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Übersetzt aus Defence Wire vom 30. September 2008 (aus aktuellen Anlass – die LTTEwatch-Red.)

Endlich ist die letzte Bestätigung dafür ans Licht gekommen, dass die LTTE ausländische Söldner einsetzt sowie eines ihrer eigenen Zlin 143 Flugzeuge zum Absturz gebracht haben. Eine erste Gruppe von Zivilisten, welche den Fängen der LTTE vor kurzem entkommen sind und letzte Woche Weli Oya erreicht hatten, haben beide Gerüchte als wahr bestätigt.

Janes, Morovan Flugzeuge, Tamil.net)

Bomber der Tamil Tiger Typ: ZLIN-143 Hersteller: Morovan Flugzeuge Etwaige Entfernung bis zum Abheben: 640 Meter, Maximale Geschwindigkeit: 260 Stundenkilometer, Improvisierte Bombenaufhängevorrichtung (Quellen: Janes, Morovan Flugzeuge, Tamil.net)

Nach diesen Zivilisten, welche eine gefährliche Seereise unternommen hatten, um der LTTE zu entkommen, ist die Zlin 143 auf dem Grundstück der Iranapalai Römisch-Katholischen Schule abgestürzt. Verwandte und Freunde der Flüchtlinge waren Augenzeugen des Blutbades, welches von dem abgestürzten Flugzeug verursacht wurde. Der Ort des Absturzes ist eine Lichtung entlang der Puthukudiirippu-Iranapalai Straße im Mulaitivu Distrikt. Dieses Gebiet ist spärlich besiedelter Dschungel.

Als erstes erreichten Zivilisten der benachbarten Gebiete den Ort des Absturzes. Sie gaben an, zwei tote Männer im Cockpit gesehen zu haben, einer davon ein weißer Kaukasier, der andere ein Südafrikaner. Von den LTTE-Einheiten – einschließlich der paramilitärischen truppen der LTTE, welche kurz danach auf der Szene erschienen und das Gebiet absperrten – hatten sie gehört, dass der Kaukasier ukrainischer Nationalität war. Dann hatte die LTTE alle zivilistischen Zuschauer entfernt und sie gleichzeitig erfolgreich daran gehindert, das Gebiet zu verlassen. Dies geschah, indem die LTTE eine vierundzwanzigstündige Wache einbestellte und auf die Weise sogar außerhalb des Dschungels die Straßen absperrte.

Heute machte die 573 Brigade auch eine andere bestürzende Entdeckung, die sich ebenfalls auf die Tiger Luftwaffe bezieht. Sie entdeckte eine Rollbahn im Norden von Mankulam, zur westlichen Seite hin. Die Rollbahn liegt tatsächlich in Pannikkankulam. Dies ist die erste LTTE/TAF Rollbahn, welche von Truppen eingenommen worden ist.

Die Rollbahn hat eine Länge von 500m und eine Breite von 50 m. Sie war nie zuvor aus der Luft oder aus gesehen worden. In der Tat war die Entdeckung eine vollkommene Überraschung. Jetzt glaubt die Armee, dass es da vielleicht andere, ähnliche Rollbahnen in den Gebieten gibt, die vor ihr liegen.

Dienstag, 16. September 2008

Mehr Beweise für ausländische Söldner, die LTTE-Flugzeuge fliegen

Geheimdienstbehörde in sri Lanka untersuchen die internationalen Söldner, von dem sie glauben, dass sie für die LTTE kämpfen, besonders hinsichtlich der “Tiger Luftwaffe” oder TAF.

Wir haben dies im frühen September diesen Jahres diskutiert und sind dabei unseren eigenen Untersuchungen hinsichtlich der Trincomalee-Attacke gefolgt. Diese Verdächtigungen kamen zuerst im Rahmen einer Untersuchung des Bombenattentats auf, als ein F7B Pilot seinen Radar auf eine Zlin ausgerichtet und sie eine Sekunde später verlor.

Der Pilot behauptete, dass der Zlin Pilot einen gefährlichen Sturzflug unternahm, sobald der Radar des Piloten versuchte, das Flugzeug genau zu orten. Er behauptete, dass zu der Zeit der Sturzflug und die folgenden Ausweichmanöver für einen Anfänger-Piloten „außergewöhnlich gut“ waren und sehr der Taktik eines kriegserprobten Kampfpiloten ähnelten.

Der zweite Anhaltspunkt kommt erst unlängst während des Angriffs auf die Vavuniya Luftwaffen-Basis, wo die Leistung eines Piloten über die aller anderen hervorragte. Nachdem der Pilot die AA-Batterien, die gerade im Gebrauch waren, beobachtet hatte, gab er vor, sich nach Mulaitivu zurückzuziehen und dann – auf halbem Wege – wendete er plötzlich und bombardierte die Basis. Eine dieser Bomben landete nahe an der offiziellen Unterkunft des CO Brigadiers der Speziellen Einsatzkräfte Nirmal Dharmaratne, explodierte jedoch nicht.

Die Genauigkeit dieses Piloten war vergleichsweise viel besser als die der anderen Piloten, welche nachfolgendend von der F-7 gejagt und abgeschossen worden waren. Dies hat beträchtlich zu dem Verdacht beigetragen, dass eines der beiden Flugzeuge, welche die Bombardierungen ausführten, von einem fremden Söldner geflogen wurde. Er oder sie würden vielleicht als Lehrer agieren und den Tiger Piloten zum Ziel führen. Dies war möglicherweise ein Fall, wo durch das Beispiel gelehrt und geführt worden war.

Die Tiger waren nicht die Ersten, welche fremde Piloten in wirklichen Kampfmissionen über den Luftraum von Sri Lanka benutzten. Piloten aus der früheren UDSSR flogen vor vielen Jahren MIG27 Jets in militärischen Operationen gegen die Tiger, bevor die SLAF Piloten mit ihnen ebenbürtig waren.

Eine solche berühmte Operation war das Bombardieren der Navatkuli Brücke, als die Armee begann, sich zur Stadt Jaffna zurückzuziehen. SLAF Piloten waren ihnen dicht auf dem Fuß, aber die Russen übernahmen die Führung in der Bombenschlacht und halfen der SLA, den angreifenden Oyatha Alaikal so zu behindern, so dass sie Jaffna nicht erreichen konnten.

Experten, die mit uns gesprochen haben, haben bestätigt, dass viele Söldner, nachdem sie sich von den führenden bewaffneten Kräften der Welt zurückgezogen haben, solche Risiken auf sich nehmen würden, wenn man sie nur großzügig genug bezahle. Bis zu dem kürzlichen Absturz der Zlin, wäre die SLAF für solche Piloten keine Bedrohung. Und sogar wenn sie es wäre, dann zeigt das oben dargelegte Beweisstück, dass sie bei den kritischen Situationen unverletzt entkommen sind, während der/die unerfahrene/n Tiger Pilot/en starb/en.

***

Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion: Ein weiterer Hintergrund-Bericht der Sunday Times zum Thema.

Übersetzt von einem AP Pressemeldung vom 28.10.08

Von BHARATHA MALLAWARACHI

Die srilankanischen Rebellen haben einen dreisten Luftangriff auf ein Elektrizitätswerk in einem Außenbezirk von Colombo letzten Dienstag Nacht in Szene gesetzt. Der Anschlag tauchte die Hauptstadt vorübergehend in Finsternis, während Suchlichter sich über den Himmel bewegten und das feurig leuchtende, gegen den Luftangriff gerichtete Feuer durch die Finsternis Lichtbögen zog.

Der Angriff zeigte, dass die Tamil Tiger immer noch zuschlagen können, sogar jetzt, wo eine Armeeoffensive tief in den de facto Rebellenstaat im Norden vorgedrungen ist. Die Regierung hat sich geschworen, gegen Ende des Jahres die Rebellen zu zerstören und einen Bürgerkrieg zu beenden, der die südasiatische Nationen ein Vierteljahrhundert lang gequält hat.

Der Luftangriff der Rebellen kam nur Stunden nachdem eine Pro-Rebellen-Webseite die srilankanische Luftwaffe beschuldigt hatte, mit einem Luftangriff auf eine Stadt im Norden der Insel angeblich drei Zivilisten getötet zu haben. Die rudimentäre Luftwaffe der Tiger schlug zuerst nahe der Kriegszone gegen 22.30 zu und warf zwei Bomben auf einen Armeeposten im Mannar Distrikt ab, wobei ein Soldaten verwundet wurde. Dies sagte ein militärischer Sprecher, Brigadekommandeur Udaya Nanayakkara gegenüber den Medien.

Ungefähr eine Stunde später schlug die Luftwaffe der Rebellen erneut zu und warf eine Bombe auf ein Elektrizitätswerk in einem Vorort von Colombo und steckte es dadurch in Brand. Der Strom fiel in der Stadt für ungefähr eine Stunde lang aus.

Nanayakkara konnte nicht sagen, ob das Militär den Stromausfall angeordnet hatte oder ob der Stromausfall von dem Bombardement verursacht worden war. Die Regierung hat während der vorangegangenen Luftangriffe der Rebellen den Strom in der Hauptstadt abgeschaltet, um es für die Bombenpiloten schwer zu machen, Ziele zu finden.

Der Sprecher sagte, dass er nicht wisse, ob das Flugzeug von dem Abwehr-Luftangriffsfeuer getroffen wurde. Es war der erste Luftangriff der Rebellen auf die Hauptstadt in mehr als einem Jahr. Es war auch nicht klar, ob das Flugzeug das gleiche war, welches einen Armeeposten in Mannar angegriffen hatte, oder ob es – wie er sagte – möglicherweise zwei Flugzeuge gab.

Ein Beamter des Ministeriums für Elektrizität, Harsha Abeykon, sagte, dass zwei große Generatoren bei dem Angriff beschädigt wurden. Nanayakkara sagte, dass keine Menschen bei dem Anschlag verletzt wurden.

Solche Angriffe seien ein großer moralischer Auftrieb für die Rebellen, welche kürzlich wegen der Erfolge der Armee im Norden geschwankt haben.

Die Tamil Tiger kämpfen seit 1983 um einen unabhängigen Staat für die Minderheitstamilen zu schaffen. Diese Tamilen wurden durch aufeinanderfolgende Regierungen, die von der singhalesischen Mehrheit kontrolliert wurden, an den nordöstlichen Rand der Insel gedrängt. Der Konflikt hat bisher mehr als 70.000 Menschen das Leben gekostet.

Am frühen Dienstag sagte die tamilische Puthinam Webseite, dass ein Luftangriff der Regierung die Stadt Paranthan im Norden getroffen und drei Zivilisten, die auf Straße gingen, getötet hätte. Der Bericht besagt, dass weitere elf Menschen, einschließlich dreier Kinder, dabei verletzt wurden. Der Bericht wurde von Fotos von zerstörten Häusern und verletzten Menschen begleitet.

Ein Sprecher der Luftwaffe, Geschwaderkommandant Janaka Nanayakkara stellte den Bericht in Abrede und sagte, dass es am Dienstag gar keinen Luftangriff der srilankischen Streitkräfte gegeben habe.

Die Rebellen haben seit langem die Regierungskräfte beschuldigt, in ihrer andauernden Militär-Kampagne, das von den Rebellen kontrollierte Territorium zurückzugewinnen, tamilische Zivilisten zu töten.

Am Montag kämpften Regierungstruppen und Tamil Tiger Guerillas in offenen Feldschlachten in Monsunregen und Schlamm in einem Ring von Dörfern außerhalb der Stadt Killinochchi. So besagt es ein Sprecher das Militär.

Das Militär sagte vor Wochen, dass srilankische Streitkräfte knapp außerhalb des Rebellen-Hauptquartiers von Killinochchi wären und dabei nun seien, die Stadt selbst zu erobern.

Der Monsunregen, welche vor mehr als einer Woche begonnen hat und wahrscheinlich monatelang andauern wird, hat nun den Kampf für beide Seiten wesentlich schwieriger gemacht und dafür gesorgt, dass auch die Armeefahrzeuge im Schlamm stecken blieben. So berichtete es ein Beamter des Militärs, welcher unter Wahrung seiner Anonymität zu dieser Zeitung gesprochen hatte, denn ihm war nicht erlaubt worden, die Situation mit Journalisten zu diskutieren. Das Militär liefert auch keine Details über die Zahl der Verletzten. Der Beamte sagte auch, dass die srilankischen Truppen den Rebellen schwerste Verluste zugefügt hätten.

Das Militär sagte, dass es auch am Montag Kämpfe im nahen Mullaitivu Distrikt gegeben hätte.

Es ist nicht möglich, unabhängige Berichte aus der Kriegszone, aus der die meisten Journalisten verbannt sind, zu bekommen. Rebellensprecher konnten nicht für einen Kommentar erreicht werden, denn ihre Kommunikationslinien sind abgeschnitten.

Übersetzung eines Artikels aus der tamilische Webseite Thenee.com 26.10.2008

Dr. Kalaignar M. Karunanithy

Ministerpräsident des Bundesstaates Tamil Naadu, Indien

Verehrter Herr Ministerpräsident,

Die Tamilen von Sri Lanka sind froh, dass Tamil Naadu begonnen hat, Interesse an dem srilankanischen ethnischen Problem zu zeigen. Aber es ist enttäuscht, dass die Sorgen der Tamilen, welche nun in den Gebieten, die unter der Kontrolle der LTTE stehen, gefangen sind, ignoriert werden. Die LTTE benutzt sie als menschlichen Schutzschild, um sich selbst zu schützen. Die Tamilen sind auch ärgerlich und besorgt, dass die in Tamil Naadu zur Schau gestellte Begeisterung Tendenzen besitzt, auf Konfrontationskurs mit der singhalesischen Mehrheit zu geben. Mit dieser Mehrheit haben die Tamilen seit sehr, sehr langer Zeit zusammengelegt und sie werden mit ihr auch in der Zukunft zusammenleben. Lange vor seiner Ermordung hat Mahatma Gandhi die Warnung ausgesprochen, dass Indien und Ceylon es sich nicht leisten können, miteinander zu streiten. Aber es ist noch mehr: Da Tamil Naadu und Sri Lanka unmittelbare Nachbarn sind und verschiedene Dinge gemeinsam haben, sollten sie untereinander herzliche Kontakte pflegen.

TULF-Chef Anandasangaree schrieb an den Ministerpräsident der indischen Bundesstaates Tamil Naadu

TULF-Chef Anandasangaree schrieb an den Ministerpräsident der indischen Bundesstaates Tamil Naadu

Wir Srilankaner erinnern uns mit Dankbarkeit an die unzähligen Entdeckungen in Tamil Naadu, welche sowohl der „Q“-Abteilung (= das indische BKA) der Tamil Naadu Polizei als auch die indische Marine gemacht haben. Sie haben mehrere Tonnen Material entdeckt, einschließlich Stahlkugeln, Aluminiumkugeln, Kugellager, Claymore Minen, Handgranaten usw. Das Lob geht an Ihre Polizei von Tamil Naadu und die indische Marine, dass Sie dies entdeckt haben. Hätten Sie dies nicht entdeckt, weiß man nicht, was alles unseren Ländern passiert wäre. Wir kümmern uns sehr wohl um das, was unserem Land passiert, wenn der LTTE erlaubt wird, frei in Tamil Naadu zu operieren, und darum wiederhole ich noch einmal, dass sowohl Tamil Naadu als auch Sri Lanka untereinander enge Verbindungen aufrechterhalten sollten. Wir können nicht so leicht vergessen, was mit dem Ehrw. Rajiv Gandhi passiert ist, und es gibt keine Garantie dafür, dass etwas Ähnliches nicht wieder passieren wird, wenn es der LTTE erlaubt wird, frei in Tamil Naadu zu operieren. Bitte sorgen Sie dafür, dass kein Jaffna in Tamil Naadu geschaffen wird!

Die Entscheidung der Allparteienkonferenz, die Hilfe der Zentralregierung zu suchen, um frühzeitig eine Lösung zu finden, ist vollkommen richtig. Aber dies steht für unsere gefangenen und unter Zwang in Killinochchi von der LTTE gehaltenen Leute nicht an erster Stelle. Die Entscheidung der Allparteienkonferenz wäre angemessener, wenn sie auch entschieden hätte, die Zentralregierung zu bitten, die LTTE zu zwingen, die unschuldigen, zwangsweise in den Gebieten unter Kontrolle der LTTE festgehaltenen Zivilisten freizulassen. Das der Zentralregierung gegebene Ultimatum von zwei Wochen, um zu handeln, hat unter den Hardlinern von Sri Lanka großen Aufruhr verursacht. Es hat auch der srilankanischen Regierung Ärger verursacht, denn diese ist sich der großen Notwendigkeit, eine gute Beziehung zu Indien aufrechtzuerhalten, sehr bewusst.

Ich hoffe, dass Sie zugestehen werden, dass all jene, welche bei der Kampagne an vorderster Front sind, kaum etwas von den Geschehnissen in Sri Lanka wissen und nur auf Grund der Zeugnisse einiger LTTE-Anhänger handeln. Diese Anhänger wurden selbst von anderen in die Irre geführt. Sie kümmern sich nicht darum, die Wahrheit herauszufinden. Tamil Naadu sollte vor der Gefahr gewarnt werden, wenn es auf Grund des Ratschlags der TNA-Mitglieder des Parlaments handelt. Diese wurden betrügerisch mit der Feuerkraft der LTTE als Parlamentsmitglieder gewählt und sie handeln nur als Stellvertreter der LTTE. Sie führen die Anordnungen der LTTE aus. Niemand wollte nach Sri Lanka kommen, um die Wahrheit herauszufinden. Die Leute von Sri Lanka leben in dauernder Furcht und Anspannung wegen der Claymore-Minen, Landminen und Handgranaten-Angriffe der LTTE, welche jeden Tag in irgendeinem Teil von Sri Lanka stattfinden. Diese hatten den Tod verschiedener Singhalesen, Tamilen und Moslems verursacht. Vielleicht ist es deswegen, dass niemand von Indien eine Reise nach Sri Lanka unternimmt, um auf eine Mission der Tatsachenfindung zu gehen. Diese Bedrohung ist es, die wir loswerden wollen.

Wir hoffen, dass Sie sich an unser erstes Treffen früh im Jahr 1976 erinnern, vor über dreißig Jahren. Damals war ich das Parlamentsmitglied für Killinochchi. Warum wir uns trafen, ist hier irrelevant. Aber stellen Sie sich meine Gefühle vor, wie diese sein würden, wenn ich sehe, wie das Volk, mit welchem ich seit sehr vielen Jahren zusammenlebe, unter dem Joch der LTTE lebt, fast keine Rechte mehr hat und für mehr als ein Vierteljahrhundert unter Zwang zurückgehalten wird. Sie sagen, dass Sie nicht mehr essen oder schlafen können, wenn das tamilische Problem nicht gelöst wird. Wenn dies so ist, mein Herr, wie kann ich dann friedlich leben?

Jeden Tag werden die Dinge immer schlimmer. Aber wegen der falschen Propaganda der Agenten der LTTE, begrüßen die unschuldigen Leute, die Filmschauspieler, die Universitätsstudenten von Tamil Naadu die LTTE als Helden. Wenn Tamil Naadu ein Jaffna will, ohne sich der Folgen davon bewusst zu sein, dann kann es nur eine Gottheit retten. Aber ist Tamil Naadu fair gegenüber den anderen Staaten, wenn es sie auch dem schweren Risiko von Selbstmordbomben-Attentaten, Claymore-Minen usw. aussetzt? Die Kinder der LTTE-Führer genießen die beste Erziehung im Ausland. So auch die Kinder der TNA-Mitglieder des Parlaments. Die Familien der TNA-Mitglieder haben sich im Ausland niedergelassen. Die Kinder von armen Eltern werden als Kanonenfutter und Selbstmordattentäter an die Front geschickt. Sie töteten Indiens Ex-Premierminister in Tamil Naadu. Sie nahmen den Moslems im Norden, welche Tamil sprechen und mit uns seit Generationen leben, alle Besitztümer weg. Sie schickten sie mit nur 500 Rupien weg aus dem Norden, um in Flüchtlingslagern in den singhalesischen Gebieten jetzt seit über 17 Jahren zu leben. Unsere Kultur und Zivilisation ist verschwunden. Die Bildungseinrichtungen für unsere Kinder sind ruiniert. Nach kürzlichen Berichten sind 6000 Kinder im Osten Analphabeten.

Das Folgende sind Ausschnitte aus zwei Briefen, die ich dem Verehrter Dr. Manmohan Singh – Premierminister von Indien – und dem Generalsekretär der Vereinten Nationen – Seine Exzellenz Ban-Ki Moon – schickte. Die Ausschnitte sollen dazu dienen, Ihnen den Eindruck zu vermitteln, dass die LTTE ihr Verhalten in keiner Weise geändert hat.

In meinem Brief vom 16. Januar 2006 schrieb ich dem Verehrter Premierminister: „Was die srilankanischen Tamilen heute brauchen, ist die Befreiung von der LTTE, die sich die sog. Befreier der Tamilen nennen. Es ist sehr unglücklich, dass einige Anführer von Tamil Naadu versuchen, ohne das wirkliche Problem ganz zu verstehen und mit kaum irgendwelchem Wissen von der grundlegenden Situation im Norden und Osten von Sri Lanka, die indische Regierung masiv unter drücksetzen. Dies geschieht durch ihre zahlenmäßige Stärke im Parlament. Die Tamil Naadu Mitglieder des Parlaments, welche der Allianz beigetreten sind, sollten mit ihren verschleierten Drohungen an die Regierung aufhören. Sie sollten die Situation studieren und entweder helfen, eine Lösung zu finden, oder die Sache ganz in den Händen der Zentralregierung zu lassen, damit diese den Srilankanern helfen kann, eine Situation für ihr Problem zu finden“.

In meinem Brief vom 8. Oktober 2005 schrieb ich an den Generalsekretär der Vereinten Nationen: „Ich nehme die volle Verantwortung für all das, was ich hier gesagt habe, auf mich. Die Leute, welche in den Gebieten unter der Kontrolle der LTTE gelebt haben, haben genug geopfert und es sollte bedacht werden, dass ihre ganzen Opfer, ihre Toleranz und ihre Leiden von ihnen um ihrer Kinder willen aufgebracht werden. Jetzt hat die LTTE von ihnen eine Person aus jedem Haushalt verlangt und deswegen sind sie vorbereitet, der LTTE zu trotzen und gegen sie zu revoltieren. Sie sind auch darauf vorbereitet, eine freundliche Armee, die es unternehmen wird, ihr Leben und ihren Besitz zu beschützen, willkommen zu heißen und mit ihr in vollem Ausmaß zu kooperieren. Das wird trotz aller Provokation geschehen, mit der sie sich vielleicht während des Befreiungsprozesses auseinandersetzen müssen.“

 Ich zitiere zwei Paragrafen aus meinem an Sie geschriebenen Brief, als Sie gute Beziehungen sowohl mit Vaiko als auch mit Nedumaran unterhielten. Der Brief ist vom 8. Oktober 2005. Ich schrieb Folgendes: „Im Interesse der Tamilen von Sri Lanka sollten die Führer von Tamil Naadu alle ihre politischen Streitereien vergessen und zusammenkommen, um für das ethnische Problem eine Lösung zu finden. Ich hatte Diskussionen mit einer Anzahl von singhalesischen Führern der politischen Parteien, von denen die meisten dazu neigen, eine Lösung, die auf dem indischen Muster des Übergangs besteht, zu akzeptieren. Ich vertraue darauf, dass es gegen diesen Vorschlag kaum Widerstände geben wird. Wir tamilen in Sri Lanka können nicht noch mehr erwarten, denn wir kennen die indische Haltung zur Schaffung eines eigenen tamilischen Staates. Aufeinanderfolgende Regierungen von Indien haben klar geschrieben, dass sie keine Trennung unterstützen können. Die Tamilen von Sri Lanka können, was diesen Punkt betrifft, Indien nicht widersprechen.“

“Sie würden dem tamilischen Volk von Sri Lanka, welche in den von der LTTE kontrollierten Gebieten in vollkommener Unterwerfung und Unterdrückung lebt, einen großen Dienst erweisen. Ich vertraue darauf, dass Sie fähig sind, Führer wie der Vaiko und Nedumaran davon zu überzeugen, dass es notwendig ist, eine frühe Grundlage der Lösung nach dem indischen Muster des Übergangs zu finden. Diese Lösung wird auch für einen größeren Teil der Singhalesen, Tamilen und Moslems akzeptabel sein. Wenn Sie die Führer von Tamil Naadu überzeugt haben, dann sollten Sie diesen Punkt mit Delhi besprechen und durch Delhi mit der srilankanischen Regierung. Ihre Möglichkeit zu Gesprächen auf dieser Basis wird sicherlich Früchte tragen und auch von der Internationalen Gemeinschaft willkommen geheißen werden. Niemand wird sie ablehnen. Auch die Führer von Tamil Naadu sollten froh sein, eine Lösung für ein seit langem bestehendes Problem zu finden.“

Verehrter Herr, im Oktober 2005 haben wir eine gute Gelegenheit vorbeistreichen lassen. Jetzt kommt für Sie eine andere Gelegenheit, um zu intervenieren und mitzuhelfen, das ethnische Problem leicht zu lösen. In einem Interview für die PTE hatten auch Parlamentsmitglieder der TNA, welche Bevollmächtigte der LTTE sind, gesagt, dass sie mit einer vernünftigen Lösung innerhalb eines vereinten Sri Lankas einverstanden sind. Dieser Standpunkt wird sicherlich die Dinge für Sie leichter machen, um beim Finden einer Lösung zu helfen. Bitte handeln Sie augenblicklich, ohne zu zögern!

Ich danke Ihnen, und verbleibe

Mit herzlichen Grüßen

V.Anandasangaree

Präsident – TULF           

Übersetzung eines Artikels von Thaindian News vom 23.10.2008

Jaffna – Ein Generalstreik, mit dem gegen einen Selbstmordattentats-Angriff per Boot durch Tamil Tiger Rebellen auf zwei Frachtschiffe zu protestieren, brachte am Donnerstag auf Sri Lankas nördlicher Halbinsel Jaffna das normale Leben zu einem Stillstand. Bei dem Angriff wurde ein srilankanisches Frachtschiff beschädigt, als am Mittwoch vor dem Morgengrauen die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) einen Selbstmordangriff ausführten, bei dem sie zwei Handelsschiffe von der Regierung in der Nähe des Kankesanthurai Hafen im Norden ins Visier nahmen.

Nach Berichten folgten Schulen, Regierungsbüros und Geschäfte einem fast vollständigen Generalstreik. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel standen still. Einzig das Jaffna Lehrkrankenhaus funktionierte weiter.

Die gegen die LTTE gerichtete EPDP (Volksdemokratische Partei Eelam), welche den Generalstreik organisierte, sagte, dass die Leute auf der Jaffna Halbinsel „ihre Verurteilung des LTTE-Angriffs auf Schiffe, die wesentliche Güter in den Norden transportierten, ausdrückten, indem sie den „hartal“ (Generalstreik) voll unterstützten“. Die ex-militante EPDP ist eine Verbündete der regierenden Koalition und ihr Führer Douglas Devananda ist ein Minister in Schlüsselposition in Präsident Mahinda Rajapaksas Kabinett.

Der tamilische Minister Douglas Devananda

Der tamilische Minister Douglas Devananda

Devananda kommentierte den letzten Angriff und verurteilte dabei, dass der LTTE Selbstmord-Angriff auf die Schiffe “klar darauf abzielten, den wesentlichen Nachschub in den Norden über das Meer abzuschneiden.“ Dieser Weg über das Meer ist nach dem Schließen der Jaffna-Kandy Hauptnachschubsroute 2006 die Lebensader geworden.

Devananda, ein offener Kritiker der LTTE, erzählte IANS: Die Schiffe waren keine Militärziele, da sie benutzt wurden, um wesentliche Güter zu transportieren, ausschließlich Dhal, Mehl und Zucker“.

Der „hartal“ wurde organisiert, um demokratisch die Verurteilung des Volkes dieses Angriff der LTTE zu demonstrieren.“ Die srilankanische Marine sagte, dass am Mittwoch um 5.10 morgens drei mit Sprengstoff beladene Selbstmordattentas-Boote der LTTE die Handelsschiffe Ruhuna und Nimalawa ins Visier genommen hatten.

Die Marine sagte, dass der Versuch der LTTE von Seeleuten, die für die Sicherheit an Bord zuständig waren, vereitelt wurde, aber dass “eines der Selbstmord-Boote sehr nahe an dem Handelsschiff Nimalawa explodierte, wobei es den Rumpf des Schiffes beträchtlich beschädigte“.

Die pro-Rebellen Webseite Tamilnet nannte LTTE-Quellen und behauptete, dass die See-Tiger einen “Schwarzen Tiger-Angriff auf das srilankanische Schiff MV Nimalawa, das militärische und andere Vorräte transportierte” im srilankanischen Seehafen Kankesanthurai ausgeführt habe.

“Das Transportschiff sank und ein anderes Schiff, die MV Ruhuna, erlitt schwere Schäden”, besagt die Tiger-Propaganda.

Die Tamilnet Webseite fügt hinzu, dass “zwei altgediente LTTE Kader, einschließlich der Vize-Leiterin des weiblichen See Tiger-Flügels“, den Selbstmordanschlag ausgeführt hätten.

Die Behauptungen der LTTE hinsichtlich der militärischen Fracht, sowie der entstandenen Schäden wurden vom srilankanischen Verteidigungsministerium dementiert.

Übersetzt aus dem Sri Lanka Guardian vom 22. Okt. 2008

Oslo – Eine Deligation der Volksbefreiungsorganisation von Tamil Eelam (PLOTE) hat den Norweger John Hansen-Bauer gefragt, warum er das tamilische Volk von Sri Lanka dem gnadenlosen faschistischen Diktator Velupillai Prabhakaran unterwerfen wolle. Die Delegation wandte sich direkt an Außenminister Jon Hansen-Bauer: „Indem Sie die LTTE als einzigen Repräsentanten des tamilischen Volkes behandeln und sich um eine Eigenherrschaft der LTTE bemühen, zwingen sie das demokratische, friedliebende tamilische Volk dazu, niedere Sklaven eines der schlimmsten Diktatoren zu sein, die die Welt je sah.“ Der Ratgeber des Außenministeriumsbüros war auch bei der Diskussion anwesend.

Die PLOTE-Delegation drängte Norwegen dazu, der LTTE ein Ultimatum zu stellen, um den Zivilisten zwischen den Fronten des Nordens zu erlauben, in von der Regierung kontrollierte Gebiete zu flüchten. Jon Hansen-Bauer versicherte der Delegation, dass Norwegen dies der LTTE mitteilen werde. Eines der PLOTE- Mitglieder erzählte dem ebenfalls anwesenden Erich Solheim, dass er Mitglied einer demokratischen politischen Partei wäre und dass diese Partei Kontakt mit jedem hätte, von der LTTE zur JVP. Als die PLOTE-Delegation auf die Abscheulichkeiten und Gewalttätigkeiten durch die LTTE gegenüber der JVP hinwies, sagte Jon Hansen-Bauer, dass man künftig von norwegischer Seite her diese Angelegenheit in Betracht ziehen würde.

PLOTE-Mitglieder teilten den Medien mit, dass sie die Pro-LTTE-Zeitung als Informanten des norwegischen Geheimdienstes hinstellten sowie als Menschen, die gegen den Frieden arbeiteten. Ein PLOTE-Mitglied sagte: „Dies ist eine klare Bedrohung meines Lebens und ich habe beim Polizeihauptquartier in Oslo Anzeige erstattet.

Jon Hansen-Bauer bat die PLOTE-Delegation, ihn erneut in naher Zukunft zum Gespräch zu treffen. 

***

Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion: Die PLOTE sieht sich als Gegenentwurf zur LTTE, von der sie bekämpft wird. Die LTTE sieht sich als Alleinvertreter aller Tamilen und hat andere tamilische Vereinigungen z.T. mit roher Gewalt, Bedrohung, Mord und Totschlag zum Schweigen gebracht. Norwegen hat sich einst als Mittler eines Waffenstillstandes zwischen srilankischer Regierung und LTTE in Position gebracht. Verhandlungsführer war seinerzeit Erich Solheim.

Übersetzt aus dem News.LK Webseite vom 17. Okt. 2008

UNP-Vorsitzender Rukman Senanayake

UNP-Vorsitzender Rukman Senanayake

Der Vorsitzende der UNP (Vereinigten Nationalen Partei) Rukman Senanayake sagte: “Als die haupt Oppositionspartei dehnen wir unsere bedingungslose Unterstützung auf die Regierung in ihrer Bemühung, den Terrorismus auszulöschen, aus.” Senanayake sagte in einem Interview mit der Rundfunk-Sender SLBC (Sri Lanka Broadcasting Corporation), dass es die Verpflichtung und Verantwortlichkeit der Regierung ist, die Sicherheit all ihrer Bürger zu gewährleisten, ungeachtet der ethnischen Zugehörigkeit oder Rasse.

Hr. Senanayake betonte: “Niemand hat das Recht, sich in die internen Konflikte von Sri Lanka einzumischen.”

Während er bekräftigte, dass die Regierung die Pflicht und Verantwortung habe, militärische Operationen durchzuführen, um jede Form von Terrorismus zu bekämpfen, sagte Hr. Senanayaka auch, dass die LTTE eine separatistische und tödlich extremistische Gruppe ist, die Terrorismus in allen seinen Formen auf die Menschen loslässt, um ihre Ziele zu erreichen.

“Wir sollten die internationale Gemeinschaft darüber aufklären, dass dieses terroristische Schwadron nicht für die Rechte des tamilischen Volkes kämpft,” sagte er.

Senanayake bezog sich auf die kürzliche politische Entwicklung in Tamil Nadu in Hinblick auf die Situation im Norden von Sri Lanka und sagte: “Was wir tun können, ist, unsere Position dazu klar auszudrücken. Und es ist unsere Sache über unsere internen Angelegenheiten kümmern.“

Senanayaka sagte: “Die Terroristen sind Mörder, welche versuchen, einen Vorteil zu ziehen, indem sie ethnische Disharmonie zwischen den Srilankanern säen.” Er fügte hinzu: „Wir alle müssen dies erkennen und demgemäß handeln.“

Leitartikel – übersetzt aus dem indischen Tageszeitung „The Hindu“  vom 18.10.2008

Die globale Finanzkrise hat einen neuen Begriff hervorgebracht, der schnell den Status eines Klischees bekommt: “Bürgschaftspaket“. Jetzt gibt es Versuche – international und in Tamil Nadu – ein Bürgschaftspaket für die Befreiungstiger von Tamil Eelam anzufertigen. Welche Art politisches Tier ist die LTTE? Die Antwort erfolgt geradeheraus. Es ist eine gefürchtete terroristische Organisation, welche das FBI beschreibt als „unter den gefährlichsten und tödlichsten extremistischen Gruppen in der Welt“. Diese Organisation behauptet, sie wäre die einzige Vertretungsmacht von Sri Lankas Tamilen, und sie verfolge das sezessionistische Ziel von „Tamil Eelam“ auf einem Weg ohne Kompromisse. Wie ist die gegenwärtige Situation? Trotz all ihres Erfolgs darin, im Laufe der Zeit Kampfkräfte mit niederer Intensität aufgebaut zu haben (was die extremistischen und terroristischen Organisationen in der ganzen Welt beneiden), hat die LTTE einen militärischen Schlag erlitten wie nie zuvor. Jede glaubwürdige unabhängige Einschätzung weist darauf hin, dass sie sich einer Krise der mangelhaften Infrastruktur, der abnehmenden Kampfstärke und Moral gegenübersieht, und dass sie sich selbst ein tiefes Loch in den abbröckelnden Festungen in den Distrikten von Mullaithivu und Killinochchi im Hauptland des Nordens gegraben hat.

Die terroristischen Verbrechen und Grausamkeiten von Velupillai Prabakarans Organisation sind zu bekannt, als dass sie man sie hier im Detail aufführen müsste. Es genüge zu erwähnten, dass ihr extremistischer Charakter durch die Tatsache ausgedrückt wird, dass sie außergerichtlich jeden würdigen Vorschlag, den tamilischen Regionen innerhalb eines vereinten Sri Lankas zu übertragen, abgelehnt hat. Nach der Ermordung von Rajiv Gandhi auf indischem Boden durch eine Gruppe der LTTE im Mai 1991 wurde Indien das erste Land, welches die LTTE als eine terroristische Organisation verbot. Der Leiter der LTTE Prabhakaran ist weiterhin der Verdächtige Nummer Eins im Rajiv Mordfall. Nach dem indischen Verbot haben fast 30 Länder – einschließlich der Vereinigten Staaten, Großbritannien, Malaysia, die Europäische Union, Kanada und Australien – die LTTE verboten oder als terroristische Organisation eingestuft.

Seit mehreren Jahren jetzt sind einige kleine politische am Rand stehende Parteien und Gruppen in Tamil Nadu in wirkungslose chauvinistische Propaganda und Aktivitäten verwickelt, welche es der LTTE erlauben, in Indien ein politisches Comeback zu unternehmen. Sie haben kein politisches Machtmittel, aus dem einfachen Grund, weil die überwältigende Mehrheit des Volkes von Tamil Nadu (etwa 95 %) keine Neuauflaufe der sezessionistischen Kampagnen und gewalttätigen Aktivitäten der Tamil Tiger in einem von Indiens friedlichsten Staaten will. Jetzt fanden sich einige Hauptparteien, welche keine Liebe für die LTTE hegen, dabei, einen scharfen Standpunkt zur srilankanischen Tamilenfrage einzunehmen. In sechs Resolutionen, die bei einem kürzlichen Allparteientreffen unter dem Vorsitz von Tamil Nadus Hauptminister M. Karunanidhi angenommen wurden, gaben sie „ethnischen Genozid“ vor und gaben ein Ultimatum an die Zentralregierung heraus, humanitäre Hilfe für die Tamilen (durch internationale Organisationen wie das Rote Kreuz) zu leisten, der srilankanischen Regierung keine militärische Unterstützung mehr zu gewähren und innerhalb von zwei Wochen einen Waffenstillstand herbeizuführen. Sie sagten, dass sonst alle Tamil Nadu Parlamentsmitglieder zurücktreten würden und damit wahrscheinlich die Regierung der Vereinigten Fortschrittlichen Allianz in den Abgrund reißen würde.

Das offizielle und politische Indien muss eine ernsthafte Falle hinsichtlich eines Plans vermeiden. Sie darf nicht die politisch-militärische Krise der LTTE mit einer existentiellen Krise der srilankanischen Tamilen verwechseln. Für die politischen Parteien in Tamil Nadu, welche sich deswegen sorgen und sich exponieren, um zu einer Lösung zu kommen, wäre die von dem militärischen Konflikt in Wanni geschaffene humanitäre Krise die gerechte und angemessene Antwort. Es wäre auch konsistent mit dem langen Vorstoß der indischen Politik in Sri Lankas ethnischen Konflikt.

Die humanitäre Krise im Wanni wird bestimmt durch die Notlage von geschätzten 230.000 verschleppten Leute und einer großen Anzahl von Zivilisten, die von den kürzlichen Schlachten betroffen sind. Es ist eine größere Herausforderung, ihnen Nahrung, Arznei, Benzin und andere wesentlichen Güter in die Zone des Konflikts von geringerer Intensität zu reichen. Präsident Mahinda Rajapaksa hat auf die humanitären Sorgen in Sri Lanka, international und in der diplomatischen Note Indiens vom 6. Oktober geantwortet. In der Antwort hat er versprochen, die praktischen Hindernisse zu bewältigen, und er hat in einem Telefoninterview mit The Hindu seine Versicherung wiederholt, dass „all die Not, welcher sich unsere Brüder und Schwestern im Norden zeitweilig gegenübersehen, in Kürze beendet sein wird.“ Das Militär hat die LTTE beschuldigt, die Zivilisten als „menschliche Schutzschilde“ zu benutzen.

Am 1. September hat die srilankanische Regierung einen “humanitären Korridor” vorgeschlagen, um den in den Kampfzonen gefangenen Zivilisten zu ermöglichen, von den von den Tigern gehaltenen Gebieten zu fliehen. Mit dem Konflikt zusammenhängende Probleme sind bei der Koordinierung der Hilfsmaßnahmen mit Organisationen der Vereinten Nationen und internationalen NGOs entstanden. Die UN hat kürzlich angekündigt, dass ein größerer Welt-Nahrungsprogramm-Konvoy, der 750 Tonnen Nahrung bringt und versuchte, ins Wanni zu fahren, „gezwungen war, wegen der Kämpfe umzukehren“ und dass man bald „erneuerte Sicherheitsversicherungen von den beiden Seiten anfordern würde, bevor man noch einmal die Route versucht“. Dies ist die Art von humanitärer Situation, wo Indiens entwickelten logistischen Fähigkeiten, kombiniert mit wesentlichen brüderlichen Beiträgen von Nahrung, Arznei und Benzin, einen wirklichen Unterschied ausmachen können. So wurde es sehr deutlich in Sri Lanka in der Nachfolge des Tsunami von 2004 demonstriert. Die Regierung von Tamil Nadu und die politischen Parteien können einen beträchtlichen Beitrag für solch ein rechtzeitig einsetzendes humanitäres Projekt leisten. Es ist selbstverständlich, dass Indiens Hilfe für die Tamilen über die Regierung von Sri Lanka laufen muss und dass es außerdem mit der UN und verlässlichen internationalen NGOs koordiniert werden muss

Leitartikel – übersetzt aus der indische Webseitung Expressbizz.com am 21.Okt.2008

Seit der Ermordung von Lakshman Kadirgamar, dem bedeutenden srilankischen Außenminister unter Präsident Chandrika Kumaratunga, 2004 bin ich nicht mehr in Sri Lanka gewesen. Ich habe jedoch die Entwicklungen in der tobenden, lärmenden, nicht endenden ethnischen Tragödie um diesen bezaubernden Inselstaat verfolgt.

Seit Juli 1983 lebt das Volk von Sri Lanka in andauernder Sorge. Kollegen und Freunde wurden von der

K. Natwar Singh

K. Natwar Singh

gnadenlosesten terroristischen Einheit in der LTTE, den Black Tigers von Tamil Eelam, brutal ermordet. Gamini Dissanayake war sowohl ein Kamerad als auch ein Freund. 1992 habe ich an der Feier seines 50. Geburtstages in Colombo teilgenommen. Zwei Jahre später kandidierte er um das Präsidentenamt und wurde während der Wahlkampagne von der LTTE getötet.

Das bekannteste Opfer war der äußerst charismatische und großzügige Rajiv Gandhi, Premierminister Indiens. Wenn ich auf den sich andauernd verlängernden und schwindenden Lebensweg zurückblicke, dann kommen in der Erinnerung immer wieder die melancholischen und katastrophalen Szenen der sich entfaltenden Tragödie seiner direkten, aber ungewollten Beteiligung an dem ethnischen Konflikt von Sri Lanka hoch. Sein Versagen der Urteilskraft hat unweigerlich zu seinem Märtyrertum geführt.

Wir in Indien haben ein unvermeidliches und unlösbares diplomatisches Dilemma in Hinblick auf Sri Lanka. Handeln oder nicht handeln. Du wirst verurteilt, wenn du es tust. Du wirst verurteilt, wenn du es nicht tust. Es gibt nicht zwei, sondern drei Parteien, die an der srilankanischen ethnischen Schlangengrube beteiligt sind. Die Singhalesen, die Tamilen im Norden und Osten der Insel und der indische Staat von Tamil Nadu.

Nach unserer bitteren und erfolglosen Intervention in Sri Lanka zwischen 1987 und 1990 haben wir einige Lektionen gelernt. Keine zweite IPKF (Indische Friedentruppen). So weit, so gut. Im Moment ist die LTTE auf der Flucht und dies verursacht und schafft für die Regierung von Tamil Nadu – mit deren Unterstützung die UPA Regierung überlebt – eine ernste politische Situation.

Über zweihunderttausend Menschen, fast alle von ihnen Tamilen, wurden verschleppt. Ihre Notlage kann nicht einfach weggewünscht werden. Der Premierminister Manmohan Singh, der Außenminister Pranab Mukherjee und der Auswärtige Sekretär Shiv Sankar Menon haben der srilankanischen Regierung Indiens legitime Sorgen übermittelt, sowohl in Neu Delhi als auch in Colombo

Im Moment ist das Problem ein humanitäres.

Wie bekommen Indien und die UN humanitäre Bedarfsgüter zu diesen verschleppten Leuten, welche Nahrung, Arznei und Benzin brauchen? Das humanitäre Hilfsprogramm wurde sorgfältig koordiniert und ohne Verzögerung in Gang gesetzt. Doch ein Wort der Warnung. Unsere humanitäre Hilfe muss durch die Regierung von Sri Lanka übermittelt werden und nicht einseitig, wie im Juni 1987, als wir die srilankanischen Gewässer und deren Luftraum verletzten.

Der srilankanische Präsident Mahinda Rajapaksa wird einen Sonder-Botschafter nach Neu Delhi schicken, um die gegenwärtigen Sorgen und Krisen zu diskutieren.

Zur gleichen Zeit sollte die UPA Regierung die Oppositionsparteien ohne Verzögerung ins Vertrauen ziehen.

Beide Regierungen haben empfehlenswerte Zurückhaltung gezeigt und auch die UN hofft, dass ihr zweiter Versuch, humanitäre Hilfe zu schicken, mit Erlaubnis durch den Norden fahren kann, hinter das Konfliktgebiet. Die UN schickt 750 Tonnen Nahrung in 50 Lastwagen.

Aber das benähmen der LTTE und ihre Anführer Velupillai Prabhakaran ist wohl bekannt.

Jungen und Mädchen, die zwischen 11 und 19 Jahren sind, werden instruiert, Zyankali-Kapseln zu schlucken, um der Gefangennahme zu entgehen. Prabhakaran selbst hat den Bürgermeister von Jaffna erschossen, als er 14 Jahre alt war. Der verstorbene JN Dixit hat in seinem fesselnden Buch Posten in Colombo lang und breit über Prabhakaran geschrieben, welcher Dixit nicht ein-, oder zwei-, sondern dreimal im Stich ließ. Ich selbst habe mich auch mit dem selbsternannten LTTE Führer getroffen.

Er ist keine Person, in dessen Anwesenheit man sich angenehm fühlen kann.

Er möchte Eelam – Unabhängigkeit für den Norden und Osten der Insel. Wir haben ihm damals in sehr klaren Worten gesagt, dass er Eelam vergessen soll.

Indien wird auf keinen Fall eine Sitation in Sri Lanka erlauben, die der von Zypern gleicht. Er kann mit seinem Fassungsvermögen zufrieden sein und weiter mit seinen gefährlichen und tödlichen Illusionen zu leben.

Er hat seinen Eelam-Traum nicht aufgegeben. Er glaubt, dass das Nördliche und Östliche Sri Lanka eine Erweiterung von Tamil Nadu ist. Dafür bekommt er Unterstützung von mächtigen Stellen. Er leitet seine Truppe mit eiserner Hand. Fanatiker sind nicht leicht zu überzeugen oder zu kontrollieren.

Mehr als 30 Länder haben die LTTE zu einer terroristischen Organisation erklärt. Und dennoch ist die LTTE seit 1983 nicht knapp an Vorrat oder an Waffen. Die Quellen, aus denen sie dieses bekommt, sind bekannt. Die internationale Gemeinschaft muss sie aufspüren und sie außer Kraft setzen. Gäbe es den ethnischen Konflikt nicht, hätte Sri Lanka ein Wachstum von über 10 Prozent. Eine Rückkehr zur Normalität ist in nächster Zeit nicht zu erwarten. Die Straße ist voller Minenfallen und politischer Kurzschlüsse. Wir sind in der besten Position, um zu helfen, vorausgesetzt, die UPA hat eine indische Sri Lanka Politik und nicht eine Tamil Nadu Sri Lanka Politik.

Karananidhi ist unser respektierter älterer Staatsmann mit einem großzügigen Herzen und mitleidigen Instinkten. Indien braucht seine Hilfe und Unterstützung an diesem Kreuzungspunkt. Das 21. Jahrhundert hat nicht gerade einfach begonnen. Das mächtigste und reichste Land in der Welt ist in einem Schockzustand. Die Herren McCain und Obama beschimpfen sich gegenseitig, was die Sorge um Sri Lanka betrifft. Kleine, sich entwickelnde Länder sind im allgemeinen auf der Seite der Empfangenden.

So bewegt sich die Welt.

Der Fahrplan der Menschheit ist nicht immer in den Händen von Menschen, weil die Ereignisse einen eigenen Schwung bekommen. Aber Staatsmänner können in gewissem Ausmaß die Tagesordnung der Menschheit schreiben. Das ist der leichte Teil. Die beschwerlichere Aufgabe ist es, sie zu erfüllen.

Es ist wichtig, sich der Geschichte bewusst zu sein, aber die Führer müssen nicht daran gefesselt sein. Staatsmänner müssen nicht schuldig sein, den Nachruf der Geschichte zu schreiben.

Die Wahlen in Rajasthan, Madhya Pradesh, Delhi, Chhattisgarh, Jammu und Kashmir und Mozoram werden in den nächsten sechs Wochen abgehalten. Die Bahujan Samaj Partei hat schon die Verteilung der Kandidatenliste in vier Staaten vervollständigt. Die Kongresspartei ist in fünf Staaten in keiner guten Verfassung. Die Bahajun Samaj Partei könnte große Versammlungen in Rajasthan, Madhya Pradesh und Chhattisgarh sicherstellen.

In Madhya Pradesh scheint es ein Übermaß an Kongressführern zu geben und in Rajasthan wird der Parteigeist im Kongress mit jedem Tag hässlicher. Die Bahujan Samaj Partei gewinnt an Grund. Die Bharatiya Janata Partei vermisst Atal Bihari Vajpayee sehr.

Advani ist mehr als begierig, Premierminister zu werden. Er muss aber noch mehrere Hürden nehmen, bevor er dahin gelangt. Das Auftauchen einer dritten Macht, die von der Bahujan Samaj Partei angeführt wird, ist eine ausgeprägte Möglichkeit.

Diese Wahlen sind eine Übung für die Lok Sabha Wahlen, die es im Frühjahr 2009 geben wird. Der Kongress wird mit dem Nuklearabkommen herumspielen müssen, aber der durchschnittliche Wähler sorgt sich mehr um Terrorismus, den Anstieg der Preise, das Gesetz, die öffentliche Ordnung und die Arbeitslosigkeit.

Die UPA hat vier und ein halbes Jahr mit dem Mantra vom  9 %-Wachstum verschwendet, aber jetzt sieht es so aus, als wäre sie an den Rändern ausgefranst, und die älteren Führer der Partei haben solche Angst vor ihrer Führerin, dass die Realität vor ihr versteckt wird. Die Massen kommen zu den Treffen der Führerin, aber sie werden anderes wählen.

Uns stehen aufregende Zeiten bevor!

***

Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion: K. Natwar Singh ist ehemaliger Außenminister Indiens. 

Übersetzt aus dem englischen Tageszeitung „The Harald Tribune“ 21.10.2008

Regierungstruppen haben ein strategisch wichtiges Dorf von den separatistischen tamilischen Rebellen nach einer zweimonatigen Schlacht erobert. Dabei haben sie eine Nachschub-Route durchtrennt und sind einen weiteren Schritt näher gekommen, die de fakto-Hauptstadt der Militanten im Norden von Sri Lanka einzunehmen. Dies sagte ein Sprecher des srilankischen Militär.

Die Regierungstruppen haben an den nördlichen Fronten in den letzten Monaten einen dramatischen Fortschritt gemacht. Sie haben eine Reihe von Basislagern der Rebellen und Landstücke erobert, aber die Rebellen haben viel Widerstand geleistet, während sich die Regierungstruppen immer mehr Kilinochchi näherten.

Die Schlacht um das Dorf Vannerikulam, ungefähr 15 Meilen (25 Kilometer) westlich der Rebellenhauptstadt, war besonders schwierig, weil die Rebellen einen sechs Meilen (10 Kilometer) langen Hügel aus Erde errichtet hatten, von dem aus sie einen klaren Blick auf das umgebende Gebiet hatten. Dies sagte am Montag ein Militärsprecher in einer Bekanntgabe. Die Soldaten haben den Hügel eingenommen, so hieß es weiter, ohne dass nähere Einzelheiten genannt wurden

Lakshman Hulugalla, Sprecher der für das Sicherheitsinformations-Zentrum der Regierung verantwortlich ist, sagte, dass die Truppen eine Nachschubroute der Rebellen in Schlüsselstellung abgeschnitten haben. Er sagt, dass dies das Vorrücken des Militärs nach Killinochchi erleichtern würde. In Killinochchi ist seit zehn Jahren das Hauptquartier der Rebellen untergebracht. Eine andere Gruppe von Soldaten, die aus einer anderen Richtung vorrücke, sei nur eine Meile (weniger als 2 Kilometer) von der Stadtgrenze von Killinochchi entfernt. Dies sind die Angaben des Militärs.

Der Militär-Analytiker Susantha Seneviratne, ein pensionierter Colonel, sagte, dass das Einnehmen von Vannerikulam bei der Truppen-Entfaltung für eine längere Offensive hilfreich sein könnte, aber es garantiere keinen leichten Weg nach Killinochchi. Seneviratne sagte: „Es wird nicht leicht sein,“ und er fügte hinzu, dass der Erfolg des Militärs von der schnellen Reaktion auf die Bewegungen der Rebellen abhängt. „Täglich ändert sich die Situation.“

Das Militär hat keine Details über Verluste aus dieser Schlacht bekanntgegeben, und es war nicht möglich, Sprecher der Rebellen zu kontaktieren, damit sie kommentieren, weil die Kommunikationslinien in das Rebellengebiet durchtrennt wurden.

Leitartikel, übersetzt aus dem Sri Lanka Guardian vom 22.Okt.2008

Es ist nun offenkundig, dass die letzte bleibende Waffe der Tiger Giftgas ist – und natürlich die Politiker von Tamil Nadu. Niemand und nichts davon scheint eine strategische Wirkung gehabt zu haben. Sie konnten nicht das Voranschreiten der Streitkräfte verhindern, obwohl sie das vielleicht für eine Weile verlangsamen konnten. Berichte zeigen, dass die Streitkräfte – auch auf Giftgas – gut vorbereitet sind.“

Menschenrechtsaktivisten stimmen allgemein darin überein, dass Velupillai Prabhakaran ein noch nie dagewesener Menschenrechtsverbrecher ist. Eine Dokumentation der Menschenrechtsaktivisten (wie die Universitätslehrer für Menschenrechte – Jaffna (THR)) hat seine Verbrechen gegen die Menschlichkeit und

Herausgeber von Sunday und Daily Observer (1990 –1994), Präsident des Sri Lanka Journalistenverbands (1991-1993), Generalsekretär der Südasiatischen Medien-Association (1993-1994). Er ist als politischer Kommentator bei der Australischen Broadcasting Corporation tätig gewesen, sowie bei Sondersendungen zu Sri Lanka bei verschiedenen Fernseh- und Radiostationen in Australien.

H.L.D. Mahindapala

Kriegsverbrechen klar zusammengestellt und aufgelistet. Er hat – bislang straflos – das internationale Menschenrecht verletzt: a) durch das Rekrutieren von Kindern; b) durch Selbstmordattentate (ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, da es unterschiedslos Zivilisten tötet); c) durch ethnische Säuberung; d) durch das Unterhalten von Konzentrationslagern; e) durch das Festnehmen und Foltern von Zivilisten in Einzelhaft und ohne Prozess; f) durch die Tötung von politischen Dissidenten, usw. Dieser Liste hat er nun den Gebrauch von Giftgas gegen die srilankanischen Sicherheitskräftehinzugefügt, die in die Hauptstadt seines Pseudo-Staates Killinochchi vorrücken.

Der moderne Gebrauch von Giftgas geht auf die Schlacht von Ypern am 22. April 1915 im 1. Weltkrieg zurück. Die Japaner gebrauchten in ihrem Krieg gegen die Chinesen von 1937 bis 1945 Senfgas. Der schlimmste bekannte Fall ist, als die Deutschen die Juden in ihren Giftgas-Kammern vergasten. Prabhakaran ist der vorläufig Letzte in dieser langen Reihe von Verbrechern. Offensichtlich hat er für die Terroristen in anderen Teilen der Welt ein weiteres Beispiel gegeben. Wird dies für die Taliban Terroristen ein Beispiel sein, nach dem sie Giftgas gegen die US Streitkräfte in Afghanistan gebrauchen werden? Werden die in Kashmir kämpfenden indischen Streitkräfte sich jetzt ähnlichen Angriffen gegenübersehen, wenn die Terroristen weltweit die Tiger-Technologie aufnehmen?

Nach Berichten ist das von den Tigern gebrauchte Giftgas hausgemacht. Es ist eine Technologie, die leicht über die Grenzen zu bringen ist. Die indischen Behörden sind sich des Transportes der Tiger-Technologie zu den maoistischen und naxalitischen Terroristen, die den Subkontinent heimsuchen, sehr bewusst. Nebenbei bemerkt ist es nicht das erste Mal, dass es die Tiger gebraucht haben. Prof. Peter Chalk, der mit der Rand Korporation verbunden ist, war der erste, der verkündet hat, dass die Tiger giftige Chemikalien benutzten. Er bemerkte, dass ironischerweise das auf die Sicherheitskräfte geschleuderte Gas vom Wind zurückgeweht wurde und die Tiger mehr als die Sicherheitskräfte angriff.

Es ist nun offenkundig, dass die letzten übrigbleibenden Waffen der Tiger, Giftgas und natürlich Tamil Nadus Politiker sind. Niemand und nichts davon scheint eine strategische Wirkung gehabt zu haben, indem es das Vorrücken der Streitkräfte unterbinden konnte, obwohl es vielleicht für eine Weile das Vorrücken verlangsamt hat. Berichte zeigen, dass die Streitkräfte – auch auf Giftgas – gut vorbereitet sind.

Es ist nicht überraschend, dass die Wachhunde der vom Ausland gesponsorten NGO-Gelehrten in Sri Lanka entschieden haben, Prabhakarans Gebrauch von Giftgas einfach nicht wahrzunehmen, obwohl sie nie eine Gelegenheit auslassen, über die srilankanische Regierung der Verletzung von Menschenrechten zu klagen. Der illegale Gebrauch von Giftgas, der von der internationalen Gemeinschaft in verschiedenen internationalen Erklärungen und Abkommen verboten wurde, muss zur Verletzungen von Menschenrechten führen. Aber Prabhakaran wird weiterhin straflos davonkommen, weil die lokalen Meister der Menschenrechte es augenzwinkernd einfach nicht zur Kenntnis nehmen.

Wie die UTHR feststellte, haben die NGOs in Colombo sich gegenüber den Menschenrechtsverletzungen von Prabhakaran und seinen kriminellen Banden äußerst leisetreterisch verhalten. Ihre politische Tagesordnung besteht darin, die Verletzungen durch die Tamil Tiger herunterzuspielen oder als Notwehr abzutun und stattdessen die srilankanische Regierung ins Visier zu nehmen. Dieser doppelte Maßstab zeigt sich wieder im Fall der Geier, welche Giftgas auf die srilankanischen Sicherheitskräfte werfen. Bis jetzt wurde nicht ein Wort dazu von den diesen Meistern der Menschenrechte geäußert. Mit ihrem Schweigen unterstützen sie den Gebrauch von chemischen Waffen geradezu.

Auch das Schweigen der internationalen Gemeinschaft (einschließlich Indiens) ist erschreckend. Gewöhnlich weigert sich der Westen, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Kenntnis zu nehmen, bis es ihn selbst betrifft. Er hat sich geweigert, etwas gegen Hitlers Gaskammern zu tun, bis es zu spät war. Er hat sich geweigert, im Fall von Saddam Hussein einzuschreiten, der ein Genozid beging, indem er ganze kurdische Dörfer vergaste. In der Tat haben sich die Vereinigten Staaten geweigert, eine UN Resolution gegen Saddam Hussein wegen des Begehens eines Genozids zu unterschreiben, weil Saddam Hussein für sie gegen den Iran kämpfte. Die USA haben sich nie gegen den Iran gewendet – bis Saddam in Kuwait einmarschierte.

In Anbetracht der Größe der Verbrechen, die Prabhakaran begangen hat, sollte er bei einem nur für diesen Fall zuständigen internationalen Gerichtshof angeklagt werden. Der Gerichtshof sollte ihn wegen der Verletzungen gegen sein eigenes tamilisches Volk verurteilen, ganz zu schweigen von den Genozid-Angriffen seiner Terrortruppen gegen die Moslems und Singhalesen. Statt dessen sprechen Sri Lankas Mickey Maus-Moralisten bei den NGOs von „der humanitären Krise im Wanni“. Sie übertreiben die Zahlen der IDPs, den Mangel an Lebensnotwendigem, das Öffnen von Korridoren für die gefangenen Tamilen, um aus dem Wanni zu gelangen, usw. Diese Streitpunkte werden von den Schreiberlingen der NGO hergezaubert, um die Beziehungen zwischen Indien und Sri Lanka zu vergiften.

Die NGOs werfen die Streitfrage der verschleppten Tamilen auf, ohne sich auf die schweren Verbrechen der Tamil Tiger zu beziehen, die ihr eigenes Volk als menschliche Schutzschilde gebraucht. Berichte weisen darauf hin, dass der Zustrom von Flüchtlingen beträchtlich abgenommen hat. Früher hatten die Tiger den Tamilen erlaubt, nach Tamil Nadu zu gehen, um Druck auf die indische Regierung auszuüben, wegen humanitärer Gründe gegen die srilankanische Regierung zu handeln. Jetzt haben sie die Taktik geändert, weil die Tiger nicht einem einzigen Tamilen erlauben kann, ihren Fängen zu entkommen.

Sie brauchen die Tamilen bei sich aus drei Gründen:

1) je weniger an Bevölkerung, je geringer ist die Legitimität der Tamilen. Sie können dann nicht mehr beanspruchen, die einzige Repräsentative des tamilischen Volkes zu sein;

2) je mehr Tamilen, desto größer sind die Chancen, die Tamilen zu zwingen, ihr menschliches Schutzschild zu sein, und die srilankanische Regierung anzuklagen, die Menschenrechte zu verletzen; und

3) je größer die tamilische Bevölkerung, desto größer ist die Möglichkeit, aus den Reihen der Teenager Rekruten zu holen, um die Kader aufzufüllen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist es klar, dass die Tiger die Tamilen brauchen und nicht umgekehrt.

Angesichts dieser kritischen Situation ist das Werfen von Giftgas ein verzweifelter Schachzug der Tamilen, um das Vorrücken zu verzögern. Sie hoffen, dass sie Indien retten wird. Die Tiger hoffen, etwas Zeit zu gewinnen, damit die Inder hereinkommen, obwohl sich die Analytiker darin einig sind, dass Indien nicht ein zweites Mal denselben Fehler begehen wird. Die letzte bleibende Hoffnung der Tiger ist es, am Schwanz von Tamil Nadu zu ziehen, damit sich Tamil Nadu auf Delhi stürzt. Aber weder Delhi noch der Rest von Indien sind deswegen erregt.

Obwohl die Frage der Rettung von Prabhakaran (die fälschlicherweise als Rettung der Tamilen erscheint) von der tamilischen politischen Klasse aufgerührt ist, ist es kaum eine Streitfrage außerhalb Tamil Nadu. Der Tamil Nadu-Führer Karunanidhi mildert gerade seine frühere Drohung die Kongress-Regierung im Zentrum in den Abgrund zu stürzen, weil er auf die Kongress-Stimmen in Tamil Nadu angewiesen ist. Es ist ein „wie du mir, so ich dir“-Spiel, das beide Parteien spielen können.

So, wie die Dinge jetzt stehen, würde der steigende Druck auf Indien beträchtlich nachlassen, wenn die srilankanischen Streitkräfte Killinochchi schnell einnehmen könnten und weiterziehen könnten, um Säuberungsaktionen ausführen zu können. Der Fall von Killinochchi ist nur noch eine Angelegenheit von kurzer Zeit. Sicher ist er drin. Sicher wird es nicht Stalingrad werden, wie es einige indische Gelehrte geradezu hoffen. In der Zwischenzeit wäre es das Beste für Indien, wenn es sich als „betroffen“ äußern würde, aber außen vor bleiben würde, ohne sich seine Hände in Sri Lanka schmutzig zu machen.

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Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion: H.L.D. Mahindapala war Herausgeber von Sunday und Daily Observer (1990 –1994), Präsident des Sri Lanka Journalistenverbands (1991-1993), Generalsekretär der Südasiatischen Medien-Association (1993-1994). Er ist als politischer Kommentator bei der Australischen Broadcasting Corporation tätig gewesen, sowie – immer noch – als Beobachter bei Sondersendungen zu Sri Lanka bei verschiedenen Fernseh- und Radiostationen in Australien.

Leitartikel, übersetzt aus dem Business Standard, Indien vom 22.10. 2008

Es wäre auf indischer Seite ein Fehler, in Sri Lankas inneren Kampf verwickelt zu werden, obwohl die heimischen politischen Zwänge der Regierung, irgendeine Aktion zu zeigen, stark sind. Die ethnischen Sympathien in Tamil Nadu neigen sich zu Gunsten jener, welche für ein tamilischen „Heimatland“ jenseits der Palk Meerstraße kämpfen, und die Dravida Munnetra Kazhagam (DMK) hat die Gelegenheit ergriffen, einige besondere Punkte zu gewinnen, indem sie auf die Zentralregierung Druck ausüben, sich einzumischen.

Der Minister des Staates Tamil Nadu drängt den indischen Ministerpräsidenten dazu, sich für die LTTE zu engagieren

Der Ministerpräsident des Staates Tamil Nadu drängt den indischen Ministerpräsidenten dazu, sich für die LTTE zu engagieren

Da die DMK und ihre Partner im Staat die wichtigsten Verbündeten des Kongresses in der Vereinigten Fortschrittlichen Allianz sind, kann es sich die Regierung kaum leisten, die Drohung der Massenabdankung der Parlamentsmitglieder der DMK zu ignorieren – obwohl dies in der Tat als ein typischer Fall von Politik des äußersten Risikos interpretiert werden könnte, mit der Drohung als Ersatz für eine wirkliche Tat. Was auch immer der Fall ist, die zwei Leiter der Regierung haben sich telefonisch verständigt. Indien hat seine Betroffenheit über das Schicksal der Zivilisten in dem Konfliktgebiet ausgedrückt, und nun soll der Außenminister Colombo bald besuchen.

Es besteht Hoffnung, dass dies auf wenig mehr als auf ein diplomatisches Arrangieren hinausläuft, um die DMK zufrieden zu stellen, denn es ist bei weitem nicht klar, ob Neu Delhi in einer Position ist, in der es etwas Wesentliches tun kann. Sicher würde es nicht in den militärischen Kampf eingreifen wollen oder den Befreiungstigern von Tamil Eelam (LTTE) eine helfende Hand ausstrecken wollen, denn diese waren doch verantwortlich für die Ermordung von Rajiv Gandhi 1991 und sind in Indien eine verbotene Organisation.

Die Regierung würde auch nicht die Geschichte der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts wiederholen wollen, als Gruppen von militanten Tamilen in Chennai und anderen Teilen von Tamil Nadu Zuflucht und mehr fanden und sich ohne Erlaubnis oder Hindernis Drogen- und Waffengeschäften hingaben. Da dies so ist, kann nichts weiter getan werden, als der srilankanischen Regierung etwas Rat angeboten werden, die unschuldigen tamilischen Zivilisten im Konflikt nicht leiden zu lassen und, wenn gebraucht, humanitäre Hilfe anzubieten.

Was Neu Delhi vor allem möchte, ist ein verhandeltes Abkommen über das Problem in Sri Lanka. Aber nach der unglücklichen Erfahrung mit dem Rajiv-Jayawardene Übereinkommen, welches den besten Handel anbot, den die Tamilen der Insel haben konnten, aber vor welchem sich zuerst der Leiter der LTTE Velupillai Prabhakaran drückte und welches dann Premadasa zu Grabe trug, war Indien verständlicherweise unwillig, sich weiter in die Angelegenheiten der Insel einzumischen.

Kürzlich haben europäische Gesprächspartner es versucht, aber sie haben größtenteils versagt. Der Grund ist die Unnachgiebigkeit von LTTE-Chef Prabhakaran, welcher jeden Waffenstillstand benutzt hat, um eine neue Runde des Konfliktes vorzubereiten und welcher jedes Mal, wenn er die Gefahr spürte, den Kampf ganz zu verlieren, für einen Waffenstillstand optierte. Als Resultat hat sich die Meinung der Singhalesen verhärtet. Auch dieses Mal ist der Schrei losgegangen, die Sache der Tamilen zu retten, nun, da die srilankanische Armee die Basis der LTTE eingeschlossen hat.

Während es legitim ist, zu argumentieren, dass das, was in Sri Lanka eine unterdrückte Minderheit gewesen ist, in den von Tamilen dominierten Gebieten einen gewissen Grad an autonomer Eigenregierung braucht, sollte sich Neu Delhi zuerst darum kümmern, sicherzustellen, dass die äußerst gefährlichen Tiger Schwadronen nicht die Palk Meeresstraße überqueren und wieder eine Basis in Indien errichten, denn das würde dieses Land zurück in einen seit lange bestehenden Konflikt bringen. Man könnte wirklich mit Recht behaupten, dass ein verhandeltes Abkommen nur funktionieren kann, wenn Prabhakaran nicht länger das Schicksal der srilankanischen Tamilen kontrolliert.

Das durch die Explosion beschädigte Versorgungsschiff

Das durch die Explosion beschädigte Versorgungsschiff

Eines der zerstörten Bombenboote vor einem srilankischen Schnellboot

Zerstörtes Bombenboote vor srilankischen Schnellboot

Eines der zerstörten Boote der Selbstmordbomber

Eines der zerstörten Boote der Selbstmordbomber

 

 

 

 

 

 

 

Colombo - Ein Sprecher des Militärvermeldete heute, dass Tamil-Tiger Selbstmordattentatsboote heute morgen zwei Handelsschiffe angegriffen hätten, welche Lebensnotwendiges für Zivilisten in der Nördlichen Provinz von Sri Lanka transportieren sollten. 

Nach den militärischen Quellen wurden die Handelsschiffe „Ruhuna“ und „Nimalawa“ in der Nähe des Kankasanthurai Hafens auf der Jaffna Halbinsel früh am Morgen durch drei Selbstmordattentatsboote angegriffen.

Dem Marinesprecher Kommandant DKP Dassanayke zufolge hatten sich drei Tiger-Selbstmordattentatsboote für den Angriff auf die Handelsschiffe bereit gemacht. Die Marinesoldaten, welche für die Sicherheit an Bord der ins Visier genommenen Schiffe zuständig waren, konnten jedoch wirksam auf die sich nähernden Selbstmordattentatsboote feuern und zwei von ihnen zerstört, bevor sie die Schiffe rammen konnten. 

Eines der Tigerboote explodierte jedoch sehr nahe am Handelsschiff „Nimalawa“ und beschädigte dabei beträchtlich dessen Rumpf.

Der Sprecher und fügte hinzu, dass die Marine das dritte Selbstmordattentatsboot erfolgreich abfangen und unschädlich machen konnte.

Einige Handelsschiffe, von denen einige für srilankanische Firmen arbeiten, wurden durch die Regierung von Sri Lanka gechartert, um Waren auf die Jaffna Halbinsel zu transportieren.

Die Halbinsel ist durch einen Streifen Landes, der von den Tamil Tigern kontrolliert wird, vom Rest der Insel abgeschnitten

Was terroristische Gruppen anbelangt, hat diese Terrorgruppe eine beachtliche Bilanz vorzuweisen:

·        Perfektionierung des Einsatzes von Selbstmordattentätern

·        Erfindung des Selbstmordgürtels

·        Vorreiter beim Einsatz von Frauen für Selbstmordanschläge

·        Ermordung von rund 4000 Menschen allein in den vergangenen zwei Jahren

·        Ermordung zweier führender Weltpolitiker – die einzige Terrororganisation, die dies getan hat.

Nein, es handelt sich hierbei nicht um Al-Qaida, die Hisbollah oder die Hamas. Die Gruppe nennt sich Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) oder kurz die Tamil Tiger.

Unnötig zu sagen, die Tamil Tiger gehören zu den gefährlichsten und tödlichsten Extremisten der Welt. Seit mehr als drei Jahrzehnten hat diese Terrorgruppe eine andauernde Kampagne der Gewalt und des Blutvergießens über Sri Lanka gebracht, der Inselrepublik vor der südlichen Küste Indiens.

Das Ziel der LTTE: Der ethnischen Mehrheit der Singhalesen die Kontrolle über das Land zu entreißen und einen unabhängigen Tamilen Staat zu errichten. Auf dem Weg dahin hat die LTTE Selbstmordanschläge verübt, Politiker ermordet –  darunter in dieser Woche einen Minister der Regierung  und selbst den Präsidenten Sri Lankas –, Geiseln genommen und Straftaten aller Art zur Finanzierung ihrer Tätigkeit begangen. Der daraus resultierende Bürgerkrieg hat seit 1983 auf beiden Seiten des Konflikts allein das Leben von fast 70.000 Srilankern gekostet. 

Was geht das uns an? Sicherlich wegen der Leiden und des Blutvergießens, das die Tamil Tiger verursacht haben. Und weil ihr rücksichtsloses Vorgehen anderen terroristischen Netzwerken weltweit zur Nachahmung gedient hat, darunter auch Al-Kaida im Irak. Aber auch, weil die Organisation hier in unserem eigenen Hinterhof Versammlungsformen aufgebaut hat, die im Verborgenen  Geld eintreiben zur  Finanzierung ihrer blutigen terroristischen Kampagne im Ausland, einschließlich der Einkäufe von Waffen und Sprengstoffen.

Die US-Regierung hat die Tiger als ausländische terroristische Vereinigung eingestuft, so dass ihre Aktivitäten hier (in den USA) illegal sind. Und wir sind entschlossen, sie unter Ausnutzung des gesamten Spektrums unserer Ermittlungs- und Geheimdienstfähigkeiten zu stoppen.

So ist beispielsweise mit der Verhaftung des angeblichen U.S. Chefs der Tiger im April unserer Joint Terrorism Task Force in New York ein bedeutender Schlag gelungen. Der Verdächtige soll im Jahr 2004 in einer Kirche und in verschiedenen öffentlichen Schulen in Queens und im nördlichen New Jersey mehrere Fundraising-Veranstaltungen durchgeführt haben. Er wird auch der Vermittlung von Treffen zwischen hochrangigen Vertretern der Terrorgruppe und Anhängern in den USA beschuldigt.

Ebenso haben wir in der Region von New York City 11 weitere Personen verhaftet, die im Verdacht stehen, mit den Tamil Tigern im Verbund zu stehen. Und in Baltimore bekannten sich  im Anschluss an eine Untersuchung, an der mehrere Agenturen beteiligt gewesen waren, zwei Indonesier schuldig und wurden dafür verurteilt, in Zusammenarbeit mit anderen darauf hingearbeitet zu haben,  Boden-Luft-Raketen, moderne Schuß-Waffen, Maschinengewehre und Nachtsichtgeräte für die Tiger in Sri Lanka zu exportieren.

Sie können helfen, indem Sie mit Ihren Spenden vorsichtig sind. Wie andere Terroristen auch, haben die Tiger  durch eine Vielzahl von Organisationen Geld gesammelt, die sich oft als Wohltätigkeitsorganisationen tarnen. So wurde z. B. nach dem Tsunami 2004, der Sri Lanka und viele andere Länder verwüstete, eine beträchtliche Geldmenge für die Tiger – im Namen der Humanität – gesammelt.

Melden Sie alle verdächtigen Aktivitäten bei ihrem FBI Büro vor Ort oder anonym über diese Website:

http://www.fbi.gov/page2/jan08/tamil_tigers011008.html

Übersetzt aus der sinhalesische Tageszeitung Divaina vom 21.10.2008

Paris – Die französische Polizei hat zwei Protestkampagnen verboten, die einerseits von der Sri Lanka Assoziation in Frankreich und andererseits von der Französischen Tiger-Organisation organisiert und am 19. 10. nahe des berühmten Eiffelturms sowie der Gegend um die Bastille abgehalten werden sollten. Die Tiger-Sympathisanten haben ihre Versammlung trotz Verbots abgehalten. Sie benutzten ihre Verbindung zur Vereinigung Französischen Lehrer, um sich dahinter zu tarnen.

 

 

 

 

 

Die Sri Lanka Association hatte ursprünglich die Erlaubnis für die Versammlung bekommen, die zum Ziel hatte, darauf hinzuweisen, dass es alle Organisation in Frankreich verboten sei, Spenden für die Terror-Tiger zu sammeln, während das Französische Tiger-Netzwerk ihre Versammlung damit begründete, dass sie verlange, die Einnahme von Kilinochchi durch die srilankischen Verteidigungskräfte zu stoppen. Daraufhin wurden, um gewalttätige Zusammenstösse zu vermeiden,  beide Demonstrationen von den Behörden untersagt.

In der Zwischenzeit hat die französische Polizei damit begonnen, einen Zwischenfall zu untersuchen, bei dem einige Tiger-Unterstützer zuvor in der Nähe eines singhalesischen Geschäftes in La Chapel in die Luft geschossen hatten. Bereits vor diesem Zwischenfall wurde eine Plakatieraktion unter der Leitung des Führers der Französischen Tiger-Unterstützer, Balachandran, begonnen, mit dem kaum verhüllten Ziel, gewalttätige Zusammenstöße zwischen Singhalesen und Tamilen in Frankreich zu provozieren, wie die Polizei vermeldet.  

Übersetzung eines Artikels aus den Lanka Newspapers.com vom 20.10.2008

Die TULF hat an die Politiker in Tamil Nadu (TN) appeliert, Druck auf die LTTE auszuüben, damit diese jene tamilischen Zivilisten, die in Kilinochchi in der Falle zwischen den Fronten sitzen, freizulassen, so dass sie dahin gehen können, wohin sie wollen.

In dem Moment, in dem die LTTE ihre eisernen Tore öffne, würden die verschleppten Leute sofort flüchten und in ihre jeweiligen Heimatorte zurückkehren. Dies sagte der Präsident der TULF, V. Anandasangaree in

Dramatischer Appell von TULF-Chef V. Anadasangaree

Dramatischer Appell von TULF-Chef V. Anadasangaree

einem Brief an die Regierung von Tamil Nadu, indem an die Führer der politischen Parteien und an das Volk von Tamil Nadu appelliert wird.

Der TULF Präsident sagte, dass Tamil Nadu, wenn es irgendeine Sympathie für das tamilische Volk habe, das unter dem Joch der LTTE leidet, sonst noch irgendeine moralische Pflicht habe, dann die, sich für die Freiheit dieser Menschen einzusetzen.

In dieser Kriegssituation sollte Tamil Nadu die Leute, welche in Furcht und Anspannung in Kilinochchi leben, retten, indem es Druck auf die LTTE ausübten, das tamilische Volk, das in diesen Gebieten in der Falle sitzt, freizulassen. 

Weiter heißt es in dem Schreiben: Für die Führer in Tamil Nadu ist die Zeit gekommen, ihre Meinungsverschiedenheiten zu vergessen und sich zu vereinen, um die Tamilen zu befreien, die ihre Rechte, ihren Besitz und ihren Selbstrespekt verloren haben. Die jetzt vorrangige Aufgabe solte es sein, das unschuldige Volk zu retten, das in Kilinochchi in Falle sitzt und nicht die Möglichkeit hat, von dort zu flüchten.

In dem Schreiben heißt es weiter: „Für mehr als ein Vierteljahrhundert hat die LTTE das tamilische Volk reingelegt. Die Tamilen benötigen nun die Befreiung aus den Fängen der LTTE. Die Regierung hat schon ein großes Gebiet aus den Fängen der LTTE befreit, den Osten ganz und im Norden gut über 75 %. Jetzt ist nur noch ein kleines Gebiet übrig.“

„In diesem Gebiet wurden alle verschleppten Leute aus Manar Mullaitivu, Kilinochchi und Vavuniya gebracht. Die LTTE hat sie unter Zwang dorthin gebracht, um sich selbst zu schützen. Sie benutzen sie nun als menschlichen Schutzschilde.“

Sangaree schreibt in seinem Brief weiter, dass er angesichts der Terminologie, mit der die Situation in Sri Lanka beschrieben wird, schockiert war. Im Brief steht, dass die Beschuldigung der LTTE, die Regierung von Sri Lanka würde einen Genozid unternehmen, eine große Farce ist.

Mehr als 50 % des tamilischen Volkes leben jetzt unter Singhalesen und Moslems. Die meisten von ihnen sind aus den von der LTTE kontrollierten Gebieten geflohen. Die wiederholten Versuche der LTTE, Reserven in den singhalesischen Gebieten zu provozieren, sind fehlgeschlagen.

„Alle ihre Angriffe mit Claymore-Minen in den singhalesischen Gebieten, bei denen das Dienstpersonal und Zivilisten ins Visier genommen wurden, um Aufstände in den Gemeinden zu provozieren, sind fehlgeschlagen. Es gibt kaum einen solchen Zwischenfall, der ohne ein paar Zivilopfer ausgeht. Es hat keinen Versuch als solchen gegeben, irgendjemanden mit Bedacht – also militärisch – zu vernichten.“ Einige ungewollte Todesfälle habe es in der Kriegszone stattgefunden, aber diese könnten nicht als Genozid klassifiziert werden.

„Der Streit im Land findet nicht zwischen irgendwelchen ethnischen Gruppen statt. Er betrifft nur die Rechte und Privilegien, die eine Person hat, und dies kann am Verhandlungstisch geklärt werden. Wenn die LTTE ihre Forderung nach Trennung aufgibt und zustimmt, ihre Waffen niederzulegen, dann werden wir ihr helfen, eine wichtige Rolle bei den Verhandlungen zu spielen“, so Anandasangaree weiter.

„Jeder in Indien, Sri Lanka und sogar in vielen Teilen der Welt weiß sehr wohl, dass es eine unmögliche Aufgabe ist, einen eigenen Eelam Staat zu schaffen. Die indische Regierung ist vehement dagegen und auch die internationale Gemeinschaft.“

„Die einzige Wahlmöglichkeit ist, eine föderale Lösung zu propagieren. Diese enthält die einzige Alternative, das indische Modell anzunehmen, um die verschiedenen Regionen in Sri Lanka zu befähigen, Macht auszuüben, welche der Macht gleichkommt, die gegenwärtig die verschiedenen Staaten in Indien – einschließlich Tamil Nadu – genießen. Wir schätzen den kühnen Standpunkt von Dr. Selvi Jeyalalitha Jeyaram, der die LTTE als eine terroristische Organisation behandelt, und auch, weil er in allen anderen Angelegenheiten, welche die gegenwärtige Notlage von Sri Lankas Tamilen erleichtern könnten, seine volle Unterstützung verspricht.“

„Es ist meine offene Meinung, dass einige Politiker und viele Leute in Tamil Nadu über mehrere Jahren hinweg in die Irre geführt worden sind. Der Grund dafür waren die übertriebenen, falsche und gefälschten Geschichten, welche von einigen interessierten Parteien willkürlich verbreitet worden waren, um der LTTE Auftrieb zu geben.“

„Aber es gibt sehr hervorragenden Führer in Tamil Nadu, welche eine vernünftige und akzeptable Lösung für das ethnische Problem in einem Vereinten Sri Lanka empfehlen können. Unglücklicherweise wurden diese Quellen nicht richtig angezapft. Der Grund dafür ist der unnachgiebige Standpunkt der LTTE, welche andauernd eine Trennung verlangt.“

„Ich appelliere an verschiedene Entscheidungsträger – wie z.B. den Generalsekretär der Vereinten Nationen, Regierungschefs verschiedener Staaten, Botschafter von diplomatischen Missionen, die Oberhaupte von verschiedenen Religionen zu intervenieren und zu helfen, das tamilische Volk, welche seit vielen Jahren von der LTTE unter dem Joch in den von ihr kontrollierten Gebieten gehalten wird, zu befreien!“

„Diese Leute haben keine demokratischen oder Menschenrechte. Ihre Menschenrechte wurden auf unvorstellbare Weise verletzt. Das Rekrutieren in die Reihen der LTTE unter Zwang geht ohne nachzulassen weiter. Die LTTE verschont nicht einmal ältere Menschen von einer Art von militärischem Drill.“

„Bei vielen der entführten Leute weiß man nicht, wo sie sich befinden. Die LTTE hat Folterlager und Dunkelraum-Kammern und benutzt Foltermethoden, von denen man in irgendeiner zivilisierten Gesellschaft noch nicht gehört hat.“

„Die Welt außerhalb weiß nicht, was in den von der LTTE gehaltenen Gebieten geschieht. Diese Gebiete sind allgemein bekannt als Eiserner-Vorhang-Gebiet. Ich hoffe, dass die TNA Mitglieder des Parlaments, die jetzt in Tamil Nadu sind, an Demonstrationen teilhaben, und dass Sathyagrahas diese meine Anklage bestätigen und auch meine Forderung, dass das tamilische Volk, welches unter dem Joch der LTTE ist, von der LTTE befreit werden soll, unterstützen wird.“

„Hetzreden in Tamil Nadu von srilankanischen Parlamentsmitgliedern der Tamilischen Nationalen Allianz sollten verboten werden. Wenn man diese nämlich erlaubt, verursacht dies den srilankanischen Tamilen, von denen mehr als die Hälfte in Harmonie im Süden mit den Singhalesen und den Muslimen leben, große Verlegenheit.“

„Die TNA Parlamentsmitglieder, welche betrügerischerweise mit der Waffengewalt der LTTE gewählt wurden, handeln nur als Stellvertreter der LTTE und nicht als gewählte Repräsentanten des tamilischen Volkes.“

„Die Anzahl von tamilischen Politikern, Akademikern, Schulleitern, Geschäftsleuten, Exmitgliedern von anderen Gruppen, welche die LTTE getötet hat, beläuft sich auf mehrere tausend. Um einen Vergleich zu bringen: Nicht eine einzige Person, die unter diese Kategorie fällt, wurde in der langen Konfliktperiode von irgendeinem Singhalesen getötet.“

„Das Ereignis von Schwarzen Juli 1983 war vielleicht der letzte kommunale Aufstand, dem sich das Land gegenübersah. Auch dafür war die LTTE verantwortlich, indem sie den Tod von 13 singhalesischen Soldaten verursacht hatte. Sogar bei diesem Zwischenfall waren es die Ganoven, die in Ermordungen und Brandstiftung verwickelt waren. Die singhalesischen Zivilisten waren verantwortlich für die Rettung von Hunderttausenden von Tamilen, die unter ihnen lebten.“

„Die Tamilen in Sri Lanka erinnern sich mit Dankbarkeit an die großen Dienste, die der tamilischen Sache von Leuten wie der verstorbenen Indira Gandhi, dem verstorbenen Rajiv Gandhi und anderen geleistet wurden. Wir sind auch den beiden großen tamilischen Führern von Tamil Nadu dankbar, dem verstorbenen Dr. M.G. Ramachandran sowie R. Kalignar Karunanidhi.“

„Wir schätzen auch den kühnen Standpunkt, den Dr. Selvi Jeyalalitha Jeyaram einnimmt – indem er nämlich die LTTE als eine terroristische Organisation behandelt und auch seine volle Unterstützung in allen anderen Angelegenheiten, die die gegenwärtige Notlage der srilankanischen Tamilen erleichtern könnten, anbietet.“

Übersetzt aus der IFJ Webseite 17.10.08

Coimbatore/Erode – Die Internationale Föderation der Journalisten (IFJ) ist beunruhigt, nachdem sie von einem Versuch politischer Aktivisten Kenntnis genommen hat, das Büro der Zeitung The Hindu in der Stadt Coimbatore im südlichen indischen Staat Tamil Nadu zu stürmen, sowie von einem nachfolgenden Ereignis, bei dem Exemplare der Zeitung in der nahegelegenen Stadt Erode öffentlich verbrannt wurden.

Die IFJ schließt sich der Indischen Journalistenunion und anderen indischen Journalisten-Organisationen an, indem sie wie diese diesen fradikalen Ausbruch von politischer Überwachung und den Versuch verurteilt, eine in weiten Teilen der Bevölkerung gelesenen und sehr respektierte Zeitung einzuschüchtern.

Nach Berichten aus Tamil Nadu ist eine Gruppe von Rechtsanwälten, die behaupteten, sie gehörten zum Gefolge einer wenig bekannten politischen Gruppe – der Periyar Dravidar Kazhagam (PDK) – in das Büro der Zeitung in Coimbatore am 14. Oktober marschiert. Dabei wurden politische Slogans skandiert und lautstark verlangt, dass die Zeitung ihre kritische Haltung gegenüber dem andauernden Bürgerkrieg in Sri Lanka ändere.

Die Rechtsanwälte skandierten Slogans, welche die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) unterstützten, eine separatistische Gruppe, die seit über einem Vierteljahrhundert die srilankanische Regierung bekämpft und (nicht nur) von der indischen Regierung 1991 zu einer illegalen, kriminellen Organisation erklärt worden war.

Exemplare der Zeitung, welche an diesem Tag einen kritischen Kommentar über die LTTE und ihre Sympathisanten auf der Herausgeberseite enthielt, wurden verbrannt bevor die Polizei einschritt und die Protestierer zerstreute.

Kurz danach versuchte eine Gruppe von angeblichen Jurastudenten das Gebäude von The Hindu in Coimbatore zu betreten. Zwei Personen dieser Gruppe gelang es, die Polizeiabsperrung zu durchbrechen, aber es gelangt ihnen nicht, das Haupttor des Bürogebäudes zu erklimmen. Einer von ihnen warf einen Stein, der glücklicherweise keine Verletzungen und keine Beschädigung verursachte.

Bei den nachfolgenden Ereignis in Erode wurden The Hindu-Zeitungsausträger, von Slogans skandierenden Aktivisten der PDK und einer damit verbundenen politischen Gruppe am frühen Morgen des 16. Oktobers angegriffen. 3000 Exemplare von The Hindu und damit verbundenen Geschäftszeitungen wurden von der aus sechs Mann bestehenden Gruppe von Angreifern, die Slogans skandierten und Handzettel verteilten, auf denen für die Unterstützung der LTTE geworben wurde, verbrannt.

IFJ Asia-Pazific dazu: “Die IFJ nimmt mit Genugtuung zur Kenntnis, dass die Behörden in Tamil Nadu einige der Personen hinter diesen Angriffen verhaftet haben.”

“Wir fordern nun die politischen Führer des Staates auf, öffentlich solche gewalttätigen Handlungen und solche Intoleranz abzulehnen, so dass eine angemessene Umgebung für eine konstruktive öffentliche Debatte über Angelegenheiten von vitaler Bedeutung geschaffen wird.”

Übersetzt aus dem indischen Tageszeitung „The Hindu“ 17.10.2008

Präsident Mahinda Rajapaksa sagte während einer Telefonkonferenz aus Colombo am Dienstag Morgen: “Ich habe mich fest einer gerechten und dauerhaften politischen Lösung für die Tamilenfrage in Sri Lanka verpflichtet und mir ist bewusst, dass es keine militärischen Lösungen für politische Fragen geben kann.“

Er wiederholte, sich auf die humanitäre Situation der Obdachlosen Zivilisten beziehend, die von dem militärischen Konflikt im Wanni betroffen sind, dass seine Regierung alles, was ihr möglich sei, tun würde, um die lebensnotwendigen Bedürfnisse dieser Leute zu befriedigen: “Wir senden ihnen Nahrung. Wir füttern tatsächlich die LTTE, wir wissen, dass 70 % der Nahrung, welche die Regierung rüber schickt an LTTE-Kader geht.“

Präsident Rajapaksa äußerte sich etwas detaillierter über die Verwicklungen der Situation und über gewisse Probleme, die aufgetaucht sind, als die humanitäre Arbeit mit den Büros der Vereinten Nationen und der internationalen NGOs koordiniert wurden. Er wiederholte die Versicherung, die er kürzlich der Allparteienkonferenz gab, dass „alle Not, der sich unsere Brüder und Schwestern im Norden gegenübersehen, in kurzer Zeit beendet sein wird.“

Der srilankanische Präsident, der erst kürzlich ein versöhnliches Gespräch mit dem indischen Botschafter Alok Prasad geführt hatte, wird in der nahen Zukunft einen Sonder-Beauftragter nach Neu Delhi schicken, um die ganze Situation zu erklären und den Sorgen, die Indien in einer diplomatischen Schrift vom 6. Oktober ausgedrückt hatte, zu begegnen.

Präsident Mahinda Rajapaksa

Vorsichtiger Optimismus: Präsident Mahinda Rajapaksa

Was die Verknüpfung zwischen den andauernden erfolgreichen militärischen Operationen und der politischen Lösung betrifft, sagte Hr. Rajapaksa, dass die Lösung dem tamilischen Volk gegeben werden mussen und nicht der LTTE.

„Was für einen Nutzen hätte es, Terroristen eine Lösung zu geben? Sie geben den Terrorismus nicht auf.“  Erst am 11. Oktober hatte der srilankanische Präsident in seiner anfänglichen Ansprache bei der Allparteienkonferenz die LTTE aufgefordert, „ihre Waffen niederzulegen, den Kampf aufzugeben und in den demokratischen politischen Prozess einzutreten.“

Nach allen glaubwürdigen Einschätzungen hat die LTTE sich eingebunkert wie nie zuvor. Sie sieht sich einer moralischen Krise gegenüber und ist in ihrer Bewegung auf ihre Festungen in den Gebieten von Mullaithivu und Kilinochchi beschränkt. Hr. Rajapaksa erklärte: „Sobald wir dieses Gebiet gesäubert haben, sollen die Leute (der Nördlichen Provinz) in einer Wahl selbst entscheiden.“

Rajapaksa deutete darauf hin, dass er die Allparteien-Repräsentativen-Konferenz (APRC) mit der Aufgabe betraut habe, einen Konsens zwischen den politischen Parteien und demokratischen Unparteiischen zu entwickeln, um für den ethnischen Konflikt eine akzeptable Lösung zu finden. Solch eine Lösung kann über den 13. Zusatzartikel zur Verfassung hinausgehen, wenn die Parteien im Parlament eine Zwei-Drittel-Mehrheit für die erforderlichen Änderungen der Verfassung finden.

Der 13. Zusatzartikel – so erinnerte der srilankanische Präsident das politische Indien – war das, was “Indien in unsere Verfassung eingeführt hatte.” Er wurde nicht früher in Kraft gesetzt, nicht wegen der “Opposition im Süden“, sondern wegen der Opposition in der Östlichen Provinz. „Wir haben gezeigt, dass wir ein Interesse daran haben, ihn in Kraft zu setzen.“ Nachdem alle Teile der Ost-Provinz von der militärischen Anwesenheit der LTTE erfolgreich gesäubert worden waren, ohne dass es Opfer bei den Zivilisten gab, wurden erfolgreich demokratische Wahlen abgehalten. Er habe Sivanesathurai Chandrakanthan alias Pilayan als Obersten Minister ernannt, obwohl dieser einer Minderheit angehört, und der neue Oberste Minister (ein früherer LTTE Kindersoldat) „ist wirklich erfolgreich.“ Mehr als 1000 tamilische Polizeioffiziere wurden für die Östliche Provinz rekrutiert; einige von ihnen wurden in Indien trainiert.

Präsident Rajapaksa drückte vorsichtigen Optimismus aus. Wenn erst einmal die Gebiete im Norden durch die srilankanischen Sicherheitskräfte gesäubert seien und die APRC ihre letztgültigen Empfehlungen präsentiert habe, „dann werde ich die Empfehlung an den Süden vorstellen und durchführen“ wenn dass eine Änderung der Verfassung bedeute, dann benötige er die Kooperation der Oppersition um die Zweidrittel-Mehrheit zu sichern.

Übersetzt aus dem Colombo Page vom 17.10. 2008

Heute sagte ein Sprecher der  srilankanische Armee, dass mittlerweile 95 % der Zivilisten in den LTTE kontrollierten Gebieten im Kilinochchi Distrikt in sicherere Gebiete umgezogen sind.

Der Militärsprecher Brigadekommandeur Udaya Nanayakkara sagte gegenüber den Medien, dass der Kampf gegen den Terrorismus nun, da die Zivilisten das Gebiet verlassen haben, erleichtert werde.

Brigadekommandeur Nanayakkara erklärte: “Die übrigen Zivilisten sind die Menschenmenge, welche die Terroristen festhielten und als menschliche Schutzschilde hinhalten, wenn sie gegen die Regierungskräfte kämpfen. Aber trotz der sich wachsenden Repressalien der Terroristen kapitulieren die Zivilisten immer noch und kommen in die befreiten Gebiete, welche von der Regierung und vom Militär kontrolliert werden. Wishwamadu und Oddusudan sind die Gebiete, in welche die Zivilisten kommen sollen.“

Srilankanische Fußgänger schauen einen Konvoy mit Lastwagen der Vereinten Nationen zu, welcher Nahrung und Notfallvorräte bringt und durch die nördliche Stadt Vavuniya fährt. Sri Lanka sagte, am Freitag wird es eine Delegation nach Indien schicken, um die steigenden Spannungen hinsichtlich des eskalierenden Konflikts mit den Tamil Tiger Rebellen zu besänftigen. Foto (AFP)17.10.08

Srilankanische Fußgänger schauen einen Konvoy mit Lastwagen der Vereinten Nationen zu, welcher Nahrung und Notfallvorräte bringt und durch die nördliche Stadt Vavuniya fährt. Sri Lanka sagte, am Freitag wird es eine Delegation nach Indien schicken, um die steigenden Spannungen hinsichtlich des eskalierenden Konflikts mit den Tamil Tiger Rebellen zu besänftigen. Foto (AFP)17.10.08

Übersetzt aus dem Wochenend-Zeitung „“Sunday Observer“ 12.10.2008

Von Shanika SRIYANANDA 

Präsident Mahinda Rajapaksa hat erneut die LTTE aufgerufen, die Waffen niederzulegen und sich dem demokratischen Mainstream anzuschließen. Bei dem gestrigen Treffen von Vertreter von 14 politischen Parteien im Sekretariat des Präsidenten sagte der Präsident, das Land habe eine entscheidende Stufe im Kampf gegen den Terrorismus und bei der Schaffung von Frieden erreicht. „Dies ist der wirkliche Grund, warum ich diese Konferenz einberufen habe. Die Regierung wird die Bemühungen zur Lösung des nationalen Problems nicht aufgeben. Es wird definitiv einen Frieden geben, der allen Volksgruppen die gleichen Rechte sichern wird. Wir wollen ihre Freiheit und ihren Selbstrespekt sicherstellen,” sagte er.

"Schließen Sie sich dem demokratischen Mainstream an" - Präsident  Rajapakse  an  die LTTE

Das APC, das von Präsident einberufen wurde, um eine Lösung der nationalen Frage zu finden, fand gestern ohne Beteiligung von TNA, UNP und JVP statt. Vier Vertreter jeder Partei war zum APC geladen worden. Präsident Rajapaksa sagte, die politischen Probleme könnten nicht militärisch gelöst werden, und die Regierung sei bereit, die demokratischen Rechte der Menschen im Norden Sri Lankas zu sichern. „Militärische Operationen werden gestartet, um den Terrorismus zu zerstören und eine Umgebung zu schaffen, die der Demokratisierung förderlich ist. Wir wollen Menschen nicht belästigen oder schädigen,” sagte er.

Während der anderthalbstündigen Sitzung forderte Präsident Rajapaksa die politischen Parteien auf, Lösungen zu finden, die den Lebenstandard aller Volksgruppen heben können. „Wenn die LTTE bereit ist, die Waffen niederzulegen und sich der Demokratie anzuschließen, liegt es in unserer Verantwortung, ihnen zu helfen, ihre politischen Rechte zu sichern,“ fügte er hinzu und sagte, er erwarte, dass alle Parteien Frieden für das Land brächten. Präsident Rajapaksa sagte, obwohl es eine schwere Aufgabe sei, eine politische Lösung für die heutigen politischen Themen zu finden, sei es seine klare Überzeugung, dass man Hand in Hand voranschreiten müsse, um eine politische Lösung zu finden. „Ich glaube, dass es keine militärische Lösung für politische Probleme geben kann,” sagte er und fügte hinzu, es sei die Verantwortung der Regierung, die politischen Rechte aller Volksgruppen sicherzustellen.

Der Führer der TMVP Vinayagamoorthi Muralitharan stellte die Verwaltung der TMVP dar und sagte, die Tamilen im Osten Sri Lankas glaubten fest daran, dass die Regierung von Mahinda Rajapakse alle Versprechen halten werde, die sie abgegeben habe. „Ich erinnere an das Versprechen, das der Verteidigungsstaatssekretär vor vier Jahren gegeben hat. Er sagte, sobald der Osten Sri Lankas befreit sei, würden die Menschen im Osten ihre verwaltungsmäßigen Rechte erhalten. Die Regierung hat dieses Versprechen erfüllt,“ sagte er gegenüber dem ‘Sunday Observer’ nach der Teilnahme am APC. Muralitharan dankte der Regierung Rajapaksa für die Befreiung des Ostens von der LTTE-Diktatur und die Schaffung von Normalität. „Jetzt können die Menschen im Osten über die Ausbildung ihrer Kinder nachdenken und ein geregeltes Leben führen,“ sagte er.

Der Führer der TMVP sagte weiter, der Entwicklungsprozess unter der Verwaltung der TMVP solle anerkannt werden, auch wenn die TNA behaupte, es gäbe unter der TMVP keine Entwicklung. Er sagte weiter, der habe Präsident Rajapaksa aufgefordert, mehr Mittel zur Entwicklung des Ostens zur Verfügung zu stellen. Muralitharan erklärte dem APC wie LTTE-Führer Prabhakaran das Vertrauen gebrochen habe, in dem er während laufender Friedensgespräche seine Truppen neu organisiert habe. Er sagte der Regierung seine Unterstützung zu und bekräftigte, seiner Ansicht nach werde sich der LTTE-Führer nicht dem demokratischen Mainstream anschließen.

Präsident Rajapaksa, der sich die Ausführungen der politischen Vertreter und von Premierminister Ratnasiri Wickramenayake anhörte, versuchte in der Folge, Zweifel unter den Anwesenden zu zerstreuen. Die politischen Parteien, die Minderheiten vertreten, machten ihrem Ärger über Äußerungen des Armeekommandeurs zu Minderheiten Luft, aber der Präsident erklärte, dies sei keine Regierungspolitik und der Kommandeur habe nur seine persönlichen Ansichten vertreten. Die UNP nahm am Treffen des APC nicht teil, weil die Parteiführer an der Beerdigung des verstorbenen Generals Janaka Perera teilnahmen.

Übersetzt aus dem The Bottom Line 20.10. 2008

Ein Offizier an der Front hat mitgeteilt, einige Einheiten der srilankischen Armee hätten Ausläufer der Stadt Kilinochchi erreicht und sähen sich heftigem Widerstand ausgesetzt. Er sagte, die srilankischen Einheiten könnten die Stadt jeden Augenblick erreichen. Gleichzeitig erreichte uns aus dem Ausland per Telefon die folgende Stellungnahme von Dr. Rohan Gunaratne, einem anerkannten Wissenschaftler und Autor zu Fragen des Terrorismus, der offen fordert, LTTE Führer Velupillai Prabhakaran müsse eliminiert werden, um die LTTE zu neutralisieren.

„Das Machtzentrum der LTTE ist Velupillai Prabhakaran. Um die LTTE zu besiegen, macht er keinen Sinn, Land einzunehmen, sondern Informationsnetzwerke aufzubauen und die militärische Infrastruktur der LTTE und die Schlupfwinkel der LTTE Führer aus der Luft ins Visier zu nehmen. Die Entsendung kleiner Teams zur Infiltration feindlicher Gebiete und Tötung von Tiger Führern würde der LTTE sehr schaden. Informationsnetzwerke sind die Speerspitze im Kampf gegen Guerilla Kriegsführung. Wenn die srilankischen Streitkräfte Prabhakaran und LTTE Geheimdienstchef Pottu Amman töten würden, würde dies die Dinge für die LTTE sehr erschweren.“

Der Kommandeur der srilankischen Armee, Generalleutnant Sarath Fonseka, hat gesagt, “Unser Hauptziel ist es, eine maximale Anzahl von LTTE-Gebietsführern und ihre Kader innerhalb des von der LTTE besetzten Gebiets zu töten. Dann würden die Gebiete, die sie kontrollieren, unter unsere Kontrolle kommen. Im Augenblick kämpfen wir gegen die LTTE in Kilinochchi, und wir werden die Stadt einnehmen. Nach der Einnahme von Kilinochchi wird die Kontrolle der LTTE auf Mullaitivu begrenzt sein. Wir werden auch Mullaitivu angreifen. Wir sind hinter dem LTTE-Führer her. Wir werden ihn bald auslöschen.“

Zu dieser Stellungnahme sagte der Kommandeur der Sri Lanka Air Force, Air Marshal Roshan Goonetilake, „Wir haben auf der Basis von Informationen vom Boden und auch aus der Luft militärische Schläge durchgeführt. Ich kann sagen, dass wir vom Boden akkurate Informationen erhalten, und diese Informationen sind sehr glaubhaft. Unser Geheimdienst hat sich in Bezug auf ihre Kern-Aufgabe, der Eliminierung des Terrorismus in Sri Lanka, sehr verbessert.“

Ohne Prabhakaran würde es keine LTTE mehr geben,meinen sie.

Mittlerweile fordern auch Intellektuelle seinen Tod: Ohne Prabhakaran würde es keine LTTE mehr geben, meinen sie.Die Ausschaltung von LTTE Führern wie den Kommandeuren am Boden ist eine extrem wichtige Aufgabe in dieser Schlacht. Wenn die srilankischen Streifkräfte Prabhakaran töten sollten, wäre die LTTE ein kopfloser Körper, und die verbleibenden Führer würden um die Führung kämpfen, was zu internen Kämpfe bis hin zu einer Auflösung der Organisation führen würde.

Daher ist der einzige Weg, die LTTE zu neutralisieren, die Zerstörung der LTTE-Führung

Wie ich bereits in früheren Artikeln erwähnte, ist die LTTE keine dezentralisierte Organisation. Alle Entscheidungsbefugnisse liegen bei Prabhakaran, der in der jüngsten Vergangenheit keinen Stellvertreter ernannt hat.

In den frühen 1980ern hatte er nach dem Tod von Sathasivam Krishnakumar, auch bekannt als Colonel Kittu, Gopalswami Mahendran alias Mahaththaya bestellt. Kittu war ein bekannter Kommandeur der LTTE, der bei einem Granatenanschlag einer rivalisierenden tamilischen Gruppe an beiden Beinen verletzt wurde und ein Bein verlor. Er benötigte ein künstliches Bein, das in Großbritannien erstellt wurde. 1990 ordnete Großbritannien seine Abschiebung an, worauf er in der Schweiz um politisches Asyl nachsuchte. Als er allerdings erfuhr, das sein Antrag kaum Chancen haben würde, verlies er die Schweiz 1992 mit unbekanntem Ziel. Trotzdem bestellte ihn Prabhakaran zum Leiter des LTTE Transportwesens.

Nach der Ermordung von Rajiv Gandhi stellten die britischen Behörden Krishnakumar eine Ausweisungsverfügung zu, weil er sich an Erpressungen von im Land lebenden Tamilen beteiligt hatte. Krishnakumar zog nach Frankreich und dann in die Schweiz, wo er ein Jahr lang lebte, before er den LTTE Waffentransporter M.V. Ahat (auch bekannt als Yahata) bestellte, der im Januar 1993 durch die Indian Navy abgefangen wurde. Er starb während des Seegefechts am 14. Januar.

Prabhakaran hatte seine Geheimdienstchef Shanmugalingam Sivashankar alias Pottu Amman angewiesen, herauszufinden, wer der Spion für den RAW, den Informations- und Analyseflügel des indischen Geheimdienstes, gewesen war. Nach Abschluss der Untersuchung legte Pottu Amman seinen Bericht vor und enthüllte die Identität des Mannes hinter Kittus Tod als die des stellvertretenden LTTE Führers Mahaththaya. Prabharakan befahl dann, dass sein stellvertretender Führer getötet werden sollte. Was auch geschah. Danach bestellte er nie mehr leitende Führer seiner Organisation als Stellvertreter.

Daher ist die LTTE keine dezentralisierte Organisation.

Obwohl Pottu Amman und Theepan LTTE-Führer Prabhakaran sehr nahe stehen, liegen die Entscheidungsbefugnisse außschlielich in den Händen von Prabhakaran. Aus gut informierten Kreisen verlautet, Pottu Amman sammele Informationen zu VIPs und hochrangigen Offizieren, und diese Informationen werde an Prabhakaran weitergeleitet. Danach übernehmen Pottu Amman und Prabhakaran die Planung. Selbst die militärischen Operationen werden direkt von Prabhakaran kommandiert, obwohl Theepan, Luxman und Banu als Kommandeure im Feld bestellt sind. Die Finanz- Transport- und internationalen Netzwerke werden von Prabhakaran kontrolliert und alle Entscheidungen werden von ihm gefällt. Dies sind weitere Gründe für den Schluss, dass die LTTE keine dezentralisierte Organisation.

Gibt es irgendwelche Wege, auf denen Prabhakaran seine Flucht aus Sri Lanka planen kann? Nach Angaben eines höheren Armeeoffiziers ist dies eher unmöglich. Er sagte weiter, die internationale Staaten-Gemeinschaft habe ihn als international gesuchten Verbrecher gebrandmarkt. Ein Versuch, mit einem Kleinflugzeug zu flüchten, sei nicht hilfreich, weil die Sri Lanka Air Force durchaus in der Lage sei, LTTE Flugzeuge aufzuhalten. Wenn ein LTTE Flugzeug mit Prabhakaran an Bord abhebe, wo solle es landen, in welchem Land? Die Flucht auf See ist ebenfalls fast unmöglich, weil die 59. Division der srilankischen Armee das Land an der Ostküste bis zu einem bestimmten Punkt dominiert, während die Sri Lanka Navy an der Ostküste in ständiger Alarmbereitschaft ist. Sobald die srilankische Armee in der Lage ist, die gesamte Ostküste zu kontrollieren, wird dies das Ende der LTTE bedeuten, weil die Versorgung der LTTE auf dem Seeweg damit zusammenbrechen wird.

LTTE greifen Voraustruppen im Süden Kilinochchi mit CS Gas an – die Schlacht nimmt an Heftigkeit zu

Einheiten der 57. und 58. befinden sich im Süden Kilinochchis im stetigen Vormarsch auf die Stadt Kilinochchi. Einheiten marschieren ebenfalls von Akkarayankulam und Vannerikulam auf Kilinochchi zu. Die LTTE hat zu Gegenschlägen angesetzt. Wie Offiziere von der Front mitteilen, waren Einheiten im Süden von Kilinochchi in der Lage, an bestimmten Orten Erdwälle der LTTE zu überqueren und mit Unterstützung von Artillerie und MI24 Hubschraubern LTTE Kader direkt anzugreifen.

Falls die LTTE nicht zu Gegenangriffe ansetzt, ist dies keine Überraschung, da sie die srilankischen Einheiten nur vier Kilometer entfernt von der Stadt Kilinochchi befinden. Die LTTE versucht alles, um den Vormarsch der Truppen aufzuhalten, aber die Tiger sind gescheitert und greifen daher mit CS Gas (2-Chlorbenzyliden-Malonsäuredinitril) an.

Es wird berichtet, dass LTTE Kader vor Ort gefertigte Granaten mit Gas füllen und sie aus Granatwerfern auf die srilankischen Einheiten abfeuern. Informationen über Gasangriffe konnten im Voraus abgefangen werden. Das Direktorat des Militärgeheimdienstes hat alle Feldkommandanten darüber informiert, und das Armeehauptquartier hat an die Soldaten an der Front Gasmasken ausgeteilt. Am Sonntag und Montag, 28.09. und 29.09. kämpften Einheiten mit Gasmasken gegen LTTE-Kader. Anders als in vorangegangenen Schlachten waren Vorausinformationen in dieser Schlacht sehr nützlich.

CS Gas ist ein nicht tödliches Gas, das zur Kontrolle von Kämpfen eingesetzt wird. Tränengas ist eine chemische Mischung, die bei Menschen unmittelbaren Tränenfluss, Würgereiz, einen Anstieg des Blutdrucks und Pulses sowie Muskelirritationen auslöst. Tränengas ist in verschiedenen chemischen Zusammensetzungen erhältlich, und seine Effekte bewegen sich von mildem Tränenfluss bis zu unmittelbaren Würgeerscheinungen und Magenkrämpfen. CS wird oft als feines Pulver für Aerosol Granaten geliefert. CS wird üblicherweise durch die Polizei genutzt, um Kämpfe und Demonstrationen aufzulösen.

Prabhakaran hat seine militärische Führung an der Front geändert. In früheren Schlachten war Swarnam der Kommandeur. Prabhakaran hat nun seinen Kommandeur in Jaffna, Theepan, als Kommandeur der Schlacht im Wanni bestellt und klare Anweisungen erteilt, die Offensiven der Armee zu stoppen und Gegenoffensiven oder Gegenangriffe zu starten. Theepan kam mit 150 Kadern in den Wanni und wies seine Kader an, Erdwälle mit einer Länge von 25 Kilometern und eine Höhe von 12 Fuß zu errichten. Er versuchte, ähnliche Verteidigungsanlagen wie in Muhamalai auf der Halbinsel Jaffna zu errichten, aber der Militärgeheimdienst erfuhr dies und gab die Informationen an die Kommandeure vor Ort weiter. Hubschrauber der Air Force griffen dann die Kader an den Orten an,so dass Theepan seine Verteidigungslinie nicht vollenden konnte.

Leitende Offiziere des Militärs, die südlich von Kilinochchi in Akkarayankulam und Vellankuam stationiert sind, teilten mit, bislang hätte die LTTE 15 bis 25 Gegenangriffe gestartet, die die srilankischen Einheiten allesamt erfolgreich abgewehrt hätten. Die LTTE hat vollständig realisiert, dass die srilankische Armee bei einer Einnahme der Stadt Kilinochchi nur noch 5 Kilometer von der Kreuzung bei Paranthan entfernt wäre. Von der Kreuzung bei Paranthan führen Straßen nach Pooneryn, Elephant Pass, Mullaitivu und Vavuniya. Falls die srilankische Armee diese Kreuzung einnimmt, wird die Hauptnachschublinie der LTTE von Pooneryn und der Jaffna Halbinsel abgeschnitten sein. Werden die Tiger sich aus Paranthan zurückziehen, bevor die Armee es einnimmt? Diese Frage kann nur die Zukunft beantworten.

Ein Geheimdienstoffizier teilte mit, 80% der Verwaltungsaktivitäten der LTTE seien bereits nach Puthukkudiyiruppu und Vishvamadu im Bezirk Mullaitivu verlagert worden. Die Zivilbevölkerung in Kilinochchi sei aufgefordert worden, das Gebiet zu verlassen und sich in Mullaitivu niederzulassen. Die zwangsweise Rekrutierung von Kadern ist weiterhin in Kraft und es ist der Zivilbevölkerung unter keinen Umständen erlaubt, sich in die von der srilankischen Regierung kontrollierten Gebiete zu begeben. Alle männlichen und weiblichen Zivilisten werden zwangsweise durch Einheiten der LTTE rekrutiert, und diejenigen Zivilisten, die nicht einsetzbar sind, werden als menschliche Schutzschilde genutzt. Dies schließe kleine Kinder, schwangere Frauen und Senioren ein, sagte er.

Dies ist kein Geheimnis, und immer noch schweigen die internationalen Menschenrechtsorganisationen und Teile der internationalen Gemeinschaft. Falls Menschenrechtsorganisationen sich um die Zivilbevölkerung sorgen, sollten sie die LTTE auffordern, die Zivilbevölkerung aus ihren Klauen zu befreien. Das Büro der UN in Sri Lanka kann in diesem Fall vermitteln.

LTTE Führung zielt darauf ab, Colombo und den Osten Sri Lankas zu verunsichern

Während die Schlacht im Gange ist, zielt die LTTE Führung darauf ab, Colombo und den Osten Sri Lankas zu verunsichern. Falls Colombo und der Osten verunsichert wird, würden nach der Denkweise der LTTE Truppen aus der Schlacht abgezogen und im Osten und Colombo stationiert. In Colombo sind Tiger Kader nach Berichten mit Ausweisen ausgestattet worden, nach denen es sich bei ihnen um Moslems handelt, und die Tiger unterhalten ebenfalls Beziehungen zur Unterwelt von Colombo. Nach Berichten sind die Raffinerie von Kolonnawa, der Transitpunkt und der Flugplatz von Ratmalana und die Luftwaffenbasis von Katunayake ihre Hauptziele. Die Tiger versuchen alles, den Süden zu verunsichern und so die Moral ihrer Kader zu stärken. Der Militärgeheimdienst hat die verantwortlichen Behörden aufgefordert, die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen.

Im Osten Sri Lankas, Trincomalee und Ampara, werden Schläfer der LTTE aufgeweckt und mit Waffen und Sprengstoff ausgerüstet, die gehortet wurden, um die Gegend zu verunsichern. Ein Offizieller des Militärs sagte allerdings, die Sicherheitskräfte hätten genug Einheiten für beide Aufgaben, für den Feldzug im Wanni und für die Sicherung des Rests des Landes. Während dessen appellieren LTTE Anhänger an die internationale Gemeinschaft und Menschenrechtsorganisationen. Diese Anhänger haben besonders in Indien großen Einfluss. Selbst jetzt starten südindische Politiker Fastenkampagnen um die indische Zentralregierung zu beeinflussen.

Übersetzt aus dem Lanka Dissent vom 13. April 2008

Colombo  - Heute, am 13. Oktober, hat der Oberste Gerichtshof Sri Lankas eine Grundrechte-Petion abgelehnt, welche zum Ziel hatte die Ernennung von Vinayagamurthy Muralitharan alias Karuna Amman als Parlamentarier illegal abzustempeln.

Oberste Richter entscheiden gegen Karuna-Petition

Oberste Richter entscheiden gegen Karuna-Petition

Der Antragsteller Jayasinghe Arachchige Somasiri, der im Gebiet von Badalkumbura wohnt, hat in der Petion angegeben, dass seine fundamentalen Grundrechte durch die illegale Ernennung von Karuna Amman verletzt würden. Karuna Amman, ein ehemaliger terroristischer Führer, rückte im Parlament nach, als das Parlamentsmitglied der JVP nationalen Liste, Samarainghe nicht mehr für die NCP Wahlen kandidieren wollte und damit ein nationaler Listenparlamentsplatz frei wurde.

Der Generalsekretär der SLFP, Hauptsekretär der JVP, Vinayagamurthy Muralitharan zitierte in seiner Petition den Generalsekretär der UPFA und den Sprecher als Beklagten. Seine Petition verlangte vom Gericht, die Anzeige im Amtsblatt für nichtig zu erklären, in der Karunas Ernennung erschienen war. Die Petition verlangte auch, eine auferlegte Anordnung gegen Karuna herauszugeben, in der diesem verboten wird, in parlamentarischen Sitzungen zu erscheinen und an parlamentarischen Wahlen teilzunehmen.

Hinsichtlich der Grundrechte-Petion sagte die aus drei Mitgliedern bestehende Oberste Gerichtshof, unter Vorsitz von Richter Sarath N. Silva, dass die Richterschaft nicht intervenieren könne, da die von dem UPFA unternommenen Maßnahmen, Karuna Amman als Parlamentarier zu ernennen, weder die Geschäftsführung selbst noch die Exekutive betrafen.

Der Oberste Richter kommentierte eine ähnliche Petition der JVP und sagte, dass die Richterschaft nicht bei den Streitigkeiten der JVP und der UPFA intervenieren könne.

Die JVP reichte auch eine Petition gegen die Ernennung von Karuna Amman ein, in der sie vorbrachte, dass die Ernennung das zwischen der JVP und der UPFA unterzeichnete Abkommen verletzte.

Die JVP hat betont, dass die Partei kein Problem mit der Ernennung von Karuna selbst habe und nur gegen die Verletzung des Abkommens vorgeht. 

Übersetzt aus Daily News vom 13.10.08

TULF Anführer V. Anandasangaree, sagte gestern, dass es „ein vernünftiger Zug der Regierung“ war, den Tamilenführer Vinayagamoorthi Muralidaran von der Makkal Viduthalai Pulikkal (TMVP) dazu zu bringen, sich der vorherrschenden politischen Linie anzuschließen. Er sagt, dass auch der LTTE Führer Prabhakaran dem Beispiel folgen müsse.

“Ich bin froh zu sehen, dass Karuna seine Lebensausrichtung verändert und in der legitimen politischen Welt beginnt und aus den Reihen der terroristischen LTTE Organisation ausgebrochen ist.“

Willkommen im politischen Mainstream

TULF-Chef an Karuna: Willkommen im politischen Mainstream

Anandasangaree sagte weiter: “Ich billige ausdrücklich Karunas Eintritt in den demokratischen, politischen Mainstream. Prabahkaran muss ebenso der Gewalt entsagen und seine Waffen der Regierung übergeben, so dass eine Basis geschaffen wird, sich gemeinsam hinzusetzen und zu verhandeln. Gegenwärtig sieht es sonst sehr schlecht für Prabakaran und seine Männer aus.“ Anandasangaree fügte hinzu: „Der LTTE Führer haust derzeit in einem Gebiet, wo die LTTE Truppen an vielen Stellen sich in Gräben verschanzt haben, die bis zu 10 Fuß tief sind, um sich vor den vorrückenden Truppen verteidigen zu können.

Anandasangaree weiter: “Die LTTE hat das Gebiet buchstäblich durchlöchert, um das Vorankommen der sich vorwärtsbewegenden Fahrzeuge in diesem Gebiet zu erschweren.“  

Anandasangaree kommentierte auch die Situation, hinsichtlich Indiens und Sri Lankas humanitärer Operationenen, um die nördliche Region des Landes zu befreien: „Indien hat seine berechtigte Sorge hinsichtlich der Zivilisten, die von dem Prozess der Säuberung in Mitleidenschaft gezogen werden könnten. Es gibt ein paar NGOs und politische Parteien in Tamil Nadu, welche die LTTE unterstützt, die versucht, andere davon zu überzeugen, dass Sri Lanka auf einer Mission gegen das tamilische Volk im Norden ist. Doch niemand in der indischen Regierung scheint ihnen diese Geschichte abgekauft zu haben, denn entspricht weder der Situation noch den Tatsachen.“

„Natürlich“, so der TULF-Führer,“mag es zivile Opfer geben – und schon gegeben haben.” Für die meisten davon sei jedoch die LTTE direkt oder indirekt verantwortlich.

Übersetzt aus Lanka Everything vom 12. April 2008

Veththelekerni – Am 11. Oktober gegen 6.15 Uhr morgens hat die srilankanische Marine hat wieder einmal eine tamilische Familie gerettet, welche aus den barbarischen Fängen der LTTE geflohen war.

Ein srilankanische Marine-Patrouillenboot, das das Meer an der Küste von Vettilikerni überwachte, hatte ein nicht identifiziertes Boot entdeckt, welches den Strand von Veththelekerni Richtung offenes Meer verließ. die Besatzung reagierte prompt und fing das Boot ab. Die Personen ab an Bord wurden gerettet. Dies nachdem die Soldaten sich vergewissert hatten, dass das Boot unschuldige Leute trug, welche aus den Fängen der LTTE flohen.

Flucht gelungen, Familie gerettet

Flucht gelungen, Familie gerettet

Nachdem sie von der SLN gerettet wurden, wurden sie mit dem Notwendigsten ausgestattet. Danach enthüllten sie, dass sie aus dem Gebiet geflohen waren, weil sie nicht länger die unmenschliche Tortur, die Härten und der Schmerz, die ihnen die sogenannten „Retter“ der srilankanischen Tamilen – die LTTE, angeführt von dem Despot Prabhakaran – auferlegt hatten. Sie wollten die Freiheit genießen, welche ihre Verwandten in den von der Regierung kontrollierten Gebieten genießen.

Der Familienvater, der mehrmals während seines Berichts zusammenbrach, enthüllte, dass Mitglieder der LTTE verschiedene Male versucht hatte, mit Gewalt seinen jungen Sohn in ihre Armee zu zwingen, ein Jugendlicher, der für die Universität ausgewählt worden war, und seine Töchter, von denen eine gerade ihr A/L geschafft hatte, während die andere für das A/L studierte. Es war ihnen jedoch gelungen, zu entkommen.

Der Mann enthüllte weiter, dass es eine große Anzahl von Zivilisten gibt – sogar Siebzigjährige – die, ohne das man sich seitens der LTTE um deren Alter zu kümmert, mit Gewalt dazu gebracht werden, Bunker zu bauen und zu sichern und lange Schützengräben zu ziehen. Wer sich weigere, riskiere Folter oder sogar Tod.

 

Übersetzt aus dem Daily News & Analysis India  vom 12. April 2008 

COLOMBO – Die Tamilen-Parteien in Sri Lanka haben die politischen Einheiten in Tamil Nadu gebeten, “Druck” auf die LTTE auszuüben, damit diese die Angriffe stoppt, anstatt dass die Regierung in Colombo dafür verantwortlich machen, die zivilen Verletzungen und Tötungen, die sich im Laufe der militärischen Offensive gegen die Tamil Tiger ergeben, nicht unterbinden zu können.

Die Parteien baten die politischen Einheiten in Tamil Nadu auch, mit “äußerster” Verantwortlichkeit zu handeln, wenn sie sich um die srilankanische Streitfrage kümmern, und “Druck auszuüben” auf die Tamil Tiger, die Angriffe zu beenden, statt mit dem Finger auf die srilankanische Regierung zu weisen.

Der Appell kommt, weil die politischen Parteien in Tamil Nadu die srilankanische Regierung dafür verantwortlich machen, die zivilen Verletzungen und Tötungen nicht anhalten zu können, und weil sie Indien bitten, deswegen zu intervenieren.

Die Tamilische Demokratische Nationale Allianz (TDNA), welche die Tamilische Vereinte Befreiungsfront (TULF), die Volksbefreiungsorganisation von Tamil Eelam (PLOTE) und die Eelam Volksrevolutions-Befreiungsfront (Naba Splitterpartei) sagten, dass die LTTE „als einzige verantwortlich“ ist für die gegenwärtige humanitäre Krise in Kilinochchi und dem Rest vom Wanni, und sie gibt den Politikern von Tamil Nadu ein neues, aktuelles Bild. „Die TDNA hat die Tamil Nadu politische Bruderschaft aufgerufen, mehr Druck auf die LTTE auszuüben, um mit dem Kämpfen aufzuhören und den politischen Prozess zu beginnen, anstatt die arrogante Haltung der Gruppe nicht zur Kenntnis nehmen zu wollen.“ Dies berichtete eine lokale Zeitung.

Der TULF Führer Veerasingham Anandasangaree sagte: “Wenn die politische Bruderschaft in  Tamil Nadu und die Zentralregierung von Indien sich wirklich um die Sicherheit der unschuldigen Tamilen in den vom Krieg betroffenen Gebieten im Norden Sorgen machen, dann sollten sie politisch mehr Druck auf die LTTE ausüben, damit diese aufhört mit den kriegerischen Handlungen im Wanni. Sie sollten aber nicht mit dem Finger auf die srilankische Regierung zeigen.“

Anandasangaree erklärte, dass es unschuldige Zivilisten sind, die in sicherere Gebiete zu flüchten versuchen. Die LTTE bedroht die Flüchtlinge – und behält sie als menschliche Schutzschilde in ihren Reihen.

Anandasangaree sagte weiter: “Wenn die LTTE unschuldigen Zivilisten, die sich zwischen den Kriegsparteien im Wanni befinden, erlaubt, in sicherere Gebiete zu flüchten, dann könnten einige unschuldige Leben gerettet werden.“

Der PLOTE Führer Dharmalingam Sitharthan sagte, dass sich die Politiker in Tamil Nadu nicht durch die “falsche Propaganda” der LTTE an der Nase herumführen lassen sollten.
 
Sitharthan sagte: “Die LTTE erlaubt den Kilinochchi Zivilisten nicht, in sicherere Gebiete zu flüchten. Die LTTE vergießt Krokodilstränen, wenn sie sagte, dass die Zivilisten ohne Nahrung oder Medizin zu leiden haben. Darum sollte die Tamil Nadu Regierung mehr Druck auf die LTTE ausüben, um hilflose Zivilisten zu schützen, die in den Gebieten, die vom Krieg betroffen sind, von der LTTE gefangen gehalten werden.“

 

Übersetzt aus dem Sri Lanka Guardian vom 10. Okt. 2008

von Satchi Sithanandan 

Bemerkung des Herausgebers: Dieser Spezialartikel erschien auf der der Subidcham Webseite vor drei Jahren. Es spricht für sich selbst in Hinblick darauf, wie die in Sri Lanka lebenden Tamilen selbst gegenüber den Tigern fühlen und wie sie von ihnen terrorisiert werden. Wir haben seit 1958 im Laufe der Jahre eine ganze Reihe von Spezialartikeln entdeckt, welche die wahre Geschichte der Pein des tamilischen Volkes, das zwischen dem sinhalesischen Rassismus und dem tamilischen Terrorismus (beides sind zwei verschiedene Seiten des Terrorismus) gefangen ist, erzählen. Anders als in den vergangenen Jahren, wurden diese zwei Gesichter jetzt zu einem und haben das Land auf die Knie gezwungen. Dies ist nicht mehr ein tamilisches Problem, und wie der Generalleutnant Sarath Fonseka in seiner Botschaft am Tag der Armee  sagte, muss das ganze Land von den Terroristen befreit werden und der Friede muss für unser Mutterland wiedergewonnen werden.

Junge tamilische Frauen, als Black Tiger, heißt Selbstmordbomber ausgebildet - und offenbar stolz drauf.

Junge tamilische Frauen, als Black Tiger, heißt Selbstmordbomber

Es gibt ein populäres Sprichwort, nach dem jene, welche die Götter zerstören wollen, zuerst von den Göttern wahnsinnig gemacht werden. Es scheint, dass die Tamil Tiger nun endlich an dieser Schwelle des Wahnsinn angekommen sind. In der Folge der Osloer Gespräche und dem Waffenstillstandsabkommen, der erreicht wurde, wurde der LTTE erlaubt, Gewehre zu tragen und in den von der Regierung kontrollierten Gebieten im Norden und Osten politische Arbeit zu leisten. Die Tamil Tiger missbrauchten das Vertrauen, das in sie gesetzt wurde. Anstatt politische Aktivitäten auszuführen, attackierten sie weiterhin unbewaffneten tamilische Zivilisten, Intellektuelle oder wen sonst sie auch immer zu ihren politischen Gegner zählten. Aus vertrauenswürdigen Quellen geht hervor, dass über 500 Tamilen von den Gewehren und Granaten der LTTE selbst umkamen, allein seitdem das Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet wurde.

Es gibt absolut kein Beweis für irgendeine politische Aktivität des LTTE Personals. Es ist scheinbar nur mit einem beschäftigt: Erpressung, Kidnapping und Mord.

Es muss betont werden, dass die LTTE nur ein Gebiet wollte, dass sie – und sie allein – autokratisch kontrollieren kann. Wäre dies nicht so, wäre das ethnische Problem auf dem Pfad einer guten Lösung selbst schon 1987 geregelt worden. Die LTTE war jedoch nicht für irgendeine Form der Dezentralisierung, bei der sie als eine demokratische Kraft existieren und bestehen müsste oder sogar die Verantwortlichkeiten und Pflichten des Regierens teilen müsste.

So gern die „südlichen Rassisten“ sich einer föderalen Lösung, die zu einer Trennung führen könnte, widersetzten, so gern widersetzten sich ihr auch die Tiger, denn sie wollten ein eigenes, faschistisches Reich haben.

Nachdem einmal die Tiger die Gelegenheit bekommen haben, unter dem Volk von Jaffna zu sein, versuchten sie ihr Bestes, um sich als eine Kraft zu organisieren, um ihre heimtückischen Pläne für verdeckte Terroroperationen zu unterstützen. Aber bald erkannten sie, dass dies nicht möglich war, weil das Volk von Jaffna nichts mit Gewalt zu tun haben wollte. Dort ist ein passives Volk und ihre einzige Leidenschaft im Leben ist es, ihre Kinder zu erziehen und ihnen ein stabiles Leben zu bieten. Sie würden alles unternehmen, um dies für sich und ihre Kinder zu ermöglichen.

Kaum jemand aus der heutigen Führungsriege der LTTE hat die je eine Oberschule durchlaufen, ihr ganzer Aufbau gründete sich lediglich auf eine Serie von Bankeinbrüchen und Morden. Eine solche Verbrecherbande erwies sich für gewisse Politiker, die sie als nützliche Verbündete ansahen, als ideale Killer. Die LTTE gründete sich nicht auf irgendeine politische Ideologie, aber seitdem die Tamilen von den sinhalesischen Rassisten geschlagen wurden, gab es eine Situation, in der eine Vergeltungskraft gegen die sinhalesischen „Goondas“ und rassistischen Politiker viel Aufmerksamkeit und sogar Akzeptanz auf sich zog. So wurde die LTTE eine Kraft unter den Tamilen.

Seit die nördlichen Familien ihre Kinder ermutigen, an ihren Schulen zu bleiben und eine höhere Bildungsstufe zu erreichen, waren die meisten für die Kampftruppen angeworbenen jungen Leute vom Osten, aus Gebieten, in denen es keine guten Schuleinrichtungen gab. Während der letzten drei oder vier Jahre, fiel wegen des Einziehens von Kindern zu den Kampfkräften auf die Tiger ein Scheinwerferlicht von Schock und Abscheu.

Nach Karunas Rebellion und auf Grund des Mangels von Rekruten für ihre Kampfkräfte (sogar Kinder werden eingezogen), fasste die LTTE einen bösartigen Plan, um Zivilisten ins Amphitheater des Krieges zu zwingen, indem sie alle Arten von Angriffen und Attacken in zivilem Gewand, was das Sarong Batallion genannt werden kann, inszenierte. Nachdem sie sich ein paar Nischen hier und da auf der Halbinsel unter der Verkleidung von politischen Arbeitern verschafft hatten, begannen sie, der Welt außerhalb den Eindruck zu vermittelnd, dass jetzt das Volk als eine Volksarmee bewaffnet wird. Die LTTE kümmert sich überhaupt nicht darum, dass im Fall eines größeren Angriffs von ihnen, wenn die Armee gleichfalls reagieren sollte, Tausende von Zivilisten hingeschlachtet werden würden. Ihre äußerste Entschlossenheit war, dass der Staat die Gewehre auf das Volk richtet, denn die LTTE hofft auf eine Genozid-Angriff, der gegen Zivilisten gerichtet ist.

Dies genau wollte die LTTE und deswegen haben sie einige bösartige und schreckliche Angriffe durchgeführt, einschließlich des brutalen und gnadenlosen Tötens von Jaffnas leutseligem und gutmütigem Polizeidirektor und einem populären Sportler. Er war ein Gentleman, der in Zivil ging, mit der Absicht, eine gefährliche Sitution, die sich zu der Zeit an dem Ort zusammenbraute, zu beruhigen.

Die Tiger bemühten sich sehr, Studenten von der Jaffna Universität, die in gewalttätige Aktivitäten verwickelt waren, zu bekommen, aber von den 6.000 zeigten nur etwa Hundert das gewünschte Interesse an ihren verschlagenen und betrügerischen Plänen. Verärgert wegen der Abfuhr, die sie von den Studenten bekamen, erzwangen sie durch eindeutige Drohungen die Schließung der Jaffna Universität. Sie wissen nur zu gut, dass ein Universitätscampus ihren Plänen nicht gewogen ist, und da ihnen früher oder später getrotzt wird, reagieren die Tiger fortan allergisch auf Intellektuelle.

Die Tiger behaupten, dass es eine Volksarmee gibt, welche begonnen hat, die Muskeln gegen den Staatsterrorismus spielen zu lassen. In anderen Worten, nach ihnen waren das Töten von Beamten, Direktoren und Individuen, der Angriff auf die Polizei und Armee das Werk des Volkes von Jaffna. Aber unglücklicherweise für sie waren einige schlaue Personen sorgfältig genug, um diese sogenannten Volksarmee-Aktivisten zu fotografieren. Sie mussten das EPDP-Personal sein, und darum ärgert sich die LTTE so sehr wegen dieser unbewaffneten politischen Gruppe. Vielleicht ist dies auch der Grund, warum einige altgediente Mitglieder der EPDP in den letzten paar Tagen aus reiner Angst um ihr Leben abtrünnig geworden sind.

Wenn es wirklich Volkskräfte unter den Tamilen gibt, wo sind dann ihre Lager und von wo bekommen sie ihre Gewehre, Minen und Granaten und andere Terror-Waffen? Anders als in den USA und im Mittleren Osten, gibt es keine Waffenhändler in Jaffna, welche Waffen an das Volk verkaufen, und die einzige Quelle, die sie haben könnten, das sind die Wanni Tiger, welche eine Partei des Waffenstillstands-Abkommens sind.

Es ist völlig abwegig zu glauben, dass die Tiger sich inirgendeiner Weise für „Genfer Gespräche“ als eine neue Möglichkeit, eine Lösung für den ethnischen Alptraum zu suchen, bereitmachen. Sie können das Volk nicht mehr zum Narren halten. Jeder Srilankaner, der nicht für das Gesetz des Dschungels und viele diskriminierende Praktiken ist, möchte eine friedliche Lösung für die ethnische Krise. Es ist auch offenkundig, dass die LTTE alles, was möglich ist, tun wird, um sich vor den Gesprächen zu drücken, wenn sie den Verdacht hegen, dass diese Gespräche gegen ihr Endziel, einen Mafia-Staat im Norden zu errichten, in dem sie – und sie allein – die Herren sein werden,  wenden.

Sollte sich die LTTE weiterhin so verhalten, wird die Zukunft der Tamilen in ernster Gefahr sein. So wie jeder Bürger von Sri Lanka, sind die Tamilen berechtigt, ihre Leben ohne irgendeine Störung weiterzuführen. Es obliegt der Regierung von Sri Lanka, Gesetz und Ordnung in den Norden und Osten zurückzubringen. Die LTTE ist gewiss keine Befreiungsbewegung; sie ist einfach ein terroristischer Apparat.

Für eine zu lange Zeit wurden die Tamilen zwischen zwei Dämonen gefangen, den Südlichen Rassisten und den Nördlichen Terroristen, und sie rufen danach, befreit zu werden. Die LTTE hat ein Erbe des Schmuggelns, der Gewalt und des Drogenhandels. In der Tat sind sie historisch und kulturell relativ kürzlich angekommene Migranten an der nördlichen Küste, welche von einer Aktivität angezogen wurden, die bei ihnen traditionell ist. Sogar ihre Art des Lebens und ihre Heimstätten unterscheiden sich ziemlich von denen der Volks in den Nördlichen und Östlichen Provinzen.

Die Regierung in Colombo muss ihre völlige Authorität über alle Distrikte von Sri Lanka wiederherstellen und sicherstellen, dass das ganze Volk an einem Land teilhat, welchem ihnen als ein fundamentales Recht gehört. Dabei muss die Regierung die regionalen und traditionellen Aspekte und Wünsche der verschiedenen Gemeinschaften angemessen berücksichtigen.

 

Rukmal Gamage

Präsident an LTTE: Legt die Waffen nieder, stoppt das Blutvergiessen! Foto:Rukmal Gamage

 

Al Jazeera vom 7./8.10.2008

Colombo/Killinochchi – In einem Interview mit dem arabischen Nachrichten-Sender Al-Jazeera hat der srilankische Präsident Mahinda Rajapaksa die Kämpfer der LTTE dazu aufgefordert sich in die „No-Fire-Zones“ zu begeben und ihre Waffen niederzulegen um weiteres, sinnloses Blutvergiessen zu vermeiden. 

 

 

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Bereits am Tag zuvor hatte Al-Jazeera eine Bericht direkt von der Front in der hart umkämpfen, von den LTTE-Tigern als „Hauptstadt“ genutzten Stadt Killinochchi gesendet, der deutlich zeigt, was die von der LTTE gesteuerten Medien bislang verneint haben. Dass nämlich die srilankischen Streitkräfte die starken Verteidigungslinien der befestigten Stadt bereits eingenommen haben und weiter vordringen.

„Heute sehen wir uns der schlimmsten Niederlage in unserer Geschichte gegenüber. Wir sind am Rand einer Niederlage in einem Krieg, der unserem Volk keinen Nutzen gebracht hat. Für was sollen unsere Menschen ihr Leben riskieren? Unserem Volk geht es besser, wenn es keinen Krieg gibt. Niemand will diesen Krieg, aber wir haben Angst, der Welt zu sagen, dass wir JETZT und nicht später ein Ende machen müssen.“

von Dr. Noel Nadesan

Wir leben in traurigen Zeiten, in denen die meisten Tamilen verzweifelt sind und nicht wissen, was sie als nächstes tun sollen. Jeden Tag wird die Situation unseres Volkes schlimmer, indem alle unsere Hoffnungen vor unseren Augen zusammenbrechen. Unser Volk ist durch schlimme Zeiten gegangen. Unser Volk hat genug gelitten. Sie haben genug. Sie haben das Schlimmste bereits erlebt.

Als die srilankische Armee kam, musste unser Volk große Härten überstehen. Als die Inder kamen, war es nicht besser. Als die Tiger kamen… Ich muss Ihnen nicht erzählen, was passierte. Sollen wir zuschauen, wie unser Volk leidet, ohne die Hoffnung auf ein Ende? Was ist unsere Tapferkeit wert, wenn es nur darum geht, in den sicheren Straßen von Melbourne, London, New York und Paris zu demonstrieren, während unsere Straßen in Mannar, Vanni und Killinochci von einer Armee von Tigern in Uniform besetzt sind, die unsere Kinder entführen?

Wer auch immer kommt und geht, es wird kein Entkommen für unser Volk geben, Wir diskutieren. Wir besuchen Seminare. Wir sammeln Spenden. Wir halten Konzerte ab. Aber wohin hat dies unser Volk gebracht? Hat all dies das Leiden unseres Volks vermindert? Falls es Hilfe für unsere Volk geben würde, falls es nach dem Opfer von soviel Blut und Leben Hoffnung gäbe, könnten wir froh sein in dem Wissen, dass unser Volk morgen, oder übermorgen, oder in einigen Monaten, Nutzen ziehen könnte. Wir senden Millionen im Namen unseres Volkes, aber unser Volk ist weiterhin abhängig von den Gaben der srilankischen Regierung. Stecken wir nicht eigentlich unsere Köpfe in den Sand und glauben an unsere Illusionen und nicht an die Realität?

Die Herrlichkeit unseres frühen Kampfes ist verschwunden. Nun sind wir nur mit dem harten Leiden unseres Volkes konfrontiert. Unser Volk hat diesen Krieg satt. Was ist unsere Pflicht? Das ist die Frage, die Tamilen überall zu beantworten haben. Wie lange müssen wir noch Spenden und Entschuldigungen für einen Krieg sammeln, der uns keinen eigenen Staat bringen kann? Wer von uns kann garantieren, dass wir den krieg gewinnen können? Militärische Experten schreiben, keine Seite kann diesen Krieg gewinnen. Wir haben nicht einmal genügend Truppen, um diesen Krieg zu führen. Es sind unsere Kranken, unsere Alten und die Schulkinder, die in diesen Krieg gerissen werden, wie ein UTHR Bericht zeigt. Ist dies die Art Krieg, die wir wollen? Und können wir diesen Krieg gewinnen?

Heute sehen wir uns der schlimmsten Niederlage in unserer Geschichte gegenüber. Wir sind am Rand einer Niederlage in einem Krieg, der unserem Volk keinen Nutzen gebracht hat. Für was sollen unsere Menschen ihr Leben riskieren? Unserem Volk geht es besser, wenn es keinen Krieg gibt. Niemand will diesen Krieg, aber wir haben Angst, der Welt zu sagen, dass wir JETZT und nicht später ein Ende machen müssen. Wer sich gegen diesen Krieg ausspricht, wird als Defätist, Feigling oder Verräter gebrandmarkt- Beschimpfen ist einfach. Aber wie soll dies unserem Volk helfen?

Wir haben in die andere Richtung geschaut, als unsere gesamte Führung liquidiert wurde, nicht durch die srilankische Regierung, sondern durch unser eigenes Volk. Wir geben vor, nicht zu wissen, dass unsere Kinder nicht zur Schule gehen können und durch unser eigenes Volk in einen nutzlosen und nicht gewinnbaren Krieg gezerrt werden. Wir sagen, es sei Propaganda, wenn unsere Landsleute in Konzentrationslagern gefoltert werden. Wir denken, es sei heldenhaft, wenn unsere tamilische Patienten aus ihren Krankenhausbetten gezerrt werden und gezwungen werden, in einem Krieg zu kämpfen, bei dem kein Ende in Sicht ist. Wir lachen, wenn unsere alten Männer von Jugendlichen herumgeschubst und beleidigt werden, weil sie an der Front ihre Wachdienste nicht richtig leisten. Wir können noch nicht einmal in die Heimat zurückkehren, ohne Gaben an das Ein-Mann-Regime zu leisten, das unserem Volk die fundamentalen Freiheiten genommen hat. Unser Volk kann nicht frei sprechen, ohne Angst haben zu müssen, von den Wachhunden des Polizeistaates im Vanni verhaftet zu werden. Ist dies die tamilische Kultur, für die wir kämpfen?

Heute ist unser Volk zwischen der vorrückenden  Armee und den zurückweichenden Tigern gefangen. Unser Volk will nicht in die Falle gehen. Wer möchte dies schon? Sie wollen an sichere Orte gelangen. Sie haben keinen Schutz, kein Wasser, keine Medizin oder ein Dach über dem Kopf. Falls die Armee nicht schießt oder falls die Entführer der Tiger sie nicht kriegen, werden die Schlangen sie kriegen. Mehr als 25 Fälle von Schlangenbissen sind bekannt. Wer ist verantwortlich dafür? Wer ist schuld? Warum bevorzugt die Mehrheit der Tamilen es, außerhalb ihres Heimatlandes zu leben? Wieviele von denen, die die Armut, die Tode und die Zerstörung finanzieren, sind darauf vorbereitet, in diesem Polizeistaat zu leben? Warum betrügen wir uns selbst?

Seit der Zeit, in der ich mich vor 25 Jahren in der tamilischen Politik engagierte, haben wir singhalesische Regierungen beschuldigt. Ich habe das auch getan. Ich war einer der Gründer und Sekretär einer medizinischen Einheit für die Tamilen in Chennai, die von allen militärischen Organisationen anerkannt war, einschließlich der LTTE, und führte zwischen 84 und 87 eine Hilfsorganisation, die kostenlos medizinische Hilfe bereitstellte. Die gegenwärtige TRO hat ihre Wurzeln in dieser Organisation. Ich habe die srilankische Regierung beschuldigt, als ich in diesen Organisationen war. Aber man kann nicht grenzenlos andere wegen seiner eigenen Fehler beschuldigten. Nach meiner Emigration nach Australien habe ich meine Beziehungen zu den Tamilen, die weiter litten, nicht gelöst. Ich habe die zweisprachige Zeitung Uthayam gegründet, um unserem Volk eine Stimme zu geben. Ich habe in Vavuniya, in Indien und in Australien mit Flüchtlingen gearbeitet. Mit all meiner Erfahrung komme ich nun zu dem Schluß, dass es keine Lösung ist, andere wegen unserer Probleme zu beschuldigen. Wir müssen die Verantwortung für unser Scheitern übernehmen, Kritik zu üben und Fehler anzuerkennen. Die Regierung von Sri Lanka, Indien, die internationale Gemeinschaft und Andere zu beschuldigen, wie wir dies in unserer gesamten Geschichte gemacht haben, hat uns nicht gerettet. Die Zeit ist gekommen, nicht mehr Außenseiter wegen unserer Fehler zu beschuldigen. Es ist unsere Pflicht, Common Sense zu zeigen und den Krieg so schnell wie möglich zu beenden. Dies kann erreicht werden, wenn wir eine klare Wahl treffen zwischen unserer Politik und unserem Volk. Retten wir unsere gescheiterte Politik oder retten wir unser Volk? Dies ist die Frage, die wir jetzt beantworten müssen.

Es ist hypothetisch für uns, nach Menschenrechten zu rufen, wenn unser Volk noch nicht einmal die Wahl hat, sich zu entscheiden, ob sie in der Mitte eines Krieges unnötige Risiken und Leiden tragen oder in Sicherheit zu entkommen. Wie können wir uns moralisch überlegen fühlen, wenn unsere Volk gegen seinen Willen festgehalten wird, um sich einem Krieg gegenüberzusehen, den sie nicht wollen? Wenn wir uns nicht zwischen Krieg und Frieden entscheiden können, sollten wir wenigstens die Wahl treffen zwischen der Entscheidung, unser Volk in einem Krieg festzuhalten und sie gehen zu lassen.

Das Volk hat ein Recht, zu entscheiden, ob sie in Kriegszeiten bleiben wollen. Sie können nicht gegen ihren Willen festgehalten werden, um sich Kugeln und Bomben auszusetzen. Lassen Sie das Volk entscheiden, ob sie bleiben wollen

Es ist Zeit für uns alle, zu sagen: Lasst mein Volk in Frieden dahin gehen, wohin es gehen will.

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Anmerkung der LTTEwatch Redaktion: 
Der Autor ist gelernter Tierarzt und Herausgeber von Uthayam, eines Magazins für die tamilische Gemeinschaft in Australien

Ein Kommentar von Dr. Noel Nadesan, Herausgeber von Uthayam, Australien vom 9.10.08

„Pongu Thamil ist ein verspäteter Versuch, die westlichen Staaten zu überzeugen, dass die srilankischen Straikrätte an die Tore des Vanni klopfen, und dass die Tiger gerettet werden könnten. Aber diese Staaten haben es sich überlegt und die Tiger verboten. Pongu Thamil ist das letzte Hurra der Tiger, die in der Diaspora gefangen sind. Diese Demonstrationen werden die sterbenden Dinosaurier nicht retten.  In Wahrheit gibt es eher Chancen, dass die Menschenrechtsverletzungen der Tiger, besonders an den unterdrückten Tamilen im Vanni, zu weiteren Beschränkungen der Tigeragenten im Ausland führen werden.“

In einem Angriff auf die Pongu Thamil Demonstrationen der Tamilen in der Diaspora hat Dr. Noel Nadesan, Herausgeber des führenden Magazins der tamilischen Gemeinschaft in Australien, UTHAYAM, in seinem jüngsten Beitrag für Thenee, einer führenden Anti-Tiger Website, die sich großer Popularität in der tamilischen Diaspora erfreut, die LTTE mit aussterbenden Dinosauriern verglichen. Die Website wird von Anti-Tiger Aktivisten in Stuttgart betrieben.

Nadesan schreibt: „Wie die Dinasaurier alles in ihrem Gesichtskreis verschlagen, haben die Tiger die Tamilen verschlungen. Die Tiger sind auf dem Weg ins Aus, wie die die Dinosaurier, da kaum Tamilen zum Verschlingen übrig sind.“

Nadesan stellt weiter fest, Pongu Thamil sei ein verspäteter Versuch, die westlichen Staaten zu überzeugen, dass die srilankischen Straikrätte an die Tore des Vanni klopfen, und dass die Tiger gerettet werden könnten. Aber diese Staaten haben es sich überlegt und die Tiger verboten. Ponku Thamil ist das letzte Hurra der Tiger, die in der Diaspora gefangen sind. Diese Demonstrationen werden die sterbenden Dinosaurier nicht retten.  In Wahrheit gibt es eher Chancen, dass die Menschenrechtsverletzungen der Tiger, besonders an den unterdrückten Tamilen im Vanni, zu weiteren Beschränkungen der Tigeragenten im Ausland führen werden, schreibt Dr. Nadesan.

Nadesan schreibt weiter, die letzten 25 Jahre hätten die Tiger gegen die Singhalesen gekämpft und sie als die Feinde der srilankischen Tamilen dargestellt. Aber eine objektive Analyse zeige, dass die Tamilentiger die schlimmsten Feinde des tamilischen Volks seien.

Gegenüber Sri Lanka Guardian sagte Nadesan, die Tiger hätten keine signifikanten Erfolge auf dem Weg zu ihrem Ziel Eelam erzielt. In Wahrheit sei alles, was durch Opfer fehlgeleiteter tamilischer Jugendlicher erreicht worden sei, wieder verloren worden. Die Tiger kämpfen nun um das Überleben der gescheiterten Führung im Vanni und nicht für die Tamilen, die sich wachsender Bedrohung und Unterdrückung durch die Führung der Tiger ausgesetzt sähen. Die Tiger unterdrückten abweichende Meinungen sowohl im Vanni als auch in der Diaspora. Berichte aus dem Vanni zeigten, dass das tamilische Volk frustriert und enttäuscht sei, und das Tamilen inzwischen die srilankische Regierung über Aktivitäten der Tiger. Dies sei ein schlechtes Zeichen für die Tiger, denn sie könnten nicht überleben, wenn das Volk sich in großer Zahl gegen sie wenden würde.

Populäre tamilische Autoren wie Rajeswari Balasumbramaniam in London sind regelmäßige Autoren bei Thenee. Dr. Nadesan, ein Tiermediziner, stellt ebenfalls als Autor die Probleme der Tamilen dar. Er sieht sich seit langem der Bedrohung durch die Tamilen ausgesetzt, die einmal nicht davor zurückschreckten, seinen Zeitungsverlag in Sidney anzuzünden. 

Reporter ohne Grenzen/Reporters sans frontières vom 10.10.2008

Anurhadapura/Colombo – Die für weltweite Pressefreiheit eintretende Organisation von Journalisten „Reporter Ohne Grenzen“ äußern Schock und Bestürzung, angesichts des gewaltsamen Todes von Fernseh- Reporter Mohamed Rashmi von Sirasa TV , der heute bei einem Selbstmord-Bombenattentat getötet wurde.

Das Attentat wird den separatistischen Tamil Tiger Rebellen zur Last gelegt. Es war gegen den früheren General Janaka Perera gerichtet und es gab wenigstens 27 Tote und mehr als 80 Verletzte dabei.Der Attentäter jagte sich selbst während der Feier zur Einweihung des neuen Gebäudes der führenden

Oppositionspartei Vereinigte Nationale Partei (UNP) in Anuradhapura, Zentral-Sri Lanka, in die Luft und tötete dabei den Ex-General und weitere, regionale Parteifunktionäre.

Mohamed Rashmi, ein Korrespondent aus der Kriegsprovinz, wurde in den Angriff verwickelt, während er von dem Ereignis für eine private Fernsehstation  mit der Kamera berichtete. Einer seiner Kollegen erzählte den Reportern Ohne Grenzen, dass Mohamed Rashmi seit 2001 für den Fernsehkanal gearbeitet hatte, nachdem er ein Diplom in Bildjournalismus erlangt hatte.

“Es ist eine zutiefst verachtenswerte Praxis, Selbstmordangriffe während öffentlicher Veranstaltungen wie dieser durchführen zu lassen,” sagte die Organisation für weltweite Pressefreiheit. „Jene, die den Angriff ausführten, und die, die ihn planten, haben überhaupt keinen Respekt vor dem Leben von Zivilisten, einschließlich der Journalisten, die zu Kollateralschäden werden, während sie doch nur ihren Job machen.“

“Dutzende von Journalisten wurden von diesen Selbstmord-Bombenattentätern getötet – diesen „Kaufleuten des Todes“ – ob in Afghanistan, Pakistan, Irak und seit langem leider auch in Sri Lanka”, heißt es weiter.

Fünf srilankanische Journalistenorganisationen haben ebenfalls eine gemeinsame Stellungnahme abgegeben, in der sie den Angriff verurteilen als ein “Verbrechen gegen die Menschlichkeit”.

Die Tamil Tiger (LTTE) geben es selten zu, wenn sie für Selbstmordanschläge verantwortlich sind, aber sie haben nachweislich solche Bombenattentate gegen politische und militärische Personen seit 1980 durchgeführt.

LTTEwatchBlog-Redaktion vom 9.10.2008

Berlin - Morgen, am 10.10.2008 von 11.00 bis 15.00 soll in Berlin gegen den Krieg in Sri Lanka protestiert werden. Aufgerufen dazu hat die TCC.

Eine gute Sache, möchte man zunächst dazu sagen, auch wenn es keinen direkten Anlass dazu gibt, schließlich tobt der Krieg – mal mehr, mal weniger heftig – schon seit über 20 Jahren auf der Insel zwischen den beiden Kriegsparteien. Auf der einen Seite bekanntlich die als Terrororganisation in vielen Staaten mittlerweile verbotene und durch seine Selbstmordattentäter zu trauriger Berühmtheit gelangten LTTE und auf der anderen Seite die srilankischen Regierung. Dazwischen: unzählige unschuldige Tote. Mindestens 70000 Tamilen, Singhalesen, Muslime, Christen, Buddhisten und Hindi. 

Der wahre Anlass für die morgige Demonstration ist wohl, dass die seit Anfang des Jahres gestartete militärische Offensive der srilankischen Regierung und ihrer Streitkräfte gegen die hochgerüstete Rebellenarmee im Norden des Landes nun deutliche Erfolge zeigt. Die nach allen Regeln der modernen Kriegsführung ausgebauten Stellungen und Bunker der Terrorarmee, die ihre Waffen, Raketen, Minen, ja sogar Flugzeuge mit Mitteln aus angeblich wohltätig einzusetzenden Spenden bezahlte, fallen Tag für Tag, Stück für Stück. Meter für Meter rückt die srilankische Armee vor. Die LTTE Selbstmordbomber Black Tigers reagieren mit Bombenanschlägen auf Zivilisten (siehe unten).

Der vehement vorgetragene Alleinvertretungsanspruch in tamilischen Angelegenheiten durch die LTTE wird gleichzeitig mehr und mehr ad Absurdum geführt, u.a. mit der – demokratischen Wahl –  des ehemaligen LTTE-Mitglieds Karuna ins srilankische Parlament.

Hat also nicht nur EX-LTTE-Colonel Karuna dem mörderischen Tun abgeschworen, sondern auch die TCC, das Tamil Coordinating Commitee mit Sitz in Oberhausen, die sich oft schon den Vorwurf gefallen lassen mussten – und, bis zum Beweis des Gegenteils müssen – nur eine weitere Tarnorganisation der LTTE zu sein? Wir wissen es nicht definitiv. Wir wissen nur, wir werden ihr Treiben (weiter) beobachten – und hoffentlich viel andere Menschen auch, denen die Wahrheit – und Sri Lanka – wirklich am Herzen liegen. 

LTTE-Anführer V. Prabhakaran betreibt gerne Personenkult

Gesucht als Kriegsverbrecher: LTTE-Anführer V. Prabhakaran betreibt einen Kult um seine Person und hat gerade die tamilische Weltgemeinschaft zum "Endkampf" aufgerufen

In den vergangenen Tagen fanden ähnliche Proteste tamilischer (LTTE-) Organisationen auch in London und Kopenhagen statt – wobei die in Dänemark von der Polizei gesprengt wurde, nachdem sich herausstellte, dass die handvoll tamilischen Protestler nur weiteres Geld für die LTTE-Kämpfer einsammeln wollten, um den „Endkampf“ (V. Prabhakaran) noch weiter betreiben zu können.

Die Route des von der TCC in Berlin angemeldeten Protestmarsches: Weltzeituhr Alexanderplatz – Grunerstr. – Mühlendamm – Fischerinsel – Wallstraße. Die Organisatoren rechnen mit rund 900 Teilnehmern, vornehmlich Tamilen, die in Deutschland ein neues Zuhause gefunden haben. 

Wir hoffen auf mehr. Menschen, denen Sri Lanka am Herzen liegt und die sich von der geschickten Propaganda einer weltweit agierenden Terrororganisation, die sich in die Enge gedrängt sieht, nicht weiter an der Nase herumführen lassen wollen.

Klar und deutlich: Der Krieg in Sri Lanka muss ein Ende haben! Und ebenso das mörderische Treiben der LTTE, die den Tamilen im Norden (und viel zu lange auch im Osten) Sri Lankas ihre Kinder raubt und diese zu bombenden Selbstmord-Zombies macht und die ihnen, den srilankischen Tamilen mittels eines selbstherrlichen, diktatorischen Regimes um den als Kriegsverbrecher gesuchten V. Prabhakaram sowie dem haltlosen Versprechen eines eigenen Staates unfassbares Leid zufügt.

Man kann nur hoffen, dass dies bei der Demonstration deutlich zur Sprache kommt. Zu befürchten steht: nicht. Zu befürchten steht Progaganda einer Terrororganisation am Ende.

 

 

PS.: Was der deutsche Verfassungsschutz über die TCC herausgefunden hat, steht ab Seite 279 des Jahresberichts.

 

PPS.: Vor zwei Jahren noch demonstrierte die TCC vehement gegen das Verbot der Terrororganisation LTTE.

 

 

Nachtrag: So berichtet die LTTE-nahe Redaktion Tamil-Net über die Berliner Demonstration und die angeblichen Hintergründe. Die srilanksiche Regierung erlaubt seiner etwa einer Woche Konvoys mit Hilfsmittel in die Auffanglager für tamilische Flüchtlinge – und auch den noch immer heftig umkämpften Norden, um der zivilen Bevölkerung zwischen den Fronten zu helfen. Bei Durchsuchungen der Ladungen wurden bereits jetzt erheblich Mengen an Waffen, Munition und Sprengstoffen gesichert, die in die geschmuggelt werden sollten. 

 

Übersetzt aus dem srilankanischen Tageszeitung Daily Mirror 2.10.2008

22 GPS-Vorrichtungen, Sprengstoff in Hilfskonvoy gefunden

Von Sunil Jayasiri

Vavuniya – Einen Tag, nachdem das Militärposten in einem Lastwagen, der nach Kilinochchi unterwegs war, Sprengstoff gefunden hatte, wurden letzten Abend in einem anderen Lastwagen in Vavuniya, der nach Kilinochchi unterwegs war, eine große Anzahl von GPS-Systemen gefunden. Dies teilte ein Militärsprecher mit.

Brigadier Udaya Nanayakkara sagte: “Wir haben letzten Abend 22 GPS Vorrichtungen in Lastwagen gefunden, welche dabei waren, zu den noch nicht gesäuberten Gebieten im Wanni Distrikt zu fahren.“ Er sagte weiter, dass die GPS-Vorrichtungen in Kartons mit Palmzucker in 22 Lastwagen versteckt waren: “Die Truppen durchsuchen nach der letzten Entdeckung alle Lastwagen, die nach Wanni unterwegs sind.“

Am Dienstag fanden Truppen 2,5 Kg von C-4 explosives Material in einem der Lastwagen, der vom Vavuniya Distriktssekretariat gemietet worden war, um „wichtige Waren“ für im Inneren des Gebietes verschleppte Personen (IDPs) zu transportieren. Das explosive Material wurde im Besitz des Fahrers gefunden.

Das Militär sagte, dass der Fahrer des Lastwagens, der als LTTE Anhänger verdächtigt wird, das explosive Material sorgfältig versteckt inmitten von Nahrungsmittelvorräten hatte. Diese Vorräte sollten in die noch nicht befreiten Gebiete in einem Zug von dreißig Lastwagen, welche das Vavuniya Distriktssekretariat gemietet hatte, gehen.

Ein Zug von sechzig Lastwagen soll an diesem Abend am Omanthai Eingangs- und Ausgangskontrollpunkt ankommen. Dies ist gemäß einem Abkommen, welches zwischen der Regierung und dem Weltnahrungsmittelprogramm (WPF) getroffen worden ist. Dreißig Lastwagen von dieser Flotte wurden von der WPF gemietet.

 

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