Übersetzt aus dem britischen Zeitung „The Guardian“ vom 31. Mai 2009
“Ich bin erst 16. Sie gaben mir ein Gewehr.
Es war schwer. Sie sagten, wir müssten losgehen. Wenn wir umkehren würden, würden sie uns erschießen.“
Foto: Gethin Chamberlain
Tamilische Kinder wie ich, die manchmal erst 11 Jahre alt waren, wurden mit gezücktem Gewehr gezwungen, für die Tiger in Sri Lankas Bürgerkrieg zu kämpfen. Überlebende sprachen von ihrem Leiden mit Gethin Chamberlain in Ambepusse.
Darchiga Kuken, eine frühere Tamil-Tiger- Kindersoldatin, ist im Abepusse Rehabilitationszentrum untergebracht ist, seit sie den Rebellen entkommen war.
Darchiga Kuken war in einem Bunker im Gebiet von Mullaitivu untergebracht, als eine Gruppe von ungefähr 20 Tamil-Tiger-Soldaten ankam und verlangte, dass sie mit ihnen ging.
“Ich hatte gerade die Masern. Meine Mutter und mein Vater schrieen und weinten und sagten, dass ich krank bin und flehten sie an, mich nicht zu nehmen“, erzählt sie. “Die Männer gingen weg. Und dann kamen sie gegen 17.00 am 14. März zurück. Sie riefen mir zu, ich solle herauskommen, und dann packten sie mich und steckten mich in einen Jeep. Ich begann zu weinen. Ich schrie: „Mutter, Vater, helft mir.“
Die 16-jährige wird jetzt in dem festgehalten, was die Regierung als ein “Rehabilitationszentrum” beschreibt, ein Dschungellager, dass an der Flanke eines Hügels außerhalb der Stadt Ambepusse im Süden des Landes erbaut wurde. Hier gaben Kinder wie sie, welche gezwungen waren, an der Front in den letzten Phasen des Krieges in Sri Lanka zu kämpfen, dem Observer zwingende Beweise für die von den Befreiungstigern von Tamil Eelam (LTTE) begangenen Kriegsverbrechen. Im Lager sind gegenwärtig 95 Kinder untergebracht und 200 weitere sind auf dem Weg hierher von Internierungslagern um die Stadt Vavuniya im Norden des Landes herum.
Trotz der internationalen Sorgen wegen der Behandlung der LTTE-Verdächtigen, schienen die Kinder gut behandelt zu sein und konnten frei sprechen, als der Observer das Lager am Dienstag besuchte. Der betrüblichste Anblick war ein Junge, der auf dem Boden in einer der Hütten lag und vor Schmerzen schrie; seine Freunde sagten, dass er vor kurzem angekommen war und immer noch ein Schrapnellstück in seinem Schädel in sich trug.
Die Berichte dieser Jungen und Mädchen, welche sich der srilankischen Armee ergaben, sind schockierend. Sie sagten, dass man sie schreiend von ihren Familien weggeschleppt und nach nur ein paar Tagen Grundausbildung zum Kämpfen geschickt hatte. Die älteren Mitglieder der LTTE warnten sie, dass sie weiterhin feuern und vorrücken mussten, sonst würden man sie von hinten erschießen.
Jene, welche zu entkommen versuchten, sagten, dass man von ihrer eigenen Seite auf sie geschossen hatte. Kinder, die wieder gefangen worden waren, wurde der Kopf geschoren, um sie als Deserteure zu kennzeichnen, und Jungen wurden außerdem geschlagen.
Darchiga sagte, dass die Armee sie in den Magen geschossen hatte. Dies geschah zwei Tage, nachdem sie an der Front angekommen war und man sie gezwungen hatte, ein Gewehr zu nehmen und zum Kämpfen vorzurücken. Sie sagte, dass die LTTE-Soldaten sie vier Stunden lang blutend liegen gelassen hätten, bevor sie irgendeine medizinische Behandlung bekam.
Nach ihrer Zeugenaussage hatten die Tiger jede Familie gewarnt, dass all jene Kinder, welche ein Gewehr tragen können, ihnen beitreten müssten – egal, wie alt sie waren. Einige, die erst 11 und 12 waren, wurden genommen, wie sie sagte. „Sie sagten den Familien, dass ein Kind genug war. Wenn sie aber fünf Kinder hatten, dann nahmen sie vier und ließen nur eins zurück.“
Sie wurde in ein Trainingslager in Mullaivakal gebracht, wo neun Tage militärische Grundausbildung von häufigen Luftangriffen unterbrochen wurden. Am Morgen des 24. März wurde sie an die Front geschickt.
“Ich hatte Angst und dachte, dass ich jetzt sterben würde und niemals meine Eltern wiedersehen würde. Sie hatten uns Angst eingejagt und gesagt, dass wir nicht schlafen könnten, weil die Armee kommen und unsere Kehlen durchschneiden würde.“
Sie verbrachte den ersten Tag, indem sie sich in einem Unterstand versteckte, dann wurde sie vorwärtsgeschoben, weil die altgedienten Tiger Soldaten sagten, dass sie kaum noch Kämpfer hätten.”Sie gaben mir ein Gewehr. Es war sehr schwer. Sie drohten uns, dass wir vorwärtsgehen und schießen müssten; wenn wir zurückkommen würden, würden sie uns selbst erschießen.”
“Ich ging ein paar hundert Yards und versteckte mich hinter einer Kokospalme. Ich sah, wie die Armee kam, und war sehr erschreckt, und ich legte mich hin und versuchte, mich zu verstecken, aber dann schossen sie mir in den Magen.”
“Wegen dem Schmerz begann ich zu schreien, aber die LTTE-Soldaten sagten mir, ich solle wegen der Armee, die mich hören würde, still sein. Sie gaben mir ein Tuch, um es auf die Wunde zu legen. Da war eine Menge Blut. Es waren vier Stunden, bevor sie mich in das Krankenhaus in Matalan brachten.“
Am 13. April entkam sie und rannte zurück zu ihrer Familie. Sie sagte, dass die Tiger Deserteure suchten. „Wenn sie sie fingen, schoren sie sie und sandten sie zurück an die Front.Jungs wurden auch geschlagen.”
Schließlich gelang es ihr mit einer Gruppe Zivilisten zu entkommen, aber erst, nachdem die Tiger auf sie geschossen hatten. Sie wurde von ihrer Familie getrennt, welche in die Internierungslager in Vavuniya geschickt wurde, und vor ein Gericht gebracht, welches anordnete, dass man sie in Ambepusse für ein Jahr festhalten würde – die Standardbehandlung für jene, welche gestehen, dass sie Mitglieder der LTTE sind, selbst wenn sie dazu gezwungen wurden.
Ravindram Vajeevan, 17, sagte, dass er am 9. April in Ambepusse ankam, nachdem er vier Tage vorher den Tigern entkommen war. Er hat eine große Narbe an seinem linken Arm, wo seine früheren Kameraden auf ihn getroffen hatten, als er wegrannte.
Er wurde von seiner Familie in Mullaitivu am 29. März in Empfang genommen, als die Kämpfe um die schrumpfende Nicht-Feuer-Zone tobten und die Zahl der LTTE abnahm. Eine große Gruppe Männer kamen, wie er sagte, zum Haus und zogen ihn aus dem Unterstand, in dem er Schutz gesucht hatte.
Er sagte: “Sie trafen mich und meine Mutter weinte und ich weinte, aber sie sagten, dass ich zum Kampf gehen musste. Meine Nachbarn versuchten, sie zu stoppen, aber sie sagten, dass sie schießen würden. Dann feuerten sie in die Luft.“
Er wurde mit ungefähr 70 anderen Jungen in ein Lager gebracht und ihm wurde beigebracht, wie man Unterstände baute, wie man mit einem Gewehr umging, wie man aus einem Hinterhalt entkam und wie man einen Angriff durchführte. Man sagte den Jungen, wenn sie nicht kämpfen würden, dann würde man sie, wie er sagte, von hinten erschießen. Am fünften Tag entkam er.
Er sagt: “Am Anfang kämpfte die LTTE für die Tamilen, aber am Ende kämpfte sie nur für sich selbst.”
Thambirasa Jagadiswary, 20, und ihr Bruder Thambirasa Thisanandan, 17, wurden in Ambepusse wiedervereint nachdem die Tigers sie von ihrer Familie gestohlen hatten. Jagadiswary wurde im Juni 208 geholt und diente bei einer Geschützeinheit bevor sie gefangen genommen wurde, ihr Bruder Thisanandan war nur 15 Tag bei den Tigern bevor er fliehen und sich ergeben konnte.
Danach wurde er mit seinen Eltern nach Vavuniya gebracht. Er sagte: „Sie sagten uns dort, dass die, die in der LTTE waren, sich melden sollten, also tat ich es. Dann sagten sie mir, dass sie uns von unseren Eltern trennen würden.“ Seine Schwester sagte: „Ich sprach mit meinen Freundinnen, als sie ihn hereinbrachten. Ganz plötzlich sah ich meinen Bruder und begann zu weinen und zu schreien und ihn zu umarmen.“ Ihre Mutter bleibt in dem Internierungslager in der Menik Farm.
Die Enthüllungen dieser Teenager kommen Tage, nachdem der UN-Menschenrechtsrat eine Forderung nach einer Untersuchung der Behauptungen von Kriegsverbrechen auf beiden Seiten während des 26-jährigen Konflikts zurückgewiesen und eine alternative Resolution der srilankanischen Regierung akzeptiert hatte, in welcher der Konflikt als eine „interne Angelegenheit, welche zu keinem Einmischen von außen berechtigt“ beschrieben wird. Auch das srilankische Militär wurde auch beschuldigt, Kriegsverbrechen begangen zu haben, indem es auf Zivilisten feuerte.
Unter den traumatisierten und unfreiwilligen Kindersoldaten der Tamil Tiger gibt es nur den Wunsch, zur Normalität zurückzukehren.
Jagadiswary sagte: “Ich war ein Jahr bei der LTTE und ich muss hier ein Jahr bleiben. Nun möchte ich nur noch meine Mutter finden und mit meinem Leben weitermachen.“
Übersetzt aus der britischen Zeitung „The Guardian“ vom 31. Mai 2009

Durchiga Kuken; “Ich bin erst 16. Sie gaben mir ein Gewehr. Es war schwer. Sie sagten, wir müssten losgehen. Wenn wir umkehren würden, würden sie uns erschießen.“
Text & Foto: Gethin Chamberlain
London /Ambepusse – Tamilische Kinder wie ich, die manchmal erst 11 Jahre alt waren, wurden mit gezücktem Gewehr gezwungen, für die Tiger in Sri Lankas Bürgerkrieg zu kämpfen. Überlebende sprachen von ihrem Leiden mit Gethin Chamberlain in Ambepusse.
Darchiga Kuken, eine frühere Tamil-Tiger- Kindersoldatin, ist im Abepusse Rehabilitationszentrum untergebracht ist, seit sie den Rebellen entkommen war.
Darchiga Kuken war in einem Bunker im Gebiet von Mullaitivu untergebracht, als eine Gruppe von ungefähr 20 Tamil-Tiger-Soldaten ankam und verlangte, dass sie mit ihnen ging.
“Ich hatte gerade die Masern. Meine Mutter und mein Vater schrieen und weinten und sagten, dass ich krank bin und flehten sie an, mich nicht zu nehmen“, erzählt sie. “Die Männer gingen weg. Und dann kamen sie gegen 17.00 am 14. März zurück. Sie riefen mir zu, ich solle herauskommen, und dann packten sie mich und steckten mich in einen Jeep. Ich begann zu weinen. Ich schrie: „Mutter, Vater, helft mir.“
Die 16-jährige wird jetzt in dem festgehalten, was die Regierung als ein “Rehabilitationszentrum” beschreibt, ein Dschungellager, dass an der Flanke eines Hügels außerhalb der Stadt Ambepusse im Süden des Landes erbaut wurde. Hier gaben Kinder wie sie, welche gezwungen waren, an der Front in den letzten Phasen des Krieges in Sri Lanka zu kämpfen, dem Observer zwingende Beweise für die von den Befreiungstigern von Tamil Eelam (LTTE) begangenen Kriegsverbrechen. Im Lager sind gegenwärtig 95 Kinder untergebracht und 200 weitere sind auf dem Weg hierher von Internierungslagern um die Stadt Vavuniya im Norden des Landes herum.
Trotz der internationalen Sorgen wegen der Behandlung der LTTE-Verdächtigen, schienen die Kinder gut behandelt zu sein und konnten frei sprechen, als der Observer das Lager am Dienstag besuchte. Der betrüblichste Anblick war ein Junge, der auf dem Boden in einer der Hütten lag und vor Schmerzen schrie; seine Freunde sagten, dass er vor kurzem angekommen war und immer noch ein Schrapnellstück in seinem Schädel in sich trug.
Die Berichte dieser Jungen und Mädchen, welche sich der srilankischen Armee ergaben, sind schockierend. Sie sagten, dass man sie schreiend von ihren Familien weggeschleppt und nach nur ein paar Tagen Grundausbildung zum Kämpfen geschickt hatte. Die älteren Mitglieder der LTTE warnten sie, dass sie weiterhin feuern und vorrücken mussten, sonst würden man sie von hinten erschießen.
Jene, welche zu entkommen versuchten, sagten, dass man von ihrer eigenen Seite auf sie geschossen hatte. Kinder, die wieder gefangen worden waren, wurde der Kopf geschoren, um sie als Deserteure zu kennzeichnen, und Jungen wurden außerdem geschlagen.
Darchiga sagte, dass die Armee sie in den Magen geschossen hatte. Dies geschah zwei Tage, nachdem sie an der Front angekommen war und man sie gezwungen hatte, ein Gewehr zu nehmen und zum Kämpfen vorzurücken. Sie sagte, dass die LTTE-Soldaten sie vier Stunden lang blutend liegen gelassen hätten, bevor sie irgendeine medizinische Behandlung bekam.
Nach ihrer Zeugenaussage hatten die Tiger jede Familie gewarnt, dass all jene Kinder, welche ein Gewehr tragen können, ihnen beitreten müssten – egal, wie alt sie waren. Einige, die erst 11 und 12 waren, wurden genommen, wie sie sagte. „Sie sagten den Familien, dass ein Kind genug war. Wenn sie aber fünf Kinder hatten, dann nahmen sie vier und ließen nur eins zurück.“
Sie wurde in ein Trainingslager in Mullaivakal gebracht, wo neun Tage militärische Grundausbildung von häufigen Luftangriffen unterbrochen wurden. Am Morgen des 24. März wurde sie an die Front geschickt.
“Ich hatte Angst und dachte, dass ich jetzt sterben würde und niemals meine Eltern wiedersehen würde. Sie hatten uns Angst eingejagt und gesagt, dass wir nicht schlafen könnten, weil die Armee kommen und unsere Kehlen durchschneiden würde.“
Sie verbrachte den ersten Tag, indem sie sich in einem Unterstand versteckte, dann wurde sie vorwärtsgeschoben, weil die altgedienten Tiger Soldaten sagten, dass sie kaum noch Kämpfer hätten.”Sie gaben mir ein Gewehr. Es war sehr schwer. Sie drohten uns, dass wir vorwärtsgehen und schießen müssten; wenn wir zurückkommen würden, würden sie uns selbst erschießen.”
“Ich ging ein paar hundert Yards und versteckte mich hinter einer Kokospalme. Ich sah, wie die Armee kam, und war sehr erschreckt, und ich legte mich hin und versuchte, mich zu verstecken, aber dann schossen sie mir in den Magen.”
“Wegen dem Schmerz begann ich zu schreien, aber die LTTE-Soldaten sagten mir, ich solle wegen der Armee, die mich hören würde, still sein. Sie gaben mir ein Tuch, um es auf die Wunde zu legen. Da war eine Menge Blut. Es waren vier Stunden, bevor sie mich in das Krankenhaus in Matalan brachten.“
Am 13. April entkam sie und rannte zurück zu ihrer Familie. Sie sagte, dass die Tiger Deserteure suchten. „Wenn sie sie fingen, schoren sie sie und sandten sie zurück an die Front.Jungs wurden auch geschlagen.”
Schließlich gelang es ihr mit einer Gruppe Zivilisten zu entkommen, aber erst, nachdem die Tiger auf sie geschossen hatten. Sie wurde von ihrer Familie getrennt, welche in die Internierungslager in Vavuniya geschickt wurde, und vor ein Gericht gebracht, welches anordnete, dass man sie in Ambepusse für ein Jahr festhalten würde – die Standardbehandlung für jene, welche gestehen, dass sie Mitglieder der LTTE sind, selbst wenn sie dazu gezwungen wurden.
Ravindram Vajeevan, 17, sagte, dass er am 9. April in Ambepusse ankam, nachdem er vier Tage vorher den Tigern entkommen war. Er hat eine große Narbe an seinem linken Arm, wo seine früheren Kameraden auf ihn getroffen hatten, als er wegrannte.
Er wurde von seiner Familie in Mullaitivu am 29. März in Empfang genommen, als die Kämpfe um die schrumpfende Nicht-Feuer-Zone tobten und die Zahl der LTTE abnahm. Eine große Gruppe Männer kamen, wie er sagte, zum Haus und zogen ihn aus dem Unterstand, in dem er Schutz gesucht hatte.
Er sagte: “Sie trafen mich und meine Mutter weinte und ich weinte, aber sie sagten, dass ich zum Kampf gehen musste. Meine Nachbarn versuchten, sie zu stoppen, aber sie sagten, dass sie schießen würden. Dann feuerten sie in die Luft.“
Er wurde mit ungefähr 70 anderen Jungen in ein Lager gebracht und ihm wurde beigebracht, wie man Unterstände baute, wie man mit einem Gewehr umging, wie man aus einem Hinterhalt entkam und wie man einen Angriff durchführte. Man sagte den Jungen, wenn sie nicht kämpfen würden, dann würde man sie, wie er sagte, von hinten erschießen. Am fünften Tag entkam er.
Er sagt: “Am Anfang kämpfte die LTTE für die Tamilen, aber am Ende kämpfte sie nur für sich selbst.”
Thambirasa Jagadiswary, 20, und ihr Bruder Thambirasa Thisanandan, 17, wurden in Ambepusse wiedervereint nachdem die Tigers sie von ihrer Familie gestohlen hatten. Jagadiswary wurde im Juni 208 geholt und diente bei einer Geschützeinheit bevor sie gefangen genommen wurde, ihr Bruder Thisanandan war nur 15 Tag bei den Tigern bevor er fliehen und sich ergeben konnte.
Danach wurde er mit seinen Eltern nach Vavuniya gebracht. Er sagte: „Sie sagten uns dort, dass die, die in der LTTE waren, sich melden sollten, also tat ich es. Dann sagten sie mir, dass sie uns von unseren Eltern trennen würden.“ Seine Schwester sagte: „Ich sprach mit meinen Freundinnen, als sie ihn hereinbrachten. Ganz plötzlich sah ich meinen Bruder und begann zu weinen und zu schreien und ihn zu umarmen.“ Ihre Mutter bleibt in dem Internierungslager in der Menik Farm.
Die Enthüllungen dieser Teenager kommen Tage, nachdem der UN-Menschenrechtsrat eine Forderung nach einer Untersuchung der Behauptungen von Kriegsverbrechen auf beiden Seiten während des 26-jährigen Konflikts zurückgewiesen und eine alternative Resolution der srilankanischen Regierung akzeptiert hatte, in welcher der Konflikt als eine „interne Angelegenheit, welche zu keinem Einmischen von außen berechtigt“ beschrieben wird. Auch das srilankische Militär wurde auch beschuldigt, Kriegsverbrechen begangen zu haben, indem es auf Zivilisten feuerte.
Unter den traumatisierten und unfreiwilligen Kindersoldaten der Tamil Tiger gibt es nur den Wunsch, zur Normalität zurückzukehren.
Jagadiswary sagte: “Ich war ein Jahr bei der LTTE und ich muss hier ein Jahr bleiben. Nun möchte ich nur noch meine Mutter finden und mit meinem Leben weitermachen.“