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Übersetzt aus der sinhalesische Tageszeitung Divaina vom 30.09.2008
Mulaitivu/Colombo – Geheimdienstkräfte, die in der Gegend von Mulaitivu arbeiten, warnen die Verteidigungsbehörden. Rs. 7 Millionen (44969,80 €), habe er bezahlt für ein luxuriöses Flucht-Schiff, heißt es.

Wird er bald mit einem solchen Fahndungsfoto weltweit gesucht? Der LTTE-Chef Prabhakaran in martialischer Pose
Er, das ist der selbsternannte Führer der LTTE, Velupillai Prabhakaran. Die Geheimdienste in Mullaitivu haben die Verteidigungsbehörden alamiert, dass Prabhakaran, auch bekannt als „Thambi“ (Kleiner Bruder) plant, sich in ein anderes Land abzusetzen. (Wohl um sein Leben fürchtend angesichts der stetig näher rückenden srilankischen Truppen – die Red.)
Es wird gesagt, dass der höchste LTTE-Mann bereits Verbindung zu einem international einflussreichen Mann aus Colombo zwecks Beschaffung eines „ultra-modernen Luxus-Flucht-Schiffes“ mit vielen Extra-Einrichtungen gesucht habe. Rs. 7 million (44,969.80 €) soll der „Kleine Bruder“ dafür bezahlt haben.
Die Verteidigungbehörden haben den Fluchtschiffbeschaffer für den LTTE-Führer als Arumugam Thivakaran identifiziert, in der Tat ein einflussreicher Mann in Colombos Politikszene.
Das Schiff soll in der Lage sein, mit ausreichend großen, gut gefüllten Treibstofftanks, eine weite Strecke mit hoher Geschwindigkeit unabhängig fahren zu können.
Eine intensive Suche – nach Schiff wie Prabhakaran – sei bereits im Gange, sagte ein führender Beamter der Verteidigungsbehörde zur „Divaina“ (Dieser Zeitung).
Es wird gesagt, dass der angestrebte Bestimmungsort für Prabhakaran „sehr wahrscheinlich“ Eritrea sei, da von dort die meisten Waffen für die Tiger-Terroristen in der letzten Zeit her kamen.
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Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion:
Übersetzt aus dem Sri Lanka Guardian 29.09.2008
London – Der LTTE Frontmann „Kuthirai“ (Pferd) S. Kajendran, „Parlamentarier“ der Tamilischen Nationalen Allianz (TNA) in Jaffna, ist angeblich an einem langfristigen Programm massgeblich beteiligt, mit dem in London und England Spenden für die LTTE-Terrororganisation gesammelt werden soll. Kajendran reist gegenwärtig durch Großbritannien, offenbar, um sich mit LTTE-Sympathisanten zu treffen und Unterstützung zu sammeln.
Nach gesicherten Quellen hat Kajendran mehrere Gruppen von tamilischen Geschäftsleuten sowie Akademiker getroffen und sie gebeten, auf jede erdenkliche Weise die LTTE mit Spenden zu unterstützen, damit die LTTE mit ihren terroristischen Aktivitäten gegen die srilankische Regierung weiter machen kann.
TNA-Parlamentarier sind unter der direkten Kontrolle der LTTE und haben gegen die offensichtlichen und fortwährenden Menschenrechtsverletzungen der LTTE gegen ihre eigenen Leute weder etwas gesagt noch getan.
Die LTTE misstraut sogar ihren eigenen Marionetten-Parlamentariern und hat sie in der Vergangenheit nicht an irgendwelchen Friedensgesprächen mit der Regierung beteiligt.
Übersetzt von: AFP-Nachrichten vom 27.09.2008
Großbritannien hat am Freitag tiefe Betroffenheit über die Situation der Bevölkerung im Norden Sri Lankas geäußert, wo die Regierungstruppen in den letzten Tagen bis zum Stadtrand der nördlichen Rebellenhauptstadt Kilinochchi vorangekommen sind.
Das britische Außenministerium verlangt von der srilankischen Regierung, dass für alle Hilfsorganisationen ein Zugang freigehalten wird. Außerdem wurde an die sogenannten Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) dringend appeliert, den von Kriegshandlungen bedrohten Zivilisten Bewegungsfreiheit zu gewähren.
Shahid Malik, Minister für internationale Entwicklung (DFID) sowie Mark Malloch-Brawn, Minister für Asiatische-Afrikanische Angelegenheiten, haben in einer gemeinsamen Erklärung festgehalten: “Die in letzter Zeit zugenommenen Feindseligkeiten im Norden von Sri Lanka machen die Regierung von Großbritannien sehr betroffen.”
Sie fügten hinzu: “Wir begrüßen es, dass die Regierung von Sri Lanka ihre Verantwortlichkeit anerkennt, den vom Konflikt betroffenen Zivilisten humanitäre Hilfe zukommen zu lassen, und dass sie auch weiterhin mit humanitären Organisationen zusammenarbeitet.“
Sie sagten auch: “Wir bitten die LTTE dringend, sofort sicherzustellen, dass sich die Zivilisten frei bewegen können. Wir rufen beide Seiten auf, ihre Verpflichtungen gegenüber die internationalen humanitären Gesetzen zu respektieren und den Hilfsorganisationen freien Zugang zu ermöglichen und die Zivilisten, die von dem Konflikt betroffen sind, zu schützen.“

Nach einem Treffen in London, nun auch in New York: Britanniens Gordon Brown und der srilankischen Präsident Rajapakse beraten über die Lage in Sri Lanka
Der britische Premierminister Gordon Brown diskutierte am Freitag in New York die Situation mit Sri Lankas Präsident Mahinda Rajapaksa am Rande der Generalversammlung der Vereinten Nationen.
Die srilankanische Regierung, welche sich im Januar von einem Waffenstillstand (den Norwegen ausgehandelt hatte – die Red.) zurückgezogen hatte, ist gewillt, die LTTE-Festung Kilinochchi einzunehmen. Das wäre nach srilankischer Sichtweise ein ebenso entscheidender militärischer wie psychologischer Schlag gegen die Rebellen.
Die Tamil-Tiger-Rebellen haben seit 1972 für ein unabhängiges Heimatland für die tamilische Minderheit gekämpft.
In diesem Bürgerkrieg sind mittlerweile zehntausende Menschen gestorben.
Hilfsorganisationen sagen, dass auf Grund der zur Zeit heftigen tobenden Kämpfe etwa 230.000 Menschen ihr Heim verlassen mussten.
Übersetzt aus der singhalesischen Tageszeitung Divaina vom 26.09.2008
Paris – Die französische Regierung trifft offenbar Vorbereitungen, die tamilische Rehabilitierungsorganisation TRO in Frankreich zu verbieten. Diese Organisation wird beschuldigt, allein im Jahr 2007 in Frankreich insgesamt 7 Millionen Euro für die Terror-Tiger deren Waffen – und nicht wie vorgegeben für humanitäre Zwecke – gesammelt zu haben. Durch den zuständigen Staatsanwalt zur Rede gestellt, konnten die Verantwortlichen bei der TRO nicht schlüssig nachweisen, für welche „humanitäre Zwecke“ genau sie dieses Geld ausgegeben haben wollen.
Der französischen Polizei ist es bei Durchsuchungen auch gelungen, Dokumente zu sichern, welche das Sammeln dieser großen Summe Geldes durch die TRO lückenlos nachweisen. Daraufhin wurde auch der Chef der TRO in Frankreich festgesetzt – ohne Kautionsmöglichkeit wartet er nun im Gefängnis auf seinen Prozess.
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Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion: So präsentiert sich die TRO in Deutschland
Übersetzung eines Artikels aus dem Sri Lanka Guardian vom 23.9.2008
London – Unbekannte Männer, die von sich selbst sagen, dass sie die LTTE repräsentierten, führen bei tamilischen Ladenbesitzern in Großbritannien Spendensammlungen durch. Von den Ladenbesitzern werden große Spendensummen – von 2.000 Pfund (€ 2515.22) bis 10.000 Pfund (€ 12567.10) – verlangt.
Die Spendensammler sagen, sie würden Spenden sammeln, um die gegenwärtigen Kriegsanstrengungen der LTTE zu verstärken.
Die Spenden werden in allen Teilen Londons gesammelt, und einige altgediente LTTE Männer gehen Personen an, die auch schon in der Vergangenheit zu Sammlungen dieser Art beigetragen haben.
Die Spendensammler sagen, dass die LTTE einen entscheidenden Sieg bei den gegenwärtigen Kämpfen erringen wird und dass ihre Anstrengungen durch Spenden von Unterstützern in der Diaspora unterstützt werden müssten.
Ein Ladenbesitzer in Wembley sagte: “Ich habe Angst und weiß nicht, was ich tun soll.” Er sagte weiterhin: „In dem Moment, in dem sie sich als LTTE Männer vorstellten, begann mein ganzer Körper zu zittern. Ich finde, es ist schwer, ein Geschäft zu führen. Mit meinen vielen Verpflichtungen bin ich nicht fähig, von irgendwoher die 5.000 Pfund (€ 6288.10)zu holen, die sie verlangten. Ich fürchte, wenn ich sie nicht bezahle, werden sie sich feindlich gegen mich und das Geschäft verhalten“.
Quellen in Ostlondon teilten mit, dass ein auch Treffen der Spendensammler am 20. September 2008 im Pillaiyar Tempel in der Ley Street in Ilford stattgefunden habe. –
Übersetzung eines Artikels aus dem Sri Lanka Guardian vom 22.9.2008
“ Es ist jetzt die richtige Zeit dafür, dass wir alle vortreten als eine einheitliche srilankanische Gemeinschaft und gegen die terroristischen Elemente kämpfen – und insbesondere jene besiegen, welche die bösartige LTTE unterstützen,” heißt es in einer Erklärung des Sri Lanka Forum, eine politische Organisation, die in Toronto ihren Hauptstützpunkt hat. (Das Forum veröffentlicht ihr Statement kurz vor der Wahl in Kanada, um ihren Mitgliedern Wahlhilfe zu geben – Anm. der Red.)
“Wie ihr alle wisst, hat man die Bundeswahl angekündigt, und es gibt zwei hauptsächliche Parteien, welche das Potential haben, die nächste Regierung zu bilden. Uns ist allen bewusst, dass von diesen zwei Parteien es die Konservativen unter der Leitung von Hr. Stephan Harper sind, welche eine mutige Stellung bezogen haben: Sie wollen die terroristischste Einheit der Welt verbannen, die bösartige LTTE, welche das friedliche srilankanische Leben, die Harmonie und Wirtschaft des Mutterlandes und die Einheit, die das hervorstechendste Gewebe unserer Gesellschaft war, zerstört haben.“
„Nach dieser Erklärung sollten wir der konservativen Partei sehr dankbar sein, und besonders Hr. Stephan Harper. Um unsere Dankbarkeit der konservativen Partei und ihrem mutigen Führer, Hr. Stephan Harper, zu zeigen, bitten wir alle friedensliebenden SrilankanerInnen, die ein Herz für unser Mutterland haben und an die Demokratie und an ein vereinigtes Sri Lanka glauben, in ihrem jeweiligen Wahlbezirk für die Konservativen zu stimmen, und für die Konservativen einen sicheren Gewinn zu gewährleisten, damit der Terrorismus nicht wiederkehrt – und dies würde passieren, wenn sie die Liberalen unterstützen würden.“
“In der Vergangenheit können Sie andere Parteien unterstützt haben. Aber wir bitten Sie im Namen unseres Mutterlandes und im Namen unserer Bekannten und Verwandten, die noch in Sri Lanka leben, damit ihre Leben geschützt werden,stimmen Sie dieses mal für die Konservativen.“
„Stärken Sie die Hände der Partei und ihrer Führer, welche die LTTE verboten haben und unser Land schützen, indem sie den auf Zwang basierenden Spendensammlungen einen Riegel vorgeschoben haben. Die Spendensammlungen wurden benutzt, um Waffen und Munition – mit denen dann unsere schöne Inselnation zerstört wurde – zu besorgen.“
“Denken Sie zweimal nach, bevor Sie wählen. Denken Sie an unser Mutterland. Erinnern Sie sich an unsere Wurzeln. Indem Sie die Konservativen wählen, machen Sie Sri Lanka zu einem sichereren Platz, indem man ohne terroristische Attacken leben kann. Und auch der kanadische Boden ist und bleibt damit ein sichererer Platz für unsere Kinder.“
Übersetzt aus dem srilankanischen Tageszeitung Daily Mirror 23.09.2008
Der früherer Kommandant der LTTE, Karuna, hat gestanden, dass die Terroristen Geld, das für humanitäre Zwecke vorgesehen war, gebraucht haben, um Waffen zu kaufen. Colonel Karuna Amman sagte in einem Interview, dass die Rebellen routinemäßig von den ausländischen Spenden, die den Zivilisten in den von den Guerillas gehaltenen Gebieten helfen sollten, Waffen gekauft haben. Er nannte Kanada die erste Quelle der ausländischen Einnahmen für die Guerillas, welche für die Unabhängigkeit für Sri Lankas ethnische tamilische Minderheit kämpfen.
Karuna hat 22 Jahre bei den Tamil Tigern verbracht und war einer der obersten Kommandanten, bis er 2004 zur Seite der Regierung überging und seine 6.000 Mann starken Truppen mit sich nahm.
Die National Post interviewte ihn an einem geheimen Ort in Colombo für eine Serie über Sri Lankas langwierigen Bürgerkrieg.
Die RCMP und CSIS haben seit langem behauptet, dass die Tamil Tiger Geld in Kanada gesammelt haben, aber man glaubt, dass dies das erste Mal ist, dass ein früherer altgedienter Guerillakämpfer öffentlich diese Verdacht bestätigt hat. Die Polizei sagt, dass sie wenigstens 3 Millionen Dollar als Geldtransfer von Tamil Tiger Unterstützern in Kanada zu ausländischen Konten, die mit den Guerillas verbunden sind, urkundlich belegen können.
Die Bundesregierung in Kanada hat am 16. Juliauf die schweren Vorwürfe geantwortet, indem sie eine wohltätige Gruppe mit Sitz in Toronto, die sich die Welt Tamilen Bewegung (WTO) nannte, verboten hat.
Die Regierung der USA hat ebenfalls den Banken die Anordnung gegeben, die Konten des Toronto Zweiges der Tamilischen Wiederherstellungsorganisation einzufrieren. Beide Gruppen leugnen, etwas Verbrecherisches getan zu haben.
Karuna sagte, dass die Kanadier möglicherweise glaubten, dass das Geld, welches sie in von den Tigern kontrollierte Gebiete schicken, für humanitäre Zwecke genutzt würde, aber dass tatsächlich der Guerillachef Velupillai Prabhakaran alles benutze, um Waffen zu kaufen.
Karuna sagte: “Sie gebrauchen alles Geld für den Krieg.”
Karuna nannte die Schweiz die zweitwichtigste Spendenquelle der Tiger. Er sagte, dass mit dem Geld ein Beschaffungsnetzwerk unterhalten werde, welches Artillerie und andere Waffen von der früheren Sowjetunion kaufe.
Karuna ist in Sri Lanka eine kontroverse Figur. Er ist erst kürzlich aus Großbritannien nach Colombo zurückgekehrt. In Großbritannien saß er für kurze Zeit im Gefängnis, da er das Land mit einem gefälschten Diplomatenpass betreten hatte. Karuna behauptet, diesen Pass hätten ihm Sri Lankas Behörden beschafft.
Großbritannien wies ihn diesen Sommer aus, obwohl diverse Menschenrechtsgruppen die britische Regierung gedrängt hatten, ihn wegen Kriegsverbrechen anzuklagen.
Angeblich ist seine Clique verantwortlich für Mord, Entführungen, Einschüchterungen sowie das Rekrutieren von Kindern – Vorwürfe, die er im Interview abstritt.
Karuna lebt jetzt in Colombo und führt eine politische Partei, die sich die Tamileela Völker Befreiungstiger (TMVP) nennt. Diese Partei hat im Mai bei den Wahlen in den Östlichen Provinzen Kandidaten in den Wahlkampf geschickt und hat nun in der Folge den Posten des Hauptministers der Provinz inne.
Übersetzt aus der sinhalesische Wochenendzeitung Divaina Sunday vom 21.09.2008

Der freundlich lächelnde Mann ist Terroristen-Chef Prabhakaran - er ruft Auslands-Tamillen zum "Endkampf gegen die srilankischen Sicherheitskräfte" auf
Die srilankischen Geheimdienste wollen herausgefunden haben, dass der Führer der Tiger Prabhakaran alle LTTE Gruppen, die unerkannt im Ausland leben, aufgefordert hat, sofort nach Sri Lanka zurückzukehren, um am „Endkampf, der letzten Schlacht“ gegen die srilankanischen Verteidigungskräfte teilzunehmen. Nachdem dieser Befehl ausgegeben worden war, will der Geheimdienst erfahren haben, dass ungefähr 1.000 Kämpfergruppen versuchen sollen, nach Sri Lanka zu einzureisen.
Weitere Berichte enthüllen angeblich, dass Arrangements im Gange sind, nach denen diese Leute verhaftet werden sollen, sowie sie Sri Lanka betreten. Es wird gesagt, dass die LTTE versucht, auf drei Arten diese Gruppen zu sich zu holen. Eine ist es, eine Gruppe über den Katunayake Flughafen einfliegen zu lassen. Eine andere ist es, sie über Indien auf dem Schiffsweg zu holen. Es wird auch gesagt, dass Arrangements gemacht wurde, um einige Gruppen als Fischer verkleidet mit Fischerbooten abzuholen.
Die LTTE ist sich offenbar bewusst, dass die Geheimdienste misstrauisch werden würden, wenn sie alle Gruppen auf die gleiche Art zu sich holen würde. Diese Gruppen haben ein von der LTTE bezahltes Waffentraining erhalten, bevor sie ins Ausland geschickt wurden, um für die LTTE Spenden zu sammeln.
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Mehr zu Velupillai Prabhakaran
Übersetzt aus der sinhalesische Wochenendzeitung Divaina Sunday vom 21.09.2008
Die Srilankanische Regierung hat der indischen Regierung einen ausführlichen Bericht über die jüngsten Aktivitäten der Terror-Organisation LTTE zusammen mit vielen zusätzlichen Information, Belegen und Beweisen geschickt, um zu erreichen, dass das Verbot der LTTE in Indien weiter ausgedehnt wird.
Die Regierung unternahm diesen Schritt, nachdem ein indischer, für die Tiger arbeitender Rechtsanwalt eine Petition an das indische Gerichtswesen geschickt hatte. Darin hatte der Anwalt gebeten, dass das Verbot der LTTE nicht ausgedehnt werden solle, da die LTTE keine Bedrohung für die indische Sicherheit darstelle.
Der indischen Regierung wurde von einer Gruppe von Richtern des Obersten Gerichtshofes unter dem Vorsitz von Richter Wickramjit Singh befohlen, alle erreichbaren Indizien, welche terroristische Aktivitäten der LTTE beweisen und belegen könnten, umgehend vorzulegen.
Übersetzt aus der sinhalesische Wochenendzeitung Lanka vom 19.09.2008
Zu einer Zeit, da die Verteidigungskräfte nur ein paar Kilometer vom Herzen des Tigerterritoriums Kilinochchi und Mulaitivu entfernt sind, mach sich die LTTE-Tiger daran, zivile Ziele im Süden treffen. Dies wurde durch die fehlgeschlagene Bombenattacke auf einen CTB-Bus – offensichtlich mit der Absicht, unschuldige Zivilisten zu töten – bestätigt.
Während die Kampffront im Norden immer aktiver wird, wurden die NGOs, die in Wanni tätig sind, eindringlich gebeten, das Gebiet zu verlassen und nach Vavinuya zu kommen. Die LTTE hat jedoch vorher alle wertvollen Besitztümer dieser NGOs konfisziert, einschließlich der Hochleistungsmaschinen und den so wertvollen Benzinvorräten. Allein das UNICEF Büro, das neben dem TOCEE LTTE Spionagebüro in Kilinochchi liegt, hatte Benzinvorräte für sechs Monate in ihren Tanks. Es wird gesagt, dass gleichermaßen alle NGOs Reservebenzin, Medizin und Nahrung für einen Zeitraum bis zu drei Monaten zur Verfügung hatten. In der Zwischenzeit hat die Regierung diese NGOs gebeten, eine vollständige Liste aller Besitztümer vorzulegen, die sie zurückgelassen haben. Das ist etwa so, als würde man die Stalltür schließen, nachdem das Pferd geflüchtet ist. Es ist kein Geheimnis, dass diese NGOs oft sehr listige Methoden gebrauchen, um die von den Tigern gewünschte Ausrüstung zu ihnen zu bringen. Die „Hilfe der Norweger“ brachte 38 Fahrzeuge nach Wanni, unter dem Vorwand des Minenabbaus, und übergab sie den Tigern. Ihr Chef Peter Avideter hat Visas der srilankanischen Regierung verweigert, aber jetzt wird berichtet, dass Aseela Weerakoon, der srilankanische Botschafter in Norwegen, interveniert hat und dass ab sofort Visen ausgeteilt werden. In der Zwischenzeit wird auch die „Norwegische Solidarorganisation“ beschuldigt, den Tigern die für sie so notwendige Ausrüstung freiwillig zu überlassen.
In der Zwischenzeit hat die Regierung eine strikte Anweisung für alle NGOs herausgegeben, Wanni vor dem 29. augenblicklich zu verlassen. Ausgenommen sind die ICRC. Sie hat sich ebenso wie die europäische NGO Karitas geweigert, dies zu tun und hat festgestellt, dass sie in Wanni bleiben wird, um den Wanni-Leuten zu helfen, welche gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen und in Flüchtlingslager zu gehen. Zusammen mit der von der Regierung getroffenen Entscheidung, alle NGOs dazu zu bringen, das Wanni zu verlassen, hat das mit den Tigern sympathisierende Mitglied des Parlaments, Robert Evan wieder einmal lauthals verkündet dass der srilankanischen Regierung Sanktionen auferlegt werden sollten. Er verlangte auch, dass dies vor dem „europäischen Parlament“ verkündet werden sollte.
Ungefähr 90 Prozent der Arbeiter der NGOs in Wanni haben jetzt das Gebiet verlassen und werden direkt mit den Tigern in Verbindung gebracht. Diese NGOs können keine Arbeiter ohne Zustimmung der LTTE rekrutieren. Allein in der UN gab es ungefähr 100 Arbeiter, während es 1.500 NGOs insgesamt gibt, die der LTTE dienen. Aber als die NGOs nach Vavuniya kamen, erlaubte man diesen Arbeitern nicht, mit ihnen zu kommen. Trotzdem: Einige auserwählte Arbeiter, die mit der TOCEE Spionage-Einheit der LTTE verbunden sind, kamen mit nach Vavuniya. Es wird nun berichtet, dass die meisten Arbeiter dieser NGOs, welche nach Vavuniya kamen – als Fahrer,Helfer, Träger usw. – Spione der LTTE sind, einige von ihnen sollen auch Angehörige der berüchtigten Terrorschwadron Schwarze Tiger sind.
Man hat jetzt erfahren, dass die Tiger wieder versuchen, durch die NGOs, welche das Wanni verlassen haben, mehr Aufmerksamkeit zu erlangen. Es gibt eine Information, nach der die Tiger planen, eins oder zwei Büros der NGOs in Vavuniya selbst anzugreifen und dann die Verteidigungskräfte dessen zu beschuldigen. Es wird auch berichtet, dass auch ein Angriff auf einen Konvoy von NGO Fahrzeugen, der in die Kilinochchi und Mulaitivu Gebiete fährt , um dort Hilfsarbeiten zu verrichten, geplant wird und dass dieser Angriff der Einheit der Streitkräfte zur Last gelegt werden soll. Es ist der Plan der LTTE, internationale Beachtung zu finden; indem sie auf die gleiche Weise töten, wie die 17 internationalen Hilfsarbeiter in Muttur – was damals zu großem internationalen Aufsehen führte.
Übersetzt aus der sinhalesische Wochenzeitung Lankadeepa vom 19.09.2008
6.500 Familien aus drei Dörfern in Kilinochchi verlassen die Kriegsgebiete, da ihnen von den Tigern nicht erlaubt wird, nach Vavuniya zu kommen
Der Regierungsagent in Kilinochchi, Nagalingam Vethanayagam berichtete, dass ungefähr 6.500 Familien, die in drei Dörfern in Kilinochchi leben, wegen der Eskalation des Krieges in Murukkandi, Iranamadu und Araviyal nicht in irgendein anderes Gebiet in Kilinochchi gebracht wurden. Er fügt auch hinzu, dass diese Zivilisten, obwohl sie in Gebiete gehen wollten, die von der Regierung kontrolliert wurden, ins Kandamalai Gebiet im Kilinochchi Distrikt umziehen mussten, denn die Tiger würden ihnen nichts anderes erlauben.
Übersetzt von der englischen Website BBC_Sinhala.com vom 21.9.2008
Trincomalee - Der Ober-Priester des historischen Thirukoneswaram Hindu-Kovil wurde in Trincomalee erschossen.
Journalisten in Trincomalee haben der BBC berichtet, dass am Sonntagabend der Hindu-Priester Sivaguruaja Kurukkal in der Vidyalan Straße erschossen wurde.

Thirukoneswaram ist einer von fünf Tempel in Trincomalee, welcher der hinduistischen Gottheit Shiva geweiht sind.
Sri Lankas Militär-Behörden haben die LTTE beschuldigt, den Priester getötet zu haben.
“Der getötete Priester hatte enge Beziehungen zu den srilankiscchen Sicherheitskräften und der Polizei gepflegt,” lautete eine Erklärung, welche das Medienzentrum für Nationale Sicherheit herausgab.
Thirukoneswaram ist einer von fünf Eswarams – Tempel, welcher der hinduistischen Gottheit Shiva geweiht sind.
Sowohl Hindus als auch Buddhisten besuchen den Tempel, der in einer Hochsicherheitszone im Fort Frederick in Trincomalee liegt und von den Holländern im 17. Jahrhundert erbaut wurde.
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Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion: Hintergrund
Übersetzt von der englischen Website BBC-Singhala.com vom 21.9.08
COLOMBO (AFP) – Die Vereinten Nationen haben mitgeteilt, dass am vergangenen Sonntag ihre Büros in dem von den Rebellen kontrollierten Norden von Sri Lanka ausgeplündert worden seien, nachdem humanitäre Arbeiter letzte Woche dort evakuiert worden waren.
Die Mitteilung der UN verlautete, dass die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) verdächtigt werden, in den Raub aus den Gebäuden, welche auf Anordnung der srilankanischen Regierung verlassen worden waren, verwickelt sind.
Die UN-Mitteilung hat nicht enthüllt, was genau gestohlen wurde. Lokale Medien hatten berichteten jedoch, dass die LTTE-Terroristen große Mengen an Benzin-Vorräten sowie Elektro-Generatoren mitgenommen hätten.
Die UN und andere internationale Büros haben ihr Personal aus dem Krisengebiet nahe der politischen Hauptstadt der Rebellen Killinochchi abgezogen, nachdem die Regierung ihnen sagte, dass für ihre Sicherheit nicht mehr garantiert werden könne.
Die Kämpfe eskalierten um das von den Rebellen gehaltene Wanni Gebiet, in dem Killinochchi und Mullaittivu liegen, während die Sicherheitskräfte auch darum kämpfen, das nördliche Territorium der Terror-Tiger einzunehmen.
Die UN hat die LTTE auf den Diebstahl hingewiesen und gesagt, dass humanitäre Besitztümer und Personal von Hilfsorganisation zu allen Zeiten in Übereinstimmung mit dem internationalen humanitären Gesetzen geschützt sind.
Übersetzung eines Artikels von Human Rights Watch/REUTERS vom 15.9.2008
Reuters – New York - Das am 15. September 2008 angenommene neue Gesetz wird es den Vereinigten Staaten erlauben, ausländischen Militärkommandanten, welche Kindersoldaten rekrutieren, gerichtlich in den USA zu verfolgen. Dies hat heute Human Rights Watch berichtet. Das Gesetz, nach dem man für die Rekrutierung von Kindersoldaten zur Verantwortung gezogen werden kann, hat am 8. September einstimmig das Repräsentantenhaus passiert und wurde heute auch vom Senat angenommen. Das Gesetz macht es zu einem Bundesverbrechen, wenn man wissentlich Soldaten, die jünger als 15 Jahre alt sind, rekrutiert oder in kriegerischen Konflikten gebraucht, und es erlaubt den Vereinigten Staaten, sowohl amerikanische Bürger als auch nicht-amerikanische Bürger, die sich in den USA aufhalten, anzuklagen. Das Gesetz schreibt Haftstrafen bis zu 20 Jahren vor oder lebenslänglich, wenn das Rekrutieren bei den Kindern zum Tode führte. Das neue Gesetz erlaubt den USA auch, Leute, welche wissentlich Kinder als Soldaten rekrutiert haben, zu deportieren oder ihnen die Einreise in die USA zu verweigern.
Das Rekrutieren und Benutzen von Kindern als Soldaten wurde bereits 1998 als Kriegsverbrechen anerkannt, welches unter die Rechtsprechung des Internationalen Gerichtshofes fällt. 2007 wurden vier frühere militärische Befehlshaber aus Sierra Leone von dem „Besonderen Gerichtshof für Sierra Leone“ verurteilt, da sie Kinder als Soldaten rekrutiert und benutzt hatten. Der Internationale Gerichtshof hat auch Rebellen und militärische Befehlshaber aus der Demokratischen Republik des Kongo und aus Uganda angeklagt, weil sie Kindersoldaten rekrutierten und benutzten, aber in diesen Fällen ist es noch nicht zum Prozess gekommen.
Becker sagte: “Die internationalen Gerichte beginnen gerade, Leute gerichtlich zu verfolgen, welche Kindersoldaten rekrutieren, aber fast keine nationale Regierung hat dies bisher getan. Die USA sind wirklich die Ersten, welche sich anstrengen, den Gebrauch von Kindersoldaten zu beenden.“
Senator Richard Durbin war der Autor der von zwei Parteien unterstützten Gesetzesvorlage, welche er dann zusammen mit den Senatoren Tom Coburn, Russell Feingold und Sam Brownback im Senat einbrachte.
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Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion:
Unter den Ländern, von denen bekannt ist, dass zwischen 2004 und 2007 Kinder bei Feindseligkeiten eingesetzt werden, sind: Afghanistan, Burma, Burundi, die Zentralafrikanische Republik, der Tschad, Kolumbien, die Elfenbeinküste, die Demokratische Republik des Kongos, Indien, Indonesien, der Irak, Israel und die besetzten palästinensischen Gebiete, Nepal, die Philippinen, Somalia, Sri Lanka (durch die LTTE), Sudan, Thailand und Uganda.
Übersetzt aus der sinhalesische Wochenendzeitung Lankadeepa 16.09.2008
Der Präsident von Kathaniya der römisch-katholischen Vereinigung in Italien, Rev. Fr. Ashok Perera, hat „Lankadeepa“ erzählt, dass die Vereinigung eine Information über ein Programm der Tiger erhalten habe, wonach diese jeweils ein Mitglied der Familie aller tamilischen Leute mit Familienmitgliedern in Vanni, die in Italien leben und den Tigern kein Schutzgeld zahlen, in Haft genommen haben. Der Ehrw. Vater sagte auch, dass die so festgesetzten Familienmitglieder in LTTE-Gefängnissen festgehalten und nur freigelassen würden, wenn das verlangte Schutzgeld in Italien bezahlt werde. Er sagte auch, dass die italienische Polizei 33 LTTE-“Spendensammler“ in Italien verhaftet habe und dass die Erpressung nunmehr heimlich erfolgten. Ihm sei von Tamilen in Italien erzählt worden, dass sie sehr unglücklich darüber seien, dass sie den Tigern Geld zahlen müssten.
Der Ehrw. Vater erzählte auch, dass die Tamilen in Italien viele Protestveranstaltungen wegen der Grausamkeit der LTTE abhalten würden und dass sie in ihrer Anstrengung von den sinhalesischen Organisationen in Italien unterstützt würden, ganz besonders von buddhistischen Tempeln in Sizilien.
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Anmerkung der Redaktion: siehe auch diesen Link:
http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/391919/index.do?from=rss
Übersetzt aus der sinhalesische Wochenendzeitung Divaina Sunday vom 16.09.2008
Die Regierung hat nun eine gründliche Untersuchung des Vorfalles begonnen, bei dem durch internationale Organisationen der Großteil der 8.000 Millionen Rupien Spenden unter dem Vorwand, Tsunami-Hilfe zu leisten, der LTTE übergeben wurde, so dass diese das Geld für kriegerische Zwecke einsetzen konnte.
Dieser schwerwiegende Verdacht wurde verstärkt, als die Spionageabwehr der Regierung enthüllte, dass eine der internationale Organisation geplant hatte, 1.200 Häuser in Killinochchi zu bauen, die 400 Millionen Rupien kosten sollten. In Wirklichkeit wurden lediglich zwei Häuser bauten. Der große Vorrat von Eisen und Zement, der zu diesem Zweck nach Kilinochchi gebracht worden war, ist spurlos verschwunden.
Als die Streitkräfte Mallawi in Killinochchi und einige Gebiete in Mulativu einnahmen, wurde es offensichtlich, dass in Wirklichkeit kein Projekt dieser internationalen Organisation je durchgeführt worden ist, und dass diese Organisationen seit Jahren die internationale Gemeinschaft und die Regierung in die Irre geführt hatten, nachdem sie erst einmal ihre Büros in Killinochchi aufgebaut hatten.
Ein altgedienter Offizier sagte, dass einige der NGOs in der letzten Zeit sogar quasi-diplomatische Privilegien genossen hatten.
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Der Kommentar zu diesen Artikel:
DIE LTTE UND DIE UNTERWELT
Sehr bald schon wird der LTTE-Terrorismus ausgerottet sein, nachdem man ihn zu Boden geschmettert hat, und die internationalen Organisationen und Parasiten, welche sich mit LTTE-Projekten einen Lebensunterhalt verschafft haben, müssen sich neue Terrororganisationen suchen, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Dies könnten die Al Qaeda oder die Taliban sein oder einige andere terroristische Vereinigungen, welche sich derzeit bemühen, beispielsweise Indien zu zerbrechen; es kann aber auch irgendeine Höhle in China oder Russland sein.
Heute haben die Leute starke Hoffnungen, dass es der Regierung gelingt, den Terrorismus in Sri Lanka völlig zu zerstören, aber der letzte „Divaina Sunday“ hat einen anderen, beunruhigenden Blickwinkel enthüllt, welcher noch nicht die Aufmerksamkeit der zuständigen Behörden erregt hat: die Verbindung zwischen der LTTE und der Unterwelt von Colombo. Dieser Artikel erklärt klar, wie die Unterwelt von Colombo als Leibwächter der LTTE Sturmtruppen fungieren und wie sie den Tigern bei vielen anderen destruktiven Akten bereitwillig helfen. Zu gleicher Zeit haben auch der Drogenhandel, Erpressung und verschiedene andere Arten illegitimen Handelns in Colombo und anliegenden Gegenden zugenommen.
Die Regierung hat vor einiger Zeit einiges an Anstrengungen unternommen, die Unterweltaktivitäten zu zügeln, aber jetzt ist die Gefahr stärker, weil die LTTE, die von ihren internationalen und nationalen Freunden verlassen wird, nur noch die Unterwelt hat, an die sie sich, zwecks Geldbeschaffung, klammern kann.
Die Unterwelt kennt keine patriotischen Gefühle oder irgendetwas in der Art, und sie besteht aus erbarmungslosen Leuten, die nur von Geld regiert werden. Aber sie haben diese unheimliche Fähigkeit, Plätze zu erreichen, die normalen Bürgern unzugänglich sind. Die Polizeiquellen sagen, dass diese wichtigen Unterwelt-Könige ihr Bollwerk sogar in friedlichen Wohnvierteln errichtet haben, unbemerkt von der Polizei. Für diese Leute ist es sehr einfach, ihre Freunde, die Terroristen, an diesen Orten unterzubringen. Es wäre reiner Selbstmord, die Sicherheitsvorkehrungen in diesen Gebieten abzumildern, nun da man durch die von den Terroristen erlittenen, reihenweisen Niederlagen Auftrieb bekommen hat.
So ist der einzige mögliche Weg, das Land wieder und wieder in Alarmbereitschaft zu halten und die gegen die Gesellschaft gerichteten Elemente – wie z.B. die der Unterwelt – dauerhaft anzugreifen und endlich auszumerzen.
Übersetzung eines Artikels aus dem Lanka Dissent vom 17.9.2008
London/Colombo – Mark Lord Malloch-Brown, britischer Minister für Angelegenheiten im Ausland und Commonwealth (Asien und Afrika) hat gesagt, dass sein Land keine tamilische Exilregierung anerkennen würde.
Der Minister sagte: “Es gibt politische, demokratisch gewählte Parteien, welche die Tamilen in Sri Lanka repräsentieren. Die LTTE führt einen bewaffneten Kampf und bewegt sich damit außerhalb des Rechtssystems. Die Regierung in Colombo repräsentiert eine demokratisch gewählte Regierung. Die Regierung Großbritanniens wird keine tamilische Exilregierung, die aus der LTTE hervorgeht, unterstützen“.
Der Minister sagte dies während einer Versammlung in London. Er sagte weiter, dass die EU und Großbritannien die GSP als legitimes Werkzeug betrachten würde, um auf Sri Lanka Druck auszuüben.
Die Versammlung wurde organisiert von Gareth Thomas, Mitglied des Parlaments, um den Einwohnern von Harrow die Gelegenheit zu geben, ihre Sorgen wegen des andauernden Konflikts in Sri Lanka mit Malloch Brown, Robert Evans und dem Berater Thaya Idaikkadar zu diskutieren.
Tamilische Mitglieder der Gemeinschaft haben den Minister gebeten, stärkere Sanktionen gegen die srilankanische Regierung zu ergreifen, einschließlich des Rückzugs der GP Vergünstigungen.
Der Minister sagte, dass er schon mit den Ministerien für Handel und Ausland darüber gesprochen hätte, dass es für Sri Lanka erforderlich sei, die Menschenrechte zu bewahren, damit die Ausdehnung der Vergünstigungen gesichert sei. Wörtlich sagte er zu diesem Thema: “Andererseits möchten wir nicht, dass srilankanische Arbeiter ihre Jobs verlieren. Andererseits ist dies ein Handelsvorzug für Länder und Sri Lanka muss eine Menge tun, damit die Ausdehnung des Vorzugs gesichert ist,“ so sagte er der Versammlung.
Der britische Minister sagte, dass Sri Lanka die internationalen Standards für Menschenrechte einhalten müsse, damit es eine Ausdehnung der Vorzüge für weitere drei Jahre gäbe.
Übersetzung eines Artikels aus dem Lanka E-News vom 13.9.2008
Laka-e-News hat erfahren, dass die internationalen und örtlichen NGOs (internationale und nationale Hilfsorganisationen, Anm. der Red.) , welche von dem von der LTTE gehaltenen Territorium zurück zu dem von der Regierung kontrollierten Gebiet kommen, nicht alle ihre Besitztümer mitbringen, wie von der Regierung verlangt.
Trotz der Feststellung des Ministers für Menschenrechte und Katastrophenmanagement Mahinda Samarasinghe, dass der Regierung die Statistik der Besitztümer der INGOs und NGOs vorliegen, hat Lanka-e-News erfahren, dass einige NGOs nicht korrekte Inventarlisten der Besitztümer, die sie nach Vanni mitgenommen und dort instandgehalten haben, vorgelegt haben.
Zum Beispiel liegt die Liste der Besitztümer der UNICEF in Vanni vor. Für das Büro, das neben dem LTTE Spionageflügelbüro liegt, waren mehr als 10 Fahrzeuge registriert, die UNICEF hatten einen Vorrat von Benzin, der ungefähr sechs Monate reichen würde, in einem Kellerlager gebunkert. Es ist nicht klar, was die UNICEF mit diesem Vorrat gemacht hat.
Gleichermaßen haben fast alle NGOs in Vanni Benzinvorräte gespeichert, die für zwei bis sechs Monate reichen.
Ein Liter Benzin, der für 157 Rupien in anderen Gebieten verkauft werden würde, wird in Vanni für 1000 Rupien gehandelt, und ein Liter Diesel für 450 Rupien, während der Preis für Diesel in anderen Gebieten des Landes bei 110 Rupien liegt. Bei vielen Gelegenheiten ist der Liter in Vanni „kleiner“ als der Liter in anderen Gebieten. Benzin wird in leeren Coladosen verkauft.
Bevor die UNICEF im Parlament ausgesagt hatte, dass sie Kontakte mit der LTTE unterhält, waren vier bis fünf Fahrzeuge pro Tag zwischen Colombo und Vanni unterwegs. Die UNICEF hat keine Inventarlisten abgeliefert über die Menge der elektrischen Generatoren und Zubehörteile, die in dieser Zeit nach Vanni gebracht hatten.
Das Internationale Kommitee des Roten Kreuzes (IRC) und 10 anderen INGOs betätigen sich humanitär in Vanni. Ungefähr 10 Prozent des Personals dieser Organisationen sind Ausländer, während der Rest des Personals Einwohner des Vanni sind. Die Zahl beläuft sich auf über 1500 und die Mehrheit von ihnen ist mit dem Entfernen von Minen beschäftigt. Mehr als 100 Bewohner von Vanni haben bei der UNICEF und anderen mit der UN verbundenen Organisationen gearbeitet.
Die INGOs wollten, dass das Personal nach Vavuniya gebracht würde, aber das hat die LTTE nicht erlaubt. Ein gewisser Thyagaraja, der bei diesen Organisationen arbeitete, stellte es so dar, dass die LTTE sehr gegen den Umzug war und gesagt hatte, dass Vanni die Dienste der Bewohner von Vanni bräuchte.
Schließlich baten die INGOs die LTTE, sie nicht für militärische Aufgaben einzuteilen. Der Preis dafür, dass die LTTE ihrem Bittgesuch nachkam, war der Erwerb einiger der Besitztümer der NGOs. Die Berichte, nach denen die LTTE versprochen hat, diese Personen nicht für militärische Aufgaben einzusetzen, sind in einer Zeit, da die LTTE auch Kinder unter 18 Jahren für den Endkampf einsetzt, mehr als zweifelhaft.
Die Regierung hat einige der Beamten der INGOs beschuldigt, dass sie als Beschaffungsmakler der LTTE dienten. Die Sicherheitskräfte befürchten, dass die NGO die Satellitentelefone geliefert haben, welche die Selbstmordgruppen bei dem kürzlich erfolgten Vavuniya-Angriff benutzten.
Lanka-e-News hat erfahren, dass die Besitztümer der NOGs, die nach Vavuniya zurückkehren sollen, entweder durch die LTTE geraubt worden sind oder der LTTE als Lösegeld gegeben worden sind, damit die humanitären Arbeiter nicht für militärische Aktivitäten eingesetzt werden. Obwohl viele Organisationen diese Ereignisse der Regierung nicht berichtet haben, haben sie in ihren internen Berichten diese Ereignisse erwähnt.
In der Zwischenzeit haben die INGOs entschieden, den Bewohnern von Vanni einen dreimonatigen Lohn auszuzahlen, bevor diese ihre Dienste beenden. Der Korrespondent von Lanka-E-News, der in Vavuniya lebt, erzählt, dass die LTTE schon dieselben Leute für Aktivitäten wie das Bauen von Bunkern eingesetzt hat, was LTTE-intern nicht als direkte militärische Aktivität angesehen wird.
Übersetzt aus dem srilankanischen Tageszeitung Daily Mirror 15.09.2008
Las Vegas, Nevada – Die demokratische Senatorin und Bewerberin um das Amt einer Kongressabgeordneten, Dina Titus, hat erklärt, dass Sri Lanka das am meisten missverstandene Land in der Welt sei, und dass nach ihrem Verständnis Sri Lankas Tamil Tiger (die LTTE, Anm. der Red.) eine terroristische Gruppe und keine Befreiungssorganisation ist. Die LTTE repräsentiere, so Titus, keineswegs die tamilische Minderheit mit ihren oft durchaus angebrachten Beschwerden gegenüber der singhalesischen Mehrheit.
Sri Lanka hat einen Schritt vorwärts getan und das Herz einer möglichen künftigen Gesetzgeberin der USA gewonnen. Damit besteht die Hoffnung, dass der Kongress der USA versteht, worum es dieser Nation im Indischen Ozean wirklich geht. Prof. Dina Titus sagte weiter: “Mir ist bewusst, dass die Tamil Tigers nicht aufrichtig waren, als sie zum Verhandlungstisch kamen.” Prof. Titus sagte weiter, dass eine terroristische Organisation als solche behandelt werden müsse, und dass mit solche Organisationen erst gar nicht verhandelt werden sollte
Die Kongressabgeordnete in spe, sagte dies vor einer Gruppe von Srilankanern und anderen Wahlunterstützern, die sich versammelt hatten, um die Kandidatur von Prof. Dina Titus (derzeit ist sie amtierende Minderheitsführerin der Demokraten im Senat des Staates von Nevada in dieser Legislaturperiode) zu unterstützen. Die Unterstützung ist gedacht für die im November stattfindenden Kongresswahlen in den USA; dafür hatte sich der so genannte Dritte Wahlbezirk in Nevada versammelt. Der Vorsitzende beim asiatisch-amerikanischen Parteiausschuss der Demokraten ist derzeit ein gebürtiger Srilankaner: Sedera Sanjeewa.
Dina Titus ist Professorin für Politische Wissenschaften an der Universität von Nevada und seit 20 Jahren Senatorin im Staat. Obwohl sie 2006 die Jagd auf das Amt des Gouverneurs im Staat an den Kandidaten der Republikaner Jim Gibbons verloren hatte, hatte sie Gibbons im 3. Kongress-Bezirk geschlagen. Sie ist somit im Rennen bei den anstehenden, vier allgemeinen Wahlen im November diesen Jahres.

Prof.Dina Titus, demokratische Senatorin des US-Bundesstaates Nevada und Anwärterin um das Amt einer Kongressabgeordneten bei den anstehenden Wahle
“Es bedarf sehr großer Anstrengungen und der Überwindung von vielen Schwierigkeiten, die richtige Balance zwischen den Menschenrechten und der nationalen Sicherheit zu halten. Hier in den Vereinigten Staaten haben wir für einige Zeit die nationale Sicherheit auf Kosten gewisser Menschenrechte verstärkt. Nach dem terroristischen Anschlag vom 11. September haben sich die Vereinigten Staaten bemüht, eine neue Balance zwischen Menschenrechten und der Nationalen Sicherheit herzustellen.“
“Ich werde auf Sie zurückkommen, um bei Streitfragen, mit denen sich Sri Lanka konfrontiert sieht und über die ich derzeit noch nicht viel weiß, Hilfe zu holen. Ich bin seit zwanzig Jahren in der Rechtsprechung des Staates tätig und weiß, wie die Politiker arbeiten und wie die Legislative arbeitet.
“Ich habe versucht, etwas über die Situation in Sri Lanka und die Tamil Tiger zu lesen, und mir ist bewusst, dass die Tamil Tiger von der Regierung der Vereinigten Staaten als eine Ausländische Terroristische Vereinigung (FTO) gesehen wird. Mit ist auch bewusst, dass die Regierung der USA das Vermögen einer so genannten Hilfsorganisation eingefroren hat, die in den Vereinigten Staaten tätig war und von der bekannt geworden ist, dass sie eine gut funktionierende Tarnorganisation der Tamil Tiger ist“, erklärte die Senatorin bei dem Gespräch. Sie erklärte weiter: “Die Vereinigten Staaten haben eine starke und enge Beziehung zu Sri Lanka. Wir haben nach dem Tsunami von 2004 viel Hilfe und Beistand geleistet. Und die USA haben Sri Lanka durch US-AID bei ihrer künftigen wirtschaftlichen Entwicklung unterstützt.“
”Und ich verstehe, dass die Regierung von Sri Lanka den Tamil Tigern mehrfach die Hand angeboten und sie an den Verhandlungstisch eingeladen hat, damit man gemeinsam die Probleme löst. Aber die Tamil Tiger haben keine Aufrichtigkeit gezeigt. Manchmal erscheinen sie nicht oder sie ziehen sich abrupt von Gesprächen zurück.“ erklärte Senatorin Titus und zeigte damit, wie gut sie die Situation in Sri Lanka versteht.
Die Senatorin sagte gleich zu Beginn des Gesprächs entschieden, dass, wenn sie erst einmal im Kongress der Vereinigten Staaten sei, sich ihr kein Lobbyist der Tamil Tiger nähern solle.
Übersetzung eines Artikels aus dem Sri Lanka Guardian vom 14.9.2008
Vom Sri Lanka Guardian-Büros in Bangkok und London - Die LTTE, welche sich anlässlich der Ausschreitungen im Juli 1977 in Sri Lanka gegründet hatte, hat ihre Operationsbasis auf eine international vorher nie da gewesene internationale Ebene ausgeweitet. Die im Ausland lebenden tamilischen Gemeinschaften, die der LTTE wohl gesonnen sind, garantieren wertvolle finanzielle Unterstützung und Einsatzhilfe. In den letzten paar Jahren haben Polizeieinsätze, die als Spitze gegen die heimlichen Aktivitäten der LTTE gedacht waren, dazu geführt, dass Dutzende von den im Ausland für die LTTE Tätigen Tamilen in vielen Ländern verhaftet wurden.
Auch in Thailand wurden viele Tamilen verhaften, weil sie in Angelegenheiten der LTTE verwickelt waren. Einige von ihnen werden für unbestimmte Zeit im Gefängnis behalten, da sie für die LTTE Kreditkarten-Betrügereien durchgeführt hatten. Eine Gruppe von Tamilien, welche verhaftet wurde, weil sie Hunderte von Kreditkarten ins Touristenzentrum Puket vor zwei Jahren brachte, ist noch in Untersuchungshaft.
Der interessanteste dieser gefangenen Leute war „KP“, der Waffenhändler der LTTE. Eine der Tageszeitungen in Singapur äußert sich dahingehend: “Am 10. September 2007 hatten viele – einschließlich die Regierung von Sri Lanka – geglaubt, dass man in Bangkok Kumaran – oder KP genannt, den hauptsächlichen Waffenlieferanten für die Befreiungstiger von Tamil Eelam – verhaftet hätte. Aber KP „verschwand“. Und das, während er angeblich n thailändischer Haft war.
Die thailändischen Behörten spielen ein merkwürdiges Spiel, indem sie einen Verbrecher wie KP (alias K Pathmannathan oder K P Nathan) freilassen, hingegen aber andere kleine LTTE-Aktivisten schwer bestrafen.
Eine thailändische Zeitung schrieb zu dem Fall, dass KP jemand wäre, der Victor Bout entspräche. Nach den Nachrichten ist Victor Bout ein „41-jähriger russischer Geschäftsmann, der das Vorbild des von Nicholas Cage im Film „Kriegsherr“ (Originaltitel: „Lord of War“ Anm. der Red.) von 2005 gespielten Mannes gewesen war und der in einem Fünf-Sterne-Hotel einen Handel mit den Revolutionären Bewaffneten Streitkräften von Kolumbien (FARC) abgeschlossen habe“. In einer Geheimaktion, die von der auf das Entdecken von Drogen spezialisierten Polizeieinheit durchgeführt worden war, wurde Bout in Los Angeles zusammen mit Chchta Rajan und KP Nathan verhaftet.
Ein Dossier enthüllt über Chchta Rajan: “2002 wurde der Pate der indischen Unterwelt, Chhota Rajan, in seiner Wohnung in Bangkok angeschossen. Und in einer Szene, welche aus einem Bollywood Film stammen könnte, entkam der verwundete Gangster, den man in einem privaten Krankenhaus von Bangkok bei strenger Bewachung untergebracht hatte, indem er an zusammengeknoteten Bettlaken aus dem Fenster kletterte.“
Man sagt von KP, dass er ungehinderten Zugang zu den thailändischen Militär-Behörden habe. Als die von Anton Balasingam angeführte LTTE Delegation in Bangkok war, wurde ein Mitglied – während sich einige Delegierte in die Rotlichtviertel schleppen ließen – an einen geheimen Ort gebracht, um KP zu treffen. Der Ort war ein Teeladen, irgendwo, meilenweit weg, in einem vom Dschungel umgebenen kleinen Dorf. Dies klärt zumindest einiges über den Einfluss der LTTE in Thailand.
“Bangkok ist ein logistisches Zentrum und ein Angelpunkt für den Flugverkehr. Korruption ist hier weit verbreitet, und es gibt viele Wege, wie man aus dem Land kommen kann; Bangkok ist außerdem ein Zentrum für Falschgeld und gefälschte Ausweise,“ erzählte ein Analytiker, der sich mit Sicherheit und Spionagekreisen auskennt, den hiesigen Medien. Die Korruption sei so weit verbreitet, dass die LTTE-Terroristen die Beamten bestochen hätten, um sich frei in Thailand bewegen zu können.
Kurz bevor KP in Thailand in Schwierigkeiten geriet, wurde er von der LTTE fristlos aus seiner Position als Waffenlieferant entlassen, wobei man vorgab, es habe „finanzielle Unregelmäßigkeiten“ gegeben. Er wurde ersetzt durch Predeep Master. Aber dies war ein großer Fehler, da Predeep Master sich so ungeschickt benahm, dass viele seiner Leute in die Hände von Behörden in den vielen Ländern fielen, in denen sie agierten.
Vor zwei Jahren gab es eine Operation gegen die LTTE, an der Agenten des amerikansichen FBI teilnahmen. Bei dieser Operation zeigte es sich, wie verletzbar die LTTE ist, seit sie Predeep Master als Waffenkäufer einsetzt – viele Mitverschwörer und Helfershelfer konnten dingfest gemacht werden. Die LTTE zeigte, dass sie konsequent handeln kann; man entschuldigte sich bei KP und setzte ihn wieder als ihren Lieferanten ein.
Übersetzt aus der sinhalesische Wochenendzeitung Davaina Sunday 16.09.2008
Vavuniya – Die Verteidigungsbehörden haben entdeckt, dass die meisten der iNGOs (Internationale Hilfsorganisationen, Anm. der Red.), welche sich auf Anordnung der Regierung nach Vavuniya in Sicherheit zurück ziehen sollten, ihre Besitztümer, die sie in Kilinochchi gebraucht hatten – z.B. Satellitentelefone, Walky Talkies, Generatoren sowie Benzinvorräte für sechs Monate, die in ihrem Besitz waren – nicht mitgebracht haben.
Ein ehemaliger Beamter Verteidigungsministeriums sagte, dass es 20 aktive NGOs in Killinochchi vor dem Rückzug gab; er bestätigte auch, dass sie viele Besitztümer hätten, die niemals der Regierung richtig bekannt gegeben worden wären. Als die NGOs von Omanthai nach Vavuniya flüchteten, hätten sie sehr wenig Material bei sich gehabt. Er sagte auch, dass diese Organisationen ursprünglich mindestens 20 große Generatoren nach Killinochchi gebracht hätten, aber sie hätten nicht erklärt, was mit diesen geschehen war.
Ein anderer NGO, der sein Büro direkt neben dem TOCEE-Spionagebüro der LTTE in Killinochchi hatte, wurde ebenfalls von den Sicherheitskräften ins Visier genommen. Diese Organisation hatte ursprünglich zehn Fahrzeuge auf sich zugelassen, aber nur zwei davon wurden nach Vavuniya mitgenommen.
Übersetzung aus der englisch-sprachigen monatliche Magazin Himalmag Sept. 2008
von Dushiyanthini Kanagasabapathipillai
Mit ihrer bisherigen fest konventionellen militärischen Denkweise könnte die LTTE eine gute Gelegenheit verpasst haben inhaltliche politische Gewinne einzufahren.
In den vergangenen drei Jahrzehnten, wurde die LTTE als eine brutale Organisation beschrieben, die aus ihrer Struktur, Motivationen und Strategien stets ein Geheimnis machte. Einige haben die Streitmacht abgelehnt, als politisch bankrott und hoffnungslos nihilistisch beschrieben, während andere behaupten (und auch weiterhin behaupten), sie sei die einzige Einheit, die eine Chance habe, die politische Zukunft der Tamilen in Sri Lanka zu steuern. In den letzten Jahren jedoch ist ein höheres Maß an öffentlicher
ernüchternder Analyse in der Frage der LTTE aufgekommen. Dies geschah aufgrund mehrerer Faktoren: dem internationalisierten norwegisch geführten Friedensprozess, die Kein-Krieg-Situation, in denen Stimmen von Dissidenten innerhalb der tamilischen Gemeinwesens einige der inneren Abläufe der Tamil Tigers ans Licht bringen konnten,aber auch die Spaltung der Organisation, mit seinen ehemaligen Ost-Kommando, das mittlerweile als paramilitärischer Arm der Regierung gegen die LTTE genutzt wird. Nur wenige werden nicht zustimmen, dass die Tigers die Sicherheitslage und die politische Landschaft in Sri Lanka radikal verändert haben, vor allem durch ihre militärischen Strategien und Guerilla-Taktiken. Tatsächlich hing das Wachstum und das Überleben der LTTE in den letzten 30 Jahren von ihren einzigartigen Fokus Militarismus ab. In diesem Zusammenhang ist die Schwächung der Organisation, verursacht durch Niederlagen auf dem Schlachtfeld in den letzten zwei Jahren, deutlich schwerer zu erklären, denn es ist diese Unterordnung ihrer Politik, hinter den konventionellen militärischen Anstrengungen, die die Ursache für ihren scheinbar irreversiblen Rückgang sein könnte.
Während der frühen Jahre der LTTE, Mitte der 1970er Jahre, bestand die Streitmacht aus einer kleinen Gruppe von Jugendlichen aus der tamilischen Mittelklasse vor allem von der Jaffna-Halbinsel. Diese Gruppe war inspiriert von der „Hit and Run“ Taktik, die von Teilen der anti-kolonialen Bewegungen in Indien und in Irland genutzt worden war. Im Anschluss an das Erbe des militanten Freiheitskämpfers Bhagat Singh aus dem frühen 20. Jahrhundert konzentrierte sich die LTTE auf Morde in einem Umfeld der Stadtguerilla, bei denen Fahrrad fahrende Jugendliche mit Pistolen Polizisten und Einzelpersonen umbrachten, die als „Verräter“ gekennzeichnet waren. Diese Angriffe, die sich vor allem auf die Halbinsel Jaffna beschränkten, wurden durch die Plünderung von Banken finanziert. Im Laufe der nächsten Jahre eskalierte die staatliche Repression als Reaktion auf solche bewaffneten Aktivitäten, einschließlich der Einführung von drakonischen Maßnahmen wie dem Prevention of Terrorism Act, der Entführung und Ermordung von politisierten tamilischen Jugendlichen und der Verbrennung der Jaffna-Bibliothek. Anschließend begannen bewaffneten Gruppen, insbesondere die Tamilentiger, größere Operationen wie Angriffe auf Polizei- und Armee-Konvois. Zu dieser Zeit bestand die LTTE aus nicht mehr als 30 Vollzeit-Mitgliedern, unterteilt in einzelne Zellen.
Es war nach dem Juli 1983 und den damals staatlich geförderte Unruhen, in dem mehr als 2000 tamilischen Zivilisten massakriert wurden, ausgelöst durch die LTTE-Angriff auf einen Armee-Konvoi, bei dem 13 Soldaten getötet wurden, dass die Tiger und andere bewaffnete Gruppen in Größe und Anzahl wuchsen. Plötzlich traten Tausende von Jugendlichen der LTTE bei, zusammen mit wachsender politischer und materieller Unterstützung der tamilischen Bevölkerung im Allgemeinen. Die Situation nach 1983, kombiniert mit den Aktivitäten bewaffneter Gruppen, die Stützpunkte in Indien unterhielten, führte dazu, dass die srilankische Armee in vielen Teilen des Nordens in ihre Kasernen zurückgedrängt wurde. Die Hit-and-Run-Taktik wurden in eine vollständige Guerilla Kriegsführung umgewandelt, mit Unterstützung durch indische Ausbilder in Lagern in Tamil Nadu und mit finanzieller Unterstützung durch Auslands-Tamilen in westlichen Ländern. In diesem Zeitraum kam es auch zu einem dramatischen Anstieg der Morde und Folterungen in vielen der bewaffneten Gruppen, einschließlich der LTTE, indem die militante Führung versuchte, mitten in einem Umfeld von Misstrauen und Angst die Oberhand zu behalten.
Der Dritter Akteur
Kombinierte militärische Gewinne und Versuche einer gemeinsamen Koalition der vier großen bewaffneten Gruppen – bekannt als Eelam National Liberation Front, oder ENLF – waren nur von kurzer Dauer. Ein großer Teil dieses Versäumnisses ist der LTTE zuzuschreiben, die beschlossen hatte, die internen Spannungen innerhalb der anderen bewaffneten Gruppen zu nutzen – um die Konkurrenten zu beseitigen. Dies begann im April 1986 in Jaffna mit dem Massaker an Hunderten von Kadern der Tamil Eelam Liberation Organization (TELO). Aber ein solch blutiger, interner Krieg schwächte die militärischen Erfolge, die von den Rebellengruppen erzielt worden waren. Im Mai 1987 erzielte die srilankische Armee rasche Erfolge, die in einem Angriff auf Vadamarachy, Jaffna im Norden Sri Lanka gipfelten, der als Operation Liberation bekannt wurde und nur zu stoppen war durch Druck und offene Intervention durch Neu-Delhi. Während die Ausbildung von wenigen hundert LTTE Kadern in Indien eigentlich der Guerilla-Kriegsführung dienen sollte, war sie im Wesentlichen eine Ausbildung für eine konventionelle Armee. Dies ist erheblich, da die LTTE zum ersten Mal versuchte, Operation Liberation mit konventionellen militärischen Begriffen zu begegnen und sich letztlich dazu nicht in der Lage sah, der bedeutenden Mann- und Feuerkraft, und vor allem den Luft-Angriffen der Regierung aus Colombo zu widerstehen.
Im Anschluss an das Indo-Lanka Accord von 1987, kam durch die indische Intervention und den Einmarsch der indischen Friedenstruppen (IPKF) eine dritte Kraft in den Konflikt. Die LTTE entschied sich in der Folge, diese neue Streitmacht herauszufordern, da es indische Intervention als Untergrabung ihrer eigenen Rolle als „einzige Vertretung“ der tamilischen Gemeinschaft interpretierte, in einem politischen Prozess, der zu einer politischen Vertretung durch eine Anzahl politischer Akteure führen sollte. Neu-Delhi, auf der anderen Seite, sah die tamilischen bewaffneten Gruppen, einschließlich der LTTE, als Mittel zur Erreichung politischer Ziele, sowohl in Bezug auf ihre Hegemonie in der Region als auch eine politische Lösung in Richtung der Beschwerden der Tamilen. Mit der unvorhergesehenen Wiederaufnahme der Feindseligkeiten durch die LTTE, zeigte sich, dass die Inder schlecht vorbereitet waren und allzu großes Vertrauen in ihre Fähigkeit zur Kontrolle der LTTE gelegt hatten. Die LTTE setzten wiederum kalkulierte Provokationen ein, die zu Angriffen von indischen Truppen mit großen Opferzahlen unter der Zivilbevölkerung führten, was in der Folge die ursprüngliche Unterstützung der Menschen für die IPKF aushöhlte. Während es der Friedenstruppe schließlich gelang, ihre Präsenz zu etablieren und die LTTE in den Dschungel abzudrängen – wodurch sie wieder auf die Durchführung von Hit-and-Run-Operationen reduziert wurde – glaubten viele, dass die IPKF aufgrund der unterschwelligen Spannungen zwischen New Delhi und Colombo eigentlich nicht an einer vollständigen Eliminierung der LTTE interessiert war. In diesem düsteren Tagen der srilankischen Geschichte ging die Regierung von Ranasinghe Premadasa, die die Umsetzung des Indo-Lanka Accord ablehnte und der indischen Intervention negativ gegenüberstand, sogar so weit, Geschäfte mit der LTTE zu machen, einschließlich der Bereitstellung von Waffen, in der Hoffnung, die Inder dadurch schneller zum Abzug zu bewegen.
Bis März 1990 war den Rückzug der IPKF dann in der Tat abgeschlossen. Die LTTE nutzte die Gelegenheit, die restlichen bewaffneten tamilischen Gruppen und politischen Formationen zu dezimieren, darunter die gesamte Führung der gemäßigten Tamil United Liberation Front (TULF). Die Wiederaufnahme des Krieges mit der Regierung Premadasa in den frühen 1990er Jahren hatte ein Überraschungselement, das die LTTE häufig nutzte. Im Juni 1990 massakrierte die LTTE kaltblütig Hunderte von Polizisten, die sich in der Ostprovinz eigentlich ergeben hatten. Die Regierung Premadasa, die auf einen neuen Krieg nicht vorbereitet war, hatte eine Vielzahl von belagerten Polizei-Stationen zur Aufgabe aufgefordert, nicht erwartend, dass die LTTE die Polizisten töten würden. Die Rebellen gerieten der Folge der Lage, ihre Kontrolle im Osten massiv auszuweiten.
Im Norden nutzte die LTTE diesen Zeitraum, um in den Gebieten um Jaffna quasi-staatliche Strukturen unter ihrer Kontrolle zu schaffen; In diese Zeit fällt auch eine groß angelegte Transformation der Tiger zu einer konventionellen Streitmacht. Eine Reihe von operativen Strukturen wurde etabliert, was letztlich dazu führte, dass erhebliche Änderungen der Funktionalität der Organisation eintraten. Diese Veränderungen führten zwangsläufig auch zu einer qualitativen Veränderung des Verhältnisses der LTTE zu den Menschen, indem sie offene Ausbeutung institutionalisierte, zum Beispiel durch die neuen Struktur der Besteuerung, der zunehmenden Rekrutierung von Kindern als Soldaten sowie die Einrichtung eines „Pass“-Systems für Zivilisten bei Reisen außerhalb ihres Hoheitsgebiets. In diese Zeit fallen ebenfalls die Massaker in den Moscheen in Kattankudy und Eravur im Osten Sri Lankas im August 1990, bei denen etwa 150 Muslime während ihres Gebets von der LTTE ermordet wurden, dies gefolgt von ethnischen Säuberungen der gesamten Bevölkerung von Muslimen aus der Nordprovinz. Dieser Wahnsinn kostete nahezu 75.000 Menschen innerhalb von zwei Tagen Ende Oktober 1990 das Leben. Diese Akte der Brutalität gegen die muslimische Bevölkerung, die die muslimische Gemeinde noch in der Zukunft entfremden könnten, wurden durchgeführt wurden wie militärische Operationen, und läuteten die Entstehung von pseudo-staatlichen Strukturen ein.
Konventionalisierung
Während die LTTE ihre Kader von Anfang an aufgefordert hatte, Zyanid-Kapseln für den Fall der Gefangennahme zu tragen (so konnten sie Selbstmord begehen und nicht um derrPreisgabe von Informationen willen, gefoltert werden), wurden in den frühen 1990er Jahren die Black Tigers als
Selbstmord-Truppen entwickelt. Dies war eine Elite-Gruppe von Selbstmord-Kadern, die verwendet wurden, um wichtige Ziele anzugreifen oder als menschliche Bomben im Zuge militärischer Operationen zu dienen. Ebenso wurde die Streitmacht der Sea Tigers im Hinblick auf Angriffe gegen die srilankische Marine entwickelt.
Die ständig abnehmende Unterstützung aus der Bevölkerung, was in einem Mangel an freiwilligen Rekruten zum Ausdruck kam, führte dazu, dass die LTTE auf Zwangsrekrutierung setzte sowie auf den ausgefeilten Einsatz von Propaganda. Auch wurde eine größere Anzahl von Frauen und Kinder rekrutiert. Darüber hinaus entwickelten die Tiger ein umfangreiches internationales Netzwerk für die Beschaffung von Waffen durch Ausnutzung der finanziellen Ressourcen der tamilischen Diaspora sowie der LTTE-eigenen Unternehmen im Westen. Außerdem wurde ein LTTE-eigener Geheimdienst gegründet, zusammen gesetzt aus internationalem, militärischem und innerem Dienst, (um die eigene Organisation zu kontrollieren) mit dem erklärten Ziel den srilankischen Staat zu infiltrieren – und Mordanschläge an seinen Vertretern durchzuführen.
Die Umwandlung der LTTE in eine konventionelle Streitmacht führte zu einigen großen militärischen Siegen, darunter der Angriff auf das Armeecamp von Mullaitivu 1996 und der Angriff auf das Armeecamp am Elephant Pass im Jahr 2000. Diese Kämpfe sind nicht nur auf umfangreiche Sammlung von „Informationen“ auf Seiten der LTTE zurückzuführen, sondern auch auf erheblichen Einsatz von Personal und Selbstmordkadern, die zur Opferung von Hunderten von Kadern als Kanonenfutter führte. Neun Jahre zuvor hatte ein fehlgeschlagener Eroberungsversuch des Elephant Pass zum Tod von Hunderten von Tamilentiger geführt. Tatsächlich war die Hartnäckigkeit der LTTE sowie die Bereitschaft, Kader in großer Zahl zu opfern, ein entscheidender Teil ihrer Erfolge. Die Tiger begannen auch, ihre großen Schlachten auf Video aufzunehmen, um die Aufnahmen für Propagandazwecke zu nutzen, insbesondere zur Mobilisierung von Unterstützung mit Geld aus der tamilischen Diaspora.
Gemeinsam mit der Organisation selbst wurden auch ihre militärischen Ziele größer. Der Anschlag auf den Flughafen Katunayake 2001 durch 14 LTTE Selbstmordattentäter war ein wichtiger Meilenstein bei der gezielten Störung der Wirtschaft Sri Lankas, da er sich unter anderem in einer stark gestiegenen Import-Versicherung auswirkte. Die Organisation war auch erfolgreich bei der Ermordung politischer Führer in Colombo, der obersten srilankischen Armeeführung sowie von Tamilen, die gegen die offen LTTE eingestellt waren. Es war diese Kombination aus militärischen Angriffen und hochrangigen Morden, die schließlich den Tiger das Image des einer unbesiegbaren Kraft verliehen. Morde dienten vor allem dazu, die Regierung politisch zu destabilisieren und Raum zu schaffen für eine Neuaufstellungen der Organisation, selbst wenn solche Aktionen unweigerlich langfristige Fortschritte an der politischen Front untergraben würden.
Der durch Norwegen unterstützte Friedensprozess und das Waffenstillstandsabkommen von 2002 (CFA) verschanzte die LTTE noch mehr in ihrer Position als konventionelle Kraft. Die LTTE verwendete die Kein-Krieg-Situation geschickt dazu, ihre militärischen Strukturen zu transformieren, wozu auch eine massive Rekrutierungskampagne gehörte. Das CFA hatte auch dafür gesorgt, klare Verteidigungslinien zu schaffen und die territorialen Grenzen abzuzirkeln, außerdem wurde die Legitimität genutzt, die durch den internationalisierten Friedensprozess verliehen wurde, um mit Unterstützung der Geberländer und der Tamilen im Ausland weitere, quais-staatliche Strukturen zu schaffen. Allerdings reduzierte diese Entwicklung die Flexibilität der LTTE im Guerilla-Krieg. Ebenso schwächte die Spaltung innerhalb der LTTE – mit der Rebellion ihres Kommandos im Osten unter Führung von Vinayagamoorthi Muralitharan (alias „Karuna“) 2004 – die konventionelle Stärke der Organisation, da sie einen großen Teil ihres Personals und damit die wirksame Kontrolle des Ostens verlor.
Im Jahr 2006 war die Waffenruhe zusammengebrochen, nachdem die LTTE die Gewalt eskaliert hatte. In der Tat, plante die LTTE die Unterstützung der Wahl von Mahinda Rajapakse, der von singhalesischen Extremisten unterstützt wurde, durch einen erzwungenen Boykott der tamilischen Wähler, die erwartungsgemäß mehrheitlich für seinen Gegner stimmten. Die LTTE provozierte dann systematisch die Regierung Rajapakse, um ihre Stärke auf dem Schlachtfeld zu testen; seitdem musste sie jedochauch große Niederlagen hinnehmen. Das Militär in Colombo erwies sich als weit mehr fähig in der konventionellen Kriegführung als ihre Gegner, mit deutlich weiter fortgeschrittener Feuerkraft, ob bei Luftwaffe, Artillerie oder Infanterie. Die LTTE wurde nicht nur an der Front des konventionellen Krieges schwer beschädigt, infolge des stetigen Verlustes an Territoriums in den letzten zwei Jahren war sie auch nicht in der Lage, ihren „schmutzigen Krieg“ gegen srilankische Zivilisten fortzuführen. Der Geheimdienst der LTTE wurde gelähmt durch die Bemühungen der srilankischen Militärs in gezielter Spionageabwehr, was sich daran zeigte, dass die Organisation in den letzten Jahren nicht in der Lage war, Ziele anzugreifen. Das letzte erfolgreiche große Attentat durch die LTTE war das auf Außenminister Lakshman Kadirgamar im August 2005, wohingegen die SL-Sicherheitskräfte im Laufe der letzten Jahre bei der Ausschaltung höherer LTTE Führer erfolgreich waren, einschließlich des Führers des politischen Flügels SP Tamilselvan im November 2007 und des stellvertretenden Geheimdienstchefs Oberst Charles im Januar 2008. In den letzten Monaten haben die Tiger sich darauf zurückgezogen, „weiche“ Ziele, wie etwa zivile Busse, anzugreifen.
Politik unterwandert
Die Entwicklung der LTTE wurde geprägt durch eine Konstante – die pyramidenförmige Struktur, mit der die gesamten Organisation aufgebaut ist auf ihren Führer Velupillai Prabhakaran. Die Organisation beruht auf einem fragilen Gleichgewicht rund um den Personenkult um Prabhakaran und die Suche nach Tamil Eelam. Während sein früherer politischer Berater, der verstorbene Anton Balasingham, die LTTE als politisch-militärische Organisation beschrieb, war in der Praxis die Politik immer nachrangig angesiedelt hinter der militärischen Tagesordnung. Während die internationale Gemeinschaft sich während des Friedensprozesses unter norwegischer Führung intensiv mit Balasingham und dem politischen Flügel der LTTE engagierte, existierte in der Realität der politischen Flügel immer nur, um die teils brutalen militärischen Aktionen zu rechtfertigen.
Beim Aufbau der Organisation als eine militärische Einrichtung fehlten interne politische Debatten vollständig, die LTTE-Kader wurden zu bloßen Kämpfern reduziert. In der Tat gibt es wenige kritische Diskussionen über militärische Angelegenheiten im Allgemeinen, mit einer klaren Kommandostruktur von oben nach unten, die kritisches Feedback zu militärischen Rückschlägen schlicht nicht vorsieht. Die Stärke der LTTE, aber auch ihre Grenzen zentrieren sich um die vollständige Treue zu Prabhakaran, die innere Angst und vor allem dem Selbstmord-Kult, der ausgiebig genutzt wird, um militärische Erfolge zu erreichen. Die ehemaligen leitenden Kommandeure der LTTE, wie Karuna und Mahendrarajah Mahattya, haben wenig politische Reife gezeigt, was auf das Fehlen einer politischen Entwicklung selbst der stellvertretenden Führer hinweist. Obwohl sie in sehr hohem Ansehen standen, während sie in der Organisation waren, waren beide nicht in der Lage, ernsthafte alternative politische Visionen vorzulegen.
Die anhaltende extreme Forderung nach einem separaten Tamil Eelam, gepaart mit dem Unwillen, sich in irgendeinem politischen Prozess zu engagieren, hat die Umwandlung der militärischen Erfolge der LTTE in politische Gewinne verhindert. Die LTTE scheint zu glauben, ihre eigene Beziehung zu der tamilischen Bevölkerung wäre bedroht, gäbe es politische Fortschritte oder wenn sich der Staat sich in Richtung der Lösung der Beschwerden der tamilischen Bevölkerung bewegte. Es ist eine solche ausschließliche Politik, insbesondere der Anspruch der Tiger, „alleinige Vertretung “ zu sein, der es unmöglich macht, in Partnerschaft mit anderen tamilischen Organisationen eine nachhaltige Allianz zu bilden. Darüber hinaus hat die LTTE durch Angriffe auf Zivilisten sich auch von den muslimischen Gemeinden und Singhalesen isoliert. Diese Unfähigkeit, sich politisch mit anderen Akteuren zu engagieren, hat darüber hinaus von der internationalen Gemeinschaft isoliert.
Zwei Jahrzehnte nach der Entscheidung der LTTE auch Indien zu bekämpfen, was in der Ermordung von Rajiv Gandhi gipfelte, beginnt sich nun die ablehnende Haltung als militärisch kostspielig zu erweisen. Die indische Überwachung der LTTE-Aktivitäten sowie die politische Unterstützung der Regierung in Colombo sind gewichtige Faktoren der Schwächung der LTTE. Trotz der brüchigen und dünnen Legitimität, die sie durch den Westen während des norwegisch-geförderten Friedensprozesses erlangten, einschließlich der Friedensverhandlungen und Tourneen in Europa für Verhandlungsführer der LTTE, verhielten sich die Tiger arrogant ihren westlichen Gesprächspartnern gegenüber. So weigerte sie sich, an der Tokioter Geberkonferenz im Juni 2003 teilzunehmen, an der rund 50 Regierungen und 20 multilateralen Organisationen teilnahmen. Auch gab es seitens der LTTE keine Antworten auf Menschenrechts-Belange, die Problematik der Kindersoldaten oder vielen politischen Morde. Letztlich resultierte diese Unnachgiebigkeit im Verbot der LTTE durch die EU und Kanada im April und Juni 2006. Diese internationale Isolierung hat die politische und finanzielle Basis der LTTE in der tamilischen Diaspora geschwächt und ihr internationale Waffen-Schmuggel-Netzwerk ausgetrocknet.
Die jüngsten militärischen Niederlagen, die die LTTE erlitten hat, haben zu Diskussionen über die Möglichkeit geführt, die Organisation könnte wieder als reine Guerilla-Truppe tätig werden. Aber eine solche Veränderung zurück zu den Ursprüngen ist unwahrscheinlich – aus einer ganzen Reihe von Gründen. Die eigene Denkweise der LTTE hat sich verändert, da sie sich in eine konventionelle Streitmacht verwandelte; so wie es Prabhakaran stets betont, seine Streitmacht habe jetzt über das volle Spektrum der Land-, See- und Luft-Streitkräfte Verfügung. Während die Illusion eines aufstrebenden Staates mit einer vollwertigen konventionellen militärischen Streitmacht unterstützt wurde, ebenso die Unterstützung in der Diaspora zu mobilisieren, gibt es in der Realität gravierende Einschränkungen in der Frage, zu was die Organisation in der Lage ist. Der Wandel in der Hierarchie der LTTE, auch in Bezug auf militärischen Status und Position, hat die Organisation auch von den Massen entfremdet – eine kritische Beziehung in jedem Guerilla-Krieg. Schließlich sind die Tamilen nach einem Viertel-Jahrhundert des Konflikts kriegsmüde, nur wenige Jugendliche werden heute freiwillig Mitglied der LTTE.
Für den Fall, dass Prabhakaran irgendwann getötet oder sich wegen Krankheit aus der Szenerie entfernt, würde die Abwesenheit der Politisierung unter den LTTE Kader bedeuten, dass die Organisation höchstwahrscheinlich nicht in der Lage sein wird, weiterhin als nachhaltige Widerstandsbewegung zu funktionieren. Stattdessen würde der unpolitisch LTTE Kader sich zweifellos zerstreuen, als isolierte Zellen zu funktionieren oder sich auf kriminelle Aktivitäten zu beschränken. Letztlich muss jeder bewaffneter Widerstand in politische Gewinne umgesetzt werden, alles innerhalb eines nachhaltigen Zeitrahmens. Viele gemäßigten Tamilen argumentieren nun, dass die LTTE mehr als jeder andere Akteur getan hat, um die tamilische Gemeinde zu zerstören. Wenn man die Erfolge durch ihre Stärke als konventionelle militärische Kraft in Betracht zieht, durch den sich der Krieg in Sri Lanka zweieinhalb Jahrzehnten hinziehen konnte, könnte die LTTE es durchaus verpasst haben, auch nur ihre eigene Position zu sichern. Die alleinige Konzentration der LTTE auf die eigene militärische Stärke, zu Lasten der politischer Gewinne und der Unterstützung durch die Menschen vor Ort, bei gleichzeitiger Gewährleistung ihrer Entwicklung zur dominierenden tamilischen Streitmacht, könnte jetzt durchaus die Ursache für ihren entgültigen Untergang sein.
Übersetzung aus dem „Defence Wire“ Report vom 17.9.2008
Colombo/Wanni – Die LTTE hat in ihren immer verzweifelteren Kampf gegen die srilankische Armee im Wanni CS Gas eingesetzt. Von der Truppe wurden keine Verletzungen gemeldet, obwohl eine betroffene Einheit kurzfristig wegen allergischer Reaktionen und zur Vorsorge aus dem Kampfgebiet abgezogen werden musste. Es wurde in der Folge festgestellt, dass die Mischung nicht tödlich war. Die Männer wurden bis zum Abend mit Gasmasken ausgerüstet. Auf der Internetseite der Armee wurde heute bestätigt, dass es sich bei dem verwendeten Gas um so genanntes CS Gas handelt.
Militärische Quellen direkt von der Front deuteten an, dass Soldaten, die zu diesem Zeitpunkt nicht geschützt gewesen waren, evakuiert worden seien, nachdem sie Zeichen des Kontakts mit einer chemischen giftigen Gas-Substanz gezeigt hätten, die zu Tränenfluss, Atemschwierigkeiten und Erbrechen bei den Betroffenen führten. Die Operationen, die nicht im großen Rahmen vorgetragen wurden und nur auf ein bestimmtes Gebiet beschränkt waren, wurden trotz des Gas-Anschlags unvermindert weitergeführt.
Die genaue Art des Gaseinsatzes wird weiterhin ermittelt, auch wenn davon ausgegangen wird, dass einfache Gasgranaten genutzt wurden, um das CS-Gas auf die vorrückenden Truppen abzufeuern. Das Elitekommando und die Spezialeinsatzkräfte der srilankischen Armee werden während ihrer Grundausbildung in speziell erbauten Kammern dafür ausgebildet, Angriffe mit CS Gas zu überstehen.
Truppen der 57. Division nahmen heuten in Nachchikuda einen 4 Kilometer breiten Streifen der Linie Nachchikuda-Kokavil der LTTE ein, während die 58. Division 1,5 Kilometer eines LTTE Schützengrabens ebenfalls in Nachchikuda einnahm. Mit diesen Entwicklungen befindet sich die Armee nun weniger als 1 Kilometer westlich der Fernstraße A9 und 5 Kilometer südlich der Stadtgrenzen von Killinochchi.
Trotz ihrer Behauptung, sie hätten letzten Montag 22 Soldaten der srilankischen Armee getötet, haben die LTTE-Tiger weiterhin weder Körper von Getöteten übergeben noch Bilder von Soldaten gezeigt, die während des Kampfes getötet worden sein sollen, wie sie es sonst tun.
Die Armee verlor nach eigenen Angaben 8 Soldaten der Spezialeinsatzkräfte wegen indirektem Feuer. Zwei reguläre Infanteristen wurden ebenfalls getötet, als Tiger versuchten, die Flanken der sirlankischen Einheiten zu durchbrechen. 20 weitere Soldaten wurden bei anderen Kämpfen getötet.
Die Verluste der Tiger werden mit 60 Getöteten sowie 60 Verletzten angegeben.
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Anmerkung der LTTEwatch Redaktion:
Col. Karuna, der Ex-LTTE Kämpfer, der vor seinem Ausstieg für die gestammten Nord-Osten verantwortlich war, hat bereits in August dieses Jahres davor gewarnt, dass die LTTE verschiedenen chemischen Waffen besitze und gegebenenfalls dieser Waffen gegen die srilankanischen Streitkräfte einsetzen wird.
Die Asian Tribune vermeldete im Juni 2008 unter Berufung auf „zuverlässiger Geheimdienst-Quellen“, dass der älteste Sohn des LTTE-Anführer Prabhakaran, Charles Anthony, eine neue chemische Waffe entwickelt habe, die bei der Explosion eine starke Druckwelle erzeuge und damit ein Gasgemisch weit verbreiten könne, so dass bei Menschen dauerhafte Schaden wie Störungen des Sehvermögens sowie des Hörvermögens eintreten können. Außerdem soll das von Prabhakaran Junior entwickelte Chemiegemisch Menschen unfruchtbar machen.
Übersetzung eines Rich-Media-Artikels der BBC News vom 16.9.2008
Leichester/Southwark – Drei Männer, die zugaben, fortgesetzten Betrug mit kopierten Kreditkarten begangen zu haben, was den betroffenen Banken bis zu 3,5 Millionen Pfund (4,408,22.00 €) kosten könnte, sind rechstkräftig verurteilt worden. Die drei Männer hatten Kunden, welche ihre PIN-Nummer an Tankstellen eingaben, heimlich dabei gefilmt und dann Kreditkarten mit den so gewonnenen Daten gefälscht.
Ariyakunathasa Pirathesan, 28, wohnhaft Winsford Avenue, wurde zu viereinhalb Jahren verurteilt.
Sombalu Jeyaganesh, 34, wohnhaft in Rainhill in Merseyside, sowie Sivanesan Mayilvaganam, 28, wohnhaft in Mitcham, Surrey, wurden zu drei Jahren Gefängnis im Southwark Crown Court verurteilt. Jeyaganes und Mayilvaganam sollen nach Verbüßung ihrer Strafe des Landes verwiesen und nach Sri Lanka deportiert werden.
Alle drei haben gestanden, dass sie sich zusammen getan hatten, um gezielt Banken, die Schecks einlösen, zwischen Januar 2007 und März dieses Jahres zu betrügen.
Staatsanwalt Chris Coltart sagte, dass 254.000 Pfund (319,911.00 €) gestohlen worden waren, aber die durchschnittliche Verlustsumme für falsch verwendete Kreditkarten lege nahe, dass den Banken schließlich der Betrug bis zu 3,5 Millionen Pfund (also 4,408,227.00 €) kosten könnte.
Der vorsitzende Richter Martin Beddoe beschrieb Pirathesan als einen “sehr zielgerichtet arbeitenden Verbrecher“, der in einer „wahren Betrugsfabrik“ lebte, in der die Karten kopiert wurden.
Als Richter Beddoe das Urteil verlas, sagte er, an die Verurteilten gewandt: “Dies war eine sehr große, sehr gut organisierte und überaus raffinierte Operation.
“Diese spezielle Art von Kreditkartenbetrug ist leider weit verbreitet,“ sagte er weiter,“ Es ist die Seuche der Bankindustrie und die Pest für die Besitzer von Kreditkarten.“
Er fügte hinzu, dass in diesem Fall “beträchtliche Haftstrafen” nötig seien.
Das Gericht hatte vernommen, dass die Bande die Karten in Pirathesans Haus kopiert und sie dann bei Transaktionen in der ganzen Welt gebraucht hätten – zum erheblichen Schaden der wahren Karteninhaber.
Als Pirathesans Haus durchsucht wurde, fand die Polizei insgesamt 4.500 weiße Blankokarten mit Blanko-Magnetstreifen. Einige der geklonten Karten hatten bereits die dazugehörigen PIN-Nummer darauf mit Marker geschrieben.
Zusammen mit einem Laptop, mehreren Computern und Memory Sticks, einem Kartenlesegerät und einem BP-Namenskennzeichen wurden auch die Kontodetails von hunderten von Kreditkarten gefunden.
In einer Lagerhalle in Leicester wurde auch Filmmaterial gefunden. Aufgenommen von versteckten Minikameras zeigt das Material, wie Bankkunden am Automat gerade ihre geheime PIN-Nummer eingeben. So war es den Verbrechern möglich, an diese Nummern zu kommen.
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Anmerkung der LTTE Watch Redaktion: Die Verurteilten sind alle Tamilen aus Sri Lanka. Seit längerer Zeit werden immer wieder Auslandstamilen in verschiedenen Länder festgenommen und in Verbindung mit Kreditkartenbetrug verurteilt. Diese Verhafteten sind oft getarnte Helfer der Terrororganisation LTTE. So bald jemand verhaftet wird, distanziert sich die LTTE von dem Mitglied und bestreitet jeglicher Verbindung. Außerdem wird der Beschuldigte massiv unter Druck gesetzt und bedroht; er solle die Schuld allein auf sich nehmen und über jegliche LTTE-Kontakte stillschweigen. Daher ist es oft schwierig, einen Zusammenhang zwischen den Verhafteten und der LTTE nachzuweisen. Ob ein Zusammenhang zwischen den in diesem Fall Verurteilten und der LTTE besteht, konnte vom Gericht auch in diesem Fall nicht geklärt werden.
Die BBC zeigt in ihrem Bericht auch eines der beschlagnahmten Videos, die in dem Lagerraum in Leichester gefunden wurden.
Hier der BBC Video Link dazu:
Übersetzt aus der srilankanischen Wochenendzeitung Sunday Times 14.09.2008
Colombo – Die Untersuchungen nach der Verhaftung eines katholischen Laienbruders letzte Woche, der versucht hatte, militärische Kommunikationsausrüstung für die LTTE ins Land zu schmuggeln, hat eine neue Wende genommen. Ermittler, die mit dem Fall betraut sind, jagen nun die Hintermänner des Plans, die Ausrüstung ins Land zu schmuggeln.
Die Sunday Times hat erfahren, dass der CID, welcher die Untersuchung vom Geheimdienst des Staates (SIS) übernommen hat, in dieser Woche eine wichtige Information bekommen hat. Diese Information trat bei der Befragung des Verdächtigen zu Tage und betrifft einen LTTE-“Schläfer“, welcher dem jetzt festgenommenen Mitglied der Pfarrei Geld gegeben hatte, um die Ausrüstung zu kaufen. Man glaubt zu wissen, dass der Schläfer bislang in einem Haus in Rudra Mawatha, Wellawatte zur Miete gewohnt hat und sich jetzt versteckt hält. Dies teilte ein führende CID-Beamter (Verdeckte Ermittler) dieser Zeitung mit.
“Das Geld für den katholischen Pfarreiangehörigen, damit er ins Ausland reisen kann, und das Geld, mit dem die Ausrüstung gekauft wurde, hatte dieser LTTE-Schläfer gegeben”, so einer der Ermittler. Der Verdächtige sei nun in Haft; er wurde identifiziert als Tony Jerriah, ein Laienbruder, der seit 1992 für das „Voluntas Dei Institut“ tätig war. Polizisten haben sowohl Priester als auch andere Helfer von Voluntas Dei befragt. Voluntas Dei hat Seminare in Kochchikade, Kandy und Jaffna.
Ein Sprecher für Voluntas Dei stritt die Verdächtigungen ab, dass das Institut Verbindungen zur LTTE unterhalte und dass sie von der Verbindung eines ihrer Laienbrüder zu einem LTTE-Schläfer gewusst hätten. Tony Jerriah, der ursprünglich aus Jaffna stammt, hat, wie weiter berichtet wurde, Familie in Kanada. Vom CID wurde enthüllt, dass Jerriahs Schwester eine führende Aktivistin bei der LTTE Tarn-Organisation World Tamil Movement (WTO) ist, welche in Kanada verboten wurde, nachdem sie Geld für die Weiterführung des LTTE-Terrorismus sammelte.
Die Ermittlungen haben bisher ergeben, dass Tony Jerriah, der am 2. September nach Singapur flog, dort Geräte von einem Händler kaufte, der dem fraglichen LTTE-Schläfer bekannt war. Die SIS hatte Wind von Jerriahs Verwicklung bekommen und die Zollbeamten des Bandaranaike Internationalen Flughafen (BIA) alarmiert, damit diese ihn durchsuchten, als er ins Land zurückkehren wollte.
Jerriah war am 5. September am BIA mit einem Cathay Pacific Flug angekommen. Am Flughafen wurde er aufgehalten, von den BIA-Zollbeamten durchsucht – und festgenommen.
Übersetzt aus der srilankanischen Wochenendzeitung LakbimeNews 14.09.2008
Colombo - In einer letzten verzweifelten Anstrengung, die srilankischen Sicherheitskräfte daran zu hindern, in das heftig umkämpfte Wanni Gebiet zu einzudringen, hat die LTTE die Binnenvertriebenen Menschen (IDPs) dazu benutzt, Straßen und Wege zu blockieren, als die NGOs und UN-Agenturen das Wanni Gebiet zu verlassen begannen. Dies, nachdem die Regierung den Hilfsorganisationen Anweisungen gegeben hatte, um ihrer eigenen Sicherheit willen das umkämpfte Gebiet zu verlassen. Die Regierung ließ bei dieser Gelegenheit auch wissen, dass sie keinerlei Garantie geben könne, würden die Vertreter der Hilfsorganisationen bleiben. In der Zwischenzeit flehen Hunderte von IDPs, die im Wanni Gebiet gefangen sind, die NGOs und UN-Agenturen an, das Gebiet nicht zu verlassen.Trotzdem begannen diesein den letzten beiden Tagen das Kampfgebiet zu verlassen.
UN-Sprecher Gordon Weiss bestätigte, dass die Binnenvertriebenen (IDPs) den Weg ihrer Wagenkolonnen blockiert hatten. „Dies geschah friedlich, aber die Flüchtlinge zwischen den Fronten haben eindeutig unser Personal und die Fahrzeuge davon abgehalten, wegzufahren“ sagte er. „Sie gaben uns eine Liste mit Forderungen. Ich kann jedoch nicht sagen, was diese genau waren.“
In der Zwischenzeit behauptet TamilNet, dass sich die Binnenvertriebenen (IDPs) am Freitag Morgen vor dem UNHCR Büro an der Karadippoakku Kreuzung in Killinochchi freiwillig versammelt hätten und die Beamten der UN und NGO anflehten, nicht wegzufahren, „da ihre Gegenwart von kritischer Bedeutung wäre, nicht nur wegen der humanitären Hilfe, sondern um auch eine Sicherheitszone zur Flucht aufrechtzuerhalten“.
Ungefähr 160.000 Zivilisten sind innerhalb des Wanni Gebiets verschleppt worden und sehen sich in großer Gefahr, nun, da die Schlacht um Killinochchi voll entbrannt zu sein scheint. Vor kurzem hat die Regierung Flugblätter aus Flugzeugen abwerfen lassen, in denen die Flüchtlinge aufgefordert wurden, das von der LTTE kontrollierte Gebiet zu verlassen.
Während der Gespräche in der letzten Woche im Büro des Präsidenten, bei denen Basil Rajapaksa den Vorsitz führte, wurden den Hilfsorganisationen drei Wahlmöglichkeiten angeboten: nach Vavuniya umzuziehen, im Wanni Gebiet freiwillig zusammen mit den Regierungsvertretern zu arbeiten oder ganz von dem Gebiet abzuziehen.
Übersetzt aus dem indischen Nachrichten Magazin India Today 10.09.2008
von Sandeep Unnithan
Tamil Tiger mit Patronengurten in karierten Hemden, Hosen, Slippern oder Sandalen, welche T-56 Gewehre schwingen und ihr schrumpfendes Territorium wild verteidigen. Diese visuellen Eindrücke von dem Krieg in Sri Lanka – der einzige Zugang zu einem Krieg, zu dem Journalisten nicht zugelassen sind – könnten an jedem Punkt in dem endlosen gegenseitigen Vernichtungskrieg in der Inselrepublik (und das schließt den dreijährigen Kampf der Tamil Tiger gegen die indische Friedenstruppe (IPKF) in den späten 80er Jahren des 20. Jahrhunderts mit ein) - aufgenommen worden sein.
Aber, wartet mal, was ist denn mit jenen charakteristischen horizontalen grün und gelb gestreiften Tarnuniformen passiert, welche die Tiger vor ungefähr zehn Jahren stolz präsentiert haben?
Indische Militäranalysten sehen dafür verschiedene mögliche Gründe. Von der indischen und srilankanischen Marine gemeinsam durchgeführte Patrouillen haben die Tiger von ihrem Nachschub aus Indien abgeschnitten und es könnte sein, dass unter anderen Schmuggelwaren der Versand von Uniformstoffen aus Rameshwaram unterbunden worden istl.
Colonel R Hariharan, ein früherer militärischer Spionageoffizier, gibt einen zweiten, plausibleren Grund: “Wenn sie Zivilkleidung tragen, dann erlaubt dies den Tigern, mit der Bevölkerung zu verschmelzen.”
Eines der quälendsten Bilder aus dem zweiten Irakkrieg vor fünf Jahren zeigte Haufen von grünen Uniformen und Militärstiefeln, als Saddam Husseins besiegte millionenstarke Baathist Armee in der Bevölkerung untertauchte.

Ein erschlagenes Mitglied des Schwarzer Tiger Selbstmordtrupps, das eine srilankanische Militäruniform trägt
Man glaubt, dass die Uniformen mit den charakteristischen gestreiften und aufgelösten Mustern das Geistesprodukt von Adele Ann (der in Australien geborenen Frau des verstorbenen Tiger-Ideologen Anton Balasingham) sei. Diese Uniformen werden auf Propagandabildern in großem Maße vorgeführt. Das Muster wurde eine Schablone für eine Menge von den anderen armeegrauen Streifen für die Schwarzen Tiger und himmelblau für ihre Neulinge „Vaanpuligal“ oder Luft Tiger.
Nun erweist es sich, dass sie genau das waren – nämlich Fotos, welche der zweittödlichsten Guerillastreitkraft in der Welt einen Anschein von Legitimität durch den konventionellen militärischen Stil brachten. (Ja, sie wurden seitdem von der Hizbollah überholt).
Die internationale Konvention schreibt eine Uniform vor, um einen Soldaten von einem Zivilisten zu unterscheiden, aber für einen Guerillakämpfer, für den Heimlichkeit und Listen Aktivposten sind, während er sich in der Bevölkerung bewegt, kann dies ein Hindernis sein.
Propagandafotos auf den Pro-Tiger Webseiten zeigen eine Reihe von einheitlich angezogenen Tiger-Guerillas mit runden französischen militärischen Kappen, mit einem grimmigen Oberführer Velupillai Prabhakaran, wahrscheinlich nach der üblichen letzten Mahlzeit mit dem Führer.
Wenn diese Schwarzen Tiger ihre Selbstmordangriffe ausgeführt haben – wie sie es bei dem Angriff am Dienstag taten – werden ihre verstümmelten Körper wie eine Trophäe auf der srilankanischen Webseite des Verteidigungsmilitärs www.defence.lk gezeigt. Dabei sind sie gewöhnlich in srilankanische Militäruniformen gekleidet.
Bei dem von vier Seiten aus erfolgenden Vorstoß des srilankanischen Militärs in das Kerngebiet der Tiger von Kilinochi können sie eine Menge gestreifte Uniformen am Wegesrand sehen – ohne ihre Besitzer.
Übersetzt aus dem srilankanischen Tageszeitung Daily News 13.09.2008
Genf – Die übergroße Mehrheit der tamilischen Diaspora-Mitglieder und SchweizerInnen, welche ein Kulturfestival in Thurgau in der Schweiz besuchten, waren geschockt, als sie Schulkinder sahen, von denen einige erst acht Jahre alt waren, wie sie in einem Theaterstück als Kindersoldaten auftraten und dabei Kopien der tödlichsten Waffen gebrauchten.
Das von dem Tamilischen Kulturverein Thurgau – eine Organisation, die vorgibt, die tamilische Kultur und Kunst zu fördern – organisierte Event in Thoreau hatte den Zweck, Spenden für „verschleppte Leute im Norden“ zu sammeln.
Das gesamte Event erwies sich jedoch als nichts anderes als eine Spendensammel-Aktion für die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE). Ältere LTTE-Aktivisten kontrollieren die Reihe von tamilischen Schulen unter der Verwaltung von Thamilchollai in Europa und sie haben ausdrücklich den Befehl an alle Lehrer erteilt, die Politik von „Eelam (tamilischer separater Staat) zuerst“ in den Unterrichtsplan der Schulen aufzunehmen.
Man glaubt, dass dieses Event auf Befehl der Thamilchollai-Verwaltung organisiert wurde.
Was die tamilischen Diaspora-Mitglieder – besonders die Frauen und die Menschen mittleren Alters und die Älteren – schockte, war, dass junge Schulkinder in Kampfanzüge gesteckt worden waren und Kopien der gefährlichsten Waffen von Raketenwerfern, Flugkörpern und Maschinengewehren, die geeignet sind, Hunderte in Sekunden zu töten, mit sich trugen.
Während eine Handvoll junger Eltern die Tänze ihrer Kinder mit Stolz in ihren Herzen betrachteten, war die große Mehrheit der Tamilen im Publikum geschockt und betrübt über diese Zurschaustellung, und sie äußerten offen ihre Befürchtungen wegen der psychologischen Langzeit-Eindrücke auf die jungen Gemüter, wenn solch gewalttätiges Verhalten glorifiziert wird.
“Niemand sollte ein Recht haben, solche leichtgläubigen Kinder irrezuführen,” sagte ein Schweizer, der gekommen war, um das Event mit seinen tamilischen Freunden anzuschauen. „Dies ist eine himmelschreiende Verletzung der Kinderrechte und aller internationaler Konventionen gegen das Rekrutieren von Kindersoldaten.
Die Schweizer Behörden sollten gegen die Organisatoren des Events vorgehen, da das Benutzen von Kindern für das Glorifizieren von Gewalt und die Tatsache, dass Kinder solchen Praktiken ausgesetzt werden, die Kinder dazu bringen könnte, als soziale Außenseiter aufzuwachsen, welche an Gewalt glauben,“ so zeigte er auf.
Ein führendes Mitglied der Schweizer tamilischen Diaspora drückte seine Bestürzung darüber aus, dass “es Leute mit solch kranken Geistern gibt, welche sich so tief erniedrigen, dass sie Spenden für eine militante Bewegung sammeln”.
Er fügte hinzu, dass nur militante Reaktionäre und unwissende Eltern solche Praktiken, bei denen leichtgläubige junge Menschen einer Hirnwäsche unterzogen werden, zustimmen können.
Er zeigte auf, dass der Globale Bericht über Kindersoldaten 2008* * genaustens aufzeigt, wie eine fast globale Übereinstimmung darüber besteht, dass Kinder nicht als Soldaten benutzt werden sollten, und dass energische internationale Anstrengungen leider keinen Erfolg darin hatten, Zehntausende von Kindern vor dem Krieg zu bewahren.
“Es ist sehr gefährlich, mit dem Geist eines Kindes zu spielen. Die frühen Jahre im Leben eines Kindes sind sehr wichtig, da sie einen dauerhaften Eindruck auf sein erwachsenes Leben haben,“ sagte Dr. Carlton Moulin, ein Psychologe. Was die Kinder in einem zarten Alter sehen, wird sich auf den Rest ihres Lebens gut oder schlecht auswirken. Einige Kinder können ihr Leben in einer friedlichen und sicheren Situation verbringen.
Aber für zahllose andere ist Krieg weiterhin nur zu real. Über diesen Aspekt der Erwachsenenwelt haben sie wenig Mitspracherecht und keine Kontrolle, so zeigte er auf. Er fügte hinzu, dass diese Kinder der tamilischen Diaspora durch die gewalttätigen Aktionen, welche sie spielen müssen, beeinflusst werden, obwohl sie überhaupt keine Erfahrung mit dem Kriegstheater haben.
“Sie leben in der friedlichen und reichen Schweiz und da sie Bürger dieses Landes sind, wird der Schweizer Gesellschaft Schaden zugefügt,” so klagte er.
Der letzte Globale Bericht wurde von der Koalition für die Beendigung des Gebrauchs von Kindersoldaten im November 2004 veröffentlicht. Seit der Zeit hat die Bewegung für die Beendigung des Gebrauchs von Kindersoldaten einen kontinuierlichen Fortschritt hin zum allgemeinen Konsens gegen den Gebrauch von Kindern bei Feindseligkeiten gesehen. Dies wird durch die Tatsache bezeugt, dass jetzt über drei Viertel der Staaten das Wahlweise Protokoll für die Konvention für die Rechte des Kindes über das Einsetzen von Kindern in bewaffneten Konflikten unterzeichnet, es ratifiziert oder ihm beigepflichtet haben.
Eine kleine Anzahl von militanten Gruppen wie die LTTE machen nicht nur damit weiter, Kinder zu rekrutieren, sondern sie setzen sie auch den körperlichen und psychologischen Gefahren des Kampfes aus. Obwohl der LTTE Sprecher es wiederholt abgeleugnet hat, gibt es Beweise, dass die LTTE weiterhin eine große Anzahl von Kindern für ihre bewaffneten Kräfte rekrutiert. Oft werden die Kinder durch Einschüchterung, Druck und Gewalt gezwungen. Sie benutzen sie für eine Reihe von Aufgaben in und außerhalb der Kämpfe.
Srilankanische Soldaten fanden mehrere Körper von jungen Kindern in LTTE Tarnanzügen nach einer schweren Schlacht im Norden vor zwei Monaten, und die Körper wurden durch Repräsentanten der ICRC zurückgegeben. In LTTE Trainingszentren in Kilinochchi gibt es unbestätigte Berichte, nach denen untrainierten Kindern, von denen manche erst 15 Jahre alt waren, Waffen gegeben wurden und sie an die Front geschickt wurden.
Im Rahmen der intensiven Kampagne für eine Rekrutierungsaktion für lange Zeit wird oft der Gebrauch von Waffen und die Tötungsinstinkte bei der Erziehung und bei Freizeitaktivitäten eingeprägt – genau da, wo die physische und intellektuelle Bildung der Kinder stattfindet.
In den Schulen in den besetzten Gebieten besteht eine Verpflichtung für alle Schulen, Drill und andere militärische Trainingsarten für junge Schüler der Sekundarstufe durchzuführen. Für ältere Schüler ab 14 Jahren hat die LTTE ein militärisches Training eingeführt.
Das Wahlweise Protokoll erlaubt den Zugang von unter Achtzehnjährigen an Schulen, welche von dem Militär unterhalten werden oder unter deren Kontrolle stehen. Aber es verlangt von ihnen, dass sie in Übereinstimmung mit den Artikeln 28 und 29 der Konvention der Rechte des Kindes handeln.
In einigen militärischen Schulen jedoch, die von stellvertretenden Institutionen der LTTE unterhalten werden, tragen Kinder militärische Uniformen, leben in militärähnlichen Baracken und werden einer militärischen Disziplin unterworfen. Einige bieten das übliche Schulprogramm an, während andere eine weniger breit gefächerte Ausbildung liefern, bei der es aber harten körperlichen Drill und das Handhaben von Waffen gibt.
Sri Lanka ist sich der Gefahren bewusst, denen die LTTE Kindersoldaten ausgesetzt sind, und der Sekretär für Verteidigung hat strikte Anweisungen gegeben, die LTTE Kindersoldaten, welche sich ergeben, zu beschützen und sie den nächsten zivilen Behörden für die Wiederherstellung und Obhut zu übergeben.
Übersetzt aus der Wochenzeitung Bottom Line 10.09.2008
Toronto – Die gegenwärtige Kampagne zur Spendensammlung für die verschleppten Tamilen im Norden von Sri Lanka durch die Tamilische Rehabilitations-Organisation (TRO), von der man annimmt, dass dies nur eine Fassade ist und sie in Wirklichkeit für die LTTE ist, ist in Toronto, Kanada, voll im Gange. Wir möchten allen Kanadiern und besonders den kanadischen Tamilen bekannt geben, dass die TRO in Sri Lanka eine verbotene Organisation ist, und dass alles Geld, das von der TRO gesammelt wird, nicht legal nach Sri Lanka geschickt werden darf. Außerdem wird alles Geld, das illegal nach Sri Lanka geschickt wird, von den kanadischen Behörden und den Polizeibehörden in der ganzen Welt überwacht – besonders, wenn es an irgendeine Organisation geschickt wird, die mit einer terroristischen Organisation wie die LTTE zusammenhängt. Auf jeden Fall könnten viele der Leute, welche spenden, Schwierigkeiten bekommen, wenn die kanadischen Behörden überprüfen wollen, wie diese Spenden gesammelt wurden und aus welcher Quelle sie stammen. Wie empfehlen den Leuten und bitten sie, sorgfältig darauf zu schauen, dass das schwer verdiente Geld, das sie der TRO spenden, nicht in den Händen der LTTE landet, welche in Kanada und in den meisten Teilen der Welt verboten ist. Es ist ungesetzlich, wenn man einer verbotenen Organisation, die in Kanada als eine terroristische Organisation verboten ist, Geld spendet.
Obwohl die TRO immer noch nicht in Kanada verboten ist – anders als in Amerika -, erwartet man, dass dies bald auch dort geschehen wird. Wir möchten die kanadischen Tamilen auch freundlich darauf hinweisen, dass diese von der TRO gesammelten Spenden nicht in den Händen des tamilischen Volkes in Sri Lanka landen, sondern in den Tresoren der LTTE. Sie sind für ihre Beschäftigten im Ausland, damit diese ein luxuriöses Leben haben können und für ihre Familien Grundstücke kaufen können, wo sie es sich gut gehen lassen. Zur gleichen Zeit stellt sich den Leuten in der Östlichen Provinz eine wichtige Frage: Warum hat die TRO nicht zu Spenden aufgerufen, als die Leute im Osten verschleppt wurden? Ist die TRO nur für die Nördlichen Tamilen? Wenn ja, haben dann die LTTE und ihre vorgeschobenen Organisationen das legitime Recht zu sagen, dass sie für alle Tamilen kämpfen? Was ist mit der Tamil sprechenden muslimischen Gemeinschaft, die von der Tamil sprechenden LTTE verschleppt wurde? Hat die TRO zu irgendeiner Zeit solch eine Kampagne für die Tamil sprechenden Moslems geführt oder wenigstens ihre Flüchtlingslager besucht? Aus dem Verhalten der TRO kann man sehr gut ableiten, dass sie die Anordnungen ihrer LTTE-Herren befolgt. Darum, liebe tamilische Brüder und Schwestern, seid nicht so dumm, euch von den schlauen Tigern ausnutzen zu lassen. Liebe Kanadier, lasst nicht zu, dass eure Gutmütigkeit und eure Großzügigkeit zu falschen Zwecken verwendet werden.
Wir, die maßgebliche Mehrheit des Forums der Srilankaner, danken den Vereinten Nationen dafür, dass sie die LTTE gebeten haben, den tamilischen Zivilisten einen sicheren Durchgang zu gewähren. Wir bitten auch die europäische Union und alle demokratisch gewählten Regierungen, Druck auf die LTTE auszuüben, damit sie die Rechte des tamilischen Volkes sichert und ihm einen sicheren Durchgang vom Kriegsgebiet zu den von der Regierung kontrollierten gebieten gewährt. Wir bitten auch die internationale Gemeinschaft und die Diasporas, Druck auf die LTTE auszuüben, damit sie nicht unschuldige tamilische Zivilisten als Schutzschilde benutzt, um ihre Führer vor Angriffen der Regierung zu schützen. Aber vor allem bitten wir die vorgeschobenen Organisationen der LTTE, welche begierig darauf sind, Spenden zu sammeln, auf die Sicherheit der tamilischen Bevölkerung zu achten und ihren Einfluss auf die Mutterorganisation dazu zu benutzen, ihre Leute aus den Wanni Dschungel-Gebieten freizulassen. Das ist ihre große Pflicht gegenüber der tamilischen Gemeinschaft.
Übersetzung aus der englischen Webzeitung Sri Lanka Guardian vom 8.9.08
London - Die Aktivisten der LTTE in London haben sich im Londoner Sri Selvavinayagar Tempel, der sich im Bezirk Illford, in der Ley Straße 299, Essex IGI 4BN befindet, am 3. September 2008 getroffen, um eine Kampagne zur Spendenbeschaffung für die verbotene LTTE ins Leben zu rufen. Gemäß unseren Quellen haben etwa 20 Personen an dem Treffen teilgenommen, einschließlich des Vorsitzenden des Tempels namens Selvarajah.
Andere Quellen aus der LTTE berichten zeitgleich, dass eine Kampagne, bei der von Haus zu Haus gegangen werden soll, um Spenden zu sammeln unterwegs ist; dies mit Hilfe vieler, früherer sowie notorischer LTTE-Spendensammler. Aus bestätigenden Quellen verlautet, dass es eine interne LTTE_Entscheidung gibt, wonach wenigstens 50 Pfund pro Person von jedem tamilischen Haushalt eingetrieben werden sollen.










