Von unserem LTTEwatch-Korrespondenten in Sydney vom 8. November 2009

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Klare Absage an "Tamil Eelam": Des Browne an die tamilische Diaspora in Australien

Canberra – Der Britische Abgesandte in Australien, Des Browne, hat bei einem Treffen mit Vertretern der tamilischen Diaspora in Australien, der Idee eines eigenen „Eelam“-Staates für Tamilen auf sirlankischem Boden eine eindeutige und klare Absage erteilt.

Zu dem Treffen am vergangenen Wochenende im altehrwürdigen Westminster House, der britischen Dependance in Canberra zu einem „offenen Dialog“ waren sowohl gemässigte Vertreter der tamilischen Diaspora Australiens gekommen, beispielsweise Dr. Noel Nadesan, Herausgeber der tamilischen Zeitung The Uthayam, als auch Vertreter und Freunde der LTTE, die bei dem Treffen in der Überzahl waren. Brownes eindeutige Absage an einen Tamilen-Staat ist wohl auch der Grund, warum über das Treffen in pro-LTTE-orientierten Medien so gut wie nichts zu lesen ist – außer der Tatsache, dass es stattfand.

Browne nannte mehrere Gründe dafür, dass es niemals ein „Tamil Eelam“ auf sirlankischem Boden – oder sonstwo – geben würde.

Zum einen hätten mächtige Verbündete Sri Lankas wie Russland, China oder auch Indien daran keinerlei Interesse, da sie selbst mit Separatisten im eigenen Land zu kämpfen haben.

Zum anderen hätten die bisherigen, selbsternannten Alleinvertreter der Tamilen, die LTTE, selbst dafür gesorgt, dass es derzeit keinen glaubwürdigen Vertreter der tamilischen Frage gebe. Denn genau darin sehe er Browne, die einzige Chance: in echtem, ernst gemeinten politischen Dialog mit der Regierung in Colombo. Den Zeitpunkt für faire Verhandlungen aber habe die LTTE ein für alle Mal mit der militärischen Niederlage im Mai verpasst.

Auch Dr. Noel Nadesan bestätigte diesen Eindruck. Trotz einer nicht immer perfekt funktionierenden Demokratie, trotz dreier Unabhängigkeitskriege und vieler Verluste habe Sri Lanka noch immer die Fahne der multi-ethnischen Staates hochgehalten. Die Tamilen heute stünden in ihrer Sprachlosigkeit vor einer hausgemachten Krisensituation.

Die Vertreter der LTTE beschwerten sich lautstark über die Lage der Flüchtlinge in den Lagern. Browne erwiderte, dass die noch verbleibenden 100 000 Flüchtlinge ja letztlich auch wegen der LTTE in den Lagern seien; ihre Situation sei vor dem Lageraufenthalt zum großen Teil wesentlich schlimmer gewesen. Außerdem glaube er der srilankischen Regierung, dass diese so schnell wie möglich versuche, die Lage zu entspannen und zu normalisieren.

Den Versuch der LTTE-Anhänger, wirtschaftlichen Druck aufzubauen, beispielsweise indem sie ausländische Regierungen dazu drängten, Handelserleichterungen aufzuheben, erteilte er auch eine Abfuhr. Dies sei ein Pendel, das leicht in die falsche Richtung ausschlagen könne, denn damit könnte der wirtschaftliche Wiederaufbau des ganzen Landes, ganz besonders aber der des ohnehin schwachen Nordens, empfindlich gestört werden.

Eine Abfuhr erteilte Browne auch externen Kriegsgerichten, die Greueltaten untersuchen sollen. Dieser Prozess müsse von Innen heraus geschehen. Am Beispiel Kosovo sehe man, so Browne, dass die externe Intervention nichts gebracht habe und auch nicht zur Versöhnung der ehemaligen Kriegsparteien beigetragen habe. Im Übrigen müsse sich gerade auch abei diesem Thema die LTTE viele, eher unangenehme Fragen stellen lassen.

Des Browne sagte zum Abschluss des Dialogs, dass er sich gerne als Moderator bei Verhandlungen mit der srilankischen Regierung als Moderator zur Verfügung stelle. Sri Lanka als funktionierende Demokratie und mit langer Erfahrung bei der Integration unterschiedlichster Ethnien sei trotz aller Imperfektionen immer noch die beste Option für eine politische Beteiligung der Tamilen am öffentlichen Leben. Brownes letzter Rat an die Beteiligten: sie mögen sich doch mit der parlamentarischen Opposition Sri Lankas in Verbindung setzen. Das sei ein politischer Hebel, der den Tamilen sofort zur Verfügung stehe…

TigerInKanada
Übersetzt aus der srilankischen Zeitung Daily Mirror vom 6. November 2009

Von Sunil Jayasiri

Colombo – Die nach der militärischen Niederlage der LTTE-Organisation in Sri Lanka, ebenso wie nach der Verhaftung des internationalen Waffenschmugglers und Prabhakaran-Nachfolgers Kumaran Pathmanathan alias „K.P.“ schwer angegriffene internationale Netzwerk der Befreiungstiger von Tamil Eelam, allgemein als LTTE bekannt, gewinnt langsam wieder an Boden. Die Rest-LTTE benutzt dabei kanadischen Boden als strategische Basis. Dies besagen jüngste lokale und internationale Berichte von Nachrichtendiensten. Demnach gibt es nach wie vor aktive Tarnorganisationen der Terrororganisation, die (noch) ungehindert und scheinbar legal auf kanadischem Boden agieren, und, trotz der Versuche der kanadischen Behörden, deren Aktivitäten zu unterbinden, bauen diese übrig gebliebenen Führer der LTTE weiterhin das Netz der Terrororganisation auch international weiter aus.

Als ersten Schritt haben diese Tarnorganisationen der LTTE in Europa und Kanada wieder damit begonnen, „Steuergelder“ von der tamilischen Diaspora in den USA, in Kanada sowie in anderen, europäischen Ländern einzutreiben. Sie haben auch wieder damit begonnen, Entführungen und Erpressungen in großem Maßstab durchzuführen, um Geldmittel von der Diaspora für künftige Aktivitäten zu erpressen. Diese LTTE-Tarnorganisationen, die von der Kanadischen Tamilischen Jugendfront angeführt werden, haben damit begonnen, die tamilische Diaspora dahin gehend zu bearbeiten, wieder und ausschließlich die Tamil Eelam Tigerflagge zu schwenken…

Berichte der Nachrichtendienste enthüllen weiter, dass ein prominenter tamilischer Parlamentarier, der Sri Lanka verlassen hat, diese Kampagne in Kanada aktiv führt und dabei behauptet, dass das Konzept des getöteten LTTE-Führers von allen Tamil sprechenden Menschen in der Welt, befolgt werden müsse.

Um dies zu erreichen, wurden Millionen von Tamil Eelam Fahnen in der ganzen Welt unter der tamilischen Diaspora durch diese Tarnorganisationen verteilt.

Obwohl diese Tarnorganisationen mehr oder weniger offen diese letzte PR-Kampagne der LTTE – einschließlich Erpressungen im großen Stil – durchgeführt haben, haben die kanadischen Behörden angeblich bisher keine konkrete Aktion unternommen, um dies zu verhindern. Die srilankische Regierung hat selbst auch nichts unternommen, etwa auf diplomatischer Ebene, diese Entwicklungen zu verhindern, obwohl sie vom nationalen Geheimdienst gewarnt worden war.

Quellen in Kanada besagten, dass angeblich sogar hochrangige Beamte der kanadischen Regierung diese Aktivitäten unterstützen würden, um der schon gelähmten LTTE-Organisation auf der internationalen Ebene neues Leben einzuhauchen. Obwohl die kanadischen Behörden früher einige harte Aktionen unternahmen, um prominente und aktive Tarnorganisationen der Tamil Tiger, die in Kanada ihren Sitz hatten, zu verbannen, und obwohl sie auch verschiedene Verhaftungen getätigt haben, sind sie immer noch unfähig, ganz und gar mit dieser Bedrohung fertig zu werden. Dies führt dazu, dass die übrig gebliebenen Tamil Tiger Repräsentanten dort wieder an Boden gewinnen.

In der Zwischenzeit haben die LTTE-Anhänger, welche in europäischen Ländern leben, damit begonnen, in Kanada und den USA die tamilische Diaspora einzuschüchtern. Sie sollen Verwandte, die in den nördlichen und östlichen Provinzen in Sri Lanka leben, darauf einstimmen, bei den bevorstehenden Wahlen wenigstens fünfzehn Mitglieder der Tamilischen Nationalen Allianz ins Parlament zu wählen.

Dem Vernehmen nach gibt es diese LTTE-PR-Kampagne in fast jedem Land, in dem es eine srilankische tamilische Bevölkerung gibt. Demgemäß vermittelt die Kampagne hauptsächlich die Botschaft, dass nur TNA Mitglieder politisch für die tamilische Gemeinschaft kämpfen würden, und dass deswegen eine beträchtliche Anzahl von TNA-Mitgliedern ins sri-lankische Parlament geschickt werden sollen.

Der Nachrichtendienst Sri Lankas berichtet, dass besonders in der nördlichen Provinz einen Trend vorherrscht, die TNA als Vertraute des Volkes zu unterstützen. Der Grund ist, dass die meisten der Verbündeten der Regierung – einschließlich der Eelam Volksdemokratie Partei (EPDP) – wegen des Versagens der Politiker, ihre Versprechen einzulösen, ihre Glaubwürdigkeit verlieren.

Berichte sagen, dass einige dieser Verbündeten angeblich eine große Summe Geld von den Leuten genommen hätten und ihnen lokale sowie Jobs im Ausland versprochen, aber diese Versprechen nicht eingelöst hätten.

Srilankische illegale Asylsuchende und Kanada

Um mit der schmutzigen Kampagne gegen die srilankische Regierung wieder zu beginnen, sammeln sich jetzt die übrig gebliebenen Führer der LTTE um ihre prominenten Figuren, die eine bedeutsame Rolle im Kampf gegen die srilankischen Sicherheitskräfte gespielt haben.

Als erster Schritt wurde dem Gerücht nach eine große Anzahl solcher kampferprobten LTTE-Führer und altgedienter Kader in letzter Zeit auf illegale Weise nach Kanada gebracht. Dies kam ans Licht, als die kanadischen Behörden ein hochrangiges LTTE-Mitglied verhafteten konnten, der auf der Liste der von Interpol dringlichst Gesuchten stand und der sich unter den angeblich verfolgten Asylsuchenden der „Ocean Lady“ befand.

Der 26-jährige Manickavasagar Kartheepan ist ein dringlichste gesuchter LTTE Kader; es war ihm gelungen, aus Sri Lanka zu entkommen, während die Abteilung für die Untersuchung von Verbrechen (CID) versuchte, ihn in ihrem Netz zu fangen. Er wird von Sri Lanka wegen seiner Rolle bei einem Schmugglerring gesucht, der für die Tamil Tiger elektronische Ausrüstung ins Land brachte.

Später wurde von Interpol ein “Alarmstufe Rot” daraus gemacht, nun wurde Kartheepan wegen terroristischer Aktivitäten gesucht. Als die kanadischen Behörden die illegale eingereisten Asylbewerber überprüften, wurde der Verdächtige in der Gruppe von 76 Kamillen entdeckt. Manickavasagar Kartheepan wurde von den kanadischen Behörden an Interpol übergeben, man rechnet mit seiner baldigen Auslieferung an Sri Lanka.

Das in Kambodscha registrierte Schiff “Ocean Lady”, das am 17. Oktober kanadischen Gewässer erreichte, war aus einem südindischen Hafen am 8. September aufgebrochen. Später konnte aufgedeckt werden, dass das Schiff, das ursprünglich „Easwaran Princess“ hieß, von der LTTE genutzt wurde, um Waffen und Munition für die Organisation in den Norden der Insel zu bringen. Bevor das Schiff mit 76 illegalen Einwanderern – die meisten von ihnen srilankische Tamilen – losfuhr, glaubte man, dass es in Indonesien gewesen war, wo eine große Anzahl tamilischer Zivilisten leben, nachdem diese auf illegale Weise aus Sri Lanka geflohen sind.

Gegenwärtig wird Indonesien als Transitpunkt für illegale Einwanderer benutzt, bevor sie nach Australien oder Kanada geschickt werden, wobei man die Seerouten illegal benutzt.

Jetzt haben sich das Anti-Human Smuggling Investigation Bureau der srilankischen CID und die Königliche Kanadische Berittene Polizei (RCMP = kanadische Kripo) zusammengetan, um Untersuchungen hinsichtlich dieser dubiosen Asylbewerber anzustellen.

Ein hochrangiger CID Beamter sagte, dass es Untersuchungen im Gange seien, um festzustellen, warum eine kleine Anzahl illegaler Einwanderer (76) auf dem großen Schiff mit namens “Ocean Lady” gereist sei. Das CID glaubte, dass es in dieser Gruppe einige weitere prominente altgediente LTTE-Kader befinden, und die kanadischen Behörden überprüfen nun die Identitäten dieser Männer.

Die vor kurzem von den kanadischen Behörden veranlassten Untersuchungen haben ergeben, dass der Kopf hinter der Ankunft des Schiffes ein gewisser Ravi Shankar Kanagaraja ist, ein nationalisierter Tamile. Er hatte enge Verbindungen mit dem verhafteten Chef des internationalen Netzwerkes der LTTE K. Pathmanathan alias „K.P.“…

Ein großangelegte Suchaktion, um diesen Drahtzieher zu verhaften ist derzeit im Gange. Er hat dem Vernehmen nach einige andere ähnliche Schiffe besorgt, um illegal Einwanderer nach Kanada zu schmuggeln. Dies besagen letzte Berichte. Im Zuge der Übernahme des Schiffes sagte der Bevollmächtigte der RCMP, William Elliott, dass es zwar noch zu früh sei, Schlussfolgerungen darüber abzugeben, ob jene, die an Bord des Schiffes angekommen sind, für Kanada eine Bedrohung sind, dass aber „die Tatsache ihrer Ankunft und die Möglichkeit, dass andere folgen könnten, massive Sorgen wegen unserer Sicherheit entstehen lassen.“

Er sagte, dass die Rebellen trotz der Niederlage der LTTE eine terroristische Gruppe bleiben, welche “möglicherweise eine bedeutsame Wirkung auf und in Kanada ausüben könnte.”

Elliott gab zu: “Kanada ist eines der wenigen Plätze in der Welt, wo sich LTTE-Terroristen und deren Unterstützer ganz offen verstecken könnten und vielleicht von hier aus terroristische Operationen in Gang setzen könnten.”

Elliott sagte auch, dass auch dann, wenn die LTTE Kanada nicht speziell ins Visier nehmen würde, “die Auswirkungen immer noch desaströs seien.” Der Beauftragte sagte, dass Gewalt und Einschüchterung benutzt würden, um „Kriegssteuern“ innerhalb der Kanadisch-tamilischen Diaspora für die Tamil Tiger zu sammeln.

Trotz andauernden Aktionen, um zu verhindern, dass illegale Einwanderer das Land betreten, muss die kanadische Regierung noch eine sehr harte und gründliche Aktion gegen diese Bedrohung unternehmen, damit dies endgültig aufhört.

Kanadische Berichte des Geheimdienstes haben vor kurzem enthüllt, dass die LTTE-Tarnorganisationen zwar wieder im Aufstieg begriffen sind, dass die Regierung des gegenwärtigen Premierministers Stephen Harper dennoch keine konkrete Aktion unternommen habe, um diesen Trend umzukehren. Harpers Regierung legt eher Zurückhaltung an den Tag. Diese bringt die terroristischen Organisationen wie z.B. die LTTE dazu, kanadischen Boden als strategische Basis zu benutzen, um mit terroristischen Aktivitäten weiterzumachen.

In der Zwischenzeit sagten Quellen des Nachrichtendienstes der srilankischen Regierung, dass der LTTE-Anführer V. Rudrakumar, der in den USA lebt, möglicherweise das höchste übrig gebliebene aktive LTTE-Mitglied nach der vor kurzem erfolgten Verhaftung des wichtigsten LTTE-Netzwerkers und -Waffenlieferanten der Tiger, „K.P.“ ist. Der als Anwalt tätige Rudrakumar würde damit ungerührt weitermachen, LTTE-Mitglieder international neu zu gruppieren.

Obwohl die srilankische Regierung darauf drängt, dass die USA gegen Rudrakumar vorgehen, gibt es darauf immer noch keine positive Antwort. Sri Lanka sagte schon früher, dass die amerikanische Regierung sicherstellen solle, dass ein Mitglied einer verbotenen terroristischen Organisation, welches ein bekennender Anhänger des Terrorismus ist, die volle Macht des Gesetzes spüren solle.

Hinderlich bei der Lösung ist jedoch derzeit ein diplomatischer Streit zwischen den Vereinigten Staaten und Sri Lanka. Dabei geht es darum, dass man den Chef des Verteidigungsstabes General, Sarath Fonseka wegen angeblicher Kriegsverbrechen in Sri Lanka befragen möchte. Aufgrund dieses Streites ist die LTTE der lachende Dritte, man ist dabei sich neu zu gruppieren, und damit eine Bedrohung sowohl für Sri Lanka wie auch für die ganze Welt darzustellen.

Die Aufmerksamkeit der srilankischen Regierung sollte sich deshalb, nach ihren gelungenen Plänen, die Tamil Tiger militärisch auszulöschen, auf diese neue Entwicklung konzentrieren – mit der Unterstützung anderer Regierungen.

Von unserem LTTEwatch-Korrespondenten aus Colombo vom 9.November 2009

Colombo - Der Geschäftsmann und Mitbegründer der Reform Partei von Singapore, Balldey Naidu steht kurz vor seiner Auslieferung an die Vereinigten Staaten. Die Vorwürfe gegen den 47jährigen lauten auf Gründung einer kriminellen Vereinigung zum Handel mit Waffen im Auftrag einer srilankischen, terroristischen Gruppe – den Tamil Tigers. Die amerikanischen Behörden hatte um die Festnahme gebeten – mit Singapore haben die Amerikaner seit Jahren entsprechende Zusammenarbeits-Abkommen.

Naidus Komplize beim Handel mit Waffen für die LTTE soll Haniffa Osman gewesen sein. Er sitzt bereits in amerikanischer Haft, ein Gericht verurteilte ihn zu 3 Jahren.

Der Generalsekretär der Reform Partei, Kenneth Jeyaretnam sagte letzten Montag, dass die Anschuldigungen gegen Naidu sich auf einen Zeitraum vor der Gründung der Partei im Jahr 2008 beziehen würden. Gleichzeitig begrüße Jeyaretnam aber auch die Auslieferung ausdrücklich: er habe großes Vertrauen in die amerikanische Justiz, und dass man dort – und nur dort und nicht etwa in Singapore – die Wahrheit schnell herausfinden werde. Naidu sei ein sanfter Mann, der niemals mit Terroristen zusammen arbeiten würde, bald schon werde seine Unschuld bewiesen sein.

Bei seiner Festnahme am 22. September trug Naidu eine nichtangemeldete Waffe bei sich – in Singapore ein streng geahndetes Vergehen.

BoatpeopleVon unserem LTTEwatch-Korrespondenten in Colombo am 7. November 2009

Colombo - Der Botschafter Sri Lankas in Indonesien hat das srilankische Auswärtige Amt davon unterrichtet, dass man nun wisse, wer sich hinter „Alex“, dem selbsternannten Sprecher der tamilischen Asylsuchenden an der Küste Indonesiens verberge.

Die 255 Tamilen – unter ihnen Frauen und viele Kinder – wurden am 19. Oktober von der indonesischen Marine im Meer vor Indonesien in einem maroden Holzschiff treibend aufgegriffen und nach Indonesien verbracht, wo sie nun im westlichen Java, im Hafen von Merak, an einer Mole angeleint liegen – und sich weigern, an Land zugehen und ihr Schiff zu verlassen.

Ultimativ haben sie durch ihren Sprecher „Alex“ gefordert, nicht in Indonesien, sondern in Australien Asyl zu bekommen. Nach Sri Land könne man nicht zurück, da man dort als Tamile um sein Leben fürchten müsse. Wenn man nicht nach Australien hineingelassen werde, werde man in einen „Hungerstreik bis zum Tode“ treten oder aber das Schiff in die Luft sprengen. Es besteht der Verdacht, dass zumindest einige der Asylsuchenden versprengte Angehörige der LTTE bzw. deren Waffenschmuggelflotte sind.

Zumindest „Alex“ ist offenbar nicht direkt aus Sri Lanka gekommen. Sein Identität konnte mittlerweile ermittelt werden. Es handelt sich um den in Jaffna gebürtigen, 27-Jährigen Srilanker Kulaendrarajah Sanjeev, der schon früher erfolgreich um Asyl in Kanada ersucht hatte – wegen Verfolgung durch die LTTE. Aus Kanada aber wurde er, nach einer Reihe von Straftaten, u.a. Bandenkriminalität, im Jahr 2003 ausgewiesen. Offenbar hatte er sich nicht zurück nach Sri Lanka, sondern nach Chennai, Indien abgesetzt. Zusammen mit seinem Bruder, der in Kanada verblieb, betreibt er offenbar einen Menschenschmuggel-Organisation. Wegen dieses Deliktes wurde er auch schon einmal verurteilt.

Kulaendrarajah Sanjeevs Bruder wird mittlerweile von der Royal Canadian Mounted Police (RCMP = kanadische Kripo) gesucht. Australien weigert sich bislang, die Asylsuchenden aufzunehmen – man befürchtet eine unerwünschten Präzedenzfall. Außerdem sehe man nach dem Ende des Krieges in Sri Lanka keinen Grund mehr, weder politisches noch humanitäres Asyl zu gewähren.

Wegen des Vorfalls war es zu zum Teil heftigen Verstimmungen zwischen Indonesien und Australien gekommen, wo die Frage des Verbleibs der Asylsuchenden auch innenpolitisch für Wirbel sorgte. Mittlerweile sagt Australien, dass es Sache der indonesischen Migrationsbehörde sei, eine Lösung zu finden. Der australische Außernminister Smith sagte, es sei nicht Sache der Flüchtlinge zu entscheiden, wo sie ihren Antrag stellten. Sie seien auf hoher See gerettet worden und hätten daher nicht die Wahl.

In Indonesien sind in letzter Zeit Tausende Flüchtlinge aus Ländern wie Afghanistan, dem Irak und in letzter Zeit scheinbar auch aus Sri Lanka angelandet, deren Ziel eigentlich Australien war. Die Mittel der indonesischen Regierung reichen kaum aus, um den Zustrom zu bewältigen. Jakarta ist auf Hilfe der Vereinten Nationen und der Internationalen Migrationsorganisation angewiesen, um die Flüchtlinge unterzubringen und zu versorgen. Australien hat sich mittlerweile bereit erklärt, Indonesien gegebenfalls beim Bau von weiteren Auffanglagern für Asylanten finanziell zu unterstützen.

Bislang haben sich die srilankischen Asylsuchenden geweigert, das Schiff zu verlassen, oder sich medizinisch behandeln zu lassen. Auch haben sie sich geweigert, srilankischen Botschaftsangehörige an Bord zu lassen zur Verifikation ihrer Papiere bzw. Identität.

Kurios: Ausgerechnet „Alex“ hat jetzt Journalisten gegenüber das angebliche „Angebot“ der Asylsuchenden verbreiten lassen, man werde den (seinen?) Schmugglerring verraten, wenn man sie alle nach Australien hinein lassen würde. Es handle sich dabei, so „Alex“ nebulös, „um ein großes, Asien weit tätges Netzwerk“. Man habe die ganze Zeit über Kontakt zu den Schmugglern gehalten…

Von unserem LTTEwatch-Korrespondenten in Colombo vom 4.Oktober 2009

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Nach ihm wird wegen Menschenhandels gefahndet: Ravi Shankar Kanagaraja

Colombo – Die Tamil Tigers hoffen, dass sie künftig Kanada als strategische Basis für den Kampf gegen die srilankische Regierung Nutzen können.“Ich kann mir kein anderes Land denken, das für für die Tamil Tigers von solcher Wichtigkeit ist, um sich wieder zu sammeln und den Kampf gegen Sri Lanka fortzusetzen,“ sagt Professor Rohan Gunaratna vom Internationalen Center für Politische Gewalt und Terrorismus-Forschung in Singapore im Hinblick auf die weltgrößte Tamilen-Diaspora.

Die kanadische Regierung hat Gunaratna als Berater bei der Untersuchung der 76 Tamilen, die am 17. Oktober vor der Küste Vancouvers vom Küstenschutz aufgegriffen wurden, und die jetzt in Gewahrsam der Einwanderungsbehörden sind. Die kanadischen Behördenmisstrauen den angeblichen friedlichen Asylanten. Ein Tamile, von dem man annimmt, er sei Jugendlicher wurde inzwischen in die Obhut der Jugendschutzbehörde entlassen.

Zwar sagen die Anwälte der Asylanten, sie seien keine LTTE-Kader – doch Professor Gunaratna widerspricht vehement: Die Mehrheit dieser Asylsuchenden seien Tamil Tigers. Die Papiere der Asylsuchenden würden derzeit von den kanadischen Behörden untersucht. Gegen einen der Asylsuchenden, den 26-jährige Manickavasagar Kartheepan, liegt definitiv ein Haftbefehl von Interpol vor.

Die Tamil Tigers und die LTTE sind in Kanada als verbotene terroristische Organisation eingestuft.

Gunaratna hat auch dem Drahtzieher der ganzen Aktion einen Namen gegeben. Nach seinen Informationen habe die Planung und Durchführung der Aktion ein gewisser Ravi Shankar Kanagaraja zu verantworten, ein kanadischer Tamile. Die kanadischen Behörden haben Kangaraja mittlerweile zur Fahndung ausgeschrieben.

Bereits am Montag kam heraus, dass bei Untersuchungen des Schiffes und seiner Passagiere an der Kleidung von mindestens zwei der Asylsuchenden sowie an einigen Stellen des Laderaums Spuren des Sprengstoffs TNT entdeckt wurden. Außerdem entdeckten die Ermittler, dass der Transponder des Schiffes manipuliert worden war. Mittels Transponder lässt sich jedes Schiff eindeutig identifizieren. Die „Ocean Lady“, die vor der Küste Kanadas aufgegriffen wurde hieß ursprünglich „Princess Easwary“, kam aus Indien und fuhr bis zum Ende des Krieges im Mai in der Flotte der LTTE als Waffenschmuggelschiff.

Von unserem LTTEwatch-Korrespondenten in Colombo vom 3. November 2009

Tigerführer und LTTE-Aktivisten in Aufruhr

Hedge Fund Insider Trading

Rajaratnam wird von Beamten des FBI abgeführt - ist er eine Schlüsselfigur im LTTE-Netzwerk?

Colombo – Die Verhaftung des in Sri Lanka geborenen Milliardärs Raja Rajaratnam, dem Gründer des des Galleon Hedge Fonds durch Untersuchungsbeamte des FBI wegen des Insiderhandels hat die LTTE-Führer und -Aktivisten in den USA aber auch in anderen Ländern in große Aufregung versetzt.

Rajaratnam hat nicht nur die LTTE finanziell stark unterstützt, sondern auch eine führende Rolle bei der angestrebten internationalen Anerkennung für die terroristische Organisation gespielt. Es war V. Rudrakumaran, ein srilankisch tamilischer Rechtsanwalt, der jetzt in den USA lebt, welcher die Initiative ergriff, um den so genannten „Transnationalen Tamilischen Staat von Eelam“ zu etablieren – eine ungewählte Tigerregierung ohne Land im Exil, die bald nach dem Dezimieren der LTTE samt deren militärischer Führung entstand.

Rudrakumaran, der Ober-Rechtsberater der LTTE, war Mitglied von Tiger-Delegationen gewesen, welche bei einer Anzahl von Gelegenheiten mit der srilankischen Regierung scheinbar um Frieden verhandelten. Nach dem Tod von Prabhakaran und anderen Tigerführern errichtete Rudrakumaran diesen „Transnationalen Staat von Tamil Eelam“ als virtuelle Versammlungsstätte für Tiger-Aktivisten ein, welche in der ganzen Welt verstreut sind. Rudrakumaran hat immer offen die LTTE international repräsentiert. Es war Rudrakumaran, welcher eine Delegation von Repräsentanten von 15 pro-LTTE Organisationen in den Vereinigten Staaten anführte, die den amerikanischen Unterstaatssekretär für asiatische Angelegenheiten, Robert Blake trafen, um sich über die srilankische Regierung zu beklagen, die Menschenrechte verletze.

Versteckt sich Rudrakumaran?

Rudrakumaran, der lange das Lichte der Öffentlichkeit für seinen Klienten suchte, ist angeblich in den Untergrund abgetaucht, seitdem Raj Rajaratnam von Ermittlern des FBI verhaftet worden war. Der Grund scheint offensichtlich. Es heißt, es sei ein enger Verbündeter von Rajaratnam gewesen. Die anderen Tiger-Führer und Aktivisten in den Vereinigten Staaten halten sich derzeit ebenfalls bedeckt. Eine Anzahl von Pro-Tiger-Webseiten sind derzeit inaktiv.

Da er der wichtigste Rechtsberater der LTTE ist, repräsentierte er die Interessen der Tiger-Aktivisten in Gerichtsfällen in den Vereinigten Staaten bei mehreren Gelegenheiten. Interessanterweise ist Rudrakumaran nicht für Raj Rajaratnam angetreten in dessen Anklage wegen Insiderhandels. Überraschenderweise hat auch die Pro-LTTE-Webseite Tamil Net bislang nichts über die Verhaftung von Raj Rajaratnam berichtet.

Finanzielle Unterstützung der LTTE  Verbrechen in den USA

Es gilt als ernstes Vergehen, wenn man auf amerikanischem Boden irgendeiner terroristischen Organisation, die die USA verboten hilft, hilft, unterstützt oder sonstwie begünstigt. Während der Untersuchungen ist durchgesickert, dass Rajaratnam mindestens 5 Millionen amerikanische Dollar der Tiger-Tarnorganisation TRO (= Tamil Rehabilitation Organization) gespendet hat. Darum sieht er sich auch der Verfolgung wegen der – indirekten – finanziellen Unterstützung der LTTE gegenüber.

Zwischenzeitlich hat eine Gruppe von Sri-Lankern, die in den USA leben Klage in 30 Fällen gegen Rajaratnam bei einem Gericht in New Jersey eingereicht. Er soll wegen der „indirekten Teilnahme“ an der Tötung ihrer Familienangehörigen und Verwandten in Sri Lanka durch die LTTE vorgeladen wurde. In der Sammelklage wird gesagt, dass Rajaratnam zumindest teilweise für die Tötungen, die die LTTE durchführte, verantwortlich gehalten werden könne. Eine Stellungnahme des Internationalen Koordinators der LTTE, Kumaran Padmanathan alias „K.P.“, welche daraus hinausläuft, dass Rajaratnam die LTTE zweifellos finanziell unterstützt hat, dient als ein starkes Indiz zur Unterstützung der Anklage gegen Rajaratnam.

Rajs Investition an der srilankischen Börse

Rechtsexperten weisen darauf hin, dass die srilankische Regierung unter dem Gesetz zur Verhinderung von Terrorismus eine Rekordsumme von 13 Milliarden Rupien einziehen kann, im Falle, dass ihn das Gericht von New Jersey für schuldig befinden sollte, die LTTE finanziell unterstützt zu haben. Diese Summe nämlich hat Rajaratnam in Sri Lanka investiert.

Gericht schränkt Rajs Mobilität ein

Rajaratnam, dessen Haftkaution jetzt auf 100 Millionen amerikanische Dollar erweitert wurde, wurde außerdem mit dem Verbot belegt, sich nicht weiter als 170 Kilometer weg von New York zu bewegen. Außerdem können die Ermittler des FBI Rajaratnams Bewegungen anhand von Signalen überwachen, die von seiner elektronischen Fußfessel kommen.

In der Zwischenzeit hat Rajaratnams Anwalt an das Gericht appelliert, die Höhe der Sicherheitskaution, die ihm auferlegt wurde, von 100 auf 25 Millionen US Dollar reduziert wird. Es wird erwartet, dass die Namen weiterer hochrangiger Geschäftsleute und Politiker, die mit Rajaratnam zu tun hatten, im Laufe des Verfahrens wegen Insiderhandels gegen ihn durchsickern werden.

Von unserem LTTEwatch-Korrespondenten in Colombo vom 3. November 2009

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"K.P." verrät gerade in Verhören das internationale Terrornetzwerk der LTTE, das er aufgebaut hatte

Colombo – Kumaran Pathmanathan alias „K.P.“, Nachfolger des im Mai getöteten LTTE-Führers V. Prabhakaran, der seit Anfang August in srilankischer Haft sitzt, hat weitere Details über insgesamt 57 Top-Eelamisten enthüllt, die das internationale Netzwerk der LTTE leiten.

Bis jetzt hatte man diese Namensliste nicht enthüllt. Unter jenen, die auf dieser Liste genannt werden, sind: Der Chef des internationalen LTTE-Nachrichtendienstes Kadiragamarthambi Aravindan, ein Ingenieur mit Wohnsitz in den USA, Rajandran Balasingham, der Chef der tamilischen Welt-Eelam-Jugendorganisation „Anduwelman“, Cheriyan Rudramurthi in Kanada, G. Ilango in Großbritannien, V. Ilangapillai in Kanada, Arjun Ediriweerasingham, Winipara alias Ranjitzh Fernando, Jegan Mohan in Schweden, Jeyachandran und Thediyawan in Norwegen, Thagenlingam in Malaysien, James Karunakaran in London, Sadiyan Kumaran in Australien, Lucas Balasingham ebenfalls in Kanada, der Bruder des Eelam IGP, Maniwannan und Verangam in Paris, Nadarajah Mathienthiran ebenfalls in Frankreich, Palendira Mathinan in Australien, David Puwathapillai in Kanada, Raj Rajaratnam in den USA und Ragaman in Australien. Es wurde auch bekannt, dass ein früherer srilankischer Schatzmeister und ein früherer Generalstaatsanwalt ebenfalls in diesem Netzwerk sind. Mathienthiran steht in Paris derzeit u.a. wegen Unterstützung einer terroristischen Organisation (LTTE) vor Gericht.

„K.P.“ hat auch enthüllt, dass diesen LTTE-Netzerkern nicht nur die Aufgabe haben, für die LTTE in der jeweiligen Diaspora Spenden einzusammeln sowie sich u.a. um die LTTE-Propaganda-Websites zu kümmern. Sie hatten außerdem den Auftrag, sich aktiv als Lobbyisten für die LTTE bei ausländischen Regierungen und Parteien zu betätigen. Seit dem besagte Liste bekannt wurde, hätten einige der genannten Tiger-Aktivisten ihrer öffentlichen Tätigkeiten deutlich zurückgefahren sagen Sicherheitskräfte.

 

Übersetzt aus Lakbime vom 2. November 2009
Von Gayan Kumara Weerasingha

Colombo – Verteidigungseinheiten haben eine Anzahl von verdeckten LTTE-Kader entdeckt, die Bomben an Eisenbahnstrecken, Bussen sowie an elektrischen Transformatoren in Colombo und Umland zur Zündung gebracht haben. Die Verteidigungseinheiten entdeckten diese Kader durch Information bei der Befragung von altgedienten LTTE-Soldaten, welche im Lager von Vavuniya festgenommen worden waren.

Mittlerweile kam auch heraus, dass die Person, welche im Mai 2009 den Freitod beging, indem sie aus dem 7. Stockwerk eines Apartmenthauses in Wellawatte sprang, während Beamte des Staatlichen Nachrichtendienstes das Gebäude umzingelten, ein Student der Ingenieurs-Wissenschaften an der Universität von Moratuwa war. Er galt als Spezialist für Sprengkörper und wohnte im „Sonnenblumen-Hof“ in Wellawatte. Ein Studien-Kollege, ebenfalls von der Universität von Moratuwa, wurde jetzt vom CID wegen eines Bombenanschlages auf einen Bus in Katubedda, Moratuwa verhaftet. Bei dieser Explosion am 6. Juni 2008 waren 24 Menschen getötet und 72 verletzt worden.

Zusätzlich verhaftet das Büro für Verbrechensbekämpfung in der letzten Woche zwei weitere Studenten. Sie waren von der LTTE ausgebildet worden. Die zwei Studenten lebten in einem Haus an der Vijitha Straße in Pamankada. Sie hatten das Haus für monatlich 8000 Rupien gemietet.

Dabei wurde auch enthüllt, dass ein altgedienter LTTE-Spion mit Namen “Murali” ihr Führungsoffizier war, der die Anweisungen gab, wo man die Explosionen ausführen sollte.

Einer der Studenten, Mohan Kumar, ein Einwohner von Kilinochchi, hatte das GCE A/ Examen mit Bestnoten bestanden und war als Student der Fakultät für Management der Sri Jayawardanapura im Juni 2004 registriert worden. Mohan Kumar besuchte seine Eltern und seinen Bruder im Wanni regelmäßig. 2007 sah sich Mohan an der Omanthai Barriere der LTTE gegenüber und die LTTE Kader drängten ihn dazu, bei ihren terroristischen Aktivitäten zu helfen. Mohan Kumar lehnte ab. Aber die LTTE beharrte. Im April 2007 bekam Mohan einen Anruf von einem LTTE-Mitglied, in dem gesagt wurde, dass sie seinen Bruder in Haft nehmen und foltern würden, und dass sie ihn nicht eher freilassen würden, bis Mohan ihrer Bitte nachgäbe.

Angesichts dieser Drohung stimmte Mohan zu, der LTTE zu helfen, in der Hoffnung damit die Freiheit seines Bruders zu sichern. Er wurde daraufhin in ein Trainingslager der LTTE geschickt, das am Iranamadu Tank lag, um ein zehntägiges Übungsprogramm für Sprengkörper und zur Herstellung vom Bomben zu absolvieren. Er wurde von dem hochrangigen LTTE-Nachrichtenflügel-Chef Kapil Amman persönlich beaufsichtigt. Die erste Mission für Mohan war es, ein Versteck für einen LTTE-Spion zu finden, welche unter seiner Obhut aus dem Wanni nach Colombo gekommen war. Rajendran Ranjith  traf Mohan Kumar in Wellawatte im August 2007.

Auch Rajendran hatte sein GCE A/L Examen und wurde für die Fakultät für ayurvedische Medizin an der Universität von Colombo zugelassen. Auch er wurde gezwungen, dem LTTE Nachrichtenflügel beizutreten; er wurde im „Sudan“-Lager der LTTE in Kilinochchi trainiert. Rajendran konnte erst nach Beendigung des Trainings nach Colombo kommen, und bei seiner Ankunft nahm Mohan Rajendran in seine Obhut. Rajendran gab den ayurvedischen Kurs auf und begann einen Kurs an der Nawala Offenen Universität.

In der Zwischenzeit hatte „Murali“, ihr LTTE-Führungsoffizier, die gewünschte Information von den beiden über den Sicherheitszustand der geplanten Anschlagziele in und um Colombo bekommen und den beiden neuen Rekruten wurden heimlich von der LTTE mit  C4 Sprengkörpern, Auslösern, elektrische Stromkreisen und Schaltuhren versorgt. Sie behielten die Sprengkörper bis zu den Anschlägen sicher, indem sie sie in dem Garten des Hauses vergruben, in das sie sich eingemietet hatten – mit Geld der LTTE.

Übersetzt aus der Washington Times vom 28. Oktober 2009

TWTlogoWashington – Sri Lanka ergeht es nun wie Israel: es ist ein Land, das sich einer Untersuchung wegen Kriegsverbrechen gegenübersieht, weil es Terrorismus effektiv zurückgetrieben hat. Amerika aber sollte die srilankische Regierung unterstützen – oder die Nase aus den Angelegenheiten Colombos heraushalten.

In der letzten Woche hat Stephen Rapp, der amerikanischer Botschafter zuständig für Kriegsverbrechen,dem Kongress einen Bericht vorgelegt, in dem es um solche Zwischenfälle während des vor kurzem beendeten Konflikt in Sri Lanka geht, und welche “möglicherweise Verletzungen des internationalen Menschenrechts oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen könnten.” Der Bericht konzentriert sich besonders auf Januar bis Mai 2009, als das srilankische Militär nach 12 Jahren des kriegerischen Konfliktes, die bewaffneten Formationen der Tamil Tiger umzingelte und zerstörte und die Anführer der Terroristengruppe tötete.

Der Bericht führt chronologisch Behauptungen über Kriegsverbrechen auf – sowohl seitens der Streitkräfte Sri Lankas als auch der Kader der  terroristischen Tamil Tigers. Der altgediente Patrick J. Leahy, der Demokrat von Vermont, dessen Subkomitee des State Departments den Bericht angefordert hatte, ruft nun laut nach „einer vollen und unabhängigen Untersuchung“, so dass die Verantwortlichen „zur Rechenschaft gezogen“ werden können.

Das Büro des High Kommissionärs für Menschenrechte der Vereinten Nationen hat sich dem Ruf nach einer Untersuchung des srilankischen Krieges angeschlossen und sagt, dass es „zu viele Fragen“ gäbe, die unbeantwortet seien. Der UN-Sprecher für Menschenrechte, Rupert Colville hat einen direkten Vergleich mit der Gaza-Untersuchungsmission gezogen, welche von dem südafrikanischen Richter Richard Goldstone angeführt wird. Sri Lanka und Israel verfolgen beide eigene, interne Untersuchungen und haben beide die Forderung nach einer internationalen Beteiligung an diesem Prozess rundweg verworfen.

Der Rapp-Report ist nicht umfassend. Es ist mehr eine Auflistung von Behauptungen als eine voll dokumentierte, belegte Anklageschrift. Die meisten der aufgeführten Verstöße können entweder direkt den Tamil Tigers zugewiesen werden – wie z.B. die Zwangsrekrutierung von Kindern, um sie als Kanonfutter einzusetzen – oder sind die Folge von terroristischen Aktivitäten, wie beispielsweise das Beschießen von Krankenhäusern mit Granaten durch die SLA, die von den Tigern als Kommandoposten und Feuerrampen benutzt wurden.

Allein gegen die Tonalität von moralischer Gleichwertung und Gewichtung in den Rapp- und Goldstone-Berichten könnte man am meisten einwenden. Krieg ist seinem Wesen nach gewalttätig, komplex – und immer tragisch. Es existieren Regeln, ja, um das Leiden im Krieg zu lindern – aber dieses Leiden kann nie völlig vermieden werden. Terroristische Gruppen wie die Tamil Tiger, die Hamas oder Al-Qaida betrachten sich selbst als nicht von den Kriegsgesetzen gebunden und verletzen sie grundsätzlich, indem sie Nichtkämpfer ins Visier nehmen, Zivilisten als menschliche Schutzschilde gebrauchen, Gefangene foltern und hinrichten und Krankenhäuser und religiöse Plätze als Hauptquartiere und Plattformen für Heckenschützen benutzten.

Jeder Krieg gegen solch einen Feind wird dem Volk, dem unter anderen Umständen die Schrecken des Krieges erspart bleiben könnten, ein großes Maß an Tragik auferlegen. Aber dies eben ist Teil des Werkzeugkastens von Terroristen, und Berichte wie diese spielen diesen Terroristen nur in die Hände.

Indem man die systematischen Verstöße der Terroristen gegen die Menschenwürde mit den nicht beabsichtigten oder auf andere Weise bedauerlichen Handlungen des Staates, welcher versucht, diese Terroristen zu besiegen, gleichsetzt, errichten solche Berichte quasi ein moralisches Spielfeld, auf welches Terroristen absolut kein Recht haben, auch nur einen Fuß zu setzen.

Mr. Leahy möge seinen Eifer also zügeln bei der Verfolgung dessen, was er als „Gerechtigkeit“ in Sri Lanka betrachtet. Irgendein objektiver Vergleich nämlich von Sri Lankas Krieg gegen die Tamil Tiger oder Israels Offensive gegen die Hamas mit Amerikas Kampf gegen Al-Qaida würde die Vereinigten Staaten in das gleiche Licht stellen und unseren Feinden einen Status verleihen, welchen sie nicht verdienen.

Mr. Leahy übergibt den Feinden der Freiheit unverdiente Siege selbst da, wo sie schon besiegt sind.

Von unserem LTTEwatch-Korrespondeten in Colombo vom 29. Oktober 2009

karuna1Colombo – Als die östlichen LTTE-Kader unter Karuna 2004 überliefen und damit den Anfang vom Ende Prabhakarans und der LTTE insgesamt einläuteten, halfen er und seine Truppen anschließend dabei, weniger aufgabewillige Kader zu überführen und dingfest zu machen.

Wie jetzt bekannt wurde, geschieht ähnliches nun mit den Vanni-Tigern im Norden der Insel. Unter Vinayagamoorthy Muralitharan alias Karuna, mittlerweile von Präsident Rajapaksa sehr geschätztes Mitglied der Regierung, stehen ausgesuchte Ex-LTTE-Kader der lokalen Polizei und den Sicherheitskräften zur Seite um versprengte LTTE-Kader aufzufinden und festzunehmen oder aber um versteckte Waffenlager aufzuspüren. Auf diese Weise soll nachhaltig verhindert werden, dass sich die LTTE militärisch neu formieren kann, wie dies von Teilen der tamilischen Diaspora noch immer gefordert wird.

Die ehemaligen LTTE-Mitglieder, etwa zwei dutzend Mann, unter ihnen viele mit Fronterfahrung, arbeiten eng mit der Northern Range Police zusammen, die mittlerweile auch Tamilen zum Dienst rekrutiert hat. Der Einsatz der Ex-Kader, die offenbar davon überzeugt sind, dieses Mal das Richtige zu tun, zeigt bemerkenswerte Erfolge. Mit ihrer Unterstützung wurden bislang rund 50 „schlafende“, hochrangige LTTE-Mitglieder aufgespürt – zum Teil hatten sie sich auch unter die Flüchtlinge in den Lagern gemischt – und deren genaue Rolle innerhalb der Terror-Organisation aufgedeckt. Auch konnten mit Hilfe dieser speziellen Truppe von der LTTE versteckte Waffen, Munition sowie Wertgegenstände im Wert von mehreren Millionen Rupees aufgespürt und sichergestellt werden.

Diese neue Karuna-Truppe soll unter anderem auch im Raum Jaffna unterwegs sein. Dort ist es ihr ebenfalls gelungen, mehrere Selbstmordbomber sowie hochrangige LTTE-Mitglieder auffliegen zu lassen.

Von Ian MacLeod, The Ottawa Citizen; Mit Material von  Canwest News Service vom  25. Oktober 2009

Das abgefangene Schiff Ocean Lady wurde benutzt, um Waffen aus Nordkorea zu schmuggeln

2119461Vancouver - Nach Expertenmeinung wurde die in der letzten Woche vor Vancouver Island abgefangene Ocean Lady von den Tamil Tigern benutzt, um Waffen damit zu schmuggeln.

Das Schiff, welches nun Migranten einschmuggelte, wurde vor der Westküste abgefangen und hatte 76 Tamilen an Bord. Das Schiff gehört der verbotenen Terrorgruppe Tamil Tiger und wurde vorher benutzt, um Waffen aus Nordkorea nach Sri Lanka zu schmuggeln. Das sagt ein internationaler Experte für asiatischen Terrorismus.

Es wird gefürchtet, dass das Schiff nur das erste einer ganzen Welle von geschlagenen Tamil Tiger Kämpfern sein könnte, welche nach dem Ende des über 25-jährigen Bürgerkrieges von Sri Lanka in einen sicheren Hafen zu fliehen suchen. Dies sagt ein weiterer Sicherheitsexperte. Kanada hat als Gastgeberland die größte Diaspora von srilankischen Tamilen außerhalb Sri Lankas und war seit langem eine Unterstützungsbasis in Schlüsselposition für die Terror-Tiger gewesen.

In einem Radiointerview mit ABC Nachrichten in Australien sagte am Samstag Rohan Gunaratna aus Singapur, dass die Ocean Lady ein Rebellenfrachter ist, welcher den Befreiungstigern von Tamil Eelam (LTTE) gehört, den separatistischen srilankischen Guerillas, welche als Tamil Tiger bekannt sind.

Gunaratna, welcher Singapurs Internationales Zentrum für Politische Gewalttätigkeit und Terrorismusforschung leitet, sagte: “Es ist jetzt klar, dass es ein Schiff ist, welches einem Tamil Tiger gehörte und von einem Tamil Tiger geleitet wurde.” Der aus Sri Lanka stammende Gunaratna ist der Autor einiger Bücher über den Bürgerkrieg des Landes, welcher im Mai damit endete, dass die Truppen der Regierung endlich die LTTE besiegten.

Gunaratna sagte: “Sicherlich werden nicht alle Schiffe, welche Leute transportieren, von Terroristen geleitet, aber im Falle der Ocean Lady ist es ein Tamil Tiger Schiff, welches in der Vergangenheit benutzt wurde, um Waffen aus Nordkorea nach Sri Lanka zu schmuggeln.”

Das Schiff wurde am 16. Oktober von RCMP Beamten (Royal Canadian Mounted Police = kan. Kripo), welche von den kanadischen Streitkräften und der Kanadas Grenzschützern unterstützt wurden, in der Nähe der Vancouver Insel abgefangen.

Der Kanadische Tamilische Kongress (CTC) behauptet schon vor der Identifizierung durch die Behörden, dass die Männer allesamt srilankische Tamilen seien, welche der Verfolgung entfliehen. Aber Gunaratna sagte, dass „eine Anzahl von Personen“ als verdächtige Tiger identifiziert worden sind, obwohl er dies nicht genauer ausführte.

Seine Kommentare folgen auf Berichte, dass einer der Passagiere als ein 26-jähriger Mann identifiziert worden ist, welcher in Sri Lanka wegen Terrorismus gesucht wird. Es ist nicht klar, ob er der gleiche Mann ist, der offenbar mit einem Symbol der Tiger auf seinen Körper tätowiert gefunden wurde.

Ein Sprecher des kanadischen Immigrationsminister Jason Kenney sagte, dass die Regierung Schritte unternehmen würde, um jeden Passagier mit einem kriminellen oder terroristischen Hintergrund zu deportieren, einschließlich Mitglieder der LTTE, welche in Kanada für ungesetzlich erklärt wurde.

Die Männer werden derzeit in Maple Ridge, British Columbia, festgehalten. In der letzten Woche begannen sie, vor dem Einwanderungs- und Flüchtlingskomitee zu erscheinen. Dem Bericht nach wurde ein Passagier mit Verwandten in Kanada auf richterliche Anordnung hin aus der Haft entlassen. Die anderen bleiben in Haft und erwarten Befragungen durch Grenzschützer. Jene, welche freigesetzt werden, dürften dem Erwarten nach um Asyl ersuchen.

Mit dem Zusammenbruch der LTTE in Sri Lanka kann Kanada neue Wellen von Flüchtlingen aus Sri Lanka erwarten. Dies sagte Tom Quiggin, ein Terrorismusexperte aus Ottawa, welcher für Kanadas Zeitschrift für aktuelle internationale Angelegenheiten „Global Brief“ schreibt.

Er sagte am Samstag: “Die LTTE hat nicht ihr Vorhaben eines unabhängigen Heimatlandes aufgegeben und sie wird ihre gewalttätige Kampagne von jedem Ort aus fortsetzen, an dem sie sich wieder neu etablieren kann.”

“Die LTTE, welche die Beschreibung als eine terroristische Gruppe mehr als verdient, wird sich zweifellos darum bemühen, so viele ihrer altgedienten Führer und Kämpfer wie möglich in bekannte sichere Häfen wie beispielsweise Kanada zu transportieren.“

“Die Nachrichtendienste und Einwanderungsbehörden werden einen Aufguss des Air India Debakels von 1985 haben, ein früheres, eklatantes Versagen der Geheimdienste. Dieser Aufguss wird hinter ihnen lauert, während sie versuchen, diese Gruppe und die vielen anderen, die ihnen folgen werden, zu identifizieren.“

Menschenrechtsgruppen und kanadische Tamilen bitten um Mitgefühl für die Männer und rufen nach einem breiteren öffentlichen Verständnis für die komplexe politische Situation in Sri Lanka. Sie sagen, dass die Männer als Mitglieder der srilankischen tamilischen Minderheit sich der Folter oder dem Tod gegenübersehen, wenn sie in ihr Heimatland zurückkehrten.

Sue Nathan von dem Kanadischen Tamilischen Kongress sagte in einer Pressekonferenz vor der Bürgerschafts- und kanadischen Einwanderungsbehörden in Vancouver: “Diese Männer sind vor der Ermordung und Entführung, welche es so viele in Sri Lanka gibt, geflohen… und sie suchen eine Zuflucht, wo sie sicher sein können, und das ist für sie Kanada.”

Lorne Waldman, ein Rechtsanwalt spezialisiert auf Einwanderung aus Toronto, der sechs der Männer vertritt, sagte, dass seinem Wissen nach die größere Mehrheit keine Verbindungen zu den Tigern habe. Er sagte: „Dies ist nur meine anfängliche Information. Offenbar müssen wir abwarten und sehen, was Kanada herausfindet.“

Waldman sagte, dass fünf seiner Mandanten Familie in Kanada haben und fähig sind, den kanadischen Behörden ursprüngliche, echte Identifizierungsdokumente vorzuweisen. Er hoffe, dass dies genug sein wird, um ihre Freilassung aus der Haft Anfang dieser Woche zu erlauben.

In der Zwischenzeit berichtet der Reporter für den Canwest News Stewart Bell, welcher in großem Ausmaß über die LTTE geschrieben hat, dass das Schiff, welches unter dem falschen Namen Ocean Lady segelt, nach internationalen Schiffsberichten anfangs des letzten Monats aus Indien losgefahren sei.

Nach einem Zwischenaufenthalt in Mumbay am 31. August segelte das Schiff, welches früher unter dem Namen Princess Easwary bekannt war, am 8. September von dem nordwestlichen indischen Hafen Mundra ab. Das war sein letzter bekannter Zwischenaufenthalt, bis es kanadische Gewässer erreichte.

Sergeant Duncan Pound, der Sprecher für das RCMP Grenzintegrierungsprogramm, lehnte einen Kommentar darüber, was die Polizei bis jetzt entdeckt hat, ab: er sagte aber, dass das Aufspüren des Schiffes schon ein integraler Bestandteil der Untersuchung wäre. Die Untersuchung des Schiffes selbst werde eine Herausforderung sein. Nach Lloyds MIU, dem internationalen Schiffsregister, welche die Bewegungen jedes Schiffes aufspürt, wurde die Princess Easwary in Kambodscha registriert. Sie besuchte 2008 Häfen in Indonesien, Taiwan, Japan und den Philippinen.

Während Berichte darauf hinweisen, dass der letzte Zwischenaufenthalt des Schiffes Indien war, könnte es noch andere, nicht berichtete Aufenthalte in Südasien oder Südostasien gegeben haben – um seine menschliche Fracht aufzunehmen, bevor es dann nach Kanada fuhr.

Interessant: Die als Besitzer des Schiffes aufgeführte Gesellschaft scheint nicht zu existieren.

Übersetzung eines Audiomitschnitts von ABC.net, Australien

Von Elisabeth Jackson

Die aufgegriffenen Ocean Lady hat mit hoher Wahrscheinlichkeit LTTE-Kämpfer an BordELIZABETH JACKSON: Indonesiens Präsident Susilo Bambang Yudhoyono wird im nächsten Monat in Australien erwartet, um Genaueres und die Details von dem herauszubekommen, was man bereits die indonesische Lösung genannt hat.

Man erwartet, dass Australien seinem nördlichen Nachbarn mit wenigstens 50 Millionen Dollar unterstützen wird, damit dieser seine Kapazität zum Unterbinden, Abfertigen und Unterbringen von Asylbewerbern, welche nach Australien unterwegs sind, steigern kann.

Der liberale Hinterbänkler Wilson Tuckey hat in dieser Woche für Empörung gesorgt, als er den Verdacht äußerte, dass sich Terroristen als Asylsuchende ausgeben könnten.

Aber der Terrorismusexperte Rohan Gunaratna aus Singapur sagt, dass Australien etwas von der kürzlichen leidvollen Erfahrung Kanadas mit einem Boot von Asylsuchenden aus Sri Lanka lernen könnte.

Er sprach mit unserem Indonesien-Korrespondenten Geoff Thompson.

ROHAN GUNARATNA: Das Schiff Ocean Lady, welches vor Vanvouver, Kanada aufgegriffen worden war, wurde jetzt identifiziert als ein Schiff, das den Tamil Tiger gehörte und von einem Tamil Tiger-Mitglied betrieben wurde.

Eine ganze Reihe von Leuten, welche an Bord waren, wurden mittlerweile als Angehörige der Tamil Tiger identifiziert. So überprüft zu diesem Zeitpunkt die kanadische Regierung die Personen, welche an Bord der Princess Easwari waren.

GOEFF THOMPSON: Ist dies das Schiff, welches neu zur Ocean Lady umgetauft wurde?

ROHAN GUNARATNA: Richtig. Die Ocean Lady und das, was zu diesem Zeitpunkt geschieht ist, dass die kanadischen Behörden untersuchen, wie das Schiff nach Kanada kam. Sie suchen auch nach deren letzte Anlaufhäfen, den Ursprungsort der Reise und wer im Hintergrund das Schiffsnetzwerk der Tamil Tiger leitete, welches nun statt mit Waffen- mit Menschenschmuggel beschäftigt ist.

GOEFF THOMPSON: Wenn jemand die Tamil Tiger als Terroristen kategorisiert, wie es in einigen Teilen der Welt getan wird, würde dies dann Wilson Tuckeys Behauptung, dass eine der Gefahren des Menschenschmuggels ist, dass auch Terroristen an Bord sind, Glaubwürdigkeit verleihen?

ROHAN GUNARATNA: Sicherlich ist es jetzt der Fall bei dem Schiffe, das man jetzt in Kanada aufgegriffen hat, deutlich, dass es einem Tamil Tiger gehörte und ein Tamil Tiger das Schiff leitete, und dass die Personen, welche an Bord dieses Schiffes gesucht werden, an terroristischen und gewalttätigen Taten (unhörbar)…

Sicherlich sind nicht alle Schiffe, welche Menschen transportieren, von Terroristen geleitet, aber im Fall der Ocean Lady ist es ein Tamil Tiger Schiff, welches in der Vergangenheit dazu genutzt wurde, um Waffen von Nordkorea nach Sri Lanka zu schmuggeln.

Und es gibt noch weitere Tamil Tiger Schiffe, welche gegenwärtig in Südostasien operieren.

GOEFF THOMPSON: Haben Sie also irgendwelche Informationen darüber, dass Tamil Tiger Schiffe benutzt werden, um Leute in und um Indonesien herum zu schmuggeln?

ROHAN GUNARATNA: Zu diesem Zeitpunkt ist das einzige Beispiel, bei dem wir bestätigte Informationen haben: also das Schiff, welches die kanadischen Behörden aufgegriffen haben.

ELIZABETH JACKSON: Das war der Terrorismusexperte Rohan Gunaratna aus Singapur, der mit unserem indonesischen Korrespondenten Geoff Thompson sprach.

***

Anmerkung der LTTEwatch-Redaktion:

Der Radio-Mitschnitt in English

Übersetzt aus dem Daily Mirror vom 14.Oktober.2009

Von Upul Joseph Fernando

Umtriebiger Anwalt mit Ambitionen: V. RudrakumaranColombo - Die srilankische Regierung hat Amerika gebeten den New Yorker Anwalt und LTTE-Sprachrohr Visuvanathan Rudrakumaran auszuliefern – sogar schon vor der Verhaftung von „K.P.“, dem Nachfolger des getöteten LTTE-Führers Prabhakaran. Nachdem die srilankische Regierung erfahren hatte, dass sich Rudrakumaran zusammen mit den Repräsentanten der tamilischen Diaspora mit Offiziellen der amerikanischen Regierung treffen würde, reichte sie umgehend ihren Protest dagegen ein. Die amerikanische Regierung vertritt bislang die Position, dass sie in dem Falle, dass der Vorwurf gegen Rudrakumaran, er habe aktiv den LTTE-Terroristen geholfen, mit Beweisen untermauert werden könne, Maßnahmen ergreifen würde, um rechtliche Schritte gegen den Anwalt zu unternehmen.

Von diesem Zeitpunkt an war es die Herausforderung für die srilankische Regierung, nach Wegen zu suchen, um zu beweisen, dass Rudrakumaran tatsächlich terroristische Aktivitäten unterstützt hatte. Nach einigen Quellen war es nach der Verhaftung von „K.P.“ und nach dessen intensiver Befragung durch die Regierung, dass diese in der Lage war zu beweisen, dass Rudrakumaran tatsächlich aktiv terroristische Aktivitäten unterstützt hatte. Der Sekretär des Verteidigungsministerium und der srilankische Generalstaatsanwalt reisten nach Washington, um die Situation auf Basis dieser neuen Informationen der amerikanischen Regierung zu erklären und Hintergründe zu erhellen. Bis zum heutigen Tage gibt es bekennende Tamil-Tiger-Mitglieder in Amerika, die amerikanische Staatsbürger sind. Viele stehen derzeit unter Arrest, nachdem bewiesen wurde, dass sie in Sri Lanka terroristische Aktivitäten unterstützt haben.

Sie wurden sogar vor amerikanische Gerichte gestellt. Doch das Ziel der srilankischen Regierung ist es, dass Rudrakumaran in Amerika festgenommen – und dann nach Sri Lanka überstellt wird. Die Regierung ist der Ansicht, dass er auf die gleiche Weise festgesetzt werden könne, wie es mit „K.P.“ in Malaysia geschehen ist. Rudrakumar ist amerikanischer Staatsbürger. Darum ist es nicht leicht, Rudrakumar auf die gleiche Weise zu verhaften, „K.P.“ verhaftet worden ist. Wenn die srilankische Regierung eine Anklage gegen Rudrakumaran wegen der Unterstützung von terroristischen Aktivitäten einreichte, dann gibt es nichts, was Amerika daran hindern würde, der srilankischen Regierung zu sagen, dass es ihn nach den amerikanischen Gesetzen verfolgen werde.

Während der letzten Generalversammlung der UN, verbrachten der Sekretär des Verteidigungsministeriums von Sri Lanka, Gotabhaya Rajapaksa sowie Generalstaatsanwalt Mohan Peiris mehrere Tage in Washington, um nach Mitteln und Wegen zu forschen, wie man Viswanathan Rudrakumaran dingfest machen könnte. Er war der „rechtliche Berater“ der Tamil-Tiger-Organisation und ist ein Kommitee-Mitglied der „Transnationalen Regierung“, welche die Tamil Tiger Organisation bilden möchte.

Der Sekretär des Verteidigungsministeriums und der Generalstaatsanwalt trafen Robert Blake vom amerikanischen State Department (Blake war früher amerikanische Botschafter für Sri Lanka und Südasien), um die Situation zu diskutieren. Dies besagen Insider-Quellen. Einige andere sagen sogar, dass Blake dem Hotel einen Besuch abgestattet hatte, in dem die beiden Sri-Lanker untergebracht waren, um sich auch auf persönlichen Ebene und nicht (nur) in offiziellen Funktion zu treffen.

Es ist die Erkenntnis der srilankischen Regierung, dass Rudrakumaran nach „K.P.“ die Führung der LTTE übernommen hat. Die sri-lankische Regierung ist sich dessen bewusst, dass „K.P.“ eher einen kriminellen Hintergrund hat, der ihn mit der terroristischen Tamil Tiger Organisation verband. Rudrakumarans Geschichte aber ist mit der Politik von Sri Lanka im Norden verbunden. Visuvanathan, der Vater von Rudrakumaran, war früher Bürgermeister von Jaffna. Zu der Zeit, als die Bibliothek von Jaffna 1982 in Brand gesteckt wurde, war es Rudrakumarans Vater, welcher dieses Amt bekleidete.

Rudrakumarans Vater wurde von Prabhakaran, dem Anführer der Tamil Tiger, sehr respektiert. Prabhakaran respektierte auch dessen Sohn, den aufstrebenden Anwalt. Deswegen ernannte Prabhakaran Rudrakumaran zu einem seiner Abgeordneten innerhalb der Gruppe, welche an den Waffenstillstandsdiskussionen 2002 teilnahmen. In dieser Zeit war er Prabhakaran näher als dessen politischer Berater Balasingham. Es war Rudrakumaran, welcher die Formulierung der Interims-Selbstherrschafts-Behörde (ISGA) nach dem Ende des CFA ausarbeitete. Einige gehen sogar so weit, dass sie sagen, dass es Rudrakumaran war, welcher der Architekt der ganzen Idee war. Rudrakumaran brachte die ISGA auch der Welt nahe – als PR-Agent in eigener Sache.

Nachdem die gegenwärtige srilankische Regierung an die Macht gekommen war und nachdem die Friedensverhandlungen begonnen hatten, wurde Balasingham plötzlich krank. An diesem kritischen Zeitpunkt vertraute Prabhakaran die Verantwortung für die gesamten Friedensverhandlungen von Seiten der Tamil Tiger Organisation Rudrakumaran an.

Rudrakumaran ist Rechtsanwalt, der sein Handwerk versteht und der mit der LTTE-Organisation arbeitet. Wie die ISGA, das letzte politische Programm der Tamil Tiger Organisation, ist auch der Vorschlag der „Transnationalen Regierung“ eine – technisch und juristisch gesehen – professionelle Angelegenheit.

Es gibt abweichende Meinungen, die unter der Tamil Tiger Diaspora hinsichtlich des Vorschlags der „Transnationalen Regierung“ bestehen. Unter den Tamil Tigern ist der Harte Kern nicht pro Rudrakumaran eingestellt. Diese Gruppe hatte Rudrakumarans Vorschlag für eine „Transnationale Regierung“ auf ihrem Propaganda-Sprachrohr „Tamilnet“ im Internet heftig getadelt. Dies sei ein Vorschlag, um Ländern wie Indien und Amerika zu gefallen. Es sei das Ziel von Indien und Amerika, die Tamil Tiger auf den politischen Mainstream zuzutreiben, und einige Leute hätten sich in diesem Netz bereits verfangen. „K.P.“ sei einer davon gewesen, wie die Webseite weiter hinzufügt.

„K.P.“, der versucht habe, die Tamil Tiger in den demokratischen, politischen Prozess zu bringen, so dass sie nach der Pfeife von Amerika und Indien tanzen, sei jetzt in Haft – das habe er nun davon. Es ist die Wahrnehmung dieser radikalen Gruppierung innerhalb der Diaspora, dass Rudrakumaran gleichermaßen gefangen werden könnte.

Amerika und die internationale Gemeinschaft haben den großen Wunsch, die Tamil Tiger in den demokratischen Prozess hineinzuziehen. Sie könnten Rudrakumaran zu diesem Zweck benutzen. Es ist nicht unmöglich, dass „K.P.“ von Rudrakumaran, von Amerika und der internationalen Gemeinschaft in den demokratischen Prozess quasi gelockt wurde. Von daher wird Amerika, egal welche Anklage die srilankische Regierung gegen Rudrakumaran hervorbringen kann, zweimal überlegen, bevor sie zu irgendeiner Handlung schreiten. Dies zumindest nimmt die Rudrakumaran-Gruppe innerhalb der Tamil Tiger an.

Es wird auch geglaubt, dass Amerika die Vorstellung hegen muss, dass, wenn auch Rudrakumaran wie „K.P.“ verhaftet würde und falls danach der Terrorismus aus den Überresten der Tamil Tiger Organisation neu entstünde, jene, die versuchen, die Tamil Tiger dazu zu bringen, dem demokratischen Mainstream beizutreten, auf die Seite gedrängt werden könnten.

Wenn diese Überzeugung stimmt, dann sollte sich die srilankische Regierung bemühen, diese amerikanische Vorstellung zu zerstreuen. Es ist unmöglich dies zu tun, indem man Amerika angreift und mit Amerika bei jeder Gelegenheit zusammenstößt. Weder auf die eine noch auf die andere Weise kann Rudrakumaran in Haft genommen werden. Die Resultate der Wahlen im Süden des Landes unterstreichen auch die Tatsache, dass die Regierung nicht mehr Stimmen bekommt, wenn sie Amerika und der internationalen Gemeinschaft feindselig gegenübersteht. Darum ist es die einzige Möglichkeit für die Regierung, mit Amerika vereint zu stehen um diesen Streitpunkt zu lösen.

Übersetzt aus dem Sri Lanka Guardian vom 12. Oktober 2009

30admir2“Was auf Indien, Pakistan, Afghanistan und Bangladesch zutrifft, das trifft in gleicher Weise auch auf Sri Lanka zu – die Quelle der finanziellen Ausstattung der LTTE lag in Europa und bei den Ausgebürgerten, die jetzt in Großbritannien wohnen, genau wie bei anderen Organisationen dort. Es gab eine Politik extremistischer, fundamentalistischer Gruppen, den Topf am Kochen zu halten und Spannungen und Gewalttätigkeiten immer wieder anzufachen, indem man die so genannten ethnischen Unterschiede hegt und pflegt. Das hält uns davon ab, eine friedliche, harmonische Gesellschaft zu sein.“

Von Nilantha Ilangamuwa

Mumbai – Es besteht keine Notwendigkeit, viel darüber zu erzählen, wer Admiral Vishnu Bhagwat ist – ein früherer Stabschef der Marine Indiens und eine bemerkenswerte Person, welche von vielen Kommentaren zu militärische, politische und strategische Beziehungen her wohl bekannt ist. Admiral Vishnu Bagawat ist die Person, welche das erste Schiff, das den Befreiungstigern von Tamil Eelam gehörte, vernichtete. Nach der Presseerklärung des früheren Chefministers J. Jayalalitha 1999, die abgegeben wurde, als Admiral Bagawat von der indischen Regierung herausgeworfen wurde: “Admiral Bhagwat hatte 1994 einen “nationalen Dienst” geleistet, indem er das Schiff Ahat aufspürte und zur Strecke brachte, welche heimlich Krishnaswamy alias Kittu, den zweitwichtigsten der LTTE-Führer, zusammen mit Waffen und Drogen nach Indien brachte. So sagte er, dass untersucht werden müsse, ob es Druck Seitens der LTTE auf den zuständigen indischen Minister gab, ihn, Bhagwan zu entfernen.”

Als ich nach dem Grund hinter dieser Behauptung fragte, antwortete der Admiral: “Die kurze Antwort auf Ihre Frage ist, dass einer der Minister eng mit der LTTE verbunden war. Er schmuggelte Drogen und Waffen für sie und auch in unseren (indischen) Nordosten.

Admiral Vishnu Bhagwat hat seine Gedanken über die gegenwärtigen politischen und militärischen Entwicklungen in Sri Lanka, Indien und auch Asien im allgemeinen mit dem Sri Lanka Guardian geteilt. Nachfolgend der volle Text des Interviews.

F. Was sind heute die aktuellen Herausforderungen für die Sicherheit auf dem Meer in Südasien? Gibt es irgendeinen Fortschritt hinsichtlich des Trainings, der gemeinsamen Patrouillen und der gemeinsamen Manöver?

A. Wie 1991, als die politische Kapitulation der Sowjetunion ein “Wendepunkt” in der gegenwärtigen Periode des historischen Prozesses wurde und das amerikanische Finanzkapital und damit verbundene Interessen das “Projekt für ein neues amerikanisches Jahrhundert” und die “Weltordnung” ausriefen (dies folgte solchen Diskursen wie denen vom “Ende der Geschichte” und dem “Zusammenstoßen der Zivilisationen”), als eine Vorherrschaft durch “einseitige” Interventionen, Invasionen, Kriegsdrohungen, einschließlich der Angriffe, der Beschäftigung mit der Einnahme und Kontrolle des Öls und der strategischen mineralischen Ressourcen zugunsten einer monopolistischen Ausbeutung durch ihre MNCs unter der vorherrschenden Kultur der globalen Militarisierung, die von mehr als 700 militärischen Basen unterstützt wurde, von Plänen zum Vollenden der Übernahme der Meere und des Meeresbodens genau wie die des Weltraums, kennzeichnen auch die Jahre 2007 und 2008 den Anfang des endgültigen Niedergangs des westlichen Bündnissystems. Alle Trends weisen auf einen rapiden Niedergang und das Ende der asiatischen Sicherheitsarchitektur hin, welche die Westmächte geplant hatten und von der sie geträumt hatten, dass sie die Peripherie in das Zentrum integrieren wollten. Das bedeutet also den Niedergang von dem, was man im weitesten Sinne „Globalisierung“ nennt, ein anderes Codewort für Neokolonialismus und Neoimperialismus oder die Akkumulation des Mehrwerts und der Ersparnisse in weltweitem Maßstab. Heute sehen wir das Wiederauftauchen von Asien-West, -Süd, -Südost und -Ost, was die Ökonomie und die Politik betrifft. Darum tauchen in diesem Kontext auch die asiatischen Sicherheitsperspektiven auf. Südasien ist nicht länger eine Region, die man unter geopolitischen Gesichtspunkten isoliert und nicht mit Westasien und Ost-Süd, Ostasien sehen sollte.

Befreit von ihren imperialistischen oder globalistischen Brillen, genießt Südasien wirklich einen geografischen Standort, der gerade im Zentrum der ost-westlichen Ölarterien und Handelsrouten ist. Es kann und muss eine lebenswichtige Rolle bei der Gewährleistung der Sicherheit dieser Seestraßen zugunsten aller spielen und es ist für niemanden eine Bedrohung. Das gleiche gilt für die „Flaschenhälse“ im Golf von Hormuz, Aden, dem Kap der Guten Hoffnung und der Malakka Seeenge (einschließlich der Meerenge von Lakshdweep / Malediwen und Süd-Sri Lanka).

Dies ruft nach wechselseitigem guten Willen und wechselseitigen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Westasien, Südasien, Südostasien und Ostasien. Dies würden alle stärken und Beträge für die Sicherheit von jedermann leisten. Sie würden aber nicht gegenseitige Verdächtigungen begünstigen, welche gegenwärtig an der Tagesordnung sein, soweit es die westlichen Medien und andere spekulative Berichte betrifft.

Pirateriezwischenfälle – ob in der Malakka Meerenge oder in der Nähe des Golfs von Aden und vor der somalischen Küste – welchen die Presse viel Aufmerksamkeit schenkt – können leicht mit nicht zu aufwändigen Methoden gemanagt werden. Wir sollten uns daran erinnern, dass die Geschichte der Piraterie in England ihren Ausgangspunkt genommen hat. Sri Lanka, Indien und die Nationen am Indischen Ozean freuen sich auf das Funktionieren eines solchen Arrangements, bei dem man zusammenarbeitet, und auf den Dialog, welcher in Neu Delhi gestartet wurde und bei dem sich die Oberhäupter der Marinen der Küstenstaaten in den letzten Monaten getroffen haben.

Ich glaube nicht, dass außerregionale Marinen mit ihren andauernden Vorschlägen für gemeinsame Manöver und Fahnen, welche die Zusammenarbeit signalisieren, zum Frieden und zur Sicherheit in unserer Region und Nachbarschaft beitragen, wo die Nationen, welche unsere unmittelbaren Nachbarn sind, von der USA und der NATO besetzt sind. Diese führen tägliche Bombardements aus und drohen mit Nuklearangriffen und Krieg, all das eine grobe Verletzung der UN-Charta.

Indien hat trotz der Neigungen seiner gegenwärtigen Machtverteilung keinen Ehrgeiz und kein grundlegendes nationales Interesse, mit irgendeiner ausländischen Macht zu arbeiten, um gemeinsame Pläne für gemeinsame Operationen zu formulieren, wie es ein starkes Nein des Volkes zweier Regierungen in Delhi demonstriert hat. Dieses Nein betraf den Irak und Afghanistan und die Lobbies, welche die USA und Israel unterstützen, die militärische Aktionen gegen den Iran – gegen einen nicht-existierenden „nuklearen“ Iran – planten. Im Oktober 1998 haben doch die Funde sowohl des IAEA als auch der NIEs der amerikanischen Nachrichtendienste bewiesen, dass es keinen nuklearen Iran gibt

F. Wie würden Sie das Konzept des Terrorismus definieren? Welche Rolle hat der Westen bei der Entwicklung des Terrorismus gespielt, besonders im Bezug dessen Rolle in Afghanistan seit der sowjetischen Besatzung?

A. Die Neue Weltordnung und die PNAY, solche neoimperialistische Projekte wie „vorbeugende“ einseitige Kriege / Invasionen und Besetzungen brauchen die Tarnung oder die Nebelschleier von islamistischen terroristischen Schöpfungen von die von Osama bin Laden, Al-Qaida, alle mythischen Paraprovokateure und Pseudoprovokateure und Agenten, welche Invasionen und Besetzungen, die von den USA geplant wurden, dienen.

Brzezinskis Buch “Das Große Schachbrett” und Robert Gates’ (der frühere CIA Direktor und gegenwärtige Sekretär des amerikanischen Verteidigungsministeriums) Buch “Aus den Schatten” erhärten das Gründen von aufständischen Majahedin-Gruppen in Zusammenarbeit mit Pakistans ISI, und zwar wenigstens sechs Monate vor der Einladung an die Sowjetunion, sie möge doch der demokratisch gewählten Regierung von Afghanistan und der MEK im Iran militärische Hilfe leisten.

Fast alle terroristische Gruppen in Indien, in der Vergangenheit und Gegenwart, im Nordosten, bei der LTTE, der Khalistan (Sikh), bei den aufständischen Gruppen im Pandschab, bei verschiedenen fundamentalistischen Gruppen innerhalb der Verzweigungen der Mehrheit und Minderheit, all diese wurden trainiert und direkt oder heimlich finanziell in Europa, Großbritannien, den USA, Kanada ausgestattet. Deren Agenturen gaben ihnen von Zeit zu Zeit Ratschläge. In letzter Zeit hat der israelische Mossad ein verstricktes, heimliches Spiel gespielt.

F. Bitte kommentieren Sie die ethnische Krise in Sri Lanka. Wer steckt Ihrer Meinung nach dahinter? Warum konnten wir in den letzten drei Jahrzehnten keine haltbare Lösung finden?

A. Was auf Indien, Pakistan, Afghanistan und Bangladesch zutrifft, das trifft in gleicher Weise auf Sri Lanka zu: Die Quelle der finanziellen Ausstattung der LTTE lag bei den in Europa und Großbritannien wohnenden Ausgebürgerten und anderen Organisationen dort. Es gab eine Politik, nach der extremistische, fundamentalistische Gruppen den Topf am Kochen halten sollten und nach der so genannte ethnische Unterschiede eine friedliche, harmonische Gesellschaft für uns verhinderten.

Susan George beschreibt in ihrem bemerkenswerten Buch “Der Lugano Bericht” (1996-Pluto Presse) das Projekt, nach dem man eine “Identitäts- und Hass-Politik” förderte, und welche zentral für die Förderung der neoliberalen vereinigten Globalisierung in den “Ländern der Peripherie” war, damit diese von dem imperialen Zentrum kontrolliert und beherrscht werden konnten. Wenn Regierungen zugunsten einzig der Oligarchie und des großen Geschäfts arbeiten und das langsame, aber gleichmäßig voranschreitende Wohlfahrtsstaats-Konzept und den sozialen Kontrakt, der allen Wahldemokratien innewohnt, aufgeben, dann müssen sie Unterschiede finden und darum damit beginnen, nationale Minderheiten zu diskriminieren. Von daher weichen die Gelegenheiten und Lösungen für eine Versöhnung und Harmonie zurück und werden von einem Chauvinismus ersetzt, der sich selbst ernährt.

F. In der Vergangenheit hat die indische Forschungs-und Analyse-Abteilung (R&ASW) Training und Waffen den Separatisten aus Bangladesch, die als Mukti Bahini bekannt geworden sind, geliefert. Die Hilfe der R&AW war förderlich dafür, dass Bangladesch 1971 von Pakistan seine Unabhängigkeit bekam. Indien hat auch Opponenten in Pakistan Waffen gegeben. Bedeutet das, dass Indien in der Region von Südasien ein doppeltes Spiel spielte?

A. Man erinnere sich bitte daran, dass die Partei von Scheik Mujibur Rehman, die Awami Liga, die Mehrheit bei den Wahlen in Pakistan gewann, aber dass man ihm nicht erlaubte, eine Regierung zu bilden und der Premierminister in Pakistan zu werden. Danach entfesselte Pakistan eine Herrschaft des Terrors und des Genozids in Ostpakistan (Ostbengalen), aus welcher die Mukti Bahini entstand. Indien wurde auch von 4 Millionen Flüchtlingen überwältigt, welche aus Ostpakistan nach Indien flohen.

Die Mukti Bahini waren eine Volksarmee und die indischen Streitkräfte betraten nach einem nicht provozierten Angriff durch die pakistanische Luftwaffe am Abend des 3. Dezembers 1971 Bangladesch. Es waren die Mukti Bahini, welche die pakistischen Kräfte in Bangladesch besiegten, wie es Lawrence Lifshultz in seiner brillianten Wiedergabe der Ereignisse „Die unbeendete Revolution“ dokumentiert hat.

Die indischen Streitkräfte akzeptierten die Kapitulation von 90.000 pakistanischen Armeeoffizieren und Soldaten, brachten sie in Kriegsgefangenen-Lager, retteten sie vor dem Massaker durch die Mukti Bahini und ernährten sie, bis sie großzügig durch das Shimla-Abkommen im März 1972 wieder eingebürgert wurden. Der Rest ist Geschichte. Die Rolle der R&AW – wenn es denn eine solche gab – ist kaum von Bedeutung. So weit es Pakistan betrifft, waren die Indischen Agenturen nicht für irgendwelche Waffenlieferungen an irgendwelche Gruppen innerhalb Pakistans verantwortlich. Andere ausländische Agenturen aber haben ein ominöses Spiel gespielt.

F. Indien hat den srilankischen tamilischen militärischen Gruppen in den frühen 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts Waffen und Ausbildung geliefert – es hat aber nie eine Teilung von Sri Lanka unterstützt. Wieso?

A. Das war ein integraler Bestandteil der indischen Politik, welcher glücklicherweise noch intakt ist.

F. Es gibt keinen Zweifel, dass die Regierung von Indien ihre volle Unterstützung gegeben hat, um die Tamil Tiger in der letzten Schlacht, welche mit dem 18. Mai 2009 endete, zu vernichten. In der Zwischenzeit behaupten einige Sicherheitsanalytiker, dass die gegenwärtige Regierung in Hinblick auf die srilankisch-tamilische Streitfrage versagt habe. Andere sagen, dass sich Indien mehr um den ökonomischen Nutzen als um humanitäre Fragen innerhalb der Inselnation kümmere. Was denken Sie über die gegenwärtigen politischen und die Sicherheit betreffenden Entwicklungen in beiden Ländern?

A. Ich habe versucht, die politischen und die Sicherheit betreffenden Entwicklungen in Sri Lanka und in Indien als Antwort auf Ihre ersten zwei Fragen kurz zu umreißen. Sie wurden auch in dem Artikel “Der Sturm, der über Südasien hinwegfegte”, welchen Niloufer Bhagwat vor kurzem in ihrer geschätzten Tageszeitung veröffentlicht hat, analysiert.

F. Ich würde gern etwas über Ihre Erfahrungen mit den Methoden gegen den Terrorismus in Indien und allgemeiner in Südasien im Laufe Ihrer militärischen Karriere als ein Sicherheitsoffizier wissen

A. Dies würde eine sehr ausgedehnte Antwort erfordern. Kurz gesagt, sind „Abwehrdienste“ das Allerheiligste der Nachrichtendienste, welche Methoden gegen den Terrorismus anwenden, und sie dürfen nie den Eintritt eines ausländischen Nachrichtendienst-Personals in die CI erlauben, egal, wie groß ihr Einfluss auf den politischen Apparat des Staates ist. Wenn dies geschieht, dann werden der Staat und die Regierung gestürzt und bestochen und das führt zum Verlust der Souveränität und sogar zum Bürgerkrieg.

Unsere Erfahrung mit terroristischen Organisationen im ganzen Nordosten, im Süden (DMK waren ursprünglich Separatisten), im Pandschab und in Jammu und Kaschmir ist, dass ein politischer Dialog und Verhandlungen, demokratische Wahlen, das Delegieren der Verwaltungsmacht und ein gewisses Niveau von Autonomie, die Entwicklung, Würde und der Respekt als gleichgestellte Bürger des Landes, das Entfernen von echten Beschwerden, das Respektieren von lokalen Sitten, Traditionen und Kulturen absolut lebenswichtig sind, um die Einheit und Integration der früheren separatistischen und terroristischen Gruppen zu steigern. Wenn man eine militärische Lösung versucht, dann ist dies auf lange Sicht überhaupt keine Lösung, um Stabilität und Fortschritt als ein vereintes Volk zu erreichen. Die Religion oder die ethnischen Ursprünge formen nicht die Basis eines modernen Nationenstaates. Gemeinsame Interessen, eine gerechte und faire Gesellschaft, die durch historische Verbindungen gewebt wurde, ist die Basis für harmonische, glückliche Völker.

F. Könnten Sie uns bitte die Bedeutung von Spionagenetzwerken gegen den Terrorismus innerhalb Südasiens und innerhalb der Regierungen und des Militärs erklären?

A. Spionagenetzwerke oder der Nachrichtendienst-Apparat des Staates sind ein essentielles Element eines souveränen Staates, weil die Sicherheit des Landes von deren Informationen über die Bewegungen und Pläne von deren Gegnern – sowohl hinsichtlich staatlicher als auch nichtstaatlicher Akteure – unterstützt wird. Von daher ist es am wichtigsten, die Integrität des Personals innerhalb dieser Agenturen zu schützen, weil sie unterwandert werden, und weil die Agenturen selbst infiltriert werden. Dies führt nämlich dazu, dass die wichtigsten und bedeutsamsten Institutionen des Staates langsam, aber sicher ausgehöhlt werden.

F. Der Provinz-Ministerpräsident M. Karunanidhi hat angekündigt, dass die Regierung von Tamil Nadu ungefähr 100.000 tamilischen Flüchtlingen aus Sri Lanka, welche seit Jahren im Staat leben, die Bürgerschaft anbieten will. Er sagte, dass er schon eine Bitte in dieser Hinsicht der Zentralregierung in Neu Delhi vorgelegt hat. Sogar der Union-Heimatminister P. Chidambaran sagte, dass das Zentrum einen Vorschlag der Tamil Nadu Regierung prüfen würde, bei dem es darum geht, allen srilankisch-tamilischen Flüchtlingen, die in dem Staat leben, die indische Nationalität gewährt wird. In der Zwischenzeit waren einige Staatspolitiker gegen den Vorschlag. Welche Kommentare geben Sie hinsichtlich dieser Frage ab?

A. Ich habe keine Kommentare hinsichtlich Ihrer Information, welche die Vorschläge des Hauptministers von Tamil Nadu an den Heimatminister betrifft, da ich davon nichts weiß.

F. Welchen Ratschlag haben Sie für unser Militär, für die tamilischen Politiker und für das Volk von Sri Lanka?

A. Ich habe nicht die Kompetenz, dem srilankischen Militär, den tamilischen Politikern noch dem Volk von Sri Lanka einen Ratschlag geben zu können. Wir haben seit über einem Jahrtausend historische Verbindungen. Indiens Sicherheit und Wohlergehen ist mit dem von Sri Lanka verbunden, und wenn ich es so sagen darf, dann ist das auch bei Sri Lanka der Fall, wie es immer so bei guten Nachbarn ist. In der Tat beschrieb ein berühmter strategischer Denker vor einigen Jahrhunderten Sri Lanka als das „Zentrum“ des indischen Subkontinents im maritimen Kontext…

Von unserem LTTEwatch-Korrespondeten aus Colombo vom 15. Oktober 2009

Colombo – Sie sind verdächtigt, die Größten zu sein: Im Drogen- und Waffenschmuggel, Menschenhandel sowie bezüglich transnationaler, terroristischer Aktivitäten…

Die Nachrichtendienste verschiedener Ländern jagen jetzt hochrangige LTTE-Mitglieder, die öffentlich als Agenten der LTTE-Tarnorganisationen auftreten. Ihnen wird Waffenhandel und Drogenschmuggel vorgeworfen. Außerdem besteht der begründete Verdacht, dass sie transnationale terroristische Aktivitäten unternehmen und unternommen haben. Dies besagen wohl informierte Quellen aus dem Verteidigungsministerium Sri Lankas, wobei diese die zuletzt abgefangenen Kommunikation zitierten.

Nach diesen Quellen sind verschiedene nationalen Nachrichtendienste auf der Spur terroristischer LTTE-Agenten, welche angeblich Verbindungen zu vielen aktiven Millionären und terroristischen Organisationen in der ganzen Welt haben. Diese Leute saßen im überall im Ausland und haben bei vielen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, welche auch die LTTE in Sri Lanka begangen hat, mitgeholfen und Vorschub geleistet. Die Jagd auf diese Schreibtischtäter der LTTE ist eine kombinierte Anstrengung der Geheimdienste verschiedener Ländern, zusammen mit den betroffenen Abteilungen der srilankischen Exekutive, wie die Quellen weiterhin sagen.

Die Quelle weist auf die entschlossenen und koordinierten Anstrengungen der Nachrichtendienste hin, welche dazu führen, dass der Aktions-Radius für Terroristen, deren Zwischenhändler und Tarnorganisationen, derzeit rasch schrumpft.

Nach den Berichten werden angeblich die nachfolgenden LTTE-Schergen gerade besonders beobachtet: Sivarasa Pirundaban (alias Achchudan alias Suresh), Ravi Shanker Kanagarajah (alias Shangili), Bahitharan alias (Bhavi), Narendran Rathnasabapathi (alias Naren), Ganeshruban (alias Ruban), Ponnaiah Anandarajah (alias Aiyya alias Rajah alias Aiyyanna).

Achchudan hat der LTTE technische Hilfe und Training für deren Piloten bei Flug-Selbstmordattentaten 1998 geholfen – einschließlich während der 2003-2004 CFA Waffenstillstands-Periode. Angeblich soll er die Luftangriffe der LTTE in Colombo via Satellitenkommunikation von seiner ausländischen Basis aus koordiniert haben. Nach verfügbaren Berichten besitzt Achchudan viele mit dem Flugwesen verbundene Besitztümer im Ausland.

Ravi Shanker Kanagarajah alias Shangili hat einen srilankanischen Pass und hat mit gefälschten Dokumenten Asyl beantragt, um an den kanadischen Einwanderungsbehörden vorbei zu kommen. Er ist ein LTTE-Waffenschmuggler in Schlüsselstellung, der angeblich auch an Menschenschmuggel beteiligt ist und drei Schiffe besitzt, welche gegenwärtig in Panama arbeiten und dort registriert sind. Nach informierten Quellen wurden diese Schiffe als schwimmende LTTE-Warenhäuser und Waffenarsenale benutzt. Shangili unterhält auch ein eigenes LTTE-Netzwerk mit Agenten, die in Indonesien, Malaysien und Thailand ihren Stützpunkt haben.

In der Zwischenzeit haben die Nachrichtendienste auch Bhavi ins Visier genommen, eine andere LTTE Gestalt in Schlüsselposition, welche die fernöstliche Basis der Terrororganisation unterhält und an illegalen Aktivitäten mit der Schiffsflotte beteiligt ist. Man sagt auch von Bhavi, dass er Zugriff auf einen großen Teil der ausländischen Konten der LTTE habe, einschließlich „geschäftlicher sauberer“ Spekulationen in Immobilien und Schifffahrt besitzt.

Ruban soll angeblich auch Zugriff auf einen großen Anteil der ausländischen Konten der LTTE haben, sowie auch an Spekulationen im Bereich Immobilien und Schifffahrt betreiben.

Naren is another key figure of the LTTE’s foreign procurement arm with diversified businesses in real estate and share-markets. Allegedly involved in many illegal arms procurement deals, Naren has reportedly twice been deported by Singaporean authorities.

Naren ist eine weitere Gestalt des ausländischen Waffenbeschaffungs-Zweiges der LTTE in leitender Position. Er hat verschiedene Geschäfte im internationalen Immobilien- sowie am Aktienmarkt laufen. Angeblich ist er weltweit an vielen illegalen Waffengeschäften beteiligt. Dem Bericht nach wurde Naren von Behörden aus Singapur zweimal deportiert.

Weitere Information über die Aktivitäten dieser LTTE-Waffenschieber in Führungspositionen folgen, sobald sich die Nachrichtendienste an sie herangearbeitet haben. Oder sie aber, wie „K.P.“, plötzlich wieder in Sri Lanka in der Obhut der Polizei auftauchen…

 

lp_102609_01Von unserem LTTEwatch-Korrespondeten in Colombo vom 26. Oktober 2009

Colombo – Die Regierung hat nach Aussagen des Ministers für Menschenrechte und Katastrophen-Management, Mahinda Samarasinghe, große Fortschritte bei der Wiederansiedlung von internen Flüchtlingen (IDPs) gemacht. Waren direkt nach dem militärischen Ende des Krieges gegen die LTTE-Terroristen Ende Mai 2009 noch 288000 tamilische Srilanker in der Obhut der Behörden, seien es jetzt noch knapp 196000. Der Minister sagte dies auf einer Pressekonferenz, heute, in Colombo im Sekretariat des Präsidenten.

Der Minister wies darauf hin, dass die Flüchtlinge die freie Wahl hätten, wo genau sie wiederangesiedelt werden wollen. Niemand zwinge sie, dahin zu gehen, woher sie ursprünglich kamen. Er sei zuversichtlich, dass das von Präsidente Rajapaksa gegebene Versprechen, alle IPDs bis Jahresende zurück schicken zu können, auch gehalten werden könne.

Der Minister betonte, dass der erfolgreichen Wiederansiedlung erfolgreiche Entminungsgaktionen vorher gegangen waren; insgesamt seien 24 Minenräum-Maschinen bei der Arbeit, begleitet von mittlerweile 1000 auf das Beseitigen von Kampfmitteln und Minen spezialisierte Soldaten.

Sowohl das Minenräumen als auch die Wiederansiedlung sollen weiter forciert werden.

Alle entlassenen Flüchtlinge seien medizinische versorgt, man habe sie auf ihrer mögliche Zugehörigkeit zur LTTE untersucht und sie haben neue Ausweise bekommen.

Sie würden die nächsten Monate von Spezialisten, beispielsweise für Agrar-, Bewässerungs- und Fischfangfragen unterstützt werden. Angehörige und Soldaten der srilankischen Armee würden außerdem beim Wiederaufbau ihrer Häuser aktiv helfen.

Von unserem LTTEwatch-Korrespondeten aus Colombo vom 23. Oktober 2009
Colombo – Der unter dem Verdacht des Insiderhandels stehende Galleon Hedge Fund Gründer Raj Rajaratnam sowie seine Familienstiftung müssen sich nun auch noch wegen einer anderen anstehenden Klage verantworten. Insgesamt 30 Opfer sowie Hinterbliebene von Opfern von LTTE-Terroranschlägen werfen Rajaratnam und seiner Familienstiftung vor, insgesamt 5 Millionen Dollar an die Tamil Tigers gespendet zu haben – wohl wissend, dass damit Waffen und Bomben gekauft würden.
Vorletzten Freitag hatte die New Yorker Staatsanwalt Rajaratnam und fünf weitere Manager angeklagt in einem der größten Insiderhandel aller Zeiten beteiligt gewesen zu sein. Rajaratnam und seine Mittäter sollen mit unfairem Handel zig-Millionen von Dollar verdient haben. Im Zuge der monatelangen Ermittlungen durch das FBI war auch heraus gekommen, das Rajaratnam mehrfach an die mittlerweile in den USA verbotene LTTE-Tarnorganisation TRO (Tamil Rehabilitation Organization) Millionensummen gespendet hatte – diese Gelder waren offenbar an die LTTE weitergeleitet worden.
Rajaratnams Anwalt, James Walden, weist die neuen Vorwürfe vehement zurück. So habe sein Klient kurz nach Ende des über 25jährigen Krieges der srilankischen Regierung vielmehr etwa 1 Million Dollar für Rehabilitierungs-Massnahmen ehemaliger LTTE-Kader angeboten. Die sri-lankische Regierung wolle diese Geld auch dankbar annehmen. Die Stiftung seines Klienten habe niemals weder direkt noch indirekt die LTTE unterstützt, sondern vielmehr den Wiederaufbau des Landes nach dem verheerenden Tsunami von 2004. Obwohl Tamile habe sein Klient dabei alle ethnischen Gruppen in Sri Lanka berücksichtig.
Der Antrag auf Anklage der 30 Srilanker wurde unter dem U.S. Alien Tort Claims Act beantragt, der es auch Nichtamerikanern ermöglicht, Amerikaner unter Anklage im eigenen Land zu stellen. Rajaratnam hält neben der amerikanischen auch die srilankische Staatsbürgerschaft.

Von unserem LTTEwatch-Korrespondeten aus Colombo vom 23. Oktober 2009

Individual BColombo – Der unter dem Verdacht des Insiderhandels stehende Galleon Hedge Fund Gründer Raj Rajaratnam sowie seine Familienstiftung müssen sich nun auch noch wegen einer anderen anstehenden Klage verantworten. Insgesamt 30 Opfer sowie Hinterbliebene von Opfern von LTTE-Terroranschlägen werfen Rajaratnam und seiner Familienstiftung vor, insgesamt 5 Millionen Dollar an die Tamil Tigers gespendet zu haben – wohl wissend, dass damit Waffen und Bomben gekauft würden.

Vorletzten Freitag hatte die New Yorker Staatsanwalt Rajaratnam und fünf weitere Manager angeklagt in einem der größten Insiderhandel aller Zeiten beteiligt gewesen zu sein. Rajaratnam und seine Mittäter sollen mit unfairem Handel zig-Millionen von Dollar verdient haben. Im Zuge der monatelangen Ermittlungen durch das FBI war auch heraus gekommen, das Rajaratnam mehrfach an die mittlerweile in den USA verbotene LTTE-Tarnorganisation TRO (Tamil Rehabilitation Organization) Millionensummen gespendet hatte – diese Gelder waren offenbar an die LTTE weitergeleitet worden.

Rajaratnams Anwalt, James Walden, weist die neuen Vorwürfe vehement zurück. So habe sein Klient kurz nach Ende des über 25jährigen Krieges der srilankischen Regierung vielmehr etwa 1 Million Dollar für Rehabilitierungs-Massnahmen ehemaliger LTTE-Kader angeboten. Die sri-lankische Regierung wolle diese Geld auch dankbar annehmen. Die Stiftung seines Klienten habe niemals weder direkt noch indirekt die LTTE unterstützt, sondern vielmehr den Wiederaufbau des Landes nach dem verheerenden Tsunami von 2004. Obwohl Tamile habe sein Klient dabei alle ethnischen Gruppen in Sri Lanka berücksichtig.

Der Antrag auf Anklage der 30 Srilanker wurde unter dem U.S. Alien Tort Claims Act beantragt, der es auch Nichtamerikanern ermöglicht, Amerikaner unter Anklage im eigenen Land zu stellen. Die Klage lautet auf „Unterstützung von Verbrechen wider die Menschheit“. Rajaratnam hält neben der amerikanischen auch die srilankische Staatsbürgerschaft.

Manickavasagar Kartheepan

Von unserem LTTEwatch-Korrespondeten in Colombo vom 24. Oktober 2009

Colombo – Unter den 76 Tamilen auf der „Ocean Lady“, die vor der Küste von British Columbia von der RCMP (Royal Canadian Mounted Police) aufgegriffen wurden und die in Kanada um Asyl ersuchen, ist mindestens ein Mann, der von Interpol wegen Terrorismus-Vorwürfen gesucht wird. Der 26-jährige Manickavasagar Kartheepan, aus Point Pedro wird als aktiver Kämpfer der LTTE auch von der sri-lankischen Regierung gesucht.

Während die Vereinigung der Tamilen in Kanada (Canadian Tamil Congress – CTC) und deren Sprecher David Poopalapillai, nach Ansicht von Fotos behauptete, es handle sich „zweifelsfrei um Tamilen aus Sri Lanka, die dort um ihr Leben fürchten“ müssten, stellt sich heraus, dass das Schiff nicht aus Sri Lanka, sondern vor einem Monat von Indien aus gestartet war. Poopapillai jedoch bleibt dabei:“Die Situation in Sri Lanka ist so schlimm, dass diese Menschen ihr Leben riskierten, um dort herauszukommen.“

Der srilankische Generalkonsul in Kanada, Bandula Jayasekera, nannte die Behauptungen Poopapillais „absolut absurd und lächerlich“; niemand habe als rechtschaffener Bürger in Sri Lanka irgendetwas zu befürchten.

Außer der oben genannten Personalie haben die kanadischen Behörden bislang nichts über die Asylsuchenden bekannt gegeben – weder Alter, noch Namen, noch Herkunft noch Nationalität. Kanadas Regierung hat mittlerweile (Samstagabend, Ortszeit) die 76 Tamilen in Handschellen abgeführt und aufs Festland nach Vancouver  gebracht. Nach kanadischem Recht müssen die Asylsuchenden innerhalb von 48 Stunden ihren Antrag vorbringen. Auf dem Festland soll nun auch Identität und Nationalität der Männer zweifelsfrei festgestellt werden. Die kanadische Einwanderungsbehörde hat bereits signalisiert, dass sie von dieser Art von Asylsuche nicht besonders viel hält, inoffiziell ist zu vernehmen, dass man diejenigen, die auch nur unter dem leisesten Verdacht stehen, für die LTTE in irgendeiner Form tätig gewesen zu sein, umgehend zurück – nach Sri Lanka – schicken würde. Die kanadische Polizei behandelt das Ganze als Fall von kriminellem Menschenschmuggel. Auffällig sei, so ein RCMP-Sprecher, dass die Asylsuchenden bis zu 45000 US-Dollar für die Fahrt bezahlt hätten – es dränge sich die Frage auf, woher diese Mittel stammten.

Für die sri-lankische Regierung erhärtet sich damit mehr und mehr der Verdacht, dass die Überbleibsel der LTTE und die tamilische Diaspora eine neue Propaganda-Offensive gestartet haben, um Sri Lanka in ein schlechtes Licht zu rücken sowie ihrer Behauptung Nachdruck zu verleihen, in Sri Lanka würden Tamilen systematisch verfolgt und getötet.

Offensichtlich besteht auch bei den insgesamt 331 Personen die von den indonesischen Behörden in Booten aufgegriffen wurden, sowie bei den etwa 30 Personen, die in australischem Seegebiet abgefangen wurden der Verdacht, dass die LTTE hinter dem Menschenschmuggel steht und dass es sich bei den Asylsuchenden um Leute handelt, die Sri Lanka bereits vor Monaten, möglicherweise schon vor Jahren verlassen hatten.

Mittlerweile gibt es auch hier ernsthafte Zweifel, ob die Boote, die in Australien und Indonesien aufgegriffen wurden überhaupt aus Sri Lanka gestartet waren. Die Boote sind durchweg eigentlich für einen solche Streckenradius nicht geeignet.

Aus Singapore meldete sich der Terrorismus-Experte Dr. Rohan Gunaratne. Er sagte, dass es der sri-lankischen Marine zwar gelungen sei, acht große Waffenschmuggelschiffe der LTTE zu zerstören, dass es sich aber bei den Booten, die jetzt dazu benutzt wurden, Asylsuchende zu befördern, um die letzten Teile der LTTE-Flotte handeln könnte, die bislang von Indonesien aus die LTTE-Kader vor dem Ende des Kriegs im Mai mit Reis, Zucker, Zement, Holz – aber auch Waffen versorgt hatten.

Auch in Australien mehren sich die Stimmen, die die scheinbar armen Asylsuchenden entweder als getarnte LTTE-Kader oder als Wirtschaftsflüchtlinge sehen. Auch die Asylsuchenden, die vor Australien aufgegriffen wurden, hatten erhebliche Summen bezahlt, um an Bord zu kommen, bei ersten medizinischen Untersuchungen wurden bei vielen von ihnen typische Kriegsverletzungsnarben, beispielsweise von Schrapnells gefunden. Der Kapitän dieses Schiffes, der sich kurz vor dem Aufgreifen durch den australischen Küstenschutz abgesetzt hatte, wird seit langem wegen Menschenschmuggels von Interpol gesucht.

Von unserem LTTEwatch-Korrespondenten in Colombo vom 22.Oktober 2009
Colombo – Genau sechs Monate, nachdem die sri-lankische Armee die gesamte LTTE-Führung getötet und damit die Terroristen militärisch besiegt hat und damit einen fast 30-jährigen Bürgerkrieg beendete, konnten heute über 40000 Kriegsflüchtlinge wieder in ihrem Heimatdörfer zurückkehren.
In den letzten Monaten vor Kriegsende waren viele von ihnen als menschliche Schutzschild von den LTTE-Kadern benutzt worden; immer wieder trieb die sich zurückziehende LTTE diese Menschen vor sich her. Viele waren nach dem Krieg unterernährt, verwundet und krank – und leben seither in Lagern.
Insgesamt werden seit heute 12095 Familien, genau 41685 Menschen in Bussen nach Vavuniya, Mannar, Mullaittivu und Killinochchi gebracht. In den nächsten zwei Wochen sollen weitere 35000 Flüchtlinge wieder angesiedelt werden.
Präsident Mahinda Rajapkasa lies an jede Familie einen Brief verteilen, in dem er seiner Hoffnung nach einem vereinten Mutterland Ausdruck verleiht und den Familien Glück, Geborgenheit und eine friedliche Zukunft wünscht.
Jede Familie erhält neben Trockenrationen für sechs Monate ein Startgeld in Höhe von 5000 Rupees. Vor Ort stehen Spezialisten zur Verfügung, die bei allen Wiederaufbauarbeiten mit Rat und Tat den Heimkehrern beiseite stehen sollen. Auf Anordnung des Präsidenten gibt es in jedem Bezirk dafür insgesamt 11 spezielle Stabsstellen, die schnell und unbürokratisch agieren sollen.

Von unserem LTTEwatch-Korrespondenten in Colombo vom 22.Oktober 2009

Colombo – Genau sechs Monate, nachdem die sri-lankische Armee die gesamte LTTE-Führung getötet und damit die Terroristen militärisch besiegt hat und damit einen fast 30-jährigen Bürgerkrieg beendete, können seit heute über 41000 Kriegsflüchtlinge wieder in ihrem Heimatdörfer zurückkehren.

In den letzten Monaten vor Kriegsende waren viele von ihnen als menschliche Schutzschild von den LTTE-Kadern benutzt worden; immer wieder trieb die sich zurückziehende LTTE diese Menschen vor sich her. Viele waren nach dem Krieg unterernährt, verwundet und krank – und leben seither in Lagern.

Insgesamt werden seit heute 12095 Familien, genau 41685 Menschen in Bussen nach Vavuniya, Mannar, Mullaittivu und Killinochchi gebracht. In den nächsten zwei Wochen sollen weitere 35000 Flüchtlinge folgen und in ihren Heimatdörfern wieder angesiedelt werden.

Präsident Mahinda Rajapkasa lies an jede Familie einen Brief verteilen, in dem er seiner Hoffnung nach einem vereinten Mutterland Ausdruck verleiht und den Familien Glück, Geborgenheit und eine friedliche Zukunft wünscht.

Jede Familie erhält neben Trockenrationen für sechs Monate ein Startgeld in Höhe von 5000 Rupees. Vor Ort stehen Spezialisten zur Verfügung, die bei allen Wiederaufbauarbeiten mit Rat und Tat den Heimkehrern beiseite stehen sollen. Auf direkte Anordnung des Präsidenten gibt es in jedem Bezirk dafür insgesamt 11 spezielle Stabsstellen, die schnell und unbürokratisch agieren sollen.

Von unseren LTTEwatch-Korrespondenten vom 18. Oktober 2009

Festgenommener Raj Rajaratnam: Großzügiger Spender oder LTTE-Freund?

Festgenommener Raj Rajaratnam: Großzügiger Spender oder LTTE-Freund?

Colombo/New York – Der Milliardär und Hedgefonds-Chef Raj Rajaratnam ist in New York wegen angeblichen Insiderhandels festgenommen worden. Der gebürtige Srilanker Rajaratnam und fünf andere Spitzenmanager sollen mit verbotenen Geschäften mit Aktien unter anderem vom Internet-Riesen Google mehr als 20 Millionen Dollar verdient haben, heißt es in Medienberichten. Die Ermittler sprachen laut der Finanznachrichtenagentur „Bloomberg“ vom größten Insiderskandal, in den jemals Hedgefonds verwickelt worden seien.

Gegen Rajaratnam sind es allein 13 Anklagepunkte wegen beider Vergehen zusammen. Bei einer Verurteilung drohen ihm 20 Jahre Haft. Die „Washington Post“ sprach gar von lebenslänglich. Die Ermittlungen reichten bis ins Jahr 2007 zurück. Am Freitag ließen die Fahnder vom FBI den Kopf der Gruppe dann auffliegen.

Der 52 Jahre alte Rajaratnam – Chef des weltweit agierenden Hedgefonds Galleon Group die er nach dem Tsunami 2005 gründete und die 3,7 Milliarden Dollar verwaltet – steht mit einem persönlichen Vermögen von 1,3 Milliarden Dollar auf der Forbes-Liste der 500 Superreichen der USA. Er soll durch Insidergeschäfte mindestens 17 bis 18 Millionen Dollar kassiert haben. Allein eine Anlage beim Internet-Riesen Google im Jahr 2007 habe acht Millionen Dollar gebracht, schrieb die „New York Times“.

Bei einer Anhörung setzte ein Richter inzwischen die Kaution für den in Sri Lanka geborenen Rajaratnam auf 100 Millionen Dollar fest. Mehrere Festgenommene kamen laut Bloomberg nach der Hinterlegungen von Kautionen zwischen zwei und fünf Millionen Dollar auf freien Fuß. Er musste seinen US- sowie seinen sri-lankischen Pass abgeben, seine Bewegungsradius wurde auf 110 um Manhatten Meilen begrenzt. Rajaratnams Anwalt Jim Walden betonte nach Angaben der „New York Times“ sein Klient sei unschuldig. Das sagten auch die Rechtsbestände der anderen Beschuldigten.

Mittlerweile stellt sich heraus, dass gegen Milliardär Rajaratnam auch in einer anderen Sache ermittelt wird, die offenbar nicht im Zusammenhang mit dem angeblichen Insiderhandel steht. Der in Jaffna geborene Rajaratnam soll mit großzügigen Spenden die TRO (Tamil Rehabilitation Organisation) unterstütz haben, die als Tarnorganisation unter dem Deckmantel humanitärer Hilfe Geld für Waffenkäufe der LTTE sammelte. Ende 2007 wurden die Konten der TRO in den Vereinigten Staaten eingefroren, weil deutlich wurde, das die TRO ein Frontorganisation der LTTE ist.

Im Zuge der damaligen Ermittlungen wurde Karunakaran Kandasamy, der Kopf der TRO/LTTE in den USA festgenommen und angeklagt. Im Juli plädierte er vor Gericht „schuldig“ auf den Vorwurf, er habe mit Geld und Material eine terroristische Vereinigung (die LTTE) unterstützt; er erwartet derzeit den Richterspruch. Kandaswamy gab auch zu, dass die TRO vollständig von der LTTE kontrolliert und gesteuert werde. Bei der Durchsuchung von Karunakaran Kandasamys Wohnung sowie Kontobelegen der TRO fanden die Ermittler des FBI mehrfach Einzahlungen eines gewissen „Individuum B.“. Kandasamy gab mittlerweile zu, dass es sich dabei um Raj Rajaratnam handele.

Zweimal, im Jahr 2000 sowie im Jahr 2004 hat „Individuum B.“ jeweils 1 Millionen Dollar an die TRO bezahlt. Ein FBI-Ermittler meinte dazu, es sei auffällig, dass die zweite „Spende“ direkt nach dem Sieg der LTTE am Elephant Pass eingezahlt wurden, einem der letzten großen Siege der Separatisten über die srilankische Armee, vor ihrer vernichtenden Niederlage im Mai dieses Jahres.  Die TRO, deren Konten in den USA und Kanada eingefroren wurden, ist auch in Deutschland und Frankreich tätig.

Erst im vergangenen Monat hatte der Milliardär der sri-lankischen Regierung angeboten, 1 Million Dollar für die Rehabilitation von ehemaligen LTTE-Kadern zu spenden. Die srilankische Regierung hatte zurückhaltend reagiert – offenbar hatte man von US-Regierungsstellen bereits Informationen über die Verbindung Rajaratnams zur TRO erhalten.

Rajaratnams Anwalt hingegen sagt, die Spenden hätten einzig und allein dem Bau von Häusern für Singhalesen, Tamilen und Muslims bestimmt gewesen – man könne sich die Häuser ja vor Ort ansehen…

In Colombo macht man sich derzeit Sorgen darum, wie die Börse am Montag auf die Vorwürfe reagieren wird – Rajaratnam, der aus einer wohlhabenden tamilischen Familie stammt, ist einer der größten Investoren auf der Insel. Er gilt als reichster Srilanker der Welt. Bräche sein Fond zusammen, hätte das ernste Konsequenzen für die Wirtschaft des Landes.

***

Nachtrag der LTTEwatch-Redaktion: wie erwartet, hat der Skandal um Rajaratnam ein Nachspiel an der srilankischen Börse.

Von unserem LTTEwatch-Korrespondenten in Colombo vom 15.Oktober 2009
Colombo – Die Spezial Task Force (STF) der Armee hat zum wiederholten Male ein riesiges Waffenlager der LTTE ausgehoben, das deren Kader auf der Flucht in den letzten Tagen des Krieges angelegt hatten. Bei einem erneuten Fund in Vavuniya konnten u.a. 10 tragbare Radargeräte, tausende von Maschinen-Gewehr-Projektilen, große Mengen an Handgranaten, TNT-Stangen, Bomben sowie Selbstmordbomberjacken sichergestellt werden.
Fast zeitgleich wurden in Colombo zwei weitere LTTE-Sympathisanten festgenommen. Der Tipp kam von einem bereits inhaftierten LTTE-Kader. Die beiden Festgenommenen waren dem Vernehmen nach an Waffen- und Bombentransporten nach Colombo beteiligt.

Von unserem LTTEwatch-Korrespondenten in Colombo vom 15.Oktober 2009

Colombo – Die Spezial Task Force (STF) der Armee hat zum wiederholten Male ein riesiges Waffenlager der LTTE ausgehoben, das deren Kader auf der Flucht in den letzten Tagen des Krieges angelegt hatten. Bei einem erneuten Fund in Vavuniya konnten u.a. 10 tragbare Radargeräte, tausende von Maschinen-Gewehr-Projektilen, große Mengen an Handgranaten, TNT-Stangen, Bomben sowie Selbstmordbomberjacken sichergestellt werden.

Fast zeitgleich wurden in Colombo zwei weitere LTTE-Sympathisanten festgenommen. Der Tipp kam von einem bereits inhaftierten LTTE-Kader. Die beiden Festgenommenen waren dem Vernehmen nach an Waffen- und Bombentransporten nach Colombo beteiligt.

Von unserem LTTEwatch-Korrespondeten in Colombo vom 13. Oktober 2009

_41092868_fonsekaafp203Colombo – Der Stabschef der sri-lankische Armee, General Sarah Fonseka hat nun, mehrere Monate nach dem Ende des IV. Eelam Krieges Ende Mai, die offizielle Zahl der Getöteten genannt.

Demnach sind in dem zwischen 2006 und 2009 insgesamt 34 Monate dauerndem Krieg knapp 22 000 LTTE-Kader gefallen, etwas über 9000 wurden gefangen genommen und befinden sich nur in Rahabilitierungs-Camps. Die Zahl verwundeter oder versehrter LTTE-Kader nannte er nicht.

Die Armee allein sei für etwa 70% der Zerstörung von LTTE-Kriegsmaterial verantwortlich. Eine der Hauptgründe für den militärischen Sieg über die terroristische LTTE, so der General, sei die rasche Modernisierung der sri-lankischen Armee gewesen, die in den drei Kriegsjahren auch von 116 000 auf 200 000 Mann angewachsen sei.

Auch die eigenen Verluste nannte der General erstmals. Demnach sind 192 Offiziere der sri-lankischen Armee gefallen sowie 5 200 Truppen. Rund 27 000 Soldaten wurden verwundet oder versehrt.

General Fonseka nannte dieses Zahlen anlässlich der Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der Gründung der Armee in Sri Lanka.

Von unseren LTTEwatch-Korrespondeten in Colombo vom 14. Oktober 2009

geraeumte_gebieteColombo – Von den etwa 37 Quadratkilometern der so genannten „Reisschüssel“ südlich von Mannar sind bereits 32,8 Quadratkilometer von Minen und sonstigen Kriegsmitteln der LTTE geräumt und jetzt bereit für den Wiederaufbau der durch den Krieg und die LTTE zerstörten Infrastruktur. Dies vermeldet ein Sprecher der Armee heute.

Insgesamt 629 „Ingenieur Soldaten“, in speziellen Kursen zu Kampfmittelräumern ausgebildete Truppen, haben die Arbeit bislang verrichtet; unterstützt wurde sie dabei von 7 speziell trainierten Spürhunden und 14 Minenräum-Maschinen. Die „Reisschale“ solle so schnell wie möglich wieder produzieren und den Mensch Arbeit und Nahrung geben können.

Nachdem das Gebiet geräumt ist, kann nun mit dem Aufbau der Infrastruktur begonnen werden, danach erfolgt die Wideransiedlung derjenigen, die während des Krieges durch die LTTE zur Flucht gezwungen wurden.

Während des Räumens von Kampfmitteln wurde u.a. 4391 Anti-Personen-Minen sowie 1110 improvisierte Sprengsätze unschädlich gemacht. Als nächstes haben sich die Räumtruppen als Schwerpunkt ihrer gefährlichen Arbeit die A32 zwischen Mannar und Pooneryn vorgenommen. Über Verluste bei den Räumarbeiten wurde nichts bekannt.

Der Our Lady of Madhu Schrein und Umgebung, die Kreuzung an der Madhu Road, samt Umgebung sowie die Bahnstrecke von Vavuniya nach Thandikkulam und Kokavil inklusive Umgebung wurden ebenso für frei von Minen- und Kampfmittel erklärt.

Die sri-lankischen Räumtruppen begrüssen die Unterstützung von ausländischen Räumkommandos ausdrücklich und hoffe damit die Wiederansiedlung der Internen Flüchtlinge noch schneller voran zu treiben.

Von unseren LTTEwatch-Korrespondeten vom 14. Oktober 2009

imagesParis – Seit Montag müssen sich 22 Anhänger der LTTE vor einem Gericht in der französischen Hauptstadt verantworten. Die Anklage lautet auf räuberische Erpressung, Bildung einer kriminelle Vereinigung sowie finanzielle Unterstützung einer verbotenen (terroristischen) Organisation. Anführer der Gruppe, die unter dem Deckmäntelchen einer humanistischen Organisation namens Tamil Coordination Commitee auch in der Öffentlichkeit auftraten, soll der Hauptangeklagte Nadaraja Matinthiran sein, der französische Stadthalter der LTTE.

Die Verdächtigen schließen neben Nadarajah Mathienthiran (alias Parithi), den Chef für Politik und Propaganda, Aravindan Thureswamy (alias Metha), und den für Geldwäsche und Finanzen zuständigen Thuraisamy Jayamurthy (alias Sinna Jeya) ein, die beide am 1. April in Paris verhaftet worden waren, sowie Ranja, der den Platz von Mathienthiran/Parithi nach dessen Verhaftung eingenommen hatte.

Ranjan, der Stellvertreter Mathienthirans und vier weitere Verdächtige waren im September nach Befragung der 14 schon im April Verhafteten festgenommen worden. Obwohl Ranjan ein unauffälliges Profil zu wahren suchte, konnte die französische Polizei dennoch die Aktivitäten der zweiten Reihe der LTTE beobachten, nachdem die Führung verhaftet worden war. Ravi Manickam (alias Oothai Ravi), der ebenfalls im September verhaftet wurde, war die Schlüsselfigur der Tiger im Kampf gegen die Anti-LTTE Gruppen in Frankreich. Aus informierten Quellen verlautete, Manickam/Oothai Ravi werde auch mit einer Anzahl mysteriöser Morde und Entführungen in der tamilischen Diaspora in Frankreich in Verbindung gebracht.

Die Gruppe soll der Anklage zufolge die tamilische Diaspora in Paris und Umgebung, die auf etwa 75 000 Mitglieder geschätzt wird, gezielt und systematisch erpresst haben, „Revolutions-Steuer“ zu zahlen, die Höhe basierend auf die Mitgliederzahl der einzelnen Familien. Die Anklage, der offenbar umfangreiche Dokumente aus Beschlagnahmungen vorliegen,  wirft den 22 LTTE-Anhängern vor, mindestens 5 Millionen Euro kassiert zu haben und den größeren Teil davon an die LTTE zum Kauf von Waffen weitergeleitet zu haben. Die Angeklagten befinden sich seit April 2009 in Untersuchungshaft. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen mehrere Jahre Haft sowie anschließenden Ausweisung aus dem Gastland Frankreich. Der Prozess ist angesetzt bis 28. Oktober 2009.

Experten glauben, dass auch Monate nach dem Ende des Krieges auf Sri Lanka ein Großteil der etwa 1,5 Millionen Tamilen, die im Ausland leben, von solchen erpresserisch arbeitenden LTTE-Anhängern heimgesucht werden, die nach wie vor Geld kassieren. Wohin dieses Geld allerdings nun, nach dem Ende des Krieges fließt, ist unklar.

Die EU und somit auch Frankreich führt die LTTE seit 2006 als verbotene, terroristische Organisation. In Paris fanden bereits mehrere Prozesse gegen LTTE-Anhänger statt.  Der Anwalt der Gruppe verlangt die sofortige Aufhebung der Anklage. Seine Begründung dafür: Die LTTE sei in Sri Lanka selbst bis zum Jahre 2007 nicht als terroristische Organisation verboten gewesen.

LTTE-Freund Parameswaran Subramaniyam: dramatischer "Hungerstreik bis zum letzten Atemzug" - powered by McDonald's

LTTE-Freund Parameswaran Subramaniyam: dramatischer "Hungerstreik bis zum letzten Atemzug" - powered by McDonald's

Von unserem LTTEwatch-Korrespondenten vom 10. Oktober 2009

Colombo/London – Wochenlang harrte der LTTE-Sympathisant Parameswaran Subramaniyan im Hungerstreik auf dem Platz vor den Hauses of Parlament in London aus. Was erst jetzt rauskam: Der Mann ist ein Schwindler, ist weniger eine Hungerstreikender denn ein Hungerkünstler…

Der 28-jährige Anhänger der Tamil Tigers protestierte mit seinem Hungerstreik und zusammen mit -zig anderen LTTE-Sympathisanten insgesamt 72 Tage lang gegen die totale militärische Zerschlagung der Terrorgruppe LTTE in Sri Lanka. Subramaniyan tat dies scheinbar mit Hingabe. Seit Anfang April hatte er mehrere Wochen in einem kleinen Zelt vor dem Parlamentsgebäude campiert; seine Freunde führten im Internet ein Blog, in dem sein angeblich rapide sinkender Gesundheitszustand dramatisch „dokumentiert“ wurde, es war eine der am längsten andauernden Protestaktionen Grossbritanniens. Während des Streiks kam es zu mehreren gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und LTTE-Freunden. Nach einiger Zeit bezeichneten Helfer aus dem Umfeld Subramaniyans dessen Zustand sogar als „sehr kritisch“. Im Juni brach er seine Aktion schliesslich ab, als die Polizei den Platz schließlich räumte.

Jetzt macht der LTTE-Aktivist erneut — diesmal unfreiwillig — Schlagzeilen. Die britische Zeitung Daily Mail griff die Protestaktion erneut auf. Tim Hollis, Sprecher der Association of Chef Police Offices, sagte, dass diese Pro-LTTE-Aktion der britischen Polizei (und damit dem britischen Steuerzahler), die unzählige Überstunden leisten musste, Mehrkosten von mehr als 7,1 Millionen Pfund eingebrockt habe.

Und dann auch noch das: Subramaniyan liess sich von seinen Freunden heimlich mit Hamburgern vom nahen McDonalds versorgen. Videoaufnahmen von Scotland Yard zeigen den hungrigen Protestler, wie er in Momenten, da er sich unbeobachtet fühlte, heimlich in die Burgertüte greift und Bulettenbrötchen mampft. Ein Polizei-Insider sagte dazu: „In Hinblick auf die vielen Überstunden waren dies wohl die teuersten Hamburger aller Zeiten…“

Von unserem LTTEwatch-Korrespondenten in Colombo vom 9. Oktober 2009
Colombo – Der UNO-Sonderbeauftragte für Menschenrechte und Kriegsvertriebene, Walter Kaelin, hat zum ersten Mal zugegeben, dass die sri-lankische Regierung zu recht Sicherheitsbedenken hat wegen der LTTE-Kader, die sich innerhalb der Vertriebenen-Lager unter den Flüchtlingen versteckt halten.
Kaelin sagte dies anlässlich eines Interviews mit dem britischen BBC World Service. Während Kaelin diese Sicherheitsbedenken und das von der Regierung eingeleitete Verfahren, diese LTTE-Kader auszufiltern als rechtmässig bezeichnete, äußerte er gleichzeitig Bedenken über die Art und Weise, wie dieses Ausfiltern vonstatten gehe. Kaelin kritisierte außerdem, dass die Wiederansiedlung der interneren Flüchtlinge zu langsam voran gehe. Die UNO werde Sri Lanka in seinen Bemühungen, die Wiederansiedlung voran zu treiben auch weiterhin unterstützen.

Von unserem LTTEwatch-Korrespondenten in Colombo vom 9. Oktober 2009

UNO-Sonderbeautragter Walter Kaelin: Sri Lanka hat zu recht Sicherheitsbedenken wegen  untergetauchter LTTE-Kader

Colombo – Der UNO-Sonderbeauftragte für Menschenrechte und Kriegsvertriebene, Walter Kaelin, hat zum ersten Mal zugegeben, dass die sri-lankische Regierung zu recht Sicherheitsbedenken hat wegen der LTTE-Kader, die sich innerhalb der Vertriebenen-Lager unter den Flüchtlingen versteckt halten.

Kaelin sagte dies anlässlich eines Interviews mit dem britischen BBC World Service. Während Kaelin diese Sicherheitsbedenken und das von der Regierung eingeleitete Verfahren, diese LTTE-Kader auszufiltern als rechtmässig bezeichnete, äußerte er gleichzeitig Bedenken über die Art und Weise, wie dieses Ausfiltern vonstatten gehe.

Kaelin kritisierte außerdem, dass die Wiederansiedlung der interneren Flüchtlinge zu langsam voran gehe. Die UNO werde Sri Lanka in seinen Bemühungen, die Wiederansiedlung voran zu treiben auch weiterhin unterstützen.

Von unserem LTTEwatch-Korrespondenten in Colombo vom 6. Oktober 2009
Colombo – Das TRO-Mitglied Kanthilingum Premraj, der dritte Beschuldigte in einer Anklage gegen die Tamil Rehabilitation Organisation, wird jetzt per Haftbefehl gesucht. Die Strafverfolgung hatte das Gericht darüber informierte, dass Premraj nicht bei der vor Gericht angegebenen Adresse zu finden sei; es könnte deshalb angenommen werden dass er das Land verlassen habe.
Die ebenfalls angeklagten Murugesu Shanmugaraja, Kathirakesu Ganeshalingam, Eliyathambhi Nadarajah, Chrisnakitti Shivakumaran, Balasubramaniyam Sri Skandharajah und Cornelius Prabhakaran wurden von dem Obersten Gericht aufgefordert, am 3. November vor Gericht zu erscheinen.
In dem zu verhandelnden Fall werden gegen insgesamt acht Beschuldigte drei Anklagepunkte erhoben. Verschwörung, Hilfe und Anstiftung zum Entfernen von 35 Millionen Rupien, welche der TRO gehörten – und dieses Geld einer terroristischen Organisation, derLTTE, übergeben zu haben.
Die Straftaten wurden in der Zeit vom 10. Oktober 2005 bis 24. März 2006 in Colombo und Vavuniya begangen. Das LTTE-Mitglied Chrisnakutti Shivakumaran wurde beschuldigt, die Summe im Namen der LTTE akzeptiert zu haben.
Das Oberste Gericht von Colombo erlies eine Haftbefehl gegen Chrisnakutti Shivakumaran durch das Außenministerium, da er im Ausland vermutet wird.

Von unserem LTTEwatch-Korrespondenten in Colombo vom 6. Oktober 2009

Colombo – Das TRO-Mitglied Kanthilingum Prem Raj, ein weiterer Beschuldigter in einer Anklage gegen die Tamil Rehabilitation Organisation, wird jetzt per Haftbefehl gesucht. Die Staatsanwaltschaft hatte das Gericht darüber informierte, dass Prem Raj nicht bei der vor Gericht angegebenen Adresse zu finden sei; es könnte deshalb angenommen werden dass er das Land verlassen habe.

Die ebenfalls angeklagten Murugesu Shanmugarajah,Velupillai Sivanadiar,  Kathirakesu Ganeshalingam , Sinnaiyah Shanthilingam, Eliyathambi Nadarajah, Krishna Kutti Sukumaran alias Udayan, Kamalias Prabakaran sowie Balasubramunium Sri Scandarajah wurden von dem Obersten Gericht aufgefordert, am 3. November vor Gericht zu erscheinen.

In dem zu verhandelnden Fall werden gegen insgesamt acht Beschuldigte drei Anklagepunkte erhoben. Verschwörung, Hilfe und Anstiftung zum Entfernen von 35 Millionen Rupien (ca. 8,5 Mio. Eur.  - die LTTEwatch-Red.)  welche der TRO gehörten – und dieses Geld einer terroristischen Organisation, nämlich der LTTE, übergeben zu haben.

Die Straftaten wurden in der Zeit vom 10. Oktober 2005 bis 24. März 2006 in Colombo und Vavuniya begangen. Das LTTE-Mitglied Chrisnakutti Shivakumaran wurde beschuldigt, die Summe im Namen der LTTE angenommen zu haben.

Das Oberste Gericht von Colombo erlies auch einen Haftbefehl gegen Khrisna Kutti Sukumaran – durch das Außenministerium, da er im Ausland vermutet wird.

Von Gayan Kumara Weerasingha

Mit diesem Fahndungsbild wird nach "Giri" gesucht - die Polizei vermutet ihn in der Gegend um Colombo

Mit diesem Fahndungsbild wird nach "Giri" gesucht - die Polizei vermutet ihn in der Gegend um Colombo

Colombo – Nachrichtendienstbeamte haben enthüllt, dass der Sohn des TNA-Abgeordneten des Wanni Distrikts, Sathasivam Kanagaratnam, ein bekanntes Mitglied der LTTE mit dem Decknamen “Giri” ist, der viele Terroristen-Angriffe in Colombo, aber auch auf den Präsidenten Mahinda Rajapaksa sowie dessen Bruder, den Sekretär des Verteidigungsministeriums Gotabhaya Rajapaksa geleitet hat. Diese Angriffe wurden in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen hochrangigen Armeemitgliedern geplant.

“Giri” alias Giridaran Kanagaratnam, war an der Planung der Ermordung des früheren Außenministers Lakshman Kadirgamar beteiligt. Man hält ihn für auch verantwortlich für das Verstecken von Ausrüstung für Selbstmordattentate und Sprengkörper, welche vor kurzem vom Staatlichen Nachrichtendienst (SIS) in einem Haus in einem Wohnblock in Modera Anandaraja entdeckt wurden. SIS hat auch enthüllt, dass “Giri“ geplant hatte, den Sekretär des Verteidigungsministeriums Gotabhaya Rajapaksa zu ermorden; mittels einer Motorrad-Bombe, gesteuert von einem Selbstmordattentäter.

Mittlerweile hat man auch erfahren, dass der Plan, den Präsidenten bei der “Deyata Kirula” Ausstellung im letzten Jahr zu ermorden, ebenso “Giri” zu zurechnen ist. Man berichtet, dass er auch geplant hatte, den Präsidenten bei einer Zapfenstreich im Diyatalawa Armeelager am 20. Dezember 2007 mit Hilfe eines Generalleutnants zu ermorden – der sich jetzt in Haft bei der Kripo Colombo befindet.

Es wurde auch behauptet, dass “Giri” den Selbstmordangriff gegen das Hauptquartier der Luftwaffe leitete – an dem Tag, an dem Präsident Mahinda Rajapaksa nach der Einnahme von Kilinochchi zur Nation sprach. SIS hat auch einen weiteren Plan von “Giri” enthüllt, bei dem es darum ging, den Sekretär des Verteidigungsministeriums und verschiedene andere Hochrangige in einem Hotel in Kollupitiya anzugreifen. “Giri” war auch verantwortlich für die Angriffe, bei denen der pakistanische Oberkommissar in Pittala Handiya und der EPDP-Führer, Minister Douglas Devananda im Ministerium für Sozialdienste in Kirullapone ins Visier genommen wurden.

Einem hochrangigen Verteidigungsbeamten zufolge hatte “Giri” diese Missionen geleitet, während er sich in der offiziellen Abgeordnetenresidenz seines Vaters in Madiwela und im Haus eines NGO-Aktivisten in Athurugiriya aufhielt. Die Fahndung nach Giridaran läuft auf Hochtouren; sein Vater, Sathasivam Kanagaratnam, sitzt seit Ende des Krieges wegen Unterstützung der LTTE bereits in Haft.

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Übersetzt aus dem Sri Lanka Guardian vom 25. September 2009

von Dayapala Thiranagama

“Einmal schrieb sie mir und sagte, dass ‘wenn mich irgend jemand auf dieser Welt kennt wie die Seiten eines Buches, dann bist Du es.’ Ich schulde ihr so viel, was die Tiefe meiner Liebe zu ihr, was das wahre Verstehen der Schönheit der menschlichen Liebe betrifft, welche mir unsere Beziehung lehrte.“

Colombo – Am Morgen des 22. Septembers 1989 wurde ich gebeten, in ein Sicheres Haus in Colombo zu kommen, um dort eine dringende Nachricht aus Jaffna zu empfangen. Einige Freunde von mir warteten dort mit einem Botin, der aus Jaffna gekommen war und an dem Tag zuvor mit Rajani zu Mittag gegessen hatte. Sie verschwendete keine Zeit oder Worte beim Übergeben der Botschaft: „Ihre Frau Rajani wurde gestern Nachmittag von einem Schützen auf dem Heimweg von der Universität getroffen. Sie wurde bei dem Angriff tödlich verwundet. Ihre Kinder sind bei ihren Großeltern.“ Die Frau war selbst zutiefst geschockt und erschüttert. Es sei die schwierigste Nachricht gewesen, die sie jemals an eine völlig unbekannte Person in so kurzer Zeit mit so wenigen Worten mitzuteilen hatte. Ich erinnere mich noch an die unglaubliche Geschwindigkeit, mit dem sich alles in meinem Kopf zu drehen begann, und an meine Sprachlosigkeit.

Die Frau, welche mir die Nachricht von Rajanis Tod in Colombo überbrachte, wurde später eine geschätzt Freundin, welche immer an der Seite unserer Familie in London war, wann immer wir Unterstützung benötigten.

Rajani stand stets fur außerordentlichen Mut sowie ein unerschütterliches Engagement bei ihrer Suche nach Gerechtigkeit und Menschenwürde gegenüber allen Parteien, die in einen brutalen bewaffneten Konflikt verwickelt waren, in welchem die Leben der gewöhnlichen Menschen dem dauernden Risiko der Vertreibung und des Todes ausgesetzt waren. Zwischen 1987 und 1989 musste das tamilische Volk Zeuge des zerstörerischsten Krieges werden, den die Gemeinschaft jemals zwischen den Tamil Tigern und der sri-lankischen Armee gesehen hatte. Dieser Konflikt ging später, ohne Pause weiter zwischen den Tamil Tigern und der indischen Friedenssicherungsstreitkräften (IPKF). Währenddessen wurde im singhalesischen Süden die Situation aufgeheizt, als JVP-Anhänger mit der Ermordung von linken Aktivisten begannen, die eine Machtabgabe an das tamilische Volk unter dem 13. Zusatzartikel unterstützten.

Dieser Bericht über Rajanis Leben will versuchen, die Reise einer jungen Revolutionärin nachzuzeichnen, die sich aus einer gewöhnlichen jungen tamilischen Medizinstudentin entwickelte; eine junge Frau, die sich der Erfahrung ihrer Gemeinschaft und der Bedeutung ihrer ethnischen Identität bewusst wurde. Sie entwickelte sich zu einer unermüdlichen Menschenrechtsaktivistin, die den äußersten Preis für das zahlte, woran sie glaubte. Sie zögerte in. Dies ist die Geschichte einer neuen Art von Revolutionärin. Dieser Bericht versucht auch, ihren politischen Beitrag hervorzuheben, da er genauso viel Bedeutung für die gegenwärtige Situation, wie für die von vor 25 Jahren hat.

Rajani begann ihr politisches Leben in der Studentischen Christlichen Bewegung (SCM), die unter den Studenten Mitte der 70er Jahre sehr aktiv war und sich in die politischen aktuellen Streitfragen einmischte. Als diese Streitpunkte innerhalb eines weiteren sozio-ökonomischen Kontextes analysiert werden mussten, hatten manche andere politische Gruppen mehr Raum dazu angeboten, was nicht ignoriert werden konnte. Rajani und ihre anderen Kollegen zögerten nicht, solche Foren zu benutzen, während sie ihre Verbindungen mit der SCM aufrecht erhielt. Das Ende der Mitte der 70er markierte auch das Ende des relativen Friedens in deer Studentenbewegung.

In Peradeniya wurde ein unschuldiger Student, Weerasoorya, von der Polizei niedergeschossen. Dies schickte Schockwellen durch die Studentenbewegung und die Universitäten wurden von den Behörden geschlossen. Zum ersten Mal hatten sich arch ganze Schulen in Colombo dem Protesten wigeon Weerasooryas Ermordung angeschlossen. Die Öffentlichkeit stand ganz und gar hinter der Studentenbewegung. Die Medizinische Fakultät on Colombo streikte zum ersten Mal in ihrer Geschichte wigeon deer Ermordung von Weerasoorya durch die Polizei. Rajani war an vorderster Front active bei der Organisation des Streiks an der Medizinischen Fakultät.

Dies war der Hintergrund, als ich Rajani im September 1976 traf. Unser Treffen kennzeichnete ein neues Kapitel in unsure beadier Leben und die Entscheidung, die wir von da an machen würden, änderte nicht nur unsere Leben, sondern auch das unserer Familien für immer. Wir verliebten uns ineinander und heirateten am 28. August 1977 inmitten der anti-tamilischen Aufstände in Colombo. Rajani war immer noch Medizinstudentin und ich hatte gerade meine akademische Karriere an der Universität begonnen. Wir nannten uns manchmal scherzhaft „die Einheit der Gegensätze“ in Bezug auf unsere Verbindung mit all den sozialen, kulturellen und ethnischen Unterschieden.

Auf Rajanis Reise von einer gewöhnlichen, politisch bewussten tamilischen Frau zu einer außergewöhnlichen Revolutionärin der neuen Art war ihre Hochzeit der erste Schritt. Rajani zerbrach ihre Barrieren und heiratete einen Singhalesen, der viele Jahre im Gefängnis verbracht hatte. Und mein eigenes soziales Profil – ich wuchs in einer armen Bauernfamilie im singhalesischen Süden auf – beeindruckte ihre Mittelklasse-Gemeinschaft nicht. Rajanis Mut und ihr menschliches Verständnis beim Akzeptieren meiner Person, so wie ich war, verwirrte sogar einige unserer politischen Freunde, deren Verständnis der interethnischen Beziehungen in beiden Gemeinschaften zu dieser Zeit ernsthafte Mängel aufwies – genau wie das heute auch noch der Fall ist. Sie waren die Söhne und Töchter der Generation von Eltern – einschließlich meiner eigenen -, die die soziale singhalesische Mobilität von 1965 gebildet und an ihr teilgenommen hatten. So weit es unsere Familien betraf, mussten sie die unpassende Wahrheit unserer Beziehung und Heirat akzeptieren. Rajani akzeptierte auch das Fortsetzen meines politischen Engagements wie zuvor. Wir einigten uns auch hinsichtlich der Tatsache, dass unsere Familie keine Familie sein würde, welche den Kindern in deren Kindheit zu beiden Teilen zur Verfügung stehen würde. Genau wie heute war jedes politische Engagement in Sri Lanka damals eine sehr gefährliche Angelegenheit. Dies waren harte und schmerzliche Entscheidungen.

So weit es unsere Familie betraf, unterschied sie sich ideologisch und politisch von den akzeptierten Familiennormen durch ihre Existenz, und Rajanis Anteil war von höchster Bedeutung bei dieser Verwandlung. Ohne Rajanis tiefes Verständnis, ihre feste Zustimmung und ihren Mut hätten wir keine Familieneinheit aufbauen können, welche zu unserer Zeit den politischen Test und den Überlebenstest bestehen konnte. Die Geburt unserer Töchter Narmada 1978 und Sharika 1980 ließ uns manchmal selbst wundern über das Ausmaß unseres politischen Engagements. Dies war immer eine sehr emotionale, schmerzliche und schwierige Frage. Dies war auch eine riesige Verantwortung, welche wir leider so nicht vorhergesehen hatten.

Rajanis Bewusstseinsentwicklung nahm eine dramatische Wende, als sie in Haldummulla arbeitete, einem vorwiegend singhalesischen Dorf an der Balangoda-Haputale Straße, mit vereinzelten tamilischen Einwohnern. Diese Tamillen zählten zu den Ärmsten des Dorfes Eines Tages musste Rajani die Mutter eines Jungen, der Patient in dem Hospital war, darüber informieren, dass ihr Sohn ins Badulla Hospital gebracht werden würde. Dies sei die einzige Chance, dass er überlebt. Die Frau bat Rajani inständig, ihn nicht dorthin zu bringen: Einfach deswegen,weil sie sonst – würde er in Badulla sterben – nicht das Geld habe, seine Leiche zurück nach Hause zu bringen. Der Junge wurde jedoch ungeachtet ihrer Bitte nach Badulla gebracht und er kehrte nach Hause zurück, nachdem er sich ganz erholt hatte.

Rajani fand es extrem schwierig, mit solchen Situationen der Armut und des Leidens fertig zu werden, eine Situation, welche jede Möglichkeit einer würdigen menschlichen Existenz behindert. Dies ließ auf ihrem Bewusstsein eine nie verblassende Narbe zurück. Schließlich entschieden wir uns 1980 beide, dass in solchen Umständen die medizinische Praxis nicht die beste Beschäftigung sei, und wir beschlossen, nach Jaffna zu gehen. Rajani wählte die Lehre und ging an die Medizinische Fakultät der Universität von Jaffna.

1983 begann Rajani eine Kampagne, damit ihre Schwester Nirmala Rajasingham aus dem Gefängnis freikäme, in das sie unter der PTA gesteckt worden war. Zuvor hatte Rajani verletzte tamilische Militante behandelt. Rajani ging Ende 1983 nach England mit einem Stipendium des Commonwealth, um ihre Doktorantenstudien aufzunehmen. Da sie anfänglich mit militanten Tamil Tigern zu tun hatte und für ihre Schwester eine Kampagne führte, trug beides dazu bei, dass sie zur LTTE ging. Ich besuchte sie Mitte 1984 in London und es schien damals so, dass es für sie keinen Weg zurück gab.

Sie wollte nicht auf legalem Wege nach Sri Lanka zurückkehren. Ich ging nach Sri Lanka zurück und dies war für einen Abschied äußerst wichtig, denn ich fühlte, dass zwischen uns eine große Mauer stand. Wir beschlossen, uns zu trennen und unserer eigenen Wege zu gehen. Aber Rajani war zu ehrlich, politisch zu geradlinig, wahrhaftig, äußerst unabhängig und ihren Grundsätzen so verpflichtet, dass die LTTE mit ihr nicht umgehen konnte. Dies waren die persönlichen Qualitäten einer neuen Art von Revolutionärin, welche Rajani allmählich auf ihrer persönlichen und politischen Reise präsentierte. Daraus ergab sich das ultimative Opfer für das Recht, innerhalb der tamilischen Gemeinschaft eine andere Meinung zu haben. Rajanai besaß auch gewisse Qualitäten, welche es für sie möglich machten, mit gewöhnlichen Menschen Kontakt zu pflegen.

Nachdem ich nach Sri Lanka zurückgekehrt war, verließ Rajani nach ein paar Monaten die Tiger. Sie kehrte 1986 nach Jaffna zurück zusammen mit ihren zwei Töchtern heim – entgegen den Rat ihrer Familie und Freunde. Im April 1987 schrieb mir Rajani aus Jaffna. „Ich mache mir große Sorgen. Es ist schwierig, hier zu leben. Am deprimierendsten ist das dunkle Tal, durch das wir uns bewegen – es gibt überall Unmenschlichkeit. Amma hat Angst, sie hat Angst um die Kinder; dass ich mich lauthals äußern oder etwas tun würde.“ Mit diesem deprimierenden und düsteren politischen Hintergrund verschmolz Rajani ihre neue politische Sichtweise, welche darin bestand, dass sie das Recht für sich beanspruchte die Stimme zu erheben, gegen die Herrschaft des Gewehres und für die Freiheit, Strukturen zu organisieren, welche die demokratische Freiheit mit Menschenwürde sichern würden.

Eine der hauptsächlichen Bestandteile ihrer Sichtweise war ihr Feminismus. Sie wollte die Frauen ermächtigen und Strukturen aufbauen, um die unabhängige Stimme der Frau zu stärken. Sie arbeitete für die Bildung von Poorani für arme Frauen. Diese ideologischen Strukturen und politischen Ideen waren gegen das militärische Denken der Tamil Tiger. Sie waren schlecht zu sprechen auf politischen Ideen und Organisationen, welche fähig sein könnten, einen reifen Dialog mit abweichenden Stimmen zu führen. Rajanis Mit-Autorenschaft bei ‘The Broken Palmyra’ zusammen anderen ließ die Menschen aufhorchen. Ihre Pionierrolle zusammen mit anderen Akademikern von der Universität bei der Bildung der Organisation Universitätslehrer für Menschenrechte (UTHR J) war ein Meilenstein bezüglich der Menschenrechten in der tamilischen Gemeinschaft.

Diese Arbeit und diese politischen Ideen schickten Schockwellen durch die erklärtermaßen monolithische Struktur der Tamil Tiger. Die UTHR führt Rajani als personifizierten Olivenzweig der Organisation selbst heute noch auf ihrer Webseite. Die Tamil Tiger verstanden sehr gut die mögliche politische Gefahr, die von Rajani ausging. Die Tiger zögerten nicht, die Lebensader dieser Organisation für immer zu durchtrennen. Rajanis Leben und Tod zeigen, wie lang, schwierig und schmerzlich die Straße zum Sieg ist, wenn die Menschenwürde und das Recht auf eigene Meinung von jenen verletzt werden, welche es wählen, die Gewalt zu benutzen, um politische Fragen zu lösen.

Es ist auch angebracht, über den Wert von Rajanis Ideen in Verbindung mit der gegenwärtigen politischen Situation nachzudenken. Um noch einmal Rajanis Phrase zu nutzen: wir bewegen uns immer noch in einem dunklen Tal und die Unmenschlichkeit ist überall. Eine der fundamentalen Streitfragen heute handelt von der Angst, das Recht auf Widerspruch laut auszusprechen. Der dunkle Schatten des ethnischen Krieges ist nicht ganz verschwunden. Wenn nicht der demokratische Raum erweitert wird, wobei der tamilischen Gemeinschaft ein Maximum an Macht zugesprochen wird, dann wird der Friede genauso flüchtig sein wie zuvor.

Es ist möglich, dass es in beiden – der tamilischen und der singhalesischen Gemeinschaft – mehr und mehr Leute wie Rajani geben wird, weil die politischen Barrieren, für welche Rajani ihr Leben geben musste – als eine neue Revolutionärin, welche ihr fundamentales demokratisches Recht der Meinungsverschiedenheit unterstützte -, immer noch nicht entfernt wurden. Jene, welche Rajanis Pfad folgen, werden unsere Welt zu einem besseren Ort machen.

Zwanzig lange Jahre habe ich gebraucht, um mit dem schrecklichen Schmerz und mit der Angst fertig zu werden, welche Rajani in den paar Sekunden vor ihrem Tod gefühlt haben muss, und damit, dass ich nicht bei ihr sein konnte. Ich weiß, wie sie sich gefühlt haben muss. Einmal schrieb sie mir, dass „wenn mich irgend jemand auf der Welt so genau kennt wie die Seiten eines Buches, dann bist Du es.“ Ich schulde ihr so viel, was die Tiefe meiner Liebe zu ihr, was das wahre Verstehen der Schönheit der menschlichen Liebe betrifft, welche mir unsere Beziehung lehrte.

Rajani und ich liebten die Musik von Bob Marley. Sie mochte einen Song ganz besonders, aus dem ich am Ende gern zitieren möchte: „Erheb dich, steh auf, steh für deine Rechte auf!“

DemoAufruf

Das Flugblatt für die geplante Demonstration, bei der Rudrakumaran sprechen sollte.

Von R.  Sinnathurai vom 4. Oktober 2009

Düsseldorf- Die deutschen Behörden haben verhindert, dass der neue Führer der LTTE, getarnt als Menschenrechtsaktivist, das Land betritt. Dies vermeldet eine vertrauenswürdige Informationsquelle.

Visuvanathan Rudrakumaran, Tamille mit US-Staatsbürgerschaft sowie der indischer Filmregisseur Seeman, sollten die wichtigsten Sprecher bei einer Demonstration sein. Einige TNA Parlamentarier, die immer noch im Ausland leben, wollten sich ebenfalls anschließen.

Die Versammlung sollte am letzten Sonntag, dem 27. September, stattfinden, an dem Tag, an dem in Deutschland die Bundestags-Wahlen für eine neue Regierung stattfanden.

Verantwortlich für Versammlung zeichnet eine Organisation, die sich “Tamil Makkal Elutchi Kulu” (TMEK – Erleuchtungsrat des tamilischen Volkes) nennt, eine als Tarn-Organisation der LTTE bekannte Gruppe. Die Versammlung sollte vor dem Landesparlament von Nordrhein-Westfalen abgehalten werden, wo die größte tamilische Gemeinschaft in Deutschland lebt.

In Deutschland nicht erwünscht, von Sri Lanka gesucht: Anwalt und der neue LTTE Chef im Ausland Visuvanathan Rudrakumaran

In Deutschland nicht erwünscht, von Sri Lanka gesucht: Anwalt und der neue LTTE Chef im Ausland Visuvanathan Rudrakumaran

Die LTTE-Organisatoren gaben diese öffentliche Versammlung nur in tamilischer Sprache bekannt, angeblich sei dies eine Versammlung zugunsten der tamilischen Internen Flüchtlinge in Sri Lanka. Die Hoffnungen der LTTE, vor dem Parlament eine pro-LTTE-Demo abzuhalten zerschlugen sich, als nach viele Stunden des Wartens auf Rudrakumaran keine guten Nachrichten für die LTTE-Freunde kamen. Dem schneidige LTTE-Anwalt aus New York, Mitbegründer einer „transnationalen Exil-Regierung von Tamil Eelam“ wurde die Einreise verweigert; Rudrakumaran musste unverrichteter Dinge zurückkehren. Man sah sich seitens der Organisatoren daraufhin gezwungen, die ganze Veranstaltung am Sonntag abzublasen.

Nach einer vertrauenswürdigen Quelle aus der tamilischen Diaspora bekommen die deutschen Nachrichtendienste mehr und mehr Informationen von der srilankischen-tamilischen Gemeinde selbst hinsichtlich der Aktivitäten der LTTE-Tarn-Organisation auf deutschem Boden, seit die LTTE-Terror-Truppe in Sri Lanka militärisch zerschlagen wurde. Viele srilankischen Tamilen sind enttäuscht und finden, dass die Mord-Kader der LTTE sie betrogen haben. In einigen Fällen soll sogar das Geld zurückverlangt worden sein, welches sie jahrelang für den Eelam-Traum bezahlt haben. Es hat wegen solcher Forderungen in der srilankischen-tamilischen Gemeinde in Deutschland in den letzten Monaten zahlreiche, zum Teil gewalttätige Zusammenstöße gegeben.

Deutsches Gesetz verbietet, dass irgendeine Person, unabhängig von der Nationalität, die sich in direkter oder indirekter Propaganda für terroristische Vereinigungen engagiert, Reden oder Vorträge hält, welche die Menschen beeinflussen oder aufstacheln; dies erfüllt den Straftatbestand der Volksverhetzung und kann mit Gefängnis oder hohen Geldbußen geahndet werden. Der Brennpunkt in diesem Fall richtete sich besonders auf die tamilische Diaspora in Deutschland, auf deutschem Boden.

Die LTTE wird vom deutschen Verfassungsschutz seit Jahren ständig überwacht; die LTTE und ihre Tarnorganisationen werden auch bei der Europäischen Union als  terroristischen Vereinigungen aufgelistet. Ihre Tarn-Organisationen operieren jedoch bislang weiter, ohne in Deutschland von den Behörden der Exekutive daran gehindert zu werden. Ihre unermüdliche Propaganda-Arbeit zeigt sich besonders deutlich in der tamilischen Diaspora in Deutschland und bei der nichts ahnenden deutschen Gesellschaft.

Die Entscheidung, Rudrakumanran nicht zu erlauben, Deutschland zu betreten und hier Reden abzuhalten, wird von verantwortlichen Regierungsstellen als Vorsichtsmassnahme gesehen, da es zu viel Schwierigkeiten für die Entscheidungsträger gegeben hätte, wenn sie einer Tarn-Organisation einer der gefährlichsten terroristischen Vereinigungen der Welt erlaubt hätte, eine solche Versammlung in Deutschland abzuhalten, ausgerechnet am ohnehin sicherheitskritischenTag der Bundestagswahl.

Es wäre auch ziemlich ironisch gewesen, wenn an dem Tag, an dem das demokratische Deutschland sein Parlament wählt, eine Terror-Gruppe wie die LTTE, welche seit dreißig Jahren andauernd die Demokratie selbst bedroht, die Erlaubnis bekommen hätte, auf deutschem Boden Hass und Verblendung zu predigen.

Es scheint, dass auf die Weise keine der politischen Parteien ein Risiko einging, auch nur eine Stimme für ihre Partei an diesem entscheidenden Tag zu verlieren.

 

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    Übersetzt aus Lakbime vom 2. November 2009 Von Gayan Kumara Weerasingha Colombo – Verteidigungseinheiten haben eine Anzahl von verdeckten LTTE-Kader entdeckt, die Bomben an Eisenbahnstrecken, Bussen sowie an elektrischen Transformatoren in Colombo und Umland zur Zündung gebracht haben. Die Verteidigungseinheiten entdeckten diese Kader durch Information […]
  • Leitartikel: Wie wir Sri Lanka in den Rücken fallen
    Übersetzt aus der Washington Times vom 28. Oktober 2009 Washington – Sri Lanka ergeht es nun wie Israel: es ist ein Land, das sich einer Untersuchung wegen Kriegsverbrechen gegenübersieht, weil es Terrorismus effektiv zurückgetrieben hat. Amerika aber sollte die srilankische Regierung unterstützen – oder die Nase aus den Angelegenheiten Colombos […]
  • Ex-LTTE-Kader helfen als Freiwilligen-Truppe beim Aufspüren und identifizieren von LTTE-“Schläfern“
    Von unserem LTTEwatch-Korrespondeten in Colombo vom 29. Oktober 2009 Colombo – Als die östlichen LTTE-Kader unter Karuna 2004 überliefen und damit den Anfang vom Ende Prabhakarans und der LTTE insgesamt einläuteten, halfen er und seine Truppen anschließend dabei, weniger aufgabewillige Kader zu überführen und dingfest zu machen. Wie jetzt bekannt wurde […]