center for Policy Alternatives), das Peace Council (Jehan Perera), Kumar Rupasinghe, Jayadeva Uyangoda, sowie einige Nichtregierungsorganisationen.

Wenn eine Person mit einem Messer erstochen wird, wird das Messer beschlagnamt. Es wird nicht eher  freigegeben, um damit friedlich wieder Brot oder Gemüse zu schneiden, bis der Fall abgeschlossen ist. Ganz ähnlich verhält es sich mit der TNA – und auch wenn es keine Gesetze zur Bestrafung eines Messers gibt, müssen neue Gesetze geschaffen werden, um Organistationen oder Parteien wie die TNA zu verbieten.

Für diejenigen, die die TNA Geschichte nicht kennen: die meisten der heutigen TNA Mitglieder waren einmal in der TULF. Der damalige TULF Chef, Amirthalingam, behandelte Prabhakaran wie  seinen Verwandten und nannte ihn „guter Junge“. Nachdem Prabhakaran den Bürgermeister von Jaffna, Alfred Duraiappa, eigenhändig getötet hatte und danach auch seinen Gönner Amirthalingam umbrachte, nahm das Schicksal der TULF seinen Lauf. In diesem gefährlichen Szenario wurde V. Anandasangaree Chef der TULF – was viel Mut und Charakter benötigte.

Nachdem Prabhakaran Waffen von Staatspräsidenten Premadasa (der zum UNP Patei gehörte) erhalten hatte, fühlte er sich sehr stark und wurde ehrgeizig. Er wollte noch mehr Waffen kaufen und dafür sammlte er  Gelder im Ausland. Dazu gründete er weltweit Tarnorganisation wie der Tamil Rehabilitation Orghanisation (TRO), oder das World Tamil Movement (WTM).

Dieser Organisationen sammelten Gelder im Ausland für die LTTE, indem sie Bilder von angeblichen Gräueltaten der srilankischen Armee veröffentlichten und damit Stimmung gegen die srilankische Regierung machten – sowie von den eigenen Landsleuten, die sie erpressten. Gleichzeitig benötigte Prabhakaran jedoch auch eine politische Partei in Sri Lanka selbst, die ihn und seine Ziele unterstüzt. Also gründete er eine Partei – Sri Lankas „Fünfte Kolonne“, die TNA, eine Partei von Marionetten.

So wie einige reiche Männer in Europa ein ganzes Zeitungnetzwerk kaufen, wenn sie eine Zeitung herausbringen wollen, übernahm Prabhakaran die damals einflussreichste tamilische Partei TULF mittels terroristischer Einschüchterung und Mord und nannte sie um in Tamil National Alliance (TNA).

Nur Anandasangaree und ein paar andere traten dieser TNA nicht bei und behielt den alten Namen TULF – dafür stehen sie noch heute auf der offiziellen Abschußliste der LTTE. Prabhakaran duldet keine andere Meinung neben der seinen.  Doch viele Tamilen machten den Wechsel mit, wer weiß, aus Angst und aus Gier, oder um sich andere Vorteile zu verschaffen.

Als die TNA zum ersten Mal als selbstständige politische Partei in Sri Lanka zu Wahlen antrat, berichteten die EU-Wahlbeobachtungskomissionen von massiven Wahlfälschungen seitens der TNA.

Diese blinde Politik der UNP, diesen damals Paradigmenwechsel zuzulassen, war nichts anderes als ein Weißwaschen der Blutspuren, die die Morde durch Prabhakaran hinterlassen haben. Nur mit Hilfe der UNP-Regierung konnte Prabhakaran einen weitere Haken in der Seite der Regierung versenken, nur mit Hilfe der UNP konnte die TNA zum politischen Sprachrohr der LTTE-Terroristen werden.

So wie Hitler an den Juden eine ethnische Säuberung vollstreckte, so hat auch Prabhakaran eine ethnische Säuberung durchführen lassen – an Muslimen und Sinhalesen im Norden und Osten Sri Lankas – es gab Abertausende von Opfern. All dies im Namen seiner Vision eines eigene tamilischen Staates auf srilankischem Boden, Tamil Eelam.

Eine Reihe von jetzigen TNA Mitgliedern haben diese ethnische Säuberung der LTTE öffentlich und wiederholt als „angemessen“ gerechtfertigt. Dieser Außerungen sind klar und deutlich dokumentiert.

Auch nach dem die TNA-Mitglieder als „demokratisch gewählte“ Parlementaria  im srilankanischen Parlement saßen, haben sie sich immer wieder für die LTTE eingesetzt, den bewaffneten Kampf für Tamil Eelam gerechtfertigt und sich offen für die Teilung des kleines Inselstaates ausgesprochen. Nie hat auch nur einer der TNA-Abgeordneten, die alle Vorteile eines demokratischen Abgeordneten genoßen, auch nur den Versuch unternommen, die LTTE in einen demokratischen Prozeß einzuführen. Stattdessen verstand sich die TNA immer als Sprachrohr der Terroristen. Wagte es dennoch einmal ein TNA-Abgeordneter, Zweifel am mörderischen Vorgehen der LTTE zu äußern, wurde kurzer Prozess gemacht – siehe  TNA-Abgeordneter Raviraj, der seinen Widerspruch mit dem Leben bezahlte.

Die TNA, so meint nicht nur V. Anandasangaree zu Recht, hat sich damit mitschuldig gemacht an den Verbrechen der LTTE, an den Händen der TNA-Abgeordneten klebt das Blut unzähliger Opfer. Es wird höchste Zeit, dass dies nun auch vor einem ordentlichen Gericht angemessen be- und schließlich auch verurteilt wird.

Von unseren LTTEwatch-Reportern aus Sri Lanka am 13. Februar 2009

Tamilische Flüchtlinge in einem der Auffanglager

Endlich in Sicherheit: Tamilische Flüchtlinge in einem der Auffanglager

Colombo/Mullaitivu – Bis Gestern (12.2) sind über 32 500 Zivilisten  im Mullaitivu Distrikt aus den noch von der LTTE besetzten Gebieten geflohen und haben Zuflucht bei den srilankischen Streitkräften gesucht. Insgesamt Leben etwa 113 832 Menschen in diesem Distrikt. 

Pro Tag kommen etwa 6000 Zivilisten seit letzter Woche in den befreieten Gebieten an. Die Regierung hat ein umfassendes Programm begonnen, das Sicherheit und Wohlergehen dieser Flüchtlinge gewährleisten soll.

Die in den befreiten Gebiete eintreffende Anzahl von Zivilisten ist seit letzter Woche drastisch angestiegen und dies trotz der terroristischen Abscheulichkeiten, welche die LTTE an ihren eigenen Landsleuten begeht. Flüchtlinge berichten davon, dass sie von LTTE-Kadern beschossen wurden.

Nach Angaben der srilankanischen Regierung werden diese Zivilisten, welche ursprünglich in zeitweiligen Zeltlagern untergebracht worden waren, zu so genannten „Wohlfahrtsdörfern“ gebracht werden. Bislang gibt es drei dieser Dörfer, in den die Flüchtlinge versorgt werden.

obamapicÜbersetzung einer Pressemeldung des US Schatzamtes vom 11. Februar 2009

Washington/DC - Das Schatzamt der USA hat heute das Unterstützungsnetzwerk der verbotenen Terrororganisation Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE ins Visier genommen, indem sie sich mit der Tamilischen Stiftung beschäftigt, die in den USA sitzt und unter die Ausführungsvorschrift 13224 fällt. Diese Ausführungsvorschrift 13224 stellt Terroristen und jene, welche Terroristen oder terroristische Akte unterstützen unter Strafe.

Adam J. Szubin, der Direktor des Schatzamtes für die Kontrolle ausländischer Konten sagte dazu: “Die LTTE hat sich wie andere terroristische Gruppen auf sogenannte Wohltätigkeitsvereine gestützt, um Spenden zu sammen um damit  ihre gewalttägigen Ziele zu fördern. Wir werden weiterhin intensiv Versuche von jeder terroristischen Gruppe ins Visier nehmen, welche sich hinter Wohltätigkeitsvereinen,  Tarnorganisationen versteckt, um Terror gegen Unschuldige in der ganzen Welt zu verbreiten.“

Der Chef der Tamilischen Stiftung ist auch Präsident der Tamilischen Rehabilitierungsorganisation (TRO) in den Vereinigten Staaten. Die TRO wurde als Besonders Bezeichnete Globale Terroristische Organisation (SDGT) unter der Ausführungsvorschrift 13224 vom 15. November 2007 bezeichnet. Im Laufe vieler Jahre haben die Tamilische Stiftung und die TRO gemeinsame Fonds und führten koordinierte Finanzielle Aktionen aus. Zusätzliche Information verbindet die Tamilische Stiftung mit der TRO durch ein „Passendes-Geschenkprogramm“. Die gemeinsame Führung der TRO und der Tamilischen Stiftung haben diese Aktivitäten erleichtert.  

Die TRO ist eine getarnte Wohltätigkeitsorganisation, die das Spendensammeln und Waffenbeschaffen für die LTTE durchführt. Vor ihrem Verbot hat die TRO Büros in 17  Ländern in der ganzen Welt unterhalten, einschließlich der USA. In der USA hat die TRO Gelder für die LTTE durch ein Netzwerk von Repräsentanten gesammelt. Nach Quellen innerhalb der Organisation wird die TRO ausschließlich dazu genutzt, um Gelder aus den Vereinigten Staaten nach Sri Lanka an die LTTE zu schicken.

Die LTTE ist eine terroristische Gruppe, welche einen unabhängigen Staat im nordöstlichen Sri Lanka  errichten will, wo die meisten der srilankischen ethnischen Minderheit der Tamilen leben. Seit über zwei Jahrzehnten hat die LTTE konventionelle, terroristische und Guerillataktiken in einem Bürgerkrieg gebraucht, welcher bislang über 70.000 Leben forderte. Das amerikanische Staatsdepartment hat die LTTE als eine Ausländische Terroristische Organisation (FTO) am 8. Okotober 1997 verboten. Am 2. November 2001 hat das amerikanische Staatsdepartment die LTTE als eine terroristische Organisation unter der Ausführungsvorschrift 13224 verboten.

Unter der so genannten Ausführungsvorschrift 13224 wurden alle Konten der Tamilischen Stiftung, welche unter die amerikanische Exekutive fallen, eingefroren, und den Bürgern der USA ist es ab sofort verboten, Transaktionen mit der Tamilischen Stiftung vorzunehmen.

Für LTTEwatch von Shanaka Jayasekera

Sydney – In der Geschichte der letzten Zeit gibt es nur ein Beispiel eines absoluten Sieges über eine terroristische Gruppe, und dieses stammt auch aus Südasien. 1984 haben die indischen Streitkräfte die Khalistan Terror-Gruppen bei der Operation Blue Star vollständig vernichtet. Heute sind die Khalistan Terror Gruppen auf eine paar Unterstützer in der Diaspora in Kanada, den USA und Großbritannien beschränkt.

Gegenwärtig ist Sri Lanka auf der Schwelle dazu, das zweite Beispiel eines absoluten Sieges über eine terroristische Gruppe zu sein, nämlich der Befreiungstiger von Tamil Eelam. Die Niederlage der LTTE ist genauso viel ein Erfolg des srilankanischen Militärs, wie es ein schwerer Kalkulationsfehler der LTTE ist.

Die Anfänge des Zusammenbruch können auf Wechsel bei der Strategie der LTTE von 2004 a zurückgeführt werden. Im Oktober 2004 unternahm eine Delegation der LTTE unter dem Vorsitz von Suppayya Pramu Tamilselvan eine einen Monat dauernde Tour durch Europa und hielt hochrangige Treffen mit altgedienten Beamten von Außenministerien in zehn europäischen Ländern ab.

Die Treffen wurden von norwegischen Diplomaten in jedem dieser Länder arrangiert.

Die LTTE hatte zu diesem Zeitpunkt einen Paradigmenwechsel im Denken durchgemacht. Nachdem sie viele Jahre lang eine militärische Strategie verfolgt hatte, war sie dazu gekommen, zu glauben, dass die nächste Phase auf dem Weg zum eigenen Staat das fortschreitende Erlangen von internationaler Akzeptanz wäre. Die LTTE glaubte, dass direkter diplomatischer Zugang in Europa den Weg zum „Proto-Staats“-Status in den Korridoren der Westmächte gepflastert hätte.

Zum ersten Mal hatte die LTTE sich davon wegbewegt, in der Politik von Tamil Nadu um Macht zu verhandeln als ein Mittel, Druck auf Sri Lanka auszuüben, hin zu ehrgeizigeren diplomatischen Offensiven, die vom Westen geführt werden sollten, gegen die srilankanische Regierung. Entweder war die LTTE falsch durch den Zufluss an Diaspora-Ratgebern informiert, oder sie hegte die Illusion, dass der Zugang zu Außenministerien einem Wechsel der Außenpolitik in Sri Lanka gleichkam. Es ist wahrscheinlich, dass es eine Kombination von beidem war – über-ehrgeizige Diaspora-Ratgeber und LTTE Delegationen, denen die Erfahrungen im Ausland schmeichelten.

Zu der Zeit betrachtet die LTTE, dass das hauptsächliche Hindernis für eine größere internationale Akzeptanz die Verbindungen der UNP (Ranil-Moragoda) mit der liberal-konservativen Seite der Politik global wäre. Der frühere LTTE-Ideologe, der verstorbene Anton Balasingham beschuldigte die UNP, ein globales Sicherheitsnetz zum Nachteil der LTTE aufzubauen.

Bei den Präsidentschaftswahlen im November 2005 hatten die Kandidaten der zwei hauptsächlichen politischen Parteien auf dem Pfad zu einer politischen Lösung des Konflikts sehr unterschiedliche Positionen eingenommen. Der UNP Kandidat Ranil Wickremasinghe stellte in seinem Manifest fest, dass er ein politisches Abkommen verfolgen würde, welches am dem Oslo-Kommuniqué basieren würde, um zu einer föderalen Lösung zu kommen (Seiten 16 & 17 UNP Völker-Manifest).

Der Kandidat von der SLFP/JVP-Koalition Mahinda Rajapaksa stellte in seinem Manifest fest, dass die einheitliche Struktur des Staates beibehalten werdenwürde (Mahinda Chnthana englische Version S. 32). Die Kandidaten hatten klar die Art der Abgabe von Macht, welche der LTTE angeboten wurde, aufgezeigt.

Die UNP ist die einzige nationale Partei, welche einen gewählten Repräsentanten aus dem Jaffna Distrikt hat, traditionell innerhalb eines Vorzugs von zwei Parteien, die unter Minderheitsgruppen besser untereinander eingebunden haben.

Die LTTE hatte die Kontrolle der Wanni Region in der Nördlichen Provinz und die Fähigkeit, die Jaffna Halbinsel zu beeinflussen. Das primäre Ziel der LTTE war es, diplomatische Gleichheit zu erreichen, und das Haupthindernis waren die Ranil-Moragoda-Verbindungen. Die LTTE war hinsichtlich ihrer militärischen Fähigkeiten viel zu zuversichtlich geworden und verfolgte ehrgeizig eine Strategie von diplomatischen Erfolgen. Zu diesem Zweck hatten die LTTE schon den früheren Außenminister Lakshman Kadirgamar ermordet und dadurch einen Mangel an international anerkannten Persönlichkeiten in der SLFP/JVP-Koalition geschaffen. Die LTTE war überzeugt, dass sie hinsichtlich einer SLFP/JVO-Koalitions-Präsidentschaft von der internationalen Gemeinschaft favorisiert werden würden, und dies lieferte eine bessere Chance, eine Ebene der Legitimität für die Organisation zu erreichen.

Als die LTTE erkannte, dass der UNP-Kandidat Ranil Wickremasinghe die Präsidentschaftswahlen gewinnen könnte, wenn die Minderheitstamilen wählten, erlegte sie den Präsidentschaftswahlen in der Nördlichen Provinz einen kompletten Boykott auf. Wie es in dem EU Wahlbeobachtungsmissions-Bericht (Nov. 2005) steht, erzwang die LTTE erfolgreich einen totalen Boykott der Wahlen in den von ihr kontrollierten Gebieten.

Die letzten Resultate der Präsidentschaftswahlen sahen so aus: Mahinda Rajapaksa bekam 4.887.152 Stimmen und Ranil Wickremasinghe 4.706.366. Der SLFP/JVF-Kanidat Mahinda Rajapaksa gewann die Präsidentschaftswahlen mit einer Mehrheit von 180.786 Stimmen. Die registrierten Wähler in der Nördlichen Provinz wurden von der LTTE gehindert, zu wählen – und dies waren über 400.000 Wähler.

Wie Sun Tzu in seinem Buch über die Kunst des Krieges schreibt, „liefert die Gelegenheit, den Feind zu besiegen, der Feind selbst.“ Wirklich war die LTTE viel zu zuversichtlich hinsichtlich ihrer militärischen Kapazitäten und dies war ein schwerer strategischer Kalkulationsfehler. Sie missachtete eklatant die Fähigkeit des srilankanischen Staates, eine Militärkampagne zu mobilisieren, und sie baute auf einen Rat der Diaspora hinsichtlich einer diplomatischen Offensive gegen Sri Lanka.

Die LTTE begann mit einer internationalen diplomatischen Kampagne, und nach dem Zusammenbruch der Genfer Friedensgespräche, dem Streichen der Zuschüsse der Millenium-Herausforderung, des Zusatzartikels von Senator Leahy, welcher militärischen Beistand beschränkte, dem Verlust von Sitzen bei dem Komitee für Menschenrechte und dem Beginn der Überprüfung der EU GSP gewann sie an Grund. Dies demonstrierte die internationale Stärke der LTTE Aktivisten. In diesem kritischen Stadium starb der einzige richtige Repräsentant der LTTE außerhalb Sri Lankas Anton Balasingham im Dezember 2006.

Es war Anton Balasingham, welcher als Kommunikationskanal für die LTTE bei ausländischen Regierungen fungiert hatte. Für die LTTE war er nicht zu ersetzen. In der Tat reisten Beamte der EU und einiger anderer Regierungen regelmäßig nach London und trafen sich mit Balasingham. Die LTTE konnte Balasingham nicht ersetzen und die ehrgeizigen diplomatischen Siege schwanden schnell dahin.

Die LTTE Strategie hatte nicht mit der Ankunft von Gotabaya Rajapaksa aus den Vereinigten Staaten gerechnet, dem älteren Bruder von Präsident Mahinda Rajapaksa. Gotabaya, ein pensionierter Colonel der srilankanischen Armee hatte aktiv an den Schlachten von Vaddamarachchi 1987 teilgenommen.

Gotabaya ging in den Dienst als Verteidigungssekretär und errichtete eine Strategie für das Auslöschen der LTTE, wobei er sich auf seine eigene Erfahrung auf dem Schlachtfeld stützte. Die „Gotabaya Strategie“ hatte drei Äste: Das Wichtigste war es, die Zahl der Soldaten im Militär zu verstärken. Zwischen 2006 und 2008 erweiterten sich die Sicherheitskräfte auf 70.000 Soldaten und die Hilfs-Zivilverteidigungskräfte auf 40.000 Personen.

Das zweite Element der Strategie war es, die Fähigkeit der LTTE zum Nachschub von Waffen zu zerstören. In dieser Hinsicht spielte die Marine eine zentrale Rolle, indem sie fast die ganze Schiffsflotte der LTTE zerstörte. Die Marine nahm diese schwimmenden Waffenlager in den internationalen Gewässern ins Visier und brachte sieben große Handelsschiffe, die von der LTTE betrieben wurden, zum Kentern. Das dritte Element der Strategie bestand aus näherer Kooperation zwischen den drei bewaffneten Streitkräften. In Abwesenheit eines strukturierten Koordinationsprozesses benützte Gotabaya seine persönlichen Verbindungen mit altgedienten Kommandanten der drei Dienste, um eine effektive Kooperation auf der Ebene der Operationen sicherzustellen.

Als die LTTE das Mavil Aru Reservoir im Juli 2006 blockierte und die Bewässerung und den Wassernachschub für die Reisfelder stromabwärts verhinderte, war die Regierung bereit, militärische Kraft einzusetzen, um die LTTE aus der Östlichen Provinz zu vertreiben. Die Schwäche des Östlichen Führers der LTTE Karuna hatte die LTTE in der Östlichen Provinz zersplittert. Nach einem Jahr Schlacht hatten die Sicherheitskräfte die Östliche Provinz mit der letzten Schlacht von Thoppigala im Juli 2007 völlig befreit. Im Februar 2008 gingen die Sicherheitskräfte daran, die Nördliche Provinz zu säubern und begannen mit der Schlacht von Madhu Church.

Die Sicherheitskräfte verfolgten eine Strategie des Einnehmens der Küstenlinie der Nordwestlichen und Östlichen Küste. Diese Strategie, sich entlang der Küste vorwärts zu bewegen, hinderte die LTTE daran, Vorräte an Land zu bringen, und begrenzte für die Seetiger den Operationsraum. Sie hinderte auch den Zufluss von Flüchtlingen nach Indien. Die Armee hatte einige offensive Divisionen aufgestellt, welche das Vorwärtsdringen anführten, während die verteidigenden Divisionen die Aufgabe hatten, das neu befreite Gebiet zu konsolidieren.

Die Armee nahm innovative Schlachtfeld-Strategien an, welche die Verteidigung der LTTE ausmanövrierten. Teams von Spezialkräften operierten aktiv im feindlichen Gebiet und unterbrachen die Mobilität der LTTE.
In zehn Monaten hatten die Sicherheitskräfte die nördlichste Stadt Pooneryn an der westlichen Flanke erreicht und waren fast nach Mullaitivu an der östlichen Flanke gekommen. Die drei hauptsächlichen offensiven Divisionen wurden durch zusätzliche Soldaten ergänzt, indem man drei zusätzliche halb so starke Divisionen errichtete. Zu der Zeit der Kilinochchi Schlacht wurden drei volle Divisionen und drei halb so starke Divisionen (Spezialkräfte) positioniert, um aus sechs Richtungen anzugreifen.

Die Gotabaya Strategie des Kampfunfähig-Machens des Waffen-Nachschubs hatte die LTTE daran gehindert, die Munitionslager wieder aufzufüllen. Die LTTE konnte nicht das Vorrücken der Sicherheitskräfte verhindern, weil sie einen ernsten Mangel an Munition hatte. Die LTTE hatte erwartet, eine Waffenlieferung zu erhalten, welche sie im Juli 2008 von der Ukraine beschafft hatte. Aber nur eine Bootsladung konnte den Marinekordon durchbrechen und bei Mullaitivu die Küste erreichen. Diese Ladung half der LTTE, das militärische Vorrücken für eine kurze Zeit anzuhalten und dem Fall von Kilinochchi zu widerstehen. Dies war, als die mit der LTTE sympathisierenden und sie verteidigenden Autoren andeuteten, dass Kilinochchi die „Schlacht von Stalingrad“ war und dass die Elite-Kampfeinheiten der LTTE das Glück auf dem Schlachtfeld wieder auf ihre Seite bringen würden.

Jedoch gab es sechs Flanken, die sich um die LTTE schlossen, und so brach die Verteidigung bei Paranthan im Norden von Kilinochchi am 1. Januar 2009 zusammen. Es folgten eine Reihe von Angriffen der Sicherheitskräfte und die LTTE wurde von ihrer angesehenen Festung Kilinochchi – die als de-facto-Hauptstadt der LTTE betrachtet wurde – am 2. Januar 2009 verjagt.

Nachdem die Verteidigungslinien der LTTE am Elefantenpass am 8. Januar 2009 zusammengebrochen waren, erreichten zwei zusätzliche Divisionen, die auf der Jaffna Halbinsel stationiert waren, das Schlachtfeld auf dem Festland. Gegenwärtig bewegt sich eine Division (die 55. Division) nach Süden von der Jaffna Halbinsel, drei volle Divisionen (die 57, 58. und 59. Division) und drei halb so starke Divisionen (die Spezialeinheiten 2, 3 und 4) sind vom Süden und Südosten her aufgestellt. Ein Marinekordon mit vier Kreisen ist nahe bei der Küste von Mullaitivu aufgestellt.

Die Sicherheitskräfte betraten Mullaitivu am 25. Januar 2009. Dies war die letzte größere Stadt, die von der LTTE gehalten worden war. Die LTTE hatten in Gebieten um Mullaitivu herum einige unterirdische Kommando- und Kontrolleinrichtungen gebaut, sowie Brennstoffablageflächen und Artilleriefabriken. Alle diese sind nun von den Sicherheitskräften eingenommen worden. Die Einnahme einer Lagereinrichtung mit 67.000 Litern Diesel in Dharmapuram hatte bei der LTTE ein akutes Mobilitätsproblem und Elektrizitätsmangel für die Kommunikationsausrüstung verursacht. Die LTTE hat die hartgesottenen Kämpfer für die letzte Schlacht zurückbehalten. Jedoch ist die Stärke an Soldaten von 4 Divisionen und 3 halb so starken Divisionen, die sich an sieben Flanken nähern, mehr, als die LTTE, der es an Soldaten mangelt, widerstehen kann.

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Da nun die Regierung weitermacht mit dem Umkreisen der LTTE, muss die Zivilbevölkerung, welche wegen des Konfliktes vertrieben worden ist und welche ungefähr 200.000 Personen umfasst, beschützt werden.

Gemäß dem Bericht vom Dezember 2008 von Human Rights Watch mit dem Namen “Gefangen und misshandelt”, gebraucht die LTTE die vertriebene Bevölkerung als ein menschliches Schutzschild und hindert sie daran, das LTTE Gebiet zu verlassen. Die Regierung hat eine zivile Sicherheitszone umgrenzt und hat Flugblätter aus Flugzeugen fallen lassen, in welchen die Bevölkerung darüber informiert wird, dass sie in dieses Gebiet gehen soll. Die Regierung wird zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen ergreifen müssen, um zivile Opfer so klein wie möglich zu halten. Sie muss sich vor allem vor dem betrügerischen LTTE Nachrichtendienst hüten, denn sonst könnte es diesem gelingen, für die Regierung ein unangenehmes humanitäres Debakel zu schaffen.

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Das Überleben der LTTE hängt vollständig vom Überleben ihres schwer fassbaren Führers Velupillai Prabhakaran ab. Die LTTE ist um einen allmächtigen Führer herum strukturiert. Diesem Führer müssen alle einen Treueeid schwören. Es gibt keine Vize-Führer. Darum wird die Vernichtung oder das Exil von Prabhakaran ein Machtvakuum unter den Kommandanten in Schlüsselstellung schaffen. Alle diese Kommandanten nehmen in der Organisation den gleichen Rang ein. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Vernichtung von Prabhakaran die LTTE zersplittern und in einzelne Parteien zerbrechen könnte, wobei dann Kommandanten in Schlüsselstellung unabhängig voneinander operieren würden. In der gegenwärtigen Situation kann das Schicksal von Prabhakaran drei Möglichkeiten beinhalten.

Das sich zusammenziehende Territorium der LTTE wird Prabhakaran verletzlicher machen. In der Tat haben in den letzten paar Wochen die menschlichen und technischen Informationen über Bewegungen der LTTE mehrfach zugenommen. Am 12. Januar 2009 wurde ein früherer Leibwächter von Prabhakaran von den Sicherheitskräften gefangen und zwei unterirdische Schlupflöcher von Prabhakaran wurden von Bomben, welche Bunker zerstören können, ins Visier genommen. Darum ist die erste Möglichkeit, dass die verbesserten Informationen zu einem genau kalkulierten Luft- oder Bodenschlag führen könnten, bei dem man Prabhakaran in den nächsten paar Wochen töten würde.

Die zweite Möglichkeit ist, dass Prabhakaran ins Exil flieht. Die tamilische Diaspora hat aktiv versucht, Prabhakarans Flucht aus Sri Lanka zu erleichtern. Es ist möglich, dass Prabhakaran versuchen könnte, in einem südostasiatischen Land Zuflucht zu suchen. Es wird angenommen, dass der Chef für die LTTE Waffenlieferungen Kumaran Pathmanathan (KP), der mit verschiedenen INTERPOL-Haftbefehlen gesucht wird, sicher in Südostasien lebt. Darum ist es plausibel, dass Prabhakaran heimlich an einen südostasiatischen Bestimmungsort gebracht werden kann. Die tamilische Diaspora hat die Ansicht, dass Prabhakaran sogar im Exil eine inspirierende Führerschaft für die lokal und im Ausland übrig bleibenden Elemente der Bewegung bieten kann.

Die dritte Möglichkeit ist eine Meuterei innerhalb der LTTE, bei welcher Prabhakaran von einem seiner eigenen Kommandanten getötet wird. Es ist möglich, dass einige Kommandanten und Kämpfer über ein Leben nach der LTTE nachdenken. Schon nähern sich die Sicherheitskräften altgedienten LTTE Kommandanten, die abtrünnig werden könnten, an. Die Erfolgsgeschichte von Karuna als ein Kopf einer politischen Partei und jetzt ein Parlamentsmitglied könnte als ein Anreiz dafür, dass man abtrünnig wird, gesehen werden.

Was auch immer das Schicksal von Prabhakaran ist, so wurde doch die LTTE als eine konventionelle Streitmacht komplett vernichtet. Die LTTE wird nicht länger ein Gebiet kontrollieren und hat keine Kapazität mehr, noch einmal mit Schlachten im konventionellen Stil zu beginnen. Es ist möglich, dass sich erneut zerstrittene und Splittergruppen als Guerillaorganisationen organisieren könnten und versuchen könnten, Angriffe von gegenseitiger Vernichtung zu unternehmen, um die Nördliche Provinz zu destabilisieren.
Die wahrscheinlichste Möglichkeit ist, dass das internationale Netzwerk der LTTE, welches aktiv und stark bleibt, die Schlacht um Tamil Eelam im Exil fortsetzen wird. Sie wird dem gleichen Pfad folgen wie die Khalistan Gruppen, welche eine aktive Diasporabewegung haben, aber keine angemessene lokale Militärkampagne.

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Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion:

Shanaka Jayasekara ist ein außerordentlicher Dozent beim Zentrum für Terrorabweher, Geheimdienst und Spionage an der Macquarie Universität (PICT) in Sydney, Australien

Übersetzt aus der Webzeitung “Times of Lanka” vom 6. Februar 2009 LTTE

Chillai - Srilankanische Armeequellen sagten, dass die LTTE einen Kinderselbstmordattentäter gestern (4. Februar) geschickt hätten, um die 55. Division der Armee an der Front anzugreifen.

Nach den vorliegenden Quellen war der kindliche Selbstmordattentät zwischen 13 und 16 Jahre alt; er hatte sich gegen 20.30 in die Luft gesprengt, nachdem er in Verkleidung eines Zivilisten die Soldaten erreicht hatte und vorgab, bei ihnen Schutz zu suchen. Die Quellen sagten, dass die Explosion nur einen Soldaten verletzen konnte, da es den anderen gelungen war, rechtzeitig auf Distanz zu gehen, nachdem sie das auffällige Verhalten des Selbstmordattentäters bemerkt hatten.

Augenzeugen berichten, dass der Kindersoldat sich in einer Weise benommen hätte, als stünde er unter Drogen oder als sei er vor seiner Mission einer Gehirnwäsche unterzogen worden.

Kinder als Soldaten, oder jene, welche in die Schlacht geschickt werden, um sicher als menschliche Bombe zu sterben, werden seit langem von der LTTE als eine der hauptsächlichen Taktiken im Kampf gegen die srilankisch Regierung und deren Vertreter gebraucht.

LTTE Chef V. Prabhakaran ist für den Tod von Tausenden von tamilischen Kindern verantwortlich, welche in den vielen „Mensch-Bomben-Angriffen“ der letzten 26 Jahren starben. Er sucht die Selbstmordbomber – nach diversen Zeugenaussagen – persönlich aus.

Die LTTE ist auf die UN Liste der Schande gesetzt worden, weil sie in den letzten Jahren für den Krieg tausende von Kindersoldaten benutzt – und derzeit, entgegen anderslautenden Versprechen – offenbar wieder rekrutiert angesichts der aussichtslosen Lage, in der die LTTE sich befindet.

Nicht nur viele srilankische Tamilen glauben, dass der psychologischen Schaden, welchen der psychopathische Prabhakaran mit seiner LTTE und den Selbstmordbombern an der tamilischen Bevölkerung angerichtet hat, in den folgenden Generationen nicht überwunden werden kann.

Übersetzt aus der srilankischen Webzeitung Lanka-e-News vom 7. Februar 2009

Colombo – Minister Keheliya Rambukwella, der Mediensprecher für nationale Sicherheit, hat auf einer im Medienzentrum für Nationale Sicherheit abgehaltenen Pressekonferenz aufgedeckt, dass die LTTE eine Bombe mit Fernzündung an dem Körper eines 13-jährigen Mädchens befestigt hatte und diese explodieren ließ. Dabei wurden in Puthukudyiruppu im Distrikt Mullaithivu 20 Personen getötet.

Der Zwischenfalls hat am 3. Februar stattgefunden – 20 Personen wurden dabei getötet. Die Frage, wieviel Zivilisten dabei ums Leben kam wurde ebensowenig beantwortet, wie die nach dem dabei entstandenen Sachschaden.

Übersetzt von der indischen Nachrichtenagentur „IANS“ vom 1. Februar 2009

Mumbai – Sri Lankas Tamil Tiger, die sich der schlimmsten Krise seit je gegenübersehen, haben eine neue globale Front gebildet, um möglicherweise Friedensverhandlungen wieder aufzunehmen. Aber ist das erste Oberhaupt davon der gleiche Mann, welcher von Indien und Interpol gesucht wird?

Webseiten, die mit den Befreiungstigern von Tamil Eelam (LTTE) sympathisieren, haben den Chef der neu errichteten Abteilung von internationalen Beziehungen als Selvarasa Pathmanathan identifiziert.

Das TamilNet berichtete am 30. Januar, dass die Führung der LTTE – ein Euphemismus für Velupillai Prabhakaran – „kürzlich“ die Ernennung vorgenommen hatte. TamilNet beschrieb Pathmanathan als ein „hochrangiger Repräsentant der Bewegung“.

TamilNet schreibt: “Pathmanathan wird die Bewegung bei allen zukünftigen Friedensinitiativen repräsentieren, und er wird die erste Kontaktstelle für die Beziehung zu der internationalen Gemeinschaft sein, und dies alles nach einem Brief, der verschiedenen internationalen Akteuren von der Abteilung von internationalen Beziehungen der LTTE geschickt wurde.“

TamilNet fügte hinzu, dass Pathmanathan im Ausland “mit dem erforderlichen Mandat der Führung der LTTE” arbeiten wird und dass er “begonnen hat, mit internationalen Akteuren zu korrespondieren.“

Die Ankündigung gab keine Details über Pathmanathan, aber indische Beamte sagten, dass er niemand anderer ist als Prabhakarans langjähriger Getreuer, der in der Öffentlichkeit als Kumaran Pathmanathan – alias “KP” – bekannt ist.

Wenn die Beamten Recht haben, dann ist KP der gleiche, welcher in den Listen des Zentralen Untersuchungsbüros (CBI) – der Interpol Verbindung in Indien – als Shanmugam Kumaran Tharmalingam aufgeführt wird.

KP, der jetzt 53 Jahre alt sein sollte, wird in Indien wegen krimineller Verschwörung und der Verletzung des Indischen Gesetzes für Sprengstoffe und noch anderem gesucht.

Das CBI führt ihn als einen Srilankaner, der Englisch, Sinhala, Tamil und Französisch kann, auf.

Bankräuber und Waffenlieferant der LTTE

Pathmanathan alias KP: Bankräuber und Waffenlieferant der LTTE

KP war seit Jahrzehnten der Hauptbeschaffer von Waffen, Munition und elektronischer Ausrüstung für die LTTE. Er hat auch geholfen, in den ersten Jahren der LTTE im Ausland Geld zusammenzubringen und in anderen Ländern viele Büros zu errichten. Was noch wichtiger ist, er hat die Grundlage eines heimlichen LTTE Verschiffungsnetzwerkes gelegt, welches für die Tiger die eigentliche Lebensader wurde. Er ist unter mehreren Anonyma bekannt und hat einmal viele indische und srilankanische Pässe besessen. Sein Vater war Fischer und er wurde in Jaffna erzogen. KP war unter den jungen Tamilen, welche in den 70-er Jahren wegen der tamilisch-singhalesischen Spannungen radikal wurden.

Nachdem er anfänglich mit der Bundespartei und der Tamilischen Vereinten Befreiungsfront verbunden war, wurde er Teil der Tamilischen Eelam Befreiungsorganisation, eine von einem halben Dutzend militanter Gruppen in den frühen 80-ern.

Nach jenen, die ihn kennen, floh KP 1981 nach Indien, nachdem er des Bankraubes in Jaffna verdächtigt wurde. Wie verlautet traf er 1982 Prabhakaran zum ersten Mal in Tamil Nadu.

Nach den antitamilischen Unruhen in Sri Lanka im Jahre 1983 wurde KP Mitglied der LTTE. Prabhakaran bemerkte seine Talente und fragte ihn, ob er ein geheimes globales Netzwerk errichten könne, um Gelder zusammenzubringen und die Tiger mit Waffen versorgt zu halten.
Als die tamilischen Militanten immer mehr in Fahrt gerieten, reiste KP immer wieder durch die Welt und besuchte ein Land nach dem anderen, auf allen Kontinenten, wobei er sowohl echte als auch gefälschte Pässe benutzte. Seine Mission war es, Waffen nach Sri Lankas Nordosten zu verschiffen.

Jahrelang blieb er im Hintergrund, und zwar so sehr, dass er, nachdem er in den frühen 80-er Jahren verhaftet worden war, zweimal in Indien freigelassen wurde, da Indiens Beamte nicht wussten, wer er wirklich war.

Im Laufe seiner ereignisreichen Karriere blieb er vollkommen loyal Prabhakaran gegenüber, sogar als das globale Netzwerk der LTTE so sehr expandierte, dass er einige seiner Aufgaben abgeben musste.

Formell stand er nicht in Zusammenhang mit der Ermordung des früheren indischen Premierministers Rajiv Gandi, welches der LTTE zur Last gelegt wurde, im Jahre 1991.

Aber der CBI begann ihn zu jagen, weil man glaubte, dass er die Granaten, und Granatkugeln geliefert hatte, welche mit Gandhis Tötung und der früher erfolgten Tötung von K. Pathmanabha einer rivalisierenden tamilischen Gruppe in Zusammenhang standen. Beide Männer wurden in Tamil Nadu getötet.

Übersetzt aus der indischen Zeitung „The Economic Times“  vom 9. Januar 2009

Von Cho Ramaswamy

cho-ramasaswamyChennai – Die Prämisse, dass die einzige Organisation, welche sicher stellen könnte, dass die Tamilen in Sri Lanka ihre Rechte bekommen, die LTTE ist, ist falsch.

Tatsächlich war die LTTE ein Hindernis in Hinblick auf das Sichern der Rechte der Tamilen, und es war für dieses Ziel eine größere Bedrohung als die srilankanische Armee (LA) selbst. Physisch hat die LTTE jede tamilische Führerschaft vernichtet, weil sie eine faschistische Organisation sind, welche keinen anderen Führer tolerieren kann. So haben sie Hunderte von gemäßigten und anderen Führern unter den Tamilen getötet. Dann wurden auch Zivilisten von den Tigern als ein Werkzeug gegen die srilankische Armee eingesetzt.

Sie praktizieren auch Erpressung in großem Maßstab zu Hause und im Ausland und haben Kämpfer rekrutiert, wobei sie Zwang und Gewalt einsetzten, sogar bei Kindern, die an der Front bei militärischen Operationen dienen müssen. Solch eine Kraft könnte niemals die tamilischen Rechte fördern. Und es ist ein Mythos, der in Indien und Tamil Nadu existiert, dass, wenn die LTTE ausgelöscht ist, niemand übrig bleibt. In der Tat ist es solch ein Denken, was die LTTE begünstigt.

Mit einer Niederlage kann die LTTE keine politische Kraft sein, sondern sie wird eine terroristische Kraft, eine, welche nicht als eine militärische Organisation operieren kann, sondern sich wieder zurückwendet zu Selbstmordattentaten und ähnlichem. Und das könnte ein Problem sein, mit welchem Sri Lanka für einige Zeit leben muss. Wenn die LTTE zusammenbricht, sollte Indien zu dem Zeitpunkt diplomatisch intervenieren und das Rajiv-Jayawardene Abkommen sicher stellen. Dies war das Beste, was den Tamilen in Sri Lanka geschehen konnte. Indien sollte sicher stellen, dass es in Kraft gesetzt wird, und muss ebenso sicher stellen, dass die Bundesmacht an die Tamilen usw. abgegeben wird.

Die srilankanische Regierung ist dem auch zugänglich. Während der singhalesische Chauvinismus der Ursprung des Kampfes war, so erkennen sie auch, dass sie den Preis dafür zu bezahlen haben. Sie werden die Tamilen als ebenbürtige Bürger behandeln müssen und ihnen Rechte geben müssen. In diesem Kontext kann eine srilankanische Regierung, die ganz gegen Indien eingestellt ist, nicht überleben.

In Tamil Nadu sollte trotz dem ganzen Geschrei Indien intervenieren. Dies ist wohl kaum eine Wahl oder ein politischer Streitpunkt. Alle Parteien werden lärmen. Sie gebrauchen den Streitpunkt nur als Diskussionsgrundlage und nicht als eine politische Streitfrage. Es mag am Rande sehr kleine pro Tiger Elemente geben, aber nicht mehr. Zuletzt werden mit dem Kampfunfähigkeit der LTTE die anderen demokratischen politischen Kräfte auftauchen, welche innerhalb der srilankanischen Tamilen existieren.

Übersezt aus dem srilankischen Tageszeitung “The Daily Mirror” vom 7. Februar 2009

Colombo – Nun, da die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) militärisch im nördlichen Sri Lanka in die Ecke getrieben sind, gibt es viel Spekulation über die Zukunft der Bewegung, die für mehr als zwei Jahrzehnte die entscheidende Kraft in der srilankanischen Politik gewesen ist.

Andauernde LTTE Propaganda hat einen Eindruck vermittelt, dass die Tiger ungefähr 15.000 erfahrene, sehr geübte Soldaten, sowie 10.000 neu Rekrutierte und ungefähr 25.000 Zivilisten mit militärischem Training besäßen.

Es wurde erwartet, dass die LTTE um die entscheidenden Gebiete im Mullaithivu Distrikt einen Verteidigungsring errichten würden und eine Endschlacht gegen die srilankischen Streitkräfte führen würde.

Die kürzlichen Entwicklungen an der militärischen Front haben jedoch gezeigt, dass solche Erwartungen falsch waren. Schnelle drastische Schritte, welche die Armee an vielen Fronten vorwärts unternehmen konnte, haben dazu geführt, dass das von den Tigern kontrollierte Gebiet dramatisch schrumpfte.

Mit der Einnahme von Viswamadhu und Challai haben sich die von der LTTE kontrollierten Gebiete auf ungefähr 200 Quadratkilometer reduziert, reduzierten es auf einige Dschungelstellen, etwas Grasland, Kokosnusshaine und wenige Strände.

Es scheint, dass es der Armee gelingen könnte, in kurzer Zeit den Rest des Tiger-Territoriums einzunehmen. Danach hätte die LTTE keine formale territoriale Kontrolle über irgendeinen Teil der Insel mehr. Colombos Handschrift wird wieder offiziell in allen Teilen des Landes gelten.

Verlust des Territoriums

Der Verlust von territorialer Kontrolle wird auch bedeuten, dass ein Stellungskrieg durch die LTTE zeitweilig enden wird. Die LTTE kämpft wie eine konventionelle Miliz nur, um Land zu behalten oder zu gewinnen.

Der Verlust von Territorium würde für die Tiger die Notwendigkeit wegnehmen, mit einem Stellungskrieg weiterzumachen, bis und wenn sie fähig sind, einen effektiven Gegenschlag oder eine Offensive auszuführen und verlorenes Land wiederzugewinnen.

Die LTTE wird am wahrscheinlichsten wieder eine Guerillataktik übernehmen, um die Streitkräfte und Polizeistreifen und Einrichtungen anzugreifen. Sie werden auch wahrscheinlich terroristische Akte begehen, wie z.B. die Ermordung von politischen Führern, von Regierungsbeamten, von als solchen wahrgenommenen Kollaborateuren und sie werden auch Zivilisten in Bussen und Zügen ins Visier nehmen.

Der LTTE wird keine freie Hand gegeben werden, um Guerillaoperationen und Terrorismus durchzuführen. Die bewaffneten Streitkräfte werden Säuberungsmissionen in ganz intensivem Maße unternehmen, wobei sie das genau definierte Ziel haben werden, „zu suchen und zu zerstören“. Diese zweite Phase könnte genauso blutig und gewalttätig wie die erste Phase der gegen die Tiger gerichteten Aktion sein. Ein wichtiger Faktor in den Schlussfolgerungen über die Zukunft der LTTE liegt in der Fähigkeit der Organisation, damit weiterzumachen, Spenden zu sammeln und im Ausland an Waffen zu kommen. Der andauernde Nachschub von Waffen und Munition von Überseequellen war die Lebensader der LTTE Aktivität in Sri Lanka gewesen.

Ein hauptsächlicher Grund für das Versagen der LTTE bei den kürzlichen Kämpfen war das Durchbrechen / Abwürgen ihres Nachschubs aus dem Ausland. Während die Armee den Löwenanteil des Lobes für die kürzlichen Erfolge bekommt, kann die Rolle der Marine und Luftwaffe beim einschränken des Nachschubs der LTTE nicht unterschätzt werden.

Einer der hauptsächlichen, wenn nicht der einzige Grund für das abnehmende militärische Glück der LTTE war die Knappheit an militärischem Nachschub, der notwendig war, um die Kämpfe voll fortzusetzen. Der Erfolg der Marine und Luftwaffe, die verschiedene Tiger „Kargo“-Schiffe versenkten, und die dauernde Überwachung des Meeres hinsichtlich des Tigerverkehrs hat konstruktiv dazu beigetragen, die Feuerkraft der Tiger zu begrenzen.

Der andauernde Nachschub

Man sagt, eine Armee marschiert mit ihrem Magen. Gleichfalls hängt eine Organisation wie die LTTE von einem dauernden Nachschub an Waffen und Munition ab. Da Sri Lanka eine Insel ist, muss der Zufluss von Waffen über das Meer gesichert werden.

Ein Waffen-Nachschubsnetzwerk, das fähig ist, Waffen aus verschiedenen ominösen Quellen zu liefern, und die Fähigkeit, solche Käufe auf Schiffen zur nordöstlichen Küste von Sri Lanka zu transportieren, sie von höchster Wichtigkeit.

Überdies brauchen die Tiger Geld für solche Käufe und den Transport per Schiff. Dafür hat die LTTE verschiedene kommerzielle Einrichtungen errichtet, welche mit ihren Profiten Spenden liefern. Noch wichtiger ist, dass es ein weit verbreitetes ausländisches Netzwerk gibt, um Spenden von der globalen tamilischen Diaspora einzutreiben.

Gegen diesen Hintergrund braucht es keine hohe wissenschaftliche Intelligenz, um zu schließen, dass die Zukunft der Spannkraft der Tiger in Sri Lanka in großem Maße von der Fähigkeit der Organisation, Spenden zu sammeln, um Waffen und Transport für solche Käufe zurück nach Sri Lanka zu liefern, abhängt.

Der Verlust von territorialer Kontrolle bedeutet, dass die LTTE auf die Ära vor 1990 zurückgeworfen ist, eine Zeit, da die Tiger keine effektive Kontrolle der Küstengebiete hatten. Die LTTE bekam gewöhnlich Schiffsladungen unter großen Schwierigkeiten durch. Dies war während der Tage, als die indische Armee den Zugang zu Tamil Nadu abschnitt, noch schwieriger.

Selvarasah Pathmanathan der neue Mann an der Spitze der LTTE

In solch einer Situation ist es von höchster Wichtigkeit für die Tiger, sicher zu stellen, dass sie Nachschub weiterhin erreicht, obwohl die militärische Umgebung dem entgegensteht. Dafür braucht die LTTE einen effizienten Organisierer, der das glatte Liefern und den Nachschub plant und überwacht.

Das LTTE Sprachrohr “Tamilnet” hat einen interessanten Nachrichtenartikel vom 30. Januar. Dieser besavgte, dass „Die Führung der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) kürzlich Selvarasa Pathmanathan, einen hochrangigen Repräsentanten der Bewegung, als Kopf einer neu eingerichteten Abteilung für Internationale Beziehungen, ernannt hat.

Im Artikel heißt es weiter: “Pathmanathan wird die Bewegung bei möglichen zukünftigen Friedensinitiativen repräsentieren und wird der erste Kontaktpunkt für Kontakte mit der internationalen Gemeinschaft sein, wie es in einem Brief steht, der von der Abteilung für Internationale Verbindungen der LTTE an verschiedene internationale Akteure geschickt wurde.“ So berichtete „Tamilnet“. Weiterhin sagte es: „Pathmanathan wird – nach diesem Brief – im Ausland mit dem erforderlichen Mandat der LTTE Führung arbeiten.“

“Tamilnet” zitierte auch den gegenwärtigen politischen Kommissar der LTTE, Balasingham Nadesan, der Pathmanathans Ernennung bestätigte und auch sagte, dass jener begonnen hätte, mit internationalen Akteuren zu korrespondieren.

Offenkundig scheint der Nachrichtenartikel anzuzeigen, dass die LTTE darauf bedacht ist, ihre internationalen Beziehungen mit der möglichen Absicht, Friedensverhandlungen in Gang zu setzen, aufzupolstern. Aber jene, welche den neuen globalen Tiger-Chef kennen, werden erkennen, dass hinter der unschuldigen Ankündigung mehr steckt.

Internationaler Chef

Selvarasa Pathmanathan war der wirkliche Name des Mannes, welcher in Tiger-Kreisen als “KP” bekannt ist. Er war einst der hauptsächliche Waffenlieferant für die Tiger. Jetzt wurde er zum globalen Tigerchef gemacht. „Internationale Verbindungs-Abteilung“ war nur eine Beschönigung für die globale Infrastruktur der LTTE.

Die Ankündigung sollte die Tatsache öffentlich machen, dass es nur einen einzigen Menschen geben würde, der für alle Aktivitäten der LTTE im Ausland verantwortlich ist. All die Führer von Zweigen und die Chefs von Tarnorganisationen in der tamilischen Diaspora müssten Befehle von Selvarasa Pathmanathan – besser bekannt als „KP“ – entgegennehmen.

Nun, da die LTTE die territoriale Kontrolle verliert und altgediente Führer, einschließlich Velupillai Prabhakaran gezwungen werden, in den Untergrund zu gehen, würde der neue globale Chef unabhängige Entscheidungen treffen müssen. Dafür muss er das volle Vertrauen von Prabhakaran haben. Vor allem muss er sicher stellen, dass Spenden gesammelt werden, in Waffen umgewandelt werden und diese regelmäßig ins nördliche Sri Lanka verschifft werden. Unter den gegenwärtigen Umständen ist KP vielleicht die beste Wahl als internationaler Chef, so weit es die LTTE betrifft.

Früher war die Hauptstütze der LTTE beim Spendensammeln, Waffenbeschaffen und deren Rücktransport der Mann, auf den man sich als “KP” bezog. Er war der überlegende Geist hinter dem globalen Netzwerk der LTTE. Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass KP für die LTTE so wichtig war wie ihr oberer Führer Velupillai Prabhakaran. Eine widrige Konsequenz des von Oslo erleichterten Waffenstillstands im Februar 2002 war, dass KP sich halb von dem Job zurückzog.

Halber Ruhestand

Es gab eine Zeit, in der KP drei wichtige Funktionen in der LTTE innehatte. Das erste war das ausländische Spendensammeln und Investieren. Das zweite war die Oberaufsicht der LTTE Zweige im Ausland. Das dritte war natürlich der Erwerb von Waffen, Bewaffnung, Munition und Transport.

Aber nach dem In-Kraft-Treten des Waffenstillstandes 2002 polierte Prabhakaran die LTTE auf. KP wurden zwei seiner Pflichten abgenommen, nämlich das Managen der ausländischen Finanzen und die allgemeine Verwaltung. Der Grund dafür war, dass die damit einhergehende Arbeit für einen Mann zu viel geworden war und dass der LTTE Führer wollte, dass sich KP auf das konzentrierte, was das Wichtigste für die Tiger war.

Das Managen der Auslandsfinanzen wurde “Aiya Annai” anvertraut und die Verwaltung Castro. Aiya, der ein Schüler von KP war, folgte den Spuren seines Meisters und führte seine Pflicht ohne viel Getue aus. Aber Castro war in seiner Eitelkeit alle die von KP eingesetzten Leute aus den Übersee-Zweigen heraus und ernannte seine Lakaien.

Bald waren die Tiger im Ausland in großer Unordnung und weit weg von den Zeiten von KP. Es gab verschiedene Leute, die sich gegenseitig betrogen, um die Kontrolle zu bekommen. Es gab viele Splitterparteien. Der Finanzchef Thamilendhi bekam die Kontrolle über die Spendensammlungen im Gegensatz zu dem finanziellen Management. Auch dies führte zu Verwirrung. Als KP verantwortlich war, war alles glatt gelaufen.

Ausländische Käufe

Aber KPs Kontrollsphäre – unter der Beschönigung Abteilung für Käufe im Ausland oder einfach als KP-Abteilung bekannt – funktionierte effizient. KPs Schiffe entluden die Ladung mitten auf dem Meer ohne Zwischenfall.

KP selbst reiste nicht viel, weil er krank war (Diabetes, Blutdruck, eine Herzkrankheit usw.) und auch, weil er in vielen Ländern von der Polizei gesucht wurde. Aber KPs Abgesandte, die er ausgebildet hatte, machten unter KP Führung und Aufsicht die Feldarbeit.

Es ist interessant, dass seine Vizechefs oft aus Sicherheitsgründen gewechselt wurden. Aber wer auch immer bei KP die Nummer Zwei war, dem wurde jeweils der Kriegsname „David“ gegeben.
Obwohl KP „offiziell“ ein Bürger von wenigstens vier Ländern ist, hat er sich in letzter Zeit auf Skandinavien und die asiatischen Nationen beschränkt. Er hat eine Thaifrau geheiratet, welche für die von ihm in Bangkok geleitete Exportfirma arbeitete.

Kolossaler Schnitzer

Dann machte Prabhakaran einen anderen kolossalen Schnitzer. Der frühere politische Kommissar der LTTE Suppiah Paramu Thamilselvan, welcher bei einem Bombardement aus der Luft starb, war in LTTE Kreisen als „Thagadu“ bekannt – und das heißt „Schleicher“. Ein Grund für seinen Aufstieg in der Bewegung war, dass er Kameraden dem Boss verpfiffen hatten und sich selbst so bei Prabhakaran einschmeichelte.

Als Thamilselvan begann, oft während des Friedensprozesses ins Ausland zu reisen, begann der Chef des politischen Flügels gegen „KP“ Informationen zu sammeln. Dies wurde Prabhakaran gemeldet. Als Resultat davon, dass Thamilselvan den Geist des obersten Führers vergiftete, bestrafte Prabhakaran KP, indem er ihn nicht mehr als Hauptwaffenlieferant einsetzte.

Diese Tat von Prabhakaran, die er auf Anstiftung von Thamilselvan hin ausgeübt hatten, kam die LTTE teuer. Als KP und seine erfahrenen Assistenten zur Seite geschoben worden waren, wurde eine Gruppe frischer Lieferanten aktiv.

Sogar KPs früherer Schüler “Aiya annai” musste im Waffenhandel herumpfuschen. Waffen zu liefern und zu verschiffen ist keine leichte Aufgabe und die Ersatzlieferanten hatten nicht „KPs“ Erfahrung oder wurden wenigstens von ihm geführt. So ging es sehr schlecht mit ihnen voran.

Allmählich ging es mit den einst problemlosen Plan des Waffenlieferns schief. Offenbar waren die neuen Lieferanten der Sache nicht gewachsen und viele Aufträge bei betrügerischen Waffenhändlern liefen darauf hinaus, dass die Novizen hereingelegt wurden.

Ausländische Nachrichtenbehörden konnten auch Angriffe auf die Tiger Waffenkäufe durchführen. Mehrere Personen wurden verhaftet. Was noch wichtiger ist: Colombo wurde wertvolle Information geliefert. Als Resultat wurden verschiedene Tiger Schiffe entdeckt und zerstört. All dies führte dazu, dass die LTTE knapp an Nachschub wurde. Dies wiederum hatte Einfluss auf den Verlauf des Krieges.

Ein wichtiger Spieler

Zu der Zeit, als Prabhakaran seinen Fehler erkannte, war es zu spät. Verzweifelt wollte er KP zurück. Es war die Aufgabe des Spezialkommandeurs der Seetiger Soosai, KP zu umwerben. Dies tat er und KP wurde seine frühere gehobene Stellung wiedergegeben. Er war wieder für die Waffenlieferungen verantwortlich.

Nach Quellen nahe an KP wollte er das zuerst nicht übernehmen, da er fühlte, dass ihn die Hierarchie schlecht behandelt hatte, und auch, weil das Netzwerk zum Waffenkauf von den Ersatzlieferanten der Tiger verdorben worden war. Da er aber immer noch ein glühender tamilischer Nationalist war und um der alten Zeiten willen und da er Prabhakaran gegenüber loyal war, begann KP, wieder für die Tiger zu arbeiten. Es wird gesagt, dass KP erfolgreich zwei oder drei Schiffe mit Waffen nach Sri Lanka schicken konnte, nachdem er die Aufgabe übernommen hatten. Dies erklärte die offenkundige neue Verstärkung des militärischen Widerstands der Tiger zu einer gewissen Zeit, als die LTTE begann, großzügig mit Granaten um sich zu schießen. Mit mehr Nachschubsschiffen in der Verbindung hätte der Widerstand der Tiger allmählich stärker werden können.

Aber das unerwartet schnelle Vorrücken der Armee seit dem 31. Dezember änderte die militärische Balance dramatisch. Mit den Entwicklungen am Boden kam die effektive Absperrung des Meeres. So war sogar KP unfähig, rechtzeitig Nachschubschiffe zu schicken. Die Qualität des Widerstands der Tiger ließ groß nach, da es an Nachschub mangelte.

Nun, da die LTTE in einem belagerten Zustand ist, ist der Waffennachschub noch wichtiger geworden. Es ist wahrscheinlich, dass in den kommenden Tagen die Kommunikation zwischen der Tiger Hierarchie und den Untergebenen im Ausland schwierig sein wird. So braucht die LTTE eine starke, fähige Person, um im Ausland am Ruder zu stehen und die Angelegenheiten inmitten der Diaspora zu koordinieren. KP wäre darum in Zukunft bei Angelegenheiten der LTTE ein sehr wichtiger Spieler.

Veeramanickathevanthurai

Der als KP bekannte Mann wurde am 6. April 1955 in der nördlichen Küstenstadt Kankesanthurai (KK) geboren. Sein Name war Pathmanathan und der Name seines Vaters war Selvarasah. Obwohl KP in KKS geboren worden war, stammte er aus Myliddy, auch ein Küstengebiet in der Valigamam Nordregion.

Pathmanathan war eines von acht Kindern. Sein Vater war ein Fischer aus Veeramanickthevanthurai in Myliddy. Dort ist die traditionelle Beschäftigung der Leute das Fischen, aber sie kamen ursprünglich nicht aus einer Fischerkaste.

Der Platz hat seinen Namen von einem Maravar Häuptling, der Veeramanickathevan genannt wurde und aus Ramanathapuram in Tamil Nadu stammte. Dieser Häuptling ließ sich vor Jahrhunderten mit seiner Sippe in Myliddy nieder. Die Maravars sind von der Mukkulathor Kriegerkaste und die Leute von Veeramanickthevanthurai führen ihre Ahnenreihe auch auf Kshatriyas zurück.

Pathmanathan wurde im Nadeswara College, KKS und im Mahajana College in Thellipalai erzogen. Pathmanathans Kosename zu Hause war Kutty (Welpe). So nannten ihn die meisten Leute aus Myliddy. In seiner Kindheit war er sehr dünn und als Resultat davon wurde er in der Schule „Oosi“ („Nadel“) gerufen. Pathmanathan war kein sehr intelligenter Schüler und brauchte mehr als einen Versuch, um sich für seine O/L und A/L Examina zu qualifizieren. Er immatrikulierte an der Jaffna Universität, als er schon um die Zwanzig war, und er nahm den Bachelor of Arts-Kursus mit Politologie und Geschichte als Hauptfächer.

Es war während seiner Studentenzeit, dass man anfing, ihn “KP” zu nennen. Offenbar gab es in der gleichen Gruppe zwei Pathmanathans und um sie zu unterscheiden, wurde er KP. Da er auch als Kutta bekannt war, wurden das K in Kutty und das P in Pathmanathan zusammengezogen zu KP. Der große, hellhäutige, hübsche KP war bei den Mädchen sehr beliebt.

Tamilische Militanz

Während er in Jaffna studierte, wurde KP von der tamilischen Militanz angezogen. Zuerst wurde er Mitglied der Tamil Eelam Befreiungsorganisation (TELO), die von den legendären Thangathurai und Kuttimani angeführt wurden. KP ließ aus sich einen TELO Militanten machen, während er noch im Grundstudium war. Sein Kriegsname in der TELO war „Kumaran“. Kumaran nahm als jemand, der Schmiere stand, bei dem Thinnevely Bankraub teil, bei dem 1,08 Millionen Rupien geraubt wurden.

Es gab 1980 eine große Entzweiung in der ursprünglichen LTTE. Kandiah Umamaheswaran trennte sich davon mit einer großen Anzahl an Leuten und bildete die Volksbefreiungsorganisation von Tamil Eelam (PLOTE). Die übrigen Parteimitglieder unter Velupillai Prabhakaran waren ein niedergeschlagener Haufen. Für ungefähr zwei Jahre verband sich die LTTE unter Prabhakaran mit der TELO unter Thangathurai-Kuttimani. Damals war es, dass KP begann, Kontakt mit Prabhakaran aufzunehmen.

Der Neervelyraub am 25. März 1981 war in der Geschichte der tamilischen militanten Bewegung ein Wendepunkt. Der Lieferwagen der Volksbank sammelte Hartgeld von den Filialen im Vadamaratchy Sektor ein und kehrte entlang der Jaffna-Punkt Pedro Straße nach Jaffna zurück. Ihm wurde sbei Neervely aufgelauert und eine große Summe von 8,1 Millionen Rupien wurden geraubt.

Dies war eine kombinierte TELO-LTTE Operation. KPs Rolle dabei war es, ein Motorrad hinter den Lieferwagen der Volksbank und dem den Lieferwagen eskortierenden Polizeiwagen zu fahren. Damals gab es keine Walkie-Talkies oder Handys. Einmal musste KP sich eilig vor die Fahrzeuge setzen und den Militanten, die auf der Lauer lagen, sagen, dass ihr Ziel sich näherte. KP erfüllte seinen Auftrag und raste weg. Er nahm nicht direkt an dem Raub teil. Aber misstrauische Beamte hatten das Kennzeichen des Motorrads notiert. Dies gehörte nicht KP, sondern einem Mitstudenten, Vijitharan, welcher überhaupt nicht wusste, dass es sich KP ausgeliehen hatte, um es bei einem Raub einzusetzen. Das Motorrad wurde aufgespürt und der unschuldige Vijitharan wurde verhafte. Dies führte zu einer großen Universitätsdemonstration, welche seine Freilassung verlangte, aber KP war geflohen.

Flucht nach Indien

Dies war vielleicht die erste seiner vielen Fluchten vor den Armen des Gesetzes. KP gab einfach alles auf und floh nach Indien. Damals lebte er KKS-Straße 180 in Jaffna. KP war bei seinem Studium im letzten Jahr, aber er war gezwungen., seine Studien aufzugeben. Er hat nie sein Studium mit einem Examen beendet.

Nachdem er nach Indien geflohen war, verließ er für eine Weile die tamilische Militanz. Er verband sich mit Schmugglern am Rand der tamilischen militanten Bewegung. Einige andere Militante wie Sellakkili kamen auch zu den Schmugglern. Ein Grund dafür war, dass sie überleben mussten, da sie kein Geld hatten. Nach der inselweiten antitamilischen Gewalttätigkeit vom Juli 1983 ging KP herunter nach Madras (jetzt Chennai) und trat wieder in die Reihen der Militanten ein. Dieses Mal ging er zur LTTE und nicht zu seiner früheren Organisation, der TELO.

Nachdem Prabhakaran KP in die LTTE eingeführt hatte, ließ er ihn kein formelles Waffentraining aufnehmen. Prabhakaran erkannte, dass KPs Talente anderswo lagen. Er sagte KP, er solle die Kontakte und Erfahrung, die er gewonnen hatte, benutzen, um Spenden zu sammeln und Waffen für die LTTE zu kaufen.

Immer weitere Pflichten

Zusammen mit den Helfern von der LTTE und auch der indischen Unterwelt begann KP, Waffen und Ausrüstung für die LTTE zu kaufen. Mit der Zeit wurden seine Pflichten immer mehr. Er musste in viele Länder in den Mittleren Osten, nach Afrika, Europa, Australien, Nordamerika und Südostasien reisen und Gruppen von ausgebürgerten Tamilen treffen, um Spenden zu sammeln.

Das Spendensammeln im Ausland  brachte auch das Errichten von LTTE-Filialen und das Ernennen von Tiger-Repräsentanten im Ausland mit sich. Dies lag auch in der Verantwortung von KP. In den 80-er und 90-er Jahren des vorigen Jahrhunderts kontrollierte und koordinierte KP die LTTE-Auslandsfilialen.

Zusätzlich zum Spendensammeln und Verwaltung der Auslandsfilialen bekam KP auch die beängstigende Aufgabe, die internationalen ungesetzlichen Waffenbasare und –geschäfte zu durchstreifen. Er reiste in viele Teile der Welt und kaufte Waffen und Bewaffnung auf. Er musste auch Arrangements treffen, damit diese heimlich in den Nordosten Sri Lankas verschifft werden konnten.

Dafür gab es keine eingeschliffene Gewohnheit oder bekannte Prozeduren. Man musste sehr vorsichtig vorgehen. KP war ein Pionier und Pfadfinder, denn er musste improvisieren und sich mit dem Job entwickeln. Viele der frühen Leistungen gelangen durch Versuch und Irrtum.

Es war erstaunlich, dass Pathmanathan, ein Mann niederer Herkunft von Myliddy, sich in KP entwickelt hatte, den übernationalen Käufer und Transportierer von Waffen.

Der Esel – von äußerster Wichtigkeit für die LTTE

Innerhalb der höheren Ränge der LTTE gibt es noch einen anderen Namen für ihn. Dieser lautet „Kazhuthai“ oder „Esel“. Dies war ein Name, den ihm liebevoll Prabhakaran selbst gegeben hatte. Der Esel ist ein Tier, welches Ladungen auf seinem Rücken trägt. KP ist ein Mann, dessen Anstrengungen dazu führen, dass der LTTE eine Menge von Waffenladungen geliefert wurden. Von daher kommt der Name „Esel“.

Der neue globale Chef der Tiger ist ein Mann, der sich für die LTTE fast unverzichtbar gemacht hat. Wie Prabhakaran war er sehr verantwortlich für das Wachstum der LTTE. Seine zukünftige Rolle ist für das Schicksal der LTTE von äußerster Wichtigkeit.

Übersetzt von der Webseite BBC Sinhala.com vom 3. Februar 2009

Colombo – Die USA, die EU, Japan und Norwegen haben in einer gemeinsamen Erklärung Sri Lankas Tamil Tiger Rebellen gedrängt, ihre Waffen niederzulegen und über ein rasches Ende der Feindseligkeiten mit der Regierung zu verhandeln.

Die Nationen sagten in einem gemeinscmen Communique, dass es nur noch eine kurze Zeit dauern werde, bis die Tiger das Gebiet, was noch unter ihrer Kontrolle ist, verloren haben. Beide Seiten “sollten erkennen, dass ein weiterer Verlust von Leben – von Zivilisten und Kämpfern – keiner Sache dient”, so heißt es in dem Text.

Die srilankanische Regierung sagt, dass sie nahe daran sei, die Rebellen zu besiegen. Es heißt auch,  dass bis zu 250.000 Zivilisten durch die Kämpfe zwischen den Fronten eingeschlossen sind. In der gemeinsamen Erklärung drückten die Staaten “große Sorge” wegen der Notlage der Zivilisten aus.

Sie drängten die Rebellen, “mit der Regierung von Sri Lanka über die Modalitäten zur Beendigung der Feindseligkeiten zu verhandeln, einschließlich des Niederlegens der Waffen, des Aufgebens von Gewalt, des Akzeptierens des Amnestie-Angebots der Regierung von Sri Lanka; und des Teilnehmens als eine politische Partei in einem Prozess, um eine gerechte und dauerhafte politische Lösung zu erreichen.“

Die Nationen drängten auch beide Seiten, eine zeitweilige Waffenruhe zu erklären, um das Evakuieren der Kranken und Verwundeten und den Hilfstransport für Zivilisten zu erlauben.

Die srilankische Regierung hatte vorher jeden Waffenstillstand abgelehnt und geschworen, die Rebellen „auszulöschen“. Die Terror-Tiger erwiderten, dass sie ihre Waffen nicht niederlegen würden, bis sie „eine Garantie haben, dass sie frei, würdig und souverän leben können.“

Die Erklärung kommt inmitten von Berichten von wiederholten Artillerieangriffen auf ein Krankenhaus in dem von den Tigern gehaltenen Gebiet. Das Rote Kreuz behauptet, dass das Krankenhaus in der Stadt Puthukkudiyiruppu im Distrikt Mullaitivu fünfmal in den letzten paar Tagen getroffen worden wäre und dass dabei wenigstens 12 Zivilisten starben. Auch die Kinderstation habe eine Treffer abbekommen.

Die Regierung sagt, dass sie nicht für die Angriffe verantwortlich sei, und forderte erneut die Zivilisten auf,  die Kriegszone zu verlassen. Pro-Rebellen-Webseiten beschuldigen weiterhin die Armee, die mittlerweile als Gegenbeweis sogar Filmmaterial mit Zeitstempel veröffentlichte, auf dem ein völlig unversehrtes Krankenhaus zu sehen ist.

Das Krankenhaus ist eine der letzten funktionierenden Gesundheitseinrichtungen in dem Gebiet.

Sri Lankas Militär sagt, dass es eine weitere Sicherheitszone für Zivilisten in einer 32 Quadratkilometer großen Pufferzone an der A-35-Hauptstraße, welche Paranthan und Mullaitivu verbindet, bestimmt hätte.

Die Zone liegt innerhalb einer allmählich schrumpfenden LTTE-Enklave im Norden von Mullaitivu.

Die Tamil Tiger wurden als eine terroristische Gruppen von vielen Nationen, einschließlich der USA und der EU, verboten.

Sie begannen in den 70-er Jahren des vorigen Jahrhunderts, für einen separaten Staat für Tamilen in Sri Lankas Norden und Osten zu kämpfen. Norwegen war der Unterhändler bei vorangegangenen Runden von erfolglosen Friedensverhandlungen zwischen den Rebellen und Sri Lankas Regierung.

Übersetzt aus dem Sri Lanka Guardian vom 7. Februar 2009

Von Dr.Rajasingham Narendran

Colombo – Die srilankischen Streitkräfte haben fast die ganze Kapazität der LTTE (Befreiungstiger von Tamil Eelam), in der nächsten Zukunft einen konventionellen Krieg zu führen, zunichte gemacht. Sie könnten auch nachfolgend erfolgreich bei einigen beschränkten Versuchen der LTTE, Zuflucht zu Sabotage, Terrorismus und sozio-ökonomischen Störungen zu nehmen, sein. Sie haben auch fast das ganze Gebiet, das einmal von der LTTE gehalten wurde, wiedergewonnen. Diese Leistungen haben entgegen den Erwartungen von vielen nicht nur die Aufmerksamkeit der Welt auf sich gezogen, sondern auch deren implizierte Unterstützung. Jedoch wiegt die Notlage der 250.000 tamilischen Zivilisten, von denen man glaubt, dass sie von der LTTE in den Dschungeln von Mullaitivu festgehalten werden, schwer auf dem Gewissen der Welt. Wie werden die srilankanische Regierung und die bewaffneten Kräfte mit diesen Zivilisten umgehen: Das wird sehr genau von einer besorgten Welt und dem freien Tamil sprechenden Volk beobachtet.

Die LTTE verglich stolz den Heroismus ihrer Soldaten mit jenen, welche in den Versen in Purananuru (der Sangam-Tamil-Literatur) porträtiert werden, und sie hat den Standpunkt gewählt, dass sie nicht zur Kenntnis nimmt, dass jene alten Kriege in Übereinstimmung mit den geltenden Kriegsregeln ausgefochten wurden, weg von Orten, wo Frauen, Kinder, die Alten und das Vieh nicht der mit dem Krieg einhergehenden Gewalt und dem Ausfall ausgesetzt waren. Die LTTE behauptet, dass diese Zivilisten aus eigenem Antrieb im Kriegswirbel bleiben und den Schutz der LTTE gesucht haben. Das ist völlig absurd.

Nur jene, welche eng mit der LTTE verbunden sind oder von dieser Verbindung profitiert haben, hätten Gründe, dies zu tun. Die Taktik der LTTE, das Vorrücken der bewaffneten Kräfte zu verhindern, gebraucht zynisch und gewissenlos die gefangenen Zivilisten und die drohende humanitäre Katastrophe als Waffen. Aber die Taktik ist angesichts der Entschlossenheit der Regierung, trotz der humanitären Konsequenzen weiterzumachen, nach hinten losgegangen.

Es war ein ernsthafter Berechnungsfehler, dass man erwartete, dass humanitäre Rücksichten auf die tamilischen Zivilisten den Drang der Regierung zum Sieg hin vereiteln würde.

Es war vielleicht der letzte Berechnungsfehler der LTTE. Die srilankanischen Regierungen haben sich selbst hinsichtlich singhalesischer Zivilisten und buddhistischer Mönche bei ihrer Mission, die JVP-Erhebungen niederzuschlagen nicht von humanitären Überlegungen quälen lassen! Altgediente Polizeioffiziere dieser Zeit haben mir erzählt, wie brutal und unmenschlich die gegen den Aufstand gerichteten Operationen gewesen waren. Die srilankanische Regierung kann in dieser Hinsicht nicht beschuldigt werden, dass sie die Tamilen diskriminieren würde!

Die Tage der LTTE sind vorbei. Sie wird bald Geschichte sein, obwohl dies viele Tamilen beklagen werden, welche gehofft hatten, dass sie die LTTE befreien würde. Es ist Zeit, den ganzen Gedankenprozess, welcher zur Geburt der LTTE führte und sie durch die Jahre aufrecht erhielt, anständig zu begraben. Alle Tamilen haben wegen dem drohenden Tod der LTTE Tränen vergossen, weil sie in einem Stadium für die Tamilen in Sri Lanka die beste Hoffnung geboten hatte. Zur gleichen Zeit müssen die Tamilen auch tieferleichtert darüber seufzen, dass das, was sich mit der Zeit zu einem Ungeheuer entwickelt hat, aus ihren Leben vertrieben wird.

Die LTTE sollte auch erkennen, dass ihre Tage gezählt sind und dass sie den Tamilen nicht mehr nutzen kann. Sie sollte den Todeskampf der Tamilen nicht mehr verlängern. Ein historischer Moment ist vorüber. Man ist zu spät gekommen. Die Tamilen müssen einen neuen Weg suchen, um ihre Stellung und ihre Rechte in Sri Lanka wiederzugewinnen und eine neue Führerschaft hervorbringen, welche sie auf diesen Weg mitnimmt. Den tamilischen paramilitärischen Gruppen und Überresten von Parteien wie der TULF (Tamilische Vereinte Befreiungsfront) und der TNA (Tamilische Nationale Allianz) sollte es nicht erlaubt sein, den von der LTTE aufgegebenen Raum zu füllen. Neues Blut, neue Ideen und ein neuer Politikstil sollten für die Tamilen der Tagesbefehl sein.

Eloquenz, Rhetorik und Gewalt sollten von einer klaren Vision, definierbaren Zielen, gut durchdachten Plänen und Programmen, wie man sie erreichen kann, ersetzt werden. Wir müssen das Recht haben, sowohl Tamilen als auch Srilankaner zu sein. Der Norden und Osten sollten das tamilische kulturelle Herzland sein, während sie dennoch in dem Rest von Sri Lanka integriert sind. Die Tamilen sollten jeden, der unter ihnen im Norden und Osten leben möchte, willkommen heißen, aber dennoch ihr Recht verlangen, überall, wo sie wollen, in Sri Lanka mit Sicherheit und Würde zu leben. Dies sollte der singhalesischen Politik eindeutig klar gemacht werden.

Die LTTE könnte sich eine strengere Beurteilung der Geschichte ersparen, indem sie die Zivilisten, welches sie als Geiseln hält, gehen lässt und ein Ende der Feindseligkeiten erklärt. Juniorsoldaten sollte es erlaubt sein, sich zu ergeben. Prabhakaran und die altgedienten Soldaten müssen ihre Wahl treffen, in Anbetracht dessen, dass die indischen und srilankanischen Regierungen ihr Pfund Fleisch verlangen werden (das ist übrigens ein Zitat aus Shakespeares „Merchant of Venice“).

Ich persönlich hoffe, dass Großmut, Gnade und Vergeben – Eigenschaften unseres religiös-kulturellen Erbes – unter denen die Oberhand behalten werden, welche sich als die “Sieger” betrachten. Die „Sieger“ sind auch für viel verantwortlich. Die LTTE ist eine Kreatur, die sie hervorgebracht haben und verschiedentlich großzuziehen geholfen haben. Um Christus zu umschrieben: „Lasst jene, welche ohne Schuld sind, den ersten Stein werfen.“ Jene, welche aus Überzeugung oder unter Zwang für die LTTE gekämpft haben, verdienen unseren Respekt und unser Mitgefühl. Sie waren Opfer der Umstände, die jenseits ihrer Kontrolle waren. Jene, welche im Kampf für die LTTE ihr Leben geopfert haben, sollten uns auch Respekt abnötigen, genauso wie das Personal der srilankanischen Streitkräfte, welche ihr Leben auf den Schlachtfeldern geopfert haben.

Die LTTE Soldaten haben für eine Sache gekämpft und sind für sie gestorben, genau so wie die Männer und Frauen bei der Polizei und bei den Streitkräften, welche für eine Sache starben, für die sie zum Kampf aufgerufen worden waren. Die Tamilen sollten auch das Gefühl haben, Sieger zu sein, da sie in ihrer Suche nach menschlicher Würde am meisten geopfert haben. Die Fähigkeit der singhalesischen Politik, diesem Bedürfnis gerecht zu werden, wird das Schicksal von Sri Lanka auf lange Sicht entscheiden.

Als die LTTE geboren wurde, obwohl sie seit Tausenden von Jahren auf der Insel gewesen waren. Die Freiheit und die Rechte, die Unabhängigkeit von der Kolonialherrschaft, welche man ihnen hätte garantieren sollen, wurden den Tamilen verweigert. Die gnädige britische Kolonialherrschaft wurde von einer bösartigen singhalesischen Kolonialherrschaft ersetzt. Die Tamilen wurden gezwungen, den Preis für das zu bezahlen, was die singhalesische Politik höflich als koloniale Diskriminierung gegen sie als ein Volk wahrgenommen hatte. Die Tamilen waren die unglücklichen Opfer der Kolonialherrschaft, genau so wie es die Singhalesen waren. Die Tamilen wurden gezwungen, als Fremde in ihrem eigenen Land zu leben, was zu Lasten ihrer Mitbürger ging und damit entschuldigt wurde, dass es die sekteirerischen Missstände der Singhalesen verbesserte.

Die Tamilen waren ein beleidigtes, brutal behandeltes und immer wieder an den Rand gedrängtes Volk. Ihr Überleben hing von der Gnade der singhalesischen Mehrheit ab. Es gab organisierte Aufstände, welche gegen sie in regelmäßigen Abständen geplant veranstaltet wurden. Dabei spielten die singhalesischen Politiker, der Mob, die Polizei, die Streitkräfte und die Regierung wesentliche Rolle. Tamilen, welche außerhalb des Nordens und Ostens wohnten (viele seit vielen Jahren) waren die Opfer bei diesen Aufständen. Sie wurden getötet, verstümmelt, verletzt und beleidigt; Eigentum wurde verbrannt und geplündert; sie wurden gezwungen, in Flüchtlingslagern zu leben, damit man sie aus dem Wege hatte; sie wurde wie Vieh zurück in den Norden und Osten per Schiff und Straße gebracht. Sie wurden gezwungen, zu verstehen, dass es für sie keinen Platz gab, nicht nur im singhalesischen Kernland, sondern auch auf der Insel als Ganzes. Sie wurden während der sogenannten Zeiten der Normalität immer wieder beleidigt. Das falsche Aussprechen des singhalesischen Wortes für Eimer „Bhaldiya“) führte zu einer schweren Beleidigung und dem Tod von vielen (die Tamilen haben Schwierigkeiten, den „Bha“-Laut auszusprechen). Züge, die nach Norden und Osten unterwegs waren, wurden regelmäßig angegriffen und tamilische Passagiere wurden angegriffen und verstümmelt. Der Staat hatte mit Bedacht seine Verantwortung, die Sicherheit eines Teils seiner Bürger zu garantieren, aufgegeben!

Über Nacht gab es keine Beschäftigung in Regierungsdiensten für Tamilen mehr. Tamilen, welche schon in Regierungsdiensten standen, wurden nicht befördert, und wenn sie in höheren Positionen waren, wurde dies durch die Insubordination ihrer singhalesischen Untergebenen unwirksam gemacht.

Das rigorose In-Kraft-Treten der Nur-Singhalesen-Politik machte die Tamilen funktionell zu Analphabeten. Höhere Bildung wurde auch den Qualifizierten übernacht verweigert, weil sie Tamilen waren. Die Ländereien, auf denen Tamilen und Tamil sprechende Moslems seit Jahrhunderten gelebt hatten, wurden durch die Regierung mit Singhalesen kolonialisiert. Dies wurde als ein Versuch wahrgenommen, die Demographie zu verändern – und das im Kontext von dem, was mit den Tamilen anderswo im Lande passierte.

Tamilische Bürger indischen Ursprungs wurde ihr Stimmrecht weggenommen und sie wurden staatenlos gemacht. Verfassungen wurde ohne Zustimmung der Minderheiten geändert, und die Vorkehrungen in der Soulbury Verfassung, welche Minderheiten beschützten, wurden einseitig entfernt. Das Verlangen der Tamilen nach Selbstbestimmung und der Teilhabe an der Macht wurden ignoriert und lächerlich gemacht. Es gab kein Investieren in die Infrastruktur und Industrie im Norden und Osten.

Die Tempel, in denen sie Pujas abhielten, wurden barbarisch behandelt oder zerstört. Sogar der Elefantengott Ganesha wurde in Trincomalee ins Meer geworfen („Gana deviya naanda giya“)! Die Bibliothek von Jaffna wurde von der Polizei unter der Anweisung von Kabinettministern verbrannt. Die Brutalität der Streitkräfte und der Polizei im Norden und Osten sollte die beginnende Rebellion unterdrücken, aber sie fachte sie nur an. Der Staat verweigerte bei diesen Zwischenfällen einem Teil seiner Bürger die Rechte auf gleiche Bürgerschaft und Chancengleichheit. Die LTTE tauchte als eine von vielen tamilischen militanten Gruppen aus diesem „Hexengebräu“ auf und ließ ihre eigene Wut an der Nation als Ganzes – einschließlich der Tamilen – aus.

Die Föderale Partei (FP) und ihr Nachfolger, die Tamilische Vereinigte Befreiungsfront (TULF) spielten eine wesentliche Rolle beim Werben für die Trennung und für ein unabhängiges Tamil Eelam, als eine Lösung für die Probleme, welchen sich die Tamilen in Sri Lanka gegenübersahen. Die Eloquenz und feurige Rhetorik der damaligen tamilischen Politiker peitschte in Anbetracht der im Land herrschenden Zustände den Nationalismus der Tamilen in hohem Maße auf und brachte die tamilischen Jugendlichen auf den militanten Pfad.

Die damaligen tamilischen Politiker hatten weder den brennenden Wunsch nach einem unabhängigen Tamil Eelam, noch den Willen, dafür zu kämpfen. Sie hatten keine Pläne, wie man das erreichen könnte. Sie dachten, dass dies eine Forderung wäre, welche die singhalesische Politik dazu bringen könnte, sich um ihre Klagen zu kümmern. Sie hatten auch keinen alternativen Pfad für die Tamilen. Sie waren ideenlos und sie waren erschöpft. Die singhalesische Politik hatte sich für einen unumkehrbaren Lauf entschieden und war nicht in der Stimmung, sich um die tamilischen Klagen zu kümmern oder mit Voraussicht zu handeln. Die singhalesische Führungsriege hatte eine Vision für einen monolithischen singhalesisch-buddhistischen Staat formuliert und für die Mission, dies zu erreichen. Dem stimmten alle singhalesischen Parteien leidenschaftlich zu, einschließlich der marxistisch ausgerichteten.

Die tamilischen Politiker, welche die Jugendlichen aufreizten, damit diese den Pfad der Militanz gingen, verloren bald über die Geister, die sie losgelassen hatten, die Kontrolle. Sie hatten ein Feuer entzündet, das sie nicht wieder löschen konnten. In der Folge wurden sie von den „Tigern“ (LTTE) auf eine holprige Fahrt mitgenommen und schließlich verschlungen.

Die singhalesische Politik hatte die Stärke der Leidenschaften unter den tamilischen Jugendlichen unterschützt und musste nun endlich mit den Tigern ringen, was der Nation viel kostete. Die drei Jahrzehnte andauernde Fahrt der Tiger hat die Tamilen mehr verletzt als die singhalesische Politik, und sie hat die Tamilen in einer schlimmeren Situation zurückgelassen, als sie es am Anfang gewesen waren. Die Tamilen wurden durch die Militanz, von der sie hofften, dass sie helfen würde, ihre Rechte in Sri Lanka wiederherzustellen, auf die Knie gebracht. Die Tamilen sind durch die vereinten Anstrengungen des srilankanischen Staates und der LTTE ein Volk geworden, welches bemitleidet werden kann.

An die LTTE sollte man sich aus vielen Gründen erinnern. Ihre organisatorischen Fähigkeiten, ihre Fähigkeit zur Erneuerung, ihre Geschicklichkeit bei der Mobilisierung von Ressourcen, ihre Kampftaktiken, ihr Mut und ihre Kühnheit bei der Propaganda werden für Tausende von Jahren Teil von Legenden und der Geschichte werden. Die LTTE konnte innerhalb kurzer Zeit nach ihrem Auftauchen die enthusiastische und überwältigende Unterstützung der meisten Tamilen auf sich versammeln. Sie war dazu gelangt, dass sie ihre Wünsche nach Respekt als Volk und Widerstand gegen die schlechte singhalesische Regierung verkörpern konnte.

Die Tamilen gaben der LTTE ihr vollständiges Vertrauen. Aber auch die Brutalität der LTTE, ihr Greifen zu den Mitteln von sinnloser Gewalt und Terrorismus, ihr Mangel an moralischen Skrupeln, ihre Inflexibilität, ihre Verschlagenheit, ihre Missachtung der Leute, von denen sie behauptete, sie würde sie führen, und ihre Unfähigkeit, sich verändernden Umständen anzupassen, wird erinnert werden.

Die LTTE verschwendete schamlos und dumm das Vertrauen, welches ihnen die Tamilen entgegenbrachten. Sie war auch der Hafen für den sowohl lokalen als auch internationalen Abschaum in der tamilischen Gesellschaft geworden, und das bekümmerte viele Tamilen. Es gelang ihr nicht, den tamilischen Ethos zu repräsentieren, und sie versuchte, das Volk dazu zu zwingen, sich an einen Ethos anzupassen, der ihnen ziemlich fremd war. Während ihre beträchtlichen und unerwarteten Fähigkeiten zu ihrem bemerkenswerten Wachstum und Erfolg auf den Schlachtfeldern beitrugen, waren ihre Schwächen entkräftend für sie und trugen zu ihrem Niedergang bei.

Heute ist die LTTE nicht nur wegen der Anstrengungen der Rajapaksa Regierung und deren bewaffneter Streitkräfte besiegt, sondern auch, weil sie den Tamilen gegenüber schwer versagt hat. Sie hat dabei versagt, im besten Interesse der Tamilen zu arbeiten und sie hat entschlossen ihr eigenes Interesse auf Kosten der Tamilen verfolgt. Sie hat einen großen Teil der Tamilen und die ganze Welt entfremdet. Sri Lanka muss viel nicht nur vom Entstehen und Untergang der LTTE lernen, sondern auch von den verschiedenen Fähigkeiten und Taktiken, die sowohl brillant als auch dumm waren, und die die LTTE während ihrer Existenz ins Spiel brachte.

Vom einfachen Mörder zum weltweit gesuchten Kriegsverbrecher

V. Prabhakaran: Vom einfachen Mörder zum weltweit gesuchten Kriegsverbrecher

Prabhakaran war bestimmt ein vielversprechender Mensch mit seltenen Fähigkeiten. Sein Hintergrund und die tief eingewurzelten Werte der Gesellschaft um ihn herum waren in sich unfähig, einen solchen Menschen hervorzubringen. Aber die widrigen Umstände setzten etwas, das in den tamilischen Genen schlummerte, in Gang und brachte einen Menschen wie ihn und die Tausende, die ihm folgten, hervor.

Es ist unglücklich, dass er sich verirrte und dort endete, wo er und die von ihm geführte Organisation und die Tamilen jetzt sind. Die Gaben, die es selten bei einem einzigen Menschen versammelt gibt, wurden überwältigt von den ernsten Mängeln, die ihn begleiteten.

Es wird in den kommenden Jahren viele Analysen über Prabhakaran geben und wir werden vielleicht teilweise verstehen, was diese seltene Persönlichkeit ausmachte und dann zur Selbstzerstörung brachte. Ich denke, seine Mängel kommen von fehlender Bildung, von einer fehlenden ihn leitenden moralischen Philosophie, von fehlendem politischen Scharfsinn und fehlender Weisheit. Da sich Prabhakaran zu sehr auf den Militarismus verließ, brachte dies die LTTE schließlich zum Niedergang in den Händen einer Regierung, die entschlossen war, sie mit größerer militärischer Kraft zu überwältigen, egal, was dies an Material und Leben kostete. Prabhakaran und die LTTE waren auch unglücklicherweise und unnötigerweise auf einem Weg, auf dem sie sich immer mehr Feinde machten und sogar die Freunde zu Feinden verwandelten.

Es gab einen Sinn für Mission und eine stoische Entschlossenheit, die nur allzu sichtbar in der LTTE war, aber eine klare Vision, was das letzte Ziel sein sollte, wurde nie formuliert oder ausgedrückt. Tamil Eelam war ein schlecht definiertes Konzept, außer in Ausdrücken einer Nation, die frei von der singhalesischen Hegemonie ist. So wurde Tamil Eelam viel falsch verstanden, missbraucht und falsch gebraucht. Es gab keine Definition, für was es stehen würde.

Das widerwärtige Verhalten der LTTE und der vielen mit ihr verbundenen wies jedoch darauf hin, dass Tamil Eelam ein faschistischer Staat werden würde, welcher unter dem Stiefel der LTTE stehen würde. Vielen Tamilen, die den Methoden der LTTE ausgesetzt waren, wurden ihre Illusionen genommen und sie wurden gezwungen, die grausame Realität des “Ungeheuers” zu erkennen, welches aus der LTTE geworden war. Das tamilische Sprichwort „Sirru Pillai Verlanmai, Veedu Vanthu Seraathu“ („Anstrengungen von kleinen Kindern in der Landwirtschaft werden keine Ernte einbringen”) hat sich als wahr erwiesen. Obwohl, die „Jungen“, welche an der Spitze der ursprünglichen tamilischen Militanz standen, mit der Zeit „alternde Männer“ wurden, gelang es ihnen nicht, die Ernte einzubringen!

Das größte Versagen der LTTE bestand nicht darin, dass sie die verschiedenen Gelegenheiten, die sich ihr boten, nicht ergriff (z.B. die indische Intervention 1987 und das norwegische Engagement 2002, welches von einflussreichen internationalen Spielern unterstützt wurde). Sie versagte darin, dass sie nicht erkannte, dass es Zeit geworden war, den Takt zu verändern, und dass sie auf Schlachtfeldgewinne setzte, wo doch der srilankanische Staat offenbar bereit war, zu verhandeln. Dieses Versagen, die „äußeren Faktoren“ zu mobilisieren, welches ins Spiel gekommen war, um die tamilische Sache weiterzubringen, wurde von dem gleichfalls fatalen Versagen begleitet, eine Mehrheit der Tamilen und der sympathischen Elemente der singhalesischen Politik (die inneren Faktoren) mitzunehmen. Dies geschah durch ihr brutales, grausames, betrügerisches und arrogantes Verhalten.

Die Enttäuschung der internationalen Gemeinschaft von der LTTE wurde durch einflussreiche Teile innerhalb der Tamilen verstärkt, welche ihren Sorgen wegen des „Ungeheuers“, das aus der LTTE geworden war, Ausdruck verliehen. Der grausame und unnötige Mord von Rajiv Gandhi in Indien und ähnliche sinnlose Morde, welche in Sri Lanka ausgeführt worden waren, verwiesen die LTTE in die Reihe der Terroristen und erniedrigten den tamilischen Kampf um Befreiung. Das hauptsächliche Versagen der LTTE war, dass sie mit der Zeit taub gegenüber dem verzweifelten Schrei nach Frieden unter den im Norden und Osten lebenden Tamilen geworden war. Die srilankanische Regierung hat diese Risse in der Rüstung der LTTE erfolgreich ausgenützt, um sehr erfolgreiche militärische Missionen gegen sie auszuführen.

Die LTTE ist gekommen, hat getan, was sie getan hat, und ist jetzt fast verschwunden. Aber die Probleme, welche sie entstehen ließen, haben ihr Wachstum mit den Jahren unterstützt und könnten noch den Raum für ihr Wiedererscheinen liefern, wenn sie nicht gelöst werden. Ob die Singhalesen, Tamlien, Moslems und die srilankanische Regierung ihre Lektionen aus dieser ziemlich langen Episode unserer kurzen Geschichte als einer modernen Nation gelernt haben, das muss sich zeigen. Möge uns Gott all unsere Sünden vergeben und uns mit der Intelligenz, Weisheit und Voraussicht segnen, damit wir mit einer Zukunft, die viele Gelegenheiten und Fallstricke verspricht, fertig werden!

Interview übersezt aus dem srilankischen Tageszeitung “The Daily Mirror” vom 7. Januar 2009

Mit UNP-Mitglied Kabir Hashim sprach Shakuntala Perera

Endgültige Lösung muss eine politische sein!

UNPs Hashim: Endgültige Lösung muss eine politische sein!

F: Der Oppositionsführer hatte gestern behauptet, dass es das Waffenstillstandsabkommen gewesen war, der den Weg für die militärischen Siege bereitet hat. Ist dies eine faire Einschätzung in Anbetracht der Zeit des Waffenstillstandsabkommens, welches in der Tat der LTTE auf unfaire Weise Vorschub leistete?

A:Soweit es den Krieg betrifft, gebührt die Ehre unseren Truppen und nicht den mehr als 100 Ministern, die im Kabinett sitzen. Dies ist ein in die Länge gezogener Krieg gewesen, der mehr als 25 Jahre gedauert hat. Wenn sie sich die Situation vor 2001 anschauen, da gab es viele Niederlagen und es war die UNP, der es gelang, Kilinochchi und den Elefantenpass einzunehmen und zu halten. Es war Ranil Wickramasinghe als Ministerpräsident, der den genialen Plan hatte, die Terroristen in einem Friedensabkommen zu fangen und sie zu schwächen und der Armee die Zeit zu geben, selbst stärker zu werden. Dies half, so dass die gegenwärtigen Siege stattfinden konnten. Hr. Wickramasinghe hat ganz recht und wenn sich die Regierung schämt, dies zu akzeptieren, dann ist dies einfach schlimm.

F: Aber ist es keine Tatsache, dass die Zeit des Waffenstillstandsabkommens der LTTE die Zeit und den Raum gab, sich neu zu gruppieren und neu zu bewaffnen?

A: Dies ist eine törichte Feststellung, weil es eine der Bedingungen, dass Prabhakaran unterschrieb, war, dass er die territoriale Integrität von Sri Lanka respektieren würde. Zum ersten Mal wendete er sich von dem Konzept von Eelam ab. Dann gab er auch zu, dass die Organisation der See-Tiger illegal war, weil das Abkommen darauf bestand, dass nur die Marine über das Meer patrouillieren dürfte. Und während die Friedensverhandlungen in Norwegen weitergingen, wurden zwei LTTE Schiffe mit Waffen zerstört. Die CFA gab nicht irgendwelchen wunderlichen Launen nach. Es war in der Tat eine Zeit, als Prabhakaran nicht länger an seinem Traum festhalten konnte und das tamilische Volk in der Tat zu einem singhalesischen Führer hochschaute. Ein militärischer Sieg sollte wirklich eine Zeit sein, in der man über all dies nachdenkt und nicht nur feiert.

F: Wie betrachten Sie – als Mitglied einer Partei, welche an ausgedehnte Verhandlungen mit der LTTE glaubt – die Entscheidung der Regierung, die LTTE zu verbieten?

A: Wenn die Regierung eine alternative Strategie hat, um mit anderen repräsentativen tamilischen Parteien zu sprechen, dann kann sie weitermachen und die LTTE verbannen. Aber wenn sie über Missstände diskutieren will, dann sagen sogar tamilische Führer, welche die Regierung unterstützen, wie Anandasangaree, dass die Regierung darauf achten muss, wahrheitsliebend zu sein. Der Präsident hat wiederholt, dass er sich um eine politische Lösung kümmern will. Jetzt muss die Regierung also die Wahrheit sagen, wenn sie nur eine militärische Lösung oder so anstrebt. Die Kriegssiege können gefeiert werden, aber wir können nicht die 1000 toten Soldaten vergessen. Die Leute müssen sehen, dass dies auf Dauer endet.

F: Die Tatsache bleibt, dass die Regierung auf beeindruckende Weise an der Kriegsfront Grund gewinnt. Was ist das Grundprinzip für die Oppostion, die Leute bei den nahen Wahlen aus der Kriegseuphorie für sich zurückzugewinnen?

A: Ein Grund für unsere Zuversicht ist, dass Churchill, als er den Krieg gewann, die Wahlen verlor! Ein anderer ist, dass ein kürzlicher Bericht heausgefunden hatte, dass die Leute Ranil Wickramasinghes Führerschaft vertrauten, um die Wirtschaft zu retten. Der einzige Grund, warum die Regierung die Wahlen verzögerte, war Kilinochchi.

Bei der letzten Sabaragamuwa Wahl erzählte der Premierminister bei einem öffentlichen Treffen in Kegalle, dass die Truppen zwei Tage davon entfernt seien, Kilinochchi einzunehmen. Aber fünf Monate nach den Wahlen kündigen sie erst jetzt die Einnahme an. Und so geschah es auch, dass sich die Tiger vor einiger Zeit zurückgezogen hatten, aber die Regierung beschloss, die richtige Zeit abzuwarten, um dies zu verkünden. Die Regierung hat ihre letzte Trumpfkarte ausgespielt.

Dies ist die einzige Art, auf die die Regierung ihre Fehler verdecken kann. Darum sind wir zuversichtlich, dass wir bei der nächsten Wahl verlorenen Grund wiedergutmachen können. Wenn es keine allgemeine Wahl wäre, dann wäre es nicht so leicht, zu gewinnen. So lange die Regierung an der Macht ist, ist es für das Volk nicht leicht, ins Freie zu treten und gegen sie zu wählen. Es ist eine harte Zeit, aber die UNP kann wenigstens einen Provinzrat gewinnen.

F: Was hat Ihrer Meinung nach zur Niederlage der UNP bei den letzten Provinzwahlen beigetragen?

A: Das eine war die Tatsache, dass die Regierung Offiziere ernannte und versetzte, um die Wahl- und Auszählstationen zu besetzen. Und während der Wahlen gab es solche Störungen, dass PSD Offiziere in den Zentren gesehen wurden. Wir rüsten uns aus, um das zu ändern, indem wir mit dem Wahlleiter reden, um die Sicherheit zu gewährleisten von der Zeit ab, da die Wahlurnen versiegelt werden, bis zu der, da ausgezählt wird.

Ein Hauptgrund für unsere Niederlage war, dass wir erwartet hatten, dass die Leute zu den Wahlen kämen und wählen wurden. Wir verstanden nicht die Drohungen, denen sie sich gegenübersahen und wobei sie Dinge verlieren konnten, wie Samurdhi (Sozialhilfe), was die Regierung benutzte. So werden wir uns dieses Mal um die Grundlagen kümmern. Ein anderer wichtiger Grund für unseren Sieg ist die Krise im Sektor von Tee und Gummi, welche die meisten Distrikte in den Provinzen, wo gewählt wird, betrifft. Die Betroffenen haben keine Erleichterung durch die Regierung erfahren.

F: Der SLMC Führer Rauff Hakeem hat kürzlich behauptet, dass die Regierung die Minderheiten herabsetzen würde und dass eine eine psychotische Furcht geben würde, welche unter den Minderheiten zunehmen würde. Teilen Sie diese Sorge?

A: Wie er es gesagt hat, ist dies zweifellos eine Zeit, die für Minderheitsgemeinschaften sehr schwierig ist. Die Regierung setzt Patriotismus mit Rassismus gleich. Patriotismus gehört zu jeder Gemeinschaft, ungeachtet der Kaste oder des Glaubens. Aber diese Regierung herrscht durch Teilung und Trennung. Minderheitsparteien wurden ins Visier genommen und mit dem gönnerhaften Benehmen des Staates angegriffen. Dies ist sowohl erschreckend als auch traurig, weil wir Generationen gebraucht haben, um diese Harmonie zu schaffen. Es wird nicht leicht sein, diese Situation zu reparieren. Der Kampf gegen den Rassismus ist genauso wichtig wie der gegen den Terrorismus.

F: Die Opposition kritisiert, dass das Parlament nicht eingesetzt wurde, um diese Streitfragen, welche die Minderheiten betreffen, anzugehen. Ist dies eine faire Beschuldigung?

A: Ja und nein, weil viele Angst haben, laut darüber zu sprechen, denn wenn sie die Regierung kritisieren, werden sie als Verräter abgestempelt. Aber einige wie der Oppositionsführer hatten den Mut gehabt, sich gegen solche Diskriminierungen zur Wehr zu setzen. Dies tat er z.B., als die Frage der Uniform von moslemischen Mädchen diskutiert wurde. Natürlich wurde er am nächsten Tag schon ins Visier genommen und ein Verräter genannt. Dies ist ein gefährlicher Trend, der jetzt stattfindet.

F: Die UNP hat sich als sehr zögerlich erwiesen, eine klare Position zum Krieg einzunehmen, so lange, bis es schien, dass sie keine Wahl mehr hatte, in Anbetracht der populären Unterstützung des Krieges. Da endlich zeigte sie sich als volle Unterstützerin des Krieges.

A: Nein. Dies ist ein völliges Missverständnis der Haltung der UNP. Wir blieben beständig bei der Tatsache, die unsere Meinung wiedergibt, dass die wirkliche endgültige Lösung eine politische Lösung sein muss, während andererseits der Terrorismus vernichtet werden muss. Die UNP hat gegen die LTTE die größten Opfer geleistet. Aber weil wir uns um die Belange des tamilischen Volkes kümmern, wurden wir als Kriegsgegner betrachtet. Die UNP wird sich immer gegen alles stellen, das die Souveränität bedroht und sie hat in dem Prozess Blut vergossen. Aber der Krieg ist immer noch nicht die endgültige Lösung.

Übersetzt aus der srilankischen Zeitung “Sunday Times” vom 1. Februar 2009

LTTE ist uns egal!

TNA-Mann Sampanthan: LTTE ist uns egal!

Colombo – Die Tamilische Nationale Allianz (TNA), welche bisher mit den Befreiungstigern von Tamil Eelam sympathisiert hat, ist mitten in einer größeren Veränderung begriffen. Sie ist dabei, einige der Parlamentsmitglieder auf Dauer in fremde Länder zu schicken, und andere zu ihren ursprünglichen Wahlkreisen im Norden und Osten zurückkehren zu lassen, damit diese eine gemäßigte Politik fortsetzen.

Die Sunday Times hat erfahren, dass wenigstens sechs TNA Mitglieder des Parlaments, welche offen eine Kampagne für die LTTE geführt haben, auf Dauer nach London geschickt wurden und dass einige weitere Mitglieder gerade geschickt werden. Dies besagen Quellen aus der Partei selbst.

Die Mitglieder, welche sich – offenbar nicht ganz freiwillig – in London niedergelassen haben, sind S. Jeyanandmoorthy, P. Ariyanethiran, Thangeswari Kathiraman (alle aus dem Batticaloa Distrikt), Padmini Sithamparanathan und Selvarajah Kajendra (aus dem Jaffna Distrikt), sowie Vino Noharathalingam (aus dem Wanni).

Alle diese Mitglieder standen bei Kampagnen der LTTE in europäischen Ländern sehr im Vordergrund, wobei einige von ihnen mehr Zeit in fremden Ländern als in ihren eigenen Wahlbezirken verbracht haben. Eines der Parlamentsmitglieder aus dem Batticaloa Distrikt hatte im letzten Jahr 16 Länder besucht, aber während der vergangenen vier Jahre den eigenen Wahlkreis nicht ein einziges Mal.

Jedoch errichten drei der altgedienten TNA Parlamentarier, R. Sampanthan, Mavai Senathiraja und K. Thurairathnasingham ihre Positionen in den ursprünglichen Wahlkreisen in Trincomalee und Jaffna wieder neu in dem Bemühen, ihre Parteiaktivitäten wieder zu steigern .

R. Sampanthan und K. Thurairathanasingham haben ihre Basis in Trincomalee, während M. Senathiraja aus Jaffna ist. Alle genannten sind Mitglieder der gemäßigten Tamilischen Vereinten Befreiungsfront (TULF), welche faktisch von der LTTE gezwungen wurde, bei den letzten Parlamentswahlen von 2004 unter der TNA zu kandidieren. Die Sunday Times hat erfahren, dass die Regierung die Bewegung zur Wiederkehr gemäßigter Politiker unterstützt. Sie verfolgt dabei das Ziel, nach den militärischen Erfolgen auch die politische Verwaltung im Norden wiederherzustellen.

Gegenwärtig hat nur die EPDP, welche auch ihren militärischen Flügel hat, eine starke Basis im Norden. Letzte Woche erzählte Sampanthan der mit uns verbundenen Zeitung Sunday Lankadeepa, dass die LTTE „nicht wichtig“ wäre. Er sagte: „Wir machen uns keine Sorge wegen deren Sieg oder Niederlage. Wir haben keine Verbindung mit der Organisation.“ Bei einer damit zusammenhängenden Entwicklung – einer Streik-Kampagne zweier TNA Parlamentsmitglieder im Norden und Osten, um gegen der Notlage der Zivilisten im Wanni zu protestieren – wurde dies am Freitag plötzlich aufgegeben. Dies brachte ein weiteres TNA Parlamentsmitglied dazu, anzukündigen, dass die Kampagne gestrichen worden sei.

Die Sunday Times hat erfahren, dass die zwei TNA Parlamentsmitglieder, welche sich für die Kampagne Streik ausgesprochen hatten, sich nicht mit der TNA Führungsriege abgesprochen hatten, bevor sie die Kampagne ankündigten.

Übersetzung eines Artikels der Asian Tribune vom 10. Januar 2009

Von Shenali Waduge

Der hohe Wert der internationalen Gunst hat sich an dem Zustand des Chaos perfekt gezeigt, welchen es jetzt im Staat Palästina gibt, der nun seit fast zwei wochen von den israelischen Streitkräften belagert wird, wobei es bisher über 780  Tote, 3500 Verwundete, 1,5 Millionen in Dunkelheit, ohne Wasser mit wenig Nahrung und Mangel und Nicht-Erreichbarkeit von einer richtigen Gesundheitsversorgung gibt, Die Mächte hinter Israel haben sicher gestellt, dass sogar nach zwei Wochen die Vereinten Nationen – die Wächter des Weltfriedens – sich nicht einmal auf eine gemeinsame Erklärung einigen können, welche die Taten von Israel verurteilt.

In den Augen der Welt sind die Hamas die Terroristen und die israelischen Angriffe werden als Verteidigung angesehen. Sri Lankas LTTE ist in 32 Ländern verboten, hat aber niemals die gleiche Verdammung erfahren wie die Hamas. Sri Lankas Regierung hat nicht die Unterstützung erhalten, die Israel jetzt aus allen Ecken erhält – was für den einen gut ist, müsste doch auch für den anderen gut sein!

Lassen Sie uns von Anfang an darin übereinstimmen, dass Terrorismus in jeder Form verabscheuenswürdig ist. Nicht nur der verabscheute Terrorismus muss vernichtet werden, damit die Welt Frieden haben kann und die Leute in Frieden leben können. Unglücklicherweise gibt es, wenn wir die Vergangenheit betrachten, viele Anzeichen dafür, dass die Regierungen mit ihren Schattenbehörden den schmutzigen Weg gewählt haben, kleinere und manchmal auch größere Nationen zu verärgern, indem sie das, was Terror bedeutet, benutzen – Viele geheime Zellen haben erbitterte Jahre damit verbracht, die Jugendlichen einer Gehirnwäsche zu unterziehen und sie zu bewaffnen, sie zu finanzieren und ihnen das Töten beizubringen.

Auf diese Art sehen wir, wir bei verschiedenen Splitterparteien kleine terroristische Gruppen in der ganzen Welt entstehen. Hinter jeder ist wahrscheinlich eine geheime Regierungsverbindung zu ihnen. Osama wurde zum Star, nachdem er dem Zweck des amerikanischen Geheimdienstes in Afghanistan gedient hatte – und heute ist die größte Bedrohung für die USA Osama. Die Ideologie, welche die Extremisten damals antrieb, scheint im gegenwärtigen Kontext die amerikanischen Absichten nicht zu unterstützen. Sind vielleicht diese Extremisten zum Terror aus Verwirrung getrieben, weil sie die Heuchelei hinter den Ideologien nicht verstehen?

Saddam hatte jedoch ein anderes Schicksal, aber er war auch ein einstiger Freund. Ähnlich hatten die Hamas, die Hisbollah und die LTTE alle Hilfe von ausländischen Regierungen. Indien mag nun den Kopf von Prabhakaran verlangen, aber Indien kann doch nicht vergessen oder vergessen lassen, wie es die LTTE bewaffnete, trainierte und finanzierte, und dass, obwohl die LTTE ihren eigenen Führer tötete, es der indischen Regierung immer noch nicht gelang, die Unterstützung von Tamil Nadu für einen separaten Staat zum Schweigen zu bringen. Indien muss es wahrscheinlich auf die harte Weise lernen, und wenn das Gedächtnis in Indien richtig funktioniert, dann sollte sich Indien daran erinnern, dass Tamil Nadu Gedanken an einen separaten Staat seit der indischen Unabhängigkeit unterhalten hat.

Das Gesamtausmaß der gegenwärtigen Krise in Gaza gibt den Srilankanern viel in Anbetracht der Schätzung ihrer Soldaten. Wir haben die Medien, die ICRC Interviews, die Leute von Palästina, die Doktoren gehört, welche nicht schlafen konnten und nun ihre Enttäuschung über die Art und Weise zeigen, in der die israelischen Soldaten die Palästinenser behandeln. Auf die UN Lastwagen wurde gefeuert, die UN Fahnen waren nichts wert, die UN Hilfs-Fahrer wurden getötet, die UN Schulen wurden bombardiert und kein einziger Weltführer hat irgendeine von Israels Aktionen verurteilt – noch nicht einmal der Generalsekretär der UN.

Wo sind die Sprecher für den UN Menschenrechtsrat, den Internationalen Gerichtshof, Human Rights Watch, Amnesty International, MSF, all die anderen NGOs/INGOs, welche sofort tätig werden, sobald es in Sri Lanka oder Ländern, auf die leicht von der übermächtigen internationalen Gemeinschaft Druck ausgeübt werden kann, einen Zwischenfall gibt?

Es wäre gut, wenn man sich an das Bombardieren von Chencholai in den Dschungeln von Mullaitivu erinnert. Bevor sogar schon irgendeine Untersuchung stattfand, stieg die ganze Welt der Regierung von Sri Lanka und dem Militär aufs Dach, obwohl das Militär trotzig dabei blieb, dass es ein Trainingslager für LTTE Tiger Soldaten betraf, von denen die meisten Kindersoldaten waren. Wie viele fragen sich, warum es ein Waisenhaus in den tiefen Dschungeln von Mullaitivu gibt?

Als den israelischen Streitkräften jedoch alle Details der UN Infrastruktur durch die UN gegeben wurde, warum hat sich dann Israelentschlossen, sie zu ignorieren, indem es nicht eine, sondern drei Schulen bombardiert hat? Von den über 780 Toten sind über 250 Kinder – kann die israelische Regierung Antworten auf diese Tatsachen liefern?

In über zwei Jahren von militärischen Angriffen durch die srilankanischen Streitkräfte auf ins Visier genommene LTTE Trainingsgebiete und Treffpunkite wurden keine Leben von Zivilisten geopfert. Die srilankanischen Streitkräfte, von denen die meisten noch nicht einmal ihre A/Ls haben und aus armen Häusern stammen, haben so viel aufgepasst, dass nicht ein einziger Zivilist verletzt wurde. Sie haben ihre Leben geopfert, um die Leute zu beschützen, und sie wurden sehr wenig gelobt. Statt dessen hat es den Medien gefallen, die srilankanische Armee als singhalesische Buddhisten darzustellen, welche einen Genozid begehen und ein Teil einer „humanitären Krise“ sind, obwohl diese Krise in Wirklichkeit auf die LTTE zurückgeht.

Wenn man eine der fortgeschrittensten Armeen der Welt mit unseren eigenen Soldaten in Sri Lanka vergleicht, dann können wir wirklich stolz darauf sein, wie diszipliniert die bewaffneten Streitkräfte von Sri Lanka gewesen sind. Obwohl viele der sich auf Zivilisten beziehenden Zahlen fragwürdig sind, sehen wir dennoch, wie das gesamte Militär die kleinen Gruppen, welche von der LTTE Herrschaft fliehen, willkommen heißen, ihnen Nahrung und das Gefühl anbieten, dass sie nun in Sicherheit sind. Ist es nicht dies, was die Leute wollen – sicher zu sein und weg vom Terror?

Aber gilt dies auch für die Palästinenser, welche jetzt in ihrem eigenen Land belagert werden – und zwar weil die Hamas Raketen nach Israel schickt. Es war der Zufluss von einer großen Anzahl von Raketen aus den Festungen der Hamas in Gaza, welche die israelischen Truppen nach dem Tod von 4 Israelis nach Gaza führte. Bis jetzt sind 13 Israelis gestorben – verglichen mit der überwältigenden Anzahl von 780. Täglich hören wir, wie die israelischen Streitkräfte unterschiedslos schießen – Die Brust eines toten Kindes ist ein Beweis für Heckenschützen-Feuer. Jedoch werden weiterhin von der Hamas aus Gaza Raketen abgeschossen, obwohl die israelischen Streitkräfte Gaza zweigeteilt haben.

Der Gaza-Streifen ist nur ein kleines Gebiet: Er hat nur 1,5 Millionen Einwohner. Ist es nicht rätselhaft, warum die Israelis mit ihrer fortschrittlichen Technologie nicht abschätzen können, wo genau die Raketen abgefeuert werden? Kann nicht irgendeiner von Israels Freunden mit seiner fortschrittlichen Satellitenausrüstung herausfinden, wo diese Raketen sind? Warum müssen die Israelis von ihrer Ecke aus feuern und feuernd vorwärtsstürmen, wenn sie nicht wissen, wo die Hamas ist: Bedeutet dies nicht, dass die gewöhnlichen Menschen wahrscheinlich die unschuldigen Opfer werden?

Natürlich kennt die Welt die genaue Art des Leidens des palästinensischen Volkes überhaupt nicht. Der Grund dafür ist, dass den Medien kein Zugang gewährt wird und dass jede Berichterstattung die Zustimmung vom israelischen Militär braucht. Nicht viel wird darüber gesagt, dass die Israelis über die Medien bestimmen – obwohl wir nur zu genau wissen, wie Sri Lanka sich dem Ansturm der Diskriminierung durch die Medien gegenübersah. Jeder Artikel, der über den Konflikt in Sri Lanka geschrieben wird, endet gewöhnlich damit, dass „unabhängiges Berichten verweigert wird“… Offensichtlich wird angenommen, dass alle Reporter eine ausgeglichene Version darüber, was geschieht, abgeben.

Es gibt viele, die für den gegenwärtigen israelisch-palästinensischen Konflikt verantwortlich sind. Das trifft auch auf die UN zu. Es war die UN, welche geholfen hatte, einen Verbündeten der USA im Mittleren Osten zu schaffen, indem sie Israel zu ihrem Staat machte. Es war nur richtig, dass den Palästinensern erlaubt wurde, in ihrem eigenen Staat zu leben. Jedoch kann Israel nicht ableugnen, dass es das palästinensische Land übernommen hat, und die ganze internationale Gemeinschaft zieht es vor, darüber Stillschweigen zu bewahren. Jedoch haben die Hamas, die Hisbollah oder irgendeine andere militante Gruppe kein Recht, einen bewaffneten Kampf zu führen und viel von der gegenwärtigen Krise im Mittleren Osten wird von den Moslems hervorgebracht, die ihre eigenen Leute töten. Im Irak, in Afghanistan, in Pakistan… Wir sehen perfekte Beweise dafür, dass Moslems ihre eigenen Leute töten, egal zu welcher Untergruppe sie gehören.

Israel hat erklärt, dass es sich nicht unter Druck setzen lässt, damit es den Ansturm beendet, und es ist auch nicht wahrscheinlich, dass auf Israel solch ein Druck wie auf Sri Lanka ausgeübt wird. Wenn die amerikanische Regierung nicht mit Terroristen spricht, dann hat Sri Lankas amerikanischer Abgesandter andauernd davon gesprochen, mit der LTTE Gespräche zu beginnen, sogar mit deren Stellvertreter im Parlament, die TNA, welche gegen den 6. Zusatzartikel der srilankanischen Verfassung verstößt, indem er offen einen separaten Staat in Sri Lanka fordert.

Die militärische Lösung von Sri Lanka ist einzigartig, denn sie war erfolgreich, indem sie die hartnäckige LTTE aus der östlichen Provinz vertrieb und dort Wahlen abhielt, welche schließlich dazu führten, dass ein früherer LTTE Kindersoldat deren Hauptminister wurde. Die Armee macht mit einem sehr geplanten Voranrücken weiter und stellt dabei sicher, dass kein Leben von Zivilisten verloren wird. Dabei hat sie viel von dem Territorium eingenommen, welches in den Händen der LTTE gewesen war – dieser selbsternannten tamilischen Repräsentanten, welche sogar das tamilische Volk erpresst und ausgeplündert haben. In dem Moment, in dem dies geschrieben wird, ist der Elefantenpass unter die Kontrolle der Armee gekommen. So ist die ganze A9 Straße bis hoch zur Jaffna Halbinsel gesichert.

Es gab kein einziges geopfertes Leben und es war die Tatsache, dass die LTTE sich entschlossen hat, einige Tamilen als menschliche Schutzschilde mit sich zu nehmen, die den srilankanischen Präsidenten dazu brachte, vor ein paar Tagen die LTTE zu verbieten. In Anbetracht der  von den NGO/INGOs angenommenen 200.000 Flüchtlinge in Sri Lanka, wie kann sich da irgendjemand wundern, wie die abnehmenden LTTE Soldaten – von denen es vielleicht 1000 gibt – mit welcher Ausrüstung, welchen Waffen auch immer sie haben, eine solche Anzahl kontrollieren können. Es wäre interessant, wenn man wüsste, wie sie zu dieser Zahl gekommen sind, wenn es doch nur 2,4 Millionen srilankanische Tamilen in Sri Lanka gibt. Viele dieser NGOs/INGOs, die im Norden stationiert waren, werden erklären müssen, was sie mit den Spenden getan haben, die man ihnen für die Entwicklung im Norden gegeben hat. Die von diesen NGOs/INGOs in den Norden gebrachten schweren Maschinen für Bauarbeiten zeigen wenig, außer dass es fortschrittliche unterirdische Bunker, unterirdische Verstecke gibt, welche die LTTE gebaut hat und welche die Hamas beneiden muss.

Janes Nachrichtenbüro enthüllt, dass der jährliche Profit der LTTE von ihren heimlichen Operationen 200-300 Millionen amerikanische Dollar beträgt, und das nur ihre laufenden Kosten 8 Millionen amerikanische Dollar betragen. Das bedeuten, dass die Masse des Geldes unter den Personen aufgeteilt wurde, welche laut nach Tamil Eelam schreien.

Die kürzliche Ausstellung und kulturelle Zurschaustellung im Norden hat eine gute Warnung darüber abgegeben, dass die Leute dort genug hatten und jetzt leben, arbeiten und das Leben genießen wollen. Der Fall von Kilinochchi hat auch gezeigt, dass die Leute von Jaffna die Löwenfahne offen gehisst hatten. So haben sie eine Nachricht abgegeben, dass die LTTE in ihren Leben nicht länger willkommen ist. Es sind aktuell die unschuldigen Leute des Wanni, welche die ganzen Jahre hindurch von der LTTE umworben wurden – und diese Wanni Zivilisten mussten ihre Kinder hergeben, damit diese schließlich LTTE Kindersoldaten wurden oder Selbstmordattentäter. Die Wanni Zivilisten stellten sicher, dass jene in Colombo sich als Flüchtlinge in fremden Ländern bewerben konnten, und die Wanni Zivilisten wurden gezwungen, die ganzen Jahre hindurch das Opferlamm und der Sündenbock zu sein – und kein Tamile kümmerte sich je um sie.

Es ist nun notwendig, diese Leute zu retten und ihnen ein würdiges Leben zu geben.

Es ist sehr unglücklich, dass die Würde des menschlichen Lebens von jenen, denen Konflikte, Streit und Zwist gefallen ausgebeutet wurde. So sehr wir uns auch freuen, dass der Osten frei ist und nun ein Leben ohne Angst führen kann, so sehr hoffen wir auch, dass der Norden von der Herrschaft der LTTE frei sein wird. Aber ihm sollte Zeit gegeben werden, ohne dass sich die Politik einmischt. Vielleicht sollte das unter der Ägide eines guten Gesandten geschehen, der den Norden säubern, dort Verwaltungseinheiten schaffen, landwirtschaftliche Mittel des Lebensunterhalts entwickeln und aus dem  Norden einen glücklichen Ort machen würden, an dem man auch sicher leben kann.

Die Lektionen des Terrorismus, die wir in Bombay und Gaza sahen, enthüllen, dass wir jetzt eine neue Phase des Terrorismus betreten haben, und dieser Trend ist etwas, das die Weltführer kritisch einschätzen – und dabei ihre eigene Schuld zugeben – müssen. Wenn Osama für den Terror steht, welcher durch die Welt hindurch verbunden ist, und Obama für Wechsel steht – dann hoffen wir, dass die Welt sich wirklich zum Besseren ändern wird und nicht zum Schlechteren.

Sri Lanka hat sich großem Druck gegenübergesehen, um das zu erreichen, was es erreicht hat, denn für ihre Regierung war es klar, dass sie nicht Zivilisten, sondern die LTTE ins Visier nehmen würde – eine terroristische Vereinigung, welche vom FBI für gefährlicher als Al Qaida gehalten wurde. Die Regierung von Sri Lanka hat sicher gestellt, dass keine Zivilisten betroffen waren, und heute ist die LTTE auf einem Fleck Erde von 40 x 40 Km zusammengetrieben worden. Jedoch gibt es noch viele, welche die Nation destabilisieren, wenn sie nicht sogar Erfolg haben, die militärischen Siege zu stoppen und unten im Süden Aufruhr zu schaffen. Kürzlich haben wir ein paar Beispiele gesehen – Es wäre weise für das Publikum, die Folge der Ereignisse aufzurechnen und zu versuchen, dies in eine größere Tagesordnung zu stellen, die vielleicht sogar wieder ausländische Regierungen mit ins Boot holen könnte. Es ist eine gute Zeit für das Publikum, mehr Weisheit zu zeigen.

Monica Zanarelli stellvertertende Vorsitzende des ICRC in Südasien

Monica Zanarelli stellvertertende Vorsitzende des ICRC in Südasien

Übersetzt von der Webseite des ICRC vom 30. Januar 2009

Der Konflikt im nördlichen Sri Lanka hat 200.000 Zivilisten im Wanni betroffen. Die Mehrheit ist aus ihren Häusern geflohen, während andere in dieser unbeständigen Situation in Gefahr sind, vertrieben zu werden. Viele konnten in den letzten Tagen und Wochen nicht mit ihren Familien sprechen. Monica Zanarelli, die ICRC-Vizevorsitzende für Operationen in Südasien erklärt die Anstrengungen der Organisation, die Familienverbindungen in einer extrem instabilen Situation wiederherzustellen.

F: Haben die Kämpfe die Leute gezwungen, ihre Häuser zu verlassen?

A: Über 2000 intern vertriebene Personen (IDPs) haben die Region Vavuniya erreicht. Annähernd die gleiche Anzahl ist auf der Jaffna Halbinsel angekommen. Diese Gebiete werden von der Regierung kontrolliert, und vertriebene Personen leben in dauerhaften Örtlichkeiten unter der Kontrolle der zivilen und militärischen Behörden. Wegen der Sicherheitssorgen sind ihre Bewegungen beschränkt und Familienbesuche sind begrenzt. Die Regierungsbehörden erwarten, dass die Anzahl der IDPs, welche aus der Vanni Region kommen, in den kommenden Wochen um Zehntausende wachsen wird.

F: Was sind die Bedürfnisse hinsichtlich der Wiederherstellung von Familienverbindungen (RFL)?

A: Seitdem sich die Leute aus dem Wanni heraus und innerhalb des Wanni bewegen, hat das ICRC ihre Bedürfnisse in dieser Hinsicht eingeschätzt. Bis jetzt haben die Telekommunikationseinrichtungen und der Postdienst in ganz Sri Lanka gut funktioniert, und die meisten Leute konnten mit ihren Familien im Ausland oder in anderen Gebieten des Landes kommunizieren. Aber wegen der zunehmenden Bewegungsbeschränkungen erwartet das ICRC, dass die Leute sehr viel mehr Hilfe brauchen, um den Kontakt mit ihren Verwandten in den kommenden Tagen und Wochen wiederherzustellen oder aufrechtzuerhalten.
Heute ist die Kommunikation für Familie, welche in dem von der LTTE kontrollierten Gebiet des Wanni bleiben, extrem begrenzt. Das ICRC, die Rote-Kreuz-Gesellschaften und die Roter-Halbmond-Gesellschaften bekommen mehr und mehr Anfragen von besorgten Familienmitgliedern, die im Ausland leben. Viele haben von ihren Verwandten seit Wochen oder sogar Monaten nichts mehr gehört und können sie nicht kontaktieren.

F: Kann das ICRC gegenwärtig Leute, die im Wanni vertrieben wurden, aufspüren?

A: Die massiven Vertreibungen im Wanni machen es für das ICRC unmöglich, einzelne Personen in diesem Stadium aufzuspüren. Die intensiven Kämpfe machen es für unsere Teams und jene der srilankanischen Rote-Kreuz-Gesellschaft (SLRCS) sehr gefährlich, sich umherzubewegen.
Das SLRCS und das ICRC beschäftigen sich gegenwärtig mit den Prioritäten. Die zwei Organisationen werden zuerst versuchen, von Erwachsenen nicht begleitete Kinder mit ihren Familien wieder zu vereinen und Leichen über die Frontlinien zu bringen, mit dem Ziel, sie mit ihren Familien zu vereinen.

F: Wie ist die Situation in den von der Regierung kontrollierten Gebieten?

A: Die Situation ist verschieden für jene, welche das von der LTTE kontrollierte Gebiet verlassen haben und auf die von der Regierung kontrollierte Seite gegangen sind. Das SLRCS und das ICRC haben Zugang zu Örtlichkeiten in dieser Zone und hoffen, dass sie sich in jenen Lagern dauerhaft niederlassen können, um dabei zu helfen, den Kontakt zwischen den Leuten in den Lagern und ihren Verwandten anderswo in Sri Lanka und im Ausland wiederherzustellen. Wir werden „Sicher und Wohlauf“-Botschaften dafür benutzen, zusammen mit Telefonanrufen.

Gibt es in Anbetracht der gegenwärtigen Situation Grenzen für die Hilfe, die das ICRC und das SLRCS leisten kann, damit die Familien miteinander in Kontakt bleiben?
In diesem Stadium ist das Familienverbindungsnetzwerk nicht fähig, die Rote-Kreuz-Botschaften aufzunehmen und einzelnen Bitten, dass man Leute, die im Wanni leben, aufspüren solle, nachzukommen.
Aber das SLRCS und das ICRC sind gegenwärtig in einer Position, dass sie die Rote-Kreuz-Botschaften und die Bitten von Einzelnen, sie mögen doch Leute, die ursprünglich vom Wanni sind und sich in andere, von der Regierung von Sri Lanka kontrollierte Gebiete bewegt haben, aufspüren, akzeptieren können.

Von unserem LTTEwatch-Korrespondet aus Colombo vom 5.2.2009

Colombo - Sri Lankas Regierung will derzeit keine Waffenstillstandsverhandlungen mit den tamilischen Rebellen der Befreiungstiger von Tamil Eelam führen. Dies berichteten Sri Lankas Medien am Donnerstag. Die Entscheidung sei eine klare Absage an westliche Nationen wie etwa die USA und Großbritannien, die zuvor auf Verhandlungen zwischen Regierung und Rebellen gedrängt hatten.

Unter Berufung auf den Verteidigungsminister Gotabhaya Rajapakse berichteten Zeitungen des Landes, dass nur eine absolute Kapitulation der Rebellen akzeptiert werden könne. Ansonsten wolle die Regierung weiter mit Gewalt gegen die bewaffnete Rebellen vorgehen. Die LTTE habe den richtigen Zeitpunkt für friedlichen Verhandlungen endgültig verpasst, so Gotabhaya Rajapakse, nun  könnten die Terroristen ihr Leben nur noch durch totale Kapitulation retten.

Am Dienstag hatten die USA, die EU und Japan in einer gemeinsamen Erklärung die Tamilen-Tiger aufgefordert, ihre Waffen abzugeben. Nur so könnten sich die Tiger als eine „Partei“ erneut an dem nationalen Versöhnungsprozess des Landes beteiligen.

Zwar will die Regierung nicht mit den Rebellen verhandeln, einzelnen, aufgabewilligen LTTE-Kadern hat sie aber ein Angebot gemacht. Man werde all jenen, die ihre Waffen niederlegten und der LTTE-Sache abschwörten, Amnestie gewähren, so Premier Minister Ratnasiri Wickremanayake heute vor dem Parlament. „Wir werden jene, die sich ergeben, mit offenen Armen empfangen, während jene, die weiterkämpfen, von uns keine Gnade erwarten können.“ Die Amnestie würde jedoch nur niedrige Ränge der LTTE betreffen. Das Führungspersonal der LTTE werde sich vor Militärgerichten verantworten müssen – so sie gefasst werden.

Unterdessen berichtet die Website der srilankischen Armee von der Einnahme von Chilai, dem größten Marinestützpunkt der LTTE. Dabei sei eine Reihe von hohen LTTE-Führungsoffizieren ums Leben gekommen.  Damit schrumpft das von den Terroristen besetzte Gebiet auf knapp 85 Quadratmeilen zusammen. Noch immer werden dort von den Rebellen etwa 250 000 Zivilisten festgehalten.

 

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