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Übersetzung aus der englisch-sprachigen Webzeite BBC Sinhala.com vom 17.8.08
Von Roland Buerk - BBC-Korrespondent in Sri Lanka
Colombo – Sri Lankas Militär behaupten, man habe einen Tamil-Tiger-Übungskomplex zusammen mit hunderten von Untergrund-Bunkern eingenommen.
Das Militär sagte, dass die srilankischen Soldaten die „Jeevan Basis“ in ihre Gewalt bekommen hätten; ein Übungs- und Bunkerkomplex der Rebellen in Weli-Oya, und dies sei bereits am vergangenen Samstag geschehen, nachdem die Tiger-Kämpfer aus dem Gebiet, das sie besetzt gehalten hatten, geflohen waren. Der Sprecher der Militärs, Brigadekommandeur Udaya Nanyakkara sagte, dass das Untergrundsystem ganze Vortragssäle sowie hunderter Bunker enthalte. Der Militärs sagte auch, dass bei den Kämpfen im übrigen Norden am Samstag 27 Rebellen sowie sieben srilankische Soldaten getötet worden seien.
Die Operationen kamen zeitweilig zum Stillstand
In den letzten Wochen haben die Truppen von Sri Lanka die Verteidigungslinien der Tamil Tiger im Norden der Insel durchbrochen und Städte, Dörfer und Stützpunkte der LTTE unter ihre Kontrolle gebracht. Minister Rambukwella sagte, dass die Operationen in einigen Gebieten zeitweilig zum Stillstand gekommen seien.
Wiederholte Versuche (des Korrespondenten), die Tiger telefonisch und per Email wegen einer Stellungnahme zu erreichen, führten in letzter Zeit nicht zum Erfolg.
Regierungsvertreter sagten, dass man die Rebellen besiegen und den seit fünfundzwanzig Jahren andauernden Bürgerkrieg der Insel beenden wolle, bevor das Jahr zu Ende sei. Militärsprecher sagten unterdessen, dass man nun nur noch fünfzehn Kilometer von Killinochchi entfernt stehe, dem Verwaltungszentrum des schrumpfenden LTTE-Territoriums, welches noch unter der Kontrolle der Tiger ist.
Die Vereinten Nationen schätzen, dass bis zu 75.000 Leute vor der unmittelbaren Front geflohen sind, und viele seit davon seit Juni begonnen hätten, sich der Stadt zu nähern (in der Hoffnung, dort Schutz zu finden).
Der Minister des Kabinetts Keheliya Rambukwella sagte, dass sich die Streitkräfte in einigen Gebieten zurückhielten, während sich die Regierung darüber Gedanken machte, wie man die Zivilisten aus diesen Gebieten herausbekommen könne.
Der Minister beschuldigte die LTTE-Tiger, dass sie die Zivilisten als menschliche Schutzschilde benutzen würden.
Verhältnismäßig wenige Zivilisten hätten in die von der Regierung kontrollierten Gebiete gequert, und letzte Woche hat Amnesty International behauptet, dass die Regierung jene, denen dies gelungen war, in etwas, was A.I. „de facto Haftanstalten“ nennt, gesteckt habe.
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Übersetzt aus der Indischen Tageszeitung Times of India 05.08.08
COLOMBO – Das Territorium der Tamil Tiger schrumpft kontinuierlich. Der von den Norwegern unterstützte Friedensprozess ist zeitweilig ausgesetzt. Und es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass in nächster Zeit irgendwann wieder aufgenommen wird.
Westliche Diplomaten sagen, dass die Bemühungen der norwegischen Friedensvermittler zum Stillstand kämen, so lange noch die Kämpfe toben. Es sei unwahrscheinlich, dass es in der nahen Zukunft irgendwelche Fortschritte im Friedensprozess geben wird.
Obwohl aber die norwegischen Diplomaten derzeit nicht mehr in LTTE-Gebiete reisen, sind sie dennoch mit den Tamil Tigers in ständigem Kontakt. Norwegen ist auch in engem Kontakt mit Indien, und jeder in Sri Lanka stimmt darin überein, dass dies am wichtigsten sei.
Sri Lanka weiß, dass es Indien an seiner Seite behalten muss. Jedoch scheint sich Indien zum ersten Mal seit langer Zeit nicht viel darum zu bemühen, in Sri Lanka neutral zu sein. Obwohl es Pro-LTTE-Gerüchte in Tamil Nadu gibt, weigert sich Indiens Offizielle, öffentlich irgendetwas zu kritisieren, von dem sie meinten, es würde an der Kriegsfront in Sri Lanka schief laufen.
So hat der Premierminister Manmohan Singh vergangenen Freitag eine Reihe von srilankanischen politischen Kräften in Colombo auf dem SAARC-Gipfel getroffen. Unter denen, die er traf, waren auch tamilische Gruppen, welche einerseits gegen, andererseits Sympathisanten der LTTE waren. Für jeden hatte er nur eine Botschaft: Indien sähe es sehr gerne, wenn die demokratischen Kräfte in Sri Lankas Nordosten die Oberhand gewinnen würden.
In der Zwischenzeit ist der Strom der Flüchtlinge nach Indien leicht zu handhaben. Auch Neu Delhi verfolgt die LTTE unerbittlich - in Tamil Nadu und anderswo, so dass die Terroristen in Indien keine Kriegsmaterialien sammeln können. Dies ist natürlich wahre Musik in Colombos Ohren.
Tamilischen Aktivisten sowie diplomatische Quellen sagen, dass die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) in den weniger als drei Jahren, in denen sie sich Colombo mit erneut mit agressiver Kriegstreiberei entgegengestellt haben, nun verzweifelt nach Kämpfern suchten.
Nach tamilischen Quellen aus dem unruhigen Nordosten der Insel drängt die LTTE tamilischen Familien, wenigstens eine Familienmitglied – egal, wie alt und welchen Geschlechts – die paramilitärische Laufbahn bei der LTTE einzuschlagen.
Momentan kontrolliert die LTTE ungefähr 4.000 Quadratkilometer – oder gerade sechs Prozent von Sri Lanka. Und man sagt, dass die Bevölkerung, die sich unter ihrer Kontrolle befindet, ungefähr 250.000 Menschen umfasst – lediglich 1,25 Prozent der Gesamtbevölkerung des Landes.
Dies ist eine gänzlich andere Situation, als es dies noch im Jahre 2005 war, als die LTTE ein großes Gebiet in Sri Lankas Norden und Osten kontrollierte. Jedoch ergriff die LTTE, nachdem der Präsident Mahinda Rajapaksa im November des Jahres die Macht übernommen hatte, die Offensive und schürte erneut einen Krieg, der bis zum heutigen Tage tobt.
Militärische Funktionäre sagen, dass in den vergangenen Jahren die Fähigkeit der LTTE zu einem Gegenangriff in größerem Stiel ernsthaft gelitten hat. Der Verlust der Gebiete im Osten bedeutet, dass die LTTE wertvollen Übungsgrund und eine Region verloren hat, in der sie vorher Kader für den Krieg rekrutieren konnten.
Während die politischen Führer Sri Lankas zugeben, dass es unmöglich sein wird, die LTTE zu „zermalmen“, so lange noch eine Spur von tamilischem Nationalismus existiert, scheint doch die LTTE im Norden verstärkt auf dem Rückzug zu sein. Aber jene, welche die LTTE kennen, warnen, dass diese nicht aufgeben werde, komme, was da wolle.
Die meisten Diplomaten sind der Ansicht, dass weder Colombo noch die LTTE Gespräche führen möchten. Es gilt als sicher, dass Colombo denkt, dass es den Krieg gewinnen werde. Und obwohl die Medien, die auf Seiten der LTTE sind, sich sehr über die Notwendigkeit zu einem Dialog auslassen, gibt es keine Garantie dafür, dass die LTTE den Dialog auch wirklich möchte.
Auf alle Fälle werden die Rufe nach Friedensverhandlungen von Colombo als verkappte Stellungnahmen pro LTTE abgetan. Der Staat weigert sich, sich das lästige Einfordern der Menschenrechten noch länger anzuhören. Den westlichen Aktivisten wird gesagt, dass sie nicht über einen bestimmten Linie hinausgehen könnten. Und wenn sie dies machten, würde man rasch darauf zu reagieren wissen.
In Sri Lanka scheint es, dass die beiden hauptsächlichen Anti-LTTE Wortführer, der vorherige, tamilische Tiger-Kommandant Karuna sowie sein Abgesandter und gleichzeitig Ministerpräsident der Östlichen Provinzen, Minister Pillayan, sich versöhnt haben. Leute, die im Osten wohnen, sagen, dass Karuna sich künftig um die Geschäfte der Partei kümmern wird, während Pilalayan sich um die Geschäfte, die sich auf die Provinzregierung beziehen, kümmern werde. Ein Zweckbündnis also.
Wie derweilen bekannt geworden, suchen die Männer von Karuna 300 desertierte LTTE-Kader, von denen sie glauben, dass sie sich in Colombo verstecken. Sie versuchen, sie mit Hilfe der Sicherheitskräfte in den tamilischen Vierteln der Hauptstadt aufzuspüren.
Zur gleichen Zeit scheint sich Sri Lanka nicht sonderlich damit zu beeilen, das politische Paket zu enthüllen, welches selbst für die gemäßigten Tamilen – im Falle einer Kapitulation der LTTE – für alle Beteiligten akzeptabel wäre.
Übersetzt aus der Kanadischen Tageszeitung National Post 18.08.08
TORONTO – Ein RCMP-Bericht, der gestern freigegeben wurde, stellt fest, dass eine gemeinnützige Organisation aus Toronto mehr als 3 Millionen Dollar auf ausländische Bankkonten, von denen einige mit den Tamil Tigern verbunden sind, überwiesen hat, bevor dies im Juni von der Regierung wegen angeblicher Finanzierung von Terrorismus unterbunden wurde.
Der als “geheim” gekennzeichnete Bericht wurde auf Grund einer Anweisung eines Richters des Bundesgerichtshofes veröffentlicht. Der Bericht liefert einen ersten detaillierten Blick auf die das Bankwesen betreffenden Aktivitäten der Welt-Tamilen-Bewegung (WTM). Diese Bewegung ist eine in Toronto stationierte Gruppe, die beschuldigt wird, die Guerillas von Sri Lankas Tamil Tigern zu finanzieren. Der Großteil des Geldes – 1,9 Millionen Dollar – wurde auf ein Konto an der Bumiputra Handelsbank von Kuala Lumpur, Malaysia, überwiesen. Der RCMP-Bericht stellt fest, dass dieses Konto „als Vermittler dient, um der LTTE (Liberation Tigers of Tamil Eelam) aus Kanada Geld zu überweisen.“ Der 83-seitige Finanzbericht ist das Ergebnis von zwei Jahren Arbeit an der Analyse von Bankaufzeichnungen, welche die kanadische Antiterror-Polizei in die Hände bekommen hatte. Diese Antiterror-Polizei untersucht das finanzielles Netzwerk, das von Unterstützern der Tamil Tiger unterhalten wird und angeblich Geld in Kanada beschafft hat, um Waffen für die Guerillas zu kaufen.
“Die Bankberichte, die wir in die Hände bekommen haben, zeigen, dass die Welt-Tamilen-Bewegung eine komplizierte, wie eine Maschine funktionierende Rechtspersönlichkeit entwickelt hat, welche das Gebiet von Groß-Toronto durchstreift, um mit extremer Fertigkeit Spenden zu sammeln,“ besagt der Polizeibericht.
Stockwell Day, (kanadischer) Minister für die Öffentliche Sicherheit, kündigte am 16. Juni an, dass seine Regierung die WTM Ottawas offizieller Liste von terroristischen Vereinigungen hinzugefügt hat. Die WTM steht damit auf der gleichen Liste wie Al-Qaeda, die Hamas und die Hezbollah. Die WTM ist die erste Gruppe aus Kanada, die auf dieser Liste steht.
Die WTM leugnet entschieden, in irgendwelche terroristische Spendenbeschaffung verwickelt zu sein. Die Entscheidung der Regierung wolle man anfechten. Bei einer großen Protestaktion in Toronto am 5. Juli haben Tamilen Fahnen der Tamil Tiger geschwungen und eine Erklärung unterzeichnet, welche Ottawas Entscheidung, die WTM zu verbannen, heftig kritisiert.
Der Minister beschuldigt die WTM, Gelder auf Bankkonten der LTTE in Sri Lanka zu transferieren, aber der Finanzbericht der RCMP vom 1. Februar 2008 zeichnet ein detaillierteres Bild von einem komplexen Netzwerk, das aus 20 kanadischen Bankkonten besteht.
Bei fünf Banken gibt es demnach Konten: bei der Toronto Dominion, der Bank of Nova Scotia, der Royal Bank, der CIBC und der Nationalen Bank von Kanada. Die kanadischen Besitzer der Konten haben regelmäßig Geld auf Konten in Malaysia, Singapur, Großbritannien und in Gebieten von Sri Lanka, die von den Tamil Tigern kontrolliert werden, überwiesen.
Der RCMP Obergefreite Deanna Hill, Autor des Polizeiberichts, schrieb, dass der finanzielle Aufbau “mit den Geldwäsche-Techniken übereinstimmt, welche oft von organisierten kriminellen Gruppen benutzt werden”.
Hill weiter: “Ich glaube auch, dass allein die Anzahl der Konten zeigt, dass die Welt-Tamilen-Bewegung das kanadische Banksystem gebraucht hat, um auf eine Weise Spenden zu beschaffen, welche dem Finanzieren der terroristischen Aktivitäten der LTTE am besten angepasst ist.“
Die Tamil Tiger kämpfen seit 25 Jahren für ein unabhängiges Heimatland für Sri Lankas ethnische Tamilen-Minderheit, welche von der sinhalesischen Mehrheit der Insel lange diskriminiert wurde. Zusätzlich zu dem von ihnen geführten konventionellen Guerillakampf gebrauchen die Tamilen-Tiger jedoch auch terroristische Taktiken, wie Selbstmord-Bombenattentate und politische Morde. Dies hat sie auf internationale terroristische Listen – einschließlich der von Kanada – gebracht.
Die RCMP begann 2002, das kanadische Netzwerk zum Beschaffen von Spenden der Tamil Tiger zu untersuchen. Sie hat sich auf das große Hauptquartier der WTM in Toronto und deren kleinere Niederlassungen in Montreal und Vancouver konzentriert. Die Polizei machte 2006 eine Razzia bei den Büros in Toronto und Montreal.
Die Polizei stieß dabei auf Briefe der Leitung der Tamil Tiger, in denen Kanadas Tamilen für die Spenden gedankt und erklärt wird, dass das Geld gebraucht wurde, um Waffen zu kaufen. In den Briefen wurde auch um weitere Spenden gebeten. Aber viele der Beweismitteln der Polizei scheint von einer Untersuchung der Bankkonten von der WTM sowie von deren Angestellten zu kommen.
Der Finanzbericht des sogenannten Osaluki-Projekts behauptet, dass die lukrativste Methode der Spendenbeschaffung der WTM ein vorher bevollmächtigtes Überweisungsprogramm war, mit welchem die Gruppe Hunderte ihrer Anhänger davon überzeugte, Abbuchungseinwilligungen zu unterschreiben, mit denen sie erlauben, dass jeden Monat von ihren Bankkonten Geld überwiesen wurde. Geld, das offenbar direkt an die Terroristen zum Waffenkauf ging.
Pro Jahr nahm die WTM bis zu 763.000 Dollar mit diesem Zahlungsschema ein. An einem einzelnen Tag im Jahre 2005 habe die WTM 63.528 Dollar von insgesamt 1.582 Bankkonten eingezogen. Der RCMP Bericht sagt dazu : „Aus den mit dieser Methode gesammelten Geldmengen geht offenkundig hervor, dass das vorher bevollmächtigte Zahlungsprogramm effektiv und günstig ist und so wertvolle Mittel schont.“
Die meisten Formulare wurden in Kanada unterzeichnet, aber die Polizei hat auch Zeugen befragt, welche sagten, dass sie sie an Kontrollpunkten der Tamil Tiger in Sri Lanka unterzeichnet hätten. Obergefreiter Hill schrieb dazu: „Nach ihrer Rückkehr nach Kanada wurden diese Personen von Vertretern der Welt-Tamilen-Bewegung besucht, um den monatlichen Geldbetrag einzufordern.“
Der Bericht besagt, dass die WTM zusätzlich Geld verdiene mit dem Verkauf von Backwaren, dem Waschen von Autos, dem Verkauf von Zeitungen und Waren, sowie dem Ausrichten von Feierlichkeiten. „Bis heute beläuft sich die vollständige Summe, welche auf internationale Konten von Konten einging, die die Welt-Tamilen-Bewegung in Kanada kontrolliert wurden, auf 3.101.803, 33 kanadische Dollar.“
Übersetzt aus der englisch-sprachigen Webzeitung Bernama.com vom 18.8.08
von Arul Rajoo und P. Vijan
Bangkok, (Bernama) – Es wird berichtet, dass eine gemeinnützige Gruppe aus Toronto mehr als 3 Millionen kanadische Dollar (1 CD= 3.14 Rupien) auf Bankkonten im Ausland überwiesen hat – darunter solche aus Malaysia. Einige dieser Bankkonten waren mit den Tamil Tigern verbunden, bevor die kanadische Regierung sie im Juni wegen angeblicher Finanzierung von Terroristen geschlossen hat.
Die kanadische Tageszeitung National Post zitiert den “Bericht über Finanzdokumente der Welt-Tamilen-Bewegung von Ontario”, den die kanadische Polizei aufbereitet hat. Darin wird gesagt, dass etwa 1,9 Millionen kanadische Dollar auf ein Konto bei einer Körperschaftsbank Malaysias in Kuala Lumpur gegangen sind. Dies Konto würde als Vermittlung gebraucht, um Geld an die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) von Kanada zu schicken.
Fünf Banken hatten Konten: die Toronto Dominion, die Bank von Nova Scotia, die Royal Bank, die CIBC und die Nationalbank von Kanada.
Die Polizeiuntersuchung hat festgestellt, dass die kanadischen Kontenbesitzer regelmäßig Geld an Konten in Malaysia, Singapur, Großbritannien und in Gebiete von Sri Lanka, die von den Tamil Tigern kontrolliert werden, geschickt hatten.
Der als “geheim” gekennzeichnete Bericht, der dann aber auf Anweisung eines Richters des Bundesgericht freigegeben wurde, liefert einen ersten detaillierten Blick auf die Bankaktivitäten der Welt-Tamilen-Bewegung (WTM), eine Gruppe mit Basis in Toronto, die beschuldigt wird, die Tamil Tiger Guerillas von Sri Lanka finanziell auszustatten.
Die Tageszeitung schreibt weiter, dass der 83-seitige Finanzbericht die Frucht von zwei Jahren Arbeit an der der Analyse von Bankberichten war, welche der kanadischen Antiterror-Polizei in die Hände gefallen waren. Die Antiterrorpolizei untersucht ein finanzielles Netzwerk, welches von Unterstützern der Tamil Tiger unterhalten wird. Diese Unterstützer haben angeblich Geld in Kanada eingetrieben, um für die Guerillakämpfer Waffen zu kaufen.
Die Polizeiuntersuchung hat ergeben, dass 2005 die WTM aufgehört hatte, über das Royal Bank-Konto Spendengelde zu schicken.
Der Polizeibericht besagt: “Die Bankberichte, an die man gelangt ist…, zeigen, dass die Welt-Tamilen-Bewegung ein kompliziertes, wie eine Maschine arbeitendes System entwickelt hat, auf Grund dessen im Großraum Toronto mit äußerster Wirksamkeit Spenden eingetrieben werden.”
Im Juni hatte die kanadische Regierung angekündigt, dass sie die WTM auf die offizielle Liste der terroristischen Gruppen von Ottawa gestellt habe. Die WTM steht nun dort neben Gruppen wie Al-Qaeda, die Hamas und die Hezbollah.
Die Tageszeitung sagt, dass die WTM leugne, in Spendeneintreiben zu terroristischen Zwecken verwickelt zu sein. Die WTM habe außerdem geschworen, die Regierungsentscheidung anzufechten. Bei einer großen Protestversammlung in Toronto am 5. Juli haben Tamilen Flaggen der Tamil Tiger geschwenkt und eine Erklärung unterstützt, in der Ottawas Entscheidung, die WTM zu verbannen, verurteilt wird.
Der Obergefreite der Berittenen Königlichen Polizei von Kanada, Deanna Hill, Autor des Polizeiberichts, schrieb, dass der finanzielle Aufbau der WTM “mit den Geldwäsche-Techniken, die oft von organisierten kriminellen Gruppen gebraucht werden, übereinstimmte”.
Obergefreiter Hill schrieb weiter: “Ich glaube auch, dass allein die Anzahl der Konten zeigt, dass die lukrativste Methode des Spendeneintreibens der WTM ein vorher genehmigtes Abbuchungsprogramm war, mit dem die Gruppe Hunderte von Anhängern überzeugte, Formulare zu unterschreiben, die erlaubten, dass jeden Monat direkt von ihren Bankkonten Geld abgebucht wurde.“
So wurden an einem einzigen Tag im Jahre 2005 von 1582 Bankkonten 63.528 Dollar abgebucht. Empfänger: die WTM.
Die meisten Abbuchungsformulare wurden in Kanada unterzeichnet; aber die Polizei hat auch Zeugen befragt, welche aussagten, dass sie die Formulare an den Straßen-Kontrollstationen der Tamil Tiger in Sri Lanka unterzeichneten.
Nach diesem Bericht habe die Bewegung auch Spenden eingesammelt, die durch den Verkauf von Backwaren, das Waschen von Autos, den Verkauf von Zeitungen und Waren oder bei Feierlichkeiten zusammen kamen.
Die Polizei sagt, dass sich bis jetzt die vollständige Summe von kanadischen Dollars, welche an internationale Konten von Konten, die die WTM in Kanada kontrolliert, geschickt wurden, auf insgesamt 3.101.803,33 Dollar beläuft. Viel Geld, um Waffen zu kaufen.
Seit 25 Jahren kämpfen die Tamil Tiger für ein unabhängiges Heimatland für Sri Lankas ethnische Minderheit, welche größtenteils im nördlichen Teil Sri Lankas wohnt.
Übersetzt aus der englisch-sprachigen Webzeitung Sri Lanka Guardian vom 6.8.08
Berlin - Nach einer erfolgreichen Demonstration in Berlin gegen die Machenschaften der LTTE hat die Initiative „Srilankaner gegen den LTTE-Terror – Deutschland“ Briefe an Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Innenminister Dr. Wolfgang Schäuble und Außenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier geschrieben. In den Briefen wird an die Bundesregierung appelliert, die LTTE und ihre Tarnorganisationen als Terror-Organisation in Deutschland zu verbieten.
Die Briefe wurden am 30. Juli 2008 dem außenpolitischen Berater der Regierungspartei (CDU/CSU), Dr. Heinrich Kreft, im Verwaltungsgebäude des Bundestages übergeben.
Die Initiative „Sri Lankaner gegen den LTTE-Terror Deutschland“ (SLALTG) wurde vertreten durch Wijeratne Storz-Widanage, Chandani Krishnaratne, Ranjaini Wijesekara und Lalith Ganhewa.
Das 30-minütige Treffen mit Dr. Kreft verlief sehr freundlich und herzlich. „Dr. Kreft hörte uns mit großem Interesse zu“, meinte der Sprecher der Initiative, Lalith Ganhewa, nach dem Treffen.
In ihrem vierseitigen Brief beschreibt die Initiative „Sri Lankaner gegen den LTTE-Terror Deutschland“ (SLALTG) die Methoden, mit denen die LTTE von in Deutschland lebenden Tamilen Geld erpresst. Die Initiative weist darauf hin, dass in einer freien und demokratischen Nation wie Deutschland die deutsche Regierung dazu schweigt, dass die LTTE fundamentale Rechte von srilankanischen Tamilen, die aus verschiedenen Gründen Deutschland zu ihrer zweiten Heimat gemacht haben, verletzt.
In dem Brief schreibt die Initiative weiterhin, dass die LTTE die UNICEF und die Weltgemeinschaft – einschließlich Deutschland – „betrüge“ sowie, entgegen anderslautender Angaben, weiterhin Kinder als Soldaten zwangsrekrutiere und die Rechte von Kindern verletze.
Die Gruppe sagt, dass (LTTE-Führer) Prabhakaran mehr als 38 demokratisch gewählte tamilische Politiker sowie weitere tamilische Menschenrechtsaktivisten für immer zum Schweigen gebracht habe. Sie weist darauf hin, dass auch ganz aktuell (prominente, demokratisch gewählte) tamilische Politiker wie Douglas Devanandu und V. Anandasangaree von der LTTE mit dem Tode bedroht werden. Die SLALG weist außerdem darauf hin, dass, statistisch gesehen, jeden Monat in Sri Lanka auf Grund von LTTE-Angriffen, über 400 Zivilisten zu Invaliden würden.
Die SLALTG in Berlin erklärt ihren Respekt für die Vorsichtsmaßnahmen, mit denen die Regierung Deutschland vor Terrorismus schütze. Gleichzeitig drückt die Organisation ihre Betroffenheit und Besorgnis darüber aus, dass die deutschen Behörden den Aktivitäten zur Unterstützung des LTTE-Terrors von deutschem Boden aus übersehen würden.
Weiterhin sagt die SLGLTD, dass Deutschland nach 44 Jahren zwar wieder vereint ist, aber doch die bittere Erfahrung einer geteilten Nation gemacht habe. Die SLGLTD hofft deshalb, dass Deutschland die Teilung Sri Lankas weder direkt noch indirekt jemals unterstützen wird.
Die Initiative sagte, dass die Lösung des Terroristenproblems in Sri Lanka nur gelingen könne, wenn es gelänge, die Geldquellen der LTTE auszutrocknen. Nach Angaben der Initiative sammle die LTTE jährlich 3 Millionen Euro – steuerfrei – allein in Deutschland.
Im einzelnen hat die Initiative „Srilankaner gegen den LTTE Terror – Deutschland“ die Bundesregierung dringend gebeten:
1) Das EU-Verbot der LTTE auch in Deutschland nachdrücklich durchzusetzen.
2) Die LTTE in allen 16 Bundesländern, ohne Ausnahme, als terroristische Vereinigung zu verbieten.
3) Alle LTTE-Tarnorganisationen, wie z.B. die Tamil Rehabilitation Organization (TRO), Tamil Youth Organization (TYO) und das Tamil Coordination Committee (TCC), die von deutschem Boden aus agieren, zu verbieten.
4) Konsequente Überwachungen, Ermittlungen und Strafverfolgung in Bezug auf die Kapitalbeschaffungsaktivitäten der LTTE in Deutschland durchzuführen.
Hintergrund: Über 1200 Sri Lankaner und Deutsche aus allen Teilen Deutschlands – marschierten am 26. Juli in den Straßen von Berlin und demonstrierten so ihren Protest gegen die srilankanische terroristische Gruppe LTTE, die auch als „Tamil Tigers“ bekannt ist.
Übergabe des Protestbriefes an Dr. Heinrich Kreft, außenpolitischen Berater der Regierung (CDU/CSU). Von Links nach Rechts: Wijesekara, Lalith Ganhewa, Wijeratne Storz-Widanage, Chandani Krishnaratne sowie Dr. Heinrich Kreft.
Foto: R de Silva
Übersetzt aus der indischen Webzeitung Newindpress.com 4.8.08
von Gokul Vannan
Chennai - Konfrontiert mit erhöhter Wachsamkeit entlang der Küste (des indischen Bundesstaates) Tamil Nadu und ständiger Überwachung der LTTE Sympathisanten im Bundesstaat haben die Tamilentiger ihre Schmuggelbasis nach Kerala verlegt. Dies sagt der Polizeidirektor von Tamil Nadu, K.P. Jain.
Er sagte dies anlässlich einer Pressekonferenz, die am vergangenen Donnerstag stattfand, auf die entsprechende Frage nach den offenbar anwachsenden Aktivitäten der Tiger in diesem Bundesland. Jain wies weiterhin auf die kürzliche Verhaftung eines ‘See Tigers’ hin, Daniel alias Thambianna von Kilinochchi, der die gesamten Schmuggelaktivitäten von Tamil Nadu aus abgewickelt habe.
Ein leitender Polizeibeamter erklärte dieser Internet-Zeitung außerdem, dass die Polizei in Munambam nähe Kochi ein Boot beschlagnahmt habe, das von der LTTE zum Schmuggel genutzt worden sei. Die Tiger, so hieß es, würden die Küste von Kochi und Tiruvananthapuram nutzen, um ihre Boote zu bauen.
Die beiden Bundesstaaten führen jedoch keine gemeinsamen Aktionen durch, um die Aktivitäten der Tiger zu unterbinden, sagte ein leitender Polizeibeamter und fügte hinzu, die Tiger nutzten auch die Malediven wegen der Nähe zum Norden Sri Lankas.
Die terroristischen Aktivitäten im Bundesstaat seien „unter Kontrolle“, sagte Jain. Die jüngsten Verhaftungen hätten gezeigt, dass die terroristischen Aktivitäten im Staat unter Kontrolle seien.
Zur Beschlagnahmung von SIM-Karten und einem Mobiltelefon in (der Stadt) Abdullah im Gefängnis Puzhal sagte er, eine Sondereinheit zur Überwachung in den Gefängnissen sei bereits in den gebildet worden; auch seien verschiedene weitere Mobiltelefone beschlagnahmt worden.
Die Landesregierung habe außerdem, so Jain weiter, habe bereits die Installation von Störsendern in den Gefängnissen verordnet.
Übersetzt aus der indischen Tageszeitung The Hindu 01.08.08
von C. Jaishankar
Ramanathapuram – Eine Sondereinheit der Polizei, die ein Beschaffungsnetzwerk der ‘Befreiungstiger von Tamil Eelam’ aufgedeckt hat, hat mitgeteilt, Vijayaneethan alias Naveen (26), einer der vier Sri Lanker, die am Dienstag in Uppur festgenommen wurden, sei ein enger Vertrauter von Oberst Soosai, dem Führer der See Tiger der LTTE.
Soosai, ebenfalls bekannt als Thillaiyambalam Sivanesan, ist höherer LTTE Führer. Befragungen ergaben, dass Naveen der Sohn von Soosais Bruder Sivasekaran ist und den Sea Tigers angehört. Er sei ein Experte für Seeangriffe gegen feindliche Ziele wegen der umfangreiche langen Ausbildung durch Soosai.
Naveem schloss sich im Alter von 13 Jahren der LTTE an und war mehr als 10 Jahre in der Organisation aktiv, bis er die Insel 2006 verließ. Er lebte mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in einem Flüchtlingscamp in Tiruvadavur im Bezirk Madurai. Vor seinem Umzug in das Camp in Tiruvadavur habe er sich wenige Wochen in einem Camp in Mandapam aufgehalten.
Als er durch die Polizei festgenommen wurde, versuchte er, die anwesenden Polizisten durch Erzählungen aus dem Kampf der LTTE zu bezirzen. Auf die Frage, ob er Verbindungen mit einem anderen Einkäufer der LTTE, Thambi Annan alias Daniel von Kilinochchi, habe, der durch die „Q“ Einheit der Polizei festgenommen worden war, sagte der Polizeibeamte, es gäbe bislang keine Informationen über eine Querverbindung, und Naveen müsse weiterhin intensiv befragt werden. Er habe allerdings gute Verbindungen mit verschiedenen, in dem Camp in Kottapattu in Tiruchi und andere Camps im Bezirk Tiruchi ansässigen Flüchtlingen. Vor diesem Fall war gegen ihn in Tamil Nadu keine Anklage erhoben worden, fügte der Beamte hinzu.
Mittwoch, 26. April 2008
dpa – Die Europäische Union hat bei einer Konferenz der Justiz- und Innenminister der Gemeinschaft beschlossen, die Nutzung des Internets durch terroristische und bewaffnete Gruppen der Welt, einschließlich der LTTE, zu verbieten.
Die Entscheidung wurde bei einer Konferenz der Justiz- und Innenminister erreicht. Es ist kein Geheimnis, dass Terrororganisationen mittels des Internets Spenden einwerben und Propaganda treiben. Das Treffen fand in Luxemburg statt.
Die Einigung spiegelt die wachsende Sorge wider, das Internet könnte ein wichtiges Werkzeug für Möchtegern-Terroristen werden und macht die Verteilung terroristischer Propaganda durch das Internet zum Zwecke der Rekrutierung, Ausbildung und des Bombenbaus zum Straftatbestand. Es wurde entschieden, alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union anzuhalten, Gesetze zu beschließen, um Terroristen und bewaffnete Gruppen an der Nutzung des Internets zu hindern. Die Minister stellten einstimmig die Absicht fest, kriminelle Machenschaften von terroristischen Organisationen mit Hilfe des Internets zu unterbinden.
Die neuen Regeln sind darauf gerichtet, terroristische Verbrechen unter Ländern mit unterschiedlichen Geschichten und Erfahrungen mit Terrorismus zu kodifizieren, mit dem Ziel, Radikalisierung zu verhindern und die Polizei dabei zu unterstützen, Verdächtige in grenzübergreifenden Ermittlungen zu verfolgen und zu verhaften.
Die Minister teilen in einer Stellungnahme mit, die Initiative werde dazu beitragen, „unser Rechtssystem in der gesamten EU mit den passenden Mitteln auszurüsten, um Kriminelle der Gerechtigkeit zuzuführen, die gewalttätige Propaganda und terroristische Taktiken und Instruktionen zur Herstellung und Nutzung von Bomben und Sprengstoff verbreiten, um andere dazu anzustacheln, terroristische Akte zu begehen.“
Berlin – Die srilaniksche Diaspora in Europa ist fest entschlossen, die Gräueltaten der LTTE-Terroristen der Weltöffentlichkeit gegenüber aufzudecken. Nach vorangegangenen, umfangreichen Demonstrationen in London und Paris, fand am 26. Juli eine solche Kundgebung gegen die srilankische Terrorgruppe LTTE, die „Befrieungstiger von Tamil Eelam“ und ihren berüchtigten, ebenso publicityscheuen wie skrupellosen Anführer Velupillai Prabakaran in Berlin statt. Nach Angaben der – sowohl von Tamilen als auch von Singhalesen betriebenen – Initiative „Sri Lanker gegen LTTE-Terror – Deutschland“, folgten etwa 1200 Menschen dem Aufruf zum Protest in der deutschen Hauptstadt, darunter auch viele Deutsche, denen das Schicksal des Inselstaates am Herzen liegt, und die aus allen Teilen der Bundesrepublik zusammen gekommen waren.
Gegen 13 Uhr bewegte sich der Demonstrationszug vom Alexanderplatz, Berlin Mitte aus, über „Unter den Linden“ bis hin zum Brandenburger Tor und schließlich bis Tiergarten und hinein in die Scheidemannstrasse – gegenüber dem Bundestag. Entlang des Weges verteilten die Demonstranten Flugblätter, auf denen über ihr Anliegen informiert wurde.
Die Demonstranten riefen auch in Sprechchören die Bundesregierung dazu auf, gegen die LTTE und vor allem gegen deren Tarnorganisationen vorzugehen, die unter dem Deckmantel der Wohltätigkeit agieren, und die so gesammelten Spenden an die Terrororganisation zum Waffenkauf weiterzuleiten.
Mehrere dieser Organisationen, die allesamt auch auf deutschem Boden agieren, sind in Europe und der Welt, zum Teil nach spektakulären Zugriffen durch die Polizei und Behörden, dieser Tätigkeit überführt, darunter die TRO (Tamil Rehabilitation Organisation), die TYO (Tamil Youth Organisation) sowie die TCC (Tamil Koordination Commitee).
Und auch in Deutschland wurden in den letzten Jahren mehrere Fälle bekannt, wo hier lebende Tamilen von separatistisch orientierten Landsleuten erpresst wurden, Geld an die Terrororganisation in Form von regelrechten Steuern abzutreten.
Die Demonstranten forderten die Bunderegierung dazu auf, das bereits bestehende Verbot dieser Organisationen durch die EU auch rigoros in Deutschland anzuwenden, um so endlich den Geldstrom versiegen zu lassen, der die Terrororganisation am Leben erhält.
Der Bundesinnenminister wurde aufgefordert, die Strafverfolgung dieser Tarnorganisationen zu initiieren und mehr Mittel für die Überwachung und Ermittlung zur Verfügung zu stellen.




