Quelle: Reuters / Von Nagesh Narayana; Mitarbeit: Bryson Hull; herausgegeben von Jerry Norton am 6.10.2008
Colombo – Die srilankanschen Behörden haben den Tamil Tiger-Rebellen ein Selbstmordattentat von Montag zur Last gelegt. Das Attentat geschah in der alten Touristenstadt Anuradhapura und tötete wenigstens 26 Leute, darunter ein populärer ehemaliger Armeegeneral, der Politiker geworden war.
Die Black Tiger Schwadron hat das Selbstmordbomben-Attentat als Waffe in einem 25-jährigen Krieg gegen Sri Lankas Regierung zur schaurigen Perfektion gebracht. Sie sollen bei Bombenattentaten – selbstmörderisch oder bei anderen Attentaten – Politiker, Militärs sowie Hunderte von unschuldig Beteiligten getötet haben. Nachfolgend sind einige der verlustreichsten Bombenattentaten aufgelistet, die den Selbstmordbombern, von der Führung der LTTE zu Märthyrern stilisiert, zur Last gelegt werden:
April 1987 – Eine Autobombe explodiert in Colombos zentralem Busbahnhof und tötet 113 Leute; es gibt Dutzende Verletzte.
April 1989 – Eine Autobombe explodiert in dem östlichen Hafen Trincomalee und tötet 51 Leute, die für das traditionelle Neujahr einkaufen gingen.
März 1991 - Der Verteidigungsminister Ranjan Wijeratne ist unter den 19 Getöteten, als eine Autobombe in Colombo explodiert.
Mai 1991 – Der frühere indische Premierminister Rajiv Gandhi wird in Südindien von einer Selbstmordattentäterin, von der man annimmt, dass sie der LTTE angehörte, getötet.
November 1992 – Der Chef der Marine Clancey Fernando wird bei einem Selbstmord-Bombenattentat in Colombo getötet.
Mai 1993 - Der srilankische Präsident Ranasinghe Premadasa sowie 23 weitere Menschen werden von einem Selbstmordattentäter in Colombo getötet.
Oktober 1994 – Der Präsidentschaftskandidat Gamini Dissanayake ist einer der 52, die bei einer Bombenexplosion während einer Wahlversammlung in Colombo getötet werden.
Januar 1996 – Ein mit Sprengkörpern gefüllter Lastwagen fährt in das Gebäude der Zentralbank in Colombo hinein und tötet bis zu 100 und verletzt 1.400 Menschen.
Juli 1996 – Zwei Bombenexplosionen auf einen Pendlerzug während der Hauptverkehrszeit töten 57 Menschen und verwunden mehr als 250.
Dezember 1999 – Sri Lankas Präsidentin Chandrika Kumaratunga wird bei einem Attentatsversuch eines Selbstmordbombers verletzt und wenigstens 34 werden bei zwei weiteren Explosionen getötet. Die Präsidentin wird schwer verletzt, verliert bei dem Anschlag ein Auge.
Juni 2000 – Der Minister für Industrielle Entwicklung C.V. Gunaratne und 21 weitere Menschen werden bei einem Selbstmordbombenattentat in Colombo getötet.
April 2006 – Der Armeekommandant und derzeitige Befehlshaber Major General Sarath Fonseka wird bei einem misslungenen Selbstmordattentat auf das Armeehauptquartier in Colombo schwer verletzt.
Juni 2006 – Der Armeevizechef des Stabes, Parami Kulatunga wird getötet als ein Selbstmordattentäter ein mit Sprengstoff beladenes Motorrad in das Fahrzeug des Armeevizechefs außerhalb Colombos rammt.
Juni 2006 – Ein Angriff mit einer Mine auf einen zivilen Bus im zentralen Distrikt von Anuradhapura tötet 64.
Oktober 2006 – Fast hundert Menschen, die meisten Seeleute, werden bei einem Selbstmordattentat auf einen Konvoy nahe der Stadt Habarana, im Nordosten von Colombo, getötet.
8. Januar 2008 – Der Nationale Bauminister D.M. Dassanayake wird von einer Bombe auf einer Landstraße in der Stadt Ja-Ela, 12 Meilen (etwa 19 Kilometer) nördlich von Colombo, getötet. Die Bombe wird ebenfalls den Tamil Tigern zur Last gelegt.
16. Januar 2008 – Man nimmt an, dass es Tigerrebellen waren, die einen zivilen Bus im zentralen Distrikt von Moneragala bombardierten und dabei 24 Leute töten und Dutzende verwunden. Das war an dem Tag, an dem der Waffenstillstand von 2002 formell zu Ende ging.
Februar 2008 – Eine Bombe explodiert auf einem öffentlichen Bus in der Stadt Dambulla und tötet wenigstens 20 Leute und verletzt 50. Das Militär legt den Angriff den Tamil Tigern zur Last.
6. Oktober 2008 – Ein Selbstmordattentäter tötet den populären ehemaligen Armeegeneral Janaka Perera, den Provinz-Führer der wichtigsten Oppositionspartei, in der nördlichen Stadt Anuradhapura, zusammen mit seiner Frau und 24 anderen Personen.










Veröffentlicht am 9. Oktober 2008
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