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Übersetzt aus den LankaWebNews vom 6.12.2008
von Ben Silva
Als die Köpfe unschuldiger Babys von singhalesischen Bauernfamilien zertrümmert wurden und als Schwangere getötet wurden, indem man ihre Eingeweide herausriss, da schwiegen die Politiker in Tamil Nadu. Sie schwiegen auch, als demokratische tamilische Führer wie der Bürgermeister von Jaffna Alfred Duraiappah, oder der srilankische-tamilische Außenminister Lakshman Kadirgamar von der LTTE getötet wurden.
Die Politiker von Tamil Nadu wurden nicht aktiv, als der Haupteinpeitscher der srilankischen herrschenden Partei, ein Tamile, Minister Fernandopulle, von Mitgliedern der LTTE getötet wurde. Als die LTTE eine Tötungsorgie veranstaltete, bei der sie unschuldigen, gesetzestreue Bürger tötete, da waren die Politiker von Tamil Nadu mucksmäuschenstill und haben weiterhin den Terrorkrieg unterstützt. Die Politiker von Tamil Nadu schwiegen, als gesetzestreue, friedliebende Tamilen entweder erschossen oder an Laternenpfählen aufgehängt wurden.
Es gereicht Sri Lanka zur Ehre, dass nicht ein einziger tamilischer Politiker von den Sicherheitskräften getötet worden ist. Sogar lange bevor der Bürgermeister Alfred Duraiappah getötet wurde, hatte die LTTE systematisch Regierungsbeamte und Offiziere der Exekutive getötet. Die LTTE ist ein Vorreiter von Selbstmordattentaten. Sie hat ein erschreckendes Strafregister wegen Terrorismus, Ermordungen, Erpressung, Kidnapping und dem Rekrutieren von Kindersoldaten. Sie ist auch wohlbekannt wegen Irreführung, Bestechung und Betrug. Welche Wahl hat die Regierung von Sri Lanka, außer diese rassistische terroristische Gruppe, deren Geist dem von Hitler ähnelt, zu besiegen? In der Tat könnte gesagt werden, dass Prabhakaran die tamilische Version von Hitler ist.
Es liegt in der Verantwortung der Regierung von Sri Lanka und unserer Missionen im Ausland, die ganze Welt davon zu informieren, dass Indien die LTTE Terroristen finanziell unterstützt, trainiert und auf andere Weise unterstützt hat und dass die LTTE Trainingslager in Tamil Nadu, Südindien, waren. Weiterhin muss die ganze Welt davon informiert werden, dass die Waffen der LTTE aus Tamil Nadu, Südindien, kamen. Sicher können wir keine doppelte Moral haben: Eine solche, die gilt, wenn die Inder von Terroristen, welche von ausländischen Mächten unterstützt werden, getötet werden, und eine solche, die gilt, wenn Srilankaner, unterstützt von ausländischen Mächten, getötet werden.
Unglücklicherweise weist die Tatsache, dass Politiker von Tamil Nadu schweigen, aber aktiv werden, wenn die Srilankaner versuchen, das einzige Land, das sie haben, zu schützen, darauf hin, dass das Reich der LTTE immer noch gut funktioniert. Was ist mit den Werten und der Ethik dieser Leute geschehen? Wer hat bessere ethische Maßstäbe: Leute, die sich prostituieren, oder LTTE Sympathisanten? Was ist genau die Logik, die hinter einer Bitte nach einem Waffenstillstand steht? Da die Tamilen in ganz Sri Lanka leben, ist es absoluter Wahnsinn, wenn man ihnen ein exklusives Gebiet geben wollte. Solch eine Handlungsweise würde nur den Rassismus ermutigen und der Beginn des Endes der Singhalesen in Sri Lanka sein. Es ist an der Zeit, dass einige rassistische tamilische Politiker in Tamil Nadu ihre rassistische Chola Mentalität fallen lassen und sich ihren singhalesischen Mitmenschen gegenüber anständig benehmen.
In der Tat ist es wohlbekannt, dass Tamil Nadu die Quelle von Spenden, Ausbildung und Waffen für die LTTE Terroristen war. Es scheint, dass genau die Gruppe, welche die Terroristen finanziell ausstattete, trainierte und unterstützte, jetzt die Haut der Terroristen retten möchte. Sicherlich muss die Welt die Wahrheit erfahren. Die einzige Gruppe, welche von einem Waffenstillstand Nutzen hätte, wären die LTTE Terroristen, da ein Waffenstillstand der LTTE eine weitere Gelegenheit geben würde, sich wiederzubewaffnen, sich neu zu gruppieren und noch einen Krieg in Sri Lanka zu kämpfen – und dabei Tod und Zerstörung zu bringen. Jetzt scheint es, dass sogar Prabhakaran mit der von der Regierung gelieferten Nahrung am Leben erhalten wird.
Muss ich die Welt an die Dollar und Kent Farm Massaker erinnern, an das Massaker von über 200 buddhistischen Pilgern in Anuradhapura und an das Massaker von über 100 Moslems in einer Moschee in Kathankundy? Die Politiker von Tamil Nadu sollten sich schämen, dass sie solch eine bösartige, wahnsinnige, rassistische Terrorgruppe, welche den Premierminister von Indien getötet hat, unterstützen.
Genug ist genug und diese Gruppe von wahnsinnigen Killern muss gestoppt werden.
Es ist wirklich falsch, irgendeinen Menschen zu töten, egal von welcher Rasse. Eine ganze Generation von Srilankanern hat wegen eines Terrorismus, welcher über 30 Jahre andauerte und beendet werden sollte, ein vernünftiges Leben verloren. Es ist wirklich sehr tapfer von unseren srilankischen tamilischen Brüdern und Schwestern, gegen die LTTE und zugunsten eines Vereinten Sri Lankas zu demonstrieren. Ich spreche meine Wertschätzung den tapferen srilankischen tamilischen Führern wie Hr. Anandasagaree aus, welcher mutig genug war, um die Wahrheit zu sagen. Wir Srilankaner können in Frieden leben, wenn niemand, der von außen kommt, den Rassismus schürt. Ich kennen Tamilen, respektiere sie und habe Zuneigung zu ihnen.
Der Schutz der srilankischen Tamilen liegt in der Verantwortung der srilankischen Regierung und ihres Volkes. Nach meiner Meinung sollten alle Srilankaner eine Haltung des Sich-Kümmerns und Teilens mit allen Bürgern entwickeln, und es sind jämmerliche ausländische Rassisten und Erbauer eines terroristischen Imperiums, welche die Stabilität von Sri Lanka bedrohen. Es ist auch möglich, dass einige der Politiker von Tamil Nadu, welche die LTTE unterstützen, von ihr bezahlt werden.
Wie es die Zeichen zeigen, könnten Rassisten und Leute mit einer Chola Mentalität für Sri Lanka eine ernste Bedrohung darstellen, und es ist Zeit für die Weltgemeinschaft und die Singhalesen, um aufzuwachen.
Was so beunruhigt, ist die Unterstützung von Prabhakaran durch die Rassisten und die Leute mit einer Chola Mentalität in Tamil Nadu. Dies sollte die Srilankaner aufmerksam machen. Sie sollten die ernsthafte Bedrohung von den Rassisten in Tamil Nadu erkennen.
Ich wiederhole, der Krieg geht gegen den Terrorismus und nicht gegen die Tamilen, welche unsere Brüder und Schwester sind. Die Regierung von Sri Lanka muss der LTTE die gleiche Behandlung zukommen lassen, wie sie sie den singhalesischen Terroristen zukommen ließ.
Der einzige Weg, der Sri Lanka vorwärts führt, ist, eine alle einschließende Gesellschaft zu haben, in der alle Gruppen in Frieden und Harmonie leben. Die LTTE hat eine ethnische Säuberung der Gebiete, welche sie kontrolliert, durchgeführt und dabei die Singhalesen und Moslems verjagt. Das ist sicherlich ein Hinweis auf die Zukunft, wenn der LTTE irgendein Ort in Sri Lanka zur Verfügung gestellt werden würde. In der Tat, wenn die Singhalesen weiter schlafen, werden sie ganz Sri Lanka verlieren, und sie würden in der gleichen Weise verschwinden, in der die Azteken aus Südamerika verschwanden.
Die LTTE hat mit den Gewalttätigkeiten begonnen. Wenn sie die legitime Antwort der Regierung von Sri Lanka nicht mag, dann sollte sie sich den Behörden stellen, so dass ein richtiger legaler Prozess wegen der von den LTTE Führern begangenen Verbrechen stattfinden kann.
Es ist traurig, dass einige Politiker von Tamil Nadu das gleiche Spiel spielen, welches Hitler spielte, damit sie Stimmen bekommen. Einige Politiker von Tamil Nadu haben ihr Gespür für Ethik, für Gerechtigkeit und Ehrlichkeit verloren und schüren nur den Rassismus, um einen Teil des singhalesischen Heimatlandes in ihre Gewalt zu bekommen.
Die Regierung von Sri Lanka unternimmt entschiedene Schritte, um eine wahnsinnige Terroristengruppe, die alles einsetzt, um ein rassistisches Reich zu schaffen – ähnlich dem von Hitler gemachten Versuch -, zu neutralisieren.
Die srilankanische Gesellschaft ist jetzt integriert und es gibt Heiraten zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen. Die Probleme, denen sich die Srilankaner gegenübersehen, werden von den außerhalb von Sri Lanka lebenden Tamilen verursacht. Diese statten finanziell einen Terrorkrieg aus, schaffen eine rassistische Enklave, die sie von dem einzigen Heimatland der Singhalesen abzweigen wollen.
Der Krieg in Sri Lanka wird nicht gegen die Tamilen geführt, sondern gegen eine wahnsinnige Terrorgruppe, welche den ganzen indischen Subkontinent in Brand stecken wird.
Die Wahrheit erweist sich:
Als die LTTE auf der Mission war, ein tamilisches Reich zu errichten, indem sie extreme Gewalt gegen die Singhalesen einsetzte, waren die Politiker von Tamil Nadu still. Jetzt, da die Regierung ihren legitimen Pflichten nachkommt, macht sie Lobbyarbeit zugunsten der ein rassistisches Reich aufbauenden Terrororganisation. Es ist Zeit für die internationale Gemeinschaft, die Wahrheit der Versuche der LTTE, ein rassistisches Reich aufzubauen, zu erkennen.
Ich spreche mich sehr für den Einschluss aller Gemeinschaften und die Integration aller Gemeinschaften aus.
Es gibt Armut bei allen ethnischen Gruppen in Sri Lanka. Einige Tamilen könnten denken, dass das Gras auf der Seite der Singhalesen grüner ist. Dies ist nicht der Fall. Zum Beispiel sterben Tausende in der Nord-Zentralen Provinz in Sri Lanka wegen dem Mangel an sauberem Trinkwasser. Offenbar gibt es in dieser Provinz so viel Armut und diese Gruppe wird von dem normalen Leben in Sri Lanka ausgeschlossen, dass sie noch nicht einmal sauberes Trinkwasser haben. Es gibt also viele Singhalesen, welche die grundlegenden Menschenrechte nicht haben. Nach meiner Ansicht sollten Schritte unternommen werden, damit man sich der Not aller singhalesischen Bürgerinnen und Bürger zuwenden kann.
Die Abtretung von Rechten aus ethnischen Gründen ist ein gefährlicher Weg vorwärts. Wie es die Ereignisse in Tamil Nadu gezeigt haben, würde dies rassistische Politiker hervorbringen und schließlich den Verlust des einzigen Heimatlandes der Singhalesen. Die Ereignisse in Tamil Nadu haben gezeigt, dass Politiker mit einer Chola Mentalität für Sri Lanka eine sehr ernste Bedrohung darstellen könnten. Vergessen Sie nicht, dass es die Chola Invasoren waren, welche Zerstörung in die singhalesische Zivilisation gebracht haben.
Es ist viel besser, alle Gemeinschaften einzuschließen, als aus ethnischen Gründen Rechte abzutreten. Letzteres würde bedeuten, dem Rassismus nachzugeben und schließlich Eelam zu bilden. Es müssen Schritte unternommen werden, dass es keine einseitigen ethnischen Enklaven gibt, welche in Sri Lanka Instabilität verursachen könnten. Nach meiner Meinung bedeutet die Abgabe von Rechten auf rassistischer Basis, den Rassismus legitim zu machen. Das würde den Geist der Leute korrumpieren.
Wenn ein Waffenstillstand gebraucht wird, dann sollte die LTTE die Waffen niederlegen, sich den Behörden ergeben, so dass die notwendigen legalen Prozesse wegen des Terrorismus gegen den srilankanischen Staat und dessen Volk stattfinden können.
Übersetzt aus dem Webmagazin der SL-Armee,www.defence.lk vom 4.12.2008
Paul Harris, ehemaliger Korrespondent der Jane’s Nachrichten-Review in Colombo, Sri Lanka, welcher von der Insel durch die Regierung des Premierministers Ranil Wickremesinghe verbannt worden war, da er dessen Verbindungen zu den Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) bloßgestellt hatte, meint, dass es jetzt eine Chance gibt, Velupillai Prabhakaran vor den Internationalen Gerichtshof gebracht werden kann, weil er selbst – neben vielen anderen Verbrechen – 14- bis 16-jährige Jungen und Mädchen als Selbstmordattentäter ausgewählt hat.
Der vollstandige Artikel:
Es ist ermutigend zu lesen, dass die srilankanische Armee eine Menge von dem Territorium im nördlichen Sri Lanka wieder eingenommen hat, welches viele Jahre lang von Velupillai Prabhakarans Tamil Tigern gehalten worden war.
Ein entscheidender Sieg der srilankanischen Regierungskräfte würde endlich den Frieden und eine Rückkehr des Aufschwungs für das vom Krieg zerrissene Land bringen. Dieser Sieg könnte auch eine Aussicht auf Gerechtigkeit in Hinblick auf einen der erbarmungslosesten terroristischen Persönlichkeiten bieten.
Nicht wenige erinnern sich, dass Sri Lanka von 1930 bis in den 80er Jahre des 20. Jahrhunderts als eine führende asiatische Nation galt, sowohl in Hinblick auf wirtschaftliches Wachstum als auch auf den Bildungsstand. Sri Lanka wurde als ein „asiatischer Tiger“ bezeichnet, welcher das Potential für die gleiche Art von Wachstum zu haben schien, welche Taiwan, Südkorea und Hongkong umgewandelt haben.
Es wird viel darüber diskutiert, was schief ging, aber es gibt wenig Zweifel, dass die Regierung von Präsident Junius Jayawardene in den 80er Jahren sehr dafür verantwortlich ist, dass mit Bedacht die Diskriminierung der Tamilen als eine politische Waffe von der singhalesischen Mehrheit gesteigert wurde. Gleichfalls führten die verantwortungslosen sozialen Haltungen der srilankanischen herrschenden Klasse nachfolgende Regierungen dazu, die Notlage der Ärmsten außer acht zu lassen. Das führte wiederum zu wachsender Verzweiflung und dies wiederum zum Entstehen von Extremismus.
Ich habe die srilankanische Politik als internationaler Beobachter für die allgemeine Wahl von 1994 beobachtet. Ein paar politische Fakten, die in dem propagandistischen Kreuzfeuer übersehen wurden, verdienen erwähnt zu werden. Als erstes ist Sri Lanka trotz vieler Mängel eine starke Demokratie. Dort sind die Wahlen besser organisiert und werden genauer beobachtet als beispioelsweise in Hongkong. Als zweites hat eine Mehrheit der srilankanischen Tamilen immer die Parteien unterstützt, welche für das Weiterbestehen eines vereinigten Sri Lanka sind.
Trotz der massiven Einschüchterung und des Terrorismus durch die Tiger hatte die Parteien, welche für die Teilung des Landes waren, niemals mehr als die Unterstützung einer Minderheit unter den Tamilen. Die Forderung der Tiger nach einem separaten nordöstlichen Heimatland „Eelam“ ist ein undemokratischer Versuch durch eine Minderheit, ihren Willen einer Mehrheit aufzuzwingen.
Was für eine Rechtfertigung es auch für die Forderung nach “Eelam” gegeben hatte, sie wurde vollständig durch das verkommene Verhalten der Führerschaft der Tiger zunichte gemacht. Die Tiger unterhalten ein rigides totalitäres System, auf welches Stalin stolz wäre. Sie haben systematisch prominente Tamilen, welche ein vereintes, multiethnisches Sri Lanka unterstützten, verfolgt und ermordet. Lange bevor Al-Qaeda die Selbstmordattentate populär machte, wurde diese Form des Terrorismus von den Tigern eingeführt. Diese gebrauchten auch in großem Umfang von Kindersoldaten und von Kinder-Selbstmordattentäter. Man sagt, dass Prabhakaran persönlich 14- bis 16-jährige Jungen für die „Black Tiger Selbstmordattentats-Schwadronen“ ausgesucht hat.
Früher in diesem Jahr habe ich geschrieben, dass es der große Traum des internationalen Gerichtshofs war, die seit Jahrhunderten bestehende Situation zu beenden, nach der das Gesetz in den Worten von Jonathan Swift “ein Spinnennetz ist, welches die kleinen Fliegen fängt, aber welchem die Wespen und Hornissen entkommen”. Jetzt, da es endlich Bewegung im nördlichen Sri Lanka gibt, gibt es auch endlich eine Chance, dass eine große und bösartige Hornisse vor Gericht gestellt wird.
Übersetzt aus dem Sri Lanka Guardian vom 17. Nov. 2008
Von N. Sathyamoorthy
“Die TNA und die größere tamilische Gemeinschaft müssen die Unmöglichkeit der Situation, welche aus einer militärischen Situation entsteht, zugeben. Sie beschuldigen den srilankischen Staat, nur eine ‘militärische Lösung’ für die ethnische Streitfrage zu finden.”
Unabhängig von der einstimmigen Resolution der Tamil Nadu Staatsversammlung gibt es wenig Chancen für die Regierung von Indien, an dem “Verlangen eines Waffenstillstands” in Sri Lanka teilzunehmen. Der Premierminister Manmohan Singh machte dies bei seinem Treffen mit dem srilankanischen Präsidenten Mahinda Rajapaksa in Neu Delhi um so klarer. Singh wiederholte die indischen Sorgen wegen der humanitären Front und er wiederholte auch Neu Delhis Position hinsichtlich einer nicht-militaristischen, politischen Lösung über die Abgabe von macht.
Auf alle Fälle soll sich die Tamil Nadu Versammlung für die jährliche Wintersaison in der Woche treffen. Die Resolution ist mit dem geplanten Besuch von Präsident Rajapaksa in Indien zusammengefallen. Dort hat er an dem BIMSTEC Gipfel der Bucht von Bengalen Nationen teilgenommen. Es war jedoch kürzlich das erste Mal, dass die zwei Hauptlinien der drawidischen Parteien, nämlich die herrschende DMK und die Opposition AIADMK ähnliche Ansichten über ein Thema hegten, einschließlich der „srilankisch-tamilischen Streitfrage“.
Aber es ist auch wahr, dass die DMK die Ansichten der AIADMK und seines eigenen Kongressverbündeten hinsichtlich der LTTE teilt. Der Achtzigjährige Oberminister M. Karunanidhi erinnerte sich an zwei Phasen der Annäherung der DMK an die tamilische Streitfrage – vor und nach der Ermordung von Rajiv Gandhi. Was das betrifft, haben alle hauptsächlichen Parteien auf nationaler Ebene ähnliche Ansichten. Das gesetzlich vorgeschriebene Revisionskomittee hat auch dem Zentrum zugestimmt, dass es das nach der Ermordung erfolgende Verbot der LTTE auf weitere zwei Jahre ausdehnte.
So müssen die Freunde der srilankischen Tamilien – ob in Indien oder anderswo – sich ihre echten Forderungen genau anschauen, damit Indien sich wieder hinsichtlich der “ethnischen Streitfrage” engagiert. Indien hat sich nie ganz von dieser Streitfrage abgewendet. Das Weggehen des norwegischen Förderers bedeutete, dass Indien seine Anstrengungen verdoppelt hat.
Neu Delhi hat dauernd Colombo hinsichtlich dieser Streitfrage verpflichtet, sogar nach der Ermordung. Wenn man das Verbot der LTTE in Ruhe lässt, dann ist es auch der `Mangel an Vertrauen`, der die Organisation begleitet und der die internationalen Spieler veranlasst hat, sich für einen bedeutsamen Dialog um einer politischen Einigung willen zu engagieren. Darin ist Indien nicht allein.
Dies ist auch die Position von Präsident Rajapaksa gewesen. Der UNP Führer der Opposition, Ranil Wickremesinghe, hat das gleiche bei der stattfindenden Etat-Sitzung des srilankischen Parlaments bekräftigt. Übersetzt bedeutet dies einen hauptsächlichen „südsinghalesischen Konsens“ das Thema betreffend.
Auch über die Abgabe von Macht gibt es einen wesentlichen Konsens der Art in der singhalesischen Politik. Präsident Rajapaksa hat der UNP Position nachgegeben, indem er den 13. Zusatzartikel billigte, gegen den seine Partei angetreten war, als er 1987 verordnet worden war. Schon immer hat auch die UNP dem Präsidenten irgendwie freie Hand gegeben, damit er weitermachen kann an der Front der Abgabe der Macht.
Kritiker der gegenwärtigen indischen Position müssen zugeben, dass es Premierminister Singh war, welcher vor zwei Jahren den kritischen Schritt unternahm, die Tamilische Nationalistische Allianz (TNA) mit ins Boot zu holen. So wurde er der erste indische Premierminister von sechs, der in den 15 Jahren nach der Ermordung von Rajiv Gandhi mit irgendeiner srilankischen politischen Organisation gesprochen hatte, welche mit der LTTE in Zusammenhang stand. Die Tatsache, dass Rajiv Gandhis Witwe Sonja das Oberhaupt der herrschenden UPA Koalition im Zentrum und auch die Kongress-Anführerin der Vereinigung ist, sollte die Heftigkeit und Ernsthaftigkeit steigern, mit der Neu Delhi das Thema anging.
Die indische Initiative kam trotz der Entscheidung der srilankischen Regierung, die TNA aus dem APRC Prozess, der darauf abzielt, zu einer übereinstimmenden Herangehensweise für die Abgabe von Macht zu kommen, herauszuhalten. Während seines Besuches in Colombo für den SAARC Gipfel früher in diesem Jahr sprach Premierminister Singh mit den TNA Führern. Es bleibt der TNA, seine offene Einladung an sie, nach Delhi für weitere Gespräche zu kommen, zu folgen.
Die srilankische Regierung hat ihrerseits versprochen, die TNA einzubinden, wenn der APRC Prozess zu Verhandlungen mit der tamilischen Gemeinschaft für eine endgültige politische Schlichtung führt. So ist es Zeit für Präsident Rajapaksa, den APRC Prozess schnell zu verfolgen. Man erinnert sich vielleicht an den Mehrheitsbericht und die Tissa Vitharana Empfehlungen. Letztere stehen in Verbindung mit dem Namen des APRC Vorsitzenden und enthalten Anzeigen für ein bedeutsames Paket der Abgabe von Macht.
Die TNA und die größere tamilische Gemeinschaft müssen die Unmöglichkeit der Situation, die aus einer militärischen Situation entsteht, zugeben. Sie beschuldigen den srilankischen Staat, dass er nur eine „militärische Lösung“ für eine ethnische Streitfrage finden möchte. Die Einstellung der LTTE ist nicht anders gewesen. Beide haben ihre eigenen Gründe und nicht alle von ihnen sind ungerechtfertigt.
Die TNA hat indirekt den Anspruch der LTTE, dass diese der „einzige Repräsentant“ der tamilischen Gemeinschaft für die Aushandlung einer politischen Abmachung wäre, anerkannt. Wenigstens hat sie bis jetzt nicht darauf verzichtet, den ehrlichen Unterhändler für und zugunsten der größeren tamilischen Gemeinschaft zu spielen. Alles in allem hat die TNA 22 Mitglieder in dem Parlament, das aus 225 Sitzen besteht, und sie hat das, was ihr Sorgen macht, sowohl innerhalb des Hauses als auch außerhalb öffentlich gemacht.
Die LTTE hat jetzt einen zweiten Waffenstillstand angeboten, nach demjenigen, den man während des SAARC Gipfels erklärt hat. Die Regierung besteht noch darauf, dass die LTTE die Waffen niederlegt, bevor sie mit Gesprächen beginnt. Wenn die Angebote real sind, dann ist der tote Punkt auch real.
Die Situation verlangt jetzt einen ehrlichen Garanten für das gute Benehmen der LTTE. Die internationale Gemeinschaft ist nicht willens, der LTTE zu vertrauen. Indien kann es auch nicht tun. Die TNA könnte die Punkte, die Sorgen bereiten, intern besprechen und mit Vorschlägen an die Öffentlichkeit treten, welche die srilankische Regierung von der Echtheit des Waffenstillstandangebots der LTTE überzeugen könnte. Wenn sie dies macht, dann müsste sie sich auch den Punkten, die die LTTE betreffen, zuwenden.
Die Alternative könnte für die LTTE sein, die TNA mit der Regierung über die Abgabe von Macht Verteilung verhandlen zu lassen. Die LTTE könnte wie jetzt mit militärische Aktionen weitermachen.
***
Anmerkung der LTTEwatch Redaktion:
Der Autor ist Direktor der Chennai Untergruppe Observer Research Foundation (ORF), dem Zentrum für Gedankenaustausch über politische Fragen, welches seinen Hauptsitz in Neu Delhi hat. Der Artikel wurde ursprünglich durch den Daily Mirror veröffentlicht, einer Tageszeitung aus Colombo.
Übersetzt aus dem indischen Tageszeitung „The Hindu“ vom 23. November 2008
Chennai - MDMK Parteichef Vaiko wurde am Sonntag das Visum für eine Reise nach London verweigert. Dies geschah offenbar wegen seiner offen und oft geäußerten pro-LTTE-Haltung und zwang ihn, seinen geplanten Flug für Montag zu annullieren.
Während die Beamten der britischen Konsulats in Chennai sich nicht dazu äußerten, sagten Polizeiquellen, dass Vaiko sein Ticket annulliert habe, nachdem ihm das Visum verweigert wurde.
Zur Begründung führten man an, dass dem MDMK Führer das Visum wegen seiner pro-LTTE Haltung verweigert wurde, denn die LTTE ist als militante Terror-Organisation auch in Großbritannien verboten. Der stets viel politischen Lärm erzeugende Vaiko, ein bekennender Unterstützer der LTTE-Terroristen, wollte am 24. November nach London fliegen, um an einem Treffen von Tamilen teilzunehmen.
Vaiko wurde zusammen mit dem Vorsitzenden des Partei-Präsidiums M. Kannappan kürzlich in Chennai verhaftet, da er während eines Treffens Reden für die LTTE hielt. Er wurde auf Kaution freigelassen, nachdem die Regierung nicht auf eine weitere Andauer seiner Untersuchungshaft bestanden hatte.
Übersetzt aus dem indischen Tageszeitung „The Hindu“ vom 22. November 2008
Colombo - Die srilankanische Regierung hat am Samstag Einwendungen gegen die Behauptungen gemacht, dass es im nördlichen Teil des Landes wegen der Vertreibung der tamilischen Zivilisten eine katastrophenähnliche Situation gäbe. Sie hat versichert, dass die Situation zufriedenstellend gemanagt werde.
Der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes von Sri Lanka Dr. Palitha Kohona sagte: “Es gibt (im nördlichen Sri Lanka) keine humanitäre Krise. Einige Berichte sagen, dass es im Norden 200.000 oder 300.000 Binnenvertriebene geben würde, aber das stimmt nicht.“
Er sagte, dass die srilankanische Regierung andauernd für Hilfe und Rehabilitierung für die durch die Militäroffensive gegen die LTTE vertriebenen tamilischen Zivilisten sorgt.
Die Regierung der Insel hat auch die Behauptung von Amnesty International zurückgewiesen, dass das Land humanitäre Hilfe für die Binnenvertriebenen im Norden blockieren würde.
Ein Sprecher für das Präsidentensekretariats sagte dazu: “Dahinter steht eine Absicht, ein schiefes Bild, das für eine gesetzlich korrekt gewählte Regierung ungünstig ist, zu präsentieren.“
Amnesty International hatte behauptet, dass sich „die Sicherheitssituation für Zivilisten, einschließlich der vertriebenen Menschen seit Mai, als sich der Konflikt in Wanni (Mullaitivu und Kilinochchi) verstärkte, verschlimmert hat.“ Nachzulesen in einer offiziellen AI-Pressemeldung.
Ein Sprecher des Präsidentensekretariats sagte dazu: “Die srilankanische Regierung weist die Behauptung, die Amnesty International (AI) in ihrem letzten Bericht aufgestellt hat, kategorisch zurück.“
Der Beamte sagte, dass korrekt sei, dass ein großer Teil der zivilen Bevölkerung in der Wanni Region, die an von der LTTE kontrollierten Orten leben, beträchtliche Not leide.
Er sagte aber auch, dass diese Leute wegen der rigiden Politik der LTTE zu leiden hätten. Die LTTE verhindere das freie Bewegung der Zivilisten und gebraucht sie als menschliche Schutzschilde gegen die anrückenden Armee.
“Die Regierung ist sich der Anzahl der Personen sehr bewusst, welche Hilfe brauchen, aber sie ist auch zufrieden damit, dass ein Maximum an Hilfe unter den vorherrschenden Bedingungen – besonders den Schwierigkeiten, die von der Kompromisslosigkeit und Brutalität der LTTE verursacht werden – diesen Menschen zugute kommt.“
Die Regierung sieht keine Notwendigkeit für internationalen Beobachter, welche die Bedürfnisse der in Mitleidenschaft gezogenen srilankanischen Bürger einschätzen oder eine effektivere Verteilung von Hilfsgütern ausführen könnten. Diese Verteilung werde bereits durch das Internationale Komitee des Roten Kreuzes sowie anderer bekannter Wohlfahrtseinrichtungen, in Zusammenarbeit mit der Regierung durchgeführt.
Die Erklärung durch das Pressebüro des Präsidenten stellt weiter fest: “Es gibt beträchtliche glaubwürdige Beweise, dass manche, nicht zur Regierung gehörenden Agenturen, welche in der Vergangenheit Bedürftigen in der Wanni Region angeblich halfen, stattdessen sowohl finanzielle als auch materielle Hilfe der LTTE zukommen ließen, damit diese durch den Terrorismus ihre separatistischen Ziele gegen den souveränen Staat von Sri Lanka weiter verfolgen konnte.”
Amnesty International (AI) hatte auch tiefe Sorge wegen der Lebensumstände der Binnenflüchtlinge ausgedrückt.
Die Erklärung zitierte AI mit folgenden Worten: “Die LTTE hat die Bewegungsfreiheit der Vertriebenen im Wanni blockiert und scheint nicht fähig zu sein, weder Sicherheit noch Nahrung oder Unterkunft zu bieten. Trotzdem hindern sie Familien mit Waffengewalt daran, in sichere Gebiete in Richtung Süden umzuziehen.“
Weiter wird AI zitiert: “Die jüngsten Berichte werfen ein Schlaglicht auf die Verhältnisse in einem großen Lager in Moonru-Murippu, in dem nach seiner Übernahme durch die Regierungskräfte enthüllt wurde, dass die LTTE Tamilen, welche sich weigerten zu kämpfen, in Metallkäfige gesperrt hatte, welche mit Spitzen nach innen besetzt waren.”
Übersetzt aus der kanadischen Tageszeitung „National Post“ vom 19. November 2008
Toronto - Das Einkaufszentrum vom Freiheitsplatz hat einen südasiatischen Laden für allerlei Lebensmittel und einen Zweig der Toronto Öffentlichen Bibliothek, aber der Inhaber, der diese belebte, schmale Einkaufspromenade zu einem internationalen schlechten Ruf gebracht hat, ist über einem Juwelierladen.
Die Tamilische Rehabilitationsorganisation (TRO) arbeitet in einem beengten Büro in der zweiten Etage mit einer großen kanadischen Flagge über dem Fenster. Und während ihre offizielle Mission humanitär ist, verdächtigen sie Regierungen dreier Länder, dass sie einem anrüchigeren Zweck dient.
Die RCMP Antiterror-Ermittler und die Wohlfahrtsbeamten des kanadischen Finanzbüros beschuldigen die Gruppe, Verbindungen mit den srilankanischen separatistischen Guerillas, genannt die Befreiungstiger von Tamil Eelam (besser bekannt als die Tamil Tiger), zu haben.
Der Chef des kanadischen Wohlfahrtsamtes schrieb in einem Brief an die Gruppe: “Wir glauben, dass es vernünftige Gründe dafür gibt, dass man sich Sorgen darüber machen sollte, dass die TRO (Kanada) in einer Weise operiert, die in Konflikt mit der öffentlichen Politik Kanadas steht. Genauer gesagt, scheint es Grund zu geben, dass man schließen kann, dass die TRO (Kanada) als Teil eines Unterstützungsnetzwerkes für die terroristische Organisation Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) funktioniert. Inzwischen hat das Schatzamt der Vereinigten Staaten im letzten Jahr die Konten des Büros der Tamilischen Rehabilitationsorganisation in Toronto eingefroren. Es hat festgestellt, dass die Organisation Teil eines internationalen Netzwerkes ist, welches „seine Operationen als wohltätig ausgibt, aber tatsächlich Spenden für eine als terroristisch gekennzeichnete Gruppe, die für abscheuliche Taten verantwortlich ist, sammelt.“
Am Donnerstag hat Sri Lanka die Bankkonten der Organisation in dem Land beschlagnahmt. Der Grund dafür war, dass auf dem Konto 800.000 Dollar waren, die teilweise von „TRO Filialen an verschiedenen ausländischen Orten“ gesammelt „und hauptsächlich benutzt worden waren, um terroristische Aktivitäten zu finanzieren.“
Die Konservativen sind noch nicht tätig geworden und die Gruppe operiert weiter in Kanada, aber eine der Entscheidungen, denen sich der neue Minister für öffentliche Sicherheit Peter Van Loan gegenübersieht, wird es sein, ob man die TRO als eine terroristische „Einheit“ kennzeichnet, die unter das Anti-Terror-Gesetz fällt, was die TRO dann zwingen würde, ihre Organisation in Kanada aufzugeben.
Bundesbeamte haben abgelehnt zu sagen, ob sie vorbereiten, die TRO Kanadas offizieller Liste von Terror-Gruppen hinzuzufügen. Stéphane Thérien, ein Sprecher für Öffentliche Sicherheit in Kanada sagte: „Es wäre für mich unangemessen, darüber zu kommentieren, bei welchen Gruppen untersucht wird, ob sie auf die Liste gehören. Der Einschätzungsprozess für die neu aufzuführenden Gruppen ist im Gange.“

Foto: Aaron Lynett / National Post - Raj Gunnathan, Präsident und Koordinator der Tamilischen Rehabilitationsorganisation in Kanada stellt sich in seinem Büro im oberen Stockwerk des Liberty-Square-Einkaufszentrums an der Eglinton und Kennedy Straße in Position
Raj Gunanathan, der Präsident der TRO Kanada sagte, er fürchte, dass dies passieren könne, aber er wäre schon seit langem mit dieser Art von Behauptungen konfrontiert. Sie begannen, als die Gruppe ein Geschäft in Toronto vor mehr als einem Dutzend Jahren eröffnete. Seit der Zeit haben Beamte des kanadischen Sicherheits-Nachrichtendienstes wiederholt sein Büro besucht. Hr. Gunanathan sagte in einem Interview: „Sie kamen gewöhnlich wenigstens einmal im Jahr.“ Er sagte, dass er den Nachrichtenbeamten gesagt habe: „Bitte kommen Sie und nehmen Sie an den Sitzungen unseres Ausschusses teil oder schicken Sie jemanden, der an den Sitzungen der Direktoren teilnimmt, und dann werden Sie keinen Zweifel mehr über das haben, was wir tun.“
Die Tamilische Rehabilitationsorganisation zeigt das offen, was sie macht: Sie sammelt Geld in Kanada und schickt es an die von den Rebellen gehaltenen Gebiete von Sri Lanka. Das Geld geht an das TRO Hauptquartier, welchem man vertraut, dass es humanitäre Hilfe biete. Beweisen aber, kann er das nicht.
Das TRO Hauptquartier in Sri Lanka wird durch die Tamil Tiger kontrolliert, eine verbotene terroristische Organisation nach kanadischem Gesetz. Während dies die TRO auf die falsche Seite von Kanadas Terrorismusfinanzierungs-Regeln stellen könnte, argumentiert Hr. Gunanathan, dass es keine andere Möglichkeit gäbe, um den Hunderttausenden, die durch den Bürgerkrieg vertrieben wurden, humanitäre Hilfe zukommen zu lassen.
Der frühere srilankanische Erziehungsbeamte, der in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts nach Kanada kam, nachdem er in Nigeria als Lehrer gearbeitet hatte, sagte: „Sollen wir zulassen, dass sie verhungern und sterben? Wir müssen ihnen das Lebensnotwendige liefern. Wir müssen jene Leute ernähren.“
Die Tamilische Rehabilitationsorganisation erwuchs aus dem Bürgerkrieg, der 1983 in Sri Lanka ausbrach, als die Tamil Tiger eine bewaffnete Kampagne um Unabhängigkeit für die ethnische tamilische Minderheit des Landes begann. Als die tamilischen Flüchtlinge nach Südindien flohen, um den Kämpfen und ethnischen Krawallen zu entkommen, wurde die TRO gebildet, um ihnen zu helfen. Später zog die Hilfsgruppe in die von den Rebellen gehaltenen Gebiete von Sri Lanka um, um den vom Krieg betroffenen Zivilisten Hilfe zu geben.
Bald erschienen Büros in der ganzen Welt, in Städten mit großen ethnischen tamilischen Gemeinschaften, wie z.B. Toronto. Die Gruppe wurde 1995 eine eingetragene Ontario Wohlfahrtsorganisation. Im gleichen Jahr bewarb sie sich bei der Bundesregierung, um den Status als Wohlfahrtsorganisation zu bekommen.
Diese Bewerbung wurde abgelehnt, aber die Gruppe bewarb sich 1997 ein zweites Mal. Wieder lehnte die Regierung ab und zitierte dabei die „offenbare nahe Verbindung“ zwischen der humanitären Gruppe und den tamilischen Rebellen.
Nach dem südasiatischen Tsunami 2004 reichte Hr. Gunanathan noch eine weitere Bewerbung um den Status einer Wohlfahrtsorganisation ein. Am 1. Juni 2006 antwortete das kanadische Finanzbüro mit einem Absagebrief von 17 Seiten. Er wurde unterschrieben von der kanadischen Wohlfahrts-Direktorin Elizabeth Tromp. In dem Brief stand, dass die „TRO (Kanada) innerhalb der umfassenden Struktur der LTTE zu operieren scheint“.
Fr. Tromps Hauptsorge schien es zu sein, dass das TRO Büro in Kanada das gesammelte Geld an das TRO Hauptquartier in dem von den Rebellen gehaltenen Teil Sri Lankas schicks. Fr. Tromp schrieb in ihrem Brief: „Die Übereinstimmung von zahlreichen und verschiedenen Quellen, die wir nachgeprüft haben, zeigt, dass die TRO Spenden zur Unterstützung der LTTE sammelt.“
Hr. Gunanathan sagt, dass seine Organisation der TRO in Sri Lanka Geld geschickt habe – allein 1,2 Millionen Dollar in den Monaten nach dem Tsunami -, aber dass es für Schulen, zeitweilige Unterkünfte und Nahrung für die durch den Krieg Vertriebenen gebraucht wurde.
Hr. Gunanathan sagt: “Wenn man in den von der LTTE kontrollierten Gebieten arbeiten, dann kontrollieren sie einen natürlich. Sie sind eine de facto Regierung. Das bedeutet nicht, dass diese Leute Geld für Waffen geben.“
Mister Gunanathan wurde eine RCMP beeidete Erklärung, welche am Bundesgericht eingereicht worden war und in der die Tamilische Rehabilitation als eine „Suborganisation“ der Rebellen bezeichnet wurde, gezeigt und er behauptet, dass er das Dokument nie zuvor gesehen habe.
Die beeidete Erklärung stellt fest, dass die RCMP Antiterror-Einheit Beweise hinsichtlich der TRO fand, während sie eine andere kanadische Gruppe – die Welttamilenbewegung (WTM) untersuchte, von der vermutet wurde, dass sie direkte Verbindungen zu den Rebellen habe.
Während sich das RCMP Integrierte Nationale Exekutiv-Team 2006 um die Durchsetzung von Strafbefehlen kümmerte, stieß sie auf Quittungen für zwei Bank-Transfers an die TRO mit einer Gesamtsumme von 83.000 Dollar. Nach der Polizei stand auf den Quittungen: „Spenden für die LTTE in Killinochchi, Sri Lanka“.
Die RCMP Obergefreite Shirley Davermann schrieb, dass das Geld “tatsächlich an die LTTE in Sri Lanka geschickt worden war. Aber Mister Gunanathan sagt, dass er den Polizeibericht bezweifelt. Er sagt: „Es ist ein falscher Bericht. Wenn irgendjemand Spenden an die LTTE schickt und schreibt `Wir schicken der LTTE Geld`, dann wäre dieser Satz der Höhepunkt an Absurdität.“
Die von der RCMP beeidete Erklärung beschreibt auch die Verbindungen zwischen der Tamilischen Rehabilitationsorganisation und der Welttamilenbewegung, welche früher in diesem Jahr von der Polizei verboten worden war, da sie angeblich die Rebellen sponsorte.
Zum Beispiel war der TRO “Repräsentant” in Quebec auch der Besitzer des Gebäudes, in welchem das WTM Büro in Montreal war, wie die Polizei sagte. Zusätzlich haben einige Beamte der Welttamilenbewegung öffentlich gesagt, dass sie dringend um Geld für die Tamilische Rehabilitationsorganisation bitten.
Mrs. Tromp, die Beamtin für Wohlfahrt, schrieb: “Wir finden es bedeutsam, dass die Welttamilenbewegung, eine angeblich vorgeschobene Organisation für die LTTE, für die TRO wirbt und den Leuten empfiehlt, für diese zu spenden.“ Das Tamilische Rehabilitationsorganisations-Büro in der Eglinton Avenue und in der Kennedy Straße in Toronto haben trotzdem damit weitergemacht, um Spenden zu bitten. Umschläge mit der Bitte um Spenden wurde in die Zeitungen in tamilischer Sprache in Toronto im letzten Sommer gelegt.
Eine Offensive der srilankanischen Streitkräfte hat es unmöglich gemacht, im Moment Hilfe in die Kriegszone zu bekommen, so dass die Gruppe gegenwärtig “schläft” “, sagte Hr. Gunanathan. Er sagte, dass die TD Bank letztes Jahr das kanadische Konto der Gruppe gesperrt hätte, aber dass die Gruppe seitdem ein anderes bei einer anderen Bank eröffnet hätte.
Er sagt, er habe keine Schließungspläne.
Er sagt: „Ich bin ein Hindu. Was ich tue, ist, wie ich ehrlich fühle, eine Hilfe für die Menschheit und das ist wie ein Dienst für Gott.“
Übersetzt aus dem Sri Lanka Guardian vom 15. November 2008
“Das ethnische Problem Sri Lankas ist jetzt über fünfzig Jahre alt und es gibt immer noch keine Hoffnung, es beizulegen. Die Annahme von Sinhala als einzige offizielle Sprache von Sri Lanka, die Verletzung von Abschnitt 29 der Soulbury-Verfassung, welche die hauptsächliche oder vielmehr die einzige Maßnahme für den Schutz der Minderheiten war, kann als Symptomatisch genommen werden.“
von V. Anandasangaree
Die einstimmig von der Tamil Nadu-Versammlung beschlossenen Resolutionen, welche die Zentralregierung auffordern, Druck auf die srilankische Regierung auszuüben, damit diese den Krieg sofort stoppt und Gespräche mit der LTTE beginnt, ist schockierend und sogar für die Tamilen von Sri Lanka völlig inakzeptabel. Dies wird sicherlich die Regierung von Indien selbst in Verlegenheit bringen. Es ist schade, dass es den Unterstützern des Antrags nicht gelungen ist, zu erkennen, dass das srilankische Parlament nicht viel Zeit brauchen wird, um eine kritische Resolution gegen die unberechtigte Einmischung der Tamil Naad Versammlung durchzubringen.
Es ist sehr unglücklich, dass die Tamil Nadu-Regierung eine solche Entscheidung nur unternommen hat, um einigen Hartgesottenen zu gefallen, welche ihre eigene Tagesordnung – die sich bald als abträglich für Indiens eigene Souveränität und Integrität erweisen wird – haben. Sehr bald werden es jene, welche diese Resolutionen unterstützten, tief bereuen, dass sie von einer Handvoll Extremisten, die nichts über das srilankanische ethnische Problem wissen und nur nach dem Hörensagen handeln, in die Irre geführt wurden. Ich hoffe, dass die Versammlung – basierend auf den letzten Entwicklungen – sich bald treffen wird, um die Entscheidung zu kippen.
Ich bestehe darauf, dass alle Parteidelegationen Sri Lanka besuchen, um die Tatsachen wirklich selbst zu sehen. Dies ist bis jetzt nicht geschehen, außer bei dem Ehrenwerten P. Chithamparam, der bei den Verhandlungen vor mehr als 20 Jahren eine Schlüsselrolle gespielt hatte, und nur zwei anderen aus Tamil Nadu, wobei einer davon ein Filregisseur ist, der Prabhakaran getroffen hat und wieder abgereist ist. Der andere, der der Führer einer kleinen Partei in Tamil Nadu ist, hat auch nach dem Mittagessen mit einigen TNA Mitgliedern des srilankanischen Parlaments, die betrügerischerweise von der LTTE als ihre Vertreter gewählt worden waren, das Land verlassen.
Wir srilankanische Tamilen heißen Rat und jeden anderen Beistand aus Tamil Nadu, um das ethnische Problem zu lösen, sehr freundlich willkommen. Aber wenn Tamil Nadu von einer Handvoll pro-LTTE Führern, welche ihre eigene Tagesordnung haben und ohne Voraussicht oder richtiges Verständnis und ohne angemessene Information handeln, in die Irre geführt wurde, dann wird es eine große Wohltat für die Tamilen von Sri Lanka sein, wenn Tamil Nadu nur schweigen würde.
Mit einigen Tausenden, denen es gelungen ist, den Fängen der LTTE zu entkommen, leben viel mehr als 50 Prozent der Tamilen in Frieden und Harmonie in vorherrschend singhalesischen Gebieten mit den Singhalesen und Moslems. Sie leben und arbeiten zusammen, spielen und essen zusammen und besitzen sogar Häuser und kaufen neue Mietshäuser.
Obwohl kürzlich einige der Hetzreden, die an verschiedenen Orten in Tamil Naad gehalten wurden, den Tamilen, die unter den Singhalesen und Moslems leben, eine Menge Verlegenheit verursacht und bei den Singhalesen Irritation veranlasst haben, leben die Leute dennoch in Frieden und Ruhe – trotz der schrecklichen Aktivitäten der LTTE in diesen Gebieten, welche den Tod von vielen unschuldigen Leuten und die Zerstörung von Eigentum verursacht haben.
Irgendeine Aktion, die in Tamil Nadu unternommen wird, sollte, ohne kontraproduktiv zu sein, nur helfen, das Problem zu lösen. Die besagten Resolutionen, welchen die Versammlung zugestimmt hat, helfen in keiner Weise, das Problem zu lösen, sondern verschlimmern es nur.
Es ist sehr unglücklich, dass die kürzlich erfolgten Unruhen, welche Demonstrationen, Menschenketten, Hungerstreiks, Aufrufe verschiedener Organisationen und Geschäfte beinhalteten und die in verschiedenen Distrikten in ganz Tamil Nadu abgehalten wurden, wobei von der indischen Zentralregierung verlangt wurde, sich einzumischen, sind entgegen der Erwartungen kontraproduktiv geworden.
Die Leute von Tamil Nadu, die das getan haben und dabei von den Hetzreden der pro-LTTE Führer sowohl von Sri Lanka als auch von Indien in die Irre geführt wurden, haben es nur der indischen Regierung unmöglich gemacht, frei zu handeln. Hätte man sie allein gelassen, dann hätte die Regierung das Problem angehen können, ohne jemanden zu beleidigen. Ohne dass sie die widrigen Folgen, welche ihre Aktion haben wird, erkannt haben, hatten die zwei Herren, welche die LTTE repräsentieren und behaupten, dass die LTTE der einzige Repräsentant des tamilischen Volkes von Sri Lanka wäre, den Teilnehmern gedankt, als der von den Filmstars in Chennai organisierte Hungerstreik endete.
Indien als eine mächtige, große Nation und größte Demokratie der Welt kann nicht einfach handeln, nur weil Druck von einem mächtigen Teil der Bevölkerung kommt, damit Indien sich in die srilankanische Streitfrage einmischt. Indien muss zuerst sichergehen, ob die von einem Teil der Bevölkerung kommende Forderung vernünftig ist und die Einmischung rechtfertigt.
Selbst wenn die Einmischung gerechtfertigt wäre, kann sich Indien nur in Beratungsfunktion einmischen, ohne dass man es beschuldigt, die Souveränität der srilankanischen Nation zu verletzen. Indien mit seinem großen Spionagenetz braucht nicht erzählt werden, was in Sri Lanka geschieht. Darum sollte man verstehen, dass die Antwort der indischen Regierung auf die verschiedenen Vorhaltungen, die ihr gemacht werden, sein wird, dass sie diese mit den eigenen Beobachtungen vergleicht.
Das srilankanische ethnische Problem ist nun über fünfzig Jahre als und es gibt immer noch keine Hoffnung, dass es frühzeitig beigelegt wird. Die Annahme von Sinhala als einziger offizieller Sprache von Sri Lanka, welche den Abschnitt 29 der Soulbury-Verfassung verletzt, war die hauptsächliche oder vielmehr die einzige Maßnahme für den Schutz der Minderheiten, und das kann als Symptomatisch genommen werden.
Ich bin einer von denen, die in dieser Zeit in Sri Lanka gelebt hatten und sehr wohl wissen, wer sich geirrt hat und wie ein Paradies auf Erden verloren gegangen ist. Es wird uns aber nicht helfen, das Problem zu lösen, wenn wir uns auf die bitteren Erinnerungen der Vergangenheit konzentrieren. Lasst es uns so sehen, wie es heute ist. Ich handle nicht für jemand anderen und bin für niemanden der Strohmann. Was ich sage, ist die Wahrheit und nichts als die Wahrheit und kann von jedem, der an meiner Glaubwürdigkeit zweifelt, angefochten werden.
Der Führer der Tamilischen Nationalen Allianz ist auch der Führer der parlamentarischen Gruppe von Illankai Thamil Arasu Kadchchi und ebenso ihr Präsident. Er klagt, dass er wegen der Art, auf welche Indien das Problem behandelt (sie schicken nur Nahrung für die vertriebenen Leute) enttäuscht ist. Er sollte versuchen, das Vertrauen der indischen Behörden zu gewinnen, ohne sie mit erfundenen Geschichten in die Irre zu führen.
Es gibt keinen Zweifel, dass sowohl in den von der Regierung kontrollierten Gebieten als auch in den von der LTTE kontrollierten Gebieten eine Menge Menschenrechtsverletzungen stattfinden. Viele Leute sind in den Gebieten unter der Kontrolle der Regierung an den Verletzungen beteiligt. Die TNA Führer sollten es der Welt mitteilen, in welchem Ausmaß die LTTE in solchen Gebieten beteiligt ist, ohne allein die Regierung oder irgendeine paramilitärische Gruppe zu beschuldigen. Sie äußern kein Wort über die Verletzungen in den von der LTTE gehaltenen Gebieten.
Eine der sehr ernsten Beschuldigungen, welche gegen die Regierung von der LTTE erhoben und von den TNA Parlamentariern bekräftigt wurde und welche die Gefühle der Leute von Tamil Nadu aufgewühlt hat, ist, dass die Regierung versucht, das tamilische Volk zu vernichten. Dies ist eine Erfindung der LTTE, welche die TNA in der ganzen Welt anzubringen versucht – und in Tamil Naad sehr erfolgreich. Die TNA muss sie mit Fakten und Zahlen beweisen, ohne wilde Behauptungen aufzustellen. Es ist auch eine Pflicht der TNA, der Welt er erzählen, dass die meisten der im Wanni gefangenen Leute aus drei anderen benachbarten Distrikten nach Kilinochchi getrieben wurden und dort unter Zwang festgehalten werden, um zum Schutz der LTTE als menschliche Schutzschilde gebraucht zu werden.
Ich versuche nicht, den Führer der TNA zu tadeln. Da er ein altgedienter Politiker ist, sollte er bei diesem sensiblen Thema vorsichtiger gehandelt haben. Er hat sich sehr spät gemeldet, und als er sich endlich gemeldet hatte, war der Schaden schon getan. Alle Arten von Beschuldigungen waren sehr unverantwortlich in Tamil Nadu gegen die srilankanische Regierung gemacht worden. Diese Beschuldigungen wurden angeregt von pro-LTTE Elementen, ohne dass man erkannte, dass man letztlich die Angelegenheiten mit der srilankanischen Regierung klären muss und nicht durch Zwang und nur durch Überzeugung. Der hervorgebrachte Enthusiasmus ist so unkontrollierbar geworden, dass es mit der unfreundlichsten und unerwarteten Drohung endete, indem man einen separaten Tamil Nadu Staat verlangte. Dieses Verlangen, was über 50 Jahre lang tot und begraben war, ist nun wiedererweckt worden. Dies würde der indischen Regierung eine Menge Schwierigkeiten bereiten. Sie ist nun in einem Dilemma.
Diese erneuerte Forderung muss einerseits im Keim erstickt werden und auf der anderen Seite muss das srilankanische Problem mit äußerster Vorsicht behandelt werden. Der Führer der TNA, welcher die Schuld für diese neue Entwicklung trägt, kann die indische Regierung nicht tadeln. Er kann nicht erwarten, dass die indischen Behörden jeden Ratschlag, den TNA Mitglieder geben, unbesehen schlucken.
Wie es die ganze Welt weiß sind die 22 TNA Mitglieder betrügerischerweise mit Hilfe der LTTE Feuerkraft ins Parlament gewählt worden. Darum wurde ihre Glaubwürdigkeit sehr zweifelhaft. Sie haben sich selbst geschwächt, indem sie die LTTE als einzigen Repräsentanten der Tamilen akzeptiert haben und begonnen haben, als Stellvertreter der LTTE zu fungieren. In solch einer Situation haben sie ihr Recht verloren, das tamilische Volk zu repräsentieren.
Ein neues Problem, das aufgetaucht ist, ist die Forderung der Tamil Nadu Regierung, dass 2000 Tonnen Hilfsgüter an die im Inneren vertriebenen Leute durch die ICRC unter der Oberaufsicht der indischen Botschaftsbeamten verteilt werden sollen. Die Zentralregierung muss der Forderung der Tamil Nadu Regierung zustimmen und damit von der gewöhnlichen Praxis, wie es sie in der Vergangenheit unter ähnlichen Umständen gab, abweichen. Die Zentralregierung hat keine Wahl, weil die Forderung von Tamil Naad auf den Druck von anderen zurückgeht.
Auf jeden Fall ist die Forderung von Tamil Nadu zu kleinlich und sicherlich eine Beleidungung für Sri Lanka und sein Volk. Ihr sollte auf keinen Fall nachgegeben werden. Die TNA Parlamentsmitglieder waren pflichtvergessen, indem sie der Regierung von Tamil Naad in diesen ganzen Jahren – für mehr als ein Vierteljahrhundert – nicht gesagt haben, dass es die srilankanische Regierung ist, welche den LTTE Führer, seine Familie, seine Soldaten und die Leute in den von der LTTE gehaltenen Gebieten durchgefüttert hat. Sie müssen ehrlich genug sein, um Tamil Naad zu sagen, dass, wann auch immer ein frischer Vorrat im Wanni ankam, die LTTE alles, was sie wollte genommen hat und auch ihren alten Vorrat mit dem neu Angekommenen ersetzt hat und den Rest den Leuten gegeben hat. Möge irgendein TNA Mitglied diese Feststellung bezweifeln!
Ich habe diese Fakten veröffentlicht, weil ich mich wegen der Forderung von Tamil Nadu schäme. Nach dem Tsunami von 2004 waren einige Tausend tot. Die Leute verhungerten und es hat Fälle gegeben, bei denen alte singhalesische Frauen 8 bis 10 Meilen mit Nahrungspaketen auf ihren Köpfen für die tamilischen und moslemischen Opfer, welche sie nie zuvor getroffen hatten, gelaufen sind. Es gibt genug Beweise, um zu zeigen, dass die LTTE aus der Tsunami-Hilfe viel mehr für sich beansprucht hat, als sie dazu berechtigt war.
Einmal davor, vor zwei Jahren, als es einen Angriff der LTTE auf die Schiffe, die Nahrung nach Jaffna brachten, gab, hat sich die ICRC geweigert, Geleit zu geben. Einige singhalesische Matrosen nahmen das Risiko auf sich und lotsten die Schiffe mit den Nahrungsmitteln nach Jaffna. Es ist sehr unglücklich, dass sich niemand von Tamil Naad jemals darum gekümmert hat, eine Informationsreise zu unternehmen, um zu sehen, was wirklich in Sri Lanka geschieht. Die zwei in diesem Brief erwähnten Herren waren hier auf einer Vergnügungsreise.
Tamil Nadu wurde von den TNA Mitgliedern in die Irre geführt und setzt sein eigenes Volk im Besonderen und ganz Indien im Allgemeinen einem großen Risiko aus. Meine wiederholten Bitten an Tamil Nadu, der LTTE nicht zu gestatten, in Tamil Naad ein „Jaffna“ zu schaffen, wurden vollkommen ignoriert. Wenn es Tamil Naad nicht gelingt, den Trend zu stoppen, dann wird es sehr bald ein Trainingszentrum für Selbstmordattentäter haben. Ich bin sicher, dass die Geschichte dann berichten wird, dass eines Tages Tamil Naad dies sehr bedauern wird.
Abgesehen von jenen, welche direkt in den Krieg verwickelt sind, bin ich vielleicht der Einzige, der eine richtige Instruktion über die reale Situation in Sri Lanka geben könnte. Die Tatsache, dass ich das Parlamentsmitglied für Killinochchi war, ist dem Hauptminister von Tamil Nadu bekannt. Die Wolken des Krieges sind nun dorthin gezogen und es gibt Leute von vier Distrikten, die gefangen oder gewaltsam dahin getrieben und dort unter Zwang von der LTTE zurückgehalten werden. Von den 6 Millionen Leuten jenseits des Meeres wird keine Anstrengung unternommen, sie zu befreien. Diese üben nur Druck auf die srilankanische Regierung aus, um eigentlich die grausamen LTTE Terrorristen zu beschützen.
Die Zentralregierung von Indien und die Staatsregierung von Tamil Nadu sollten nun zusammenkommen und die Leute, die in den unter der Kontrolle der LTTE stehenden Gebieten gefangen sind, befreien und ihnen erlauben, in die Gebiete abzuwandern, in denen mehr als 80 % der Tamilen leben. Sie sollten auch gemeinsam darin übereinstimmen, die srilankanische Regierung davon zu überzeugen, Macht an die Provinzräte abzugeben, wie es ähnlich mit verschiedenen Staaten in Indien geschehen ist. Dies ist die einzige Art, auf die Frieden nach Sri Lanka gebracht werden kann.
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Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion:
V. Anandasangaree ist Präsident der TULF- der ältesten demokratischen tamilischen Partei Sri Lankas.
Übersetzt aus der Webzeitung “Lanka eNews” vom 23. November 2008
Von Gayan Kumara Weerasingha
Polizeiuntersuchungen haben enthüllt, dass die Ermordung des Arztes Dr. S.W. Palitha Padmakumara, welcher im Nawakkadu Regierungskrankenhaus in Vavunathivu, Batticaloa, diente, auf Befehl von „Varnan“, der ein TMVP-Gebietsführer ist, ausgeführt wurde.
Varnan ist der TMVP-Führer, der für das Parteibüro in Manikkadu, Vavunathivu, verantwortlich ist. Dies besagen Insider-Quellen. Dieser hohe Offizier enthüllte kürzlich, dass die Pillayan-Splitterpartei 21 Büros im Osten hätte, während die Karuna-Splitterpartei 27 hätte.
Eine Bande, die aus sechs Mitgliedern bestand und von “Varnan” angeführt wurde, hatte das Krankenhauses am 16. November gestürmt. Vier der Angreifer wurden inzwischen als TMVP- Mitglieder identifiziert. Sie waren im Parteibüro zusammen mit „Varnan“. „Varnan“ und die vier TMVP-Mitglieder hatten zwei andere TMVP-Mitglieder im Büro in der Nacht des 10. November erschossen und waren dann mit den T 56 und RPG-Waffen entkommen, welche im Büro waren. Dieses Büro hatte früher der Pillayan-Splitterpartei gehört.
Danach stürmten sie das Nawakkadu Regierungskrankenhaus und töteten den Arzt am 16. Zeugen, welche die Angreifer sahen, hatten der Polizei erzählt, dass alle mit T 56 und RPG Waffen bewaffnet gewesen seien. Polizeiquellen enthüllten jetzt, dass jetzt das Leben der in Batticaloa dienenden Singhalesen schwer bedroht ist.
Diese Bedrohung kommt von nicht identifizierten bewaffneten Gruppen. Diese Gruppen haben schon früher, am 21. Oktober drei singhalesische Jugendliche erschossen, welche bei einem Straßenentwicklungsprojekt in Batticaloa arbeiteten. Am nächsten Tag warfen sie eine Handgranate auf eine Gruppe von singhalesischen Arbeitern vor dem Büro für Trink- und Abwasser in Vavunathivu. Bei diesem Angriff wurden fünf Arbeiter verletzt.
Der Verteidigungssekretär Gotabhaya Rajapaksa hatte am 18. ausgedehnte Diskussionen mit dem GMOA in Hinblick auf die Sicherheit der Ärzte. Demgemäß wurden besondere Sicherheitsvorkehrungen für Ärzte, welche in den nördlichen und östlichen Provinzen dienen, ergriffen.
Übersetzt aus der srilankischen Wochenendzeitung “The Observer” vom 16. November 2008
Vor ein paar Tagen kämpften die drei Mädchen ohne Hoffnung, mit dem Leben davonzukommen. Der Name ihres Spiels hieß „Tod“ und sie wussten, dass ein Sieg ein Wunder wäre. Während um sie herum die tödlichen Granatwerfer und die Artillerie schoss, und mit Anzeichen von Soldaten, die sie von allen vier Ecken umgaben, quälten sie sich im Geist mit den bitteren Lektionen, welche die älteren von ihnen lehrten und welche die unmenschlichen Taten der Soldaten betrafen. Diese Mythen ließen sie halbtot zurück. Sie hatten nur wenige Minuten, um ihr Schicksal zu entscheiden – Tod oder Freiheit?
Die Mädchen nahmen den richtigen Weg. Diese Mädchen waren zum Töten trainiert und zum Sterben gedrillt worden, aber sie erkannten nun, dass „Leben“ ehrenwerter als „Sterben“ war.
Mit niedergeschlagenen Augen ähnelten die Mädchen – Kugatharshani, Subanjini und Malathi – dem Äußeren nach typischen tamilischen Mädchen. Sie schauten um sich wie Schulmädchen und nicht wie ausgebildete Killer. Die Rache des Krieges verschwand langsam aus ihren Gesichtern.
Die 28-jährige Kugatharshini Arumainathan, die aus Paranthan stammte, nur sechs Kilometer von der Verwaltungshauptstadt der LTTE entfernt, hat den Aufstieg und Fall der LTTE gesehen. Zusammen mit zwei anderen Teenagern war sie in einem Bunker gefangen und blutete von den Fingern. Kugatharshini hatte keine Hoffnung auf Leben und wollte sterben, als die Soldaten nur einige Fuß entfernt waren. Die zwei Teenager ließen die Waffen und Granaten beiseite und schrien um ihr Leben. Als ihre Zugführerin Selbstmord beging, indem sie sich mit einer Handgranate in die Luft sprengte, gab es niemanden, der ihnen befehlen konnte, weiter zu kämpfen. Also entschied auch Kugatharshini, still zu bleiben, bis ihr die Soldaten befehlen würden, herauszukommen. Ich fragte sie: „Ihr hättet leicht auf die Zyankalikapsel beißen können. Warum seid ihr nicht gestorben?“
“Wir wollten leben. Wir wollten nicht in einer verlorenen Schlacht kämpfen. Wir fürchten den Krieg.“ Dies schleuderten mir diese jungen Mädchen ins Gesicht, die tapfer genug waren, die Wahrheit zu enthüllen – dass die LTTE eine verlorene Schlacht kämpft und die Zukunft von den Tamilen opfert, um einen Traum nach einem eigenen Land zu verwirklichen. Die strenge Politik der LTTE – einer aus jeder Familie in ihre Armee – hatte aus diesen Mädchen, die nur gewöhnliche Tamilinnen sein wollten, Terroristinnen gemacht. Von Geburt an waren sie einer Gehirnwäsche unterzogen worden und hatten ein einziges Mantra gelernt: dass die Singhalesen Feinde und die singhalesische Armee eine Gruppe von Killern war, welche Mädchen vergewaltigen und andere foltern, wenn sie sie lebend fangen.
Aber heute sehen sie die Wahrheit und sind glücklich, dass ihnen von den sogenannten Killern das Leben gegeben wird. Die sogenannten Killer verstehen sie mehr als ihre angeblichen Retter, die sie hilflos in den tödlichen Kriegszonen zum Sterben zurückgelassen haben.
Kugatharshinis Vater war 1993 ein Postbote und wanderte nach Kilinochchi aus. Kugatharshini ging nach dem Grundschulexamen in die Vembadi Mädchenschule und blieb dort auch in der Oberstufe. Sie verließ das Erziehungscollege als ausgebildete Englischlehrerin und wurde im Januar 2007 trotz der starken Proteste ihrer Mutter eingezogen.
Sie enthüllte: “Ich wollte immer meinen Leuten helfen, indem ich lehrte und etwas Sozialarbeit leistete, aber die Anordnung der LTTE – einen aus der Familie in die Organisation – machte mich zu einer Soldatin.” Kagatharshini wurde zuerst für drei Monate als eine Lehrerin im Chencholai beschäftigt, einem von der LTTE betriebenen Heim. Später wurde sie in das Ambahakam Trainingslager für Frauen in Mankulam gebracht.
Sie trug das Abzeichen Nr. 12170 und hatte den Kriegsnamen „Nilaventhy“. Sie bekam ein Waffentraining von einem Monat, zusammen mit 120 anderen Kadern, einschließlich vierer Regierungsdiener und sechs Universitätsstudenten.
Sie wurde wieder zum Lehren nach Chencholai geschickt und dann von der LTTE zurückgerufen, um in ihrem Thalamaiseyalakam – die Verwaltungseinheit der LTTE in Puthiruppu – als jemand, der für den Dateneingang zuständig ist, zu arbeiten und ihre Briefe zu entwerfen.
Als die LTTE viele Soldaten auf dem Schlachtfeld verlor, ordnete sie an, dass ihre Soldaten in allen anderen Einheiten Kampftraining erhielten und auch Kagatharshini wurde zu einem 15-tägigen Auffrischungsmilitärkurs nach Wishwamadu gesandt.
Sie gestand offen: “Nach dem Training wurden wir gebracht, um die Küstenlinie entlang Pooneryn zu bewachen. Sie erzählten uns Lügen: Es gäbe nicht so viel Kämpfe, da die SL-Armee der LTTE nicht widerstehen könne.“
Über 90 Soldaten der Verwaltungseinheit der LTTE bewachten den Pooneryn Küstengürtel, aber sie hatten nicht die Kenntnisse, um gegen Truppen kämpfen zu können. ”Eine Menge See Tiger entkamen nach Indien und verließen die Schlacht. Als sie der LTTE entkamen, wussten wir, dass wir bald sterben würden, aber wir hatten keine Wahl,“ erklärte Kugatharshini.
Sie sagte, dass sie während der zwei Monate Dienstverpflichtung entschlossen war, zu überleben.Später wurden 30 ausgewählt, um in den vorderen Verteidigungslinien in Pooneryn zu kämpfen, und Kugatharshini war unter der Gruppe. Sie stand für ihre erste Begegnung mit dem Feind in einer Reihe mit gut ausgebildeten professionellen Soldaten. Die Soldaten an den Schlachtfronten sind – nach den Worten Kugatharshinis – die Unglücklichen, denn sie haben keine richtigen Mahlzeiten, Wasser und Sanitäranlagen.
Ihre Mahlzeiten beschränkten sich auf eine Mahlzeit am Tag, und um Nahrung und Wasser zu bekommen, mussten sie über vier Kilometer laufen. Sich waschen war ein Luxus. Sie mussten eine große Entfernung schleichen, um zu dem Bestimmungsort zu gelangen, an dem sie Mahlzeiten bekommen konnten – eine kleine Portion Reis oder Pittu, Kanji und Trinkwasser. Und dies des Nachts, da die Armee weiterhin tagsüber angriff.
Während des Angriffs brachten sich zwei Teenage-Soldatinnen, welche im Bunker mit ihr saßen um, da sie fürchteten, sich der Armee ergeben zu müssen. Nach den Befehlen wurden die übrigen zwei aufgerufen, um einen anderen Bunker zu halten, in dem fünf Soldatinnen mit den Soldaten kämpften. Sie kämpften in Valayakuduyiruppumodai, 6 km östlich des 7. Meilenpostens der A 32 Landstraße.
“Ich denke, über 25 Soldaten umgaben uns zu der Zeit, und nachdem ich über 90 Runden gefeuert hatte, wurde ich verletzt. Zwei weitere wurden verletzt und zwei verließen den Bunker und wurden getötet. Eine 18-jährige weinte und konnte überhaupt nicht schießen. Anstatt dass sie uns Anweisungen gab, tötete sich unsere Anführerin. Soldaten waren ein paar Fuß entfernt und wir beschlossen, uns zu ergeben,“ erinnerte sie sich. Auf ihrem Gesicht stand die Freude, in Freiheit zu leben, geschrieben.
Alle von ihnen waren von der LTTE darin geschult worden, die Zyankalikapsel zu zerbeißen, um Belästigungen durch die Armeesoldaten zu entgehen. „Wir fürchteten die srilankanischen Soldaten und den ganzen LTTE Soldaten wurde dieses Bild während ihres Trainings eingebläut. So dachten wir alle, dass uns die Soldaten vergewaltigen und töten würden. Statt dessen behandelten sie uns nicht wie Terroristen, sondern wie ihre eigenen Verletzten. Niemand wurde belästigt, alle wurden gut gepflegt.
“Die jungen Soldaten sind sehr anständig,” sagte sie. Die drei Mädchen bekamen neue Kleider und schauten wie traditionelle tamilische Mädchen aus. Ihre Unschuld, welche durch den Krieg geraubt worden war, erschien wieder.
Diese früheren LTTE Soldatinnen sagten, dass der Krieg von Prabhakaran nutzlos wäre und dass die Organisation ihre Festungen in Kilinochchi und Mullaithivu nicht behalten könne, da die Leute kein Vertrauen zur LTTE hätten. Nach ihnen wollten ihre Eltern nicht sehen, wie ihre jungen Kinder hilflos den letzten Atemzug auf dem wilden Schlachtfeld tun. Als die LTTE die toten Körper ihrer Kinder brachten, reagierten die Eltern, indem sie die LTTE-Angehörigen erstachen, und bei einigen Gelegenheiten hatten sie Chilipulver auf sie geworfen und sie gewarnt, nicht wieder in ihre Dörfer zu kommen, um ihre Kinder wegzuholen.
“Die Leute hassen jetzt die LTTE. Aber manchmal sind unsere Eltern hilflos, wenn die LTTE strikte Regeln auferlegt. Wenn die Eltern nicht willens sind, ein Kind der Familie hinzugeben, dann nehmen sie den Vater zwangsweise an die Kampffront oder die Mutter, damit sie in ihren Küchen arbeitet, so dass die Kinder keine Wahl haben. Schließlich werden sie, ohne es zu wollen, LTTE Soldaten,“ sagte Kugatharshini, welche auch ihr Leben opferte, um das Leben ihres Bruders und ihrer Schwester zu retten.
Ihr Bruder konnte nicht von Killinochchi Zugang zu einem Kurs im Bildungscollege in der Stadt Dharga in der Östlichen Provinz bekommen, bis sie als Soldatin rekrutiert war. Jetzt ist der 25-jährige Thivakaran ein Krankenpfleger-Schüler in der Krankenpflege-Schule von Vavuniya.
Ihre Schwester Thatpara bekam die Zulassung, aber blieb in Kilinochchi, um sich um ihre alten Eltern zu kümmern. Aber sie flüchtet von einer Stelle zur anderen mit ihren Altern, nun, da sich die Truppen ins Kernland der Tiger vorwärts bewegen.
Alle von der LTTE rekrutierten Soldaten, welche in die Organisation eintreten müssen, hatten keine Wahl, genauso wie Kugatharshini. Wenn sie sich weigerten, würde die LTTE ein Familienmitglied nehmen. Und sie können sich nicht verstecken, denn die LTTE wird Absperrungen errichten und sie in jedem Dorfwinkel suchen, um sie zu verhaften.
Jetzt befiehlt ihnen kein hauptsächlicher Führer an der Front. Nach einem schnellen Waffentrainingsprogramm sind ungeübte LTTE Soldaten jetzt zurückgelassen und kämpfen um ihr Überleben. Seinige Gebietsführer geben ihnen aus kilometerweiter Entfernung Befehle und, wie sie sagen, kommt kein Führer zu ihnen an die Front. Die LTTE leidet an einem schweren Mangel an Soldaten und hat darum allen früheren Soldaten befohlen, in diesem entscheidenden Moment zur Organisation zu kommen, um ihren Wunsch nach einem separaten Land für Tamilen zu verwirklichen.
“Aber das würde Prabhakarans Traum sein. Letzten Oktober kam er nach Wishwamadu und versprach den Zivilisten, dass sie die LTTE innerhalb der nächsten drei Monate in ihre ursprüngliche Heimat bringen würde. Aber ausgenommen ein paar, weiß die Mehrheit der Zivilisten, dass er mit den Truppen nicht kämpfen kann. Die meisten alten Leute leben in Paranthan und Puthukudiruppu. Sie leben unter Bäumen und in Hütten und haben viele Probleme. Die Leute warten auf eine Gelegenheit, um in die von der Regierung kontrollierten Gebiete zu fliehen.
Obwohl sie die LTTE im Griff hat, werden sie hier bald fliehen,” sagte sie und hoffte, bald wieder mit ihrer Familie vereint zu sein. Diese Englischlehrerin fürchtete um das Leben ihrer Schwester und bedauert, dass sie gezwungen war, in die LTTE, welche die Zukunft der Tamilen zerstörte, zu gehen.
Nach den Worten der gefangenen Soldatinnen werden nun, da die LTTE immer weniger Soldaten hat, mehr Soldatinnen an die Front geschickt werden. In Anbetracht der Anzahl der Soldaten in der Armee ist die Anzahl der Soldatinnen bei der LTTE hoch. Die LTTE rekrutiert nicht nur Frauen zwangsweise, sondern entführt auch Kinder aus den Dörfern, um zu Soldaten zu werden. Kleine Kinder werden in Lagern sein und lernen und später auf die Schlachtfelder geschickt werden.
Kugatharshani sagte, dass der LTTE mit der Umwandlung des traditionellen tamilischen Mädchens in eine Terroristen einzig der Beitrag der Frauen, welche zum Kämpfen übrig sind, bleibt. Sie sagte, dass dies so war, weil viele Männer während der Zeit des Waffenstillstands auf der Suche nach Beschäftigung in südliche Städte ausgewandert sind, landaufwärts und ins Ausland. Sie sind der LTTE entkommen.“
Die Mehrheit der Mitglieder in diesen Familien waren Frauen. Also wurden sie gezwungen, sich auf Befehl der LTTE rekrutieren zu lassen“, sagte sie. Kugatharshani hatte niemals die Freude, dass sie ihr schwer verdientes Geld selbst ausgeben konnte oder einen Cent sparen konnte.
Ihr monatlicher Lohn von 20.000 Rupien als Lehrerin der Regierung wurde von der LTTE genommen. Sie sagte: „Das Schicksal aller jungen Lehrerinnen ist das gleiche und die LTTE sammelt den Lohn von den meisten Regierungsbeamtinnen monatlich ein. Ich musste Geld von meinen Eltern erbitten, um das Lebensnotwendige für mich zu kaufen.“
Nach diesen LTTE Soldatinnen wurden selbst die Verletzten von der Organisation nicht aus den Klauen gelassen. Ihnen wird eine medizinische Behandlung gegeben und nach einer kurzen Erholungspause, welche nur den Schwerverletzten erlaubt ist, werden sie an die Front zurückgeschickt.
“Dies war nutzlos. Die Singhalesen und diese Soldaten sind freundliche Leute. Fürchtet euch nicht vor den Sicherheitskräften. Es ist jetzt Zeit für euch, euch zu ergeben, um eure Leben zu retten. Macht es, wenn ihr euch an der Freiheit erfreuen wollt und ihr werdet wirklich wie menschliche Wesen behandelt,“ bat sie ihre Kolleginnen, einschließlich Ranjana, ihre beste Freundin, die noch bei der LTTE ist.
Sie hat Hoffnungen auf eine bessere Zukunft und ein anständiges Leben, auf all das, was sie als Jugendliche verloren hat. Sie möchte noch weiter studieren und Englisch nicht im Norden, sondern im Süden lehren. Sie möchte auch die singhalesische Sprache lernen, bevor ihre Eltern für sie eine Heirat arrangieren. „Aber dies ist für viele von uns ein entfernter Traum. Bis dieser nutzlose Krieg beendet ist, können wir nicht an ein eigenes Leben denken,“ sagte sie, während sie ein Stück Kuchen und ein Brötchen aß, sowie an einem Milchtee nippte, den ihr die Armee angeboten hatte. Sie weinte die ganze Zeit. Sie dankte den Soldaten, dass sie sie nicht getötet hatten und ihr ein neues Leben schenkten, um den Wert der Menschlichkeit zu verstehen.
Mit Narben überall an ihren Armen und einer bandagierten Hand freute sich diese ehemalige LTTE-Soldatin, die sich zu sterben geweigert hatte und sich statt dessen der Armee freiwillig gestellt hatte, und sagt zum Abschluss: „Ich möchte in einem vereinten Land leben.“
Übersetzt aus dem sinhalesischen Tageszeitung The Island vom 18. November 2008
Von John C. Thompson – Präsident des Mackenzie Instituts in Toronto, Kanada
Seit ihres Auftauchens als eine lokale terroristische Gruppe aus einer kriminellen Unter-Gemeinschaft in Jaffna auf Sri Lanka, haben die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) verschiedene Veränderungen durchgemacht. Die nächste könnte die sein, die am längsten andauert – und am gefährlichsten ist.
Die Organisation und Disziplin der LTTE hat sie zu interessanten Studienobjekt gemacht. Sie sind sehr innovativ, einfallsreich und fleißig: Diese Eigenschaften würden ihre Mitglieder zu einem Erfolg in jedem friedlicheren und profitableren Feld der Bemühung werden lassen. Doch leider wurde für die Tamilen von Sri Lanka und für die anderen Völker der Inselnation ihr Talent auf die Revolte hin ausgerichtet. Jetzt, nach Jahrzehnten des Krieges, sieht sich die 25 Jahre alte Tiger Guerilla der Niederlage gegenüber, und was als nächstes kommt, das könnte sogar noch mehr von dem Charakter der Bewegung hinter ihnen enthüllen.
Wenn man angesichts der realen Niederlage einen spirituellen Sieg erklärt, dann kann dies beruhigend sein (fragt nur die Serben)… aber mit dem kriminiellen Reich der LTTE und ihrem Griff auf die srilankische tamilische Diaspora wird es Konsequenzen geben.
Bei den Modellen der Rebellion, welche in 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts entstanden, kann ein politischer Grund aus einer ideologischen Bewegung – gewöhnlich Marxismus oder radikalisierter Nationalismus – Gestalt annehmen. Dann beginnen an einem Punkt die radikaleren Elemente, terroristische Zellen zu schaffen. Wenn diese weitermachen, dann spaltet sich die Gesellschaft und den Leuten bleiben zwei Wahlmöglichkeiten: Sie können sich entweder unter den Behörden sammeln oder unter der Bewegung. Wenn die Bewegung wächst, schafft sie genauso Guerilla-Streifkräfte wie terroristische Zellen.
Schließlich sind diese stark genug, um die militärischen Kräfte der Regierung im Feld anzugreifen und bis zum Sieg weiterzumachen. Danach ist das Gras grüner, der Himmel ist blau, und es gibt Erdbeeren und Sahne für alle – außer für jene bösen Kräfte der Unterdrückung, welche „soziale Gerechtigkeit“ (gewöhnlich eine Kugel in den Hinterkopf) erhalten.
Dies ist das Drehbuch, aber oft sieht die Realität anders aus.
Im Fall der LTTE, welche oft ihre eigene Geschichte verdunkelt, war ihr Gründer Vellupillai Prabhakaran ein Straßengangster, der sich auf Erpressung und Schmuggel spezialisiert hatten und früh in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts politische Ambitionen bekam. Er machte aus seiner Clique eine kleine Terroristengruppe, verbrachte Jahre damit, langsam Stärke aufzubauen und folgte dem klassischen Muster, indem er Terrorismus gebrauchte, um einen Zyklus von Aktion und Gegenreaktion zu schaffen und zu beschleunigen, um den jeder Rebell inständig bitten würde. Im allgemeinen tritt der klassische Terrorist die Behörden ins Schienbein, bis sie zurücktreten, und dann schreit der Terrorist: „Hilfe! Hilfe! Wir werden unterdrückt! Ihr habt gesehen, wie sie mich unterdrückt haben, nicht wahr?“ (Zitat mit Entschuldigung von Monty Python genommen).
Die srilankanische Polizei und das Militär waren damals weniger als erfahren als heute und haben sich zuvorkommend genau so verhalten, wie es in dem Drehbuch steht. Dies erlaubte den Tigern, an Stärke zuzunehmen. Dann, nachdem in einem Hinterhalt der LTTE im Juli 1983 15 Soldaten getötet worden waren, spielte die Armee in Jaffna völlig verrückt – und das taten auch singhalesische Mobs anderswo in Sri Lanka – und ermordeten Hunderte von Tamilen und trieben Zehntausende (und mehr) in Furcht aus ihren Häusern weg. Es war wie bei dem vorläufigen Flügel der IRA und dem „Massaker des Blutigen Sonntags“ von 1972: Die LTTE hatte schließlich den Zwischenfall, den sie wünschte, und sie hat seitdem alles gerechtfertigt, indem sie sich auf diese Gewaltorgie des Mobs zurückbezog. In der Tat wird oft ihre ganze Geschichte vor 1983 passenderweise vergessen.
Jedoch brauchen Guerillas Zeit, um sich zu organisieren, und fast jeder vergißt, dass die LTTE schon eine Guerilla-Streitkraft hatte, als dieser Zwischenfall geschah. Überdies hat Sri Lanka seitdem ein paar Waffenstillstände (die gewöhnlich von den Tigern beendet worden waren) abgeblockt und sich einem andauernden Guerilla-Konflikt gegenübergesehen.
Aber nach 25 Jahren hat das srilankische Militär die Werkzeuge, die Technologie und die Führerschaft, die es braucht, um endlich die Guerilla-Streitkräfte der LTTE zu besiegen. Heilige Gebiete auf der Insel, die seit langem von den Tigern gehalten worden sind, sind gefallen. Die legendären Bunkersysteme der Tiger im Dschungel wurden durch neue sensorische Systeme entdeckt und mittels intelligenter Bomben aufgesprengt. Die inoffizielle LTTE Hauptstadt, die Stadt Killinochchi könnte bald fallen, obwohl die Tiger behaupten, dass dies ein „tamilisches Stalingrad“ wäre; und ganze Gebiete von Sri Lanka sind seit Monaten von den LTTE Angriffen befreit.
Wenn man jedoch von den Pro-Tiger Webseiten und Chat-Räumen her urteilt, dann heißt es: “die LTTE kämpft tapfer und sicher muss die korrupte und dekadente srilankische Armee bald auseinanderfallen… die tapferen Tiger können nicht versagen … nun, tote Armeeangehörige sind wie Klafterholz aufgeschichtet, obwohl ein paar geheiligte Verteidiger des Grundes glorreich gestorben sind…” Und so weiter, bis zum Erbrechen. Wenn man keinen Sieg zum Greifen nahe sieht, dann kann ein Sieg in der Vorstellungskraft sehr befriedigend sein. Es gibt unheilvolle Zeichen, dass die Führerschaft der Tiger erkennt, dass das Menetekel für ihre Guerillastreitkräfte im Feld und für die geheiligten Gebiete, die sie lange gehalten haben, an der Wand geschrieben steht.
Am 27. November 2008 wird erwartet, dass der Tiger Apparat im Ausland den „Heldentag“ ihrer Bewegung feiern wird. Prabhakaran wird wahrscheinlich seine gewöhnliche Radioansprache abliefern. Dieses Mal kann es per Tonband sein, aus Furcht, dass der Ort, an dem er sich aufhält, auf eine intelligente Bombe der Luftwaffe geschrieben und diese abgeschickt wird, wenn er bei einem Radiosender auftaucht. Dies wird eine andere Abweichung von den gewöhnlichen Sitten der LTTE sein.
Durch die Führerschaft der Diaspora kreist schon der Satz, dass das Thema des Heldentages in diesem Jahr sein wird: “Unser Land kann eingenommen werden, aber unsere Bestrebungen können nicht besiegt werden.”
Es hat Bewegungen gegeben, deren Führerschaft Erklärungen herausgegeben hat, wie: “Wir wurden geschlagen. Wir haben es so gut versucht, wie es ging, aber der Kampf ist vorbei und das, was jetzt einzig verantwortlich ist, ist, sich zu ergeben.“ Darum hat der Amerikanische Bürgerkrieg so geendet, wie er es in Wirklichkeit tat, mit einer würdevollen Kapitulation durch Robert E. Lee und dessen würdevollem Akzeptieren durch Ulysses S. Grant. Die Tiger scheinen nichts in der Art zu planen.
Statt dessen scheinen die Tiger dabei zu sein, sich in den tröstlichen Mythos eines spirituellen Sieges als eine Alternative zu einer realistischen Niederlage zurückzuziehen. Dies haben auch die Serben getan, als sie ihren Stolz nach ihrer Niederlage, die ihnen in der Schlacht von Kosovo Polja 1389 durch die Türken bereitet worden war, genährt hatten. Ihr zerbrechliches Nationalgefühl hat seitdem 600 Jahre angehalten.
Als er sich der drohenden Niederlage in der Schlacht 1918 gegenübersah, hat der deutsche Generalstab (der begierig war, den Ruf der Armee zu schützen) die Zügel der Macht einer zivilen Regierung zurückgegeben. Diese neue Regierung – und nicht so sehr General Ludendorff – musste die Bedingungen für einen Waffenstillstand aushandeln. Aus diesem entstand später die tröstliche „Dolchstoß-Legende“, welche Politiker in den bitteren Folgejahren des Ersten Weltkriegs erfanden. Die Armee konnte vorgeben, dass sie in Wirklichkeit nicht geschlagen worden war. Dieser Mythos half den Nazis an die Macht.
Schottische und irische Nationalisten bauten eine Menge romantischer Legenden um ihre zahlreichen Niederlagen. Die Engländer haben vielleicht alle Kriege gewonnen, aber die Schotten und Iren haben die guten Lieder… Einige von diesen Liedern haben aus schmutzigen kleinen Episoden tröstliche glorreiche Epen gemacht.
Wenn es den Tigern ebenso ergehen wird, dann wird es Konsequenzen geben. Zuerst ist es möglich, dass die Niederlage ihrer Guerilla-Streitkräfte und der Verlust ihrer geheiligten Gebiete nicht in Gewalt endet. Es wird immer Raum für eine konventionelle terroristische Kampagne unter dem Erscheinungsbild einer neuen Gelegenheit, um Guerilla-Einheiten zu schaffen, sein. Wie gewöhnlich könnten sie sich zuerst weiterhin darauf konzentrieren, die unverblümt sprechenden Tamilen zu vernichten – Tamilen, welche fühlen, dass die größte Hoffnung für ihr Volk innerhalb des Gesetzes und des srilankischen politischen Systems liegt.
Werden die Tiger freundlich genug sein, den Gebrauch von Gewalt zu stoppen? Wahrscheinlich nicht. Ein großzügiger Geist und Respekt für das Leben anderer befinden sich nicht unter Prabhakarans Charakterzügen.
Die Diaspora der srilankanischen Tamilen, welche die Tiger förderten und welche sie noch durch vorgeschobene Organisationen kontrollieren, wird ihr Schlüssel-Guthaben sein. Würde es Prabhakaran versuchen, ins Ausland zu flüchten, um zu sehen, ob er eine direktere persönlichere Kontrolle darüber erhält, oder würde er versuchen, irgendwo ein sicheres Exil auszuhandeln? Als ein heimlichtuerischer Mann mit einer sorgfältig geformten Persönlichkeit, einem quasi-öffentlichen Leben ohne Beschränkungen auf seine Bewegung wird dies wahrscheinlich nicht mögen. Aber wenn er in Sri Lanka bleiben will, dann würde dies bedeuten, dass er von Zufluchtsort zu Zufluchtsort schlüpfen müsste, immer eine besonders dafür ernannte Spezialeinheit auf seinen Fersen; und das könnte nur das eine Ende dieser Geschichte sein.
Das organisierte kriminelle Reich der LTTE inmitten der Diaspora Gemeinschaften wurde sorgfältig darauf ausgerichtet, die Tiger in Sri Lanka zu unterstützen. Polizisten in Westeuropa, Kanada und Australien, welche das tamilische organisierte Verbrechen überwachen, haben wenig Zeichen dafür gesehen, dass Führer von Pro-Tiger Gemeinschaften das Luxusleben führen, welches gewöhnlich mit den Führern des organisierten Verbrechens verbunden wird. Aber Drogen, „Kriegssteuern“, Schmuggeln und andere Unternehmen werfen eine Menge Geld ab und bezahlen den politischen Apparat der Tiger. Jene Aktivisten werden sich wahrscheinlich nicht um ehrliche Arbeit kümmern.
Es gibt eine Falle, in welche viele andere terroristische Organisationen in den vergangenen paar Jahrhunderten gefallen sind. Wenn man die Zuflucht zum organisierten Verbrechen sucht, um für den heiligen Grund zu bezahlen, dann endet dies gewöhnlich damit, dass die Reste des geheiligten Grundes benützt werden, um das organisierte Verbrechen zu rechtfertigen. Schließlich ist die Verwandlung von einer aufständischen Bewegung zu einer kriminellen Gesellschaft vollständig… Erinnert sich noch jemand an die ursprünglichen Absichten der chinesischen Triaden oder der sizilianischen Mafia?
In Anbetracht der Ursprünge der LTTE und der Haupteinnahmenquelle in den letzten 25 Jahren, könnte sich viel von ihrem internationalen Apparat leicht in ein großes trans-nationales kriminelles Reich verwandeln. Für die Srilankaner könnte darin ein gewisser perverser Trost liegen – all jene Nationen, welche den Tigern viele Jahre lang bei ihren Operationen eine gewisse Freiheit zugestanden haben, werden nun dafür einen höheren Preis zu bezahlen haben.
Für die Diaspora könnte eine romantisierte verlorene Sache andere Auswirkungen haben. Wenn nachfolgende Generationen von Tamilenkindern ohne irgendeine Erfahrung mit dem Leben in Sri Lanka aufwachsen, dann könnten sie gut und gern diese romantischen Mythen der verlorenen Sache annehmen, anstatt sich mit ihrem Erbe und ihrer Identität zu verbinden. Die Enkel und Urenkel der irischen Immigranten hatten in den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts geholfen, die IRA zu unterstützen. Die Enkel der Flüchtlinge aus dem Jugoslawien von 1940 kehrten zurück, um in den Kriegen von 1990 mitzukämpfen.
Jetzt, im Augenblick, könnte ein Tamile in Sydney, London oder Toronto die LTTE nicht wirklich unterstützen. Aber er könnte sich morgen von ihrer Existenz weniger bedroht fühlen. Ohne das Risiko, dass seine Kinder zu einer Guerilla-Streitkraft eingezogen werden, könnte er sich frei fühlen, wirklich dem Unterstützungsapparat der Tiger als Wächtern seines Erbes zuzustimmen.
Es ist ironisch, dass das Ende des Aufstands der Tiger in Sri Lanka sehr wohl ihren Einfluss auf die Diaspora Gemeinschaften verstärken könnte.
Es läge im Interesse von Sri Lanka, nach Maßnahmen zu suchen, welche die Führerschaft der Tiger-Diaspora jetzt untergraben könnte, damit sich ein militärischer Sieg auch in einen politischen verwandelt. Privilegien und Ehren könnten vielleicht jenen Tamilen gegeben werden, welche sich gegen die Tiger zur Wehr setzen; und es wäre klug von den srilankanischen Diplomaten, andere Regierungen dazu zu bekommen, dass sie jetzt über das tamilische organisierte Verbrechen nachdenken.
Was die kanadische Regierung betrifft: Wenn die Tamilen, welche hierher aus Sri Lanka gekommen sind, jemals Kanadier statt Tiger-Unterstützer im Exil sein sollen, dann muss die Macht der LTTE Tarnorganisationen gebrochen werden. Überdies: Kann es sich Kanada in Anbetracht der internationalen Verschiedenheit unserer organisierten Verbrecherkreise, wirklich leisten, dass der Übergang der Tiger vom Rebellen zu Gangstern hier ohne Widerstand geschieht?
Könnten wir nicht einmal ein Problem voraussehen – anstatt hinterher nur darauf zu reagieren?
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Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion:
John C. Thompson ist der Präsident des Mackenzie Instituts in Toronto, Kanada. Das Institut wird von kanadischen Zeitungen und Medien als eine von Kanadas führenden Forschungsorganisationen bezeichnet. Man ist im Institut stolz auf seine objektiven und unabhängigen Blick auf einige der umstrittensten Punkte der öffentlichen, politischen Agenda. Die Arbeit des Instituts wirkte in der Vergangenheit oft als Beschleuniger einer informierenden Debatte und damit u.U. auch eines politischen Wechsels. Das Institut führt Untersuchungen durch über nationale und internationale politische Instabilität sowie über organisierte Gewalt (z.B. Terrorismus, Krieg, organisiertes Verbrechen, Konflikt, Gründe für Instabilität, politischer Extremismus, usw.).
Thompson selbst ist ein früherer Geheimdienstoffizier der kanadischen Armee. 1989 bekam er den höchsten Orden der kanadischen Streitkräfte. Er war Hauptmann, als er den Dienst verließ. Er ist ein Mitglied von Civitas, dem Rat des York Rangers Regiments der Königin, dem Königlichen Kanadischen Militärinstitut außerdem Mitglied von Fair Vote Canada und der Internationalen Vereinigung von Offizieren gegen den Terror.
Übersetzt von der Webseite BBC Sinhala.com vom 19. November 2008
Der Oppositionsführer Ranil Wickramasinghe (UNP) sagte, dass die Tamilische Nationale Allianz (TNA) bei der Konferenz der Repräsentanten aller Parteien (APRC) mit eingebracht werden sollte.
Wickramasinghe, der in Indien Politiker traf, um sie über die gegenwärtige politische Situation in Sri Lanka in Kenntnis zu setzen, hat den u.a. den Chef Indiens größter Oppositionspartei Bharathiya Janatha (einschließlich der frühere Außenminister von Indien, Jaswant Singh und Yashwant Sinha) getroffen.
Nach seinen Gesprächen mit Jaswant Sing erzählte Wickramasinghe Journalisten, dass die Regierung und die Vereinte Nationale Partei (UNP) beide mit der TNA über das Erreichen von Frieden im Land diskutieren sollten. Er sagt auch, dass er schon in dieser Hinsicht mit dem Präsidenten diskutiert hätte, um eine politische Lösung herauszufinden, welche in gebührendem Maße die Parlamentarier der Tamilischen Nationalen Allianz mit einbezieht.
Wickramasinghe sagte, dass Singh einige Information von ihm über die neuere Situation in Sri Lanka wollte. Er gab sie ihm und hatte Diskussionen, bei denen es darum ging, die indisch-srilankanischen Beziehungen zu verbessern.
Ranil Wickramasinghe betonte, die Regierung solle sich sofort um die Leute kümmern, welche im Krieg vertrieben worden sind.
Die All-Pateien-Repräsentanten-Konferenz (APRC) hatte sich über zwei Jahre lang zu gemeinsamen Überlegungen getroffen, aber die von Ranil Wickramasinghe geführte Vereinte Nationale Partei (UNP) hatte sich davon im letzten Jahr zurückgezogen.
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Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion:
Bereits nach zwei (!) Sitzungen hat die TNA von sich aus die APRC freiwillig verlassen mit der Begründung, es sei „kein ehrlicher Versuch ein Lösung zu finden“. Trotz mehrfacher Aufrufe von Präsident Rajapaksa an der APRC teilzunehmen, hat sich die TNA bis heute von diese Sitzungen ferngehalten. Allgemein gilt die TNA als verlängerter Arm der LTTE-Terroristen in Sri Lanka. In letzter Zeit halten TNA und UNP engen Kontakt.







